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ab, während die Kaiserin und die in Potsdam anwesenden Prinzessinnen mit ihren Kindern am Fenster des Schlos ses standen. Sodann fand der Parademarsch statt, zuerst in Zügen, dann in Kompagniefront resp. Eskadrons ront. Das zweite Mal waren der Kronprinz, Prinz Joachim sowie die beiden Söhne des Prinzen Friedrich Leopold mit eingetreten. Der Kaiser führte zweimal das Re­giment Gardes du Corps der Kaiserin vor. Nach der Parade nahm der Monarch zahlreiche militärische Mel­dungen entgegen und begab sich dann nach dem Stadt­schloß zurück. Vom Aufenthalt des Kaisers in Marien­burg und Danzig wird noch folgendes berichtet. In Ma­rienburg wurde der Monarch vom Landrat Freiherrn Senfft v. Pilsach auf dem Bahnhof empfangen und fuhr in dessen Begleitung mit den Herren des Gefolges und dem Fürsten Dohna- Schlobitten nach dem Schlöß. Auf dem Schloßhof ließ sich der Kaiser den Brandmeister der Marienburger freiwilligen Feuerwehr Monath vorstel­len, der sich bei dem Großfeuer am 6 Dezember vorigen Jahres besonders ausgezeichnet hat. Sodann erfolgte eine Besichtigung des Schlosses. Um 5 Uhr fuhr der Kaiser nach Danzig weiter. Die Ankunft an der Schi­chauer Werft erfolgte nachmittags kurz vor 6 Uhr, wo­rauf alsbald das Linienschiff" glücklich vom Etapel lief, nachdem es Statthalter Fürst Hohenlohe- Langen­burg Elsaß" getauft hatte. Nach einer kurzen Be­sichtigung der Schichauer Werftanlagen begab sich der Monarch zur kaiserlichen Werft, um darauf die Wagen­fahrt nach Langfuhr zum Besuch des Offizierkorps der Leibhusarenbrigade anzutreten. Die Rückfahrt nach Pots­bam erfolgte um 10 Uhr abends.

*** Der junge Herzog von Koburg- Gotha, der mit Prinz Eitel- Friedrich von Preußen zusammen in Bonn studiert, wird auf Einladung des Kaiserpaares die Pfingst­feiertage im Neuen Palais bei Potsdam verleben. Er begleitet dann das Kaiserpaar nach Frankfurt a. M. zum Sängerfest.

Auswüchse des Hutomobilismus.

In der französischen Deputiertenkammer ist gelegent­lich einer Interpellation über die Unglücksfahrt von Pa­ris nach Madrid von dem Ministerpräsidenten Combes zugesichert worden, daß die Regierung niemals mehr ein derartiges Wettrennen zugeben werde. Die furchtbaren Unfälle seien nicht dem Mangel an Vorsichtsmaßregeln, sondern lediglich der Schnelligkeit zuzuschreiben. Wenn die Automobilgesellschaft Schnelligkeitsproben anstellen wolle, so müsse sie dies auf einer ihr gehörigen Rennbahn tun. Der französische Ministerpräsident hat sich dem Auto­mobilunfug gegenüber noch sehr milde ausgedrückt. Eine wett schärfere Tonart schlug im englischen Unterhause ein Abgeordneter an, der allen Ernstes den Vorschlag machte, die Polizei mit Lassos auszurüsten, um damit rücksichts. lose Radfahrer und Automobilisten in effektvoller Weise zur Strecke zu bringen. Die Polizei," sagte der men schenfreundliche Abgeordnete, muß in die Lage geſetzi werden, die erbärmlichen Subjekte, die das Leben eines Menschen dem einer Fliege gleichwertig erachten, zu Fall zu bringen oder zu zerschmettern." Er setzte hinzu, cr habe in Buffalo Bills ,, Wild Westen" gesehen, wie vor­zügliche Dienste ein Lasso leisten könne. Ganz so schlimm braucht man es ja nicht zu machen, aber energische Maßregeln gegen die Auswüchse des Automobilismus wären wohl am Plaze. Nicht am wenigsten im Inter­esse der Automobilisten selbst, die von Tag zu Tag in ihren Unternehmungen tollkühner werden und mit dem Tode direkt ein frevelhaftes Epiel treiben.

Was man heutzutage an wahnwißigen Experimen­ten erleben kann, um irgend einen neuen schwierigen Rekord zu gründen, das schildert in abschreckender An­schaulichkeit ein englisches Blatt. Ein Kopenhagener Autɔ­mobilist fuhr im vorigen Jahre die Wandeltreppe zu einem 120 Fuß hohen runden Turm hinauf, die an ihrer breitesten Stelle nur 12 Fuß breit ist. Peter der Große soll, wie erzählt wird, einst in einem Wagen mit vier Pferden hinaufgefahren sein. Der Automobilist bollbrachte die Leistung genau in einer Minute. Das Automobil war ständig in Gefahr, an die Mauer zu stoßen. Den Weltrekord im Ueberwinden einer Steigung hat Mr. E. Doan aufgestellt, als er mit seinem Auto­mobil die Etufen des Staatskapitols in Lansing, Mi­chigan, hinaufführ. Im ganzen führen zu dem Kapitel 25 Stufen hinauf, die je 6 Zoll hoch und 14 3ǝll breit sind, was eine Steigung von 44 Prozent macht. Nach dem halben Aufstieg nahm Doan die volle Kraft und fuhr schnell zur Höhe hinauf. Wie man mit Motorwagen Berge hinauffahren kann, bewies kürzlich Mr. Webb Jah aus Denver, Kolorado, der in Gesellschaft eines Freundes über die Rocky Mountains im Automobil fuhr. Die Maschine arbeitete an den steilen Felsen wunderbar, obgleich die große Kraft, die angewandt wurde, oft die Räder zum Umherwirbeln brachte. Natürlich wurden die Radreifen stack abgenutzt, aber der Chauffeur ist für solche Notfälle mit Extracadreifen versehen; er brauchte jedoch erst einen neuen etwa eine Meile vor dem Gip­fel, wo der beschädigte Radreifen sprang. In einer Lon­doner Singspielhalle gab vor furzem ein gewisser Mr. Coles Vorstellungen, um zu zeigen, welche Herrschaft ein guter Fahrer über sein Automobil haben kann. Einige Fuß über der Bühne wurde eine Plattform er­richtet, zu der auf einer Seite Stufen, auf der anderen eine abschüssige Bahn führte. Coles fuhr jeden Abend schnell die abschüssige Bahn hinauf, hielt plötzlich an und fuhr dann auf der anderen Seite schnell die Stufen hinunter. Der Versuch war um so gewagter, als am Ende der Treppe kein Rand war; wenn er sich nur um ½ Zoll geirrt hätte, hätte er diesen Fehler mit seinem Leben bezahlen müssen.

Soweit die Mitteilungen des englischen Blattes. Wenn wir diese oben abschreckend genannt haben, so sprechen wir dom Standpunkt des gesunden Menschenverstandes. Leider darf man aber nicht erwarten, daß dieser bei eingefleisch­ten Automobilferen Gehör finden wird. Sie werden im Gegenteil die frebelhaften Kunststücke, die oben beschrieben sind, für Männertaten halten, die hohen Ruhmes würdig Find, und bei erster bester Gelegenheit ihnen nachzueifern oder sie noch zu übertrumpfen suchen. Hosfentlich aber finden sie bald niemand mehr, der ihrem Wahnwiz Bei­fall flatscht.

Wir beginnen heute mit dem bereits angekündigten Roman

Das Kainszeichen

der wie alle von uns gebrachten gleichen schriftstellerischen Arbeiten unseren gesch. Leserinnen und Lesern eine gern er­wartete Lektüre sein wird.

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Giessener Cagesnenigkeiten.

Gießen, 28. Mai 1903.

Der Großherzog empfing am 27. Mai die Ober­lehrer Professor Luler und Dr. Bender, und den Beigeord­neten Kommerzienrat Heyligenstaedt von Gießen.

** Der Zweiten Kammer ist eine Regierungs­vorlage, betr. Hagelversicherung, zugegangen mit folgendem Inhalt:

Die Hagelversicherung ist schon wiederholt Gegenstand landständischer Verhandlungen gewesen zuletzt in eingehender Weise auf dem 29. Landtag 1894/97. Damals hatten die Abgeordneten Köhler, Bähr und Ripper den Antrag gestellt, die Zweite Kammer der Stände wolle Großherzogliche Re­gierung ersuchen, dem Landtage bald einen Gesezentwurf, betreffend die Errichtung einer staatlichen Erfaßtasse für Hagelschäden im Großherzogtum Hessen vorzulegen, wobei eine Reihe von Grundsäßen, die in diesem Antrage ange geben sind, berücksichtigt werden möchte.

In einem darauf bezügl. Bericht des vierten Ausschusses sind die Gründe in überzeugender Wise dargelegt, welche es als eine wichtige Aufgabe des Staates erscheinen lassen, die Versicherung gegen Hagelschaden zu fördern und zu unter­ſtützen. Es soll durch das staatliche Eingreifen erreicht werden, daß der auf das g sammte Staatswesen rückwirkenden Schädigung und Vernichtung landwirtschaftlicher Betriebe durch Sagelschäden die schädigende Wirkung genommen wird. Den einen gangbaren Weg hierzu, welchen der Antrag Köhler im Auge hatte, nämlich die Errichtung einer staatlich geleiteten Hagelversicherungsanstalt, hielt der Ausschuß nicht für angezeigt. Er stützte sich dabei wesentlich anf einen Beschluß des deutschen Landwirtschaftsrates in dessen 14. Plenarversammlung( 1886), der dahin lautet:

Es seien in denjenigen Staaten und Provinzen, in denen durch die bestehenden Hagelversicherungs- Institute dem landwirtschaftlichen Bedürfnis nicht genügt ist, öffent­liche Hagelversicherungsanstalten mit gegenseitiger Schadens­übertragung ins Leben zu rufen."

Der Ausschuß nahm an, daß dem landwirtschaftlichen Bedürfnis nach Hagelversicherung im Großherzogtum Hessen durch die bestehenden Hagelversicherungsanstalten vollständig genügt werde, und daß eine zu gründende Staatsanstalt feine günstigeren Bedingungen bieten könne, wie diese.

*** Kreisrat Dr. Wallau, der liberale Reichstags­kandidat für den 3. Oberhess. Wahlkreis Alsfeld­Lauterbach Schotten hat, da es ihm nicht mög­lich ist, persönlich zu allen Wählern zu sprechen, seinen politischen und wirtschaftlichen Standpunkt durch ein Flugblatt dargelegt. Er sagt darin:

durch die Verfassung gewährleisteten Volksrechte, Ich trete ein für die Erhaltung aller insbesondere für die Erhaltung des allgemeinen gleichen, geheimen, direkten Reichstags­wahlrechts, Erhaltung der Freizügigkeit, freies Ver­eins- und Versammlungsrecht und für freies Koalitions­recht der Arbeiter.

Ich trete ein für die Erhaltung unserer Wehrkraft zu Land und zu Wasser, wie solche das Ansehen und die Machtstellung des deutschen Reichs verlangt, halte aber dabei die größte Sparsamkeit für unbedingt ge­boten. Doch muß vor allen Dingen der Ehrenpflicht unserer Kriegsveteranen gegenüber endlich genügt werden.

Ich trete ein für langfristige Handelsver­träge, in denen vor allen Dingen die Interessen unserer Landwirtschaft gewahrt werden müssen, soweit dies ohne Gefährdung eines gedeihlichen Aufblühens unseres Gewerbes, Handels und der Industrie möglich ist.

Ich trete ein für eine Verminderung der Lasten, welche auf der Landwirtschaft ruhen, insbesondere für die Ermäßigung der Gerichtskosten, Aufhebung der Gebühren für tierärztliche Untersuchungs­atteste, welche doch nur im öffentlichen Interesse liegen, und für deu weiteren Ausbau des Eisenbahnnetzes im Interesse der noch nicht an den Eisenbahnverkehr ange­schlossenen Landgemeinden.

Ich trete ein für alle Maßregeln, die geeignet sind, unsere Viehbestände vor Einschleppung der Seuchen aus dem Ausland zu schützen.

Ich trete ein für die Fortführung und Verbesserung der ſozialen und Arbeiterschuß- Geseze, insbesondere für die Verbesserung des Alters- und Invalidenversicherungs­gesetzes, für die Durchführung der Arbeiter-, Witwen­und Waisenversicherung, für die Förderung des Arbeiter= wohnungswesens, für Erleichterung des Eisenbahnver­kehrs, für den Schuß des Handwerks und gewerblichen Mittelstandes, gegen den unlauteren Wettbewerb und gegen die Vergewaltigung, die ihnen durch die großen Warenhäuser und die Kapitalsyndikate droht.

Ich trete ein für Erhaltung der Goldwährung und bin gegen den Bimetallismus.

Ich trete dafür ein, daß, wo es irgend angeht, dieGarni­sonen aus den größeren und namentlich aus den Groß­

städten auf das Land und in unsere Landstädtchen zu berlegen sind und halte bei etwaiger Bewilligung von Neuformationen diese Bedingung für unerläßlich.

Ich verwerfe neue oder Erhöhung solcher Steuern, welche die ärmeren Volksklassen und die Landbevölker­ung belasten und bin gegen eine weitere Erhöhung der Matrikularbeiträge.

interhalb Bartmo

abgegeben Magen, der Boffi

weiter. Ein ber mod nachts verhaf ingeliefert, doch mod Patronen. nur ein flechter Wiegt, fonnte bish ** Die Er Grunde bei 8e 91-12 ftatt.

** Kreisrat Dr. Wallan spricht Freitag, den Gastwirts Jost Schmidt. An demselben Tage Abends 8 Uhr 29. d. Mts., nachm. 3 Uhr zu Romrod im Saale des zu Groß Fel da im Saale des Gastwirts Völzing.

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** Wie die D utsch- Evangel. Korr." mitteilt, ist die Bildung einer Protestantischen Volkspartei" für die bevorstehenden Wahlen vorbereitet gewesen und erst im legten Augenblick verhindert worden, um nicht in pro­testantischen Kreisen das nationale Wahlelend zu vermehren.

Bezirkszuchtverei in Bell.

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-r[ Gefellenprüfung im Fleischergewerbe] Im städtischen Schlachthofe fand gestern die zweite Gesellen prüfung hiesiger Meggerlehrlinge statt. Angemeldet hatten sich Geora Lenz aus Gießen( Lehrmeisterin L. Sack Wwe), Heinrich Langohr aus Elpenrod( Lehrmeister Otto Von- Eff gegenwärtig bei A. Möhl), Jacob Seib aus Battenberg ( Lehrmeister A. Möhl). Die von dem Prüfunas- Auschußs festgelegten Arbeiten waren nicht leicht, die Prüflinge zeigten er aber durch die vollzogene Arbeit, daß sie den Anforderungen vollständig gewachsen erschienen. Im Anschluß an die prak­tische Arbeit folgte die teoretische Prüfung an der auch die Herren Schlochthof- Direktor Dr. Liebe und Hauptlehrer Traber in dankenswerter Weise teilnahmen. Die Prüfung erstreckte sich auf Fragen, welche auf das Handwerk Bezug haben, so weit man dieselben von einem 17jährigen Lehrling verlangen kann. Auch dieser Teil der Prüfung siel zur Befriedigung des Ausschusses aus, dem sich die eingeladenen Herren anschlossen und ihre Anerkennung zollten. Am Schlusse derselben richtete der Vorsitzende des Ausschusses Herr Meßgermeister Birr ermahnende Worte an die Prüf­linge, bestrebt zu sein, tüchtig weiter zu lernen, human gegen die zu tötende Tiere, treu und fleißig im Berufe und zuvor­fommend gegen alle Menschen womit sie im Verkehr fämen, seien. Gleichzeitig erhielten die Lehrlinge die Mitteilung, daß der Ausschuß mit dem Geleisteten zufrieden st und sie nunmehr als Gefelle anerkenne. Die Ueberreichung der Ge­fellen- Dipleme soll in nächster Innungs- Versammlung statt­finden.

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**[ Gesangsfest und Gesangswettstreit.] In den beiden leßten Nummern berichteten wir, daß unfer teßener und ein Lollarer Gesangverein in nächster Zit auf den Gesangswettstreit gehen. Heute liegen ung mehrere Angaben von einem dieser Gesangsfeste vor. Vom 4.- 6. Juli fetert der Männergesangverein Frohsinn" in Bad Nauheim sein 60jähriges Jubiläum verbunden mit einem großen nationalen Gesangswettstreit. Das Fest wird ein ziemlich umfangreiches werden; der Großherzog, die Badedirektion und die Stadt Nauheim haben durch Stif­tung von Preisen dem Feste Sympathie schon jetzt bekundet. Das deutsche Lied" un Wer hat dich du schöner Wald" wird aus tausenden von Männerkehlen bei dem Festakte er­schallen und die anwesenden ausländischen Badegäste werden Zeuge sein, daß der deutsche Männergesang gebührend_ge­pflegt und geachtet wird. An dem Gesangswettstreit werden fich 35 Vereine beteiligen, die in 5 Klassen eingeteilt werden. Auf je 2 Vereine fommt 1 Breis und für jede Klasse ein Ehrenpreis; im Ganzen 18 Preise und 6 Ehrenpreise. Das Interessanteste an dem Wettsingen ist, daß Vereine sich gegen­über in Konkurrenz treten, die jeder zum großen Teil vorher und Köln- Ehrenfels; in Klasse 2: solche aus Homburg v. noch nie auf einem Wettstreit zusammen waren. Es betei­ligen sich in Klasse 1 je ein Gesangverein aus Offenbach Groß- Umstadt, Lich Diegelbach, Lana göng, Friedberg d. H., Wiesbaden und Griesheim; in Klasse 3: solche aus und Offenbach; in Klasse 4, Abteilung A: solche aus Mar­burg, Walldorf, Fauerbach, Noßdorf, Obermörlen, Lon= und Sprendlingen; in Abteilung B: folche aus Hungen, dorf, Fechenheim, Ilbenstadt, Gießen( Heiterkeit) Eckenheim, Schlierbach, Winderken, Lollar( Lieder­Mainz; in Klasse 5: solche aus Oberwöllstadt, Rödgen, tafel), Neu- Isenburg( 2 Vereine), Traise b. Darmstadt,

Urberach und Mainz.

Aus Hessen und nachbargebieten.

Aus Rodheim wird uns Folgendes geschrieben: Am Dienstag hatte der antisemitische Agitator Th. Reuter nach der Bieber eine Wählerversammlung einberufen Er­schienen waren neben Parteifreunden auch verschiedene politische Gegner, besonders solche von der soz.- dem. Partet. Der Anfang der Versammlung war auf 129 Uhr angefagt, aber es verging 8, es verging 9, ja es verging 10 Uhr und Herr Reuter hatte immer noch seinen Platz hinterm Bierglas. Da 10 Minuten vor 10 Uhr wollte er beginnen, erhielt aber die Erlaubnis vom anwesenden Polizeibeamten nicht mehr. Das Merkwürdige bei der ganzen Sache ist nun, daß Herr Reuter vor 210 Uhr von Anwesenden aufgefordert wurde, doch endlich anzufangen, welcher Auffor­derung er aber nicht nachkam. Ich richte hiermit die Anfrage an verehrl. Redaktion, ob diese Manöver man bei Gelegenheit nicht geiseln könne; da der freie Gedankenaus­tausch doch in solchen Fällen ohne weiteres niedergehalten Karl Koch.

wird.

*** Die Gründung einer höheren Töchterschule in Friedberg wird voraussichtlich erst im nächsten Fühjahr vollzogen, fast alle Einwohner st hen der Sache sympatisch gegenüber. Die Matildenstiftung Friedberg­Buzbach wird vom 1. Juli ab den Zinsfuß Dar­lehen und Hypotefen auf 4 pCt., für Schuldscheine auf 42 pt. und für Spareinlagen auf 3 pet. festseßen.

** Grebenhain, 26. Mai. Auf die um 9 Uhr 50 M. von Gedern hier ankommende Post wurde gestein abend

Deutschland, D Hervorragende ffchaftsringerin

Es ladet zum

Verbindungswe

Lahnstrasse is