Ausgabe 
28.3.1903 Erstes Blatt
 
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Gintritt in die Tagesordnung teilt der Referent des zweiten Ausschusses, Abg. Seelinger mit, daß der Ausschuß gestern nachmittag das Ausführungsgesetz zu der Reichs Schlacht vieh- und Fleisch beschau sehr eingehend durch beraten und den Referenten in Anbetracht der Dringlichkeit der Sache mit der mündlichen Berichterstattung beauftragt habe. Das Haus erkennt einstimmig den Dringlichkeitsantrag für die Vorlage an. Abg. Seelinger( nat.- lib.) gibt darauf ein furzes Referat über die vom Ausschuß in Gegenwart der Regierungsvertreter und der von der Kammer gewünschten Sachverständigen( Staatsminister Rothe, Ministerialräte Brau, Weber, Obermedizinalrat Lorenz, Oberbürgermeister Obermeister der Mezgerinnung Falf- Mainz und Lauß Darmstadt zc.) gefaßten Beschlüsse, die sich auf die Ab­änderung der Artikel 1, 4, 7, 11 und 14 beziehen. Das

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Staatstaffe abgelehnt. Sur bringlichen Beratung steht die Rückäußerung der Ersten Kammer über die Regierungs­forderung von 558 000 Mark für Erweiterungsbauten an Abg. Hirschel der Technischen Hochschule in Darmstadt. als Berichterstatter begründet nochmals den Standpunkt des Finanzausschusses und empfiehlt die Annahme der Vorlage. Staatsminister Rothe hofft, daß die Kammer die Regierung in dieser Frage nicht im Stiche lassen werde und begründet gleichfalls nochmals die Forderung. Reinhardt und seine politischen Freunde werden für Abg. Molthan und seine Partei gegen die Regierungsforderung stimmen. Finanz­minister Gnauth würde es als einen großen Fehler be­Schluß halb 2 Uhr, halb 4 Uhr Fortsetzung der Beratung.

ern bormittag fun Dr. Gaßner- Mainz, Beigeordneter Dr. Glässing- Darmstadt. lage des Landes sei für jedes Mitglied der Kammer maß trachten, wollte man hier am unrechten Plaze sparen.

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e von hier stammt aus geht darauf zur Besprechung der Anfrage des Abg. auf dem Lande eine Antipathie gegen alle Forderungen be­

Neueste Nachrichten.

eine entsprechende Vertretung finden. Für Herstellungen im Großh. Residenzschloß wurden 32 000 Mt. gefordert und von der Zweiten Rammer abgelehnt. Die Erste Kammer hat die Regierungsforderung wieder hergestellt und auch der Ausschuß der Zweiten Kammer will heute die Forderung genehmigen. Die Abgg. Wolff und Jouz treten der Forderung entschieden entgegen. Mit Bewilligung der Summe würden für weitere Bedürfnisse Forderungen nicht ausbleiben. Finanzminister Gnauth tritt für die Forderung ein und erblickt in der Ab­lehnung derselben eine Demonstration gegen den Großherzog. Hiergegen protestiert der Abg. Schmitt in entschiedener Weise im Namen des ganzen Hauses. Lediglich die Finanz­gebend. Die Forderung fönne ganz gut zurückgestellt werden, Abg. Hirschel tritt da niemand dadurch geschädigt werde. der Forderung ebenfalls entgegen und betont, daß draußen stehe, die mit dem Hof zusammenhängen. Die Abgg. Bähr * Berlin, 27. März. Die Kaiserin stürzte heute und Köhler werden ebenfalls gegen die Forderung stimmen. Ersterer wird für dieselben erst dann stimmen, wenn der auf einem Ritt im Grunewald mit dem Pferde und zog sich Hessische Staat soviel Vermögen befize, als er eben Schulden einen leichten Bruch des linken Unterarmes zu. Der Unfall ereignete sich auf dem Wege von Wilhelms­habe. Die Forderung wird gegen 3 Stimmen abgelehnt. turm nach dem Jagdschloß Grunewald. Die Kaiserin begab Die Regierungsvorlage, Ausführung des Reichsgesetz& über Schlachtvieh und Fleisch beschau, findet die Annahme sich in einem sofort herbeigeholten Wagen nach dem Jagd­des Hauses. Zu dem Antrag Frenay u. Gen. die Entschlosse, wo die herbeigeholten Aerzten, Generalstabsarzt schädigung von Einquartierungslasten betreffend, wünscht Leuthold, Generalstabsarzt Bunder und Oberstabsarzt Jlberg, Abg. Wolf, daß dahin gewirkt werde, daß die Magazin­Die Sigung beginnt um 9 Uhr. Am Regierungsverpflegung beseitigt und die Naturalverpflegung bei den tisch Staatsminifter Rothe, Finanzminister na uth, die Bürgern wieder eingeführt werde. Bei Einquartierungen Quartiergeber, auch wenn die Magazinlieferungen eintreten. Der Errichtung eines neuen Truppenübung­plazes in Oberhessen mit der damit verbundenen Nasierung von Dörfern sei entgegenzutreten. Abg. Köhler tritt für solche U bungsplätze ein, weil dadurch die Ein­quartierungs- und Manöverlasten der Einwohner vermindert würden. Ministerialrat Best ist der Ansicht, daß die Reichs­fasse die Manöverlasten zu tragen habe. Aus dem Grunde

Dr. Schmidt und Genossen, die Entfestigung von Rastel, in Verbindung der Anfrage derselben Abgeordneten über die elektrische Bahnanlage Mainz- Wiesbaden über.

Weblar. Um einer landwirtschaftlin fowie andrerfeits erband sowie defen at der Berband rtidaftligen

Abhaltung fog eingerichtet. hafistage bereits

irchen statt. Det

Bei der Beantwortung der Anfrage des Abg. Noad über die Lohnverhältnisse der Main- Neckarbahnarbeiter weist Ministerialrat Ewald auf die früheren Erklärungen des Finanzministers hin und bemerkt, daß die Regierung auf bie Berwaltungsgrundsäge der preußisch hessischen Eisenbahn­gemeinschaft teinen Einfluß habe. Darmstadt, 27. März 1903.

enfeitige Austaus Ministerialräte Braun, Biegeleben und Dr. Weber. liege die Verpflegung der Soldaten doch immer bei dem

diefer Einrichtung Rammer.

Berveis geliefert für Bur Beratung stehen zunächst die Diffense mit der Ersten Die Kammer beharrt auf ihrem ablehnenden Standpunkt für die Regierungsforderung von 4000 Mt. zur Pflasterung des Hofes im Hofmarstall und bewilligt für die

Die Genoffenfchafin Mittwoch den

großen Saale in Db rförsterwohnung in Groß- Steinheim 10 000 Mt. Be

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glich der Gewährung von Diäten an die Reichstagsabges ordneten beharrt die Kammer auf ihrem früheren genehmi genden Beschluß. Abg. Köhler- Langsdorf wünscht, daß

an die Besprechung endlich einmal Gewerbe und Landwirtschaft im Richstage habe die Regierung die Forderung der Gemeinden an die

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sowie eine größere Menge von Materialien für den Handarbeitsunterricht in der Stadtmädchenschule.

Die Lieferung dieser Bedürfnisse soll im Wege schriftlichen Angebots und vorbehältlich der Verteilung größerer Lieferungen an 2 oder 3 Bieter vergeben werden.

Muster der zu liefernden Gegenstände, welche von den Schülern der beiden Schulgruppen benutzt werden, liegen bei dem Rektor der Volksschulen im Schulgebäude der Stadtknabenschule und die Muster der Materialien für den Handarbeitsunterricht bei dem Hauptlehrer der Stadtmädchenschule bis einschl. 2. April vormittags von 11-12 Uhr offen.

sind

Angebote zu welchen Formularien bei dem Rektor in der Stadtknabenschule erhältlich sind bis spätestens 5. April bei der unterzeichneten Stelle verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen einzureichen.

Gießen, den 26. März 1903.

Der Oberbürgermeister. Mecum.

Bekanntmachung.

Die Reinigung der Schornsteine betreffend. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß bom 1. April 1903 bis dahin 1904 der südöstlich der Straße von Frankfurt nach Marburg gelegene Stadtteil dem Kaminfeger 3wesch und der nordwestlich dieser Straße gelegene Stadtteil dem Kaminfeger Keil zugeteilt worden ist.

Gießen, den 26 März 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum.

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