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zehrung der ueversusse prugerer Jayre. ungeacret großter Sparsamkeit in den Budgetforderungen ist in der neuen Etatsperiode mit einem so erheblichen Fehlbetrag zu rechnen, daß eine Erhöhung des Steuerfußes der Einkommen- und Kapitals- Rentensteuer bevorsteht. Eine dahingehende Vor­lage wird der Ständekammer alsbald nach ihrem Zusammen­tritt zugehen.

Angesichts dieser Zustände, die in den übrigen Bundes­Staaten, namentlich in den thüringischen Kleinſtaaten, min­destens ebenso schlimm sind, erhebt sich wiederum die Frage: Wo bleibt die Reichsfinanzreform, die der Be lastung der Einzelstaaten durch die stetig wachsenden Marri tularbeiträge ein Ziel sezt? Graf Bülow hat sie bei der jüngsten Finanzministerfonferenz als eine Frage bezeichnet, deren Lösung ganz außerordentlich dringend sei, und die Finanzminister der anderen Bundesstaaten haben ihm rück­haltlos zugestimmt. Hoffentlich werden die für die steuer­zahlende Bevölkerung schmerzhaften Operationen, zu denen die einzelstaatlichen Regierungen, wie das Beispiel Hessens und Badens zeigt, jetzt notgedrungen greifen müssen, die Lösung der Reichsfinanzreform stark beschleunigen. Denn in der Belastung der Einzelstaaten durch Beiträge für das Reich, die ihre Finanzen verwirren und verschlechtern, liegt die Gefahr des Aufkommens einer Reichsverdrossenheit, die auf die innere und äußere Entwickelung unseres Vaterlandes bon schwerem Nachteil sein müßte.

Die Politik.

Ein Beispiel praktischer Arbeiterfürsorge gibt die ba dische Regierung. In den nächsten Tagen werden etwa 100 Fabrikarbeiter aus den verschiedensten Teilen des Landes unter der Führung des Vorstandes der badischen Fabrikinspektion eine seit Wochen vorbereitete Reise nach Berlin antreten, um gemeinsam die ständige Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt in Charlottenburg zu besichtigen. Um auch ärmeren Arbeitern die Teilnahme an dieser Reise zu ermöglichen, hat der Großherzog, der selbst die erste An­regung gegeben hat, einen Zuschuß von 1500 Mark aus seiner Privatschatulle gewährt; denselben Betrag hat auch das Ministerium des Innern aus Staatsmitteln bewilligt, und auch verschiedene Handelstammern, Großindustrielle und andere haben größere Beiträge gezeichnet, um eininal die Reise und Aufenthaltskosten der Arbeiter zu bestreiten und gleichzeitig die Fortzahlung des Lohnes wäh­rend der 4- bis 5tägigen Abwesenheit zu ermöglichen. Bei der Auswahl der Arbeiter wird nach der Bestimmung der Regierung jede Rücksichtnahme auf die politische Ge­sinnung ausgeschlossen.

Ein Posener Blatt hatte kürzlich berichtet, in die von uns schon erwähnte Bestechungsaffaire des polnischen Agita­tors Biedermann sei nicht nur ein Gefangenenaufseher in Wronke, sondern eine ganze Reihe von Unter­beamten der Posener Polizei und der Ansie­delungskommission verwickelt. Jene sollten Bieder­mann, der Zeitungsherausgeber ist, unter Verletzung der Amtsverschwiegenheit Nachrichten übermittelt haben, die An­siedelungsbeamten dagegen sollten ihn in seinem Neben­geschäft, der Aufteilung deutscher Güter an polnische An­siedler, dadurch unterstützt haben, daß sie Biedermann von beabsichtigten Ankäufen der Ansiedelungskommission Mit­teilung machten und ihn so in den Stand setzten, der Kom­mission zuvorzukommen. Jetzt erklärt der Posener Polizei­präsident, daß die gegen die ihm unterstellten Schußleute erhobenen Beschuldigungen falsch sind. Zugleich teilt er mit, daß er gegen das Bosener Blatt und einige andere Zeitungen, die die Nachricht abgedruckt haben, Strafantrag stellen werde. Für die beschuldigten Ansiedelungsbeamten ist eine gleiche Rechtfertigung noch nicht erfolgt.

Hof und Gesellschaft.

*** Der Kaiser empfing gestern den Oberbefehlshaber in den Marken, Generalobersten v. Hahnte, zur Meldung und machte hierauf mit der Kaiserin und in Begleitung des Generalobersten eine Promenade durch die Parkanlagen von Sanssouci. Die Kaiserin wohnte der Vereidigung der Pots­damer Rekruten bei.

Mit einem Eifer, der wahrlich einer besseren Sache würdig wäre, hält die gelbe Yankeepresse daran fest, gegen Deutschland Niederträchtigkeiten zu verüben, wo immer sie tann. Das Hauptheblatt unter den deutschfeindlichen Blättern Ameritas, der ,, Newyork Herald", verbreitet eine Meldung, die er aus Bogota erhalten haben will. Es heißt darin, cine dort eingetroffene Kabelmeldung, daß Deutsch­land die amerikanische Politik mißbillige und Amerikas Ein­mischung in die Panamaangelegenheit tadele, habe in der Bevölkerung Jubel hervorgerufen und die Kriegslust ver­stärkt. Es seien Hochrufe auf Deutschland ausgebracht wor den. Selbstverständlich ist die Meidung, soweit sie Deutsch­Land der Parteinahme für Kolumbien bezichtigt, blanker Schwindel. Aber wer verhetzen will, ist in der Wahl seiner Mittel nicht wählerisch, zumal wenn es ein Yankee ist.

** In Schwetzingen fand eine auf Anregung der Groß­herzogin von Baden veranstaltete Frauenvereins­bersammlung zur Erörterung der Mittel und Wege zur Be­fämpfung der Lungenschwindsucht statt. Die Großherzogin wohnte der Versammlung bis zum Schlusse bei.

Im Prinzenhause zu Plön, das bekanntlich zur Zeit den beiden Kaiserlichen Prinzen August Wilhelm und Oskar zum Studienaufenthalt dient, fanden an einigen Abenden dieser Woche kleine Festlichkeiten mit Theater- und Tanzaufführungen statt, bei denen die Kaiserlichen Prinzen und ihre Mitschüler mitwirkten. Zur Darstellung gelangten Wallensteins Lager und Turandot". Den Festlichkeiten wohnten neben den Lehrern auch der Kommandeur und die Offiziere des Kadettenhauses mit ihren Damen bei; ferner war der Adel aus der nächsten Umgebung mit Einladungen bedacht worden. Die Darsteller ernteten reichen Beifall.

Nab und fern.

Gewaltige Schneefälle sind im Riesengebirge und im Hirschbergertale niedergegangen und haben beträchtliche Ver­kehrsstörungen hervorgerufen. Die Eisenbahnzüge erleiden Verspätungen, Lastfuhrwerke kommen nur mit Vorspann fort. Viele Telegraphendrähte sind gerissen, der Telegraphen­und Telephonverkehr teilweise gestört. In den Wäldern ist viel Schaden durch Schneebruch entstanden. Auch in der Grafschaft Glatz ist starter Schneefall eingetreten, während aus der Magdeburger Gegend leichte Schneewehen gemeldet werden.

Für die russischen Intriguen in Tibet sucht sich Groß­britannien in Persien schadlos zu halten. In Teheran er­hält sich hartnäckig das Gerücht, die englische Regierung suche bom Schah einen Bachtvertrag für die Ausbeutung der Mineralreichtümer Persiens zu erhalten. England schlage folgende Bedingungen vor: Dauer der Pacht hundert Jahre, Bachtzins 100 Kurum- Tumane( etwa 90 Millionen Rubel), wovon Persien 70 Kurum- Tumane an Rußland für seine Schuld zu zahlen sich verpflichtet. Alle Zollämter Persiens treten unter englische Leitung." Die persische Regierung scheint dem englischen Vorschlag geneigt, und allem An schein nach ist es den Engländern bereits gelungen, Han delsvergünstigungen zu erlangen, welche den russischen Interessen widerstreben. Auch der englische Einfluß am per fischen Hofe hat sich bedeutend befestigt. Besonders sind die Engländer bemüht, gute Beziehungen zu den Mollahs in den türkischen Städten Nedscheff und Kerbela herzustellen, den Hauptwallfahrtsorten der schiitischen Perser. Durch die Mollahs an den heiligen Stätten dieser Städte ist es leicht, auf die Volksmassen einzuwirken. Dem Abschluß dieses Bachtvertrages dient auch der mit allem erdenklichen Pomp geplante Besuch des Vizekönigs von Indien, Lord Curzon, im persischen Golf und in Teheran. Die Frage ist nur, ob die russische Diplomatie nicht noch in zwölfter Stunde den Engländern einen dicken Strich durch die Rechnung macht. Die russische Polizei in Petersburg ist gegenwärtig Tag und Nacht auf den Beinen: Das nihilistische Gespenst spukt wieder. Die Nihilisten haben, wenn man den leicht zu Uebertreibungen neigenden russischen Polizeimännern glauben darf, in den letzten Wochen in Petersburg eine Hieberhafte Tätigkeit entfaltet und eine bedeutende Anzahl Proklamationen verbreitet. Die polizeiliche Ueberwachung der zureisenden Fremden ist sehr verschärft worden. Schon seit mehreren Nächten erscheint die Polizei in verschiedenen Privatwohnungen, um festzustellen, ob sie Insassen beher. bergen, die nicht angemeldet sind. Eine bedeutende Zahl politisch verdächtiger Personen wurde verhaftet.

Von der Ostasienfahrt des Prinzen Adalbert von Pren­ßen werden von einem Passagier des Dampfers König Albert" einige interessante Einzelheiten berichtet. Der Prinz nimmt die Mahlzeiten mit den anderen Fähnrichen zusam­men in der Fähnrichsmesse ein, die geschmackvoll, aber doch einfach eingerichtet und im Zwischendeck aufgeschlagen ist, er wird von den Fähnrichen nur mit Prinz und Sie" angeredet. Vor allem gefällt an Bord die liebenswürdige und ungezwungene Art des Prinzen. Oft besucht er die Schiffsoffiziere auf der Kommandobrücke und erfundigt sich wißbegierig nach den verschiedensten technischen Einzelheiten des Schiffes und der Fahrt, wie es nur ein angehender See­mann tut, der Liebe zu seinem gefahrvollen Beruf hat.

Lokales.

Gießen, 22. November 1903.

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perfeft würde, 2 Prozent von der Kaufsumme verl Kübler war damit zufrieden und unterzeichnete darauf Revers, worin er sich verpflichlete, dem Makler die Bro für den Nachweis des Objektes und für die Vermitt des Kaufes auch für den Fall zu zahlen, wenn, wie imb Bordruck ausdrücklich vermerkt steht, der Vermittler vom Verkäufer eine Provision erhalte. Erst nachdemm Revers unterschrieben war, erfuhren die Reflettanten, welche Wirtschaft es sich überhaupt handelte. J. fuhr ihnen nach Lollar und dort kam der Handel zustande. Küblers tamen später dahinter, daß der Angeklagte bei b Handel seitens des Verkäufers der Germania", welcher Wirtschaft etwa acht Monate vorher für 46 500 Mt. hatte, für den Handel, den er mit ihnen vermittelt, 3000 als Verdienst erhalten hatte; ste verklagten Jafob Herauszahlung der von ihrer Seite gezahlten Provision Höhe von 1100 Mt. und hatten mit dieser Alage auch erst beim Landgericht Gießen Erfolg. Der Verurteilte folgte dagegen die Berufung und diese wurde vom D landesgericht verworfen. Das Oberlandesgericht batt seinem Urteil dahin sich ausgesprochen, daß Jakob im b liegenden Falle betrügerisch gehandelt hätte, indem er Küblers gegenüber argliftig verschwiegen, daß ihm der fäufer versprochen gehabt, wenn er sein Anwesen für 5500 Mart an den Mann bringe, der Vermittler 3000 Mt. bet verdienen solle. Auf Grund dieses Urteils war Staatsanwaltschaft veranlaßt, strafrechtlich in der Sache zugeben. Jakob wurde wegen Fluchtverdachts seinerzeiti Haft genommen und gegen eine Raution von 10 000 erst wieder auf freien Fuß gefeßt. Heute erklärte der getlagte, er halte sich für unschuldig. Das von ihm b mittelte Anwesen in Lollar sei seiner ganzen Beschaffent nach als Geschäft damals für jeden tüchtigen Käufer 6000 Mark wert gewesen. Die von ihm dem Kühler genan Umsätze in der Wirtschaft seien diefem reell nachaemi morden. Wenn der Käufer sich zur Zahlung der 2 Brou Provision nicht bereit gefunden hätte, würde er ihm selb verständlich überhaupt das Objekt nicht nachgewiesen ba Er habe den Küblerschen Eheleuten auch nicht araliftig schwiegen, daß er von dem Verkäufer Provision erhalte, deren Höhe man ihn nicht gefragt habe. Der Beuge u Sachverständige Direktor der Gewerbebant Gießen, d 2008, erklärt es für allgemein üblich, daß der Immobilin mafler von beiden Teilen Provision fordert und er Sensa Stern- Simon- Frankfurt a. M. bemerkt zur S vorweg, daß er sagen müsse, für Frankfurter Verhältni bestehen für den Immobilienmakler feste Normen, auch h zahlen Käufer und Verkäufer dem Makler Provision, zwar 1 und Prozent, sogar die Stadt Frankfurt, f welche er häufig tätig set, zahle Provision, obgleich diefe weiß, daß auch von der anderen Seite solche gegeben wi Allerdings handle es sich in der großen Stadt auch um a dere Objekte, als das hier in Frage stehende. Es paffiere au in Frankfurt, daß dem Makler seitens des Verkäufers größere Summe zugesichert wird, a's die übliche Brobifo und daß derselbe auch vom Käufer sich eine Provision au bebinge. Er wolle zugestehen, daß in anständigen Mallo treisen eine solche Handlungsweise als nobel und fair rid betrachtet werde, aber er sei der Ansicht, daß der Male nicht verpflichtet sei, dem Käufer, wenn dieser nicht au drücklich danach fraae, anzugeben, wieviel er von der andra Seite bei dem Geschäft verdiene. Das Gericht beschloß, da das Urteil, wegen der Schwierigkeit der Prüfung der i Frage stehenden Rechtslage am Freitag verkündet werde.­Der Staatsanwalt ließ übrigens den Angeklagten erneut Saft nehmen, weil noch eine weitere Sache, die ähr liegen soll wie die verhandelte, gegen denselben vorliege Berichtigung. Wir brachten vor einigen Top die Nachricht, daß der in das Baer'sche Warenhaus etia stiegene Tapezier Zimmermann vorbestraft sei. Es bat f herausgestellt, daß das nicht an dem ist, diese Bemer ift vielmehr eine Verwechslung und bezieht sich auf ein Namens Emil Rimmermann.

** Stadttheater Gießen. In letter Stunde sei nochmals auf die heutige vierte Voltsvorstellung, Maria Magdalene" von Hebbel hingewiesen. Die Aufführung des Totensonntags bringt bekanntlich zum letztenmale Ueber

den

n Wassern von Georg Engel. Das stimmungsvolle Wert zeichnet sich in seiner hiesigen Darstellung bekanntlich durch ungemein sorgfältige Einstudierung und Regie, sowie durch hervorragende Einzelleistungen, namentlich des Fräul. Hohl und der Herren Sandorff und Linzen aus.

Der für heute, Samstag abend, angesagte Frig Reuter- Abend des Herrn Junkermann fällt aus, da man es infolge des Todesfalles am Großherzogl. Hofe nicht für angebracht hält über heitere und humoristische Sache, denn solche sind doch bekanntlich die Reuterschen Arbeiten, zu rezitieren. Der Vortrag soll später im Dezember oder Februar tommenden Jahres stattfinden.

A Die Ortsgruppe Gießen des Bundes deutscher Bodenreformer hat Herrn Prof. Dr. Straubinger aus Darmstadt zu einem V rtrag gewinnen fönnen. Derselbe wird nächsten Dienstag, den 24. November abends 1/9 Uhr, im Café Ebel über" Bodenreform als ethisches Kultur­problem" sprechen.

** Die Freiwillige Gailsche Feuerwehr fordert ihre Mitglieder auf, gleich wie andere Korporationen sich zahlreich zu melden zu der morgen, Sonntag, in Aftion tretenden Sanitätskolonne. Wir können diese Aufforderung nur gutheißen, dient das Werf doch nur einem edien 8wed.

* Die gegen die Wahl des Beigeordneten Dörmer in Lich eingelegte Berufung wurde heute vom Kreisausschuß für begründet erachtet und demnach die Wahl verworfen. Die Kosten ausschließlich derjenigen der von den einzelnen Parteien geladenen 8 ugen werden der Stadt Lich auferlegt.

*** Die Hessische Vereinigung für Volks funde( Ortsgruppe Gießen) hält kommenden Montag, den 23. November abends 19 Uhr, im unteren Saale des Café Ebel thren ersten Mitgliedsabend ab. Es sind drei Tematas auf der Tagesordnung( siehe Inseratenteil in heutiger Nummer), die besonders für den Laten vel In­teressantes und Neues enthalten. Ein zahlreicher Besuch ist nur erwünscht und zu empfehlen.

** Für das Immobiliengeschäft ist der Prozeß Jatob, welcher am 17. November von der Strafkammer Gießen zur Verhandlung fam, von großer Bedeutung. Dem F. G.-A." wurde folgendes darüber geschrieben: Angeklagt des Betruges war der Agent Abraham Jakob aus Gießen. Der Tatbe­stand war der folgende: Im März 1902 fauften die bis dahin in Frankfurt a. M. ansässig gewesenen Wirt Gottlob Adam Küblerschen Eheleute von Emil Korimer Eheleute in Lollar die diesen daselbst gehörige Wirtschaft Zur Ger­mania" um 55000 mt. Die Käufer waren durch eine in den Zeitungen enthalten gewesene Ch ffre- Annonce auf das Kaufobjekt aufmerksam geworden, hatten sich darauf als Re­fleftanten gemeldet, worauf Jakob, welcher sich gewerbsmäßig mit derartigen Vermittelungen befaßt, mit ihnen in Verbins dung trat. Der Angeklagte teilte in einem Briefe den Küblers mit, daß er die Wirtschaft an der Hand habe, daß dessen Besitzer dafür 60000 Mt. fordere, daß es ihm aber möglich sei, das Objekt um 56000 r. zu vermitteln. Rüblers tamen darauf nach Gießen, verhandelten mündlich mit J., der für seine Tätigkeit von ihnen, falls der Kauf

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*** Klein- Linden, 20. Nov. Der Kriegerverein g am 29. November eine würdige Geburtstagsfeier abzuhat 8uerft findet Kirchenparade statt. Nachmittags ist im Zur Burg" gemütliches Zusammensein, welches mit sicht auf den Tod der Prinzessin ohne Musit stattfindet.

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* Hanau. 20 Nov. Vor der biesioen Straffann hatte sich dieser Tage der Bürgermeister W. zu Spiele megen Widerstands und Beleidigung zu verantworten. E Förster des Fürsten von Ys nburg- üdingen- Wächter hatte das Spielberger Orta oberhaupt auf einem verbote

eg, noch dazu mit der Flinte, angetroffen. Als ihm Förster die Flinte abnehmen wollte, widersetzte sich Bürgermeister und sagte weawerfend: Du wärft mir ein Förster!" Das Gericht verurteilte ihn wegen Wit stands zu 5 Tagen Gefängnis und wenen Beleidigung 15 Mt. Geldstrafe.

Wetterberichte und Vorhersagen.

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Da die in einer Anzahl oberhessischer Zeitungen scheinenden Wetterberichte und Voraussagen vielfach fald aufgefaßt werden, sehen wir uns veranlaßt, einige Erläute daß der Gießener Wetterdienst", deren Organisation f rungen zu geben. Zunächst muß ich ausdrücklich betone Hessen ich auf Anregung des Leiters des Hessen- naffauifde Wetterdienstes, Herrn Oberlehrer Freybe und Profeso Börnstein übernommen habe, sich lediglich in den Dienst de Landwirtschaft stellt, da die Erfahrung gelehrt hat, daß b Sicherheit der für die nächsten 48 Stunden aufgeftelte Prognose groß genug ist, um dem Landwirt besonders mis rend der Erntezeit wirklich Nußen zu bringen. Es ist be her für uns die Ansicht maßgebend, die in ländlichen Krei über das Wetter nnd den relativen Wert der einzelnen Ge mente, wie Wind, Bewölkung, Temperatur und Niedersch herrscht. Wir legen auf den Regen als den wichtige Faktor, mit dem es der Landwirt zu tun hat, den größte Wert und rechnen ihn bei Brüfung der Prognose sechsfa die Temperatur zweifach, Wind und Bewölkung je einfa

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