Unglück auf der Pariser Stadtbahn.
Auf der Pariser Stadtbahn hat sich inzwischen wieder ein neues Unglück ereignet, daß allerdings zum großen Teil in der Nervosität des Publikums mitbegründet ist. Als ein von der Place de la Nation kommender Zug auf der Untergrundstation Hotel de Ville eintraf, wurde das Publikum durch Funken, die aus dem Motorwagen schlugen, in eine große Panik versetzt. Ein Teil der Reisenden sprang auf das Geleis; hierbei wurden zwei Personen schwer verletzt. Eine junge Frau erlitt einen Schädelbruch, einem Manne wurde die linke Schulter ausgerenkt. Die Dame erlag im Hospital ihren Wunden. Wie ein Pariser Blatt zu melden weiß, soll der Gemeinderat zu einer außerordentlichen Sigung einberufen werde, um zu beschließen, daß der Betrieb der Stadtbahn bis zur Durchführung der für die Sicherheit des Publikums wichtigsten Maßnahmen wenigstens teilweise eingestellt werden solle.
Nab und fern.
Eine internationale Automobil- Wettfahrt in DentschInnd soll beabsichtigt und der Plan vom Kaiser gebilligt sein. Gelegentlich des Besuches des Kaisers bei dem Oberbürgermeister von Homburg so berichtet man von dort- hat letzterer den Kaiser dafür interessiert, daß die nächste internationale Automobil- Wettfahrt um den Gordon Bennet- Preis in der Homburger Gegend stattfinden soll. Der Kaiser sei von dieser Idee sehr eingenommen gewesen. Der deutsche Automobilklub habe allein für die Vorbereitung der Fahrt 80 000 Mart festgesetzt. Bei dem großen Interesse, das der Kaiser am Automobilsport nimmt, stehe dessen Anwesenheit bei diesem Anlaß in sicherer Aussicht. Das Gerücht ist mit großer Vorsicht aufzunehmen. Zwar ist der Kaiser ein großer Anhänger jeden Sports und so auch des Automobilsports, wenn er in vernünftigen Grenzen betrieben wird. Bei Wettrennen werden diese aber, wie die traurigen Erfahrungen der letzten Zeit beweisen, nur zu leicht überschritten.
Explofon in einer Spiritusfabrik. Eine furchtbare Erplosion fand in der Spritfabrik von G. Biefenad in Berlin statt. Sie kostete dem 28jährigen Heizer Albert Prey das Leben und vernichtete die Baulichkeiten der Fabrik bis auf den Grund, so daß nur der Schornstein stehen blieb. Die fieben eisernen Tants der Fabrik waren mit je 2800 Liter Spiritus gefüllt, die durch Dampf filtriert wurden. Kurz vor der Ablösung P.'s gab es einen furchtbaren Knall, und im nächsten Augenblick war alles in Flammen gehüllt. Der unglückliche Heizer kam direkt aus dem Gebäude herausgeflogen.
Zahllose Leichenschändungen wurden in Algier auf den Friedhöfen entdeckt. Viele Leichen wurden aus den Gräbern gescharrt, ihres Schmuckes beraubt und aufs notdürftigste wieder eingegraben. Der Berdacht lenkt sich gegen Leute, welche Bestandteile von Metallfärgen verkauften. Gegen das Friedhofaufsichtspersonal ist die Untersuchung eingeleitet worden.
Der Raubmörder Speck hingerichtet. Im Hofe des Gerichtsgefängnisses zu Altona wurde der Matrose Speck durch den Scharfrichter Engelhardt aus Magdeburg enthauptet. Speck war zweimal vom Altonaer Schwurgericht zum Tode verurteilt worden, weil er die Witte Badhaus ermordet und beraubt und bei seiner Verhaftung den Gendarmen Markus erschossen hatte.
Opfer des Alpensports. Wie aus Pontresina gemeldet wird, sind zwei Engländer am Kraft Aquezza in der Berninagruppe mit einem ihrer Führer nach der italienischen Seite abgestürzt. Gleichzeitig stürzte der zweite Führer auf der Schweizer Seite ab. Er wurde schwer verlegt, konnte aber trotzdem die Nachricht von dem Unglücksfall nach Pontresina bringen.
* Schwerer Unfall auf einem Lloyddampfer. Nach einem Telegramm aus Ter- Schelling ereignete sich an Bord des Dampfers Neckar", welcher auf der Abreise nach Amerika begriffen war, ein schwerer Unglücksfall, indem das Hauptdampfrohr der Backbordmaschine plöglich barst, wobei der dritte und vierte Maschinist und fünf Heizer verbrüht wurden, während zwei andere Heizer leichtere Verlegungen erlitten. Der Dampfer muß seine Reise unterbrechen und zur Reparatur nach der Weser zurückkehren.
[ Ein Sonderling. Ein bisher in Köln ansässiger Arzt hat bei dem kleinen westfälischen Orte Boke ein über acht Hektar großes Haideterrain für 7000 Mt. erworben, um dort als Naturmensch zu leben. Er hat sich mit Hilfe eines Arbeiters eine Hütte gebaut, welche drei Räume enthält, und will auch den Winter in dieser primitiven Hütte zubringen.
Der Landwirt:
fd. Der deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftstag. Die Bedeutung des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens fam auf dem in Bonn zusammengetretenen Genossenschaftstag zum kräftigen Ausdruck. Nicht nur der preußische Landwirtschaftsminister hat einen Vertreter gesandt( Geheimen Rat Lohmann), auch das Ausland zeigt ein lebhaftes Interesse. Das englische Departement für Landwirtschaft hat einen Abgesandten in der Person des Herrn v. Montgomery geschickt, der Verband der österreichischen landwirtschaftlichen Genossenschaften seinen Anwalt Freiherrn v. Störck. Der Jahresbericht des Anwalts stellt fest, daß die Zahl der landwirtschaftlichen Genossenschaften in der 20jährigen Tätigkeit des Verbandes von 278 auf 10 165 gestiegen ist. 1883 hatte man 15 000 Mitglieder in Genossenschaften organisiert, jetzt eine Million Landwirte und der Jahresumsatz dieser Genossenschaften beträgt nahezu zwei Milliarden. Die Entwicklung des Verbandes im letzten Jahre bezeichnet der Anwalt als fortdauernd gesund; drei Provinzialverbände sind dem Allgemeinen Verband beigetreten und dadurch der Zersplitterung Abbruch getan. Die Gesamtzahl der deutschen Genossenschaften betrug am 1. Juli 22 800; darunter waren 17 162 landwirtschaftliche. Der gemeinsame Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse hat weitere Fortschritte gemacht, so der genossenschaftliche Getreideverkauf. Allerdings hat in den Betrieben des größeren Besites, namentlich in den nördlichen und östlichen Provinzen eine weitere Errichtung von Kornhäusern nicht stattgefunden. Dagegen hat in den westlichen und südlichen Provinzen Preußens sowie in den süddeutschen und den südwestdeutschen Bundesstaaten ein Ausbau des Kornhauswesens sich vollzogen. Zur Ausbildung von Genossenschaftsbeamten hat der Verband jetzt die Errichtung einer Benossenschaftsschule beschlossen.
Zum 50jährigen Jubiläum der Stadtkirche in Grünberg.
Wie der Wanderer, wenn er einen Berg erklommen, einen Blick zurückwirft auf seinen Weg, so pflegt nach gewissen Zeitabschnitten die Menschheit einen Blick zurückzuwerfen in die Vergangenheit.
Kaiser Heinrich das Kind, der erste Landgraf von Hessen( geb. 1244, geft. 1308) war es, der die erste Kirche in Grünberg erbauen ließ und zwar gleichzeitig damit in Frankenberg; beide Kirchen wurden im altgotischen Kreuzstiel erbaut und erhielten einen Turm, es waren nicht zwei Türme vorgesehen wie Glaser meint. Jahrhunderte wurde das Wort Gottes in der alten Stadtkirche verkündet. Doch das Alte stürzt und neues Leben wächst aus den Ruinen.
Am 20. März 1816 stürzte der Turm der alte Stadtfirche ein und zertrümmerte auch das Schiff der Kirche; mit dumpfem Klang donnerten die vier Glocken des Turmes in die Tiefe. Die altehrwürdige Kirche, das Denkmal längst vergangener Jahrhunderte, war ein Trümmerhaufen, aus dem nur noch wenige Säulen und Grundmauern zum Himmel ragten. Was den Einsturz überstanden, waren die gemalten Glasscheiben, die dem Großherzog für das Darmstädter Museum zum Geschenk gemacht wurden, und die größte der alten Glocken, die noch heute in der französischen Kolonie in Friedrichsdorf läutet.
Lange Jahre trug man sich mit dem Gedanken, auf den alten Mauerresten eine neue Kirche zu erbauen. Mehrere Eingaben an den Großherzog und das Großh. Ministerium um Mittel zum Wiederaufbau der Kirche zu erlangen wurden abschlägig beschieden, so blieb denn der einstmalige stolze Bau 24 Jahre in Schutt und Trümmern liegen. 1839 und 1840 wurden die immer baufälliger gewordenen Säulen und Mauerreste abgebrochen und verkauft.
Endlich, im Jahre 1842, waren die Vorbereitungen zur Erbauung einer neuen Kirche gediehen; Oberbaurat Müller- Gießen erhielt von der Oberbaudirektion den Auftrag, sich über Größe und Kosten der neuen Kirche zu äußern. Müller machte zwei Pläne, der erste, welcher einen Kostenaufwand von 98 000 Gulden erforderte wurde wegen zu hoher Kosten verworfen. Der zweite Plan war mit 67 000 Gulden berechnet und wurde genehmigt. Die Voranschläge machte Kreisbaumeister Holzapfel, die von der Großh. Oberbaudireftion angenommen wurden.
Die neue Kirche fam auf den alten Platz zu stehen. Am 21. April 1846 geschah der erste Spatenstich zum Ausgraben der Fundamente und am 18. Mai wurde der Bundstein gelegt. Maurermeister Schweißgut von Ober- Ofleiden hatte die Arbeit übernommen, er hatte das Mauerwerk 1849 bis auf die Giebel fertig. Noch im selben Jahre b gannen die Zimmerleute das Aufschlagen und das Dach wurde teilweise gedeckt. 1850 wurde der Turm fertig, am 12. Oktober wurde der Knopf aufgesteckt. Die Jahre 1851 und 1852 waren dem inneren Ausbau gewidmet. Die Gesamtkosten beliefen sich einschließlich der Drgel, die Wilh. Bernhard von Romrod für 2850 Gulden lieferte, und der Uhr, die Schlossermeister Kasper Alles von Grünberg für 950 Gulden anfertigte, auf 76 810 Gulden. Das Altartuch, drei Kelchtücher und der Klingelbeutel wurde für 310 Gulden von Frankfurt bezogen. Das Lutherbild an der dem Altar gegenüberliegenden Wand wurde von dem noch jetzt bestehenden Grünberger Gesangverein gestiftet.
Die Einweihung der Kirche erfolgte unter außerordentlich großer Beteiligung am 28. August 1853. Nach einem Dankgebet und einer furzen Ansprache des Superintendenten Dr. Simon in der Hospitalfirche bewegte sich der Festzug unter dem Geläute aller Glocken nach der neuen Kirche. Den Weiheakt vollzog Superintendent Dr. Simon bon Gießen, Pfarrer Steinberger von Grünberg hielt die Fests predigt. Kaplan Ebel von Hmberg nahm eine Taufhandlung vor, Pfarrer Müller von Groß- Eichen eine Trouung und Defan Deser von Londorf konsekrierte das heilige Abendmahl.
Von den an der jzigen Jubelkirche amtierten alten Pfarrherrn leben nur noch vier. Die Herren Julius Ebel, Schneider, Steinmetz und Fertsch. Fünf Defane haben in den fünfzig Jahren in der Kirche gewirkt, davon lebt nur noch der jetzige Defan Herr Wagner. Soweit als möglich geben wir die Namen der Herren Geistlichen, welche bis jetzt an der neuen Kirche amtierten: Ebel, Ebel, Anthes, Urich, Steinberger, Steinme B, Weber, Habicht, Bullmann, Größer, Schneider, Fertsch, Koch, Römheld, Schmidt, Wagner.
Wir wünschen, daß die jetzige Kirche das sei und bleibe, was ihr Name zu deutsch sagt:" Gotteshaus". Eine Kirche, die mehr bedeutet als ein Steinbau mit Turm und Glocken.
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Lokales.
Gießen, 29. August 1903.
Der Großherzog hat am 26. Aug. den vom Fürsten Christian Ernst zu Stolberg- Wernigerode auf die erste evangelische Pfarrstelle zu Gebern präsentierten Pfarrer Albrecht Hartmann zu Hainchen und den von dem Grafen Waldemar v. Oriola auf die evangelische Pfarrstelle zu Büdesheim präsentierten Pfari verwalter Franz Bernbeck zu Dueck für diese Stelle bestätigt.
** Der kommandierende General des 18. Armeekorps, Exzellenz von Lindequist, besichtigte gestern Freitag vormittag bei Rechtenbach die 118ner.
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Die Einquartierung in Weglar wird für die Manövertage etwas außergewöhnlich start angesetzt. 7000 Mann hat die Stadt unterzubringen und daß unter diesen Verhältnissen so mancher Grund- und Hausbesizer| weit mehr als 34 Mann bekommt, kann man sich denken. Ja, es wird uns berichtet, daß der Besizer der mechanischen Fabrik, Herr Leit nicht weniger wie 360 Mann, das sind also gut 2 Rompagnien, erhält. Und die Mädercher von Wezlar, was werden die dazu sagen?-
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[ Amtstage.] Für die Gemeinden des Amtsgerichts. bezirts Homberg findet ein Amtstag am Donnerstag, den und für die Gemeinden des Kreises Alsfeld, welche zu den 3. September, vormittags von 8-12 Uhr in Homberg hören, sowie für Ermenrod findet ein Amtstag in NieAmtsgerichtsbezirken Grünberg und Ulrichstein geder Ohmen am Donnerstag, den 10. September vormitstatt. tags von 8-3411 Uhr von Seiten des Kreisamts Alsfeld
*** Der erste nationalliberale Arbeiterverein im Deutschen Reiche ist fürzlich zu Worms begründet worden.
Bieber b. Rodheim, 27. Aug. Unser Dörfchen entwickelt sich immer mehr zum Industrieort. Das Biebertal, vor allem aber die Gegend um Bieber, liefert ja bekanntlich treffliche Eisen- und Kalksteine, welche seit einer Reihe von Jahren nach Station Abendstern mit der Kleinbahn befördert werden. Nunmehr hält aber auch die Cigarrenindustrie hierselbst ihren Einzug. Nachdem die Firma Rinn u. Clos- Heuchelheim mit dem Neubau ihrer Cigarrenfabrit hierselbst begonnen, hat auch Herr Kommerzienrat Ga ilGießen in diesen Tagen hier Gelände angefauft, um gleichfalls eine Cigarrenfabrik anzulegen. Herr Gail wird schon in nächster Zeit die Arbeit aufnehmen lassen, indem er einstweilen in gemieteten Räumen der nahen„ Kronenmühle" die Fabrit eröffnen wird.
der Ludwig Klingel. Derselbe war mit Sprengen am Lollar, 29. Aug. Gestern vormittag verunglückte Schuß von oben noch Gesteinmassen herabrollten und dem Schlackensteinberg beschäftigt, als nach einem losgegangenem K., der zwischen zwei großen Blöcken stand und jedenfalls dadurch nicht rechtzeitig ausweichen konnte, das eine Unterbein zweimal gebrochen wurde. Der Verunglückte ist ein braver und geschickter Arbeiter.
wortes„ Blinder Eifer schadet nur" erfuhr zu seinem § Ermenrod, 27. August. Die Wahrheit des Spricheinen Pflaumenbaum mit reifen Früchten. Er bemerkte Leidwesen ein hiesiger Ortsbürger. Derselbe besaß bald, daß er nachts ungebetene Freunde an diesen nachts auf die Lauer. Da nahten in der Dunkelheit Pflaumen hatte. Mit seinem Gesellen legte er sich der oder die Freunde der Pflaumen. Wütend stürzt sich der Handwerksmann auf den nächtlichen Besucher. Er packt ihn und verhaut ihn jämmerlich. Da- 0 Schrecken merkt er, daß er den mit ihm auf der Lauer liegenden Gesellen ergriffen und so jämmerlich zerschlagen hatte.
fehlshaber und Konrad Falk III. als dessen Stellvertreter der ) †( Udenhausen. Johannes Neeb III. wurde als BePflichtfeuerwehr eidlich verpflichtet.
× Stnmpertenrod. Herr Pfarrer Scriba siedelte am vorigen Sonntag mit seiner jungen Frau in das hiesige Pfarrhaus über und wurde denselben seitens der Gemeinde ein herzlicher Empfang zu teil.
Marburg, 28. Aug. Der außerordentliche, Professor in der juristischen Fakultät Dr. Walther Schücking wurde zum ordentlichen Professor in derselben Fakultät ernannt
Dem Stationsvorsteher 1. Klasse Preuße wurde der rote Adlerorden 4. Klasse und dem Portier Schwalm das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.
Aus dem Gerichtssaal.
Straffammer.
Gießen, 28. August.
Küfer Peter Went von Sprendlingen machte ge= legentlich des hier abgehaltenen Schüßenfestes die auf dem Festplatz befindlichen Buden und die Lokale der Wirte unsicher. Er hielt sich in einem unterirdischen Raum auf der Liebigshöhe auf, wo er sich nachts die nötigen Lebensmittel hinschaffte. Bei seiner Festnahme widersetzte er sich dem Schuhmann, indem er mit einem Messer um sich stich Er wird des schweren und einfachen Diebstahls, des Hausfriedensbruchs, Widerstands und Mundraubs schuldig erkannt und in eine Gefängnisstrafe von 8 Monaten und 14 Tage Haft genommen, wobei seine seitherige Unbestraftheit strafmildernd in Betracht gezogen wird. Arbeiter Franz Koreck aus Bistupuce( Salazien), welcher am Bahnbau zu Friedberg tätig war, wird wegen Urkundenfälschung zu einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten verurteilt, worauf 1 Monat Untersuchungshaft angerechnet wird.- Dachdecker Theodor Holl Uebertretung in eine 5tägige Haftstrafe verurteilt. von Friedberg wurde vom dortigen Schöffengericht wegen Der von
ihm verfolgten Berufung wird heute stattgegeben und es tritt Freisprechung ein. Eine Sache wegen Körperverletzung und zwei Privatklagesachen fallen infolge Berufungsrücknahme aus. Den Schluß bildet die Privatflage des Bürgermeisters Johannes Krieg von Burgbracht gegen den Landwirt Hein rich Müller VIII. von da, wegen Beleidigung. Der Angeflagte verfolgte gegen ein Erkenntnis des Schöffengerichts Büdingen, das ihn zu einer Geldstrafe von 10 Mt. verurteilte, Berufung. Da die Sache nicht aufgeklärt genug er= scheint, tritt Vertagung ein.
Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen.
Aufgebotene.
Am 22. Aug. Heinrich Becker, Lehrer dahier und JoHanna Marie Frieda Rückert zu Großen- Bus ck. Julius Wohlmann, Küfer dahier und Helma Berta Alma Krause, Köchin zu Bad- Rauhe m. 24.- Friedrich Karl Heinrich Breis, Masch n st zu Wald- Mich( bach und Marie Charlotte Hill, Dienstmädchen daher. With Im August Teipp, Weißb nder dahier und Karoline Mathilde Tack cahier. I hann Jafob Aßmann, Gasim rt zu werdenhausen und Hermine Gröf, Köchin dahier. 25. Wilhelm Philipp Martin Todt, Ober- Telegraphenassistent zu Köln und Minna Margarete Marie Reinig dahier. Kaspar Karl Horn, Kaufmann dahier und Julie Es.rtsbusch, Ladeninhaberia dahier.
Am 22 babier mit 2 Witwe bes Friedrich U Augufte A
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hier.-2
Safobine Fabrfartend Funt, Toch
hier.
Am 16 Schmidt ein
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