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Wife Werte wurden in einer vom föniglich preußischen ifter für Landwirtschaft, Domänen und Forsten einbe­minen Kommission als der tatsächlichen Auffassung in länd­ligen Kreisen nahe entsprechend empfohlen. Wenden wir Biele Prüfungsmethode auf die von uns täglich nach ver­ledenen Octen Hessens ausgegebenen Prognosen an, dann egeben sich im Oftober für den Regen 94 Proz, für Tem­eta tair 90 Proz., Wind 92 Proz., Bewölkung 91 Proz., in der Gesamtheit 91 Treffer, Zahlen, welche wohl keinen 8peiffel aufkommen lassen an der praktischen Verwendbarkeit Beouf grund der Wetterkarten aufgestellten Voraussagen. Für den Wind:

Ruhig: Blätter und kleine Zweige werden noch bewegt.

Windig: Dickere Aeste werden bewegt, der Wind pfeift an den Häusern, Dächern usw. Stürmisch: Der Wind übt zerstörende Wir­fungen aus.

Für den Regen:

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1. Höchstens geringer Regen" oder auch feine nennenswerten Niederschläge". Dies tennzeichnet den Fall, wo im Gebiet hte und da leichte Strichregen niedergehen, während in der Nähe befindliche Ortschaften verschont bleiben.

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2. Geringer Regen": Der Landwirt wird in seinen Arbeiten nicht sonderlich gehindert.

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3. Regenfälle": Stärkerer Regen. Im Winter tritt gegebenenfalls an Stelle von Regen Schnee oder im Zweifelsfalle Niederschlag.

Was den Nebel anlangt, so läßt sich derselbe wegen seiner meist nur ganz lokalen Verbreitung- Orte in Fluß­oder Falllage haben oft dichten Nebel, während in geringer Entfernung sonniges Wetter herrschen kann- nur bei manchen Wetterlagen vorhersagen, wir schreiben dann: stellenweise oder vielfach" Nebel.

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Die auf die Temperatur bezüglichen Vorausfagen wie tälter"," Temperatur wenig verändert"," milder" be= iehen sich immer auf die höchste Temperatur des folgenden Lages, da eine Veränderung dieser sich am raschesten fühl­bar macht. Weicht die Temperatur der Nacht von der vor­hergeh nden vermutlich stärker ab, dann erfolgen Zusäte wie bei falter Nacht"," bielfach Nachtfroft" usw. Saluk folgt.

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen 20. November 1903. In der bekannten Gießener Seidendieb­ftahlsangelegenheit haben sich die Verkäuferin Olga Sperber und die frühere Verkäuferin, jeßige Ehefrau des Tierarztes Trischeler, wegen Diebstahl, sowie die Ehe­fram Johanna Vogel megen Hehlerei zu verantworten. Die des Diebstahls Angeklagten sind geständig, Frau V. dagegen leugnet, sich der Hehlerei schuldig gemacht zu haben. Santliche Angeklagten werden für schuldig befunden und Sp. zu 6, Frau Tr. zu 10 und Frau V. zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Die erlittene Untersuchungshaft wird auf die Strafe angerechnet und Frau Vogel aus der Unter­suchungshaft entlassen.

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Heinrich Trisch von Gelnhaar war wegen Beleidigung durch Vornahme unzüchtiger Handlungen in Gegenwart einer Frauensperson angeklagt Unter dem letzteren Gesichtspunkte nicht aber wegen Beleidigung, erkannte das Schöffengericht Ortenberg auf eine Woche Gefängnis. Auf Berufung des Angeklagten führt die bei verschlossenen Türen stattfindende Verhandlung zu Freispruch, da die Tat nicht öffentlich ver­übt wurde. Vor Eintritt in die Hauptverhandlung nimmt Konrad Löffler III von Gelnbaar die von ihm gegen ein Urteil des Ortensberger Schöffengerichts eingelegte Berufung zurück. Die Staatsanwaltschaft und Lehrer Jung von Brüningen als Nebenfläger verfolgen gegen ein Erkenntnis des Licher Schöff ngerichts, das den Feldschütz Martin Säfer aus Grüningen von der Anklage der Beleidigung des Lehrers Jung freisprach, Berufung. Die Verhandlung

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ergiebt, daß Schäfer verschiedenen Personen gegenüber ge­äußert hat, er protestiere dagegen, daß Jung die Stelle des ersten Lehrers in Grüningen bekomme, da dieser die Kinder zum Lügen anhalte. Dem Lehrer Jung werden zwar Un­forrektheiten nachgewiesen, doch hält das Gericht den vom Angeklagten angebotenen Wahrheitsbeweis für nicht erbracht, und verurteilt ihn zu 10 Mt. Geldstrafe unter Belastung mit den Koften des Verfahrens einschließlich derjenigen der Nebenklage.

Marktberichte.

Gießen, 21 Novbr. Auf dem heutigen Wochenmartt kosteten Butter per Bfb. 1.00-1.20 Mt., Hühnereter 2 Stüd 16-20 Pfg., Enteneier St. 8 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar Mr. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1.80, Hahnen, per Stüd Mt. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse p. Bid. 50-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Big., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pig. Schweine­fleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfa., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 5.00-5.50 m., wiebeln per 3t. Mr. 4.50-5.00, Aepfel ver Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg.. Kartoffeln per 100 kilo Centner 16-20 Mr. Milch per Liter 18 Vfa. Dauer der Marktjeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehre dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Um­herziehen feilgeboten werden.

Hamburger Futtermittelmarkt. Originalbericht von G.& D. Läders, Futtermittelgroß­handlung, Reis- und Delfuchenmühle, Hamburg.

Für Kraftfuttermittel zeigte die hiesige Börse in dieser Berichts­woche ein etwas freundlicheres Aussehen; es wurde zu niedrigen Breifen für prompte und spätere Lieferung viel gehandelt. Getrocknete Biertreber und helle Schlempe find ungewöhnlich knapp und bedingen hohe Preise. Kleie ebenfalls etwas höher. Tendenz: ruhig.

Reisfuttermehl 24-28 Proz. Fett und Protein Mr. 4.00-4.30 50 Kilo ab Hamburg, Mt. 4.35-4.50 ab Hamburg, ohne G Weizenkleie, grobe 4.10-4.35, Rogaenkleie 4.00-4 40, erſtefleie 4.60-525, Erdnußkleie( gemahlene Erdnusschalen) 1.90–2.25, Erdnußkuchen und Erdnußmehl 52-54 Proz. 5.85-6.30, 53-58 Proz. 6.10-7.20, Baumwollsaatkuchen und Baumwollsaatmehl 52 bis 58 Proz. 6.25-6.50, 58-62 roz. 6.40-6 80 Cocusnukkuchen und Mehl 28-34 Proz. Fett und Protein 5.10 6.00, Balmtern­fuchen und Mehl 22-26 Proz. 4.85-5.15, Rapskuchen und-Mehl 38-44 Broz. 4.00-4.50, Leinfuchen und Mehl 38-42 Broz. 6.10 bis 6.50, Maisölkuchen und-Mehl 18-14 Broz. 5,75-6.00, Ge­trocknete Schlempe 33-45 Prog. 5.20-5.75, Getrocknete Treber 24-30 Proj. 480-5.20, Malzfeime Mt. 4 50-5.- alles pro 50 Kilo ab Hamburg.

baltsgarantie Mt. 3404,00 ab Hamburg Reistleie 1.80 3.25,

Wetterbericht.

( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.)

Verlauf der Witterung vom Donnerstag bis Freitag.

Im Nordwesten Europas ist ungewöhnlich rasch ein fräftiges TIEF erschienen; dasselbe entsendet südwärts bis Oberitalien eine Rinne niederigen Drufes HOCH'S lagern im Südwesten und Osten. Bei dieser Drukverkilung dauert das kalte, trübe Wetter an, stellenweise fiel etwas Regen, im Vogelsberg wiederum Schnee. Das TIEF scheint oftwärts weiter zu ziehen, hierbei würde bald in unserem Gebiet der Wind nach Westen drehen und geringer Regen fallen. Voraussichtliche Witterung für

Samstag und Sonntag: Vorwiegend trüb, etwas milder, etwas Regen, windig. Keine durchgreifende Aederung im bestehenden Witterungs­charakter.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen.

Gartenstraße 2.

Es fönnen eingestellt werden:

2 Schmiede, 1 Schlosser, 2 Küfer, 1 Bau- und Möbel­schreiner, 3 Holzbildhauer, 1 Schuhmacher, 2 Schneider nach ausw., 1 Friseur, 1 Flickerin, 3 Glaser, 2 Hausburschen von 14-16 Jahren, 6 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und ausw.

Lehrlinge:

1 Rüfer, 1 Friseur.

Es suchen Arbeit:

2 Knechte, 2 jüngere Bauschlosser, 1 Spengler, 1 Buch­binder, 2 Schreiner, 2 Küfer, 1 Bäcker, 1 Metzger, 1 Büglerin, 2 Wasche oder Puzzfrauen, 4 Hausburschen, 1 Kutscher, 1 Kellner, 2 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 2 Lauf­

mädchen, 3 Bureaugehülfen, 1 Kranken- bezw. Wochenpflegerin.

Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Lokale, den Gerichts." und Deffentlichen Sprechsaa":& r. Oppermanu,

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Eheschließungen.

Am 14. Nov. Joh. Ludw. Jak. Hengst, Kaufm. dah. mit Emma Frieder. Noll, Tocht. d. Lokomotivf. Wilh. Noll dah. Wilh. Gg. E. Schmidt, Eisendr. dah. mit Kath. Marg. Schmidt, Hausmädch. dah.

Geborene.

Am 6. Nov. Dem Schneidermstr. Robert Gärtner eine Tocht. 8. Dem Lokomotivf. Friedr. Wilh. Thielmann eine Tocht., Emmy, Joh, Klara. 10. Dem Dachd. Hrch. Prang ein Sohn, Ernst. 11. Dem Eisenbahnwerkstättenarb. Fr. Henn ein Sohn. 12. Dem Aufseh. Joh. Pfeil eine Tocht., Louise Paula. 13. Dem Kanalarb. Hrch. Reuel eine Tocht., Kath. Margar. 14 Dem Dachd. With. Röhrig eine Tocht., Dem Schlosser K. Carlé ein S., Fr. E. L. Dem Schußm. Schmidt ein Sohn, Wilh. K. Dem Registrat. E. Rumpf ein Sohn.

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Gestorbene.

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