Ausgabe 
28.3.1903 Erstes Blatt
 
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in der Erscheinung den seit 1885 verschillenen Bruder bes Zeugen erkannt. Dieser Briefträger habe auch ein­mal im Laden des Zeugen hinter einem Kunden die ver­storbene Frau desselben stehen sehen und genau beschrieben. Ein Auge sei eben sensibler als das andere. Das sei ja auch so mit den Röntgenstrahlen, die man früher nicht gekannt habe.

Ein Zeuge Wunderlich verbreitet sich über die Theorie ber Apporte, bei denen es auch auf die psychische Kraft ber Anwesenden antomme. Bemerkenswert ist die Aus­jage des Zeugen Rosen.

Sympathische und kalte Ausstrahlung.

Der Zeuge ist von Jenzsch und Frau Rothe sehr freundlich aufgenommen worden und hat nichts zu be zahlen brauchen, da er, wie Jenzsch sagte, eine sehr sym­pathische Ausstrahlung besiße. Der Zeuge hat aber das Mißtrauen gegen Jenzsch nicht überwinden können. Die­ser habe alle Personen, die ihm unbequem waren, ent­fernt, unter dem Vorgeben, daß sie eine ,, kalte Ausstrah lung" hätten. Wenn Betrug vorliege, trage sicher Jentsch die ganze Schuld.

Nach ziemlich unbedeutenden Aussagen verschiedener Zeuginnen, von denen die eine in ihrer Wohnung ein ständiges Schnurren gehört und den Geist auf Rat ihres Dienstmädchens durch 20 Baterunser gebannt hat, wird der ,, Hellseher" Zeuge Wäsch vernommen.

Zwingli im Sommerjakett.

Dieser hat bei den Sizungen der Rothe deutlich den Reformator Zwingli gesehen. Auf Befragen des Präsi­denten gibt er an, daß der ehrwürdige Herr einen hellen Sommeranzug mit modernem Jadett getragen habe. Eben­so habe er den Kontrollgeist Friedchen" deutlich sehen können. Es war ein Mädchen von 10-12 Jahren mit turzem hellen Kleidchen. Der Zeuge sieht abends bei Arbeiten oft Personen neben sich, vielfach Neger und In­dianer.

Die Dicken als Deckung.

gruppe ist also die Mühe und Arbeit, einmal etwas Neues zu bieten, gut gelohnt worden.

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** Krofdorf, 28. März. Wie schnell der Tod den Menschen ereilt, zeigt noch folgender Fall. Der junge Heinrich Emmerich rückte verg. Herbst zum Militär ein, er wurde dem in Homburg v. d. H. stehenden 80. Inf. Rgt. Urlaub, nach seiner Rückkehr in die Kaserne wurde er un von Hersdorf zugeteilt. Vor einigen Tagen war er auf nehmen., Kameraden und ein Teil der Regiments musit geben wohl und gestern schon mußte ihn die fühle Erde hier auf­dem so früh Entschlafenen das letzte Geleit.

vor 12 Uhr ist nahe der Station Dorheim der z. 8t. in ** Klein- Linden, 28. März. Gestern vormittag furg Hungen stationierte Bremser Honig überfahren worden. Er hinterläßt eine junge Wittwe und 4 fleine Kinder. Die Beerdigung erfolgt morgen Nachmittag hier in Klein- Linden, wohin ihn seine Frau, die von hier stammt, bringen läßt.

innigeren Verkehr zwischen den örtlichen landwirtschaftlichen Bezirks- Genossenschafts- Tag zu Weßlar. Um einen Genossenschaften und Kasinos einerseits sowie andrerseits zwischen diesen und dem Genossenschaftsverband sowie dessen Bentralgenossenschaften herbeizuführen, hat der Verband

der

In

rheinpreußischen landwirtschaftlichen Genossenschaften zu Bonn die Abhaltung sogen. Bezirks Genossenschaftstage eingerichtet. diesem Jahre fanden solche Bezirksgenossenschaftstage bereits zu Barmen, Dieringhausen und Altenkirchen statt. Der der gemachten Erfahrungen haben den Beweis geliefert für überaus rege Besuch und der lebhafte gegenseitige Austausch die Notwendigkeit nnd 8weckmäßigkeit dieser Einrichtung. Der 4. Genossenschaftstag findet nun für die Genossenschaften 1. April ds. Jrs. zu Wezlar im großen Saale im und Kasinos des Kreises Weglar am Mittwoch den Schüßengarten statt. Im ersten Teile werden in Vorträgen allgemein- genossenschaftliche Fragen erörtert und im zweiten besprochen und endlich schließt sich hieran die Besprechung Teile Buchführungsfragen und Verwaltungsangelegenheiten lichen Organisationen stehende Landwirte sind willkommen von Warengeschäften. Auch außerhalb der genossenschaft­

*** Provinzial- Ausschifftung. Die für die gesamte Kohlensäure Industrie prinzipiell wichtige Frage, ob ein der­artiges Wert im Sinne des§ 16 der Gewerbe Ordnung als chemische Fabrik anzusehen und daher fonzessionspflichtig sei, unterlag in mehrfachen Verhandlungen der Beurteilung des Brovinzial- Ausschusses für Oberheffen als 2. Instanz. Es handelte sich um ein Gesuch der Firma The Bad Nauheim National- Carbonie- Springs- Limited( vorm. Kern'sches Kohlensäurewert) in Bad Nauheim um Aufstellung eines Dampftessels. Gegen die Aufstellung des Kessels, aus§ 24 der Gewerbe- Ordnung hatten Einspruch erhoben, die Kurver­waltung und die Stadt Bad- Nauheim, sowie Dr. Wachen­heim als Inhaber eines Sanatoriums, welches 250 Meter von der Anlage entfernt liegt, bezw. namens des Aerzte­Vereins. Gegen die Dampftesselanlage im Allgemeinen fonnten nach den dafür gegebenen Bestimmungen des§ 24 der Gew. Ordn. Gründe nicht vorgebracht werden, welche für Verlegung der Anlage sprachen und so wurde denn bereits im Verfahren 1. Instanz vor dem Kreis- Ausschuß Fried­berg von den Gegnern der Anlage die Behauptung aufge­stellt, daß die geplante Ressel- Anlage ein Teil und zwar der Anfang zur Errichtung einer chemischen Fabrik bilde, worauf der Kreisausschuß die Genehmigung zur Errichtung eines Dampftessels für das Kohlensäurewerk versagte. Vor dem Provinzial Ausschuß legte das Werk nun sämtliche Pläne bor, wonach allerdings, mittels der bereits für 108 000 Mt. beschafften Dampftesselanlage der Betrieb in Zukunft anders gestaltet und die Gewinnung der Kohlensäure wesentlich ver­mehrt werden soll. Mit der neuen Anlage ist das Werk im Stande bei Tag und Nachtbetrieb mindestens achtmal soviel Kohlensäure der Erde zu entnehmen, als dies heute der Fall ist. Der Sachverständige Landesgeologe Dr. Steuer- Darm stadt erklärt, daß mit der Vergrößerung des Werkes das Bad in Nauheim, besonders aber die Sprudel in Gefahr geraten lönnen, denn durch eine verstärkte Vermehrung der Produktion des Nauheimer Kohlensäurewerkes würde unter allen Umständen die in der Erde befindliche Kohlensäure er­heblich gemindert und diese bilde das Element, welche die Heilquellen an die Oberfläche der Erde treibe. Nach den vor dem Provinzial- Ausschuß gemachten Darlegungen ist be absichtigt, die bisher auf mechanischem Wege durch Wasser gereinigte Rohlensäure später durch Kalilauge zu reinigen, wodurch dieser Prozeß wesentlich intensivere Resultate zeit gen wird, d. h. die fertige flüssige Kohlensäure wird später reiner und besser sein, als dies bisher der Fall war. Die ver nommenen Sachverständigen Fabrikinspektor Dr. Gerhard­Gießen, sowie Prof. Tr. Diefenbach Darmstadt vertreten den Standpunkt, daß nach den eingereichten Plänen es sich bei dem früher Kern'schen Kohler säure werk um die geplante Anlage einer chemischen Fabrik im Sinne des§ 16 der Gew- Ord. handle. Prof. Dr. Sonne- Darmstadt erklärte auch, er halte die geplanten Veränderungen im Bad- Nauheimer Kohlensäurewerk für die beabsichtigte Anlage einer chem. Fabrit. Demgegenüber waren eine ganze Reihe von Sachverständigen u. A. Dr. Trupp- Friedberg, Geheimerat Prof. Naumann- Gießen, Prof. Städel- Darmstadt der Ansicht, es bleibe sich ganz egal, ob die Reinigung durch Wasser, oder durch demselben zugefeßte Botasche oder Kalilauge erfolge, dies mache gar keinen Unterschied und man könne deshalb ein Kohlensäurewerk nicht für eine nach der Gewerbeordnung fonzessionspflichtige hem. Fabrit erklären. Es sei ein solches Werk überhaupt feine Fabrik, denn das aus der E. de gewonnene Anfangs­produft sei genau wie das Endprodukt Kohlensäure. Der Provinzial- Ausschuß war jedoch anderer Ansicht, er hob zwar das ergangene Urteil des Kreis- Ausschusses auf, ver= wies die Sache noch einmal an die Vorinstanz zurück, jedoch lediglich damit, diese an Hand der ihr nicht vorgelegen habenden Pläne, die Frage noch ein mal prüfen fann, ob und in wie weit ev. unter welchen Bedingungen die nachzu­suchende Konzession zur Errichtung einer chem. Fabrif erteilt werden kann oder gänzlich versagt werden muß.

Der Magnetiseur Geist gibt an, daß Jenzsch keine studierten Leute zu den Sizungen hinzuziehen wollte, bor allem feine Aerzte. Frau Rothe hatte ein scharfes psychologisches Empfinden. Sie fühlte sofort heraus, welche Leute steptisch veranlagt waren, und diese hielt sie sich fern. Es hieß dann, deren Ausstrahlung sei unsympathisch. Am liebsten nahm sie sich torpulente Personen zur Seite, weil diese ihr die beste Deckung boten. Beuge führt noch an, daß erzählt worden sei, daß sie dem Hofprediger Stöcker ganze Pakete Blumen aus dem Rod hervorgezogen habe.

Der Obertelegraphenassistent Kuhhaupt verbirgt sich dafür, daß die Klopflaute der Frau Rothe nicht mensch­lichen Ursprungs seien. Er habe durch sie viele wertvolle Erfahrungen gemacht. Einmal set sie bis zur Brust in einen Sad gesteckt worden und troßdem kamen die Apporte. Auf den Hinweis des Staatsanwalts, daß Frau Rothe erne vorzügliche Bauchrednerin sei und sie die angeblichen Klopftöne hervorgebracht haben könne, erklärt der Zeuge dies für ganz unmöglich. Eine Zeugin aus Leipzig er­zählt, daß die Rothe einmal in einem Restaurant soviel Blumen apportiert habe, daß sie, um nicht Aufsehen zu erregen, fortgegangen seien. Der Zeuge Kuhhaupt be­richtet noch von einem Tisch, der auf Kommando bald auf diesen, balb auf jenen der Anwesenden zuwackelte. Der Banttassierer Stehling wird auf Antrag des Staatsan­walts nicht bereidigt, da er

der Mittäterschaft verdächtig erscheine. Er gibt einen kurzen Bericht über verschiedene geglückte Apporte der Rothe. Es folgt dann die Ver­nehmung des Gymnasialprofessors und Spiritisten Sel­lin aus Hamburg, der erklärt, vollgiltige Beweise für die Hellseherschaft der Rothe zu besitzen. Sie habe in seinem Studienzimmer seinen verstorbenen Freund ge­fehen und genau beschrieben. Die Intelligenzen" hätten ihm erklärt, daß die Apporte der Frau Rothe aus entfernten Drten stammen. Er habe auch ein als Ap. port erhaltenes Medaillon hingelegt und Friedchen ge­beten, es wieder mitzunehmen. Friedchen habe gesagt: Rein, lieber Onkel, das kann ich nicht mehr mit­nehmen.

Die Schneeflocken.

Wenn es draußen geschneit habe, hätten die Blumen­apporte Schneeflöckchen aufgewiesen, also seien sie echt. Die im Unterrod der Rothe gefundenen Blumen seien kein Beweis für einen Schwindel. Den Vorfall in Zürich, wo festgestellt worden ist, daß die Rothe bie nachher apportierten Blumen in einer Blumenhand­lung getauft hatte, erklärt Zeuge auch dahin, daß da wohl die Geister den Astralleib der in Trance befind­lichen Rothe dorthin geführt hätten.

Nachdem noch Oberarzt Dr. Heremberg die Klopf­töne sowie die Geistererscheinungen für akustif he resp. optische Täuschungen erklärt hatte, wird die Eizung auf morgen vertagt. Höchstwahrscheinlich ist morgen das Urteil zu erwarten.

( Fortsetzung folgt.)

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Der Prozeß der Zischer. Ein interessanter Prozeß ist soeben in Paris in erster Instanz entschieden worden. Drei junge Leute waren regelmäßige Besucher der von Chevillard geleiteten Konzerte. Sie gaben sich jedoch in diesen Konzerten einem eigenartigen Sport Hin, i idem si: nur ernste Symphonien gelten ließen ,, Sa onstüde" besonders Klavier onzerte- aber ohne Erbarmen nieder­zischten. Einmal benahmen sie sich dabei so wild, daß sie an die Luft gesezt wurden. Als sie am nächsten Sonntag mit Einlaßkarten versehen, wiederkamen, verweigerten ihnen die Ausseher auf Befehl des Orchesterdirigenten den Zutritt zu dem Konzertsaale. Die jungen Leute gingen sofort zum Kadi und flagten gegen Chevillard auf Rück­erstattung des für die Einlaßkarten gezahlten Gelies und auf Schadenersaß. Der Friedensrichter hat ihnen beides zugesprochen und Chevillard außerdem noch zur Zahlung alier Kosten verurteilt.

Jena*.

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Lokales.

Gedenktafel für den 29. und 30. März. 29. März. 1735. Der Märchendichter Musäus in 1770. Der Dichter Hölderlin*.- 1825. Napoleon I. hebt den Negerhandel auf. 1826. Johann Heinrich Boß t. 1840. Emin Pascha( E. Schnitzer) in Neiße 1863. Der Schriftsteller Freiherr v. Omp­teda*.

** Amtstage des Kreisamts Gießen für Grünberg und Hungen sind Samstag den 4. April, vormittags 9.15 Uhr, im Rathaus zu Grünberg, und Mitt­woch den 8. April, vormittags 9.30 Uhr, im Rathaus zu Hungen.

** Die großen Rohre für die Kanalisation unter der Wieseckbrücke sind heute glücklich heruntergelassen worden und hofft man bis Montag dieselben fertig, vernietet und eingemauert zu haben.

*** Morgen Sonntag findet die Anlage musik in der Südanlage, vormittags 11.30 Uhr statt. Das Pro­gramm ist: 1. Ouverteure Leichte Cavallerie", Suppé. 2. Spinnlied a. d. Dp., die Here", Erna. 3. Martin Walzer, Beller. 4. Sangesfrühling! Fantasie Mendelsson'scher

Lieder, Dertel.

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[ Konzert in Stein's Garten.] Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, findet morgen in Stein's Garten Konzert unserer Regimentstapelle statt. Da dies das letzte Konzert unter dem jezigen Besitzer Herrn C. Stein ist, so dürfte dieses Abschiedsfonzert gut besucht werden, zu mal Musikdirektor Krauße ein schönes Programm zusammen­gestellt hat.

dürfte sich die Hasenjagd sehr ergieb g gestalten. Ist doch Aus der Wetterau, 27. März. In diesem Jahre der erste Saz so gut durchgefommen, wie selten zuvor. Die Hühner gehen bereits paarweise.

Uhr wird im Saal des Deutschen Hauses" der Reichstage= ** Hanau, 27. März. Nähsten Montag Abend 812 und Landtagsabg. Reftor Stopsch einen Vortrag zugunsten der Kandidatur der Fre sinnigen Volkspartei( Küster) halten.

beren städt. Maschinenmeisters Ferber sind über 500 Be­*** Mainz, 27. März. Um die Stelle des verstor­werbungen aus allen Teilen Deutschlands eingelaufen.

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Mann, der zu seiner Erholung zu Hause weilte, vertrieb sich Langen( bei Darmstadt), 25. März. Ein junger oftmals die Zeit mit Spaßenschießen. In dem Garten seines Freundes richtete er plöglich die Waffe gegen sich, ein Schuß nach hat man es auch hier mit einem jener leichtsinnigen ins Herz machte seinem Leben ein Ende. Allem Anscheine Scherze zu tun, die schon so manches blühende Menschenleben fosteten.

Balhorn lebt ein 87 jähriges Mütterchen, Wittwe eines armen Kassel, 27. März. In dem benachbarten Dorfe Steinebrechers, das auf ein Körpergewicht von 42 Pfd. zu fammengeschrumpft ist. Die Greisin ist sowohl förperlich wie geistig noch vollständig mobil. Sie lebt dabei nur von 3 Kindern war, machte sie eine schwere Erkrankung an Wasser Brod und Kaffee. Als sie 40 Jahre alt und Mutter von sucht durch. Seitdem hat sie feinen Arzt mehr gebraucht.

Hessischer Landtag.

I. Kammer.

Darmstadt, 27. März. Präsident Graf v. Schlitz geu. v. Görg eröffnet um 10 Uhr die Sigung.

Es wird des verstorbenen Mitglieds der Kammer Wirkt. Geheimerat Hallwachs Exz. durch Erheben von den Sitzen gedacht. Als neues Mitglied wird Dekan Dr. Elz von Darmstadt eingeführt und vereidigt. Der Präsident teilt mit, daß 29 Einläufe vorliegen.

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Es wird sodann in die Tagesordnung eingetreten und die Regierungsvorlagen, betreffend das Minister hotel, die Position B b 6, Räte bei den Provinzialdirektionen, der Besoldungsordnung vom 9. Juni 1898, den Gefeßentwurf wegen der Vormerfung streitig" in den Grundbüchern der Provinz Rheinhessen, und den Entwurf eines Gesetzes, die Entmündung wegen Verschwendung oder wegen Trunksucht, erledigt. Eine längere Debatte ruft bei der nun folgenden Beratung des But gets die Position Erweiterungsbau für die Technische Hochschule zu Darmstadt" herror. Staats­minister Rothe befürwortet warm, die geforderte Rate zu bewilligen. Geheimerat Dr. Kittler gibt eine eingehende Schilderung der Zustände an der Technischen Hochschule. Ministerialrat Weber weist auf die finanzielle Seite hin. Graf zu Solms- Laubach, Fürst zu Solms- Hohensolms Lich und Graf zu Stolberg- Roßla sprechen sich gegen die Be willigung der geforderten Rate von 558 700 Mart aus. Die für die Erweiterungsbauten der Technischen Hochschule geforderte Summe in Höhe von 558 700 Mart wird schließ Büdingen, des Fürsten zu Solms- Hohensolms Lich, des lich gegen die Stimmen des Fürsten zu Isenburg und -0- Rodheim a. d. B., 27. März. Die kinemato­Grafen zu Stolberg- Roßla, des Fürsten zu Isenburg- Birstein graphischen Vorführungen der Ortsgruppe des deutschen und des Grafen zu Solms- Rödelheim bewilligt. Das Ver­Flottenvereins waren, wie bereits gestern berichtet, über Ermögensbudget wird ganz, das Verwaltungsbudget bis zur warten gut besucht. Im ganzen waren nahe 1800 Besucher X. Hauptabteilung erledigt. gefommen, sich die Vorführungen anzusehen; am ersten Tag ca. 300 Erwachsene, am zweiten Tage sogar 500; Schul­finder 1000, darunter die Schulen von Bieber, Erda, Fellingshausen, Frankenberg, Kinzenbach, Königsberg, Krumm­bach, Rodheim und Vezberg fast vollzählich. Außerdem waren Erwachsene und Schulkinder von Krofdorf, Naunheim und selbst von Gießen erschienen. Dem Vorstand der Dcts­

Aus Hessen und Nachbargebieten. Lollar. Auf Grund Erledigung des Amtes des Standes­beamten und der vorübergehenden Behinderung des Stellver­treters wird für den Standesamtsbezirk Lollar dem Groß herzogl. Bürgermeister Klinkel zu Ruttershausen die einstweilige Beurkundung des Personenstands übertragen.

Schluß der Sitzung 1 Uhr 20 Minuten. Nächste Sigung Freitag, 27. März. II. Rammmer.

Darmstadt, 26. März. dizinalrat Neidhardt, die Ministerialräte Dr. Becker, Beſt. Am Ministertische: Oberbaurat Coulmann, Geh. Me­Präsident Haas eröffnet die Sigung um 10% Uhr. Vor

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