Ausgabe 
22.4.1903 Erstes Blatt
 
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borgerufen. Das Spiel wird unter der Leitung des prie [ ters, aber ausschließlich von Judianern in Egene ges feßt. Der erste Bersuch wurde im Jahre 1891 auf ber britischen Reservation Scheldt gemacht, und der Er­folg war so groß, daß der Bricster jest jeden Sommer eine Aufführung veranstaltet, deren Wirkung als Be­fehrungsinittel fast unberechenbar groß ist. Die India­ner, denen auf diese Weise die Leiden des Erlösers erklärt werden, geraten in wahre Begeisterung.

Wie in Oberammergau, so entwickelt sich auch hier ein ästhetischer Kultus unter denen, welche eine Rolle in dem Festspiel zuerteilt bekommen wollen. Die Auf­führung selbst wird auf ganz andere Weise veranstal­tet, als in Oberammergau. Anstatt eine Bühne zu errichten, auf der sich die ganze Leidensgeschichte ab­[ pielt, wandern die Zuschauer von Station zu Station. Fünf Tage lang wird im Freien Messe gelesen, und mit jedem Tage schwillt die Menge der Gläubigen und Neugierigen an. Am sechsten Tage, etwa um 3 Uhr nachmittags, macht sich die Menge, die zuvor den Prie­stersegen empfangen hat, auf die Pilgerfahrt. Männer und Frauen, verschiedenen Stämmen angehörig, Wickel­finder, heranwachsende Knaben und Mädchen, Kranke und Gesunde, Gläubige und Ungläubige, alle in feier­licher Stimmung, folgen dem Banner, das ein Prie­ster voranträgt. Sowie sich die Prozession in Bewe­gung gesezt hat, stimmen die Rothäute einen Klagege­sang an, den man den Gesang der Pilgerfahrt zum Kreuz" nennt. Dem Träger des riesigen Kreuzes folgen barmherzige Schwestern, die unterivegs die Leidensge­schichte Christi rezitieren. So wird auf jede erdenk­liche Weise die feierliche, erwartungsvolle Stimmung gesteigert. Bei der ersten Station angekommen, knieen alle Zuschauer im Gebet, während die Aufführung be­ginnt. Wenn das Eignal zum Marsch gegeben wird, gesellen sich die Schauspieler, die ihre heilige Pflicht getan haben, zu der Menge.

Die Begeisterung erreicht ihren Höhepunkt natürlich bei Erreichung der letzten Station. Die Kreuzigungs­szene ist trop der Tatsache, daß kein Mensch, sondern eine aus Holz geschnitte Figur an das Kreuz genagelt wird, hochdramatisch und ergreifend. Wahrscheinlich ist man noch nicht geschickt genug in dem Erzielen gewag­ter Bühneneffekte, um diese Szene, die in Oberammer­gau so wahrheitsgetreu wirkt, zu wagen. Um bedeu­tungsvoller ist die ernstfeierliche Stimmung, die bei dieser Ezene alle Indianer beherrscht. Um den Ein­bruck realistischer zu machen, hat man ein hohles Kreuz angefertigt, in das eine blutrote Flüssigkeit gegossen wird, die in dem geeigneten Augenblick aus den Wunden des gekreuzigten Heilandes fließt. Bei diesem Anblid sind die ältesten und oft die verrufensten Krieger über­wältigt von einer geheimnisvollen, selbst ganz uner­Märlichen Rührung, und wer bis zu diesem Augenblick noch nicht das Knie gebeugt hat, tut es nun sicher.

Nab und Fern.

Das 50jährige Jubiläum des preußischen Traine beging diese Spezialtruppe am gestrigen Tage( Diens­tag). Das Gardetrainbataillon feierte den Gedenktag in Anwesenheit des Kaisers durch einen Festappell, worauf im Offizierkasino ein Frühstück serviert wurde, dem der Monarch beiwohnte. Der Train ist die jüngste der ver­schiedenen Waffengattungen des Heeres, und trotz der großen Wichtigkeit, die er von den ältesten Zeiten an für die Heeresoperationen besessen hat, entbehrte er doch bis ins 19. Jahrhundert einer Friedensorganisation. Napoleon war der erste Feldherr, der seinem Train eine solche gab.

Die Antialkoholiker als Gäste des Norddeutschen Lloyd. Der Norddeutsche Lloyd gab in Bremerhaven zu Ehren einer großen Anzahl dorthin gekommener Mit­glieder des Internationalen Kongresses gegen den Alks­holismus ein Festessen auf dem Schnelldampfer ,, Kai­ser Wilhelm der Große". Die hervorragendsten Vertreter aller beteiligten Nationen gaben in Ansprachen ihrer Freude über den vortrefflichen Erfolg des Kongresses Ausdruck und dankten dem Norddeutschen Lloyd für die erwiesene glänzende Gastfreundschaft.

) Zum Koniter Knochenfund. Die bei den neu gefun­benen Leichenteilen des ermordeten Gymnasiasten Win­ter befindlichen Gamaschen haben nach Aussage von bessen Eltern ihrem Sohne nicht gehört. Ob sie durch einen Zufall in die Abortgrube zu den Knochen geraten sind, oder einem der am Morde Beteiligten gehören, wird die nähere Untersuchung erweisen müssen. Es steht fest, daß die Personen, welche die Knochen in die Grube geworfen haben, mit der Dertlichkeit sehr genau vertraut gewesen sein müssen.

(::) Opfer des Sturmes. Von den deutschen Seeküsten kommen traurige Meldungen über viele schwere Schiffs unfälle, die der letzte große Schneesturm herbeigeführt hat. Außer großen Verlusten an Fahrzeugen und La­bungen haben leider auch mehrere brave Seeleute ihr Grab in den Fluten gefunden. So ſtrandete z. B. bei Wolgast der Barther Schoner Schwalbe", und nur ein Mann der Besatzung konnte gerettet werden, während die brei übrigen ertranten. Jm Binnenlande hat der Sturm nachgelassen, boch stockt der Verkehr auf weiten Strecken noch immer infolge der Verwüstungen an den Bahn­linien. In Schlesien sind durch das Unwetter neun Per­sonen ums Leben gekommen. Im Ausland ist am meisten Dänemark und Standinavien von Schneestürmen heimge­sucht. Die Bahnverbindung mit Kopenhagen ist gänzlich unterbrochen, die meisten telegraphischen Leitungen zer­stört. Ebenso sieht es in Mittel- und Südschweden aus.

= Ein blutiges Liebesdrama hat sich in einem Gast­hofe zu Grimma in Sachsen abgespielt. Der Kaufmann Heider aus Guben, welcher seit vergangenem Herbst bei der 5. Schwadron des dort garnisonierenden Husarenregi­ments seiner Dienstpflicht genügt, hat seiner Geliebten, der 20jährigen Modistin Minna Scholz aus Guben, die zum Besuch bei ihm weilte, mittelst Rasiermessers die Pulsadern geöffnet und dann sich selbst die Kehle durch­schnitten. Als das Paar am Morgen nicht zum Vor­schein kam, wurde das von ihm bezogene Zimmer ge­waltsam geöffnet, wo man die Liebenden, förmlich im Blute schwimmend, aber noch lebend auffand. Der Husar wurde in das Garnisonlazarett, das Mädchen in das städtische Krankenhaus eingeliefert. An dem Aufkommen des Bräutigams wird gezweifelt, während die Braut mit

oem Leben davonkommen dürfte.- Eine weitere Liebes­tragödie wird aus Kahla in Thüringen gemeldet. Dort erschoß im Walde der Volksschullehrer Johannes Ruckebrod sich und seine 18jährige Geliebte Klara Rudolph.

Der angebliche deutsch französische Zwischenfall in Amanvillers hat schnell seine einfache Aufklärung ge­funden. Bekanntlich behauptete ein französischer Ordon­nanzsoldat der Garnison Verdun, er sei in Amanvillers von einem deutschen Kommissar verhaftet und seine Frei­lassung von der Auslieferung militärischer Dienstgeheim­nisse abhängig gemacht worden. Diese Darstellung ist nach authentischen Mitteilungen aus Etraßburg in allen Buntten falsch, was schon daraus hervorgeht, daß der Soldat überhaupt nicht in Amanvillers, sondern in Mez festgenommen worden ist, wohin er mehrere Male ohne die für ausländische attive Militärpersonen er­forderliche polizeiliche Erlaubnis gekommen war, und wo er auffallende Beziehungen unterhalten hat. Als ein bestimmter Verdacht einer strafbaren Handlung sich nicht ergab, wurde der Soldat an die Grenze nach Aman­billers zurückgeleitet und zum Verlassen des Landes angewiesen.

Einen wertvollen Fund machten die Eheleute Rohlfs in Wallinghausen bei Aurich. Sie beabsichtigten, einen alten Schrank zu verkaufen, und beim Ausräumen des Schrankes sollte nun auch ein Bindfaden entfernt wer­den, der schon längere Zeit aus einer Fuge heraus­gehangen hatte. Man war aber nicht wenig erstaunt, als man mit diesem Bindfaden einen Beutel aus einem bisher nicht gekannten Verstecke hervorholte und in die­sem Beutel 43 Goldstücke, 42 alte Doppelkronen und eine einfache Krone, im Gesamtwerte von mehr als 1000 Mt. fand. Durch den unverhofften Fund, über dessen einstigen Besizer man nichts näheres weiß, sind die glücklichen Finder auf einmal großer Sorgen ent­lastet, die sich gerade in lezter Zeit bei ihnen einzustel­len drohten.

Bauernunruhen in Italien. Von arbeitslosen Land­leuten wurden in Galatina, als Lebensmittel unter sie verteilt wurden, Ausschreitungen begangen; es wurden Fensterscheiben eingeworfen und andere Gewalttaten ver­übt. Die Polizei trieb die Menge auseinander, diese aber warf mit Eteinen auf sie und gab Revolverschüsse auf sie ab, so daß von der Waffe Gebrauch gemacht wurde. Mehrere Teilnehmer an den Ausschreitungen wurden verwundet, einer der Verwundeten ist seinen Verlegun­gen erlegen. Auch ein Polizeikommissar und mehrere Gendarmen wurden verwundet.

m Furchtbare Hungersnot in China. Nach Meldungen aus der chinesischen Provinz Kwangsi sterben dort Tau­sende als Opfer der Hungersnot; Frauen verkaufen sich als Sklaven, um dem Hungertode zu entgehen. Der ame­rikanische Konsul hat Sammlungen eingeleitet.

** Briefmarken als Zahlungsmittel. Die im Geschäfts: berkehr häufig übliche Gewohnheit, Zahlungen durch Postwertzeichen zu begleichen, ist für die Empfänger häufig sehr unbequem, nicht selten mit Verlust ver­knüpft, besonders wenn neben den geringwertigen Post­wertzeichen, die im allgemeinen leichter unterzubringen sind, auch Marken zu 1, 2, 3 und 5 Mark in Zahlung ge­geben werden, für die sich schwer Verwendung findet, und die dann beim Empfänger zwecklos lagern und ihm das bare Geld entziehen. Die Post ist weder zur baren Einlösung von Postwertzeichen noch zum Um­tausche gegen anderswertige Zeichen verpflichtet. Es em­pfiehlt sich daher, von der Verwendung von Postmarken als Zahlungsmittel nicht Gebrauch zu machen; wenn es ausnahmsweise dennoch geschieht, nicht hochwertige Marken zu verwenden. Auch ist niemand verpflichtet, Briefmarken als Zahlungsmittel zu nehmen, da gericht­licherseits wiederholt entschieden wurde, daß Postwert­zeichen keine Zahlungsmittel seien. Es ist also nur Gefälligkeit, sich durch Briefmarken bezahlen zu lassen. ( 2) Verhaftete Falschmünzer. Der Berliner Kriminal. polizei gelang es, eine gefährliche Falschmünzerbande zu verhaften, der man schon seit längerer Zeit auf der Spur war. Die Bande bestand aus zivei alten Zuchthäuslern, den Malern Otto Linier und Wilhelm Schulz, die beide wegen Falschmünzerei vorbestraft sind, einem wegen Dieb­stahls bestraften Klempner Adolf Rode, den Arbeitern Ri­chard Hoppe und Friß Schischke und dem Handlungsgehil­fen Wilhelm Autel, die noch nicht bestraft sind. Schischke hatte besonders die Aufgabe, die Falschstücke, nur Einmark­stücke, in Läden unterzubringen. Er kaufte stets nur für fünf Pfennig ein paar Bogen Papier, einen Bleistift, eine Zigarre oder sonst eine Kleinigkeit. Mehr als eine Mark bekam er niemals mit. Gelang der Absatz, so wurden Hoppe, Antel oder Rode zu Schulz und Linier gesandt, um ein neues Stück für ihn zu holen. Fast zu gleicher Zeit wurde auch in Wiesdorf bei Düsseldorf eine Falsch­münzerwerkstatt entdeckt und fünf Personen verhaftet.

XX Ein Reiseabenteuer des Königs von Eugland wird aus Syrakus gemeldet. Das ganze Gepäck des Kö­nigs ist ihm unterwegs abhanden gekommen. In Reg­gio blieb infolge eines Unfalles der Gepäckwagen mit ben Koffern des Königs zurück und diese haben sich seither trotz aller Nachforschungen nicht auffinden las­sen. Es wäre nicht das erste Gepäck, das auf italie­nischen Bahnlinien abhanden kam.

Amerikanische Eisenbahnkatastrophe. Ein Schnell­zug der Eriebahn fuhr bei Redhouse im Staate Newyork mit voller Geschwindigkeit in einen Güterzug. Drei Schlaf­wagen und zwei andere Waggons des Schnellzuges ge­rieten in Brand. Zwei männliche Reisende, zwei Frauen und ein Kind kamen in den Flammen um. 10 Personen wurden mehr oder weniger schwer verletzt. Ein Bremser des Güterzuges wurde buchstäblich zerquetscht.

Bunte Chronit. Der Stapellauf des neuen großen Kreuzers ,, Ersatz Kaiser" wird auf kaiserlichen Befehl wäh­rend der Kieler Seglerwoche in diesem Sommer statt­finden.

Aus Nahrungssorgen erschossen sich in Steglitz der Kaufmann Abraham und seine Ehefrau. Vorher haiten sie diesen Entschluß ihrem Kommis brieflich mitgeteilt.

- Die Vergleichsverhandlungen zwischen Arbeitge­bern und Arbeitnehmern der Schuhindustrie in Pir­masens sind gescheitert und die Schuhfabriken ge­schlossen worden. 6000 Arbeiter sind ausgesperrt.

Giessener Cagesneuigkeiten.

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ordentlichen Professor bei der juristischen Fakultät der Landes Universität Dr. Joh. Baptist Braun mit Wirkung von 1. Mai 1903 an in den Ruhestand versetzt.

** Der Großherzog hat am 18. April den auß. Darin wird zunäch

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** In Anwesenheit des Vorsitzenden der Zentralsterenden Reichstage Samstag in Darmstadt die Delegierten der hessischen Orts. die Tatlache bezeichne gewerbvereine, um über die von der Regierung be Millionen Mart züglich der Sterbekasse geforderten Statuten- Aenderung Gerbung von Bau

zu beraten.

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im 18. Armeekorps steht nahe bevor. Wahrscheinlich werba die Mittel hierfür schon im nächsten Militäretat eingeftel eine definitive Entscheidung an kompetenter Stelle noch nic erfolgt. Ausschlaggebend wird für die Garnison di ses neue Jägerbataillons sein, daß sie in unmittelbarer N He durd schnittenes, bewaldetes und ebenes Gelände zugl ih besigt das es ermöglicht, alle Arten Felddienstübungen auszuführen Bon den in Betracht gezogenen Städten wird uit Vorzug (? D. Red.) Bensheim a. d. Bergstraße genannt. Man verkenne ja nicht die Vorzüge dieses Ortes, auch das G lände ist günstig aber ein Blick in die Standliste der

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deutschen Armee besagt, daß im Großherzogtum Hessen die gemeinen Radfahr hessischen Provinzen die meisten Regimenter in Garnison hat eines literari

Provinz Starkenburg im Vergleich zu den beiden anderen

und Oberhessen dagegen ein nur sehr minimales mili tärisches Kontigent aufzählen kann. Kommt dem weitblickenden Manne da nicht auch der Gedanke, wenn eine passende G legenheit sich bietet, daß ausgleichend man hier handeln fönnte, zumal wenn dieselben Chancen, dieselben Vorteile sich bieten resp. geboten werden. Und ist das nicht der Fall, hat Doer hessen nicht ebenso günstiges Terrain, in welchem Jäger truppen ausgebildet werden können. Hat Oberhessen neben seinen wunderschönen Waldungen, seinen durchbrochenen Feld und Wiesenflächen nicht noch seinen herrlichen Vogelsberg, in dessen charakteristischen Schluchten und Tälern der Soldat seinen Scharfblick und sein Orientierungstalent, seine Selbst. ständigkeit in bester Weise ausbilden kann. Ist denn durch den neuen große Truppenübungsplaß, welcher über kurz oder lang an der Hessen- Darmstadt und hessen. nassauischen Grenze zwischen Norbed Londorf- Roß. berg errichtet wird, nicht auch das militärische praktische und notwendige gegenseitige Manöverieren mit anderen Truppen ohne großen Quartiertosten leicht auszuführen. Aber nicht allein das, ist nicht auch bei uns in Oberheffen der Geländewert ein bedeutend niedriger als an der Berg. straße, als in Bensheim; ja ist die Verpflegung nicht eine weit billigere als in jenem Bezirk. Darauf müßte unsere Militärbehörde doch auch Rücksicht nehmen, dam't die Aus gaben, die Unterhaltungskosten für das neue Jäzerbataillon nicht zu abschreckend hohe sind. Es liegt mir nun fern, die neuen Jäger vielleicht in Gießen in Garnison zu sehen ( trozdem, daß unsere Provinzialhauptstadt im Verhältnis zu Darmstadt und Mainz das Anrecht auf eire Vergrößerung threr Garnison hat,) nein, wir haben außer Gießen und Buz bach in Oberhessen so manches freundliches und bequem ge legenes Städtchen, von denen ein jedes alles aufbieten würde, wenn es Garnisonstadt würde. Neben Büdingen, Als. feld, Lauterbach oder Schotten muß vor allen Dingen hierbei Grünberg genannt werden, und zwar aus folgenden Gründen. Grünberg, ein reges arbeite james Städtchen, das früher Kreisstadt war, ist nicht weit von Gießen entfernt, hat gute Bahnverbindung mit der Provinzial hauptstadt, liegt am Ausgang der Rabenau, nicht weit von dem späteren großen Truppenübungsplatz und am Fuße d Vogelsberges. Sind das nicht der Punkte genug, die eine Garnisonierung des neuen Jägerbataillons nach Oberheffen und ganz besonders nach Grünberg befürworten. Grün­berg dürfte also neben Bensheim schon mit in Frage tomme und, was historisch zu beachten wäre, Grünberg würde wieder, was es in alter Beit auch einmal hatte, Mili tär bekommen. Möge man sich darum in den maß gebenden Kreisen rühren und bemühen.-e- Grünberg

( Anmerkung der Redaktion: Unserem-e- Mit arbeiter dürfte man nicht Unrecht geben, das Herz unsere Provinz bekäme neues Leben, die umliegenden Städte un Ortschaften, wie Alsfeld, Laubach, Ulrichstein, Gießen würden auch einen kleinen Nutzen davon ziehen.)

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**( Militärdienstnachrichten.) v. Amelungen Hauptmann und Komp. Chef im Füs.- Regt. Königin( Schles wig- Holstein.) Nr. 86, zum Adjudanten der Großh. He ( 25.) Division ernannt. v. Schmidt, Oberst mandeur der 25. Kav. Brigade( Großh. Hess.), zum General major befördert. Roettschau, Hauptmann im Saf- Reg Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hess.) Nr. 116, zum Ampagnie chef ernannt. Rudeloff im Inf. Regt. Kaiser Whelm( 2 Großh. Hess) Nr. 116, unter Versehung in das Juf.- Regt Prinz Moritz von Anhalt- Dessau( 5. Pomm) Nr. 42 Biegler im Inf.- Regt. Kaiser Wilhelm( 2. sh. Heff Nr. 116, Oberleutnants, zu überzähligen uptleuter befördert.

** Der Verein Reichs- Wohnungsgese bersendet soeben seinen 5. Jahresbericht, der mit einer inter

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