* Der Kronprinz wird auch in diesem Jahre auf dem oberhalb des Bodetals und unweit des Herentanzplatzes bei Thale gelegenen Forsthause Dambachshaus Aufenthalt nehmen, um in dem dortigen Revier der Jagd auf Rotwild obzuliegen. Der diesjährige Besuch im Dambachshause, welcher etwa acht Tage dauern wird, ist nach den bis jetzt getroffenen Dispositionen in der ersten Septemberhälfte zu erwarten.
Deer und flotte.
Bedeutsame Aenderungen in der Admiralität treten nach der Beendigung der Flottenmanöver ein. Die Zahl der mit Admiralen besetzten Immediatstellen wird erhöht. Zwei Kontreadmirale erhalten ihre Beförderung zu Vizeadmiralen, fünf Kapitäne zur See werden zu Kontreadmiralen ernannt. Der bisherige Inspekteur des Torpedowesens, Kontreadmiral Frize, der zum Chef des neu zu formierenden zweiten Geschwaders ausersehen ist, und der Kontreadmiral v. Prittwiß und Gaffron, der als Nachfolger des Admirals Geißler den Oberbefehl über das ostasiatische Kreuzergeschwader übernimmt, werden Vizeadmirale. Der Direktor der Marineakademie, Kontreadmiral Freiherr v. Malzahn, scheidet nach 37½jähriger Tätigkeit aus dem aktiven Dienst aus. Der Kieler Oberwerftdirektor, Kontreadmiral Fischel, der seit dem 18. Juli 1900 Flaggoffizier ist, wird rangältester Rontreadmiral.
Automobil- Mobilmachung. Die französischen Aushebungsbehörden beabsichtigen, im Falle eines Krieges eine besondere Mobilmachung der Automobile vorzunehmen. Durch ein Rundschreiben sind den Korpskommandeuren die für die Organisation einer solchen Mobilmachung zu treffenden Maßnahmen bekannt gegeben worden.
Nab und fern.
Lokales.
Gießen, 25. August. ** Im Auftrag des Großherzogs hat Großh. Staatsministerium den Land- Ständen und zwar zunächst der Zweiten Rammer einen Geseßentwurf, die Abänderung des Gesetz 8 über die Ruhe gehaltsverhältnisse und die Versorgung der Hinterbliebenen der im Hessisch- Preußischen Gemeinschaftsdienste angestellten Staatseisenbahnbeamten vom 26. März 1897 betreffend, zur Beratung und Beschlußfassung übersandt. Der Geseßentwurf ist angenommen worden und beschlossen worden, daß der Artikel 8 8iffer 1 at 1 des betr. Gesetzes nachstehenden Wortlaut erhält:„ Der Wohnungsgeldzuschuß wird nach dem Durch schnittssaße für die Servisklassen I- IV in Anrechnung gebracht." Das Gesetz tritt mit Wirkung vom 1. Oktober 1902 in Kraft.
Neues Jagdschloß für den Kaiser. Zum Preise von zwei Millionen Mark ist für den Kaiser die Besitzung Damsmühle bei Summt angekauft worden. Damsmühle soll für den Kaiser als Jagdschloß während der von jetzt ab in den Oranienburger Forsten stattfindenden Hofjagden dienen. Damsmühle ist am Mühlenbecker See belegen und eine landschaftliche Perle der Mark.
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3 proz. hessische Staatsanleihe. Das aus der Dresdner Bank, Berlin, der Sächsischen Bank in Dresden, der Deutschen Effekten- und Wechsel- Bank und dem Bankhause L.& E. Wertheimber in Frankfurt a. M. bestehende Konsortium, das im Februar ds. J. Mt. 25.52 Mil. 3proz. hessische Staatsanleihe zu 90.9312% übernommen hat, wird sich Ende d. Mts. auflösen. Da es nicht gelungen st, die Anleihe zu plazieren, so wird den Beteiligten ein Teil der Stücke in natura zufallen.
Die 50. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands in Köln wurde durch einen Festzug der katholischen Arbeiter und Gesellenvereine eingeleitet. Die Teilnehmer am Zuge vereinigten sich später in sicben Versammlungen. In derjenigen, die in der Festhalle unter dem Vorsitz des Abgeordneten Trimborn abgehalten wurde, sprach Reichsund Landtagsabgeordneter Sittari über die Jubelfeier der Katholikenversaninilungen und über den Erfolg der katholischen Arbeiterschaft in der Vergangenheit. Hierauf hielt Kardinal Erzbischof Fischer eine Begrüßungsansprache. In der ersten geschlossenen Versammlung hob Justizrat Custodis die Notwendigkeit hervor, für die arbeitenden Klassen zu sorgen, und betonte besonders, daß ein guter Katholik auch ein guter Patriot sein könne und müsse.
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das neben seinem Hause Neuenbäue 11 gelegene Haus des Herrn Wilh. Hosch für 21 300 Mark.
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tt Der Grünberger Stadtvorstand hat auf der heutigen Tagesordnung als 2. Punft: Schreiben des Reichskomitee zu Gunsten der durch Hochwasser geschädigten. Hoffentlich gedenken die Stadtväter der Worte: Arme habt ihr allezeit bei euch. Letzteres Wort betonen wir besonders. Grünberg hat schon reichlich auf privatem Wege für obigen Zweck getan. Erst Staat, dann Großfinanz, so meint eine große Zeitung.
Die 118ner, die in Gießen einquartiert sind, unternahmen gestern einen Uebungsmarsch mit anschließendem Gefecht in der Gegend Großen Bused, Reistirchen, Oppenrod. Heute ist wieder Regimentsererzieren auf dem Uebungsplatz bei Rechtenbach.
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** Es wird uns gemeldet, daß die Maurer in Gießen in den Ausstand zu treten gewillt wären. Die Zuverlässigkeit dieser Meldung möchten wir anzweifeln, da es ja doch auf den Winter hinausgeht und die Arbeitsgelegenheit dann eine viel seltenere iſt.
Renkontre zwischen deutschen Matrosen und englischen Soldaten. Zwischen Mannschaften des in Queenstown ankernden deutschen Schulschiffes„ Stosch" und englischen Soldaten entstand eine Schlägerei, bei der ein Soldat und ein Zivilist durch Messerstiche tödlich verlegt wurden. Augenzeugen geben an, daß die Deutschen durch die englischen Soldaten angegriffen worden seien. Die Polizeibehörde ersuchte aus Furcht vor Wiederholung der Unruhen den Kommandanten des„ Stosch", seine Leute nicht mehr an Land gehen zu lassen. Die englischen Soldaten wurden in den Kasernen behalten. Der„ Stosch" hat, wie weiter gemeldet wird, bereits die Weiterreise nach Bilbao angetreten.
§ Gestohlen wurden einer Frau in der Neustadt zu Grünberg am Sonntag abend einige Pfund Mais, gebrannter Kaffee, sowie zwei Töpfe mit Fett. Es ist dies schon das zweite Mal das bei der Frau die Langfinger
einen Besuch machten, beim ersten Mal, während des Sommers, fielen dem oder den Dieben ein 10 Markstück, zwet 5 Markstücke und noch einiges Kleingeld in die Hände. In der vorigen Woche wurde der Frau ein Zimmerschlüssel gestohlen. Hoffentlich gelingt es, den Dieb bald dingfest zu machen.
** Am Sonntag, den 23. Aug., hielt in Homberg a. d. Ohm der Bezirksverband der Gewerbevereine Gießen, Lollar, Homberg a. d. Ohm, Grünberg, Lich und Londorf die fünfte Sigung in diesem Jahre ab. Nach erfolgtem Besuche der Handwerfer- Sonntagszeichenschule Homberg a. d. Ohm über deren Resultate man allgemein recht erfreut war, begannen die Beratungen und zwar
Den großen Preis von Berlin im Fliegerrennen über 100 Kilometer errang der Münchener Meisterschaftsfahrer Robl überlegen in 1 Stunde 25 Minuten 14,3 Sekunden. Mit ihm rangen Dickentmann, Käser, der Franzose Contenet und Görnemann um den Sieg in diesem von der deutschen Radfahrwelt mit Spannung erwarteten Mennen. Sie plazierten sich nach heißem Endgefecht in der Reihenfolge, wie wir sie aufführen.
Zur Erschießung des Pioniers Hoffmann durch den Wachtposten Märtens wird aus Thorn weiter gemeldet, daß Märtens, wie er angibt, einen Alarmschuß abgegeben habe, um Kinder zu vertreiben, die Holz vom Uebungsplatz stehlen wollten. Durch Zufall habe er dabei den Pionier Hoffmann getroffen, den er von seinem Standort aus nicht habe sehen fönnen. Märtens ist inzwischen verhaftet worden.
Der verantwortliche Redakteur des„ Vorwärts" verhaftet. Die mehrfach erwähnte Hundstagsgeschichte von dem Kaiserschloß auf Pichelswerder, die der sozialistische Berliner Borwärts" seinen Lesern auftischte, hat für den verantwortlichen Redakteur Leid bereits ernste Folgen gehabt. Er wurde wegen Majeſtätsbeleidigung und groben Unfugs in seiner Wohnung berhaftet.
1., über die Gründung einer Pensionskasse für selbständige Handwerker, resp. über Erlaß eines Gesetzes zur Handwerker- Versicherung;
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tt, Emilien ruh". Als Grünberg noch eine liebliche Kreisstadt war, hat auch ein bekannter Aristokrat aus Liebhaberei daselbst Dienst getan. Im Kasino, d. h. im damaligen, fand derselbe ein allerliebstes Evatöchterchen. Standesrücksichten hinderten denselben das schöne Kind zu seiner Frau zu machen. Ein Kahn wurde gebaut und auf die Wilde Grube" bei der Dickelsmühle gebracht. Dort fuhr der junge Mann mit dem lieblichen Mädchen und verlebte dort manch Schäferstündchen. Der Liebe seligste Stunde wurde gekostet im selbstvergessendem Glück. Das kleine Wäldchen an der Wilden Grube ließ er mit Wegen und Ruheplägen versehen und benannte dies Wäldchen zum Andenken an das holde Wesen„ Emilienruh". Außer der nun bejahrten Dame, welche wir hiermit herzlich grüßen, wissen nur Eingeweihte das Plätzchen.
2., über die geplante Neuregelung des staatlichen und fommunalen Submissionswesens;
3., Angelegenheiten der Handwerkstammer und endlich 4., Verschiedenes über Berichte in den Nr. 31 und 32
des Gewerbeblattes.
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Von der Post. Die Telegraphenbetriebstellen verbunden mit öffentlichen Fernsprechstellen in Berfa, Elbenrod und Eudorf sind am Samstag den 22. d. Mts. eröffnet worden. Es können dort nunmehr Telegramme überallhin aufgegeben und solche überallher zur direkten Beförderung nach dort, unter Wegfall der bisherigen zeitraubenden und besondere Kosten verursachenden Zustellung durch Boten von den Bestellungs- Postanstalten aus, aufgegeben werden. Der Ort Eudorf hat, da er im 5 Kilometer- Umkreise von Alsfeld liegt, ebenso wie die Orte Altenburg und Angenrod, den gleichen umfangreichen Sprechbereich befominen, wie Alsfeld, und zwar mit den gleichen Gebührensäßen für Ferngespräche. Alsfeld, Altenberg, Angenrod und Eudorf bilden vorerst, bis noch andere Orte im 5 Kilometer- Umkreise, wie etwa Leusel, hinzukommen, den Ortsbereich des Alsfelder Fernsprechnetes mit der Wirkung, daß die an das Neß angeschlossenen Teilnehmer in Alsfeld, Altenburg, Angenrod und Eudorf nach den 4 Orten Gespräche führen können, ohne dafür, außer der gewönlichen Bauschgebühr für Unterhaltung des Anschlusses, und, bei Gesprächen mit Nichtteilnehmern, der Gebühr für das Herbeirufen der gewünschten Person an den Apparat, eine weitere Gebühr entrichten zu müssen. Nichtteilnehmer haben im Sprechverkehr zwischen den 4 Drten, außer der eventl. Herbeirufungsgebühr, 10 Pfg. für das gewöhnliche Gespräch zu entrichten. Im Verkehr mit Berfa und Elbenrod fostet das gewöhnliche Gespräch von 3 Minuten Dauer für Alle, Teilnehmer wie Nichtteilnehmer, 20 Pfg. Blühende Obstbäume. Die Natur geht gar manchmal ihre besonderen Wege, ohne sich an die Jahreszeiten zu fehren. So stehen gegenwärtig an der Chausse von Grünberg nach Weickardshain drei junge Apfel äume in schönster Blüte, einer davon trägt gleichzeitig Früchte. Wer Gelegenheit dazu hat, dem möchten wir empfehlen, sich dieses prachtvolle Spiel der Natur mal anzusehen; dte Bäume stehen furz vor dem Wäldchen.
Die umfangreiche und inhaltreiche Tagesordnung wurde in erfrischender Weise durch den Vorsitzenden, Herrn L. Betri II- Gießen, zur allgemeinen Befriedigung erledigt. Die lebhafte Debatte gab Zeugnis ab, wie notwendig, vor allem wie belehrend, diese Bezirksauss hußßigungen für das Handwert sich ausgestalten. Der nächste und letzte Bezirkstag findet voraussichtlich am 20. Sept. in Londorf statt. Der geplante Spaziergang nach Ammöneburg fand in Schweinsberg infolge des drohenden Gewitters seinen feucht- fröhlichen Abschluß. Den Herrn aus Homberg, insbesondere aber dem Gewerbevereinsvorsitzenden, Herrn Dr. Krausmüller, gebührt der aufrichtigste Dank für die freundliche Aufnahme, die den Mitgliedern des Bezirksausschusses geworden ist.
Eine furchtbare Mordtat setzte die elegante Welt Petersburgs in große Aufregung. Man fand die als Schönheit bekannte, von ihrem Manne getrennt lebende Gattin des Oberstleutnants Teschkent furchtbar verstümmelt tot in ihrem Bett auf. Die eine Brust war abgeschnitten und in eine Schatulle gelegt, die andere Brust gespalten, die Nase aufgeschnitten, Fleischstücke aus dem Körper in den Mund gesteckt. Dem sechsjährigen Sohn hatte der Mörder den Hals durchschnitten, die dreizehnjährige Tochter war auf dieselbe Weise wie die Mutter verstümmelt, sie hiet in der trampfhaft geballten Faust ein Büschel fremder Frauenhaare. Man vermutet den Nacheaft einer Rivalin, da die Wertsachen sich unberührt vorfanden.
Bunte Chronik. In Braunschweig ist zur Zeit die Zahl der an Typhus erkrankten Kinder auf 208 gestiegen; die Zahl der erkrankten Erwachsenen auf 52. In der letzten Woche tamen fünf Todesfälle vor. In Gorze bei Met find 19 Typhusfälle feſtgeſtellt.
-In Habinghorst erkrankte nach dem Genuß von Pilzen eine polnische Bergmannsfamilie. Drei Kinder starben bereits.
A. R.-F. Zu dem diesjährigen 50. Feldbergturn fest am letzten Sonntag hatten sich auch eine Anzahl der ersten Sieger früherer F- ste etngefunden, um an dem Jubiläumsfeste nochmals turnerisch tätig zu sein. Die alten Kämpen einer derselben hatte bereits vor 17 Jahren den ersten Preis davongetragen boten noch recht beachtenswerte Leistungen. Es erhielten von den früheren 1. Siegern Ehrenpreise:
In Lorenzdorf bei Landsberg a. W. wurde die 43jäh rige Wirtschafterin Burkert von einem 19jährigen Milch. schweizer nachts in ihrem Schlafzimmer mit einem Rasiermesser ermordet. Der Täter und ein Komplize wurden ber haftet.
Das Schiff Francais" mit der französischen Südpolarexpedition Charcot ist von Havre in See gegangen,
Just. Müller, T.-V. Vorwärts- Fechenheim, F. Rohmann, T.- Gem.- Bürgel,
G. Lücke, T.- u. F-Klub- Frankfurt a. M. M. Paul,
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A. Rach, T.-V. Frankfurt a. M.
Zu den gestern gemeldeten, mit einem Preis zurück gefehrten Gießener Wetturn.rn fügen wir heute an, daß noch mehr aus dem Gau Hessen auf das Feldbergturnfest gezogene Turner sich Preise geholt haben und zwar: A. Münch- Weglar mit 32 Bunften einen 16. Preis G. Freitag- Bußbach H. Erle- Usingen
J. Trapp- Friedberg
C. Salzmann- Bad- Nauheim M. Günther- Lollar, 2712 A. Held- Butzbach
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überwiesen.
* Das Schlagwort, Nebenverdienst" findet man gegenwärtig sehr häufig in Zeitschriften und größeren Zeitungen über recht viel versprechenden Anzeigen; es wird allen jenen, die ihr Einkommen angenehm erhöhen oder die überhaupt lohnenden Verdienst suchen, mit mehr oder weniger schönen Worten mitgeteilt, daß sie sich nur an die Adresse des Inserenten zu wenden brauchen, um sofort hunderte von Angeboten zu erhalten. Jene nun, die auf dieses verlockende Angebot hereinfallen, erhalten postwendend ein gedrucktes Schreiben, in dem ihnen mitgeteilt wird, daß sie die erwünschten Angebote zum Geldverdienen mit nächster Bost erhalten werden; und in der Tat bringt dann der Postbote bei seinem nächsten Rundgange einen voluminös n Brief, wofür er jedoch den Betrag von 1,50 bis 2 Mark als Nachnahme des Absenders verlangt. In den meisten Fällen siegt die Neugierde über die Vernunft und wird eingelöst. Hat dann der Empfänger einen Blick in die Sendung geworfen, so wird er bald gewahr, daß er zu jenen Leuten zählt, die nicht alle werden, denn was er dem Kuvert entnimmt, ist nichts weiter als eine Sammlung von Inseraten aus alten Zeitungen, die der ingentöse Absender entweder zu einem Erwerbsanzeiger" oder einer Nebenverdienst-, Liste' zusammengestellt hat, um sie für teures Geld an den Mann oder an die Frau zu bringen, was ihm auch meist gelingt. Gibt sich der Verdienstsuchende vielleicht noch die Mühe, auf die erhaltenen Inserate zu reagieren, so erlebt er in der Regel noch einen weiteren Reinfall, indem ihm ein Erwerb in Aussicht gestellt wird, wenn er so und so viele Mark für den Nachweis, Muster oder dergleichen einsendet, die dann selbstverständlich auch wieder fortgeworfen sind, oder er erhält überhaupt keine Antwort oder eine Zuschrift als unbestellbar zurück, da der Inserent längst verschollen ist. Dies für Leichtgläubige.
Mit diesem Resultat fann unser Gau Hessen wohl zufrieden sein, zumal wenn man die qualitativ gut geschulten Turner der Großstädte in der Konkurrenz vermerkt findet.
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Leider ist auch ein Unfall zu melden. Ein Turner aus Heddernheim brach beim Weithochsprung in Folge unglück lichen Niedersprungs die Kniescheibe. Der Verletzte erhielt auf der hinter dem alten Feldberghause errichteten Sanitäts wache des Frankfurter Samaritervereins einen Notverband und wurde dann per Wagen nach Hause verbracht.
** Besizwechsel. Herr Richard Buchacker, Cigarrenhändler und Lotteriekollekteur in Gießen faufte
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Ruttershausen. Am vergangenen Sonntage hatten sich die Kameraden des Kriegervereins Ruttershausen zur Feier des Gedenktages der Schlacht bei Gravelotte zahlreich versammelt. Der erste Vorsigende Kamerad Heibertshausen schilderte in einer zu Herzen gehende Ansprache die Kriegserlebnisse von 1870/71 und gedachte ganz besonders der ge
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