Rundgebung geantwortet: Er hat den Gemeinderat in rient aufgelöst und den Bezirkshauptmann Bonfioli mit der Besorgung der Geschäfte betraut. Bonfioli ist bereits in Trient eingetroffen. Recht so! Stadtvertretungen sind dazu da, die Interessen der Bürgerschaft wahrzunehmen, nicht aber Politik zu treiben, und am wenigsten, Politik gegen den Staat zu treiben.
Eine weitere Steigerung der Mehreinnahmen gegen das Vorjahr weist die preußische Eisenbahn auf. In den ersten sieben Monaten des Etatsjahres betrug das Mehr nahezu 50 Millionen, und man darf erwarten, daß es schließlich auf über 70 Millionen steigen werde. Da so die Eisenbahnen finanziell nach Wunsch abschließen, können für das neue Etatsjahr auch diejenigen Ausgaben für Verbesserung des Oberbaues und Anschaffungen ohne Gefahr betvilligt werden, welche sich aus Rücksichten der Verkehrserleichterung und der Betriebssicherung empfehlen.
Oefterreich- Ungarn.
A Kaiser Franz Josef hat jetzt dein auf die Trennung des österreichisch- ungarischen Heeres hinzielenden Treiben des ungarischen Parlaments die Quittung erteilt: Er hat an geordnet, daß die verfügbare Mannschaft der drei letzten Jahrgänge der Erſatzreserve und die mit dem 31. Dezember d. Is. zur Reserve übergehenden ungarischen Mannschaften zur aktiven Dienstleistung einberufen bezw. bei der Fahne zurückbehalten werden sollen, soweit. sie zur Ergänzung der borgeschriebenen Präsenzstärke unumgänglich erforderlich sind. Das ungarische Parlament hat bekanntlich die Refrutenaushebung durch Ablehnung der Wehrvorlage unmöglich gemacht. Diese kaiserliche Kabinetsorder wird vielleicht dazu dienen, den Widerstand der Ungarn gegen die Wehrvorlage am ehesten zu brechen.
Rufsland.
* Nicolai II. tut zwar für die Zivilisation seiner eigenen Untertanen herzlich wenig, aber er liebt es, sich als den Friedens- und Schirmherrn aller zivilisatorischen Bestrebungen aufzuspielen. Jezt protegiert er die Vestrebungen, die auf eine Beseitigung des Duells hinauslaufen. Der Infant von Spanien, Don Alfonso von Bourbon, hat vor einiger Zeit an den Zaren die Bitte gerichtet, die Bewegung gegen das Duell in Rußland einleiten zu dürfen. Der russische Botschafter in Wien hat jetzt dem dort weilenden Don Alfonso ein Handschreiben des Zaren überbracht, in dem dieser seiner Sympathie für die Bestrebungen der Antiduellliga Ausdruc gibt. Nunmehr wird Don Alfonso auch in Rußland die Beinegung einleiten. In der Sache wird man nichts gegen die Stellungnahme des Zaren einwenden können. Indessen will uns scheinen, als hätte der Zar dringendere soziale und zivilisatorische Arbeiten zu leisten. Das Duellwesen ist eines der geringsten Uebel, die Rußland drücken.
Die unaufhörlichen Studenten unruhen in Rußland haben jezt zur Schließung der Universitäten in Warschau und Kiew geführt. Das nächste Studiensemester soll um die Zahl der durch die Unruhen verloren gegangenen Tage verlängert werden.
Hof und Gesellschaft.
Zum bevorstehenden Weihnachtsfeste wird der Kaiser seine sämtlichen Kinder um sich vereint sehen, mit Ausnahme des in Ostasien weilenden Prinzen Adalbert. Prinz EitelFriedrich hat seine Studien in Bonn unterbrochen und ist mit seinen militärischen Begleitern gestern in Potsdam eingetroffen, um im Elternhause das Weihnachts- und Neujahrsfest zu verbringen. Auch die Kaiserlichen Prinzen August Wilhelm und Oskar haben aus gleichem Anlasse das Prinzenhaus in Plön mit mehrwöchigem Urlaub verlassen. Der Kaiser erfreut sich fortgeseßt des besten Wohlseins. Vor seiner Abreise von Hannover nach Wildpark hielt er noch im Ritter- und Ballsaale des Schlosses große Frühstückstafel, zu der zahlreiche Einladungen speziell auch an die alten hannoverschen Offiziere, welche bei den drei feiernden Regimentern gedient hatten, an ehemalige preußische Offiziere derselben, an hannoversche Offiziere anderer ehemaliger hannoverschen Regimenter und an die Offizierkorps der drei feiernden Regimenter ergangen waren. Der Kaiser war bei der Tafel heiterster Laune, plauderte lebhaft und trant vielen der in der Umgebung sitzenden alten Herren zu. Nach der Tafel hielt der Kaiser längere Zeit Cercle ab.
Eine elektrische Post.
Rom, 20. Dezember.
Mit begreiflicher Spannung sieht man in allen Kreisen, die direkt oder indirekt an der Schnelligkeit der Briefpostbeförderung ein Interesse nehmen und die sind in unserem Zeitalter des intensiven Verkehrs sehr weit gezogen- den großen Experimenten entgegen, die nach einem soeben eingetroffenen Privatbriefe der Ingenieur Piscinelli in der Nähe der Hauptstadt mit seinem System der elektrischen Post vornehmen wird. Bekanntlich trat Piscinelli vor etwa Jahresfrist mit den: Projekt an die Oeffentlichkeit, die Beförderung von Briefen von Stadt zu Stadt durch kleine elektrische, an Drähten laufende Hängezüge zu befördern, die in kurzen Zwischenräumen mit einer nach Hunderten von Kilometern zählenden Schnelligkeit den schriftlichen Gedankenaustausch vermitteln sollen. Man hielt seinen Plan anfangs für eine Utopie. Selbst die technische Möglichkeit der Ausführung vollkommen zugegeben, sagte man, wer bietet eine Gewähr für die Sicherheit der Sendungen, die allen verbrecherischen Anschlägen frei ausgesetzt sind? Es muß Piscinelli glänzend gelungen sein, alle Bedenken in dieser Hinsicht niederzuschlagen. Denn es hat sich bereits ein internationales Syndifat mit einem vorläufigen Kapital von 3 750 000 Francs gegründet, um seine Erfindung wirtschaftlich auszubeuten. Nur ein Drittel des Kapitals stammt aus Italien, trogdem Marconi, der seit seinem großen Aufschwung der Abgott der Nation ist, warm für Piscinelli eingetreten ist. Der Prophet gilt eben so lange wenig in seinem Vaterlande, bis ihm der Erfolg recht gibt.
Piscinelli wird in den nächsten Tagen hier erwartet, um in großem Maßstabe die praktische Probe auf sein theoretisches Erempel zu machen. Auf freiem Felde will er zwei freisförmige Drahtleitungen aufstellen, jede von vier kilometer Durchmesser, die sich an einem Punkte berühren und die außerdem durch eine Ellipse von 8 Kilometer Durchmesser miteinander verbunden sind. Am Berührungspunkte wird sich die Zentralstation befinden. Rund um den einen Kreis werden die säulenartigen Briefkästen" aufgestellt werden, die die Briefe zur Leitung befördern, und um den andern die Abnahme und Verteilungsstellen. Auf diese Weise wird es
Piscinelli möglich sein, sein System nach allen Richtungen hin zu erproben. Vor allem wird er, da er eine ununterbrochene Linie besitzt, die Geschwindigkeit auf jede beliebige Distanz prüfen können. Er tann seinen Briefwaggon auf unbegrenzte Entfernungen laufen lassen, sei es rings um die Kreise, sei es in der Ellipse. Außerdem werden die Krümmungen dieser Figuren und die verschiedenen Kombinationen, die daraus resultieren, dem Erfinder Gelegenheit geben, so schwierige Kurven zu überwinden, wie sie in der Praxis sich niemals in so hohem Grade finden dürften. Ergibt sich, wie nach allem, was man über den Verlauf der bisherigen Versuche gehört hat, wohl anzunehmen ist, die praktische Durchführbarkeit der Piscinelliſchen Idee, so stehen wir vor einer grundlegenden Reform im Postwesen, deren Tragweite sich noch gar nicht übersehen läßt. Mit Blizesschnelle werden dann die kleinen elektrischen Wagen von Stadt zu Stadt, von Land zu Land sausen und in wenigen Stunden Botschaften und Antworten bringen, deren Austausch sonst ebensoviel Tage in Anspruch nahm. Der bekannte Bauer aus den Witzblättern, der seinem Sohn auf den Rat eines Scherzboldes hin die eilig gewünschten neuen Stiefel schickt, indem er sie am nächsten Telegraphendraht aufhängi und sich nicht wenig wundert, wie nach kurzer Zeit dort schon die alten, defekten hängen, die aber in Wirklichkeit von vorüberwandernden Handwerksburschen stammen, wird dann keine so komische Figur mehr sein.
Aus den Gerichtssaal.
Schweizer Kasernenhofblüten. Daß auch in der„, freien" Schweiz trotz des Milizsystems auf dem Kasernenhofe weidlich geschimpft wird, ergab ein Disziplinarprozeß gegen einen Berner Rekrutenoffizier. In seinem Schimpflerifon befanden sich sogar epochemachende Neuigkeiten, wie verdammtes Roß von Troja" und„ Rindfleischindianer". Die auf diese Weise titulierten Soldaten beschwerten sich, und es erfolgte die Dienstentlassung des betreffenden Offiziers. Man sieht, derartige Auswüchse liegen nicht am System, sondern einzig und allein an der Persönlichkeit.
§ Ein unklarer Fall beschäftigt das Wiener Schwurgericht. Als Belastungszeugin in einem Sittlichkeitsprozeß erschien ein kleines Mädchen, Anna H. Das Kind ist im Jahre 1892 auf einem Felde bei Wien halbverhungert aufgefunden worden. Der Magistrat übergab das Mädchen, das man für neugeboren hielt, einem Ehepaar in Pflege. Bei diesem ist es bis vor kurzer Zeit geblieben, nämlich bis sich herausstellte, daß es bald Mutter sein werde. Da man bis dahin angenommen hatte, die Kleine sei erst elf Jahre alt, so erregte der Fall das größte Aufsehen, doch ergab später die ärztliche Untersuchung, daß sie das dreizehnte Jahr schon überschritten haben müsse. Das Mädchen hatte einen Modelleur P. als seinen Verführer bezeichnet. Der Angeklagte beteuerte dagegen, daß er mit dem Kinde noch nie ein Wort gesprochen habe. Im Hinblick darauf, daß schon über das Alter des Mädchens keine Klarheit herrsche, wurde P. freigesprochen.
Nab und fern.
Neue Unruhen in Kischinew sollen nach Wiener Meldungen aus Anlaß des bevorstehenden Weihnachtsfestes zu befürchten sein. Unter den jüdischen Einwohnern herrsche große Panit. Sie seien überzeugt, daß auf den Schutz seitens der russischen Behörden nicht zu rechnen sei.
A Ein Professor als Hochstapler verhaftet. Großes Aufsehen erregt in Berlin die plötzliche Verhaftung des Professors Dr. Moriz Meyer und seiner Ehefrau. Der 60jäh rige Professor, der früher als Publizist einen großen Rus genoß, hatte sich vor zwei Jahren mit der zwanzigjährigen Tochter eines Krankenwärters verheiratet, die bis dahin auf Varieteebühnen auftrat. Das Ehepaar hielt offenes Haus für die Berliner Lebewelt und setzte sich auf schwindlerische Weise in den Besitz der dazu gehörigen Mittel. Turch die Meyerschen Eheleute sind viele große Berliner Geschäfte arg geschädigt worden.
Im Kampfe um den Kopf. Der zum Tode verurteilte Luftmörder Teßnow, dessen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens kürzlich von der beratenden Straffaumer, des Landgerichts in Greifswald abgelehnt worden war, hat gegen diesen Beschluß in letzter Stunde Beschwerde erhoben. Die Angelegenheit wird daher noch das Oberlandesgericht in Stettin beschäftigen. Der 23jährige Tischlergeselle Ludwig Teßnow ist bekanntlich vom Schwurgericht in Greifswald des vierfachen Lustmordes für überführt erachtet und deshalb zweimal zum Tode verurteilt worden. Seine Hinrichtung, zu der schon alle Vorbereitungen getroffen waren, mußte jedoch verschoben werden, da der Delinquent plößlich schwer erkrankt war.
Eine ganze Familie verbrannt. Eine furchtbare Tragödie spielte sich in dem Dorfe Santt Tönis bei Krefeld ab. Dort brannte aus bisher unbekannter Ursache das Haus des Tagelöhners Prosten nieder. Dabei kamen drei Kinder des Besizers und dieser selbst in den Flammen um. Der verzweifelte Vater hatte alle möglichen Rettungsversuche gemacht, ohne jedoch zu seinen Kindern vordringen zu können. Ein herabfallender Balken traf ihn an der Stirn, und so mußte er seine väterliche Treue mit dem Tode bezahlen.
Revolveratteniat. Auf den bekannten Führer der jüdisch- zionistischen Bewegung, den Schriftsteller Mar Nordau, wurde während eines Ballfestes in Paris ein Attentat verübt. Ein junger russischer Student namens Luban gab zwei Schüsse auf ihn ab, die jedoch ihr Ziel verfehlten, da einer der Umstehenden den Schüßen am Arm padte. Der zweite Schuß streifte leicht das linke Bein eines Ballgastes namens Ossowecksti. Die Tat ist auf Meinungsverschiedenheiten auf dem letzten Zionistenkongreß zurückzuführen.
Mordversuch an einer Straßendirne. In Breslau wurde nachts an der Prostituierten Anna Barth ein Mordversuch verübt. Der Täter wurde durch ein anderes heimtehrendes Mädchen gestört, das seine Verhaftung veranlaßte. Der Mörder ist ein 30 Jahre alter Mann, namens Fehse, verheiratet und Vater eines Kindes. Er hat die Bark zu erwürgen versucht. Diese konnte jedoch durch einen Arzt zum Leben zurückgerufen werden.
Bunte Chronif. Zwischen Meiderich und Duisburg entgleisten die beiden Lokomotiven eines Güterzuges. Ein Bremser wurde dabei getötet, der Zugführer verletzt.
Unweit von Vlissingen fuhr der Red Star- Dampfer „ Finnland" mit 600 Passagieren im Nebel auf. Die Lage des Schiffes ist sehr gefährlich.
Lokales.
Gießen, 22. Dezember
Stadttheater Gießen. Bum morgigen 6 im Stadttheater wird uns noch geschrieben: Frl. Dorny, die Direktorin des Unternehmens war sel jähriges Mitglied erster deutscher Bühnen. Jebe der erstklassigen schauspielerischen Kräfte, wurde dr vidualität nach für die gewisse Rolle im Nacht wonnen und es ist daher nicht zu verwundern, geradezu mustergültiges, von der gesamten Breffe anet Busammenspiel den begeistersten Erfolg des Wertes Man darf auf das interessante Gastspiel der To gespannt sein.
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* Die Contentia" in Gießen hält ihre Weihna feier in diesem Jahre in etwas größerem Stile of ladet darum auf den ersten Weihnachtsfeiertag,
8 Uhr nach der Turnhalle ein. Es hat auch die an Opferwilligkeit und Arbeitsfreudigkeit seitens de glieder nicht gefehlt, alles ist gut vorbereitet, sodak b erften die Contentia" zu ihrer Bescheerung beehen fröhliche Stunden erleben und der Wohltätigkeit gle mit dier dienen kann.
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Die Bestätigung der Wahl des Bischo Mainz vom Bapft ist in Mainz eingetroffen. Seute der neugewählte Bischof vor dem Apoftolischen Numb München das Glaubensbekenntnis ablegen.
** Schlägereien. Gestern Abend famen zwei in Schottstraße in Gießen wohnhafte Taglöhner in welcher in Tätlichkeiten ausartete. Der eine derselben e von dem andern mittelst eines Messers einen Stich in Bauch, sodaß derselbe ärztliche Hilfe in Anspruch m mußte. Anzeige wegen Körperverlegung wurde erhohen Ein Meßgergeselle aus Weglar, sowie ein junger Man der Rodheimerstraße in Gießen tamen geftern ben Wortwechsel, wobei der erstere dem andern derart( anfeine mit einem harten Instrument) in das Gesicht schlug. derselbe ärztliche Silfe in Anspruch nehmen mußte. megen Körperverlegung wurde erhoben. Am Abend 20.- 21. d. Mts. rempelten zwei Gießener Arbeiter der Rodheimerstraße mehrere Leute, welche dortselbst ha vorübergingen, an und schlugen diefelben ohne j Ursache. Dieselben wurden noch am Tatorte festgenom und Anzeige gegen dieselben erstattet.
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** Zu den angeblichen Greueltaten Sessen im leßten Kriege, über die General Kretschmann in den von seiner Tochter, der Sozialdemok Lilly Braun, berausgegebenen Feldzugsbriefen berid schreibt jetzt der preußische Forstmeister Leisterer, der Rdsch." Da über den Vorwurf der Plünderung b Hessische Truppen in Sens am 13. November 1870, angeblich von General v. Kretschmann oder Lilly erhebt, amtlich noch kein Widerspruch erfolgt ist, teile ich daß die 3. Kompagnie des 9. Jägerbataillons, in dem Leutnant war, mit einer Schwadron Ulanen und Dragon sowie zwei Kanonen auf dem Vormarsch des 9. Korps b Mez nach Fontainebleau an diesem Tage meines als vorderste Avantgarde, also als erste deutsche Trupp dort war. Die Plünderung ist erlogen. Requiriert ich Handschuhe für die Jäger und nach Waffen Haussuu gehalten, da Franktireurs dort sein sollten."
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Alkoholproduktion in Hessen. Nach i Zusammenstellung im Kaiserlichen Statistischen Ante Berlin wurden im Monat November d. Is. in Hesse Altohol erzeugt 3193 Hektoliter und 870 H., darunte völlig denaturiert, zur steuerfreien Verwendung zugel Am Schlusse genannten Monats sind in den Lagern Reinigungsanstalten unter steuerlicher Kontrolle verbl 978 Heftoliter; nach Besteuerung wurden im Novembe freien Verkehr gesezt 2920 Hektoliter.
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Barlamentarisches. Bei der Beratung b Gesezentwurfs über die Gehalte der Volksschullehrer Jabre 1900 beftand zwischen der Zweiten Rammer e seits und der Regierung und der Ersten Kammer ander eine Meinungsverschiedenheit über die Bildung der Gebar stala, und damit über die Höhe der im ganzen aufzuwe den Mittel. Die Regierung glaubte mit Rücksicht auf Finanzlage des Landes den über die Anforderung der G lage hinausgehenden Beschlüssen der Zweiten Rammer zustimmen zu können. Dagegen erklärte sie sich im d der Verhandlungen damit einverstanden, daß ein die regelung der Gehaltsbezüge der Volksschullehrer für 1. April 1904 in Aussicht zu nehmender Zusaß in den Ar des Entwurfs eingeschoben werde. Von einer solchen Mu regelung muß aber zur Zeit abgesehen werden. Denn den Finanzperhältnissen des Landes ist seit Verabschied des Gehaltsgesetzes vom 2. Januar 1901 nur insoweit Veränderung eingetreten, als sie sich erheblich schwieri gestaltet und seit 1902/03 zu einer Erhöhung der Einhe säge für die Erhebung der Vermögenssteuer gezwungen Bei den Aufwendungen für Dienstzulagen und Pension der Volksschullehrer ist der Beharrungszustand noch nich erreicht. Die Dienstzulagen betrugen: im Jahre 1899/1900
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Voraussichtlich werden in den nächsten Jahren noch weite erhebliche Steigerungen eintreten. Vergleicht man die G halte der hessischen Volksschullehrer mit denen ihrer Am genoffen in audren Staaten des Retches, so steht Hell, wie vor drei Jahren, immer noch in erster Reihe. D vor einigen Wochen im Herzogtum Anhalt v rabschiede Gehaltsgeses geht zwar in den Ziffern etwas über die Säle der hessischen Stala hinaus; tatsächlich aber dürften
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