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ray willow, wenn er von den innerpolitischen Schwierig. Feiten Desterreich- Ungarns redet.

Unsere Erwartung, Staiser Franz Josef werde die Ungarn durch eine begütigende Erklärung zu beruhigen suchen, hat sich erfüllt: Eine offiziöse Berlautbarung er klärt, der Kaiser sei über die Wirkung seines Armeebefehls auf die öffentliche Meinung in Ungarn höchst erstaunt; die in dem Armeebefehl gebrauchten Wendungen hätten das ungarische Nationalgefühl gang und gar nicht verleben sollen, und der Kaiser hoffe, daß nach dieser Erklärung die Wogen der Erregung fich glätten würden. Dazu scheint einstweilen teine Aussicht zu sein.

Von einem Mordanschlage auf den bosnischen Erz­bischof in Serajewo, Dr. Stadler, wird berichtet: In Begleitung zweier Männer erschien eine vermummte Türkin vor dem erzbischöflichen Palais und verlangte vor den Erz bischof geführt zu werden, da sie sich taufen lassen wolle. Einer der Torwächter schöpfte aber gegen die angebliche Tür fin Verdacht, und als man sie einer Leibesvisitation unter zog, stellte es sich heraus, daß die Türtin ein mit einem Dolche und einem Revolver bewaffneter Viann war. Er ge­stand auch ein, daß er die Absicht gehabt hätte, den Erzbischo zu ermorden. Ueber die Beweggründe für dieses Vorhaben gab der Verhaftete feine Auskunft.

Die britische Kabinettskrise wird auch nicht ohne Ein fluß auf die Heeresreform in England bleiben. Es gilt als sicher, daß der jezige Kriegssekretär Brodrick das Kriegs amt abgeben und ein anderes Amt, wahrscheinlich das Rolonialamt, übernehmen oder ganz zurücktreten wird. Diese Veränderung wird in jedem Falle die Folge haben, daß Brodricks Armeeorganisationsplan und die Bildung eines fünften und sechsten Armeekorps, die bisher nur auf dem Bapier standen, aufgegeben wird. Was an die Stelle dieses Blaues tritt, ist noch nicht bekannt. Interessant ist übrigens ein Blick auf die Höhe der englischen Ausgaben für Heer und Marine. Eben jetzt wird bekannt, daß die britische Re gierung für die Marine im Rechnungsjahr 1903/4 34 457 000 Pfund Sterling, für das Landheer in England auf 34 245 000 Pfund, für Militär und Marine für Indien 18 175 200 Pfund, für das ganze britische Reich( ohne die Kolonien, die Selbstverwaltung befizen) 87 487 000 Pfund, nach deutschem Gelde also 1 Milliarden Mart, fordert.

3ur selben Zeit, da Kaiser Wilhelm unverhohlen seinem Abschen gegen die Belgrader Königsmörder Ausdruck gab, hat sich auch der nächstbeteiligte Herrscher, König Peter, zu der Sache geäußert. Bei einem Hoffestmahl zu Ehren der Belgrader Offiziere hielt der König eine Rede, die das Mögliche an Entstellung der Tatsachen leistet. Der König nannte die Bewegung gegen die Königsmörder im Offizier forps fleinliche Mißverständnisse"( 1) und sagte wörtlich: Ich bin als oberster Kriegsherr glücklich, tonstatieren zu können, daß ein 8erwürfnis nicht besteht, daß die Armee einig ist. Als König als Dolmetsch der Ge­fühle des Volkes erkläre ich, daß das Volt Sie liebt und zu Ihnen nad) wie vor volles Vertrauen hat." Diese Rede war, wohlgemerkt, an die Belgrader Königsmörder ge­richtet. Sie beweist, daß Peter I., wie er König von der Königsmörder Gnaden ist, sich freiwillig oder unfreiwillig ihnen dienstbar macht.

Immer schiverer lastet auf den südamerikanischen Re­publiken die harte Hand Uncle Sams. Zwischen Columbien und den Vereinigten Staaten besteht, wie wir schon meldeten, eine Spannung wegen der Ablehnung des der südamerika­nischen Republik von der Union vorgeschlagenen Panama­fanalvertrages iurch den columbischen Senat. Die Union hat sich auf die Kunde von dieser Ablehnung schnurstracks mit Herrn Castro, dem unruhigen Nachbar Benezuelas, ins Benehmen gefekt, und Herr Castro mußte an der columbischen Grenze drohende Truppenbewegungen vornehmen. Zugleich unterstützte die Union den Aufstand der Bevölkerung des columbischen Staates Panama, die durch die Ablehnung des Vertrages sich geschädigt glaubte. Das half zwar die colum­bische Regierung einschüchtern, aber der columbische Senat blieb halsstarrig. Um nun den Bemühungen der Regie­cung, den Senat umzustimmen, größeren Nachdruck zu ver leihen, hat die Union der südamerikanischen Republik jetzt mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen gedroht. Im Hintergrunde einer solchen Maßregel steht der Krieg.

Im Ballon über die Alpen.

Bern, 21. September.

Was lange währt, ist gut." Dieses alte Sprichwort hat sich bei dem kühnen Unternehmen des Luftschiffers Spel. ferini, die Alpen in leichter Gondel zu überfliegen, wieder ein­mal glänzend bewährt: Der große Wurf ist gelungen, Spelte­cini hat in 20stündiger Fahrt die Alpen überquert und ist in Bignasco im Kanton Tessin gelandet. Seit Wochen schon sollte der Aufstieg stattfinden und immer wieder legte die ungünstige Windrichtung oder heftige Stürme ein gebie­terisches Beto ein. Aber endlich hatte der Himmel ein Ein. sehen. Die eidgenössische Zentralstation fonnte günstigen Wind und außerordentlich stabile Witterung melden und die Füllung des Ballons" Stella" konnte in Zermatt, das sich Spelterini als Ausgangspunkt ausersehen, unter Leitung bes Direktors Gmur um 7 Uhr morgens vor sich gehen. Langsam füllte sich die mächtige Stoffhülle mit dem treibenden Gas und um 12½ 1hr mittags war alles zur Abfahrt bereit und Spelterini konnte mit seinen Reisegenossen Baron 0. Wernecke und Dr. Hermann Seiler die blumengeschmückte Gondel besteigen.

Der letzte aufgelassene Versuchsballon fliegt in nörd licher Richtung dem mächtigen Weißhorn zu und bald folgt Ihm die" Stella", bei ihrem Aufsteigen begrüßt von einem brausenden Burra. Alles, was an Fremden in Zermatt weilte, ebenso die ganze Bergführerfolonie war herbeigeeilt, um der Abfahrt zuzuschauen. Majestätisch steigt der Ballon bis zu einer Höhe von 3500 bis 4000 Meter. Ueber Mettel­und Weißhorn bilden sich einzelne mächtige Wolfen, deren Zugrichtung direkt gegen Norden weist. Die Geschwindigkeit des Ballons war etwa zehn Kilometer. Mittels Teleskops waren die fühnen Fahrer um 1 1hr 50 Min. noch direkt vor dem Mettelhorn in allen Details sichtbar. Um 1 Uhr 55 Min. entschwand die" Stella" raschen Fluges unter Ballastausgabe neben dem Weißhorn.

Die weitere Fahrt verlief allerdings nicht ganz so, wie Spelterini gehofft hatte. Er mußte die ursprüngliche Rich hung ändern. Er durchquerte das auf italienischem Gebiet belegene Antigonotal, nördlich von Domo d'Ossola und wurde dann füdlich von Basodino wieder auf schweizerisches Bebiet getrieben. Aber im großen und ganzen kann er sich rübmen. die hohe Alvenkette in der Tat überflogen zu haben.

Spetterin gai mon sett Jahren dieses Projekt gehegt, altch schon mehrmals vergeblich auszuführen gesucht. Kapitän" Spelterini, wie er sich nennt, ist übrigens ein Deutsch­schweizer mit Namen Spelter, der seit langen Jahren die Luftschiffahrt als Gewerbe betreibt. Er lebt von den Jahr­geldern, die ihm seine Bassagiere zahlen. In früheren Jahren hatte er 3. B. in Neapel auf dem Ausstellungs. platz einen Fesselballon, der dem Publikum gegen Entgelt zur Benutzung ſtand.

Deer und flotte.

Die Uebergabe des Kommandos der Marinestation der Ostsee an den Admiral Brinzen Heinrich von Preußen sand durch den bisherigen Chef Admiral v. Röster in Riel statt.

Der österreichische Thronfolger à la suite der deutschen Marine. Der Kaiser hat den Erzherzog Franz Ferdinand von Desterreich Este, den österreichischen Thronfolger, à la suite der deutschen Marine gestellt. Das Kieler Wacht. schiff gab einen Salut von 21 Schüssen ab, während auf den sämtlichen im Hafen anwesenden Seriegsschiffen die öster­reichische Flagge gehißt wurde.

Der Kaiser über unsere Flotte. Gelegentlich des Stapel. laufs des Linienschiffs Hessen" hat der Kaiser das folgende Telegramm an den Großherzog von Hessen gerichtet: Ich danke Dir für die freudige Nachricht von dem glücklichen Stapellauf des Linienschiffs Hessen"! Die zukünftige deutsche Flotte, zusammengesetzt aus den gepanzerten Ver tretern aller deutschen Stämme, getauft von ihren ange. stammten Landesfürsten, erfüllt vom Geiste patriotischer Ge finnung, wird, so Gott will, wie die Armee der Stolz, der Hort und die Zuversicht sein für Kaiser und Reich."

Nab und fern.

Die Einweihung des Kaiser- Wilhelm- Dentmals in Danzig und der Besuch des Kaisers daselbst verlief in jeder Hinsicht nach dem bereits von uns mitgeteilten Programm. Der Kaiser begab sich später nach Rominten. Der Ab­schied Kaiser Wilhelms von Wien gestaltete sich überaus herzlich. Von Schloß Schönbrunn aus begleitete Raiser Franz Josef seinen Gast zur Station Penzing und um­armte und füßte ihn auf dem Bahnhof zweimal. In Schön­brunn, das zu Ehren Kaiser Wilhelms prächtig dekoriert war, brachten ihm im großen Hof und im Parterre, das auf seinen Wunsch dem Publikum geöffnet blieb, wohl 300 000 Menschen eine großartige Ovation dar.

Die 75. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte, die außerordentlich zahlreich besucht ist, wurde zu Rassel feierlich in Gegenwart der staatlichen und gemeind lichen Vertreter eröffnet. Die Eröffnungsrede hielt namens des geschäftsführenden Ausschusses Professor Dr. Hornſtein. Im Anschluß daran wurde ein Huldigungstelegramm an den Staiser abgesandt. Sodann begrüßte Regierungspräsident von Trott zu Solz namens der königlichen Staatsregierung die Versammlung. Eine Anzahl weiterer Begrüßungs­ansprachen folgten. Professor Moisson- Paris überreichte dem Jubilar die goldene Lavoisier Medaille, welche ihm die fran­zösische Akademie der Wissenschaften und das Institut de France für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiete der organischen Chemie verliehen haben.

+ Gattenmord. Zu Gendringen in Holland wurde auf Ersuchen der Berliner Kriminalpolizei der Photograph Hugo Walter verhaftet unter dem dringenden Verdacht, seine Ghe­frau in der Gemarkung Dallgow in der Nähe des Döberitzer Barackenlagers ermordet zu haben. Er hatte die Leiche an einen Haselnusstrauch gehängt, um den Anschein eines Selbst­mordes zu erwecken. Die Untersuchung hat zur Evidenz er geben, daß Frau Walter erst erwürgt und dann tot auf­gehängt worden ist.

6. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.

Protokoll Auszug.

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Gießen, 15. September 1903. ( Schluß.)

3. Verhängen der Schaufenster an Sonn­und Festtagen. Von dem Großh. Ministerium des Innern wurde der Kammer mitgeteilt, daß es der Frage der Aufhebung des§ 227 Abs. 1 des Polizeistrafgesetzbuches der die Offenhaltung der Schaufenster an Sonn- und Fest­tagen verbittet, näher treten würde, wenn die Gewähr vor­handen sei, daß von dem Offenhalten der Schaufenster keine Beeinträchtigung der Sonntagsruhe der Geschäftsangestellten befürchtet zu werden brauche. Die Kammer war der Ansicht, daß nach wie vor die Off nhaltung der Schaufenster an Sonn- und Festtagen zu erstreben sei und daß von der Off nhaltung eine Beeinträchtigung der Sonntagsruhe der Angestellten nicht befürchtet werden könne, da jeder Prinzi­pal wisse, daß er sich damit einer strafbaren Handlung schuldig mache.

4. Ursprungszeugnisse für Kaffee. Jufolge des Zollfrieges zwischen dem deutschen Reiche und der Repu­blit Haiti müssen alle aus den übrigen Produktionsländern nach dem Inlande eingeführten Kaffee sendungen mit einem Ursprungszeugnis versehen sein, um zu dem niedrigen Zollsaße eingeführt werden zu fönnen. Da die Beibringung von Ur­sprungszeugnissen mit erheblichen Belästigungen und Kosten für den Handelsstand verbunden ist, so beschloß die Handels­fammer, daraufhinzuwirken, daß bei dem Hauptsteueramt Gießen die Vorlage von Fakturen der großen Seepläße Ham= burg, Bremen usw., in welchen die nichthaitianische Herkunft des Kaffees ausdrücklich bestätigt wird, als Nachweis für die Verzollung zum allgemeinen Bollsaße ausreichend gehalten wird, welches Verfahren beim Hauptsteueramt in Frankfurt a. M. seit einiger Zeit in Uebung ist und zu Bedenken nicht Anlaß gegeben hat.

5. Mißstände beim Zollschuppen des Haupt­steueramts Gießen: Bon verschiedenen Firmen sind der Handelskammer Klagen darüber zugegangen, daß der hiesige Bollschuppen viel zu klein sei und es nicht ermögliche, daß mehrere Waggons gleichzeitig zur Abfertigung fommen fönnen. Die Kammer beschloß, diese Beschwerden dem Haupt­steueramt zu übermitteln und eine Erweiterung des Zoll­schuppens zu beantragen.

6. Eingänge: Stand des Kaufmännischen Fort bildungsschulwesens in Hessen. Geschäftsübersichten der Aichanstalten im Großh. Besser i. J. 1902.

Bericht über die Tätigkeit des Chemischen Untersuchunge amts für die Provinz Oberhessen v. 1. 4 02-1. 4. 03.

Wangenheim au orgelegte Ratal Wenzel, Gabr. dürfte die Eröff

bekannt gemacht Das ifenbahn­

D. Kehm, die Entstehung und Entwicklung der Gießener im Vordergrund

Tabalindustrie.

D. Bergen, Direktor des städt. Gas- und Wasserwerts Gießen, die Ausführung von Haus-, Gas- und Wasserein richtungen durch Gemeindeanstalten.

Vorarbeiten

bie Stadt G einstimmia ber

Am meisten bi intereffi rt sein Cohne Zweifel werkehr der St Das feitherige Defan Wagner boindermeister Bouis Moll absichtigt die

Fih. v. Biegeleben, Großh. Ministerialrat, Schiffahrts. abgaben. Protokolle der Jahreshauptversammlung des deutschen Tabakvereins, der Interessenten der Lahnfanalisation des Deutschnationalen Handlungsgehilfen- Verbandes.

Mitteilungen des Berg- und Hüttenmännischen Vereins in Stegen, Heft 22, 1903.

Eingabe des deutsch n Tabakvereins an das Reichsam des Innern, betr. die Entwürfe zu Verordnungen über die Heiligten Gm Einrichtung und den Betrieb der zur Herstellung von Zigarren us v. bestimmten Anlagen.

Bon zuverlässiger Seite sind der Kammer Mitteilungen zugegangen über den amerikanischen Tabattrust, den ameri: tanischen Lokomobilentrust. Absatz von Maschinen.

Für die Tabakfabri'ation nach Japan, die amerikanische Konkurrenz in Australien, Columbien, Hantau, Mrifo, die Eisenindustrte in Australien, Zollstrafen in Iquitos( Peru), Absatz baumwollener Hosenstoffe nach Peru, Ausfuhr russischer Textilwaren; ferner über zweifelhafte Firmen in Tripolt, La Valetta( Malta), Madrid, Rustschuk, Bern, Budapest, Apeldoorn, London.

Die Eingänge fönnen auf dem Sekretariate der Handels fammer während der üblichen Geschäftsz it eingesehen werden.

=

Lokales.

Gießen, 23. September 1908. ** Die Tagesordnung für die nächste Stadt verordneten Versammlung am Donnerstag, den 24. September nachmittags 3/2 Uhr ist folgende: 1. Mit teilungen, 2. Auslofung der am 1. Januar 1904 zurückzu zahlenden Schuldverschreibungen des 1893'er Anlebens, 3. Desgleichen des 1894'er Anlehens, 4. Desgleichen des 1895'er Anlebens, 5. Wirtschaftsp'an der Gießener Stadtwaldungen für 1903/04. 6. Lieferung der für das Schlachthaus im Rechnungsjahr 1903/04 erforderlichen Braunkohlen, 7. Ge­nehmigung von Rechnungen, 8. Die Rechnung der Gemeinde frankenversicherung für 1901, 9. Gländeaustausch om Riegel, pfad hier: Kaufvertrag mit Heinrich Winn, 10. Ankauf der Ockel'schen Wiesen an der Rodheimerstraße, 11. Ankauf der Grundstücke Neuenweg 2 und 4, 12. Gesuch der Firma Ge brüder Plez um Abtretung städtischen Geländes an der Klinik- oder Crednerstraße, 13. Reparatur der Einfahrt beim Gaswerf, 14. Die Ueberlassung einer städtischen Turnhalle an die freie Turnerschaft Gießen, 15. Baugesuch des Lud. wig Huhn für die Goethestraße; hier Disp' ns, 16. Beuge such des Professors Dr. Pfeiffer für die Liebiastrake; hier: Dispens, 17. Paugesuch des Karl Becker für den Schiff.n bergerweg; hier: Dispens, 18. Dispens für das Haus von Heppeler und Meyer an der Ludwigstraße, 19. Baugefuch des Rechtsanwalt Jung für die Bahnhofstraße; hier: Dis pens, 20. Baugesuch des Julius Ruckstuhl für den Großen Steinweg; hier: Dispens, 21. Baugesuch des Karl Loos für den Kirchenplatz; hier: Fluchtlinie, 22. Baugesuch des Dr Caesar für den Marktplatz 11; hier: Fluchtlinie, Widerspruch gegen den Fluchtlinienplan für die Neuen Bäue, 24. Kündigung eines Darlehens aus der Landeskulturrenten fasse, 25. Gewährung eines Darlehens an die Baugenossen­schaft des evangelischen Arbeitervereins, 26. Errichtung einer Kleinkinderbewahranstalt an Wegfarerw g, 27. Der Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen, 28. Das Droschkenfuhrwesen in der Stadt Gießen; hier: Ergänzung des Tarifs, 29. Der Unterricht an der Fort bildungsschule, 30. Gesuch des Reichskomitees zu Gunsten der durch Hochwasser Geschädigten um Unterstüßung, 31. stäftigung Arbeitsloser, Beitritt zum Verein für Hessen und Hessen- Nassau zur Be 32. Gesuch des w. Louis Schäfer dahier um Erlaubnis zum Betriebe einer Schant wirtschaft im Hause Schanzenstraße 18, 33. Gesuch des August Wallenfels dahier um Erlaubnis zum Klein­handel mit Branntwein im Hause Marktplas Nr. 15, 34. Gesuch des Phil. Rupp- Gießen um Erlaubnis zum Betriebe einer Schanfwirtschaft im Hause Schüßen­straße 1, 34. Gesuch des Georg Kraft um Erlausnis zum Gastwirtschaftsbetrieb im Hause Hillebrandstr. Nr. 2, 36. Gesuch des Wilhelm Schröder um Erlaubnis zum Schant­wirtschaftsbetrieb im Hause Brandplot 13, 37. Gesuch d Jakob Muth um Erlaubnis zum Schanfwirtschaftsbetrieb im Hause Frankfurterstraße 36.

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** Sigung des Gemeinderats Grünberg. Anwesend find: Bürgermeister Zimmer, Beigeordneten Keil und sämtliche Herrn Gemeinderäte.

1. Eisenbahnprojekt Lich Grünberg. Der Antrag des Gemeinderat Moll, das frühere Komitee über die betreffende Anlage, best hend aus den Herrn G meinderat Kaiser, Moll, Dekan Wagner, Karl Seim beizu­behalten, wird einstimmig angenommen, zugleich wird be schlossen den Teil der Kosten der Vorarbeiten durch die Stadt zu übernehmen.

2. Zur Beilage 10 des Voranschlags wird beschlossen den nötigen Kredit zur Kanalisirung der Frankfurterstraße in den Voranschlag einzustellen.

** Eine große Gemälde Verkaufs- Ausstell ung- Gießen. Wie uns der Direktor Langraf vrn Berlin mitteilt, soll in den nächsten Tagen in Lorys Bier feller in den oberen Räumen eine wertvolle Sammlung von modernen Delgemälden aus dem Besitze der Freifrau von

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