Ausgabe 
28.1.1903 Zweites Blatt
 
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Marder, Jltis, ifen zu taufen gef arfiplap 21.

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Nr. 23.

Zweites Blatt.

Abonnement prets: in Gießen, abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel­jährlich Mr. 1.50.

etzschmar Gratiebellagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich)

Dermieten: offfeftraße und Bi find per 1. Apri merwohnungen

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Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Platt eric cirt an allen Werktagen nachmittage.

Mittwoch, den 28. Januar 1903.

Gießener

12. Jahrgang.

Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Vfg. fonft 15 Pfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Vfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gieken Neuenweg 28. Fernsprechauschluß Nr, 362.

Nenelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheen.

Der Geburtstag des Kaifers

hör sof. bezichbar ist in deutschen Landen und über die schwarzweißroten irchenplok 21. Grenzpfähle hinaus überall da, wo die deutsche Zunge rstrasse 27 flingt, festlich begangen worden. Es ist schlechterdings un­möglich, auch nur über die Hauptfeiern des Kaisertages

- Stock, best. au zu berichten. In Berlin vollzog sich die Feier wie all­t, die Parterre wähnt seien weiter nur die Feiern der deutschen Kolonien in Petersburg und Wien und die Reserveoffiziers­feier in München, die insofern besonderes Interesse beansprucht, als der bayerische Thronfolger, wie alljähr­lich, so auch biesmal, bet ihr den Trinkspruch auf den

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illerdir. 16, part Kaiser ausbrachte.

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Vom Prinzen Ludwig von Bayern weiß man, daß er über die Rechte und Borrechte Bayerns im deutschen Fr. Henninge, Staatenbunde scharfe Wacht hält und mehrfach Aeußerun­Seltersw. 14. gen getan hat, die ihre Spize gegen Ungeschicklichkeiten norddeutscher subalterner Geister in Presse und Politik Bimmerwohnung richteten. Sensationsblätter wollten wissen, der Prinz hör, Neustadt, nebei werde diesmal eine aufsehenerregende Rede über das Swi­nemünder Kaisertelegramm und die Stellungnahme der norddeutschen Presse dazu halten. Diese Prophezeiung hat sich, wenn man etwa neuerdings eine besondere Be­Hofmannstraße 14 tonung der bayerischen Selbständigkeit erwartet hatte, nicht Neustadt, Neubau erfüllt; der Prinz hat vielmehr eine außerordentlich rn Meggermeister warme, für Kaiser und Reich begeisterte und begeisternde Laden Rede an die Offiziere gehalten. In seinem Trinkspruch zu berm. auf den Kaiser sprach der Prinz über das Zusammentreffen Hofmannstr. 14. zwischen dem Kaiser und dem Prinzregenten im vorigen Jahre bei Gelegenheit des fünfzigjährigen Jubiläums des ferem Neubau am Germanischen Museums. Wie kein Land und kein Stand atz ist noch eine schön sich ausgeschlossen habe von der Beisteuer zum Ausbau wohnung m. Erke bieses Denkmals des deutschen Volkstums, so seien auch zu vermieten, desgleiche die deutschen Fürsten zur Jubelfeier zusammengekommen. Zimmerwohn Das Geschenk des Kaisers und die Bedeutung der persön­Näb.onkfurteritr 2 lichen Anwesenheit des Kaisers in Nürnberg würdigte Zimmer- Wohnung der Prinz eingehend in ihrer Beziehung auf den großen nationalen Gedanken. Der Anteil, welchen die deutschen Völker an dem Ausbau des Museums genommen, habe auch so recht gezeigt, daß es ihnen nicht einfalle, par­tikularistischen Neigungen nachzuhängen, daß sie ,, neben treuen Untertanen ihrer Monarchen auch treue deutsche Reichsbürger sein wollen."

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Das ist ein Wort aus eines fünftigen deutschen tönigs Munde, das gelten soll! Das Wort sie soleln lassen stah'n!" Treue Untertanen des Landes ürsten und zugleich treue deutsche Reichsbürger unter diesem Gesichtspunkte müssen die Deutschen ihr Verhältnis zu Staat und Reich, zum Landesherrn und zum Kaiser, auf­fassen, wenn die deutsche Einigkeit, die durch gemeinsam bergossenes Blut gelittet wurde, immerdar bestehen soll zuni Heile der Deutschen, zum Heile des Vaterlandes und zum Heile der Welt! Dem bayrischen Prinzen wird die ganze Nation es Dank wissen, daß er, der nächst dem Kaiser dereinst der mächtigste Bundes ürst, der Herr­scher des auf Erhaltung seiner Selbständigkeit vor allen anderen Bundesstaaten mit Recht bedachten bayrischen Königreiches sein wird, von hoher Warte aus Gele­merwohnung genheit nahm, auf diese Grundlagen der deutschen Einig­Zubehör zu vermieten. feit nicht nur seine Bayern, sondern auch die anderen lah. Lieblaftr. 64. Il deutschen Stämme mahnend hinzuweisen, und ausdrücklich twohnung per 1. Apri babei an alle deutschen Völkerschaften die Mahnung zu richten: Fort mit der partikularistischen Kirchturmspo­n, II Stod. ( itisiererei! Für sie ist im neuen deutschen Reich, das Weserstrake 9 bl. Zimmer sofort oder eine Zukunft und eine große politische und kulturelle Mission vor sich hat, kein Plazz mehr.

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Auch diese Mahnung des bayerischen Thronfolgers öne 4 Zimmer Wohnung richtet sich nicht etwa nur an seine Landsleute, jie gilt den Schwaben und Badensern, den Preußen, Sachsen und Hessen, den braunschweigischen wie den hannoverschen Wel­fen, ja sie gilt insbesondere auch den Französlingen und Polen. Ueberall gibt es noch Leute, in deren Köpfen partikularistische und irredentistische Ideen spuken schwarzweiße, grünweiße, blauweiße Grenzpfahlfanatiker, die noch nicht gelernt haben, daß das Wohl des eigenen dem Wohl des Reiches. Ihnen ins Gewissen zu reden ist niemand so sehr berufen, als der Bertreter einer Dynastic, die im Dienste des Wohles der Gesamtheit, im Interesse

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einandergehende di Staates unzertrennlich ist und allein verbürgt wird von

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Der 1. März zu ver

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ted Zimmer au ve der deutschen Einheit auf nianche hochfliegenden Bläne ten. Kirdenpl. Nr. 6 und Hoffnungen, zu denen sie berechtigt war, hohen Sinns

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Varietė.

Täglich

Dorftellung.

verzichtet und den Deutschen aller Stäume damit ein leuchtendes Beispiel dahin gegeben hat, daß über aller Sonderpolitik, über aller persönlichen Vorliebe der Reichs­gedanke stehen muß. Darum begrüßen wir diese Kund­gebung zu Kaisers Geburtstag mit besonderer Genug­tuung. Möge sie gute Frucht tragen!

Kaiserliche Auszeichnungen.

Der Monarchen Vorrecht ist es, an ihrem Geburts­lage zu schenken, statt beschenkt zu werden. Kaiser Wil­helm hat dieses Vorrecht auch diesmal wieder in rei­hem Maße betätigt: An Baiserlichen Huldbeweisen, die

per 27. Januar verdienten Männern gebracht hat, ist tein Mangel. So hat der frühere Präsident des Abge­ordnetenhauses, Herr v. Koeller, den Schwarzen Adler­orden erhalten, Vizeadmiral Vendemann erhielt den Kronenorden 1. Klasse mit Schwertern am Ringe, Vize­admiral Büchsel den Stern zum Roten Adlerörden 2. Klasse mit Eichenlaub und der Krone. Ferner erhielten Das Großkreuz des Roten Adlerordens mit Eichenlaub und der Königlichen Krone: Vizeadmiral von Tirpitz; das Broßkreuz des Roten Adlerordens: Obersttämmerer Graf zu Solms- Baruth und Prinz Albert zu Schleswig- Holstein­Sonderburg- Glücksburg. Das Großkreuz des Roten Adler­ordens mit Eichenlaub: der frühere Gesandte Graf Bran­denburg; den Roten Adlerorden erster Klasse mit Eichen­laub und der Königlichen Kone: Generalleutnant von Ressel, kommandierender General des Gardekorps, Ge­neralleutnant von Deines, kommandierender General dis 8. Armeekorps, Vizeadmiral Freiherr von Senden- Bibran, Generalarzt der Armee, Professor Dr. von Leuthold; den Roten Ablerorden erster Klasse mit Eichenlaub: der Mi­nister des Innern Freiherr von Hammerstein; den Roten Adlerorden erster Klasse: Handelsminister Moeller; der braunschweigische Staatsminister Dr. v. Otto; den Stern zum Roten Ablevorden zweiter Klasse mit Eichenlaub und der Königlichen Krone: Vizeadmiral Büchsel; den Steru zum Roten Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub: Eisenbahnminister Budde; den Kronenorden 1. Klasse: Herzog von Arenberg, Herzog von Croy- Dülmen, Fürst zu Hohenlohe- Schillingsfürst, Generalleutnant von Schöll, Kommandeur der Leibgendarmerie und Generalleutnant Graf Hülsen- Haeseler; den Kronenorden 1. Klasse mit Schwertern am Ringe Vizeadmiral Bendemann; den Kro­nenorden 2. Klasse mit dem Stern braunschweigischer Justizminister Dr. Trieps; den Charakter als Wirkl. Geh. Rat mit dem Prädikat ,, Exzellenz" Dr. Hinzpeter, der Lehrer des Kaisers; den Titel Magnificenz die Rektoren der Technischen Hochschulen in Hannover und Aachen.

Dem Gesandten in Peking, Mumm v. Schwarzen­stein, wurde der Freiherrntit.1 verliehen. Außerdem sind eine Reihe Beforoerungen im Heere und in der Marine erfolgt. Die wichtigsten sind: Generalleutnant General­quartiermeister v. Bülow wurde mit der Führung des dritten Armeekorps und Generalleutnant v. Benecken­dorff und v. Hindenburg, Kommandeur der 28. Devi­sion, mit der Führung des vierten Armeekorps beauf­tragt. Der Gouverneur von Mez, Etoeßer, Generalleut­nant mit dem Range eines kommandierenden Generals, ist zum General der Infanterie befördert. Ritter Hentschel b. Gilgenheimb, Generalleutnant und Kommandeur der 3. Division, erhielt den Rang eines kommandierenden Generals. Bei der Marine wurden unter anderem be­fördert: Breusing, Kapitän zur See, Chef des Stabes der Uebungsflotte, zum überzähligen Kontreadmiral, fer­ner Freiherr v. Echimmelmann, Fregattenkapitän, und Merten, Fregattenkapitan, zu Kapitäns zur See.

Auch des tapferen ,, Jltis" hat der Kaiser gedacht und zur ,, bleibenden Erinnerung und zur Ehrung des her­vorragenden Verhaltens seiner Besatzung in dem Kampf mit den Takuforts" bestimmt: Iltis" hat auf der Back über dem Vordersteven aufgesezt den Orden pour le mérite und auf dem Flaggstock einen Flaggenknopf zu tragen. Der Flaggenknopf zeigt den Orden, umgeben von einem bronzenen Lorbeerfranz, welcher oben in einer Spize en­digt und di eInschrift trägt S. M. S. ,, Iltis" 17. Juni 1900".

Ferner hat der Kaiser den Offizieren des Reiten­den Feldjägerkorps ein Bandolier mit Hirschkopf, Adler und Kette verliehen. Das Bandolier ist von gol­dener Tresse mit ponceauroter Tuchunterlage, die Be­schläge und Zierate sind vergoldet; die schwarze Kartusche trägt als Verzierung den versilberten Gardestern.- Die Auslassung von Befestigungen betrifft eine wei­tere Kabinett ordre. Danach wird u. a. Spandau zum teil entfestigt, ebenso werden einige Werke bei Koblenz und das Fort Fusternberg bei Wesel geschleift werden

Die Politik.

Eine kaiserliche Ehrung für Ballestrem.

D Kaiser Wilhelm hat seinen Geburtstag zu äußerer Veranlassung genommen, dem bisherigen Reichstagsprä­sidenten Grafen Ballestrem, dem eben ein Teil des Reichs­tages unverblümt und ein anderer verblümt das Ver­trauen gekündigt hatte, einen Beweis seines Vertrauens zu geben: Graf Ballestrem ist als erbliches Mitglied ins Herrenhaus berufen worden. In Berl. politischen Kreisen ist man, wie unser CB.- Mitarb. uns schreibt, der Ueberzeu­gung, daß dieser kaiserliche Huldbeweis eine unmittel­bare Folge der lezten Vorgänge im Reichstage ist, und daß die Anregung zu dieser Maßnahme vom Grafen Bülow ausgegangen ist.

Kein deutscher Kardinal.

* Entgegen dem Wunsche der deutschen Regieruna wll

Der erzbischof von Köln einstweilen nicht zum Sardinal ernannt werden. Doch gab der Vatikan die Zusicherung, der Erzbischof solle im übernächsten Konsistorium den Kardinalspurpur erhalten. Falls Papst Leo XIII. vor diesem Konsistorium sterben sollte, wäre Deutschland im Kardinalstonflave sehr schwach vertreten.

Türkische Vorsichtsmaßregeln.

* Der Beherrscher aller Gläubigen hat die Errichtung von Telegraphenlinien längs der russischen Grenze in Kleinasien und deren Verbindung mit den rückwärts gelegenen türkischen Hauptpunkten angeordnet. Offenbar will man in Konstantinopel jeẞt den Russen in seleinasten etwas schärfer auf die Finger passen. Dieselbe Maßregel ist auch an der serbischen und montenegrinischen Grenze getroffen worden.

Die Albanesen weigern sich, die von der Pforte angeordneten türkischen Reformen vornehmen zu lassen und wollen sie nötigenfalls mit Gewalt verhindern. Da sie u. a. die Errichtung eines russischen Konsulats in Ipet nicht gestatten wollen, wird Rußland sich wahrschein­lich ins Mittel legen. Dann werden sie wohl klein bei­geben.

Kurze volitische Nachrichten.

* Kronprinz Wilhelm wird bei seinem Besuche in Rom auch vom Papst empfangen werden.

* In Schleswig- Holstein durfte bisher am Grün­donnerstag, der seit der dänischen Zeit als Feiertag gilt, feine Zeitung gedruckt werden und erscheinen. Der Ober­präsident hat jetzt eine fünfstündige Arbeitszeit im Zei­tungsgewerbe am Gründonnerstag bewilligt.

*

Zwischen Brasilien und Kolumbien sind Streitigkeiten wegen eines Grenzgebiets entstanden. Beide Staaten haben mobil gemacht, doch heißt es neuerdings, sie wollten sich in Güte einigen. Das wäre wohl das zweck­mäßigfte.

* Für Kaufleute, die als Einjährig- Freiwillige dienen, ist eine faiserliche Verfügung von sehr hohem Interesse, die bestimmt, daß Einjährig- Freiwillige auf ihren Wunsch bereits während des zweiten Halbjahrs zu Proviantämtern tommandiert werden dürfen, um für ihre Verwendung im Feldmagazindienst ausgebildet zu werden.

Vermischtes.

):[ Schlittenfahrten des Prinzregenten Luitpold.] Sine originelle Huldigung wurde dem Prinzregenten von Bayern bei seinem jüngsten Aufenthalt in Berchtesgaden dargebracht. Bei einer Hörnerschlittenpartie, die der Re­gent mit seinem Gefolge unternommen hatte, begeg nete ihnen ein bäuerlicher Hochzeitszug mit Musik auf Schlitten. Sofort gab der Prokurator des Landls", d. h. der Hochzeitslader mit seinem buntgeschmückten Stabe das Zeichen zum Halten, worauf alles die Schlit­ten verließ und sich um ihn gruppierte. Der Protu­cator entbot darauf in schlichten Worten dem Prinz Regenten den Gruß der Berchtesgadener Bevölkerung und gab der Hoffnung Ausdruck, daß er sich noch lange Jahre derselben Gesundheit erfreuen und noch oftmals in dem Tale von Berchtesgaden weilen möge. Für das Brautpaar aber sei die Begegnung eine gute Vorbe deutung. Ein kräftiges, dreimaliges Hoch! schloß die improvisierte Huldigung und der Prinz- Regent ſeẞte seine ,, Rodelspartie" fort. So nennt man nämlich die Schlittenfahrten, bei denen man in einem Handschlitten die schneebedeckten Bergabhänge hinabsaust. In Ebene und besonders über die zugefrorenen Seen hin­weg werden die Schlitten durch einen daraufstehenden Gebirgler mit einer langen, eisenbeschlagenen Stange fortbewegt. Das geht wie der Bliz, so geschwind. Das Hinüberfahren über einen See ist nicht ohne Gefahr, da Die geringste Abweichung von der vorgeschriebenen Bahn über leicht zugefrorene Eislöcher führt. Ein Begleiter des Regenten ist schon einmal in ein derartiges Loch hineingeraten, aber glücklicherweise wieder herausgezo­gen worden.

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V[ Der Fischreichtum der majurischen Seen] ist be­tannt, und, troßdem in der letzten Zeit sehr stark gesischt worden ist, scheinbar unerschöpflich. So sing zum Bei­spiel vor wenigen Tagen der Fischereipächter des Stager Sees bei Lyck in einem einzigen Zuge mit dem Niawod ( ein großes Nez, dessen Verwendung bei der Eisfischerei mit großen Schwierigkeiten verbunden ist) etwa 120 Ton­nen Brassen. Da es an Fässern fehlte, die Fische zu bergen, wurden sie auf Wagen nach der masurischen Haupt­stadt Lyck gebracht, um von dort nach den Großstädten verladen zu werden. Ein einziger solcher Zug bringt die ganze Jahrespacht heraus.

In der französischen Ortschaft Mezos wurden der alte Großgrundbesizer Dubrana, seine Frau und sein Dienstmädchen tot in ihrer ausgeraubten Wohnung auf­gefunden. Man hat die Spur der Mörder bis an die spanische Grenze verfolgt und die Gewißheit erlangt, daß es zwei junge Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren waren.