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Bom 10. deutschen Turnfest in Nürnberg.

Am Montag fand auf dem Turnplaß die Verkündung ber Sieger statt. Abends turnten auf der Bühne die ersten 12 Sieger: eine noch nie gesehene Zusammenstellung der jeßigen Gipfelübungen des deutschen Turnens. Nach den bisherigen Einnahmen des Turnfestes gilt die Hoffnung für nicht unberechtigt, daß das Turnfest ohne Defizit abschließt. Am Sonntag besuchten den Festplag rund 22000 Personen mit Tagestarten, abgesehen von den mit Dauerkarten Versehenen. Auf das an den Kaiser abgesandte Huldigungstelegramm traf folgende Antwort ein: Ausschuß der Deutschen Turner­schaft: Seine Majestät der Kaiser un König haben den Suldigungsgruß der zum 10. Deutschen Turnfest versammel­ten Turner gern entgegengenommen und lassen allen Be­teiligten bestens danken. Auf Allerhöchsten Befehl:

Der geheime Kabinettsrat J V.: von Valentini." Wie faum anders erwartet werden fonnte, haben die Turner in der Vaterstadt Hans Sachs' eine Begrüßung in poetischer Form gefunden.

"

Den Hessen rief man zu:

Heran Ihr Turner aus Hessenland, Wir haben's noch nicht vergessen, Wie Ihr Euch 70 mit starker Hand Und wehrhaft im Felde gemessen.

Auch im Bayernlande, da lebt sich's gut, Herein in die Stadt, Du Junghessenblut, Bu frisch, froh, freiem Vollbringen!"

zu beziehende Beitfaden zur Vorbereitung auf die Meister prüfung." * Die Burschenschaft Germania" an der hiesigen Universität feiert morgen, am 24. Juli, im Philo sophenwald ihr 52. Stiftungsfest.

** Preisgekrönt kehrt unser Turner Carl Müller heute abend vom X. großen deutschen Turn­fest aus Nürnberg zurück. Unter den über 1400 Wett­turnern hat er sich einen 37. Preis errungen. Hart war die Arbeit, drum sei ihm heute abend bei dem nach Steins Garten angesetzten Kommers auch durch zahlreiches Erscheinen der Turner und Turnfreunde Gießens gezeigt, daß man sein Ringen und seinen Erfolg zu schäßen weiß.

*

*

Das 1. Volks- und Jugendfest der 4 vereinigten Wohltätigkeitsvereine, welches am 2. Aug. stattfindet, wird, sofern nur gut Wetter ist, viel Publi­fum nach dem Philosophenwald wandern lassen. An­gemeldet wurden 1668 Kinder, eine Zahl die ergiebt, daß das Fest großem Interesse begegnet.

* Das städtische Freibad an der Lahn, welches nunmehr seit 8 Jahren besteht, wurde benutt 1900 mit 30 255 Bäder, 1901 mit 40872 Bäder, 1902 mit 23 177 Bäder. In diesem Jahre wurde die Anstalt am 23. Mai eröffnet und wurden während des Restes dieses Monats 2560 Bäder darin genommen. Im Monat Juni badeten schon 7160 Personen. Die stärkste Frequenz hatte das d. Is. an denen 2900 Bäder genommen wurden.

Die Berliner wurden mit folgenden Strophen begrüßt: Freibad an den bisher 3 heißesten Tagen 2. 3. u. 4. Juli

Im Jahre Eintausend achthundert und elf Da hat in Berlin begonnen

Die edle deutsche Turnerei,

Die heute ganz Deutschland umsponnen. Was auf märkischem Sand Vater Jahn gefäet Ist herrlich und schön aufgegangen,

Und seine Jünger ziehen heute einher In der Kraft und Schönheit Prangen!

Willkommen! Berliner, nicht mehr Süden und Nord, Nicht Preußen und Bay rn und Schwaben, Die einander entgegen! Das haben wir Seit Anno 70 begraben."

An die Düsseldorfer Turner:

Es wallt einher von den Ufern des Rheins,

Von den sonnigen Hügeln, von den Bergen des Wein&! Von dem Lande des Sanges, von den Stätten der Lust Mit nervigem Arm und gehobener Brust.

Auch hier gibt es Dome, auch hier giebt es Schänken, Die der lechzenden Seele und Kehle gedenken.

Doch was wäre der Main und was wäre der Rhein, Flöß nicht auch die Nürnberger Begnig hinein! Es einigt uns nicht nur das Stromgebiet,

Es eint uns das Denken, das Turnen, das Lied! Herein jezt zum Tore, und auf allen Wegen Schall Euch fröhlicher Zuruf und Willkomm entgegen."

Die Turner aus Westfalen begrüßte man: , Glückselig, dessen Arm umspannt, Ein Mädchen aus Westfalenland! So flingt es längst im Liede. Wer der Westfalen Händedruck spürt, Dem wird das Herze auch gerührt! Denn das geht zu Gemüte.

Drum seid gegrüßt in Nürnbergs Bild, Herein mit Jubel und Klingen, Aus roter Erde fernem Gefild, Laßt herzliches Willkomm Euch bringen." Die Desterreicher wurden wie folgt bewillkommet: Es ist zwischen uns ein Grenzpfahl gerammt, Ein Grenzpfahl trennt teine Herzen!

"

Das deutsche Herz, es schlägt und flammt In Freuden gleich, gleich in Schmerzen.

Nichts trennt uns im Liede, in Schrift und in Wort, Im deutschen Ringen und Streiten,

So war es bis jeßt, so bleibt es hinfort, Bis in die fernsten Zeiten.

Und wo noch die deutsche Zunge im Fluß, Sei's hier im Reich oder draußen, Da soll ein Gut Heil! als Turnergruß Empor in die Lüfte brausen!"

Lokales.

Gießen, 23. Juli 1903. ** Die Landgräfin von Hessen kaufte vom Frhrn. v. Drieskau dessen Gut Hof Rethers.

* 8 weite Rammer. Abg. Dr. David hat eine Anfrage, betreffend die polizeilichen Maßnahmen gegen die ausgesperrten Maurer in Mainz, an die Großh. Regierung gerichtet.

** Freiwillige. Die 6. Feldhaubiz- Battererie 2. Nass.- Feldartillerie- Regiments Nr. 63 stellt noch zwei­jährig Freiwillige zum 15. Oftober d. Js. ein. Schuster, Sattler, Schneider bei Zulage bevorzugt. Bei der General­musterung bereits ausgehobene Leute fönnen nicht berücksich­tigt werden. Bewerber wollen sich unter Vorzeigung ihres Meldescheins ev. schriftlich melden in Mainz, Löwenhoffaserne. H. K. Meisterprüfungen im Handwerk. Wie im vorigen Jahre so finden auch in diesem im Laufe des Monats August wieder die gesetzlichen Meister prüfungen statt, es haben sich bereits eine größere Anzahl Prüflinge gemeldet. Die Erkenntnis der Wichtigkeit der Ablegung dieser Prüfung bricht sich in erfreulicher Weise Bahn, zumal sicher anzunehmen ist, daß die größeren Verwaltungen immer mehr dazu kommen werden, bei Arbeitsvergebungen die geprüften Handwerksmeister in erster Linie zu berück­sichtigen. Die Anmeldungen sind in Oberhessen an Herrn Baumeister L. Traber zu Gießen zu richten.- Als Anleitung für den theoretischen Teil der Prüfung( Gewerbe­ordnung, sozialpolitische Gesetzgebung, Gewerbegericht, Buch führung und Wechsellehre) dient in äußerst praktischer Weise der vom Sekretariat der Handwerkskammer in Darmstadt

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** Von der Großh. Staatsanwaltschaft Gießen werden steckbrieflich verfolgt: Kutscher W. Gerner aus Coburg wegen Unterschlagung; Kaufmannsgehilfe Hugo Reiß aus Bobenhausen wegen Unterschlagung; Dachdecker Matthäus Fröhlich aus Aschaffenburg wegen Betrugs; Ar­beiter Fr. Lang aus Ranstadt wegen Bedrohung; Schuh. macher Fr. Reichard, gen. Mihm, aus Tann wegen Dieb. stahls; Schirmflicker Ferd. Unger aus Wilhelmsthal und Jos. Wagner, Eheleute aus Mühlhausen wegen Mordver­suchs, bezw. Körperverlegung; Heinrich Wizel aus Frankfurt a. M. und Helene Hinter, geb. Ranzelsberger, aus Weidholz wegen Diebstahls i. w. R.; Prostituierte Henriette Fit aus Kaiserslautern wegen Betrugs c. und Militärsträfling Lud­wig Hesse wegen Strafvollstreckung.

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Ein Höhlenbewohner und Hamster in Menschengestalt. Eine Verhaftung mit Hindernissen mußte gestern Mittwoch Nachmittag hier in Gießen vorge­nommen werden, indem sich ein stellenloser Küfergeselle schon ca. 14 Tage in einem unter der Wirtschaft zur Liebigshöhe b findlichen, nur 1 Meter hohen und ca. 20 Meter langen Kellerchen versteckt aufhielt. Dem Wirt dortselbst wurden in lezter Beit öfters Nahrungsmittel gestohlen, er fam zu der Ueberzeugung, daß sich ein Dieb im Hause aufhalten müsse. Troß Aufforderung des anwesenden Schußmannes aus seinem Verstecke herauszukommen, leistete er feine Folge, es wurden deshalb mehrere Soldaten zur Verfügung ge­stellt, die sich, auf dem Leibe friechend, in die Versteckhöhle begaben und denselben, da er heftigen Wiederstand mittels Tretens leistete, mit einer Leine in das Freie beförderten. In seinem Besize befand sich noch ein Faß Bier von 20 Liter, eine große Korbflasche mit Apfelwein, 1 Seite Speck, 32 Eier, 2 Laibe Brod und 1 Korb mit Waffeln. Sämt liche Sachen waren gestohlen und gehörten teils dem Wirt selbst, sowie dem Wirt Schultheiß zum Schüßenhof. Die Waffeln wurden dem Waffelbäcker auf dem Schützenfestplatz

gestohlen.

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Viehmarktbericht. Der Viehmarkt in dieser Woche hatte einen Vorrat von ca. 1200 Milchfühe und fette Rinder 240 Kälber und 220 Stück Gangvieh. Der Handel war im allgemeinen nicht so flott als man bei dem Futter­reichtum erwartet hatte. Fette Rinder waren zahlreich am Markt so daß das Angebot größer als die Nachfrage in dieser Viehgattung sich gestaltete. Es gab einen recht ruhigen Handel und konnten die Gießener Rindsmegger ihren Bedarf eine Kleinigkeit billiger decken als sonst. Dieselbe Tendenz zeigte der Kälberhandel. Frankfurt, Wiesbaden und Bad­Nauheim machten den Markt und war auch für diese Ware ein kleiner Preisrückschlag bemerkbar, besonders in Mittel­und geringer Ware. Aeltere Abmelkfühe, worin ein Pöstchen zu haben war, fanden nur überaus Begehr. Die Käufer für diese Ware blieben unseren Märkten in der letzten Zeit fern. Die Auffahrt in Gangvieh war sehr stark; 2 Trans­porte aus Bayern wiesen sehr schöne und starke Paare auf, doch fehlte es auch im Ochsengeschäft an dem richtigen Bug. Was gehandelt wurde blieb in der Provinz Oberhessen und in den umliegenden preußischen Kreisen. Der Markt blieb übrigens in allen Viehgattungen, wenn auch unerheblich, Behandelt wurden: per Stück Milchkühe überſtändig. 1. Sorte 400-500 Mark, 2. Sorte 320-375 Mt., 3. Sorte 250-300 Mark, Abmeltkühe 200-220 Mt.; pro Ctr. Schlachtgewicht: fette Rinder 1. Qualität 65-67 Mt., 2. Qualität 62-64 Mt, Kälber 1. Sorte 65-70 Mt., 2. Sorte 58-62 Mt., 3. Sorte 54-56 Mt. Fahrochsen pro Paar 1. Sorte 850-900 Mt., 2. Sorte 750-820 Mt., 3. Sorte 675-725 Mt. Nächste Markttage 4. und 5. August d. Js. Am zweiten Markttag auch Krämermarkt. Für Radler dürfte folgende heitere Episode, welche uns von einem Freund u. Bl. mitgeteilt wird, von Interesse sein. Auf eine geradezu geniale Weise hat es ein Einwohner im Braunschweigischen verstanden, mehrere Leute, die ihm einen Bubenstreich gespielt hatten, ihrer verdienten Strafe zuzuführen. Der Herr fuhr mit einem Motorrade von Braunschweig nach Hildesheim, unterwegs erregte er, ohne im geringsten dazu Veranlassung gegeben zu haben, das Mißfallen mehrerer Feldarbeiter, und diese begannen alsbald ein Steinbombardement auf den Radfahrer. Unglücklicher­weise traf ein scharfer Stein einen Luftreifen des Rades, so­daß dieser zerriß und dem Rade der Lebensodem ausging. Der Fahrer versuchte zunächst die Namen der Uebeltäter fest­zustellen, begegneta dabei aber nur Hohn und Spott, und so beschloß er, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Er begann also ruhig sein Flickmaterial auszupacken, um den

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Reifen zu reparieren. Dies erregte nun die Neugier der Arbeiter, und es dauerte nicht lange, so umstanden sie ihn alle, um der für sie interessanten Manipulation zuzusehen. Der Radfahrer zeigte auch gar keinen Groll mehr, sondern unterhielt sich ganz freundlich mit den Missetätern, und schließlich waren alle in solcher Harmonie, daß der Radfahrer mit seinem Vorschlage, ein schönes Gruppenbild von den Leuten aufzunehmen, allseitigen Beifall fand. Der Knips­apparat wurde in Tätigkeit gesezt und man trennte sich end­lich mit dem Gefühle gegenseitiger Hochachtung. So weit war nun alles gut, und die biederen" Landbewohner warte­ten mit Spannung auf die il nen versprochenen Photographien. Ihre Geduld sollte auch auf teine zu lange Probe gestellt werden, denn alsbald wurde ihnen das wohlgelungene Bild präsentiert, zu ihrer größten Ueberraschung aber von dem zuständigen Gendarmen, der damit gleichzeitig eine freund­liche Einladung verband, demnächst dem Herrn Amtsrichter einen furzen Besuch abstatten zu wollen. Die Gesichter der Betroffenen sollen bei dieser Gelegenheit weit länger gewor­den sein, als auf dem heiteren Gruppenbilde zu sehen war. Hier tann man getrost sagen: Der Knippsapparat bringt es an den Tag!

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? Lang- Göns, 22. Juli. Dem Landwirt und Fuhr­mann Conr. Müller 26. ging gestern vom hiesigen Güter­schuppen sein Pferd mit beladenen Wagen durch. Er saß auf dem Wagen und fonnte sich durch Abspringen retten, hat aber dabei einige Verlegungen erlitten. Herr Dr. Reiff, welcher sofort zur Stelle war, nahm den Verband vor.

Gambach. Der vor Kurzem gegründete Turnverein hat bereits 100 Mitglieder. Den Vorsitz führt Herr Lehrer Schmidt. Nidda. Dieser Tage wurde hter ein Zweigverein des Deutschen Flottenvereins gegründet, dem sofort 100 Mitglieder beigetreten sind.

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Butzbach. Unsere Turner schickten aus Nürnberg folgendes Telegramm: Musterriege 4 bis 5 Puntte. Gut bis sehr gut. Gut Heil!"

(!) Buzbach. Die Kommission zur Abschäzung der Hagelschäden, die das Unwetter am vorbergangenen Sonntag brachte, weilt bereits hier und hat ihre Tätigkeit begonnen. Außer der hiesigen Gemarkung sind noch Hagelschäden ge­meldet von Gambach, Griedel, Holzheim, Grüningen, Dorf Gill, Trais- Münzenberg, Nieder- Weisel, Hoch- Weisel, Fauer­bach v. d. H. und Hauſen.

* Flensungen. Karl Reiz und Konrad Horst wurden als Wiesenvorstandsmitglieder unserer Gemeinde eidlich ver­pflichtet.

* Alsfeld, 22. Juli. Der neugegründete Geflügelzucht­verein beabsichtigt am 10. Oftober d. Js. eine Geflügel­ausstellung abzuhalten. Ausstellungsberechtigt sind nur Vereinsmitglieder.

** Ettingshausen. Vom Tode erstanden(!) ist der 35jährige Wagner Johann Schmidt Er war mit einem Begleiter Kirschen pflücken gegangen, stürzte vom Baum und blieb bewußtlos liegen. Der Begleiter hielt den Verun­glückten, der nach verzweifeltem Schütteln fein Lebenszeichen von sich gab für tot und lief ins Dorf, die Schreckensnach­richt verkündend. Ein Wagen jagte alsbald nach der Un­glückstelle um den vermeintlichen Toten zu holen; dieser aber hatte unterdessen das Bewußtsein wieder erlangt nnd be­gegnete dem verbüfften Lenker des Totenwageng."

Marburg, 21. Juli. Der hiesige nationalliberale Verein hat einstimmig beschlossen, bei den im Herbst stattfindenden Landtagswahlen einen eigenen Kandidaten aufzustellen.

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Frankfurt a. M., 22. Juli. Ein Deserteur des 81. Infanterie- Regiments dahier, Namens Fischer, wurde in Paris bei einem Einbruchsdiebstahl festgenommen. Auf dem Paulsplage wurde mit den Fundamentierungsarbeiten zum Einheitsdenkmal begonnen.

*+* Mainz. Der Bund der Gastwirte hat u. a. eine Resolution angenommen, daß den Angestellten in Gastwirtsgewerbe ein freier Tag von mindestens 16 Stunden gewährt werden soll.

[:] Darmstadt. Der Vorsitzende und Ehrenpräsident des Gastwirtevereins, Herr Reinemer, wurde zum Ehrenmitgliede des Deutschen Gastwirtbundes ernannt. Der Direktor der Sterbefasse, Herr Haust, erhielt die goldene Bundesmedaille.

Brieffaften.

F. Neustadt. Besten Dank für Ihren Hinweis; Sie sehen also, daß diese Herren auch mitunter sehr grobe Fehler stehen lassen. Wo brauchen wir ein Theater für 11000 Personen, Gießen hat doch nur alles in allem nahe 28000 Seelen. 1100 muß es natürlich hei ßen.

Marktbericht.

Gießen, 23. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt tosteten Butter Enteneter per Pfd. 1.00-1.10 mt., Hühnereter 6-7 fg., St. 6-7 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar . 1.00-1.20, Hühner per Stüd Mt. 1.20-2.20, Hahnen, per Stüd Mt. C.70-1.60, Enten per Stüd 2.00-2.20, Gänse p. Bid, 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pfg. Schweine­fleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 Kilo 950-10.00 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 9.00-10.00, Kirschen per Pfund 30-54 Pfg. Milch per Liter 18 Pfg.

Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein; für das Lokale, den Gerichts." und" Oeffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( vorm. Wilh. Keller), Gießen.

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