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bringt, hat sie eine Remateralisation vorgenommen. Tiese Leute werden den Betrug nie erkennen, weil sie die Vor­gänge selber im Lichte des Mystizismus erblicken. Ter Hang zum Wunderbaren beherrscht die Intelligenz und solche Leute sind nicht zu kurieren. Der veizerische Ge­richtspräsident Sulzer ist zweifellos ei hochgebildeter Mann, aber er ist der Typus jener Unheilbaren, die wie das Pfarrerkollegium in Börnsons ,, Ueber unsere Kraft" an die Wundertaten ihres Amtsgenossen glauben, weil die persönliche Neigung zum Wunderba en ihre K.i ii be­zwungen hat.

Das, Blumenmedium" vor Gericht. ( Nachdruck verboten.) Hg. Berlin, 26. März. Vierter Verhandlungstag. Nachdem auf Anregung des Verteidigers Rechtsan­walt Dr. Schwindt konstatiert worden ist, daß die Rothe auch in Abwesenheit von Jentsch Apporte und sonstige Manifestationen zustande gebracht hat, kommen in erster Reihe die Vorgänge in mehreren Sigungen in Charlot tenburg, Hamburg und anderen Orten zur Erörterung, u. a. auch die Vorgänge in der Seance bei Rechtsanwalt Dr. Lehmkühler, der auch Hofprediger a. D. Etsecker und Generalleutnant 3. D. von Zastrow beigewohnt haben.

Gläubig troh alledem.

Die Zeugen, der Ziegeleibesizer Wolfwiß, der sechs, und Kaufmann Joseph Mayer, der vier Sizungen beige­wohnt hat, haben auch jezt volles Vertrauen in die Angeklagte. Die Trancereden seien weit über deren Bil­bungsgrad gegangen. Die Blumen seien so schnell aufge­taucht, daß sie hätten brechen müssen, wenn sie von unten herauf geschleudert worden wären. Weit reservier­ter hält sich der Rechtsanwalt Lehmkühler. Er hat aller­dings bei der Eißung in seiner Wohnung nichts Verdäch­tiges bemerkt, aber es ist ihm störend gewesen, daß die Rothe sich nicht hat vorher ärztlich untersuchen lassen wollen. Daß die Rothe auf Einladung zu ihm gefom­men sei, um den Ursprung von Klopftönen" in seiner Wohnung aufzuklären, bestreitet der Zeuge. Die Rothe will diese Einladung von dem verstorbenen Thoron übermittelt erhalten haben.

Ein schlagen. er Beweis.

Der Zeugin Gleise hat die Rothe eine Zusammen­funft mit ihrem verstorbenen Söhnchen vermittelt, wo­bei sie ganz deutlich die Hand des Kindes auf ihrem Haupte fühlte und die liebe wohlbekannte Stimme hörte, bie nicht etwa sächselte". In einer späteren Eizung erschien die Intelligenz" ihrer seligen Mutter und er­zählte der Zeugin Dinge, die sie nur allein wissen könnte, u. a. ihren Geburts- und Todestag(!!). Schließlich zer­rieb nach einer rührenden Ansprache Frau Rothe drei Rosenblätter und legte sie dann auf die Hand der Zeugin - und siehe da, es war auf einmal ein Glasei. ,, Ich besize es noch jetzt," meint Frau Gleise ,,, es ist also ein Beweis, daß es wahr ist."( Große Heiterkeit.) Die Zeugin bezeichnet sich selbst als ,, hellsehend", sie sei aber gesund und nicht im geringsten nervös. Eine andere Zeugin, Frau Seifert, hat Gelegenheit gehabt, sich zu überzeugen, daß der Rock der Rothe keine geheimen Ta­schen hatte. Die Zeugin geriet in heftigen Gegensat mit dem Kriminalkommissar von Kracht, der sie daran er­innert, daß sie bei ihrer ersten Vernehmung die Apporte für gemeinen Schwindel erklärt habe. Die Zeugin ist aber jetzt der festen Ansicht, daß kein Betrug vorliegt. Kriminalkommissar v. Kracht hatte die Zeugin erst im Verdacht, eine Komplice der Rothe zu sein, ist aber davon abgekommen, da er sich überzeugt hat, daß sie keine materiellen Vorteile von den bei ihr abgehaltenen Sizungen gehabt, sondern im Gegenteil oft die ganze Gesellschaft beköstigt hat.

Schwester Anna.

Die Zeugin gibt an, daß die Rothe mit vielen Da men der Aristokratie auf sehr vertrautem Fuße stand und von ihnen Schwester Anna genannt wurde, speziell von Frau v. Moltke und deren Mutter. An den Sizungen nahmen ferner teil die Prinzeß Karaschka, eine Baronin von Grünhoff, eine Gräfin Wachmeister, General v. Za­strow, selbst auch Hofprediger Stoecker fam oft hin. Die Frau von Moltke erhielt von der Angeklagten einmal in einem Restaurant aus einem Glas Wasser ein Glasei als Apport, ein andermal ein Blatt Papier mit der Unterschrift ihres verstorbenen Sohnes.

Die Skeptiker.

Zeuge Heilgehilfe Sperling, der bei dem letzten Falle zugegen war, erklärte, daß damals volle Harmonie herrschte; es wären allerdings keine Skeptiker dagewe­sen. Präs.: Es ist doch aber merkwürdig, daß in jener Sizung, in der die Entlarvung stattfand, die ,, Harmo­nie" nicht gestört wurde, und doch gingen die Herren dar­auf aus, zu stören. Auch der Kaufmann Goercke wohnte als Ekeptiker einer Sitzung bei. Er sah deutlich, wie die Rothe die Apporte aus den Kleidern hervorzog. Eine Ko­fusnuß, die nachher apportiert wurde, bekam sie sehr schwer hervor. Dann sah Zeuge aber, wie sie die Kokus­nuß in die Luft warf und auffing.

Nach einer Pause verbreitete sich der Sachverständige Oberarzt Dr. Henneberg über die in der Charité mit der Rothe angestellten Versuche. Die Rothe fiel stets prompt in Trance. Ihre Reden waren stets fast wörtlich dieselben. Sie begann mit den Worten: Das menschliche Leben ist gleichsam nur ein Wagen, der dahinfährt. Ich bin die Geistesposaune, die Euch auf den Weg des Heils zurückführen wird" usw. Dann meldete sich ein Geist Friedrich. Ich fragte: Wohl Kaiser Friedrich. Der Geist antwortete: Wenn ich mehr sagen wollte, würdet Ihr kleinen Erdengeister mich verlachen.

Das Blümlein im Herzen.

Als nachher der Kontrollgeist Friedchen" sich mel­bete, apportierte die Rothe einen Stein, den sie einem Herrn gab; er sollte dazu dienen, dessen franke Frau wieder gesund zu machen. Wir sprachen Friedchen" an, sie solle Blumen bringen. Aber sie antwortete auswei­hend: Ich werde Euch etwas anderes bringen, aber Ihr müßt nicht lachen; ich werde Euch ein Blümlein ins Herz pflanzen.( Heiterkeit.) Der Eachverständige hält die Reden der Rothe nicht für auswendig gelernt, erklärt aber, daß das Niveau derselben es waren wertlose, fonfuse Produkte ohne Gedankenreinheit nicht über

ihrem Bildungsstandpunkt läge. Dergleichen hörte man, und besser, sehr häufig in Versammlungen von Seftie­cern, durch Leute aus dem Volfe vorgetragen. Die Rothe jei übrigens auch keine ganz gewöhnliche Frau: sie könne z. B. aus dem Stegreif dichten. Zwischen dem Verteidiger und dem Eachverständigen wird die Frage erörtert, wes­halb die Angeflagte nicht im Gerichtssaal in Tranec falle. Der Sachverständige erklärt, daß er hieraus auf einen Betrug der Rothe nicht schließen könne. Er hält es auch für nicht ausgeschlossen, daß die Rothe wirk ich Geister zu sehen glaube, da sie hysterisch und für Zuggestion und Autosuggestion start empfänglich sei. Der bekannte Naturheilkundige Reinhold Gerling sagt ils Zeuge aus, daß die Rothe einmal einen Zweig ap­portierte, den sie aber erst im Nebenraume von einem Rebensbaume abgerissen hatte. Auch sah er, daß ihr ine Apfelsine aus dem Rock fiel. An einer Entlarvung jätte ihm nichts gelegen: ,, Das ist auch bei den Ber­iner Spiritisten unmöglich, denn diese glauben alles ind wer ihnen sagt, daß ein Medium ein Schwindler ei, den bezeichnen sie selbst als Schwindler." Eine Dame einer Bekanntschaft habe vor einer Eißung genau beob­ichten können, wie die Blumen zurechtgelegt wurden.

Der gute Jentsch.

Zum Schluß gibt die Angeilagte die Erklärung ab, daß sie früher nie Geld genommen habe, auch nicht als sie Jenzsch schon begleitete. Dieser habe alles aus eigener Tasche bezahlt und erst als er selbst nichts hatte, sich die Auslagen vergüten lassen.( Mi e ho exec Simme): Es ist selten ein Mensch auf dieser Erde so rechtschaffen, reell und gutmütig, wie Herr Jentsch!" Darauf wird die Ver­handlung auf morgen Uhr ve tagt.

( Fortsetzung folgt.)

Nah und fern.

* Das erste Kriegsschiff auf dem Elbe- Trave- Kanal. Das Torpedoboot S 65" hat als erstes Kriegsfahrzeug den Elbe- Trave- Kanal befahren. Es legte die Fahrt von Lübeck nach Lauenburg an der Elbe in 1012 Stunden ohne Hindernis zurück. Beim Passieren der zahlreichen Brücken war lediglich das Umlegen des Signalmastes erforderlich.

::: Vom italienischen Schülerausstand wird eine ergötz­liche Episode gemeldet. In Rom suchte die Polizei ver­gebens nach einem Mittel, der lärmenden Jugend Herr zu werden. Schließlich aber kam ihr ein hübscher Einfall. Die Polizisten nahmen der kundgebenden Jugend die Hüt: und Müßen weg und brachten selbige nach der Wache. Wenn die Knaben ihre Kopfbedeckungen wieder haben wollten, so bedeutete man ihnen, sie müßten die Mama mitbringen. Ganz Rɔm lachte über diesen guten Wizz und der Streik der Herren Mittelschüler wird jezt unter dem Fluche der Lächerlichkeit begraben.

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Räuberunwesen in Sibirien. Nach den Berichten russischer Blätter nimmt die Unsicherheit im fernen Osten in geradezu erschreckender Weise zu. Raub, Mord und Ueberfälle nehmen von Tag zu Tag zu, und die räube­rischen Tungusen gehen in ihrer Kühnheit so weit, daß sie nicht nur die Bewohner der Dörfer ausplündern, son­dern ihre Beutezüge auch auf Städte, wie Nikolsk und Talny, ausdehnen. In Dalny raubten sie jüngst am hellen Tage einen mitten in der Stadt belegenen Juwelierladen aus. In Nikolst wurde eine aus acht Personen bestehende Kaufmannsfamilie ermordet. Hin und wieder werden auch nach den Stationen der Sibirischen Bahn Raub- und Plünderungszüge veranstaltet, wobei gewöhnlich Perso­nen entführt werden, für deren Freilassung dann ein hohes Lösegeld verlangt wird. An der Spize der Räuber­bande, die aus nicht weniger als 200 entlaufenen Sträf­lingen bestehen soll, steht ein ehemaliger Sträfling aus Ssachalin. Dörfer und Städte werden von einer sörmlichen Panik beherrscht. Die Bauern wagen sich nur noch be­waffnet und in größeren Abteilungen auf die Landstraße, und in den Städten werden nachts alle Türen versperrt. Das Land wird Tag und Nacht von Kosaken durchstreift, aber es ist nicht leicht, die Verstecke der Räuber aufzu­spüren, da sie sich mitten im Urwalde befinden.- Das flingt wie ein Kapitel aus dem russischen Sittenroman Die Macht der Finsternis" von J. Lubomirski, der jetzt so großes Aufsehen erregt.

Bunte Chronik. Bei Brunshausen stieß der englische Dampfer ,, Equity" mit dem Hamburger Schleppdampfer Johannes Körner II." zusammen. Letzterer sank. Der Steuermann des Schleppdampfers wurde gerettet, der Ma­schinist und der Decksmann sind ertrunken.

Das Ergebnis der diesjährigen Seeoffizierhauptprü­jung wurde jetzt veröffentlicht. Danach haben Prinz Adal­bert von Preußen, ein Fähnrich des Jahrganges 1900 und 189 des Jahrganges 1901 die Prüfung bestanden. Reich­lich 200 sind 1901 eingetreten.

- Ter Mörder der Wirtschafterin Kohlmeyer, der de­sertierte Füsilier Jacobowski, wurde in Gestorf bei Bennig­sen verhaftet. Er legte sich anfangs einen falschen Namen bei, gab aber endlich seinen richtigen Namen an.

-Wegen Sittlichkeitsverbrechens ist in Berlin der Post­schaffner Karl Zernicke, ein verheirater Mann, verhaftet worden. Zernicke lockte wiederholt kleine Mädchen an sich und verging sich an ihnen.

Infolge eines Wagenunfalls hat ein Frl. Regnault in Paris den Geruch verloren( Anosmie). Das Gericht verurteilte den Besitzer des Wagens, an Frl. Regnault 1800 Francs Entschädigung zu zahlen.

- Der 35jährige Landesbeamte Karl Löffelmann in Graz tötete seine Gattin, zwet Kinder und sich selbst. Ein 12jähriger Sohn entkam dem Mordstahl des Vaters. Die Ursache der Bluttat sind finanzielle Sorgen.

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Lokales.

Gedenktafel für den 28. März.

1483. Raphael Sanzio*. 1758. Hohenlohes Sieg über die Franzosen bei Bingen.- 1759. Akademie der Wissenschaften in München gegründet. 1820. Der Tiroler Volksheld Josef Speckbacher t. 1840. Der Jurist Thi baut t. 1849. Aufstellung einer deutschen Reichsver fassung in Frankfurt a. M. Friedrich Wilhelm IV. zum deutschen Kaiser gewählt. 1900. Der französische Di plomat Benedetti in Paris t. 1902. Fürst Münster bon Derneburg t.

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Der heutigen Gesamtauflage liegt die Zieh ungsliste der Gießener Pferdemarktlotterie bei Privattelegramm. Bei der heute Vormittag erfolgten 17. und legten Ziehung der letzten( Haupt)-Klasse der Hessisch Thüringischen Staatslotterie wurden folgende Gewinne und Prämien gezogen: 100 000 Mt. auf 12 423, welche zuletzt mit 2000 Mt., 4 Prämien à 50000 Mt. auf 26894, 36001, 37743, 80498, welche zuletzt mit 1000 Mt. und ferner

8 Prämien à 25000 Mt. auf 2902, 11425, 29627, 44681, 58388, 60 193, 79 186 u. 80 353, welche zuletzt mit 400 Mt. gezogen wurden.( Ohne Gewähr.) ** Der Großherzog von Hessen, der auf seiner Rückreise von Indien auch im Luyorhotel in Luxor( Ober­egypten) Wohnung genommen hatte, schenkte dem Direktor des Hotels, Jakob Geißler, gebürtigt von Oberlahnstein, eine goldene Busennadel mit Krone und Initialen in Brillanten,

** Nach einer offiziösen Rundgebung werden die Reichstagswahlen für 1903-08 voraussicht. lich am 15. Juni stattfinden In unserem Lande wurde eine regere Wahlvorbereitung bis jetzt haup sächlich auf sozialdemokratis her Seite fonstatiert.

** Von unseren Sielbauten. Die interessanten Ausschachtungsarbe ten an der Wieseck sind soweit gediehen, daß man heute mit den Betonierungsarbeiten fertig wird und mit dem Herablassen der Rohre sofort beginnen fann. Die anderen Arbeiten in der Bahnhofstraße und Wallthor straße nehmen infolge der längeren Arbeitszeit und günstigen Witterung einen guten Fortgang.

** Am 21. März d. J. wurde der Kreisschulinspektor bei der Kreisschulfommission Gießen, Professor Dr. Albert Lucius zum Kreisschulinspektor bei der Kreis schultommission Darmstadt mit Wirkung vom 16. April 1903 an ernannt am 25. März d. J. wurde der Kreisschulinspektor Philipp Seib- Bingen auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. April 1903 an in den Ruhestand verseßt und ihm aus diesem Anlaß der Charakter als Schulrat" berlichen.

** Die Schlußprüfung der Höheren und er weiterten Mädchenschule fand heute vormittag in der Turn halle statt. Zu der Feier hatten sich sehr viele Eltern der Schülerinnen, besonders der abgehenden, und viele Freunde und Gönner der Schule eingefunden. Direktor Störifo richtet in seiner Ansprache anerkennende Worte der Ermahnung an die scheidenden, jungen Mädchen, besonders legte er ihnen ans Herz stets den geraden und rechten Weg zu wandeln, wie überhaupt sich zu einer deutschen Frau auszubilden. Die Chorgefänge und Vorträge waren zum Teil sehr schön. Die ganze Feier hielt die Anwesenden in aufmerksamer An dacht über 1 Stunden beisammen.

** Obertriegsgericht des 18. Armeetorps. Im Schüß nhof" lachten am Heiligen Abend einige Mus fetiere der 11. Komp. 116 Inf.- Rgts., unter ihnen der Karl Münch, über den Unteroffizier Mor Renz von der 7. Romp. desselben Regiments. Es schien ihnen, als ob der Unter offizier einen über den Durst getrunken hätte. Auf dem Nachhauseweg tam es darüber zu Disputen, und Renz wollte schließlich den Münch arretieren. Dieser st äubte sich da gegen, worauf ihn Renz durch Stöße vorwärts schubste. Das Kriegsgericht hat dem Münch 4 Wochen strengen Ar­rests, dem Unteroffizier wegen vorschriftswidriger Behand lung 7 Tage Mittelarreft zudiftirt. Die Berufung des Ge richtsherrn gegen dieses Urteil wird verworfen.

fielen:

*** Die 10 Hauptg winne der Gießener Pferdelotterie 1. auf Nr. 6 404 nach Garbenteich

2.

13 948

Gießen

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"

3.

11 830

Lollar

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"

"

4.

14 779

Burkartsfelden

"

"

"

5.

8 798

Gießen

"

H

6.

11 809

Reiskirchen

"

"

"

7.

4172

Gießen

" 1

"

"

8.

5 640

17

"

M

9.

14626

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10.

1 212

Oppenheim Worms.

Н

Die Glücksgöttin Fortuna hat bei der diesjährigen Gießener Pferdemarktlotterie ihre Gewinne nicht allein, wie vorstehend ausweist, weit und breit ausgeworfen, sie ist auch in der Auswahl der Gewinner sehr wählerisch gewesen; z. B. hot den 1. Preis eine bedürftige Witwe in Garbenteich, den 2. Preis ein hiesiger Schmiedgeselle, den 3. Preis ein Arbeiter in Lollar, den 4 Preis ein Bauersmann in Burkhardsfelden, den 5. Preis ein Schuhwarenreisender in Pirmasens, den 6. Preis ein 18jähriger Bursche in Reiskirchen, den 8. Preit Herr Weinhändler Frank in Gießen und den 9. Preis ein Bauersmann. Die anderen Glücklichen verweisen wir auf

die Gewinnliste.

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** Der Verein Hessischer Waisenschu Verband Gießen hielt gestern Abend im Schipta paß seine diesjährige Generalversammlung ab. Der erf Vorsigende, Bauunternehmer inn erstattete Bericht und gab bekannt, daß am 14. Juni auf der Schönen Aus sicht" ein größeres Vereinssommerfest stattfände. Hierbe tam es gleich zur Sprache, daß alle 4 Wohltätigteitsver eine ihre Feste von jetzt ab jeder getrennt an einem Son tage, an dem fein anderer gleicher Verein eine gleiche Fe lichkeit hat, also fonkurrenzlos, abhalten werden. Ein größerd gemeinschaftliches Volksfest ist für den August im Walde geplant. Aus dem Vereinsbericht interessiert, daß da Verein im vergangenen Jahre 975 Mt. 93 Bfg. eing nommen hat, davon wurden 200 Mt. an die Oberfechter nach Mainz gesandt, größere Ausgaben für Wittmen un Halbweisen, ein Waggon Briketts, sodaß ein Kosten bestand von 82 Mt. 50 Pfg. verblieb. Die Vorstande wahl ging sehr glatt von statten, da alle Vorstandsmitglieder einftimmig wieder gewählt wurden.

Briefmarken- Börse. In der vergangenen Woc gründete sich im Café Ebel eine Freie Vereinigung be Briefmarkensammler. Zweck der Vereinigung ist, in unsere

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