* Die Generale Botha rind Delarey hatten eine Unterredung mit Chamberlain, die 22 Stunde dauerte.
* Die spanische Ministerkrisis ist nun doch eingetreten. Der König beauftragte den seitherigen Ministerpräsidenten, ein neues Kabinett zu bilden.
* Im türkischen Gebiet Salonichi ist der Kampf zwischen türkischen Truppen und bulgarischen Banden auss
neue entbrannt.
* Rußland hat die eigene Gerichtsbarkeit für die Finnen abgeschafft. Das Richterkollegium wird in Zufunft zur Hälfte mit Russen besetzt.
* Der amerikanische Gesandte in Caracas, Bowen, bestätigt seiner Regierung in einem Bericht, daß die venezolanische Revolution thatsächlich zu Ende
ift.
Vermischtes.
[ Frau Humberts Garderobe] sowie die ihrer Tochter Eva, kommen jetzt im Pariser Auktionspalast zum Verfauf. Im ersten Stockwerk liegen die Pelze der Familie Humbert. Alle Formen und Pelzarten sind vertreten. Paletots aus Fischotter, Boleros aus Chinchilla, Jacketts aus Nerz und Breitschwanz mit Zobelbesaß, schwarze Sammetröcke, abgesehen von den Füchsen, den Halskolliers und den Boas. Therese Humbert versagte sich nichts es kostete sie ja so wenig. In einem Glasschrank sieht man Müffe aus Caracal, Chinchilla usw, darunter verbirgt sich wie beschämt ein ganz fleiner Mädchenmuff aus Astrachan, ohne Zweifel der erste Eva Humberts. Unter den schönen Stücken" befindet sich ein Teppich aus Griselbär mit dem Kopf, und ein entzückendes Jäckchen aus lichtem creme Sammet mit Seidenfutter und Besatz aus weißem Fuchs, das Frau Humbert trug, wenn sie zu den Abendgesellschaften in den Ministerien ging. Der Rest der Ausstellung ist zwar geschickt angeordnet, hat aber etwas vom Trödlerladen. Da sind 300 Hüte, und zwar Hüte fürs Theater, für Rennen, zu Kahnfahrten, für die Mailcoach, das Land, Besuche, den Wagen, alle natürlich für die vier Jahreszeiten. Mit ihren verknitterten Bändern, ihren altmodischen Formen, ihren ausgezogenen Blumen bieten sie einen traurigen Anblick. Neben 35 Paar Schuhen befinden sich 42 Sonnenschirme. Man begann die Auftion mit den Belzsachen, die einen Totalerlös von 39 670 Fres. einbrachten.
[ Automobilunterricht in der Bürgerschule.] Eine echt Pariser und, man kann wohl sagen, echt moderne Kommunalschule ist die Knabenschule in der Rue SaintFerdinand in Paris: dort lehrt man nämlich den Automobilismus. Eine an der Tür angeschlagene offizielle Benachrichtigung gibt genaue Einzelheiten über den Unterricht, der jeden Tag stattfindet, nir Sonntags nicht. Der Unterricht, der von geprüften Ingenieuren erteilt wird, steht unter der persönlichen Aufsicht des Schuldirektors Debonnaire. Es kommt aber noch besser: man kann, wie es im Programm heißt, in der Schule auch die ,, Weltsprache" Esperanto lernen! Herr Debonnaire ist wahrscheinlich der Ansicht, daß seine Elementarschüler auf ihren späteren Automobilfahrten eine ,, Universalsprache" werden sprechen müssen, um sich mit den übrigen gebildeten Europäern zu verständigen.
[ der heilige Bureaukratius.] Folgende Gesichte, die dieser Tage in Paris passierte, zeigt, daß der ,, chinesische Zopf" auch in der Stadt ,, des Lichtes" in hoher Achtung steht. Eine junge Frau hatte in einem Omnibus eine kleine Handtasche vergessen. Sie merkte aber ihren Verlust sofort und eilte in das nächstgelegene Omnibusbureau, um die Sache zu melden. Die Handtasche war gerade von dem Schaffner abgegeben worden. Die Dame meldete: Meine Tasche enthält einen Brief mit meiner Adresse, dieser Brief ist russisch geschrieben. Sie enthält ferner ein Taschentuch, einen Check über 300 Frcs., die bei der und der Bank zu erheben sind, und endlich mein Portemonnaie mit 12 Frcs. Inhalt. Darauf erwiderte der Bureauchef: Ihre Tasche ist hier und Ihre Angaben sind richtig. Ich kann Ihnen also den Brief, das Taschentuch und den Check zurückgeben."- ,, Und mein Portemonnaie?" ,, Das kann ich Ihnen nicht geben. Nach einer Verordnung muß jedes Portemonnaie, das mehr als 10 Francs enthält, der Polizei übergeben werden. Dort werden Sie es bekommen. Wenn es n'ir 9 Francs 95 Centimes enthielte, könnte und würde ich es Ihnen gern geben." Aber ich habe doch keinen Pfennig, um nach Hause zu fahren. Da Sie mir einen Check über 300 Frcs. herausgeben, könnten Sie mir doch wohl auch das Portemonnaie geben!"- ,, Unmöglich. Von Checks ist in der Verordnung nicht die Rede die können Sie immer haben." Und die junge Frau mußte tatsächlich ohne ihr Portemonnaie fortgehen.
[ Liebet euren Nächsten.] In der Gemeinde Indepen dence im amerikanischen Staate Jowa hatte der Reverend Mr. Mecum die Beobachtung gemacht, daß seine Gemeindemitglieder recht hartherzig gegen Elend und Not ihrer Mitmenschen seien. Um die Nächstenliebe zu erproben, verkleidete er sich daher als Landstreicher und bat an den Türen um milde Gaben. Im ersten Hause, das einem Mechaniker gehörte, erhielt er drei Pfannkuchen. Im nächsten, dessen Bewohner es recht gut geht, hetzte die Dame einen Hund auf ihn, aber das Tier erkannte den Geistlichen und ließ ihn unbehelligt ziehen. Er setzte seinen Weg fort, und der nächste Hausbewohner befahl ihm, sich davonzumachen, sonst würde er ihn verhaften lassen. In einem vierten Haus wies man ihn in eine Anstalt für Arme. Im fünften bat er jehr um Nahrung, wurde aber abgewiesen. Im sechsten bewillkommnete man ihn herzlich; denn die Leute hatten ihn troß seiner Verfleidung erkannt. Am nächsten Tage schrieb er eine Predigt, in der er beredt für die Landstreicher bat.
V[ Fürstliche Schriftstellerhonorare.] Der bekannte englische Schriftsteller Rudyard Kipling, den besonders seine Soldatenlieder von ,, Tommy Atkins" in der ganzen zivilisierten Welt berühmt gemacht haben, hat dieser Tage von einer amerikanischen Firma für eine turze Erzählung von etwa 6000 Worten das runde Sümmchen von 10 000 M. erhalten, also beinahe zwei Mark für das Wort. Bei solchen Honoraren kann man es sich erklären, daß verschiedene englische Schriftsteller wie fleine Fürsten auf ihren stattlichen Landsißen leben können, z. B. der vielgelesene Cohnan Doyle, dessen Kriminalromane in Auflagen von Hunderttausenden erschienen und von dem englischen Lesepublikum verschlungen wurden. Hinzu kommt, daß man in England die Leihbibliotheken nicht in dem Umfange wie in Deutschland kennt. Wer es irgend kann, fauft sich seine Bücher selber, daher der größere Umsaz.
(-) Die Schrecken des Bergbaus. Auf dem Georgenschacht in der Königin Luise- Grube zu Zabrze erfolgte ein Durchbruch brandiger Gase, durch welche zwei Häuer getötet und fünf andere Bergleute verlegt wurden. In der Ozean"-Kohlengrube bei Merthyr Tydvil( Cardiff) blieb ein Förderkorb, auf welchem 30 Bergleute hinaufbefördert wurden, infolge Versagens der Maschinerie stecken. Gleichzeitig stockte vorübergehend die Ventilation, so daß fünf Bergleute erstickten. In Dunderlandsdalen( Nord- Norwegen) fand ein Erdrutsch statt, bei dem eine Anzahl Arbeiter verschüttet wurden. Bei den eingeleiteten Rettungsarbeiten wurden sieben Arbeiter noch lebend geborgen. Bisher sind zwei Leichen gefunden worden. Die Anzahl der noch unter den Erdmassen Verschütteten ist unbekannt.
) Zwei Liebestragödien werden aus Berlin gemeldet. Der Geometer Schumann versuchte in der Wohnung eines Freundes seine Ehefrau, die er seit längerer Zeit beargwöhnte, ihn zu hintergehen, mit einem Revolver zu erschießen. Er verlegte sie lebensgefährlich am Auge und erschoß sich dann selbst.- In einem Privathotel erschossen sich ein geisteskranker junger Mann Namens Kurt Nißle, Sohn einer Regierungsrätin in Stegliß, und ein junges Mädchen.
V Des Elternmordes verdächtig. Diesen Sommer starb in Grünstadt in der Pfalz der hochbetagte Lehrer Miethreich unter verdächtigen Umständen, doch konnte die wiederholte gerichtliche Untersuchung einen gewaltsamen Tod nicht mit Sicherheit konstatieren. Miethreich, der in bescheidener Weise lebte, hat seiner Frau ein Vermögen bon nahezu 100 000 Mart hinterlassen. Die Witwe, welche bereits im 80. Lebensalter steht, ist vor einigen Wochen nach Kaiserslautern übergesiedelt. Man fand jetzt dort abends die alte Frau bewußtlos und an Händen und Füßen geknebelt in ihrem Schlafzimmer auf. Sowohl am Halse, wie auch an anderen Körperteilen fanden sich Spuren schwerer Mißhandlungen. Verschiedene Umstände lassen darauf schließen, daß es darauf abgesehen war, der Frau das Geld zu rauben. Ob und welche Summe entwendet wurde, ist bis jetzt nicht festgestellt. Da ihr Sohn Jakob kurz vor dem Vorfall ihr einen Besuch abgestattet hat, fiel auf diesen der Verdacht der Täterschaft. Der Sohn wurde verhaftet, und zugleich taucht das Gerücht auf, daß er auch seinen Vater ums Leben gebracht habe.
|: Wenn man abfällig kritisiert. Der Professor Starcke, Redakteur und Musikkritiker der ,, Tresdener Nachrichten", wurde von einem Herrn, der eine anscheinend falsche Visitenkarte mit tschechisch klingendem Namen im Anmeldezimmer abgegeben hatte, mit einem Stock tätlich angegriffen. Der Angreifer scheint bei der darauf folgenden Rauferei indes schlecht gefahren zu sein, denn er hat sich unter Hinterlassung seines Stockes geflüchtet. Zu dem Ueberfall hat anscheinend eine abfällige Kritik des ersten theatralischen Versuchs der in Dresden lebenden jungen Amerikanerin Bell Applegate als Carmen die Veranlassung geboten.
* Katastrophe in einer Kirche. Aus der Ortschaft Aften an der niederländischen Grenze wird eine Brandkatastrophe gemeldet, die sich in einer kleinen Kirche während des Gottesdienstes ereignete. Die Kapelle ist größtenteils aus Holz gebaut. Ducch Unvorsichtigkeit fiel eine Kerze um, und es entzündete sich der Altar und das Gebälke. Die Menge der Anwesenden konnte das Gotteshaus nicht schnell genug verlassen und die Flammen ergriffen die nach dem Ausgang Drängenden. Drei Personen wurden sogleich getötet, vierzehn andere erlitten lebensgefährliche Brandwunden, so daß zu befürchten ist, daß die Katastrophe noch nachträglich Opfer fordert. Das Gebäude selbst wurde durch den Brand zerstört.
Fortschritte der drahtlosen Telegraphie. Der Kommandant des im Hafen von Sydney liegenden Schiffes ,, Carlo Alberto" meldete dem italienischen Marineministerium, daß der ,, Carlo Alberto" während seiner ganzen Reise von England bis in das Innere des Hafens von Sydney täglich radiographische Depeschen von der Station Poldhu erhalten habe. Eine Mitteilung des Marineministeriums fügt hinzu, dies bestätige die Möglichfeit, sich gleichzeitig mit den Küsten von Europa und Amerika während der Fahrt auf dem Atlantischen Ozean in Verbindung zu halten, wenigstens bis auf eine Entfernung von dreitausend Meilen. Es würde also noch leichter sein, Verständigungen zwischen den beiden Kontinenten zu sichern mit Hilfe von Stationen, welche über Apparate verfügen, die stärker sind, als diejenigen, welche man zweckmäßig auf Schiffen aufstellen kann.
£ Das Geheimnis von Kopenhagen. Im Kopenhagener Hafen fanden Matrosen ein Paket, das eine Frauenleiche, Deren Kopf durch einen Schnitt vom Rumpfe getrennt war, enthielt. Hände und Füße waren zusammengeschnürt und die Leiche war in zwei fast nete kostbare persische Teppiche eingehüllt. Das Opfer ist eine 40- bis 45jährige noch hübsche Frau, elegant gekleidet. Vorläufig fehlt jede Spur, die zur Auffindung des Täters führen könnte. Die Polizei meint, daß es sich um ein Eyedrama handle.
± 96 Personen ertrunken. Der englische Dampfer ,, Elingamite", der auf der Fahrt von Sydney nach Auckland begrissen war, lies bet den Dret Königs- Inseln auf und ging völlig verloren. Von der Mannschaft und den Passagieren wurden nur 41 Personen gerettet, 96 versanken in den Fluten.
Elternliebe, die tötet. Aus Paris wird gemeldet, daß in dem Pariser Vorort Bois- Colombes eine 70jährige Dame, namens Bausewein, ihre 30jährige Tochter Olga durch mehrere Schüsse getötet hat. Der Beweggrund war die Furcht, daß ihre Tochter als unheilbar irrsinnig in eine Anstalt gebracht werden sollte.- In der Kreisstadt Vranje in Serbien ermordete der Einwohner Stanko Georgievics seine 18jährige Tochter, indem er ihr den Hals durchschnitt. Er stellte sich hierauf der Polizei und gab an, daß seine Tochter mit einem Tischler aus Semendria verlobt war und die Hochzeit am 9. ds. stattfinden sollte. Da er aber die versprochene Mitgift nicht erlegen konnte, habe er sich entschlossen, seine Tochter lieber zu töten, als sie der Schande auszusetzen, daß der Bräutigam sie zurücksende.
Lokales.
Gedenktafel für den 14. November.
1716. Der Philosoph Leibniz †.- 1825. Der Humorist Jean Paul Richter, bekannt als Jean Paul, t. 1885. Der Krieg zwischen Serbien und Bulgarien bricht aus.
FL
Eine neue Erzählung:
Die Tochter des Schmugglers bon August Lähr.
Wir sind beginnt im heutigen Unterhaltungsblatt. überzeugt, daß dieselbe ebenfalls das Interesse unserer geschäßten Abonnenten wach hält. Volkstümlich geschrieben, bringt sie fesselnde Scenen aus dem Leben der Grenzbewohner.
** Der Großherzog hat am 12. November den Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Alsfeld Philipp Knierim auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Dezember 1902 unter Anerkennung seiner lang jährigen treuen Dienste in den Ruhestand verseßt, sowie demselben das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
** Der Großherzog und Prinz Heinrich bon Preußen haben sich heute vormittag, einer Einladung des Freiherrn Heyl zu Herrnsheim folgend, zur Jagd nach Gundershausen begeben.
** Herr Prof. Dr. Paul Drews hielt am 11. dg. gelegentlich des Geburtstages Dr. Martin Luther in Friedberg einen Vortrag über die Tragit in Luthers späterem Leben". Die packenden Darbietungen des Redners forderten reichen Beifall.
** Wir machen auf die in heutigem Blatte enthaltene Bekanntmachung des Städtischen Gasund Wasserwerkes, betr. ,, Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Hauswasserleit ungen" besonders aufmerksom. Es dürfte sich hiernach empfehlen, daß die betreffenden Hausbesitzer, oder deren beauftragte Vertreter, Hausverwalter 2c., dahin Fürsorge treffen, daß möglichst eine bestimmte Persönlichkeit mit der Bedienung der Hauswasserleitung betraut wird. Besondere Aufmerksamkeit erfordern erfahrungsgemäß diejenigen Häuser, wie z. B. Neubauten, welche 3. 3. nicht in allen Stockwerken bewohnt sind, sowie besonders abgezweigte Gartenleits ungen, Waschküchenleitungen, provisorische Bauwaffer leitungen 2c. Es empfiehlt fich ferner, die beute abgedruckte Anleitung des städt. Gas- und Wasserwerks aufzubewahren.
-
Stadttheater. Die nächste Woche wird uns wiederum einen ungewöhnlichen Kunstgenuß bringen. Alwine Wiecke, die geniale und hervorragende Schauspielerin, wird auf ihrer Tournee, die sich durch Heidelberg, Mainz, Wiesbaden 2c. erstreckt, auch Gießen berühren und hierselbst am 20. November ein einmaliges Gastspiel veranstalten und zwar als„ Ellida" in dem 5aftigen Schauspiel„ Die Frau vom Meer" bon Henrik Ibsen, welche Rolle als ihre bedeutendste Schöpfung gilt. Die fünf allgemein verständlichen a fa= demischen Vorträge, die im Laufe des Winters stattfinden, werden gehalten von Herrn Oberbibliothekar Prof. Dr. Haupt: Friedrich der Große und Voltaire". Herr Prof. Dr. Krüger:„ Der heilige Franz", mit Lichtbildern, erläutert von Herrn Prof. Dr. Sauer. Herr Lektor Goetschke: Georg Sand, la femme et l'écrivain". Herr Prof. Dr. Albert:„ Justus von Liebig und sein Einfluß auf die Landwirtschaft." Herr Prof. Dr. Drude:„ leber elektrische Entladung".
** Mit dem gestrigen Bierkonzert, ausgeführt von der Kapelle des Infanterie- Regiments Nr. 116, eröffnete der hiesige Gesellschaftsverein die Reihe seiner Winterfestlichkeiten. Als weitere Veranstaltungen sind nach dem Programme noch 4 Bälle vorgesehen.
** Die Gründung eines Verkehrs- Vereins oder einer Vereinigung zur Hebung des Fremdenverkehrs für Gießen haben unsere Wirte ins Auge gefaßt. In einer vorgestern im Restaurant Vogt Sonnenstraße abgehaltenen, überaus gut besuchten Versammlung des Vereins der Gastwirte von Gießen und Umgegend wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, den Vorstand zu beauftragen, eine öffentliche Versammlung einzuberufen, um darin die Ansichten der beteiligten Gewerbe- und Handelskreise zu hören und zustimmenden Falles mit der Gründung eines solchen Vereins voran zu gehen. Der Wirteverein würde sich als Korporation einer solchen Vereinsbildung sofort anschließen, es dabei seinen Mitgliedern überlassen sich ebenfalls noch dem Verein anzuschließen. Man wies mit Recht in der Versammlung darauf hin, daß an dem Zustandekommen einer solchen Vereinigung, die allerdings thatfräftig auch vorzugehen hätte, alle Kreise unserer gewerbetreibenden Bevölkerung ein reges Interesse haben müssen. Durch das Heranziehen des TouristenVerkehrs in unsere für den Vergnügungsreisenden überaus günstig gelegenen Stadt würde nicht nur allein das Gaftwirtsgewerbe, sondern auch die sonstige Gewerbe- und Handelstreibende Bürgerschaft unserer Stadt flingende Vorteile haken. Auf diesem Gebiet sei in Gießen überhaupt noch nichts geschehen. Kassel, Marburg. Nauheim, ja selbst in fleineren Städten wie in Herborn, Dillenburg u. s. w. rege man sich und thue alles nur Denkbare um den Fremdenstrom anzulocken und es sei für Gieken, welches für den Touristenverkehr, der von Norddeutschland an den Rhein und nach dem Süden gehe, überaus günstig gelegen. Wir erfahren, daß die geplante öffentliche Versammlung in der tommenden Woche im Café Leib stattfinden soll und ist wohl auf einen zahlreichen Besuch bei der Wichtigkeit der Sache zu hoffen.
** Bis Samstag abend begeht in Steins Saal bau das Unteroffizier corps des 1. und 3. Battalions bom hiesigen Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm II. wie alljährlich sein Winter- Bergnügen, bestehend aus Theater, fomischen Vorträgen und Ball.
** Wie wir hören, soll an dem hiesigen Güterbahnhof eine neue Viehrampe erbaut werden, da die bisherige bei starkem Verkehr, besonders während der Markttage nicht mehr ausreicht.
Aus Hell
** Der A 8wiebeln feit gonnen. Etwaige ober an das Pro ** Das Pro felbe Weizen,
2
ftrob gegen Bar
frei Magazinhof
A
Die Getreidearten n Cand, möglicht fre Die Einfendung vor Liter nebft Mi merben fann, ist er A Romrod.
Befizer der Lippm Ober Breidenbach
fahren. Während Herrn Dörr in fe ein Ende gemacht unbefannt. Der Mann. Der Zufal Jabres in unferem erbängt hatte und
Romrob geftorben Friedhof gebettet m Selpersbei wirt Konrad auf feinen Wagen der Deichfel an der Fabren feste fid noch nicht die Gd weiten Anaben a par ohne, daß der and überfahren Pleinen nun länger
**
**
1
Brudelacim, berforbenen Rendante Gemeindevertretung de offenrechner Schleen Groß- Felda, hält die bielige Sp Gastwirt Völzing ab. Wir brauchen weifen, wie bortei für jedes Mitglied r. Hopfgarten, ragender Staatsbehör ung des neuerba ungünftiger Witterun barn regen Anteil. rebe, ferner sprachen fabulinspektor Math ögen alle an das ne in Erfüllung geben! Schlitz. Der
**
hier festgelegte Ara 26. November verlegt
V
gegen das Einfri
Unter Hinweis auf wafferlei ungen zu Gieße
dem Ginfrieren des bei eintretender Kälte Dies geschiebt dadurch, findliche Hauptabsperrbal befindliche Entleerungsb geftellt, geöffnet wird un
wafferleitungen des Aber
bas in der Hausleitung worauf bezeichnetes ha
Um eine vollstä
boten, während derse wert des Haus Leitung erhalte.- C hon durch das Bapfo wodurch die Entleerun ftattgehabter Entleeru dem Eintritt der Luft wieder zu fchließen.
leitung offen
Das& d
erfolgt durch
ben biertanti
Für die
Grossvaters
Her
dargebrachten
Wege innigst
Glesse


