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heit wieder einmal erschienen ist, gegen den Entwurf, der die deutsche Industrie start schädige. Es sei Zeit, zu sagen: Deutscher Michel, wach auf! Sein Fraktionsge nosse Dr. Pichler stellt einen Zwischenantrag auf Ver­tagung der Beratung; die Abstimmung hierüber wird aber bis zum Schluß der Beratung ausgesezt. Im Verlaufe der Sigung schildert Staatssekretär Graf Posadɔwsky die Gefahren der Zündholzfabrikation und betont aus­drücklich, daß eine Entschädigung für sozialpolitische Ge sebe nicht gewährt werden könne, weil sonst die ganze So­zialpolitik zum Stillstand kommen würde. Niemand habe ein Recht auf eine der Volksgesundheit schädliche Fabri­lation. Das Gesez wurde nach kurzer Debatte mit gro­ğer Mehrheit angenommen.

Hof und Gesellschaft.

*** Der Kaiser hat sich zur Jagd nach der Wartburg begeben. Unterwegs stattete er dem jungen Herzog von Sachsen- Koburg- Gotha einen Besuch ab. Nach Nach­cichten aus Rom wird Kaiser Wilhelm am 2. Mai um 4 Úhr 40 Minuten auf dem Wege über den St. Gotthard bort eintreffen.

*** Der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich un­ernahmen von Neapel aus einen Ausflug nach dem V2­sub. Die Prinzen hatten vorher in Gemeinschaft mit der königin von Portugal die blaue Grotte auf der Insel Capri besichtigt.

*** Der König von England ist von Syrakus aus mit seiner Yacht nach Neapel gegangen, wo er bis zum 27. d. Mts. verbleiben wird. Von dort begibt er sich nach Rom.

59. ing.

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Preussischer Landtag.

Haus der Abgeordneten.

Eigener Bericht. Einkommensteuergeseß- Novellen.- Die heutige Tagesordnung enthielt nur einen Punkt, ber auf allgemeines Interesse Anspruch machen könnte. Von den Abgg. Kirsch( 3tr.) und v. Wenzel( kɔns.) werden zwei Novellen zum Einkommensteuergesez bean­tragt. Ersterer will die Gemeindeabgaben, legterer Land­wirtschafts-, Handels-, Handwerfs- und Gewerbekam­mer- Meliorations- und Entwässerungsgenossenschafts­und landschaftliche Tilgungsbeiträge bei der Einkom­mensberechnung abzugsfähig machen. Vom Regierungs­tisch werden jedoch Bedenken laut. Es gehe nicht an, so führt der Generalsteuerdirektor aus, daß die Staats. finanzen beeinflußt werden von den Steuerbedürfnissen der Kommunen, die sich die Abzugsfähigkeit bald zu nuẞe machen würden. Diese Frage könnte nur im Rah­men einer Revision der Einkommensteuer gelöst wer­den. Für den Antrag Wezel sprächen allerdings wirt­schaftliche Gründe; läßt man solche maßgebend setn, so würde es sich vielleicht empfehlen, die Förderung all­gemeiner zu fassen. Vorher wurde der Gesezentwurf betr. die Ausdehnung der Ablösbarkeit von Reallasten in Schleswig- Holstein in der ersten Lesung erledigt, ebenso die zweite Lesung der Sekundär- Bahn- Vor­lage.

Nab und Fern.

Der lleinste Soldat. Gelegentlich der Anwesenheit des Kaisers in Gotha bezw. Schloß Friedenstein wur­de dem Monarchen auf besonderen Befehl der kleinste Soldat des in Gotha garnisonierenden 1. Infanterie­Btaillons Nr. 95 in feldmarschmäßiger Ausrüstung vor­gestellt. Dieser Soldat, der Dekonomiehandwerker Piet­sche, mißt 1,52 Meter. Durch diese Vorstellung sollte dem obersten Kriegsherrn erkenntlich gemacht werden, wie biel der schwächste Soldat an Ausrüstung zu tragen im stande ist.

(!) ,, Hochfliegende" Pläne aufgegeben hat Graf Ferdi­nand Zeppelin, der bekannte Erfinder des großen ,, lent­baren" Luftschiffs, das auf dem Bodensee in einem schwimmenden Dock verankert ist. Graf Zeppelin hat sich nunmehr entschlossen, seine Bemühungen um die Konstruktion eines lenkbaren Ballons aufzugeben und das noch vorhandene Material zu veräußern. Die Ver­suche haben mehr als eine Million Mark gekostet, wɔzu Graf Zeppelin wohl mehr als die Hälfte beigetragen hat; bei den drei Fahrten über den Bodensee hat sich nach den Berechnungen des Prof. Hergesells zwar eine Geschwindigkeit von neun Meter in der Sekunde er­geben, doch waltete über ihnen ein bedauerlicher Un­stern, so daß sie stets nur kurze Zeit dauerten und ein endgiltiges Urteil über das System nicht zuließen.

= Die Schrecken der Seefahrt. In der sogenannten Kaiserfahrt zwischen Stettin und Swinemünde gewährt ein infolge des letzten Sturmes gefentertes Fehrzeug einen schrecklichen Anblick. Der Mast ragt um ungefähr drei Viertel seiner Höhe aus dem Wasser. In der Mast­spiße hatte sich ein Mann der Besaßung zu bergen ge­sucht. Dem Dampfer ,, Merkur", welcher den Mann zu retten versuchte, gelang das Rettungswerk des hohen Seeganges wegen nicht. Inzwischen ist der Mann, der sich festgebunden hatte, erfroren und hängt als Leiche am Mast. In den Stürmen der letzten Tage sind an der pommerschen Küste allein fünf Tolkemiter Schu­ner gestrandet, die von Pillau nach Rügen bezw. Born­holm in See gegangen waren, wobei die aus drei Personen bestehende Besagung eines derselben umfam. Zwei andere gleichzeitig von Pillau abgegangene Tolke­miter Echuner werden noch vermißt.

)( Gewaltige Schadenfeuer werden aus Galizien ge­meldet. In dem Vorort Zastacie der Stadt Grodek wur­den durch eine Feuersbrunst über 60 Häuser einge­äschert. Noch furchtbarer aber wütete das verheerende Element in Lanczyn. Dort fielen ihm nicht weniger als 300 Häuser zum Opfer. Bei dem heftigen Sturme war an eine Rettung der Baulichkeiten nicht zu den­fen. Ob Menschenleben zu beklagen sind, steht bisher noch nicht fest.

Eine Lasterhöhle wurde in Budapest ausgehoben. In einem Café veranstalteten ältere Herren, von denen einige im öffentlichen Leben der ungarischen Hauptstadt eine bedeutende Rolle spielen, Zusammenkünfte mit jun­gen Leuten und feierten die widerlichsten Orgien. Die

jungen Leute, die sich alle Mädchennamen bellegten, zogen Frauenkleider an, schminkten und parfümierten sich, und es wurde bis in den späten Morgen getanzt. Einem Detetfiv gelang es, sich in die Gesellschaft einzuschleichen, wo er den Namen Ella" erhielt. Der Kellner ,, Fräulein Niobe", gab den neuen Mitgliedern Unterricht. Die Pɔ­lizei drang gerade in dem Moment ein, als die Niobe einen obszönen kupletvortrag zum besten gab. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen.

)-( Die Mafia in den Vereinigten Staaten. Die sizilianische Verbrechergesellschaft der Mafia, der man in ihrem Vaterlande in letzter Zeit ziemlich energisch zu Leibe gegangen ist, hat sich nach Mitteilungen aus Newyork ein neues Herrschaftsgebiet in den Vereinigten Staaten geschaffen. Wegen Mordes an einem ,, Verräter" ist der Chef der Newyorker Mafiosen verhaftet worden. Aus bei ihm aufgefundenen Dokumenten geht hervor, daß die Mafia ihre Verzweigungen über die ganze Union erstreckt. In den letzten vier Jahren wanderten 180 000 Sizilianer in den Vereinigten Staaten ein, und viele Tausende von ihnen traten der amerikanischen Mafia bei.

Schnepfenfang in der Stadt. In Köln wurde mitten in einer der belebtesten Straßen eine Waldschnepfe auf­gehoben, die wahrscheinlich beim Durchzug gegen die Te­legraphen- oder Telephondrähte geraten war. Die Schnepfe lebte noch, ward einem Tierfreund verkauft und soll sich jezt in einem Käfig ganz wohl befinden. Ob sie sich aber lange halten wird, ist eine andere Frage. Vor einigen Jahren flog einem Berliner Gastwirt eine Schnepfe direkt or seine Küchentür. Eie ward noch am selben Tage dem Zoologischen Garten übergeben, berendete aber nach einiger Zeit trotz aller Pflege.

Bunte Chronik. Aus Frankreich a. M. wird gemeldet Daß in Buzbach unter Mannschaften der zweiten Kom­pagnie des dort garnisonierenden Bataillons des 168. Infanterieregiments Genickstarre ausgebrochen ist.

In der Umgegend von Gleiwig wurden vier bei den ezten Schneestürmen erfrorene Personen unter Schnee­vehen aufgefunden.

Wegen eines an einem 12 bis 13jährigen Mädchen jegangenen Sittlichkeitsverbrechens wurde in Neu- Hal­jensleben der Arbeiter Damoisi verhaftet.

Zwei gefährliche Schwindler, namens Büschen und Walker wurden in Frankfurt a. D. festgenommen. Beide hatten in mehreren dortigen Geschäften den bekannten Tric angewandt, wobei der eine der Gauner für eine gekaufte Kleinigkeit ein zwanzigmarkstück auf den La­Dentisch legte, während sein komplize den herausgezahl­ten Betrag und blizschnell auch das Goldstück an sich nahm.

Das deutsche Konsulat in Havana veranlaßte die Festnahme eines Hochstaplers, der Santos Basquez heißt und auch mehrere deutsche Firmen empfindlich geschädigt hat. Der Gesamtbetrag der von dem Betrüger erbeuteten Summen beläuft sich aus 2 Millionen Franken.

Zwischen der Marconi- Gesellschaft und Kopenhage­ier Finanzleuten wurde die Uebereinkunft getroffen, ine drahtlose telegraphische Verbindung zwischen Schott­and und Island herzustellen.

- Jm Gebiete von Semiretschenst( Gouvernement Tur­testan) fand ein Erdbeben statt, dem ein starkes Getöse poranging.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Soldatentragödien. Das Verfahren wegen Mordver­suchs an seiner Geliebten, welches seit einiger Zeit gegen den Unteroffizier Degen von der 2. Schwadron des in Kassel garnisonierenden Husarenregiments Nr. 14 anhän­gig war, ist nunmehr seitens des Kriegsgerichts der 2 Division in der Berufungsinstanz definitiv eingestellt wor­den. Das Dienstmädchen Homel, das den Angeklagten be­kanntlich beschuldigt hatte, er habe sie gelegentlich der Rückkehr von einer Festlichkeit am Justizgebäude in Kassel von der hohen Böschung hinab in die Fulda geworfen, hat jetzt vor Gericht zu Protokoll gegeben, daß sie infolge eines Schwindelanfalles selbst in den Fluß gestürzt sei. Der Giftmordprozeß gegen den Unteroffizier Karnowski von der 7. Kompagnie des in Bromberg stehenden In­fanterieregiments Nr. 34 wird voraussichtlich am 13. und 14. Mai cr. vor dem Oberkriegsgericht des II. Armee­torps( Stettin) im Kriegsgerichtssaal zu Bromberg zur Verhandlung gelangen.. wurde vom Kriegsgericht der 4. Division wegen Giftmordes, begangen an dem unehe­lichen Kinde seiner Geliebten, zum Tode verurteilt und hatte gegen dieses Erkenntnis Berufung eingelegt.- Die Kindesmörderin Bode aus Wülfel wird sich demnächst in Gemeinschaft mit ihrem Geliebten, dem Füsilier stobbe vom Infanterieregiment Nr. 73, vor dem Schwurgericht in Hannover zu verantworten haben. Während die Bode geständig ist, ihr 14 Tage altes Kind im Bett mit den Kissen vorsäßlich erstickt zu haben, bestreitet Robbe jede Mitschuld seinerseits.

§ Teilweise Begnadigung. Wegen Verausgabung von falschen Zweimarkstücken, die ihr Ehemann, der frühere Assistent an der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Hildesheim, Dr. phil. E. v. Wedelstädt, angefertigt hatte, wurde, wie erinnerlich, Frau Elfriede v. Wedelstädt vom dortigen Schwurgericht zu zwei Jahren Zuchthaus verur­teilt. Diese Strafe ist jetzt im Gnadenwege in ein Jahr Gefängnis umgewandelt worden. Dr. E. v. Wedelstädt kam damals unter Zubilligung mildernder Umstände mit einem Jahr Gefängnis davon.

Kleine Gerichts- Chronik. In dem nächsten Termin in Wiesbaden über den bekannten Sektstreit bei der Taufe der Kaiserhacht Meteor" wird Herr v. Hol­leben, der frühere deutsche Botschafter in Washington, als Zeuge erscheinen.

- In Berlin wurde die Kupplerin Marie Bredow zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Sie hielt ein Ab­steigequartier, in dem Lebemänner mit jungen, teilweise noch nicht vierzehnjährigen Mädchen unerlaubten Ver­kehr pflogen.

-- Der zum Tode verurteilte Altonaer Doppelmörder Speck hat Revision gegen das Urteil eingelegt. Er ver­sucht, auf diese Weise die Vollstreckung hinauszuschieben, da an eine Abänderung des Urteils nicht zu denken ist.

- In Thorn begann vor dem Schwurgericht der Pro­zeß gegen die Münzverbrecher Feyerabend und Wagner, die die verschiedensten russischen Wertpapiere gefälscht hat­ten Im Interesse der Staatssicherheit ist die Deffent­lichkeit ausgeschlossen.

Giessener Cagesnenigkeiten.

** Der Großherzog hat die Ernennung des Ober. lehrers an der Realschule zu Alsfeld, Ludw. Schmitt zum Oberlehrer an der Oberrealschule Offenbach zurüdge nommen und denselben in seiner seitherigen Stelle belassen.

* Das Großh. Regierungsblatt Nr. 28 ausgegeben am 21. April enthält:

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I. Bekanntmachung, die Vorbereitung zu den Stellenben diefe ftum der Rechner an der Zellenstrafanstalt Bußbach und am ligen fondern mit Landeszuchthaus Marienschloß betreffend. Vom 18. April 1903 h ausgeführten Be Justiz Nr. 10 vom 17. April enthält ein Ausschreiben bertaufigen Schap, fi an die Großh. Justizbehörden, insbesondere die Großbetern erhalten, de

Das Amtsblatt Großh. Ministeriums der

Amtsgerichte und Notare, betr. den Stempel für öffentliche Urkunden über die Anerkennung der Vaterschaft.

Warnung für Radfahrer. Vergangenen Sonntag Abend kehrte ein müder Radler zu Grürberg bei Wirt Theiß ein, um sich durch einen fühlen Trunk zu stärken. Sein Stahlroß lehnte er an das Wirtshaus. Nad faum einer halben Stunde wollte der Radler sein Stahlroj wieder besteigen, zu seinem Entsetzen bemerkte er aber, daß ihm ein Lump, anders kann man den Betreffenden nicht nennen, den Mantel mit Schlauch quer durchgeschnitten hatte. " Kommt zum Turnen!" rief einst Vater Jahn und dieses Wort wollen wir auch der Schule ver

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lafsenden Jugend, sowie allen, die der Turnerei noch fern dann auch jener stehen, zurufen. Die Turnvereine treten mit der dringenden Stoff zu ihren&

Bitte an die Eltern wie auch an die Herren Lehrmeister heran, den jungen Leuten den Besuch der Turnstunde nicht nur zu gestatten, sondern sie selbst dazu anzuhalten.

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** Besizwechsel. Herr Kaufmann Gustav Sonnd, was leider v

Abermann das Ecke der Sonnen- und Schulstraße be findliche Geschäfts- und Wohnhaus zur Sonne" für 82 500 Mart.

Aus Hessen und nachbargebieten.

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Lollar.[ Bürgermeisterwahl und Wasserleitung im Rahmen der Poesie]" Ein the Brozesses i gesandt. Der Frühling ist erwacht; schwellende Knospen, sprie Bende Saaten, grünende Hügel, prangende Matten wo hin das Auge blickt. Für den Menschen ist dieser Beitpunft ein lang- und heißersehnter, davon zeugen zur Genüge die zahl- und empfindungsreichen Lieder, welche ihrer Sehnsucht bereden Ausdruck verleihen und ebenso die vielen jubelnden und jauchzenden Lieder, mit denen sie das endliche Erscheinen desselben begrüßen. Wohl weitaus die meisten jener Lieder sind entstanden zur Zeit, da Mutter Erde noch Männer trug wie Uhland, Arndt, Freiligrath und wie sie alle heißen, die Sterne, die zu jener Zeit den litterarischen Himmel übersäten, überstrahlt von dem unverzüglichen Zweigestirn eines Göthe und Schiller. Seitdem haben schwarzen Wollen jenen Himmel überzogen, nur hier und da blizzt wohl noch mal ein Sternlein auf, ohne jedoch so zum Durchbruche zu kommen, wie ehedem. Mit einem Göthe und Schiller ist halt auch Frau Muse zur Ruhe gegangen und wenn auch zuweilen ein schüchterner Dilettant sie rüttelt und schüttelt, so vermag er ihr doch blos Lieder, die leider nur allzu wehmütige Er - ich meine nämlich an verblichene innerungen erwecken, Meister, abzuringen. Ja, fast will es scheinen, als wenn die fortschreitende Entwickelung der Technit verbunden mit dem ungleich schwerer werdenden Kampfe ums Dasein und jenem sich immer steigernden Hasten und Drängen nach Reichtum und Glück und denen daraus entstehenden prosaischen Sorgen, die Poesie ganz zu ersticken drohe.-- Doch diese Befürchtungen sind ziemlich unbegründet, das beweisen schon die jüngsten Produkte zweier Musensöhne Lollars", die ihrer gerade zu unheimlich raschen Aufeinanderfolge die ganze Bürgerschaft genannten Ortes und noch weiterer Kreise in Staunen verseßten, ja, die gewissermaßen Sensation machen. Doch da wäre ich ja nun angelangt.

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Ja, jene Mußensöhne haben es wirklich verstanden die schlummernde Muse auf furze oder lange Zeit dem Schlafe zu entreißen. Wenn ich mir nun die Frage vorlege, in wie­fern ist es ihnen gelungen, so drängt sich mir unwillkürlich der Gedanke auf, daß sie ihr vielleicht einige Worte von einer gewissen Wasserleitung", die ja bekanntlich die indirekte Anregung zu diesen ginealen Schöpfung n dichterischen Schaffensmusterzeit" gegeben haben soll, ins Ohr geraumt haben. Frau Muse mußte nun wohl noch schlaftrunken wie sie war, deren Worte Sinn sich dahin gedeutet haben, daß man ihr drohend zu verstehen gebe, sie bei fortgesetem Be harren in ihrem Zustande mit dem Strahle einer Wasser­leitung Fühlung nehmen zu lassen. Nun wird sie allerdings insofern über diese unliebsame Störung aufgeklärt sein, als sie erfahren, daß man sie nur gebeten, Bate zu stehen b.i jenen poetischen Ergüssen. Doch muß an dieser Stelle auch noch eines Umstandes gedacht werden, nämlich der Verdienste die sich jene Federhelden, die Lollar zu den ihren zählen darf, zweifelsohne erworben haben, der Erstere sogar in zwiefacher Hinsicht. Erstens, wenn er in so rührend fomischer Weise es sich angelegen sein läßt, die sämtlichen für die Bürgermeisterwahl in Betracht zu ziehende Kandidaten einer eingehenden Beleuchtung zu unterwerfen und dabei in gerade­zu schonungsloser Weise, jedwede Moral mit Füßen tretend, die Mängel und Schattenseiten eines jeden einzelnen, ihrer Vorzüge aber mit feiner Silbe erwähnend, aufdeck. Sind die Pillen, die er seinen Landsleuten zu schlucken giebt, auch gleich unverzuckert, so bieten sie doh an der Hand ihrer einem jeden Gelegenheit, diejenigen Eigenschaften, die man wohl nicht gerade zu den guten zählen darf, seines Nachbars im speziellen und seiner Mitbürger im allgemeinen, fennen zu lernen; so weit das erste Verdienst. Das zweite ist eine naturgemäße Folge des ersteren, nämlich, daß er ihnen infolge sein r höchst originellen Carakterschilderungen die " Qual der Wahl", um mit den Worten seines Kollegen zu reden, auf ein Minimum zu reduzieren bemüht ist. Das

Nieder­hause starb heute an den Verlegu ritt eines seiner ** Grünb cats Sigun meifter 8imm meinderäte. Aus erwähnen, daß d relegenheiten der Deten ftattfinden Marburg- E6 möchten und für ie von der Firm mis jur Grriφtur r Renntnisnah uitglied Sehrt auf diesen Blaz *** Frankf Alexander Born briaen Tocht Monat Gefä aber nicht der

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