Einzelbild herunterladen

Bejucher, ohn unehmen. Di

; ob fie, ein mögen, daß f feien, wijfe

ht festen, au ng wiederholt a, foll ich G nahmen sie aber

Loop] ift& annes durch

Lokales.

Gießen, 30. September 1003. * Ernennung. Der außerordentliche Professor Aalbfleisch an der Universität Rostock murde zum außer­ordentlichen Professor an der Universität Marburg

emannt.

*

In den Ruhestand wurde versezt der Weichensteller in der Hessisch- Preußischen Eisenbahngemein­Shaft Johannes Görnert zu Grünberg mit Wirkung bom 1. Oftober 1903 an.

*

Dem Assistenten am physikalisch- chemischen Institut der Landesuniversität Dr. Kurt Brand aus Lüßen wurde die

geſtüd will auf Grund seiner Habilitationsschrift" Die elektro- chemische

ir verbirgt,

erhöhen, ja venia legendi für Chemie erteilt. Drybation aromatisch gebundener Methylgruppen"

während de

n aber Schlei ter erstrahle Die Looping

feref( Mittel schen Wachtel

der biblische

Derlich schwer

Nächsten Freitag nachmittag 3 Uhr findet eine außerordentliche Sigung der Gießener Stadtver­ordneten statt. Auf der Tagesordnung steht als einziger Bunft: Die Eröffnung des Friedhofes am Rodtberg. In der Bürgerschaft sieht man dem Verlauf diefer Sigung mit mancherlei Erwartungen entgegen.

*

** Die Post öffnet von Donnerstag, den 1. Oftober, Buge durch di ab ihren Bostschalter- und Fernsprechvermittelungs- Dienst urch vom Sim erft um 8 Uhr vormittags, worauf wir besonders aufmerk­Nagy- Becstere sam machen. uch nieder, un üchtenden& theaters Gießen am gestrigen Abend hat den besten Die erste Vorstellung des Stadt­Als sie dam Eindruck hinterlassen; Regie wie Spieler waren vollkommen caten, fahen fi bei der Sache. Die neuen Kräfte sind frische, gefügige die wuchtigen Temperamente, die je nach Erfordernis dem Stück die Tropfen, abe richtige Schattierung zu geben vermögen. Gespielt wurden hatte nämlid das Lustspiel: Der zerbrochene Krug" von Hch. ichen Zug von v. Kleist, das Schauspiel Die Geschwister" von W. armen Bögel v. Goethe und zum Schluß Wallensteins Lager", aubt, fielen z dramatisches Gedicht von Fr. v. Schiller. Zu Eingana, befonders di gleichſam als Begrüßung ertönte Karl Maria v. Weber's aus der une: Jubel Ouverture, das Mitglied des Theaters, Fräulein bwürdig, wenn viele Wachteln Margarethe Hohl sprach mit famosem Accent einen Brolog. diesem einer und vor wie nach dem ersten Stück erklang Mozarts Duverture aus Figaros Hochzeit und v. Beethovens Finale inem aufmert aus Prometheus". Das Gesammtprogramm war sehr in dem tärn abwechslungsreich und mit Anerkennung sei gesagt, unseren chischen Städte größten Tonkünstlern und Dichtern hatte die Direktion Deutschböhmen Rechnung getragen. Heute über das Auftreten dieses wenn die Zeit oder jenes Theatermitgliedes zu berichten, halten wir noch werfen nicht am Blaze; das merkte man aber heraus, daß die in dieser Frage Frl. Hellbera. Auguste Fischer und die Herren Achterberg, treten müsse Teleky und Conradi in den größeren Rollen auftreten und der Ansicht darinnen auch perfekt sind. Nicht vergessen wollen wir Punkt sei, den on den Höhen, hierbei das beliebte aus früheren Jahren her bekannte Mitglied, Frau Jenny; dieselbe wurde bei ihrem ersten Erscheinen mit lebhaftem Händeklatschen begrüßt. Das Haus war fast ausverkauft; die Besucher hielten auch mit dem Beifall nicht zurück. Wünschen wir, daß der gute Eindruck der ersten Vorstellung nachhaltig ist durch die Saison hindurch.

" Eine fühne ter Deutschböh Städtetage soll

damit die egenseitig be Gemeindeober ädtetages nicht sich recht furz Ferat und die

*

*

"

Zirkus Lorch. Auch am gestrigen Abend war der Birkus wieder shr gut besetzt. Das neue, umfangreiche Programm forderte zu lebhaftem Beifall heraus und ließ die Mitwirkenden ins beste Licht treten. Heute, Mittwoch, pas in seiner findet keine Vorstellung statt, doch wird am Donnerstag eine große Volks- Vorstellung mit bedeutend herabgesetzten Preisen stattfinden.

Seeres- Museum

mit dem Titel während der

e Blatt liefert ner Lage, die lattes, Gabriel die Ballon assen wurden, Beitungsdienst

digkeit. Das einem Ballon,

agen worden,

dem Namen hat sich dieser

m er dreimal eines reichen e feiner zärt haben. Kid

... 100 000

fadj.

vielfach nod

iche den Nady

ch jene Ar

itblatten hal nachteiligen rzeln umjo daher eine

bblatten ver

auch bemert

der Erzie

Für den Fall

er das nötige

haffen kann,

ehmen. Auf

lindvich foll

ernstlich

in

sich auf eine

off mit dem

in Nord:

Gegenstande

fierungsver

könnte. In

digten Bor aturforscher­

Gefahr der

hingewie

Im Groß pfung beim

ein.

Die große Gemälde- Sammlung in Lonys Bierkeller in Gießen, welche vor einigen Tagen er= öffnet wurde und zwar auf die Dauer von 10 Tagen erfreut sich eines allgemeinen Beifalls. Die Sammlung aus dem Besize der Freifrau von Wangenheim sowie auch teilweise Künstler- Eigentum, besteht aus zirka 200 Gemälden, welche sämmtlich fäuflich sind. Wir finden jede Genre der Malerei vertreten, darunter sehr wertvolle Werke von vollendeter Kunst; so u. a. Werke von Prof. Gabriel von Max, Prof. Andr. Achenbach, Prof. Thama; in demselben Saale finden wir ein außerordentlich feines Bild von Prof. Ed. Grüßner Bruder Kellermeiſter" wobei Kolorit und Auffassung fünstlerisch Hand in Hand geht. Auch von Prof. Franz von Defregger sind zwei vortreffliche weibliche Studienköpfe vertreten. J. Benvinisti Familienglück" schildert uns Vorgängen aus dem Leben des abrosianischen Zeitalters in fesselnder Form. Aehnliche Darbietungen sind die Werke von V. Roland. Auch die beiden Bilder von Werner- München fesseln uns wegen ihrer anmutigen Lebens­frische. Mächtig in seiner Wirkung iſt das Bild von Les Paulus- Stockholm" In höchster Not" das uns auf die offene sturmbewegte See führt. Wir können nicht alle Gemälde erwähnen, die eigentlich eine Erwähnung verdienen, da uns der Raum nicht in dem Maße zur Verfügung steht; wir hoffen aber, daß unsere kunstverständigen Leser es sich nicht nehmen lassen werden, ſelber einen Blick in die Ausstellung zu werfen. Wir fönnen den Besuch der Aus­stellung besten empfehlen.

- Das Abturnen des Turnvereins Gießen fand am vergangenen Sonntag in den Räumen der Turn­halle statt. Schon früh 8 Uhr waren die Turner, und ganz besonders zahlreich die Zöglinge, angetreten, um im friedlichen Streite ihre Kräfte zu messen. Das Preisturnen, dessen Resultat endstehend bekannt gegeben wird, wurde Nachmittags fortgefeßt und nach dessen Beendigung ein Schau­turnen an den verschiedenen Geräten vorgeführt, bei welchem unsere Turner oft schwierige, aber immer elegant und exakt ausgeführte Uebungen zeigten. Abends wurde neben dem

Schüttler mit 39 Pft., 2. Preis S. Hüttenberger mit 38 Pft, 3. Preis L. Schmalz mit 361/2 Ptt., 4. Preis R. Schubeder mit 322 Pft., 5. Preis E. Krüger mit 30% Pft., 6. Preis L. Dechert mit 272 Pft. 8öglinge ( Oberstufe) Ehrenpr. Ludwig Pepler mit 723 Bft., 1. Pr. H. Hamel mit 664 ft., 2. Pr. H. Baumann mit 58 Pft., 3. Pr. K. Richter mit 55 Pft., 4. Pr. T. Weller mit 522 ft., 5. Pr. A. Rau mit 51 Pft., 6. Pr. G. Heilmann mit 48 ft., 7. Pr. R. Sparr mit 45 Pft. Zöglinge( Unterstufe): 1. Br. Aug. Loos mit 71 Bft., 2. Pr. K. Kühl mit 70% Pft., 3. Pr. A. Klenk mit 684 Pft., 4. Pr. W. Heck und Ph. Wagner mit 66 Pft., 5. Pr. w. Scheidt mit 63% Pft., 6. Pr. W. Rau mit 61 Pft., 7. Pr. W. Bender mit 59% Pft., 8. Pc. Ph Müssing mit 59 Ptt., 9. Pr. H. Weiß mit 58% Pft., 10. Pr. K. Rumpf mit 58 Bft., 11. Pr. W. Rupp und K. Schneider mit 57 ft., 12. Pr. G. Arnold mit 56 Pft., 13. Pr. G. Horeysech mit 52 Pft., 14. Pr. F. Arndt mit 50% Pft., 15. Pr. F. Meister mit 50% Pft., 16. Pr. A. König mit 481 Pft.

Groß- Rechtenbach, 27. Sept. An einem lebenden Mutterschwein des Müllers Viehmann zu Oberkleen ist die Rotlauffeuche festgestellt worden.

Nidda, 28. Sept. Hier ist infolge Anregung einiger angesehener Bürger eine gemeinnüßige Baugenossenschaft für den Amtsgerichtsbezirk Nidda errichtet worden. + Fronhausen, 28. Sept. En aus Rodenhausen ge­bürtiger, hierselbst in Diensten stehender Knecht stürzte heute am Galgenberg beim Zwetschenpflücken von einer hohen Leiter so unglücklich ab, daß er auf einem Wagen zur Wohnung seines Dienstherrn gefahren werden mußte. Ein hiefizer Arzt leistete sogleich die nötige Hülfe.

Vilbel, 29. Sept. Von den wegen der Bluttat in der Sonntag Nacht verhafteten 4 Burschen sind 3, Engel und die Brüder Duplouis, wieder aus der Haft entlassen worden. Der 4. Verhaftete, Eckart, hat ein­gestanden, den födlichen Meſſerſtich geführt zu haben.

)( Homberg v. d. H., 29. Sept. In der hiesigen Aktienbrauerei gerieth heute morgen der Braumeister Jäckel in das Getriebe des Drahtseils der Maschine und wurde sofort getödt.t. Die Reise des Zaren nach Sonderzug um 5.50 Uhr. der russische Minister des

A Darmstadt, 29. Sept. Wien erfolgt heute abend mit Im Gefolge befindet sich auch Aeußern Graf Lambsdorff.

[] Darmstadt, 29." Sept. Das Schwurgericht ver­urteilte heute den 19 Jahre alten 3 egelarbeiter Johann Peter Myer aus Hainstadt, der Ende Juli in ange­trunkenem Zustande in der Nähe von Hainstadt eine über 70 Jahre alte Frau zu vergewaltigen versucht hatte, unter Annahme mildernder Umstände zu zwei Jahren Gefängnis.

§ Kassel, 29. Sept. Gestern morgen wurde am Ans­gang des Bahnhofes Bettenhausen die verstümmelte Leiche eines Soldaten gefunden. Der Kopf war völlig vom Rumpfe getrennt und lag zwischen den Schienen. Der Betreffende heißt Stamberger und stand in der 2. Komp. des Trainbataillons Nr. 11. Er würde schon in aller Kürze seine Dienstzeit beendet gehabt haben. Wahrscheinlich liegt Selbstmord vor.

Aus dem Gerichtssaal. Schwurgericht.

Gießen, 30. September 1903. Am Montag verurteilte das Schwurgericht die aus Polen gebürtige 24 Jahre alte Landarbeiterin Maria Hurna, zuletzt in Ob bornhofen wegen Kindesmord. Weinend erklärt die Pol n, welche aber gut deutsch spricht, der Herr­gott müsse sie, als sie ihr Kind tötete, verlassen und der Teufel in sie gefahren sein. Die Hurva giebt die Tat un­umwunden zu und ecklärt unter Tränen, man möge sie da­für nicht zu hart strafen, denn sie sei schon schwer bestraft, weil sie seit dem Vorfall keine Nacht mehr Ruhe habe. Die Beweis aufnahme ergab u. a., daß die Angeklagte ein festes Verhältnis mit einem Grubenarbeiter hatte, der bereit war

und heute noch bereit ist, sie zu heiraten. Der Arbeitgeber, Gutspächter Bornemann, gab der Angeklagten das Zeugnis einer sonst braven und fleißigen Person. Unter Annahme mildernder Umstände wurde dieselbe zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt.

Die gestrige Verhandlung vor den Geschworenen, die sich gegen den unbestraften, sich eines guten Rufes er­freuendin 21 jährigen Tagelöhner Heinrich Mandler aus

Allendorf a. d. Lahn richtete, endete mit dessen Frei­sprechung von der Anflage der Körperverlegung mit tödtlichem Erfolg. Der junge Mann hatte einen notorischen Schnaps­trinker, der auch schon wegen Meineid mit Zuchthaus be­straft war, der ihn im Wirtshaus beleidigt hatte und als ihm dies von der Wirtin verwiesen war, dieser auch noch einen leichten Schlag ins Gesicht versezte zum Wirtshause hinaus getan. Der also Beförderte tehrte jedoch sehr bald wieder zurück, und soll dabei geäußert haben, daß er den Gegner todisteche, worauf Mandler denselben wie er be­hauptete in abwehrender Absicht abermals in gerade nicht seh sanfter Weise einen Stoß vor die Brust versezte, sodaß de selbe zur Thüre hinaus auf das Straßenpflaster flog, wie leblos auf demselben liegen blieb und alsbald verstarb. Straffammer.

Gießen, 29. September 1903.

üblichen Theaterstück u. a. von der Damenriege ein Fahnen ers swindelte sich unter Benutzung eines Bestellzettels seines

reigen getanzt, der nur dem Leiter der Riege nicht besonders gefallen zu haben schien, denn er ließ ihn zweimal hinter­einander ausführen, was auf das zahlreiche Publikum und namentlich auf die Turnerinnen selbst ermüdend wirkt. Das und.rmeidliche Tänzchen schloß die Veranstaltung und hielt Alt und Jung noch lange zusammen. Das Resultat des Preisturnens war: Attive Turner( Fünffampf): Ehrenpreis Ludwig Adam mit 41/2 Punkten, 1. Preis H.

-

Der Schneidergeselle Reinhard Heil von Homberg Arbeitgebers, in einem hiesigen Geschäft verschiedene Kleider­steff; auch ist er des Diebstahls einer Scheere beschuldigt, muz aber wegen dieses Falles mangels Beweis freigesprochen werden. Wegen Betrugs bekommt er eine Gefängnisstrafe von 8 Monaten. Der Schreinergehülfe Johann Jakob Mohn von Grüningen hat sich wegen Körperverlegung und Hausfriedensbruchs zu verantworten. Die Sache hat bereits im verflossenen Sommer die Straffammer beschäftigt.

|

-

Der heutige Angeklagte konnte aber damals nicht abgeurteilt werden, da er sich ins Ausland geflüchtet hatte. Er giebt zu, gelegentlich der Kontrolversammlung im Frühjahr, in Gemeinschaft mit den früher abgeurteilten, drei Bewohner von Dorf Güll schwer verletzt zu haben. Das Urteil lautet auf 1 Jahr und 6 Monate Gefängnis. Wegen Körper verlegung begangen an seinem Mitknecht Michael Jaschke in Griedel bekommt Frizz Kunze aus Charlottenburg 6 Monate Gefängnis. Kaufmann Arthur Brieger aus Landeck ( Schlesien) hat zu Nidda und Umgebung unter der falschen Vorspiegelung, er wolle in der dortigen Gegend eine Woll­spinneret errichten, von einer großen Anzahl Leute Geldbes träge erschwindelt. Er wird dieserhalb in eine Gefängnis­strafe von 1 Jahr und 3 Monaten genommen. Schöffengericht.

Gießen, 25. September.

Der Metzger Ludwig R., jetzt in Diez, hat sich wegen Körperverletzung zu verantworten. Seine Ausrede, daß er in Notwehr gehandelt habe, wird durch die Beweisaufnahme hinfällig. Das Urteil lautet auf 40 Mt. Geldstrafe. Dem Dreschmaschinenheizer Heinrich L. von Nieder­Wöllstadt legt die Anklage Betrug zur Last. Derselbe hatte in einem Termin vor dem Schiedsgericht für Arbeiter­versicherung Reisekosten liquidirt und insbesondere sich für Hin- und Rückfahrt Eisenbahnfahrkarte 3. Klasse bezahlen lassen. Später stellte sich es heraus, daß der Angeklagte falsche Vorspiegelungen gemacht hatte, er war 4. Klasse gefahren, was ihn heute auf die Anklagebant brachte. Er erhält eine Woche Gefängnis.- Aus der Untersuchungshaft wird vor­geführt der Taglöhner August M. Nach der Anklage hat er bereits vor 4 Jahren in Leihgestern einen Diebstahl begangen und war seit jener Zeit gesucht worden. Er ver­legt sich heute aufs Leugnen. Nach der Vernehmung der Zeugen, besteht kein Zweifel mehr über die Schuld des An­geklagteu, weshalb ihn das Gericht in Anbetracht der Vorfirafen zu einer Gefängnisstrafe von 4 Wochen ver­urteilt, die der Verurteilte sofort antritt. Sodann nimmt der Maurer Johann Philipp R. von Treis auf der An­klagebank Platz. Ihm legt die Anklage Bedrohung zur Last. Er behauptet heute, nicht seinen Nachbar sondern seinen Gickel, der nicht in das Hühnerhaus wollte, mit Kaltmachen bedroht zu haben. Die Vernehmung eines ruhigen durchaus glaubwürdigen Zeugens belehrt den Angeklagten eines Andern und das Gericht verurteilt ihn in eine Geldstrafe von 20 Mf. - Backsteinmacher Daniel Sch. und Landwirt Theodor Sch. von Burkhardsfelden haben sich wegen Körperverleg ung zu verantworten. Bezüglich des Theodor Sch. ergiebt die Beweisaufnahme nicht genügende Belastung, um ihn zur Strafe zu verurteilen, weshalb dieser freigesprochen wird. Anders dagegen verhält es sich mit dem Daniel Sch. Be­züglich dieses ist festgestellt, daß er einen älteren Mann, während dieser mit Th. rang, einen Messerstich an den Hinterkopf versezte. D. Sch erhält hierfür eine Gefängnis­ftrafe von 6 Wochen und das Messer wird eingezogen. Von Steinbach finden sich 11 Burschen ein, die gegen Straf­befehle, in denen sie des groben Unfugs beschuldigt waren, Einspruch erhoben hatten. Bezüglich des Anführers Weiß­binders Heinrich G. nimmt das Gericht die Schuld als er­wiesen an und verurteilt ihn in 20 Mark Geldstrafe; die übrigen Angeklagten werden mangels Beweises freigesprochen.

Kirchliche Nachrichten für Gießen. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Donnerstag, den 1. Oktober: Versöhnungsfest.

Vorabend: 6 Uhr.

Morgens: 7.30 Uhr.

Predigt.

Predigt mit Seelenfeier: 11.30 Uhr. Nachmittags: 3.15 Uhr. Thoravorlesung. Schluß- Predigt: 5.10 Uhr.

Festesausgang: 6.45 Uhr.

NB. Während der Predigt ist der Eintritt nicht

gestattet.

Marktberichte.

Herborn( Dill), 28. Sept. Auf den heute abge­haltenen Markt waren aufgetrieben 470 Stück Rindvieh und 636 Schweine. Es wurden bezahlt für Fettvieh und zwar Dhsen I. Qual. 72 bis 74 Mt., II. Qual. 70 bis

Auf

72 Mt., Kühe und Rinder I. Qual. 66 bis 70 Mt., II Qual. 60 bis 65 Mt. per 50 Kilo Schlachtgewicht. dem Schweinemarkt kosteten Ferkel 30 bis 45 Mt. Läufer 50 bis 70 Mt. und Einlegschweine 90 bis 120 Mt. das Paar. Der nächste Markt findet am 16. November ſtatt.

Obstmarkt. Der Wochenbericht der Zentrastelle für Obstverwertung Frankfurt a. M. vom 21.- 26. September besagt: Die Geschäftslage in dieser Woche war gegen die Die Nachfragen laufen in vorhergehende wenig verändert. Monge ein, während Angebote, ausgenommen Zwetschen, sehr schwach vertreten sind. Die Durchschnittspreise betrugen: epfel 12-22 Mt., Birnen 15-25 Mt., Zwetschen 7 bis 8 Mt., in Waggonladungen 4-4,50 Mt.

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin win fr bas Botale, ben Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Coman Brad und Berlag der Gießener Verlagsbruderet( vorm. Wilh. Keller), Gießen.

Wer dauernd frei bleiben will von Nervosität, Herzklopfen und Verdauungsstörungen, der gewöhne sich den regelmäßigen Genuß von starkem Bohnenkaffee ab und mache den gänzlich unschädlichen, leichten und milden, dabei voll- und wohlschmeckenden Kathreiners Malzkaffee zu seinem täglichen Frühstücks­und Vesper- Getränk.

Schlachthaus. Kuhfleisch 50 Pfg. Heute u. Morgen.