Einzelbild herunterladen

Klotz von der Mühlendammpolitit" einen groben Keil hatte sezen wollen. Großes Interesse fonnten sonst die Ausführungen nicht erregen, da wir nur einen Aufguß der Zolltarifsdebatte erlebten.

65. Sigung

Preussischer Landtag.

Daus der Abgeordneten.

Aufräumungsarbeiten.

Eigener Bericht.

Mit einer ganzen Reihe von Vorlagen machte das Haus heute reinen Tisch. In dritter Lesung und ohne be sondere Debatte wurde der Gefeßentwurf betr. die Aus­behnung der Ablösung der Reallasten in Schleswig- Hol­stein auf den Kreis Herzogtum Lauenburg und das Gesetz über die polizeiliche Regelung des Feuerlöschwesens_ge­nehmigt. Der Antrag Zedlig auf Umwandlung der Tra­fehner Gestütsschulen in öffentliche Volksschulen wurde gemäß dem Vorschlage der Unterrichtskommission der Regierung, deren Vertreter sich ziemlich ablehnend ver­hielten, der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen. Dann kam eine Reihe Petitionen aufs Tapet; u. a. wurde eine Betition der Landwirtschaftskammer für Schleswig- Holstein wegen Erlasses eines Strafgeseges gegen den kontraktbruch der Regierung als Material überwiesen, ebenso eine Petition betr. Aufhebung der Beschränkungen für das Schornsteinfegergewerbe. Dann bertagte sich das Haus auf Freitag.

Nab und Fern.

seine

::: Der Baterländische Frauenverein hielt diesjährige Delegiertenversammlung zu Berlin in den Festräumen des Ministeriums für öffentliche Arbeiten ab. Den Verhandlungen wohnte die Kaiserin und Prin­zessin Heinrich bei. 300 Delegierte aus allen Teilen des Reiches nahmen an den Beratungen teil. Die Be­richte ergaben ein erfreuliches Anwachsen des Vereins.

* Das 300 jährige Jubiläum der Stadt Husum soll Anfang Juli mit großem Glanz gefeiert werden. Biele hunderte von Eprößlingen der alten Hanſaſtadt haben aus ganz Deutschland und allen Weltteilen schon jezt ihr Erscheinen zugesagt. Den Mittelpunkt der Feier­lichkeiten wird ein von Gustav Frenssen, dem bekannten Verfasser des Jörn Uhl" gedichtetes Festspiel bilden.

= Giron weicht nicht. In der Angelegenheit der frühe ren Kronprinzessin von Sachsen ist eine neue über­raschende Wendung eingetreten. Da es als erwiesen gette, daß sie noch mit Giron in Beziehungen steht und nur Komödie mit ihrer angeblichen Reue gespielt hat, so sollen alle in ihrer Sache zwischen dem säch­sischen Königs- und dem österreichischen Kaiserhause ge­pflogenen Verhandlungen endgiltig abgebrochen sein. Der König von Sachsen ist deshalb schneller, als ursprünglich in Aussicht genommen war, aus Wien abgereist und hat sich nach München zum Besuch des Prinzregenten Luitpold begeben. Aus demselben Grunde seien auch die Verhandlungen zwischen dem Kaiser Franz Josef und dem Großherzog von Toskana gescheitert, die den künf­tigen Titel der Prinzessin zum Gegenstand hatten. Es ist jetzt fraglich, ob man ihr überhaupt einen hohen Adelstitel zugestehen wird.

Das Opfer der Stiftsoberin Heusler in München, das Dienstmädchen Minna Wagner, hat eine gefährliche Operation glücklich überstanden. Bei ihr war durch das im Kaffee enthaltene Gift infolge Verlegung des Ma­gens eine Berengerung desselben entstanden. Durch die Operation ist jetzt ein neuer Magenausgang geschaffen worden.

Der bekannte Naturmensch Nagel hat von dem Staatsanwalt zu Neapel, wohin er sich, wie erinnerlich, mit seiner Braut begeben hat, eine Anklage wegen Frei heitsberaubung zu erwarten. Nach einer anderen Ver­sion sitzt er sogar bereits in Untersuchungshaft. Er hat auf der Durchreise durch Budapeſt den minderjährigen Sohn des Kaufmanns Hörbiger mit sich gelockt. Die­ser ist ihm auf Requisition der Eltern inzwischen wie­ber abgenommen worden.

() Ein unverbesserlicher Durchbrenner. Das Eltern­haus heimlich verlassen hat der 13 Jahre alte Sohn Jesko des früheren Kieler Polizeipräsidenten von Butt famer, welcher vor einiger Zeit in gleicher Eigenschaft nach Stettin versetzt worden ist. Der Knabe war, wit erinnerlich, bereits einmal und zwar im Dezember v. Is von Hause geflüchtet, doch konnte er damals in Bres­lau angehalten und zurückgeführt werden. Auf die Er­mittelung des jugendlichen Abenteurers, der den Ein­bruck eines 16 bis 17jährigen macht, ist seitens der Angehörigen eine Belohnung von 300 Mark ausgesetzt

worden.

Ein falscher Kronprinz Rudolf hat in Ungarn den naiven Glauben des Landvolkes, daß der unglücklich österreichische Thronfolger nicht im Schloß Meyerling! gestorben sei, sondern in Verkleidung von Dorf zu Dor wandere, um den Nachstellungen mächtiger Feinde zu entgehen, geschickt ausgenußt. In den Gemeinden des Szatmarer Komitats tauchten zwei Leute auf, von de nen sich einer für den Kronprinzen Rudolf, der ander aber für dessen Begleiter ausgab. Der letztere teilte unter dem Siegel der Verschwiegenheit dem auserlesenen Opfer mit, daß der Kronprinz Rudolf im Dorfe an gekommen sei und um ein verläßliches Nachtquartier bitten lasse. Auch ließ er durchblicken, daß der Kron prinz demnächst den Thron besteigen und diejenigen, die ihm auf seiner Flucht ein Asyl geboten hätten, fönig lich belohnen werde. Die Bauern fühlten sich hochge ehrt, schafften das beste an Speise und Trank herbei und halfen auch nach Kräften mit barem Gelde aus Einer aber konnte die große Auszeichnung, die seinem gause widerfahren, nicht verschweigen. So kam die wun derbare Mär auch vor die Ohren der Polizei, die ohn jede Rücksicht auf seinen hohen Rang den ,, Kronprinzen perhaftete, während sein Begleiter entwischte. Kronprinz Rudolf entpuppte sich als ein Handelsmann Schwartz jein entflohener Genosse ist ein gewisser Kazz. Bei diesem Anlaß sei daran erinnert, daß das oberbayrische Land­poff noch heute an den Tod König Ludwigs II. nicht glau ben will und behauptet, er säße irgendwo gefangen Die Reklame des, Sozialapostels". In einer Pari her Kirche gab ein Rechtslizentiat Eduard Salomon wäh

rend der dacht mehrere Revolverschüsse ab. Als er verhaftet wurde, erklärte er, er habe weiter nichts beab­sichtigt, cl3 auf diese Weise die Aufmerksamkeit auf seine epodjemachende Theorie der sozialen Umgestaltung der ganzen Welt zu lenken. Nähere Nachforschungen ergaben, daß der Unglückliche infolge des Verlustes sei­nes bedeutenden Vermögens seit längerer Zeit geistige Störungen verriet und deshalb scharf von seiner Fa­milie überwacht wurde. Man brachte ihn in die Frren­station des Polizeigefängnisses.

* Der Sicherheitsdienst für den Pariser Auf­enthalt König Eduards wird angesichts der bedenklichen Haltung eines Teils der Bevölkerung sehr umfangreich organisiert. Tausende von Geheimpolizisten in allen mög­lichen Verkleidungen werden auf die Straßen verteilt wer­den, die gemessene Befehle erhalten haben, jeden, der zu feindseligen Kundgebungen aufreizen sollte, sofort ding­fest zu machen. Der König selbst wird auf allen seinen Fahrten und Besuchen von dem Spezialkommissar Paoli und einigen besonders geschulten und tüchtigen Beamten begleitet werden. Diese werden durch eine auserlesene Truppe englischer Geheimpolizisten verstärkt werden. Außerdem ist die französische Abteilung der englischen Po­lizei, 150 Mann start, mit ihrem Vorgesezten Herrn Mel­ville in Paris bereits eingetroffen, die die Aufgabe hat, die Hotels zu überwachen, in denen Engländer absteigen, und die Umgebung der englischen Botschaft, der Pariser Residenz des Königs, unausgesetzt im Auge zu behalten. Auch unter das Personal der Botschaft sind geschickt viele englische und französische Geheimpolizisten eingereiht wor­den. Kurz, König Eduard wird keinen Schritt tun kön­nen, ohne von einer Schar aufmerksamer Wächter begleitet zu sein. Der ihm beigegebene Herr Paoli hat in seinem Fache schon viel Uebung, da er seit langer Zeit allen in Frankreich zum Besuche weilenden Monarchen, wie dem König von Württemberg, der Kaiserin von Oesterreich, dem König der Belgier, dem Zaren und der Zarin, dem Schah von Persien, in gleicher Eigenschaft beigegeben wor­den war.

-

** Der wunderschöne Monat Mai hat heute nicht nur wie alljährlich seinen kalendermäßigen Einzug ge­halten, sondern es scheint auch so, als ob er seine Pflicht und Schuldigkeit tun wolle, um das Beiwort, mit dem ihn der Dichter geschmückt, in Ehren tragen zu dürfen. Er will uns die Unbill vergessen machen, die uns sein ungezogener Stiefbruder, der April, zugefügt hat. Je­ner benahm sich wie ein echter, rechter Straßenjunge. Hinter Hecken und Zäunen lauerte er den Passanten auf und bewarf sie mit Schneeballen, und das gellende Hohn­gelächter seines mutwilligen Kumpans, des Sturmwindes, schrillt uns noch in den Ohren. Ganz anders unser Mai. Ais Musterknabe naht er uns, der seine Schulaufgaben mit Eifer und Verständnis gelernt hat und sie nun fehlerlos dem beifällig nickenden Auditorium aussagt. Es ,, klappt" alles nach dem Programm: Frau Sonne strahlt, Knospen springen, Vöglein singen, Lämmlein hüpfen auf blumiger Au- und mit ihnen hüpfen und jubilieren all die kleinen und großen Menschenkinder, die nach langer Winterhaft sich nun im Freien tummeln. Hat doch der liebe Junge Mai für jedes Lebensalter sein besonderes Angebinde, das er mit artigem Krazfuß überreicht. Die ganz kleinen Menschlein krabbeln lustig im warmen Sande, die her­anwachsende Jugend jagt und hascht sich im munteren Spiel, die ,, reifere" liegt dem Sport ob oder sucht den verschwiegenen Hain, um ihm das süße Geheimnis der er­ſten Liebe anzuvertrauen. Aber auch die Alten, denen die Zeiten, wo das junge Herz weit aufsprang, wie alle Knospen ringsum, so fern, ach, so fern liegen, bleiben nicht ohne Gabe. Für sie läßt der Mai tief im Wald verborgen ein lieblich Kräutlein erblühen: Waldmeisterlein zaubert mit seinem poetischen Duft aus dem Grunde des blinkenden Römers die Erinnerung an liebe Gestalten und selige Stunden herauf, und das alte Herz schlägt in ju­gendfrischen Schlägen wie einst im Mai". Möge der artige Knabe, der seinen Monatskursus unter so erfreu­lichen Aussichten beginnt, auch fernerhin sich durch Fleiß und Gesittung auszeichnen. Dann steht zu hoffen, daß er die Klippen der schwierigen Zwischenprüfung, die ihm das Kollegium der drei ,, gestrengen Herren" auferlegen wird, erfolgreich besteht, damit sich ihre kalten, mürrischen Ma­gistergesichter durch ein Lächeln des Wohlwollens erwär­men. Und wünschen wir ihm und uns endlich ein glän­zendes Schlußeramen am ersten Pfingsttage, zum Ansporn für seinen nächstältesten Bruder und Beisiber im Komitee für das ,, liebliche" Fest, den Juni.

Bunte Chronif. Jn Saarbrücken kam es wegen po­lizeilicher Schließung des Café Continental zu ernsten Straßenunruhen. Der Besizer Bruch und 30 Demon­stranten wurden verhaftet. Das Militär mußte ein­schreiten.

-In Frankfurt a. M. wurde in einem Zimmer eines Hotels ein 30jähriger Mechaniker mit einem Schuß in der Brust tot aufgefunden; neben ihm lag seine 25jäh­rige Geliebte mit einer Kugel in der Lunge, das Mäd­chen wurde in ein Hospital gebracht.

- Aus Eifersucht überfiel der Schlächter Emil Adam in Gemeinschaft mit seinem Bruder den Bureauvorsteher Diitmann vor seiner Wohnung in Lichtenberg. Der Ueberfallene erhielt mehrere Messerstiche in die Brust und den Rücken, außerdem wurden ihm an der rechten Hand, mit der er das Messer faßte, alle Sehnen durch­geschnitten. Die beiden Uebeltäter wurden später ver­haftet.

-Im Garnisonarresthaus zu Torgau wurde im Zim­mer hinter der Wachtstube der Inspektor, Sergeant Re­dell mit einem jungen Mädchen vergiftet aufgefunden.

- Aus Petersburg wird gemeldet: Die beiden Brüder Arsen und Paul Draginow haben eine Reise um die Welt auf einem Kamel unternommen und hoffen, binnen Jahresfrist wieder in Petersburg einzutreffen. Es han­delt sich hierbei um einen Preis von 20 000 Rubel. Den Lebensunterhalt wollen die beiden unternehmungslufti­gen Brüder durch Musizieren verdienen.

- In Sebastopol brach, nachdem morgens noch war­mes sonniges Wetter geherrscht hatte, plößlich ein star­fer Orkan aus, der die Dächer von Häusern abriß und Bäume entwurzelte. Eine Barkasse, auf der sich eine Anzahl von Personen befanden, wurde ins Meer ent­führt; zur Rettung der letzteren ging ein Torpedɔboot in Cee.

Hus dem Gerichtssaal.

§ Die Inhaber einer Berliner Kuppelherberge, der 41jährige Militärinvalide Lück und seine Ehefrau, wurden von der dortigen Straffammer zu einem Jahr bezw. vier Monaten Gefängnis verurteilt. Die Angeklag­ten hatten außer ihrem unsauberen Gewerbe noch eine ganze Menge anderer Straftaten zu vertreten. Sie hatten die übrigen Hausbewohner, die sich über das unsittliche Treiben beschwert hatten, beschimpft, verhöhnt und ge­mißhandelt. Schließlich hatte der Angeklagte Lück seiner Verhaftung tätlichen Widerstand entgegengesezt und einem Bolizisten dermaßen in die Hand gebissen, daß dieser mehrere Tage dienstunfähig war.

Vermischtes.

Giess

Ein ge

unb Nationaliber

berg- Midda werben. Bon v Lmg eines pa argen. Man if Mann fein wir Der G Generalleutnant feffor Lucius b Uebertrag Bfarrverwalter Midda, die eva Das 10, ausgegeben

[ Sie geprellten Pfandleihen.] In einer gemein­samen Petition an das Abgeordnetenhaus beklagten sich Pfandleiher aus Berlin, Breslau und anderen Orten, daß sie durch Gaunertricks schwer geschädigt würden, und wünschten, daß die Herausgabe gestohlener Gegen­stände, die bei Pfandleihern verpfändet sind, nur gegen Bezahlung erfolgen soll. Es seien Fälle vorgekommen, in denen z. B. ein Vater die kostenlose Herausgabe eines ihm von seinem Sohne gestohlenen Gegenstandes ver langte und durchsetzte, ohne daß es möglich gewesen wäre, den Cohn zu bestrafen, da der Vater sich weigerte, Strafantrag zu stellen. Ehemänner setzten sich angeblich im Besitz ihrer Frau gehörigen Gegenstände, die Frau tommt dann und verlangt sie ohne Zahlung zurüd Von zwei Freunden besitzt A. eine goldene Uhr und Kette, die mit 200 Mart beliehen wird. B. nimmt mit Wissen des A. diesem die Uhr und Kette und versezi diese. A. zeigt den Diebstahl an, und Uhr und Kette werden bei dem Pfandleiher ermittelt. Der Dieb kann nicht ermittelt werden, wohl aber bekommt A. seine Uhr und Kette und teilt sich dann brüderlich mit seinem Freunde die 200 Mart. Dazu kommt, daß zu einer ver pfändeten Sache, die bei der Polizei gemeldet ist, sich mehrfach eine Reihe verschiedener, sich völlig fremder Personen als Eigentümer bekennen. Einige von diesen müssen sich mindestens doch in einen starken Irrtum befinden.

)-([ Aus dem Leben eines Schöneberger Millionen bauers] teilt anläßlich des Absterbens der Witwe des berühmten Millionärs Hewald, der seiner Gattin um 18 Monate im Tode vorausgegangen ist, das Berliner Tagebl. einige komische Züge mit. Hewald, dessen Vater seiner Zeit durch die riesige Ausdehnung der Reichshaupt stadt seine mageren Ländereien in Schöneberg zu hohem Preise an Baugesellschaften losschlagen und so aus einem Ileinen Bauern zum Millionenbauern" avancieren fonnte, fand sich als junger Mann im Besitz eines ko lossalen Vermögens. Sein erstes war, nun eine eigene Zeitung zu gründen, deren Reporter, Redakteur, Sezer, Drucker, Verleger und Leser er selbst war. Dieses Pro dukt der Journalistik enthielt den größten Unsinn, wirkte aber nicht gemeingefährlich, weil nur wenig Auserkorent dieses Millionärblatt zu Gesicht bekamen. Die häufi gen Prellereien, denen er ausgesetzt war, machten den reichen Mann mißtrauisch, und so kam es, daß er oft wochenlang seine Villen nicht verließ und mit seinem Hausintendanten und Musikdirektor Winter, der aber ni Musik machen durfte, tagelang in seinem im Keller gele genen Trinkzimmer saß und trant, ohne daß beide ein Wort sprachen. ,, Reden Sie nicht so viel, trinken Sie!" war seine ſtete Redensart. Von Kunstsammlungen wai er ein großer Freund. Sehenswert war seine Porzellan sammlung, in der allerdings neben unbezahlbaren Sevrestücken auch ganz wertlose fünfzig Pfennigartikel standen. Nach seinem Tode fand man unter seinem Bett eine große eiserne Kiste. Sie enthielt, blank geputzt, und einzeln in Watte verpackt, alle Arten von in Bran denburg- Preußen geprägten Talern.

[ Sped von Sternburg.] Der Großvater des jezi gen deutschen Vertreters in Washington Freiherrn Sped von Sternburg war, so schreibt man den Leipz. Neuest. Nachr.", der reiche Leipziger Kaufmann Herr Epeck. Er kaufte im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts das Rittergut Lübschena bei Leipzig( heute noch im Besitze der Familie) und führte dort die Zucht der sogenannten Elektoralschafe, einer damals als besonders gut gelten­den Rasse, ein. Für seine Verdienste um die Schafzucht ward Speck später von der bairischen Regierung ge adelt und erhielt den Namen Freiherr Eped von Stern­burg. Gelegentlich der Anwesenheit des sächsischen Kö­nigs in Leipzig wurde die Stadt festlich beleuchtet, und der neuernannte Freiherr verfehlte nicht, sein in der Reichsstraße gelegenes Grundstück zu schmücken und mit einem Transparent zu versehen, das den schönen Vers enthielt:

möchte stets in unserm Sachsen Elektoral veredelt machen!

Ein wißiger Leipziger Schuhmachermeister, Specks Gegen über, benutzte die Gelegenheit folgenden Vers an seinem Transparent anzubringen:

O möchte doch in unserm Eachsen Elektoral auf Schweinen wachsen, Damit der Speck auf dieser Erde Noch immer mehr veredelt werde!

$[ Ein neuer Titel.] Das bairische Staatsministerium des Innern gibt bekannt, daß mit dem staatlichen Konsulenten für Milchwirtschaft Dr. Herz der Probe­meltassistent" der Allgäuer Herdbuchgesellschaft zum Studium der milchwirtschaftlichen Verhältnisse Däne marks abgeordnet wurde. Vielleicht empfiehlt es sich, auch die vielbesungenen Sennerinnen fünftig als Melt­assistentinnen in die bürgerliche Gesellschaft einzureihen!

Kurzes Allerlei. Der Weltpostverein umfaßt jezi 106 603 028 Quadratkilometer mit 1 102 658 581 Einwoh nern. Noch nicht zu ihm gehören an 30 Millionen Qua bratkilometer mit rund 400 Millionen Menschen.

- Die Leitung der Weltausstellung in St. Louis hal zwei Millionen Mark für Inserate in Bereitschaft ge tellt.

In den Newyorker Elementarschulen soll vom nächsten Herbst ab der bisher fakultative deutsche Un terricht obligatorisch werden. Dieser Erfolg ist haupt sächlich den Bemühungen des dortigen Vereins deut­scher Lehrer zu verdanken.

Deffentliche Seine Rön Shwimmlehrer tennung der bo Mut und Entfe bewirkten Retty Soneller, beid

Rettungsmedai Sülfeschoffner bei der Rettu fje eine Geldp In Gem öf thiermit zur Darmstad

Ferner D Schulamteafpir telle an der B Aam 23 Mar aus Langs Gemeindeschul Fi tionen hal funden. Her Student.

Nach Gastwirte 23. Juli in *[ Bef Schwanen" deren Grundst 26000 St.

Aus

** Lon

irdischer Tele Norded v an der nach Raiserlichen ** Röd

8 Tagen be Gießen öfter

** Lich.

dorf wird

einigen Jah auf etwa 63

= De berg. Jahre Bilanz schlo zu verzeih

52% Dib

Jahren ist

riefig gefti

doppelte ja

der Verein

auch zum S

X Lau

werden bom

gurid berte

auch noch

650 in Hu

930 zurüd

nach Gieße