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Markttag

W. 3 wiebelmarkt Gießen. Der gestrige| gonnen. Dieser Tage hat sich ein Komitee gebildet, das die Zwiebelmarkt hatte einen Vorrat von 350-400 Ctr. Weiterführung der Strecke über Erlenbach und Eschbach bis meistens Wetterauer Gewächs. Der Handel war Vor Homburg erstrebt. mittags noch wenig lebhaft, doch stellte sich nach Tisch zahlreiche Kundschaft ein, sodaß das Geschäft sich über­aus gut entwickelte. Der Markt war gegen 5 Uhr Nachmittags ausverkauft. Bezahlt wurde für bessere Ware per Ctr. 5-6 Mt. Geringere Sorten erzielten 4-4,50 Mt. per Ctr.

Blattes.)

D, heb nur hoch dein Haupt empor und laß den Mut nicht sinken, wer weiß ob nicht aus Staub empor noch Hohes wird dir winken;

wenn auch der Mensch erbärmlich zeigt von Neide sich getragen,

vergiß; ein Funken Seeligkeit läßt alles dich ertragen.

Litterarisches.

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Der Tierschutz Kalender für 1904, herausgegeben vom Berliner Tierschutzverein, liegt uns vor. In seinem bunten Gewande mit schönen Deckelzeichnungen auf beiden + Gedankensplitter.( Von einer Leserin unseres mannigfaltige Inhalt auf 48 Seiten mit 25 Abbildungen, Umschlagfeiten nimmt er sich sehr nett aus. Dazu der wahrlich für 5 Pfennig so billig kommt er bei Bezug von 100 Stück- tann man nicht mehr verlangen! Es giebt verschiedene Tierschutz- Kalender. Der Berliner behauptet unter ihnen seinen eigenen Plaz. Er hat sich als Richtschnur das Wort genommen: Die Menschen lehr' als lehrtest du sie nicht." In fürzeren Erzählungen, worin entweder gute, fluge und treue Tiere oder gute und böse Menschen eine Rolle spielen, werden dem findlichen Gemüt die Dinge, welche auf dem Gebiet der Tierbehandlung im Argen liegen und anders werden müssen, in liebenswürdig freundlicher oder in spannender und ergreifender Form nahe gerückt, so daß den kleinen Leuten die Augen und die Herzen dafür aufgehen. Das Ganze atmet jedoch nicht etwa den Geist der Kinderfibel, sondern ist so, daß selbst Erwachsene den Kalender gern lesen. Schulen und Vereine seien besonders hierauf aufmerksam gemacht. Es kostet in Deutschland und Desterreich- Ungarn portofrei versandt: 1 Kalender= 10 Pfennig, 10 Kalender nebst 1 Frei- Exemplar= 70 Pfg., 20 Kalender nebst 2 Frei- Exempl.= 1 Mt. 30 Pfg., 50 Kalender nebst 5 Frei­3 Mt., 100 Kalender nebst 10 Frei- Exempl. 5 Mart. Der Berliner Tierschutzverein hat seinen Siz in Berlin SW., Röniggräßerftr. 108.

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*

Es nimmt das Leben seinen Lauf in gut und bösen Tagen, die Sorge flieht

und Glück kommt d'rauf

und alles wird ertragen.

*

*

Dent ja nicht nach mit finstrem Sinnen wie leicht könnt sein dein irdisch Los, nur muttg frisch an dein Beginnen du wirst dann deine Sorgen los, laß nur nicht alles an dich kommen, schlimme Gedanken jag hinaus,

nur fröhlich drauf, du wirst gewinnen und harr'n im Weltgetriebe aus.

J.

Ulrichstein, 20. Oft. Bei einer Treibjagd wurde von den Treibern der seit Pfingsten vermißte Arbeiter Lang von Feldkrücken tot im Wald aufgefunden. Der Kopf war von dem Rumpfe getrennt, dem Anschein nach hatte sich der Verm ste erhängt.

)( Ober- Ohmen, 21. Oktober. Auf der 6. ordent­lichen evangl. Landessynode wurde beschlossen, die Pfarr­filiale Zeilbach von dem Kirchspiel Ober- Ohmen zu trennen und Zeilbach der Pfarrei Ermenrod zuzuteilen. () Nieder- Ohmen, 20. Oft. Am 2. November, nachm. 2 Uhr, findet im Lokal des Wirts Langohr ein Zahltag der Kreiskasse statt.

** Nieder- Ofleiden, 20. Oktober. Polizeidiener Müller von hier wurde in der bergangenen Sonn­tagnacht in Ausübung seines Dienstes auf offener Straße überfallen und gestochen. Der Täter wurde noch in derselben Nacht von der Homberger Gendarmerie abgeholt und ins Gefängnis dortselbst überführt. Man hofft Müller am Leben zu erhalten.

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Alsfeld, 21. Oktober. In der gestrigen Dekanats­Synode wurde Pfarrer Sauerwein zum Dekan des Dekanats Alsfeld gewählt.

Gernsheim, 17. Oft. Als die Ehefrau des Glaser­meisters Georg Müller von hier mit ihren beiden jüngsten Kindern aus einem Hause trat, fiel dem etwas vorlaufenden Knäbchen im Alter von 3 Jahren der Kreisel aus der Hand und rollte unter ein vorbeifahrendes Fuhrwerk. Das kind lief dem Kreisel nach und mußte die bedauernswerte Mutter zusehen, wie ihrem Liebling das Hinterrad eines an­hängenden Wagens über den Kopf ging, daß der Tod sofort

eintrat.

Bad Nauheim, 20. Oft. Mit dem Abbruch des alten Kurhauses ist der Anfang gemacht worden und wird es nicht lange dauern, so wird dieses Gebäude, welches von Anbe­ginn des Bades Nauheim als Badehaus diente, vom Erd­boden verschwunden sein, um der neuen evangelischen Dankes­firche Platz zu machen.

Friedberg, 20. Dft. Eine alkoholfreie Wirtschaft wurde gestern in der Schulstraße eröffnet. In dem Kaffe und Speisehaus gelangen nur alkoholfreie Getränke zum Ausschank.

(:) Vilbel, 20. Oft. Die Arbeiten an der Bahnstrecke Stockheim- Höchst a. d. Nidder- Vilbel haben nunmehr be­

Kriegserlebniſſe aus dem Feldzuge 1870/71. Am 14. Oftober hielt im Kriegerverein Gießen der Bezirksvorsitzende, Herr Bruchhäuser, einen Vortrag über seine Kriegserlebnisse im Feldzuge 1870/71, aus dem wir hier Folgendes wiedergeben:

Der Vortragende hat den Feldzug als Feldwebel in der 7. Kompagnie des Gießener Regiments mitgemacht. Bei dem Ausbruch des Krieges stand er bereits in ſeivem 12. Dienstjahre, hatte also auch schon an dem Feldzuge im Jahre 1866 teilgenommen. Die Beförderungsverhältnisse waren damals noch sehr ungünstig. Obwohl der Vortragende stets fine Pflichten treu erfüllt hatte, konnte er doch erst Anfang 1870 zum Sergeanten und bei dem Ausmarsche in den Krieg zum Feldwebel befördert werden.

Am 16. Juli 1870 wurde die Mobilmachung befohlen. Die Führung der 7. Kompagnie übernahm Oberleutnant Rißner, vor dessen Hause auf dem Lindenplak damals auch die Appels stattfanden. Am 23. Juli bezog das Regiment in den umliegenden Dörfern Quartiere, um die Stadt Gießen für die durchmarschierenden Truppen frei zu lassen. Die 7. Kompagnie lag in Münchholzhausen. Am 24. Juli war die Mobilmachung beendet, und am Nachmittage dieses Tages fand ein Generalappel auf dem Heßler und die Be­sichtigung des Regiments durch den Oberst Kraus statt. Dort wurden auch zum ersten Male die Backpferde, die das Gepäck der Offiziere und Feldwebel tragen sollten, erprobt. Die 7. Kompagnie hatte ein schwaches Schimmelchen erhal­tem. Als es mit Packförben hüben und drüben beladen war,

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Erempl.

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Marktberichte.

Gieken, 22 Oftbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Pfd. 1.00-1.20 mt., Hühnereter 2 Stüd 14-18 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Big., Tauben per Paar T. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.80, Hahnen, per Stid Mr. C.70-1.50, Enten per Stid 1.70-2.20, Gänse p. Pfd. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Pfa. Schweinefleisch per Pfb. 66-76 Bfa. Schweine­fleisch gesalzen ver Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 Pfa., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg. Kartoffeln per 100 kilo 4.50-5.50 mt.. Zwiebeln per Rt. Met. 4.50-500, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch ver Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Um­erzi ehen feilgeboten werden.

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin@lein: Botale, ben Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal":& r. Opperman 2rud und Berlag der Gießener Berlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen.

Morgenstunde hat wirklich Gold im Munde,

wenn man regelmäßig Kathreiners Malzkaffee zum Frühstück trink, nämlich das Gold der Gesundheit, Ruhe und Arbeitslust!

Die rationelle Fütterung

der landwirtschaftlichen Nutztiere kann bekanntlich nur mit Hülfe ständiger Beobachtung aller Lebensverricht­ungen durchgeführt werden. Die Meinung, daß es ge­nüge, wenn nach den bekannten Mustern eine Nation zusammengestellt werde, muß als sehr irrig bezeichnet werden. Theoretisch läßt sich ein solches Schema zwar leicht entwerfen und verteidigen, die Praxis stört sich aber nicht daran; es wird da immer nur eine den Fähigkeiten der Tiere entsprechende Futterverwertung erzielt, die sich einesteils nach der Verdaulichkeit der Futtermittel, andernteils nach den Verdauungskräften der einzelnen Individuen richtet. Den überzeugendsten Gradmesser für die Bedeutung dieser Faktoren bietet dem Praktiker dann die Leistungsfähigkeit des Viehs. Recht packend vermag die großen Unterschiede in der prozentualen Ausnutzung der Nährstoffe eine umfang­stellte es sich breit auf alle Viere und war nicht von der Stelle zu bringen. Mit einem Fuhrwerk mußte dann das Gepäck zur Bahn befördert werden. Am 25. Juli, morgens gegen 8 Uhr fuhr das 2. Bataillon von Gießen ab. Am Bahnhofe wurden noch von den Angehörigen und Freunden den ausmarschierenden Truppen Erfrischungen und Lebens­mittel überreicht. Die Fahrt ging das Lahntal hinab und dann rheinaufwärts bis Mosbach. Ueberall wurden die Truppen stürmisch begrüßt. In Klein- Winternheim wurde übernachtet und für die Weiterbeförderung des Gepäckes ein Karren requiriert. Am 26. Juli ging der Marsch nach Alzey und am folgenden Tage nach Wörrstadt, wo die Kompagnie bis zum 1. August verblieb. Hier wurden an die Kompagnie die Erkennungsmarken ausgegeben. Am 2. August trat das Regiment den Vormarsch an, und zwar ging es quer durch die bayrische Pfalz nach Saarbrücken zu. Bei Ober- Berbach kam Herr v. Bockum- Dolos, ein ange­fehener Gießener Bürger, zum Regimente, um seinen Sohn, der in der 7. Kompagnie diente, noch einmal wiederzusehen. Er verblieb die Nacht bei den Soldaten in den Quartieren und nahm am andern Morgen von seinem Sohne tiefbewegt Abschied. Meinen Karl sehe ich nicht wieder", waren seine legten Worte. Aber seine Befürchtungen trafen nicht ein, denn wohlbehalten kehrte der Sohn aus dem Feldzuge zu­rück. Als das Regiment am 9. August nach Spiesen marschierte, brach auf der Straße der Gepäckfarren der 7. Kompagnie zusammen. In Neunkirchen wurde rasch ein neuer Wagen requiriert, der aber für das Schimmelchen viel zu groß war. Bald gab es jedoch bessere Pferde. Als man nach Frankreich fam, blieb eines Tages das Schimmel­

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Die

reiche Probefütterung darzutun, welche in 39 Einzel­versuchen mit 11 Haferforten durchgeführt wurde. Es ergaben sich dabei Verdauungs Koeffizienten in den Extremen zwischen 65-94%, für nh; 75-92% für f; 65-94% für nfr; 1-44% für hf, während nach den Diese Zahlen beweisen ohne weiteres, daß die Auf­Tabellen als normal anzunehmen find: 78-83-76-20%. nahme von Nährstoffen durch den Organismus ganz bedeutend unter das wahrscheinliche Mittel sinken kann und demgemäß einen Verlust hervorzubringen vermag, der gegenüber der normalen Futterausnußung nur durch Beigabe von etwa 1.475 kg, gegenüber der höchſt­möglichen Verwertung sogar nur durch ein Mehr von 3.850 kg auf 10 kg Hafer auszugleichen ist. kräftigste Ausnutzung erzielt ferner mit 10 kg denselben Nähreffekt, wie die normale mit 12 kg; sie stellt sich also, in Geldwerten ausgedrückt( den Preis des Hafers 34 13,80 Mr. für 100 kg angenommen) um 27,6 Pfg. sich der schlechtesten gegenüber um 53 Pfg. wohlfeiler günstiger als die Durchschnittsverwertung, während sie gestaltet. Der Landwirt mag hieraus ersehen, welche ansehnlichen Verluste aus der mangelhaften Funktions­fähigkeit des Verdauungsapparates der Tiere entstehen können; gleiche Beispiele lassen sich von sämtlichen zu dem Schlusse kommen muß, daß nur die auf das anderen Futtermitteln aufstellen, sodaß man unbedingt höchste Maß gesteigerte Verdauungstätigkeit die billigste Fütterung ermöglicht. Selbstverständlich muß diese auf der Höhe erhalten bleiben, was ja durch die regel­intensive Leistungsfähigkeit des Organismus dauernd mäßige Verabreichung des berühmten Milch- und Maſt­pulvers Bauernfreude" aus der chemischen Fabrik Th. Lauser in Regensburg auf leichte Weise und mit faum nennenswertem Aufwand zu erreichen ist. Präparat, welches in relativ kleinen Gaben dem Futter zugesetzt wird, übt vermöge seiner meisterhaften Zu­sammenseßung einen hervorragenden Einfluß auf die Leistungsfähigkeit des gesamten Verdauungsorganismus aus. Dasselbe steigert nicht nur die Ausnutzung der Futtermittel, sondern regt auch die Freßlust an und reguliert die Ausscheidung der Ueberreste. Alle diese Vorzüge haben der Bauernfreude" in zahllosen Wirt­schaften zu hohem Ansehen verholfen. Nicht minder überzeugend für die hervorragenden Eigenschaften der Bauernfreude" sind die in lezter Zeit auftauchenden Nachahmungen derselben, vor welchen jeder Landwirt sich aber sorgsam hüten soll, da naturgemäß nicht eine an die echte Bauernfreude" heranreicht, geschweige denn sie übertrifft. Bauernfreude allein führt zu guten Er­folgen, und ihre Anwendung in der Wirtschaft bedeutet unter allen Umständen einen Gewinn sowohl für die Gesundheit der Tiere wie auch für den Geldbeutel des Landwirtes. [ 2047]

NAUMANNIA- SEIFE.

mit dem

Beste Seife nah undfern!

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen.

Gartenstraße 2.

Es fönnen eingestellt werden:

Das

3 Pferdefnechte, 1 landwirtschl. Arbeiter, 1 Installa­teur, 2 Spengler, 1 Schlosser, 1 Schmied, 2 Schreiner, 2 Küfer, 1 Bäcker, 1 Brödgenträgerin, 1 Schneider, 10 Erdarbeiter, 2 Hausburschen, 1 Kutscher, 1 Köchin, 30 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und ausw., 1 Stüße der Hausfrau, 2 Kindermädchen für nachmittags, 8 Lauffrauen, 4 Lauf­mädchen, 2 Waschfrauen.

Lehrlinge:

1 Schlosser, 1 Bäcker, 1 Schneider. Es suchen Arbeit:

2 Knechte, 1 Taglöhner, 1 Schlosser, 1 Schmied, 2 Buchbinder, 5 Schreiner, 1 Küfer, 1 Holzdreher, 1 Wagner, 1 Bäcker, 1 Schuhmacher, 2 Büglerinnen, 1 Flickerin, 1 Friseur, 2 Installateure, 2 Spengler, 2 Heizer, 2 Haus­burschen, 2 Kutscher, 2 Dienstmädchen, 1 Bureaugehülfe, Kranken- bezw. Wochenbettpflegerin( auch nach auswärts.) Lehrlinge:

1 Kaufmann.

| chen in einem Stalle stehen und zwei stolze Pferde traten an seine Stelle. Als die Kompagnie später aus dem Feld zuge zurückkam, hatte sie statt eines Packpferdes ein flottes zweispänniges Fuhrwerk.

Die hessischen Truppen waren dem IX. Armeekorps unter dem General v. Manstein zugeteilt. Die hessische Division wurde von Prinz Ludwig von Hessen, dem späteren Großherzog Ludwig IV., befehligt und die 49. In­fanterie- Brigade, der das Gießener Regiment angehörte, von Generalmajor v. Wittich. Am 10. Auguſt erreichte das Regiment St. Johann, und am folgenden Tage sollte es die Grenze überschreiten. In Saarbrücken marschierte die 49. Infanterie- Brigade an dem König von Preußen vorbei, der sich anerkennend über ihre gute Haltung aussprach. Gleich nach dem Ueberschreiten der Grenze kam man an

das Schlachtfeld von Spichern und dann nach Forbach. Ueberall sah man Zeichen des hartnäckigen Kampfes. Nahe bei Forbach, links am Waldesrande, standen einige Soldaten bei einem gefallenen Hauptmanne. Es war Hauptmann v. Manstein, der Sohn des kommandierenden Generals. Gene­ral v. Manstein ritt hinzu, stieg vom Pferde, füßte die Leiche seines Sohnes und weiter ging es neuen Kämpfen entgegen.

In Forbach wurden alle Gebäude nach verborgenen Franzosen untersucht und u. a. auch eine franzöſiſche Regi= mentsfapelle aus einem Keller hervorgeholt. Da der Feind sich nach Metz zurückgezogen hatte, so wurde der Vormarsch dorthin angetreten.

( Fortsetzung folgt.)