„ Die Schule ärgert mich sehr; gab mir nichts, brachte mich zum Fluchen. Lehrerin: ein Glas Claret und Stüd Kuchen. Elegante Dame, gab aber wenig. Mehrere Enttäuschungen; dann eine Dame, mit Zustimmung des Herrn, 1 Shilling. Dame, sehr freundlich gesinnt, bedauert mir nicht mehr geben zu können, hat eben für einen Fall wie meinen beigesteuert, 2 Shilling, etwas schönen Tee, Brot und Butter und eine sehr schöne Büchse mit OrtailSuppe. Dame: 1 Shilling, Dame ½ Shilling, Dame
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% Shilling, letztere beide schwierig zu erlangen. Im ganzen weniger gut gegangen, 8 Shilling. Nicht genug. Müde und verdrießlich. Erholung; im Bett geblieben, obgleich ich gern zur Kirche gegangen wäre. Mein Geburtstag. Verbrachte ihn still und friedlich, aber hätte ich Geld gehabt, so wäre ich entweder zum Gottesdienst am Morgen und in den Cristal Palace am Nachmittag, oder in Dorés Bildergalerie oder in eine Kathedrale gegangen, oder hätte mir ein Geschenk gekauft. Bisweilen muß ich zwei bis drei Meilen bis zu enem Ort gehen, bevor ich mit Sammeln beginnen kann.- Müde, obgleich nicht so erschöpft wie gemöhnlich. Nahm ein Bad, wurde aber beinahe ohnmächtig, als ich meine Toilette beendete. Genoß das Bad sehr und pantschte umher. Vielleicht zuviel angestrengt. Bekam einen Regenschirm geschenkt, verlor ihn leider auf dem Heimweg. Mr. J., ein Stuger, 2 Shilling. Wenn ich meinen Verstand gebraucht hätte, würde ich wohl noch einen herum. gefriegt haben. Ein ziemlicher Dummkopf. Ich möchte, baß fich einer einmal sehr anstrengt und mir 5 Pfund gibt. Brauche viele Sachen..." Die fünf Pfund werden nun auf secs lange Monate ein frommer Wunsch bleiben müssen.
Der fall Meyer".
Eine Momentaufnahme aus dem Großstadtsumpf.
Berlin, 22. Dezember.
Die Affäre des 63jährigen Profeffor Dr. Moritz Meyer und seiner 22jährigen Gattin Frieda geb. Brium, welche unter dem Berdachte der Hochstapetei, des Betruges, der Pfandbeseitigung, des Meineids und der Kuppelei verhaftet wurden, ist typisch. Nur die Großstadt zeitigt solche Blüten, nur in ihrer Treibhausleft gedeihen Früchte von dieser Art. In den kleinen Städten draußen im Lande väre dieser Fall unmöglich gewesen, weil er sich auf einer Menge von Voraussetzungen aufbaut, die dort eben nicht vorhanden sind.
ste grundete, wat vetannt als rendez- vous fur vebemalinge und Lebemädchen. Wenn Frieda Meyer„ Adieu, wiarie, adieu" sang, so mußten die Auguren vorm Podium, daß sie es nicht um der Kunst willen tat; vielmehr damit sagen wollte: ich bin noch heute die alte. All diese Mäßchen mußten dazu dienen, ihr ein Milieu zu schaffen. Sie mußte in den Bordergrund um jeden Preis. Der Graufopf an ihrer Seite störte sie nicht. Er war höchstens mit seinem Titel das Sprungbrett. Machte er Ansprüche, wurde ihm deutlich klar gemacht, daß er ja das Geld für die Diners bei Borchardt und die Soupers bei Siller nicht beschaffe. Und der Alte war so mürbe, so feig und so clend geworden, daß er winselnd zu Kreuze troch.... Im Februar wollte Madame nach Monte Carlo. Natürlich allein; nur ihre Bofe" sollte sie begleiten. Die Zofe war Anna, ihr Dienstmädchenohne Renommee tat sie's nun mal nicht. Nun ist aus der Sprizfahrt nichts geworden. Arme Frieda! Wer wird, das Geld für die Selbstkost opfern wollen für Herrn und Frau Professor Meyer? Wer gewöhnt ist, so zu leben, leidet hart unter den Entbehrungen, noch härter unter dem rauhen Gleichheitssysteme der deutschen Gefängnisse. Wird sich einer oder der andere von denen, die einst Frieda gehuldigt haben, heute noch ihrer erinnern?... Und was wird Morig über sie denken, wenn er die müden Glieder auf hartem Lager ausstrect? Morik, der am Lächeln von zwei Frauen zu Grunde ging? Richard Dietrich.
Morik Meyer war früher der Leiter des Handelsteiles einer großen Berliner Zeitung und gleichzeitig Professor der Volkswirtschaft an der Charlottenburger Hochschule. Beider Stellungen ging er verlustig, weil er seine Hand dazu jeboten hatte, für höchst zweifelhafte Bankunternehmungen Stimmung zu machen, weil er sich hatte von unsauberen Batronen hatte bestechen lassen. Dieser erste Fall Meyer" erregte damals schon berechtigtes Aufsehen. Und seine eigentliche Ursache? Cherchez la femme! Auch hier, wie überall. Seine erste Frau, eitel gemacht durch die Erfolge ihres Batten, leichtlebig veranlagt an sich, stürzte sich in den Strudel des gesellschaftlichen Lebens, nahm teil an allen Genüssen, welche die Großstadt lockend bietet, und machte Schulden über Schulden. Meyer, der Weibern gegenüber immer ein Schwächling gewesen, tat alles, um die Extravaganzen seiner Frau auf legalem Wege auszugleichen. Als der Lurus dieser Frau überhandnahm und seine Kräfte nicht mehr reichten, hre Neigungen zu befriedigen, griff er nach der ersten besten Gelegenheit, sich finanziell zu verbessern, nahm Geld als Judaslohn und mußte sich gefallen lassen, mit Schimpf und Schande aus dem Tempel geworfen zu werden. An dem Lächeln einer Frau war er zu Grunde gegangen und hatte doch das Zeug dazu, im Leben eine Rolle zu spielen und jeinen Plaz auszufüllen in der Welt. Als seine erste Frau tarb, wäre die Möglichkeit vielleicht dagewesen, Einkehr und Umkehr zu halten. Aber der alternde Mann, der sich einmal auf abschüssiger Bahn befand, konnte die Kraft dazu nicht mehr finden. Er trieb sich in den Nächten herum in jenen Lokalen, in denen das geschminkte Laster ungeschminkt seine Reize feilbietet, in denen die sogenannte männliche Lebewest ihre obszönen Orgien feiert und sich würdig" vorbereitet fürs spätere Leben. Sah er nicht, daß sein grauer Kopf zum Possen der Dirnen wurde, hatte er kein Gefühl dafür, wie unsäglich beschämend es ist, wenn sich das Alter selbst zum Gespött macht? Er sah und hörte von alledem nichts. Ja, als eine blonde, geschmeidige Gazelle ihren Wuschelfopf an den seinen schmiegte und ihm lockende Worte ins Ohr hauchte, glühten seine matten Augen noch einmal auf in fast jugendlichem Feuer; rings um ihn versant die übrige Welt, seine eigene Bergangenheit, seine Gegenwart und seine Zukunft
.. und der Greis mit den zitternden Knieen ließ sich von der kaum zwanzigjährigen Choristin zum Traualtar führen und machte sich zum Spielball ihrer tollen Launen. Seber Mittel bar hausten sie in ihren Flitterwochen in einer Pension, und der Gerichtsvollzieher war ihr ständiger Gast. Hatte der Alte nun wirklich geglaubt, daß seine„ zweite Frau" sich mit dem Loose begnügen würde, daß er ihr bieten Fonnte, war er so töricht, zu glauben, daß sie Liebe an ihn gefesselt hatte? Frieda Brimm dachte nicht daran, als ehr same Hausfrau dem volkswirtschaftlichen Meergreise die Strümpfe zu stopfen. Ihr Ziel ging hoch hinauf. Was man der kleinen Choristin verweigert hatte, die ihre Liebe im Detail verkaufte, das mußte man der Frau Professor" dock wohl gewähren. Und sie trieb Wucher mit dem Pfunde, das man ihr anvertraut: die ersten Geschäfte Berlins wissen ebenso davon zu erzählen, wie die Fleischer und Bäcker in Wilmersdorf, wo Meyers zuletzt ihre gelichene Wohnung aufgeschlagen. Eine Equipage, die für den Tag gemietei war Gott, man hat das in Berlin so leicht: 35 Wart fostet der ganze Zauber mußte die Naiven dupieren, und die wenigsten ahnten hinter der gewandt auftretenden Frau Professor den braven Wioritz als Gatten. Hundert tausend Mark sollen die Schulden betragen, ist das zu biel?
Nab und Fern.
Ein eigenartiger Fund wurde bei Biebrich gemacht. Dort wurden vier englische Schecks in Höhe von mehrerer ausend Mark aus dem Rhein gelandet. Sie sind im Jahre 1895 ausgestellt. Es ist sehr fraglich, ob die Papiere nod Wert haben.
Einbruch in ein Poſtamt. Nächtlicherweile brachen zwe Männer in das Postamt zu Langen in Hessen ein. Als eir Bostunterbeamter die Einbrecher überraschte, gaben sie zwe Revolverschüsse auf ihn ab, ohne jedoch zu treffen. In Frankfurter Hauptbahnhof wurde bald darauf ein Manr unter dem Verdachte der Täterschaft verhaftet.
Eisenbahnkatastrophe. Auf den amerikanischen Bahn strecken häufen sich bie schweren Unglücksfälle in erschrecken dem Maße. Wie aus Newyork berichtef wird, entgleiste au der Linie St. Louis- St. Francisco bei Godfroy in Kansa ein stark besetzter Schnellzug. Neun Passagiere sind tot zwanzig verletzt.
Wer die Dinge richtig kennt, muß lächeln über die Ent rüsteten, welche die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ob der Höhe des Betrages und gar den Geist der großen Therese" zitieren. Wist Ihr denn nicht, daß es in Eurem Berlin Hunderte von Eristenzen gibt, die auf gleichem Sande erbaut sind; tausend Kartenhäuser, die ein Hauch umbläst? Wißt Ihr nicht, daß die großen Modemagazine durch ihr Kreditgeben in großem Stile an Lebedamen, die im Preise natürlich solenn bemuchert werden, für solche„ Attären" ge radezu den Boden bereiten? Frieda Meyer, geb. Brimm war nichts als eine jener Kourtisanen, die für die jeunesse dorée nur im Preise stieg, als sie die Frau Professor" murde, aber nicht um ein Atom schwerer zu erlangen war, als früher, wo sie noch in Thaliens Reiche die Ensembles störte. Ihre Absicht liegt klar zu Tage, Das Cabaret, das
Auf dem Bahnhofe in Aßmannshausen stießen zwe Güterzüge zusammen, wodurch ein Zugführer schwer und ein Heizer leicht verlegt wurden.
A Das Kind als Ratte. Zu dem traurigen Fall, daß kürz lich in Leipzig- Gohlis ein Hund einem Kind, das durch der Zaun langte, den Arm abbiß, erklärt jetzt der Besitzer des Hundes folgendes: Der Hund ist nicht bissig, sondern lamm fromm und äußerst gutartig, und würde niemals einen Men schen absichtlich beißen. Die fünf Zentimeter große Deff nung, durch die das Kind griff, um eine Staude abzureißen befindet sich am Boden einer starten, gefugten Plante, sc daß das Kind sich platt auf die Erde legen mußte, um über haupt durch das Loch greifen zu können. Da das Kind den Hunde nicht sichtbar und die erwähnte Deffnung ein Ratten loch war, muß das Tier das kleine, plöglich auf dem Erd boden zwischen dem welken Laube herummwühlende Händcher für eine Ratte gehalten haben. Hätte der Hund das Kinne sehen können, so würde er es auf keinen Fall verletzt oder gar ihm den Arm abgebissen haben. Es ist behördlich fest gestellt, daß das Tier nicht bissig ist. Das verletzte Stini befindet sich den Umständen nach wohl.
Zehn Kanonen gestohlen. Eine eigenartige Ueber raschung wurde den Wächtern des Woolwicher Arsenals teil.
In der acht waren 10 stanonen geraubt morben ohne daß irgend jemand der zahlreichen Sicherheitsbeunter nur das geringste von diesem schweren" Diebstahl bemort:
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Vermischtes.
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Ein Danaerge enf. Auf Grund einer Annot iner englischen Provinzialzeitung, in der für die ines Farmers eine nicht schöne Erzieherin gesucht tellte ein Vertreter des Daily Expreß" Nachfrage in nd an, aus denen hervorging, daß auch in den vorneh Familien Londons die Hausfrauen eifersüchtig darauf Saß die Erzieherinnen nicht allzu hübsch sind. Sch oll in diesem Stande geradezu unglücklich machen, inden ifersüchtigen Hausfrauen die Hausgenossin beobachten ind sie stets im Verdacht haben, mit irgend einem männi Familienmitglied auf vertrautem Fuße zu stehen. D Ergebns dieser tiefgründigen Nachforschung wohl nur Condon zutrifft? Oder ob nicht auch anderswo die Sh jeit, um die sie beneidet werden, für Erzieherinnen in Li lichkeit ein Danaergeschenk bildet?
†[ Ein seltener Irrtum tam auf dem Standesamt in Mischlewiß vor. Dort meldete der Kätner Sch). stol; die Geburt eines Knaben an. Erst nach vier Tagen bemerkte er mit seiner Ehefrau, daß das sind ein Mädchen ist. Kleinlaut erschien er wieder auf dem Standesamt, um die mit ziemlich großen Umständen verbundene Umschreibung des Bernhard in eine Leokadia zu beantragen.
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Die Lottericanpreisungen treffen zum Weihnachts n Scharen ein. Immer neue Wendungen wissen die toll teure zu ersinnen, in denen sie ein Los als das passend Beschenk empfehlen. Ihre Findigkeit ist ja sprichwörtli Sie haben eine unendliche Menge von Reizmitteln an Hand, um auf die Begehrlichkeit des Punden einzumirler Jemand, der in dieser Hinsicht Erfahrungen gesammelt jibt diese in einem süddeutschen Blatt zu Nu und Fromme son Leidensgenossen zum besten. Vor kurzem so erzä er- erhielt ich) von dem Stollekteur einer ausländi Cotterie ein Los, das, wie dieser zufällig erfahren hat", Nummer meines Telephons trägt. Das sei gewiß ein zu beachtender Wint! Der Plan schien mir doch ein wen zu plump angelegt, denn ich bilde mir ein, doch nicht denen zu gehören, die nicht alle werden". Freilich bedarf& feines großen Scharfsinnes, um herauszufinden, daß du Kollekteur an der Hand der Adreß- und Telephonverzeichn sich diese zufälligen Ermittelungen überaus leicht be schaffen kann. Von größerem Raffinement zeugt der folgend Fall: In der Hauptklasse einer nichtpreußischen Lotteri wurde mein Los einige Tage vor Beendigung der Ziehun mit der kleinsten Gewinn gezogen. Der betreffende Kold teur sandte mir ein Ersatzlos mit dem Bemerken, daß d Haupttreffer noch in der Urne liegen. Er erbitte sich aber d eventuelle Rücksendung des Ersatzloses mit wendender Boit Auein schon ein paar Stunden nach Empfang seines Brief erhielt ich von dem Kollekteur das folgende Telegramm ni bezahlter Rückantwort:„ Ersatz behalten oder nicht?" endlich, dachte ich, hat der Ausspruch eines in den 60er Jahre en vogue gewesenen Frankfurter Börseaners:„ Der Meri würde eher vom Blizz erschlagen, als mit einem Lotterip : reffer beglückt!" eine Widerlegung erfahren. Es war be nir ausgemacht, daß auf das Ersaklos an dem betreffend Morgen ein großer Gewinn gefallen sein mußte, denn ander konnte ich mir die mit dem Schreiben des Kollekteurs nic ereinbart. Gile nicht erklären. Selbstverständlich benut ch die bezahlte Nickantwort zu einem bejahenden Bescheid Du ahnungsvoller Engel du" nannte mich ein Freund, der ich von meinem erhofften Glück streng diskrete Mitteilun nochte.„ Die Depesche hat ihren Zweck erfüllt; der Kollekter hat gegen eine Ausgabe von einer Mark für Telegrami spesen sein Los, das ihm über das Zehnfache einbringt, a en Mann gebracht, und Sie können es höchst wahrscheinli zu den anderen, leer ausgegangenen legen." Und das, i auch tatsächlich der Jall gewesen.
Weihnachtsgeschenke für die streikenden Crimmitschauer Weber laufen aus allen Gegenden Deutschlands ein. Außer großen Geldsummen jeder Ausständige erhält als Weihnachtsgabe den Betrag einer Wochenunterstützung- gibt es gewaltige Risten mit„ Naturalien", unter denen alles nur Erdenkbare figuriert: außer Kleidern, Wäsche, Schuhen, Hüten u. a., Kindersportwagen, Kinderschlitten, Musiknstrumente, Kinderwiegen, Pferdeställe, Kaufläden, Aepfel. Karten, Puppen, Messer, Schlipsnadeln, Broschen, Damenfetten, Armbänder u. s. w. u. s. w., auch der- Neujahrspunsch fehlt nicht. Wie gemeldet wird, sollen etwa 1200 Weber mit ihren Familien aus der Landeskirche ausgetreten sein, weil die Weihnachtsfeier verboten wurde.
Das läßt tief blicken!] Am schwarzen Brett" der Universität Heidelberg befindet sich seit einigen Tagen foljender Anschlag:„ Zahlreiche in letzter Zeit zur Anzeige geangte grobe Ausschreitungen von Studierenden veranlassen mich zu der Maßnahme, daß von der Befugnis, polizeiliche Haftstrafen im Harzer verbüßen zu lassen, bis auf weiteres ein Gebrauch mehr gemacht wird. Derartige Strafen werben in Zukunft im Amtsgefängnis vollstreckt werden.( gez.) Bebting." Das läßt tief blicken!
[ Der Kammerdichter.] Bei der Erörterung über die Weihnachtsferien in der bayerischen Kammer, die bis 8. Januar dauern, hatte der Abgeordnete Kohl folgenden„ Anrag" eingebracht:
Die Vertagung bis zum achten, Sie befriedigt nur die Hälfte; Denn nach besserem Grachten Wär' der beste wohl der elfte."
In der Sache gaben alle Parteien dem Abgeordneten Rohl recht. Der 8. Januar fällt auf Freitag, und an den egten zwei Wochentagen werden schwerlich viele Abgeordnete nach München kommen. In der Form allerdings traf der poetische Versuch des Abgeordneten auf harte Kritik, fast so jart wie der Trab seines Pegasus.
Wucherzinsen. In München macht eine Enthüllung berechtigtes Aufsehen, die der in Konkurs geratene und mi schlichtem Abschied aus dem Heere entlassene bisherige Ober leutnant Böck vom 2. Reiterregiment gemacht hat. Er gal an, Wucherern in die Hände gefallen zu sein, die von ihn 800 000 Mart verlangen, während er in Wirklichkeit mu 100 000 Mark erhalten habe.
† Doppelfelbstmord. Ein Offiziersdrama spielte sich i Frankfurt a. M. ab. In der Wohnung des Leutnants r mann Lamprecht vom 81. Infanterie- Regiment wurde diee und ein unbekanntes Mädchen erschossen aufgefunden.
Lhuchjustiz in Böhmen. Der Gemeindevorsteher r Hermannsdorf in Böhmen wurde das Opfer eines furt baren Racheattes. Die Bauern, die ihn eines ungerech Vorgehens bei der Verteilung von Notstandssubvention beschuldigten, rotteten sich zusammen und prügelten ihn in Knüppeln und Stöcken zu Tode.
Jack, der Aufschlißer" in Newyork. In einer Me rosenherherge in einem verrufenen Winkel Newyorks wurd in Mädchen von einem schwedischen Seemann in ver furch! jarsten Weise abgeschlachtet. Der Unhold verfuhr bei seine cuchlosen Tat genau so, wie es seiner Zeit Jack, der Aur chlitzer" bei den vielen Morden im Londoner Stadtte Whitechapel zu tun pflegte.
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Das Neuefte aus den Witzblättern. Bon der Schmiere. In einem Trauerspiel brid bei der ernſteſten Szene das Publikum in lautes Lach aus. Da erhebt sich der sterbende Held und ruft wütend b der Bühne herab: Ihr Schafsköpfe, das ist doch ei Trauerspiel und keine Komödie!"
Anzeige. Das Restaurant„ Zur Waldecke" empfiel sein ausgezeichnetes Bier und seine vorzügliche Küche. Bie faches Echo; Sonntags achtfaches. Vergaloppiert.... Meine Gnädige, ihre heutig Toilette ist reizend!.. Sie sehen um dreißig Jahr jünger aus!"
Natürlich.„ Was macht ihr zukünftiger Schwieger john, Herr Kommerzienrat?"-- ,, Was wird er machen?! Sein Glück!"
Rasernhofblüte. Unteroffizier:„ Aber Meier sie seufzen ja wie' n Krokodil, das seine Tränen versteuer muß!"
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Doppelter Grund.„ Warum magst du den Mülle eigentlich nicht als Zufünftigen?"„ Nun, erstens hat e ein Auge aus Glas und zweitens schaut er mit der andern Auge am liebsten in's Glas!"
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Zeitungsnotiz. Gestern starb hier Herr Suder! her Erfinder des berühmten Lebensbalsams, 32 Jahre...
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Auch das! Sie:„ Zu meinem neuen Jaquet brauche ic wotwendig auch ein neues Kleid!"- Er:„ Aber liebes Kind Aleider, nichts als Kleider! Hast du denn gar keinen Sin ür etmas Höheres?"- Sie: Für Höheres? O ja, id brauche auch einen neuen Hut!" ( Fl. Bl.)
Aus der guten alten Zeit. Hauptmann( vor de Schlacht):„ Leute, nehmt die Sache nit zu leidyt! De Herr General hat gesagt, daß uns der Feind gar nit rech Dohlgesinnt sein soll!"
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