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Marienburg wieder von Fenerdbrunft heimgesucht. Die altehrwürdige Hochburg des Deutschtums in der Ost­mart, die sagenumwobene Veste des deutschen Ritterordens an der Nogat, Marienburg, ist zum zweiten Mal innerhalb zweier Jahre von Feuersglut verheert worden. Der Brand hat wieder an derselben Stelle, wie im Juli 1899, gewütet: in den sogenannten ,, Hohen Lauben", einer Straße, die an beiden Seiten mit Wandelhallen überdeckt ist, wie man sie z. B. in Bozen und in verschiedenen italienischen Städ­ten, wie z. B. Bo'ogna findet. Die ,, Hohen Lauben" wurden 1899 fast völlig zerstört, doch die Opferwilligkeit der städtischen Behörden und der Marienburger Bürger hat diese Zeugen einer großen Vergangenheit wieder fast in derselben Gestalt hergestellt, in der sie seit Jahrhunderten romantischen Zauber über die Stadt verbreiteten. Jezt Taste das entfesselte Element wieder durch sie hin, und zivar in dem Teil, der 1899 verschont blieb, und richtete schweren Schaden an. Nur den äußersten Anstrengungen gelang es, die Gefahr des völligen Unterganges des stolzen Wahr­zeichens Marienburgs zu beschwören.

Ueber den Brand selbst verlautet: Das Feuer entstand in der Morgenfrühe in der Zuckerwarenfabrik von Dewit, verbreitete sich dann schnell auf die benachbarten Geschäfts. häuser und um 9 Uhr waren bereits 6 Häuser völlig zer­stört und drei weitere standen in hellen Flammen. Die fofort angestellten Löschversuche, die von einem Hülfszuge ber Danziger Feuerwehr tatkräftig unterstützt wurden, blieben leider anfangs erfolglos, da infolge der herrschen­ben starken Kälte das Wasser in den Schläuchen gefror. Als es endlich gelang, das Feuer auf seinen Heerd zu be­schränken, waren schon 11 Häuser dem feindlichen Element zum Opfer gefallen. Der Oberpräsident von Westpreußen, Delbrück, traf an der Brandstätte um 3/4 1 Uhr ein und überwachte in Gemeinschaft mit dem Bürgermeister von Marienburg und dem Landrat des Kreises die Rettungs.

arbeiten.

Y Mutter und Kind in Zwangserziehung! Man schreibt uns aus Berlin: Vor dem hiesigen Schöffen­gericht hatte sich ein 14jähriges Mädchen wegen wieder­holter Diebstähle zu verantworten. Als der Richter das Kind fragte, was es mit den gestohlenen Sachen hätte beginnen wollen, antwortete die kleine zu allgemeinem entsegten Staunen: Ich wollte sie verkaufen, um mir für mein Kind Nahrungsmittel zu verschaffen. Es stellte fich dann heraus, daß das 14jährige Mädchen tatsächlich schon Mutter sei. Sie war von einem bekannten verheira­teten Manne verführt und, als ihr Zustand entdeckt wurde, vom Vater verstoßen worden. Der Gerichtshof kam zu der Ansicht, daß der Kleinen die nötige Einsicht zur Erkenntnis der Strafbarkeit ihrer Handlungen gefehlt habe, sprach sie frei, überwies aber die kindliche Mutter mitsamt ihrem Kinde der Polizei zur Unterbringung in eine Erziehungsanstalt. Man fragt sich unwillkürlich. bei diesem traurigen Falle: Ist denn Elternliebe unnach­sichtiger als die Strenge des Gesezes? Konnte der Va­ter der Unglücklichen nicht zu derselben Ueberzeugung gelangen, wie der Gerichtshof, daß seiner Tochter die Erkenntnis des Bösen, was sie getan, fehlte, um so mehr, als sie einem niederträchtigen Verführer in die Hände gefallen war? Konnte er die Aermste nicht verzeihend an sein Herz nehmen und ihr die Erziehung angedeihen lassen, die ihr jeßt der Staat gewähren muß, um sie zu kräftigen für den schweren Kampf des Lebens? Statt bessen wurde das schwache Geschöpf aus der schüßenden Etätte des Elternhauses erbarmungslos hinausgetrieben auf die Gasse, in den Sumpf der Großstadtgefahren, der fte unrettbar verschlungen hätte, wenn nicht preußische Richter ein warmes Herz in der Brust trügen.

)[ Das Urbild der ,, Bagliacci.] Der italienische Kom­ponist Leoncavallo erzählt in einer amerikanischen Mo­natsschrift seinen Werdegang. U. a. schildert er, wie die Fabel seiner bekannten Oper ,, Die Pagliacci" sich auf einem wahren Erlebnis aufbaue. In den ,, Pagliacci" ersticht bekanntlich der Held, der Direktor einer herum­ziehenden Schauspielertruppe, während er scheinbar nur feine Rolle in einer Burleske spielt, allen Ernstes seine ungetreue Frau und deren im Zuschauerraum befindlichen Geliebten. Leoncavallo hat der gleichen Szene selbst bei­gewohnt, als er fünf Jahre alt war. Man feierte damals in Montalto das Fest der ,, Madonna de la Sera". Ez fand ein großer Jahrmarkt statt, und der kleine Leonca­vallo wohnte mit seinem älteren Bruder und einem Diener des Hauses einer Aufführung in einer Kunst­reiterbude bei. Bulegt gab es eine Pantomime. Plötzlich sprang der Hauptschauspieler mitten in den Orchester­raum. Was war geschehen? Ich habe soeben meine Frau getötet," sagte er, indem er sein blutiges Messer abwischte. Ich habe in ihrer Tasche einen Liebesbrief gefunden." Dann stürzte er sich auf den Diener der Familie Leon­cavallo und stach ihn mit den Worten: ,, Du hast den Brief geschrieben! Du warst der Liebhaber meiner Frau!" gleichfalls nieder. Der Mörder wurde verhaftet und einige Wochen später zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Leoncavallo's Vater nahm in seiner Eigenschaft als Richter an der Prozeßverhandlung teil. Das war vor 36 Jahren. Heute ist der ,, Pagliaccio" 80 Jahre alt. Als er das Zuchthaus verlassen hatte, wurde er Hegereiter bei einer reichen italienischen Baronin.

[ Das Küssen gesetzlich verbieten] will ein Herr Dr. Ware in Virginia. Er hat allen Ernstes einen Gesetzes­vorschlag eingereicht, der auf jeden Kuß eine Strafe von fünf Dollars seßt, wenn sich die beiden ,, Kontrahenten" nicht im Besitz eines von einem Arzt ausgestellten Ge­sundheitsscheines befinden. Der Kuß sei eins der fürchter­lichsten Mittel zur Verbreitung der Infektionskrankheiten, namentlich der Atmungsorgane. Herr Dr. Ware hat ja so Unrecht nicht, aber ganz entschieden noch nie geliebt, sonst würde er wohl wissen, daß verliebte Leutchen durch alle nur erdenklichen Gesetzesvorschriften sich nicht von der süßen Uebertretung abhalten lassen werden. Schlimm­stenfalls werden sie es machen, wie ein deutsch- amerika­nischer Journalist, der sich folgendermaßen über Wareschen Vorschlag tröstet:

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Fünf Dollar Strafe für Küsse Ach arme prosaische Welt!

Nun ist auch vor diese Genüsse

Der Gerichtsvollzieher gestellt.

Doch mir macht das Bahlen nicht Dualen Mein Liebchen, ich kenn' meine Pflicht: Ich füß dich zu tausenden Malen, Denn Dollars hab ich nicht!

Giessener Cagesnenigkeiten.

** Der Großherzog empfing am 6. Dezember u. U. den Landesgerichtspräsidenten Kulmann von Gißen, den Lehrer Rückert von Großen- Bus& und den Vorst her der Präporandenanstalt in Lich Wainer.

** Das Großh. Regierungeblatt Nr. 77, vom 5. Dez. enthält: Allerhöchster Erlas, betreffend die Bevoll mächtigung des Staatsministeriums mit der

Großherzog von Hessen und bei Rhein 2c. 2c.

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Persönlichkeiten aus der Provinz Heffen- Nassau, be Großherzogtum Hessen und den angrenzenden bayrischen, württembergischen, badischen und preußischen

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Gebieten statt, in der es sich um die Gründung und erben Rafenftieb

Staiserpartei" handelt. Die neue Partet foll fell Organisation einer neuen politischen Partei, einer ständig durch Aufstellung von Kandidaten in die Wahlen

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borübergehenden Vertretung Sr. Königl. zum Reichstag und zu den Landtagen eingreifen und und erlitt bet fei des Großherzogs. Ernst Ludwig von Gottes Gnaden alle diejenigen Bevölkerungsfreise in sich aufnehmen, die en schwere äußere gesonnen sind, einerseits sowohl der Ueber- Agrarier, algte wurde fofort Da wir durch eine überseeische Reise für einige Beit auch andererseits den Sozialdemokraten entschloffen diet, wo er dann fd

an der

werden, so erteilen wir hierdurch auf Grund des Artikels 10

** Befangenent

des Ges zes, die Regentschaft betreffend, vom 26. März 1902 in Zoll, Kanals, Heeres- und Marinefragen zu unter den gewöhnlichen

Unserem Staatsministerium Vollmacht, Uns für die Dauer

übung Unserer Regierungsrechte zu vertreten. Wir ermäch

stüßen.

Unserer Abwesenheit aus dem Großherzogtum in der Aus- besonders geeignet zur Gründung dieser vielersehnten hat dies doch zu ma tigen zugleich Unser Staatsminist rium, wegen dieser Ver Mittelpartei, da nach Ansicht Derjenigen, welche fi on nun an findet nu

tretung nähere Anordnungen zu treffen, insbesondere auch zu

gründen wollen, überall Mißmut über die alten

Montag und Donnersta

bestimmen, daß die Vertretung in Angelegenheiten, die nach Parteien herrscht. Herr von Eckardtstein wird sich in Wagen zwischen K

den Verordningen, die Organisation der obersten Staats­betörde betreffend, vom 15. März 1879 und vom 1. August 1896 ausschließlich zu dem Gstä tekreis eines Uſerer Ministerien gehören, von diesem Ministerium wahrgenommen

werden kann.

Urf.ndl ch Unserer eigenhändigen Unterschrift und bei­gedrücktem Großherzoglichen Siegels. Darmstadt, den 3. Dezember 1902. Ernst Ludwig.

( L. S.)

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Rothe. Dittmar. Gnauth. ** An die Zweite Rammer ist gelangt ein An­trag des Abg. Haas( Tarmstadt) und 44 Genossen, in dem gefordert wird, die stammer wolle eine Revision der landständischen Geschäfts­ordnung vom 17. Juni 1874 beschließen und zu diesem Zwecke einen Sonderausschuß wählen. Ein weiterer Antrag der Abgg. Molthan u. Gen. geht dahin, daß die Kammer die Regierung erfuche, angesichts der fortwährenden Zunahme trügerischer Ausver­käufe die Beamten der Staatsanwaltschaft und die Volize behörden dahin zu verstä digen, daß die Veran­staltungen solchertrügerischer Ausverkäufe nicht nur den einzelnen Mitbewerber, sondern große Gruppen bon Gewerbtreibenden und vielfach auch das Publikum schädigen und deshalb im öffentlichen Interesse von Amtswegen zu verfolgen und zur Anzeige zu bringen sind. Die Abgg. Ül ich u. Gen. haben beantragt: Die Kammer wolle beschließen, die Gr. Regierung zu ersuchen, den Ständen umgehend einen Gefeßentwurf vorzulegen, wonach die Wahlen zum Landtag auf Grund des allgemeinen gleichen direkten und geheimen Wahlrechts mit Propor­tionalsystem stattzufinden habe, und zwar unter Berücksichtigung folg nder besonderer Bestimmungen: 1) Wahlberecht gt ist jeder rechtsmündige, in Hessen an. sässige Reichsangehörige. 2) Die Gesamtzahl der Abge: ordneten ist dem Bevölkerungszuwachs derart anzu­passen, daß auf je 20000 Seclen ein Abgeordneter zu rechnen ist.

** Disziplinarkammer Personalien. Die Notare Gch Justizrat Dr. Karl Braden in Mainz, Gch. Justizrat Hermann Jödel in Friedberg und Otto Hallwachs in Darmstadt tourden zu Mit­gliedern, die Notare Justizrat Ferdinand Gallus in Darmstadt, Dr. Julius Reen in Wörrstadt und Ernst Metz in Nidda zu st Übertretenden Mitgliedern des Disziplinarhofs für Notare; die Notare Justizrat Dr. Karl Schüler und Justizrat Ernst Schmeel in Darm stadt zu Mitgliedern, die Notare Dr. Karl Klein

ichmidt in Darmstadt und Otto von Brentano di Tremezzo in Offenbach zu stellvertretenden Mit gliedern der Disziplinarkammer für die Notare der Provinz Starkenburg, die Notare Justizrat August Metz und Hermann ag in Gießen zu Mitgliedern, die Notare Arthur Stahl in Bad- Nauheim und Lud­wig Röm held in Gießen zu stellvertretenden Mit­gliedern der Disziplinarkammer für die Notare der ProvinzOberhessen, die Notare Justizrat Heinrich Köhler in Osthofen und Justizrat Stail Wolf in Mainz zu Mitgliedern, die Notare Justizrat Peter Hubert in Oppenheim und Otto Schwarz in Worms zu stellvertretenden Mitgliedern der Disziplinar­kammer für die Notare der Provinz Rheinh ssen- sämtlich für de Zeit vom 1. Januar 1903 bis Ende Dezember 1905- ernannt.

A Die Großb. Centralstelle für die Gewerbe in Darmstadt beabsichtigt, wie man uns mitteilt, in den Monaten Januar bs März fommenden Jahres erstmals Meisterkurse für Sattler von zwölf tägiger Dauer zu veranstalten, und zwar für Teilnehmer aus den Provinzen Stark nburg und Rheinhessen unter Leitung des Herrn Georg Küng in Zwingenberg und für die Teilnehmer aus der Provinz Oberhessen unter Leitung des Herrn Louis Völzing in Groß­felda( Post Ehringshausen). Zu diesen Kursen werden nur im Großherzogtum ansässige Sattlermeister, aber keine unselbständigen Gehilfen zugelassen; eine Ausnahme kann nur bei einem älteren Meistersohn ge= macht werden, der dem Vater voraussichtlich bald im Geschäft folgt oder dasselbe bereits mitleitete. Das Unterrichtsgelo von 5 Mt ist zu Beginn des Kursus von jedem Teilnehmer zu entrichten 2c. Der erste Kurs wird vom 5. bis 17. Januar fommenden Jahres abgehalten.

** Eine neue politische Partei.( Die mittlere Linie.) Auf Veranlaffung des Legationsrats Frhen. v. Eckhardts stein, ehemaliger 1. Sekretärs bei der deutschen Bot. schaft in London, findet am 16. Dez. zu Frankfurt a. M. im Hotel Imperial eine Zusammenkunft einflußreicher

Kandidat für den Reichstag aufstellen lassen.

einem hessischen oder hessen- nassauischen Wahlkreise als ach den früh ren Erfo

Angeb ht gut befegt fein.

lich wird die neue Partei in allen Wahlkreisen de

deutschen Reiches bei den nächsten Reichstagswahlen Hus hellen u

Kandidaten aufstellen.

** Lich. Der Gro

** Am Samstag wurden in öffentlicher Sitzung ait ber krone des Berd des Großh. Amtsgerichts Gießen folgende Personen it gen: dem Hofgärtner welche im Geschäftsjahre 1903 als Schöffen zulben Didens: den Kam fungieren haben, ausgelost: Johann Menges 11. ner das allgemeine Ehre Großen- Linden, Bankier Konrad Diez- Gießen, Ober Ruscher Rabergfy, fäm förster Gustab Schneider- Trais a. d. L., Landwirt Fürften zu Solms­

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Heintich Schrt- Steinbach, Schuhmacher Georg Schäfer ** Lang- Göns, 7. Steinbach, Landwirt Bernhard Schäfer- Annerod, Bau Beit und breit wird ma unternehmer Wilhelm Jung 1.- Klein- Linden, Prokurist ht Kenntnis nehmen. Großen- Linden, Kohlenhändler Adolf Fischer- Gießen, Bitte des Johannes Albert Heichelheim- Gießen, Landwirt Philipp Lug 6. meres Oberbeff n hind Landwirt Wilhelm Becker 10. Alten- Bused, Landwirt on Au Thurn und Top Christian Freitag 2.- Hausen, Landwirt Hermann Becker verwaltete sie mit ftarfer Burkhardsfelden, Landwirt Joh. vern 3.- Leibgestern, ihr den Namen Boilath Landwirt Johannes Teibel 3 Lollar, Landwirt Wilh. fie dies[ be? Daß sich die Belloff 2- Beuern, Kaufmann Louis Benner- Gießen, an Worten gung Müller Heinrich Christ Heuchelheim, Gastwirt Eduard Beamten alle fo wären!" Cordes Lollar, Landwirt Reinhard Wagner 1.- Großen teit betrieb fie eine gutgebe Bused, Landwirt Ludwig Hörr- Heuchelheim, Müller Gäfte zu bewirt n Geleg Joh. Philipp 12.- Steinberg, Landwirt Johann Georg Kaiser Wilhelm L., Bismar Philipp 5.- Wagenborn, Maurer Philipp Morg- Gr.- Bused, Georg Koch 1.- Gießen, Landwirt Kaspar Rau, Alten Käschändler Johannes Frey 2. Lang- Göns, Ingenieur Buseck, Gemeinde Einnehmer Christoph Vornals- Allen Gemeinde- Einnehmer dorf a. d. Lda., Landwirt Johannes Jung 2.- Saiben teich, Kaufmann Ludwig Kirchner- Wieseck, Schmied Johannes Kraushaar 1- Taubringen, Landwirt Philpp Rodenhausen 4.- Wieseed, Ocfonom Wilhelm Stig- Gießen Fabrikant Guido Günther- Gießen und Wagner Wilhel Lindenstruth 8.- Beuern.

** Der Bauer'sche Gesangverein hat mit seinem gestern Nachmittag in Stein's Garten abgehaltenen Lieder abend etwas Gediegenes geboten. Schäfer's Sonntagslied" war eine gut ge välte Einleitung des Abend und die folgende Nummer Die Mühle versyneit" erinnerte die Eisbienenen an die bestehende E 8- und Schneewitterung. Das Mest r stück des Abend war aber unstreitig das Lied: Den Toten vom Iltis". Hier waren der Dirigent Hrr Bolster und die Sängerschar voll und ganz bei der Sache. Die eine zelnen Nuancen wurden mit dem erforderlichen Accent ge geben und sichtlich stimmungsvolle Begeisterung in den Saal hineingetragen. Der Inhat dies& Liebes ist einfach er bebend.

Nach einigen fleineren Nummern wurden

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In einem s eine seit langen Jah Preise von Mk, 300 Das Anwesen ist in

2 Wirtsc 1. Stock mehre

3. Stock Zum Hause ge Garten, Eiskeller, gr Pferde. Verbrauch

Refl., nur Selbs Neuesten Nachrichter

mieten. Kirchenpl. N

Bogen des Beifalls nochmals gehörig in Ballung gebracht; Als Leichen fr Nachtzauber" von Storch war es, das solchen Applaus balt fich beftens empfohlen hervorrief, daß der Verein sich zu einer Extranummer ver- Frau Schuchard, Miter to stehen mußte. Die Animosität im ganzen Festsaal war die beste, Ep is'n und Getränke gut, furz wir fönnen sagen, Möbilites Zimmer zu es war ein genußreicher Abend in allen Beziehungen. nunmehr 13 Jahren gegründet wurde und jest in ihr ** Die Allgemeine Sterbekasse Gießen, welche bor 14. Geschäftsjahr tritt, besteht zur Beit aus 1106 Mit gliedern Dieselbe hatte im verfl ffenen Jahre einen Zuwachs von 131, einen Abgang von 14 Mitgliedern( 12 durch 13jährigen B.st h ne hat die Roffe 126 Sterbefälle unter To und 2 durch freiwilligen Austritt). Während ihres gliedern à 75 Ma t, an 15 à 100, an 24 à 120, an 23 ihren Mitgliedern gehabt und wurden hierfür an 15 Mt 12 à 210 Dtart, in Summa 18 365 Mart ausgezahlt. à 180, an 10 à 170, an 14 à 185, an 13 à 200 und an und ist mithin imstande, selbst in außergewöhnlichen Fällen Die Rass befigt einen Reservefond von 5007 Marf 42 fg. ihren Bert fl chtungen nachzufommen. fasse weder in der angenehmen Lage, vom 1. Januar 1903 - Auch ist die Sterbe Das Eintritte geld beträgt für eine Person: ab das Sterbegeld von 210 anf 230 Wart zu

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im Alter von 16-25 Jahren Mart 1.­

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25-30

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Bei der Aufnahme ist außerdem noch ein Sterbefall beitrag bon 25 Pfennige zu zahlen. Für jeden Sterbefall eines Mitgliedes ist der Kasse ein Beitrag von 25 Pfennige zu entrichten, welcher durch den Kassenboten gegen Du ttung erhoben wird. Zur Auskunft in allen Fragen ist der Hrc Schneidermeister Georg Pfaff. Wauthorstraße 25, Herr Schuhmachermeister Seidewand, Teufelsluftgärtchen 20, sowie Herr Bureau Vorsteher Bruchhäuser, Bolfstraße 8, gerne bereit.

M. Ein fleines Intermezzo hatte Samstag Abend mehreren Arbeitern, von denen wohl einer seinen der Kastanienverkäufer auf dem Seltersweg mit warmen Früchten zu nahe gekommen sein mochte. Gleich

Giessen.

Neuen Bäue 11,

Richard Buchacker,

staatlich tonzessionierte Koffefteur der Großherzogl. Hessischen Landes- Lotterie und

Cigarren- Geschäft.