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Aus dem Gerichtssaal.

§ Leichenplünderungen in einem gerichtsärztlichen Institut. Ein aussehenerregender Verleumdungsprozeß be­schäftigt zur Zeit das Budapester Preßgericht. Der Direktor des gerichtsärztlichen Instituts zu Budapest, Professor Dr. Karl Ajtay hat gegen den Journalisten Andor Kerekes die Berleumdungsklage angestrengt wegen eines Artikels, den dieser im Független Hirmondo" veröffentlicht hatte. Es werden darin haarsträubende Dinge erzählt über die Art und Weise, wie die Diener des gerichtsärztlichen In­stituts mit den Leichen umgehen. Ein entlassener Diener erzählte kurz vor seinem Tode dem Berichterstatter des genannten Blattes verschiedene Geschehnisse, die den Direk­tor Ajtay arg kompromittieren würden. Ajtay solle das Institut durch Einstellungen falscher Quittungen und Rech­nungen materiell geschädigt haben. Er übe eine grenzen­lose Rachsicht den Dienern gegenüber und vertusche Leichen­plünderungen. Der Diener behauptete, man habe ihn aus dem gerichtsärztlichen Institut entlassen, weil er sich den Goldknopf aus dem Hemde einer Leiche angeeignet haben sollte, in Wirklichkeit habe er den Goldknopf im Kanal gefunden. Durch die auf Kosten des Instituts auf­genommenen Tagelöhner lasse Ajtay seinen mit Leichen­Bestandteilen gedüngten Garten bearbeiten. Ein Diener des Instituts treibe mit den Leichen systematischen Hondel. Im Juni 1900 habe er den Kopf einer Köchin um 1 k. 20 H. verkauft; außerdem habe er eine Leiche bestohlen und mit den Leichen den gröbsten Unfug getrieben. So spiele er mit den Schädeln Football. Man sieht dem Aus­gang des Prozesses mit begreiflicher Spannung entgegen.

§ Wegen Ermordung seiner Dienstherrin wurde in Graz der Jrrenwärter Tschedenigg zum Tode ver­urteilt. Die Witwe Gleichweit, die in einem abgelegenen Hause bei Eggenberg wohnte, hatte für ihren 28 Jahre alten irrsinnigen Sohn Hermann ein Individuum namens Tschedenigg zum Wärter angenommen. Am 2. November b. J. fuhr sie mit ihrem Sohne und dem Wärter nach Graz, um Zinsen einzufassieren; alle drei kehrten mittags zurück. Tschedenigg fuhr eine Stunde später mit der Stadt­bahn wieder nach Graz. Bei seiner Abfahrt bat er einen Rachbar, im Hause der Frau nachzusehen, ob Hermann nichts angestellt habe. Als der Nachbar dem heimkehrenden Tschedenigg mitteilte, daß der Frrsinnige unaufhörlich auf und ab ginge, meinte dieser: Gewiß hat er die Mutter umgebracht" und verlangte, der Nachbar solle mit ihm in das Haus gehen. Die Frau lag in einer Blutlache ſtöhnend im Todeskampf. Als der Arzt tam, war die Frau, deren Schädel zertrümmert war, eine Leiche. Der Verdacht der Täterschaft lenkte sich auf Tschedenigg, ber trop seines hartnäckigen Leugnens der Tat überführt und verurteilt wurde.

Vermischtes..

[ Die größten Plähe Europas.] Ein Architekt hal eine sehr interessante Aufstellung über die Größenverhält­nisse der verschiedenen großen Pläße Europas gemacht. Dabei hat sich herausgestellt, daß, was Umfang anbetrifft, das Marsfeld in Paris mit 112 000 Quadratmeter an der Spize steht. Dann folgen: Der Königsplay zu Berlin mit etwa 100 000 Quadratmeter, der Rathausplatz in Wien mit 90 000 Quadratmeter, die Place de la Concorde in Paris mit 85 000 Quadratmeter, der Waterloopla in Hannover mit 60 000 Quadratmeter, der Augustusplaz in Leipzig mit nur 27000 Quadratmeter, der Neumarkt in Köln miit 25 000 Quadratmeter, der Atmeidan- oder Hippodrɔmplat in Konstantinopel mit ebenfalls 25 000

Der Gauturntag des Gaues Hessen tagte am Sonntag um 71. Male. Das Beratungslokal war der kleine Saal in Steins Saalbau zu Gießen. Aus allen Bezirten waren die Turngenossen in reicher Zahl erschienen. Welche Dimensionen und mit welchen Verhältnissen inner­halb des Gaues gerechnet werden muß, fann der dem Turnen Fernstehende daraus ersehen, daß z. B. Frankenberger( hinter Marburg) und auf der anderen Seite Turner aus Schliß oder Usingen sich eingefunden hatten. Der Unterschied, ob Preuße oder Hesse, kommt unter Turnern nicht zur Geltung. Ge­meinsam zu arbeiten an der Förderung der Turnsache, das Bewußtsein lag wie ein leuchtender Schein über der ganzen Versammlung und wachte über den Beratungen

Gegen 10 Uhr, nachdem die von weit her erschienenen Turner, manche haben ihren Weg schon zu sehr früher Morgenstunde antreten müssen, an einem warmen Morgen trunt sich gestärkt, eröffnete der 1. Gauvertreter Friedrich Helm Gießen den Turntag, hieß die Delegierten wie immer herzlich willkommen mit dem Wunsche, daß auch dieses Mal die Arbeit eine segensreiche sein möge. Bur Tagesordnung übergehend erstattete elm seinen Jahres­bericht in sehr ausführlicher Weise und die Art seines Vor­trages hielt die Aufmerksamkeit der Erschienenen äußerst ge­spannt. Stufenweise streifte er die Statistik der deutschen Turnerschaft, die des 9.( Mittelrhein) Kreises und kam dann im dritten Teile auf den Gau Den in weiten Turnerfreisen um die Sache sich besonders ver= dient gemachten verstorbenen Kreis Geschäftsführer Tierolf, der im vorigen Jahre auf dem Kreisturntag zu Limburg durch den Tod mitten aus seiner turnerischen Thätigkeit herausgerissen wurde, sowie dem ebenfalls sehr verdienst­vollen Gauturnwart Schneider von Marburg widmete er einen warmen Nachruf. Das Andenken dieser beiden treun

ihr von Sißen. Den offiziellen genauen Bericht werden die Turn­vereine und Turner demnächst im Druck erhalten. Erwäh­nenswert ist aber auch heute wieder, und das besonders für die breite Masse des Volkes, daß die Mitgliederzahl der

Quadratmeter, der St. Petersplay in Rom mit 21000 Quadratmeter, der Trafalgar Square in London mit 20 000 Quadratmeter, der St. Martusplay in Venedig mit 12000 Quadratmeter uno schließlich der Kleberplay in Straßburg mit 11 000 Quadratmeter.

=[ die bösen Fremdwörter.] Der Bund" erzähli unter der Spizmarke Extravagant" folgendes Stück­chen aus den schweizerischen Schulverhältnissen: 3wei neupatentierte Lehrer meldeten sich an eine bernische Schule. Die Schulkommission verlangte ihre Zeugnisse zu sehen, welche in nur einem Stück für jeden bestanden, nämlich im Abgangszeugnis vom Seminar. Der eine hatte folgende Charakteristik empfangen: Er ist ziem­lich begabt, aber manchmal etwas extravagant." Die Schulväter hatten einige Mühe, das letzte Wort sicher zu entziffern, dann aber schüttelten sie die Köpfe mit gro­ßer Entrüstung: Es wär scho bös gnue, daß sie us dem Seminar Vagante schicke; aber diese isch de no 1 Extra- Vagant."

[ Napoleon der Erste in der Tanzstunde.] Graf Fleury hat ein Buch erscheinen lassen, in welchem er eine Reihe Porträts aus dem 18. Jahrhundert vorführt. Zu den interessantesten Gestalten gehört der Liederdichter Despréaux, der unter Ludwig XVI. ,, föniglicher Tän­zer" war. Die Revolution hatte ihn ruiniert, aber das Kaiserreich brachte ihn wieder in die Höhe, denn Napo­leon vertraute ihm die Leitung der Hoffeste an. Ja, noch mehr: er mußte der Kaiserin Marie Louise nach ihrer Ankunft in Compiègne ,, Tanz- und Anstandsunterricht" geben. Tie Kaiserin war eine schlechte Schülerin. Als Despréaur sich einmal respektvoll eine Bemerkung über ihre schlechte Haltung erlaubte, trat gerade Napoleon zin. Sie werden hier viel Arbeit haben," sagte er zu dem Tanzlehrer. Dann wandte er sich zu seiner Gemahlin mit den Worten: ,, Sie müssen alles tun, was Despréaur jagt. Ich werde Sie erst dann nach Paris führen, wenn Sie die richtige Haltung haben und gehen und tanzen fönnen. Ja, ja! Früher hatten Sie die Haltung einer Erzherzogin, jeẞt sollen Sie aber die einer Kaiserin annehmen." Und um ein gutes Beispiel zu geben, ging er gravitätisch zu einem großen Spiegel, machte tief: Verbeugungen und sagte jedes Mal: ,, Na, Despréaux, fann ich's?" Dann legte er seinen Arm auf die Schul­ter des Tanzlehrers und begann zu walzen. Darauf lief er zu seiner Frau hin, streichelte ihr verliebt die die Bäckchen, umfaßte sie und wollte tanzen. Man ließ eine Geige holen. Despréaur, der den Degen an der Seite und den dreieckigen Hut unter dem Arme hatte, begann zu spielen, und der Kaiser sprang wie ein Böcklein". Er machte eine komische Figur, aber er tanzte taltmäßig.

Ein grauenhafter Merd wurde in der Nähe von Fiume entdeckt. Der Landmann Johann Lade in Ita lebte mehrere Jahre mit seiner Geliebten zusammen. Er heiratete später und ließ Geliebte und Kind in größter Armut. Die Verlassene bat ihn wiederholt um Hilfe, und oft gerieten sie in heftigen Streit. Der hierob erboste Mann lockte sie auf eine entlegene Straße bei Jka und ermordete sie. Er zerhackte den Körper der Unglücklichen und verbarg die Leiche in einem Sack unter einem Stein­haufen. Jeßt erst, ungefähr acht Tage nach dem Morde, fand ein Bauer den blutigen Sack und meldete den Fund der Behörde. Der Mörder wurde verhaftet und ins Volos­taer Gefängnis gebracht, wo er die gräßliche Tat gestand.

- Der Brunnenbauer Arp aus Hohenwestedt in Hol­stein wurde bei Neuanlage eines Brunnens durch Zu­sammensturz der Seitenwände lebendig begraben und er­stickt, ehe man ihm Rettung bringen konnte. Er hinter­läßt eine zahlreiche Familie.

sozialdemokratischen Fahnenweihe im letzten Sommer offiziell beteiligte, besondere Müge gemacht, hatte Zeit und Mühe nicht gescheut. Die Verhandlungen wuchsen sich aber nach und nach zu persönlichen Angriffen aus, was den vollen Bruch zur Folge hatte. Die mit zur Verlesung gekommenen Briefe erregten allgemeine Mißachtung. Im Interesse der Sache sei die Wiedergabe der persönlich untaktmäßigen scharfen Angriffe stellen aus einem gewechselten Briefe hier nicht wieder gegeben. Nach deren Verlesung aber waren sich die Dele­gierten voll bewußt, daß der Gau- Ausschuß resp. der Gau­vertr ter zur Beilegung des Zwiespaltes voll und ganz seine Schuldigkeit gethan hatte; weiter noch entgegenzukommen wäre untaktmäßig. Der zweite Ganvertreter, Eidmann­Gießen führte an, daß es auf Seiten Wieseck liege, die Sage gut zu machen; bis dahin riſtiere für den Gau der Turn­verein Wieseck nicht mehr. Dieselbe Stellung nahmen noch verschiedene Redner ein, sodaß man es angebracht hielt über die Angelegenheit zur Tagesordnung überzugehen, was auch geschah. Es folgte der Bericht des Gauturnwarts Will Bezlar. Derselbe war benfalls folgerichtig gegeb n und brachte interessante Taten und Ergebnisse zur Kenntnis. Die Entlastung des Rechners wurde glatt genehmigt, des gleichen die Festsetzung der Gausteuer pro 1903 auf 25 Pfg. Im 6. Punkt der Tagesordnung lag ein Antrag des Turnvereins Gießen vor. Derselbe lautete:

Der norwegische Dampfer ,, Adekke", von Kragerō nach England bestimmt, ist mit seiner ganzen Besatzung von zwölf Mann in der Nordsee untergegangen.

- Die Lokomotive des Nordexpreßzuges entgleiste zwi­schen Ostende und Brüssel. Ob und inwieweit Personen und Material zu Schaden gekommen sind, darüber liegen bisher keinerlei Nachrichten vor.

Bei Wies in Mittelsteiermark wurde ein siebenzehn­jähriges Mädchen von Wölfen angefallen und zerfleischt.

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Jm Keller eines Importgeschäftes im Bezirk Neu­bau zu Wien brach Feuer aus, das sämtliche Stockwerke des Hauses ergriff. Da das Treppenhaus einstürzte, muß­ten die Bewohner der oberen Stockwerke mittels Sprung­tuches und Rettungsschlauches gerettet werden. Bei dem Einsturz der Treppe, durch Rauch und durch Heraussprin­gen aus den Fenstern wurden 11 Personen verlegt.

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Wie aus Biarris gemeldet wird, wurden dort drei Schauspieler aus Bordeaux, die eine Gastspielreise nach der Mole von einer Sturzielle ergriffen und ins Meer blieben erfolglos.

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Biarritz unternommen hatten, bei einem Spaziergange auf einigen Jahren m geschleudert. Alle Nachforschungen nach den Verunglückten wäre eine ausgebe

-Gegen den Expreßzug Paris- Cherbourg wurde in der Nähe von Bolinies ein Attentat verübt. Eine An­zahl Steinblöcke wurde von einer Brücke auf den Zug geworfen, durch welche die Dächer von zwei Wagen zer­brückt wurden. Verlegt wurde jedoch niemand.

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Schwurgericht wurde der Webergeselle Michael Bauer hoffnung gegn § Die Bestie im Menschen. Von dem Münchener Plage des Großh. urteilt und die Zulässigkeit seiner Stellung unter Po- Rechtsanwalts Juf

zu 14 Jahren Zuchthaus und 10jährigem Ehrverlust ver­

lizeiaufsicht ausgesprochen. Bauer überfiel am 20. Juni nachmittags auf dem Wege von Hainsbach nach Hirsch­ling eine Holzarbeitsfrau und tat ihr unter Bedrohung Uhr packte er in der Nähe der Ortschaft Hochreuth eine

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mit Erstechung Gewalt an. Am 21. Juni morgens& vinzial- Ausschuß, 13jährige Schreinerstochter von wohenthann an, schleppte sei Die Koffer,

sie in den Wald und vergewaltigte das Mädchen, das er dann mit sich fortzog, in der Absicht, es auf seinen Stromerzügen durchs Land zum Bettel zu verwenden. Den Widerstand des Mädchens brach er mit den schreck­lichsten Drohungen. Er wanderte mit ihm über Klähan nach Pfellenkoff, wo es dem Kinde nach achtstündiger

Freiheitsberaubung gelang, ſeinem Beiniger indiger lausen und in einen Bauernhof zu flüchten. Am 22. Juni griff Bauer eine andere Dreizehnjährige in der Nähe der Ortschaft Scheuered auf und bestimmte sie durch Drohungen, mit ihm nach Tirol zu wandern und schickte sie unterwegs auf Bettel aus, bis es dem Mädchen am 28. Juni gelang, sich der Gewalt und den unsittlichen Angriffen des Bauer zu entziehen und in einem Bauernhause Schutz zu finden. Am 2. Juli morgens vergewaltigte er auf dem Wege von Harthausen nach Aibling ein 12jähriges Mädchen von Harthausen, am 9. Juli ein 10jähriges Kind in einer Waldung am Teisenberg, das er dann nach Desterreich mitnahm und dort auf den Bettel ausschickte, bis auch diese Kleine am 11. Juli entfam und in ein Bauernhaus bei St Kolmann zu flüchten vermochte. Am 31. August tat Bauer auf dem Wege von Tickenbühl nach Haldenwang eine 13jährigen Gastwirtstochter im Walde Gewalt an und zwang sie dann zu einer Wanderung durch Schwaben bis zum 7. September, an welchem das zum Bettel ausgeschickte Kind ihm in der Nähe von Vorderwies entfloh und in einem Bauernhaus Zuflucht fand. In der Nähe des leßteren konnte der Unmensch endlich von einem Gendarmen verhaftet und seiner Bestrafung zu geführt werden.

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Die Zusammensetzung des Geschäftsführenden Aus­schusses ist somit fast dieselbe; neu hinzugekommen ist nur der Turngenosse Post- Marburg als 2. Schrift­führer, der bisherige Inhaber dieses Amtes Lehrer Häuser rückte in die bisherige Stelle des Will, welcher der Nachfolger des verstorbenen 1. Gauturnwartes Schneider- Marburg wurde.- Zu Punkt 8: Wahl des Festortes für das Gauturnfest 1903 lagen 3 burg a.. Havel. in Bad Nauheim Meldungen vor und zwar von Usingen, Weglar und Herrn Steingött Schotten. Usingen hat seit 41 Jahren das Fest noch nicht gehabt, Wezlar seit 1889, Schotten trat zu Gunsten dessen eventuell dieser beiden Orte zurück. Da dieses mal das Feſt zum Abschluß im 2. Bezirk( Gießen) stattfinden sollte nach einer bor jährigen Bestimmung und Wezlar im nächsten Jahre wieder das Ochsenfest hat, so entschloß sich die Mehrheit für Wezlar; im Jahre 1904 aber hat Usingen das Fest. Als Tag der Abhaltung wurde der 5. und 6. Juli angenommen. Die Gauturnfahrt für dieses Jahr wurde dem Turnverein Lollar gegeben. Bei der Abstimmung erhielt auch Frankenberg die gleiche Anzahl Stimmen, aber das Los entschied für Lollar. Die Turnfahrt findet am 7. Juni statt. Im nächsten 11. Buntte tam man auf die Entsendung einer Gau- Musterriege auf das deutsche Turnfest nach Nürnberg zu sprechen. Im Turn- Ausschuß war schon vorher für Entscheidung einer Riege geftimmt. Obgleich mehrere Redner bezüglich Ueberzahlen habe. Di aufnahme der damit verbundenen Kosten dagegen waren, entschloß sich doch die Mehrheit der Anw.senden für eine Musterriege.

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" Der Gauturntag wolle beschließen, daß für Folge, wie solches auch früher der Fall g wesen, den Gauturnfahrten und Gauturnfesten wieder um Ehrenpreise geturnt werden kann."

Den Antrag befürwortete Pirr- Gießen, hatte dabei nur die Hebung des aftiven Turnens und die Wachhaltung des

-

Der letzte Bunft betraf die Gründung einer Gau zeitung. Der 1. Gauvertreter, Helm hob in treffender

eibung getroffe Lehrling eine vie fellenprüfung vor bestanden. Ta b find, mußte der Un diefe Freispre dingung, daß der

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Interesses für eine regelmäßige Uebung unter den jungen Weise die Vorzüge in idealer und materieller Hinsicht hervor, giftern daß am

Turnern im Auge. Müller- Friedberg war derselben

Wamser- Bußbach, Almenröder- Weglar, Häuser Bad Nauheim und Engel- Marburg sprachen dagegen, welche bei der Abstimmung auch die Mehrheit auf ihrer Seite hatten. Turnverein Bad Nauheim zog während der Handhabung der Haftpflichtversicherung" zurück. Nach diesem erfolgte die Wahl des ganzen Gauausschusses mittels Stimm zettels. Es ist dies das erste Mal auf Grund der neuen Gausazungen. Die Resultate sind folgende:

gab dem Gedanken Ausdruck, daß man sich im Gau unter

Georg Emil Se

einander unterrichten il B die nur für die Gründung und Bestehen einer solchen Zeitung sprechen. Die Versammlung erkannte das voll und

j. Blutige S

berurfachte wüfte

ganz an, nur von Seiten des Turners Muth. Bad Nauheim auflauf, dem au wurde die Rentabilität in 8weifel gezogen, der sich aber der Wirtschaft 2

Turner und Turnfreunde uners tert aufwärts steigt, damit Verhandlung seine als Antrag eingebrachte Beschwerde über auch beruhigte, als ihm von dem Gauvertreter wie von Streit entstanden

aber auch das aktive Turnen i immer weiteren Kreisen neue Anhänger findet. Dem Gau sin drei Vereine neu hinzugetreten, die in Ober- Mörlen, Marbach und Männerturnverein zu Rodheim a. d. B.; neuangemeldet ist Odershausen. Ausgetreten sind Wieseck und Kirtorf. Davon der erstere wegen Streitigkeiten, weiche in der an den Bericht sich an schließenden Diskussion zu weit­gehenden Auseinandersetzungen Veranlassung gab. Der erste Gauvertreter Heim hatte sich für Beilegung dieses unliebsamen Vorkommnisses, das dadurch entstanden war, weil der Wiesecker Turn- Verein sich an einer

2.

Turner Klein- Gießen, dem Herausgeber der bereits er. schienen 1. Nummer gen. Zeitung der B scheid ward, daß der Gau mit der Zeitung gar nichts zu risfieren habe. Die Versammlung beauftragte darauf hin den Gau- Ausschuß mit

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Ausbrüden Luft,

Eingangstür fol

1. Gaubertreter: Weinhändler Fr. Helm Gießen( 67 St.) dem Herausgeber Albin Klein über die Art der gegen fensterscheib n erf ( 60 St.) feitigen Abmachungen in dieser Angelegenheit zu verhandeln. Thur. In feiner Damit waren die Berathungen zu Ende und man trennte Billardstod auf d Lehrer Häuser Bad Nauheim( 49 St.) fich nachmittags 6 Uhr mit dem Wunsche auf fröhliches Assistenz eines Ga

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Bureauvorsteher Wilh. Eidmann 1. Gauturnwart: Tanzlehrer Will- Wezlar

2.

( 67 St.)

1. Gau- Schriftführer: Profurist Wenzel- Gießen( 59 St.) ( 46 St.) Gau- Rechner: Buchdruckereibes. Post Alsfeld( 08 St.)

3.

B

Wiedersehen am 7. Juni auf der Gauturnfahrt in Lollar.

fodaß der Betroffe

jammenbrach