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Nr. 247.

Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., burch die Poft bezogen viertel fährlich Mr. 1.50.

Brati@ bellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmitags.

Mittwoch, den 21. Oftober 1903.

Gießener

12. Jahrgang.

Jnsertionspret 8: Die einfpaltige Petitzelle für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Bfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg.

Boftzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechenschink Mr, 362.

Neuelle Nachrichten

( Stekener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeifung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen.

Grofsstadt- Elend.

Von einem gelegentlichen Mitarbeiter wird uns geschrie­ben: Dieser Tage sind die Adressenschreiber eines Berliner Adressen- Bureaus in den Ausstand getreten. Nach jahre­langer, unwürdiger Behandlung und miserabler Bezahlung haben sich diese Aermsten aufgerafft, um sich ein Streifchen Freiheit, ein wenig Menschendasein zu erkämpfen. War je ein Ausstand berechtigt, so ist es dieser. Man sollte nicht glauben, welch ein Bild hier entrollt wird! Mit 8 bis 10 Mark in der Woche müssen da gebildete Menschen bei angestrengtester Arbeit vorlieb nehmen. Trotz aller Nacht­und Sonntagsarbeit können sie es höchstens auf 12 Mark bringen. Angestellte, die schon fünfzehn Jahre im Hause tätig sind, haben endlich einen Verdienst von 15 Mark er­reicht. Vorarbeiter, die über soundsoviel Schreiber zu_be­fehlen haben, erhalten ganze 15,30 Mart. Hunderte von Leute haben unter solchen Umständen, ohne zu murren, jahrelang leben müssen. Bei halbstündiger Mittagpause und täglicher Nachtarbeit ist ihre Gesundheit untergraben, ihre Daseinsfreude vernichtet worden. Man wende da nicht ein, diese Acrmisten rekrutieren sich lediglich aus den untersten Schichten und seien höhere Löhne von Jugend auf nicht gewohnt. Auch darüber hat man manches erfahren, was andere Gedanken gibt. Rechtsanwälte, Aerzte, kurz, Akademiker aller Fakultäten, die in ihrem Berufe so oder so Schiffbruch erlitten, sind unter diesen Schreibern, weil sie anders kaum Beschäftigung fanden und doch nicht ver­hungern wollten mit den Ihren. Nach Zeugnissen und Referenzen hat man in diesem Riesenbetriebe nicht viel ge­fragt. Schrieb einer eine leidliche Handschrift und war er mit dem Frohndienste zufrieden, den dieses Millionen­baus von seinen Angestellten verlangte, so wurde ihm der Eintritt in keiner Weise schwer gemacht. Dieser ethische Hafen wurde vielen zur Falle. Dicie Aermsten, die monate­lang auf der Straße gelegen, ohne Verdienst, ohne Brot mid jeglicher Hoffnung bar, griffen zu, ohne lange zu er­wägen, ob dieser Lohn nun ihrer Leistung würdig wäre. Ja, sie dankten dem edelmütigen Chef wohl gar, weil er ibnen die Demütigung ersparte, ihre Vergangenheit zu ent­hüllen und ihm zu sagen, wie es fam, daß sie einst Schiff­bruch gelitten. Aber fälschlich war es, das Feinfühligkeit zu nennen, was nur höchste Gleichgültigkeit war. Der Streik dieser Aermiten denen die Sympathie aller Kreise sicher ist, hat grauenvolle Zustände enthüllt, wie sie eines Kultur­staates wirklich nicht würdig sind. Er lenkt die Aufmerk­samkeit aufs neue auf Dinge, die in der Großstadt seider alltäglich sind, und die man doch im Vorbeigehen kaum be­achtet. Leute, die einmal entgleist sind auf der geraden Bahn des Lebens, können so leicht nicht zurückfinden, so ernſt ihre Besserung auch sein mag. Und jener Einbrecher, den sie da neulich abfaßten, als er faum aus dem Zuchthause ent­lassen, sich schon wieder an fremden Türen zu schaffen machte, sprach eine furchtbare Wahrheit aus, als er auf die Frage, ob er sich denn gar nicht auf ehrliche Weise ernähren fönne, die Antwort gab: sa, was soll ich denn in der Frei­heit anfangen? Wer gibt denn einem Zuchthäusler Arbeit?" Großstadtelend! Wie oft ist schon über dieses Thema geschrieben und gesprochen worden! Aber alljährlich aufs nene ziehen die Polypenarme neue Menschenmassen in ihren Bereich, und der Zug nach der Großstadt nimmt ungeheure Ausdehnung an. Das Glitzernde und Gleißende, das an der Oberfläche schwimmt, lockt die Massen von Naiven und Unkundigen, die nicht in dieses Lebens Tiefe zu sehen ver­mögen. Da nüßt es nichts, wenn zeitweilig ein Lichtschimmer auch die Abgründe erhellt, und jeder Einzelne redet sich die egoistische Meinung ein, ihm könne das nicht passieren. Wie oft ist nicht schon davor gewarnt worden, junge Mädchen aus den kleineren Städten oder den Dörfern allein in das Getriebe der Großstadt hinauszulassen. Und trotzdem ver­mehrt sich der Zuzug alljährlich um weitere tausende. Ist es da ein Wunder, daß soviele auf Abwege kommen, sinken und verderben? Und die wenigen, die sich noch halbwegs an der Oberfläche halten, die armen Konfektioneusen, Ver­fäuferinnen, Näherinnen und dergleichen, was erhalten sie für Löhne? 30 bis 40 Mark pro Monat ist ein gang­barer Preis für weibliche Durchschnitts- ,, Ware". Und da­von soll num Wohnung, Kleidung und Nahrung bestritten werden!

Es wird so manches begreiflich, was oberflächliche Be­schauer zu falschem Urteil führt. Es erscheint so manches menschlich verständlich und entschuldbar, was harte Sitten­richter mit moralischer Entrüstung bestrafen. Seht nur hinein in diese Tiefen und flagt nicht jene an, die vom Wege der Pflicht und der Tugend wichen, sondern jene, die sie dazu treiben! Hinter diesent gleißenden Flitter der Groß­stadt schläft namenloses Elend. Wenn der Winter kommt und glückliche Menschen sich daheim um den Kamin scharen mit zufriedenem Lächeln, läuft draußen auf den Gassen Frau Sorge um und schließt in ihre knöchernen Arme so manchen, der still an den Häusern des Glücks vorüber­schleicht, so manches von den jungen Dingern mit großem Federhute, die mit erzwungenem Lächeln tänzelnd durch die Straßen gehen. Ein neuer Thomas Hood täte uns not, der Das Lied vom Hemd" so schauervoll echt und ergreifend Durch das Land riefe, wie jener einst, der das englische Par­ament durch die mächtigen Alänge seines Liedes zum Schutz

aufrief für Armut und Elend und dem nach seinem Tode dafür ein Stein errichtet wurde, auf dem die stolze In­schrift steht: He sang the song of the shirt"... ,, Er sang das Lied vom Hemd!"

Einstweilen aber ist es des einzelnen Pflicht, hart an den Toren des Winters nach seinen Kräften dazu beizu­tragen, das Elend zu lindern. Und Pflicht der Regierung und des Parlaments ist es, weiter zu bauen an dem sozialen Werke, das unseres Kaisers höchsten Ruhm bedeutet. Jene aber, welche so leicht den Stab brechen über Elend und Armut und das billige Wort stets leichtfertig bei der Hand hoben von der eigenen Schuld", mögen ihre Blicke tiefer senfen in menschliches Schicksal und nicht da richten, wo jeder Spruch nach Antagsrechten ein Verbrechen wäre gegen die Gerechtigkeit.

Das verstimmte Italien

1:: ber all den rauschenden Festlichkeiten und Ehrungen, deren Gegenstand das italienische Königspaar in Paris war, hat man an der Tiber den politischen Schmerz über die Absage des Barenbesuchs in der Siebenhügelstadt nicht ver­gessen. Ja, in den politischen Kreisen Italiens ist die Er­regung über das Nichtzustandekommen des Zarenbesuchs erheblich größer als die Befriedigung über Viktor Emanuels Empfang an der Seine, und die Folge dieser Mißstimmung ist, daß das Kabinet Zanardelli seine Stellung stark er­schüttert fühlt und sich mit Rücktrittsgedonken trägt. Zwar werden diese Pläne des Kabinetts von offiziöser Seite als lediglich mit der Kränklichkeit Zanardellis zusammenhängend bezeichnet. Aber man weiß längst, was es mit den Ge­sundheitsrücksichten" rücktrittsreifer Minister auf sich hat.

Nicht ohne Interesse ist es, zu sehen, wie die Italiener nach einem Sündenbock suchen, der die Verantwortung für die Absage des Zarenbesuchs tragen soll. Keinem ernsthaften Politiker außerhalb Italiens ist es zweifelhaft, daß der Zar seine Romreise aufgegeben hat ausschließlich wegen der Drohungen der italienischen Sozialisten, ihn mit feindseli­gen Rundgebungen zu empfangen. Der Tropfen, der den Becher schließlich überlaufen ließ, war die Tatsache, daß 54 Abgeordnete der italienischen äußersten Linken, darunter Dupende intimer Freunde der Minister, ein Manifest gegen den Zaren unterschrieben haben. Das konnte und wollte der Zar sich nicht gefallen lassen, und so erfolgte denn die Absage. Gegen diesen Zusammenhang der Sache verschließen die Italiener frampfhaft die Augen: Sie er­klären die Feſtnagelung dieses Zusammenhanges als einen Aft des Uebelwollens Deutschlands und Englands und be­zichtigen beide Mächte, gegen den Zarenbesuch intriguiert 311 haben. Die offiziöse römische Tribuna" versteigt sich sogar zu der Behauptung, Prinz Heinrich von Preußen habe den Zaren zur Aufgabe seiner Nomreise bestimmt und fabelt weiter, Berliner und Wiener Bankiers hätten aus Aerger über die Pariser Vorgänge beträchtliche Mengen ita­lienischer Rententitel in Paris verkaufen lassen, um so eine Kurssteigerung zu verhindern! Naive Kinderseelen, diese italienischen Politiker! Andere sehen in dem russischen Bot­schafter in Rom, Nelidow, das Karnickel, dem die Vereitelung des Zarenbesuches zuzuschreiben sei, und for­dern seine Abberufung. Nun, Deutschland und Desterreich werden sich über dies Gebelfer törichter italienischer Lärm­macher ebensowenig fümmern, wie es dem Zaren einfallen wird, seinen Vertreter in Rom sozusagen auf Geheiß der Italiener abzurufen. Die Wogen der Erregung werden sich wohl auch bald bei den heißblütigen Italienern glätten. Ist man in Rom flug, so wird man die von dort aus erzeugte Abneigung des Zaren, sich vom römischen Mob beleidigen zu lassen, nicht noch durch weite Schimpfreden gegen das Ausland verstärken.

Ein nicht übler Treppenwiß ist übrigens die Tatsache, daß genau so, wie die italienischen Sozialisten gegen den Besuch des Zaren, so auch ihre französischen Gesinnungs­genossen sich gegen den Besuch Viktor Emanuels in Paris

des Prinzips wegen- erklärt haben. Nur sind die französischen Genossen ungleich höflicher und flüger als ihre italienischen Brüder: Ihren Einspruch haben sie erst nach der Wiederabreise Viktor Emanuels laut werden lassen. Er besteht in einer Resolution der sozialdemokra­tischen Deputierten gegen den Empfang eines Herrschers, dessen Regierung das italienische Proletariat aufreibe. Interessant ist übrigens auch die zugleich mit der Veröffent­lichung des Beschlusses erfolgte Enthüllung, daß sehr viele sozialistische Deputierte dagegen gestimmt haben, und daß Jaurès, der parlamentarische Führer der Partei, an den Festlichkeiten zu Ehren des Königs teilgenommen hat!

Friedensauslichten am Balkan? Boris Sarafow tot! Im Gegensatz zu dem ewigen Einerlei der Nachrichten vom Balkan, die nichts Rechtes besagen, hat diese Meldung eine außergewöhnliche, vielleicht eine über die nächste Zukunft der mazedonischen Bewegung entscheidende Bedeutung wenn sie wahr ist! Man kann bersucht sein, an ihrer Richtigkeit zu zweifeln angesichts der Tatsache, daß all' die vielen früheren Meldungen vorn Tode Sarafows sich hinterdrein regelmäßig als erfunden heraus­gestellt haben. Indessen wird der Hergang der Tötung des

Führers der Mazedonierrebellion diesmal so genau beschrie­ben, daß man an diese neueste Nachricht einen anderen Maßstab wird legen müssen, als an die früheren.

Sarafow soll am 11. Oftober geendet haben, der Mann, der die 500 türkischen Pfund, die auf Sarafows Kopf gesetzt waren, sich verdient haben soll, ist ein Kuzowalache Wanghel. Sarafow hatte am 8. Oktober Monastir verlassen. Von tür­kischen Truppen verfolgt, führte er sie irre und tauchte plöglich unvermutet am 11. in Begleitung von 15 Komi­tatschis bei Florina auf. Wanghel, der Führer einer auf türfischer Seite stehenden Dorswache aus dem nahen ein­geäscherten Dorse Smerdesch, der davon Wind bekam, erbot sich, Boris Sarafom einen Hinterhalt zu legen, einmal um der 500 Pfund willen, und dann, weil die Gefolgschaft Sarafows zwei Brüder Wanghels ermordet hatte. Wanghel machte sich in Begleitung eines Hauptmanns und einiger Soldaten mit seinen bewaffneten Kußzowalachen auf den Weg nach dem Gebirge, wo Sarafow umherstreifte. An einem wenig betretenen Saumpfade legte er sich selbst in den Hinterhalt. Schon nach kurzer Zeit fam Sarafom allein daher. Eine Kugel in die Stirn streckte ihn nieder. Wanghel stürzte sich auf den Getöteten und nahm seine Papiere zu sich, wurde aber durch den inzwischen herbeigeeilten Offi­zier verhindert, den Kopf vom Rumpf zu trennen. Der Schuß hatte auch die in der Nähe lagernden Begleiter Sarafows herbeigelockt; sie eröffneten ein lebhaftes Feuer auf die Gegner, die sich schleunigst zurückziehen mußten. Ein kurz darauf gemachter Versuch der Türken, sich der Leiche zu bemächtigen, blieb erfolglos: die Komitatschis hatten sie bereits fortgeschafft. Wanghel begab sich am nächsten Tage nach Monastir und überreichte dem Wali Hüssein Hilmi Pascha die Papiere des Getöteten. Er erklärte, er fenne Sarafow persönlich, jeder Zweifel an der Identität des Er­schossenen mit Sarafow sei ausgeschlossen.

Die nächsten Tage werden wohl Gewißheit darüber bringen, ob man es auch diesmal mit einer Personenver­wechselung zu tun hat. Ist Sarafow wirklich tot, so ist, wenn nicht ein völliger Niederbruch der mazedonischen Be­wegung, so doch ihre Desorganisation sicher zu erwarten.

Sonst ereignet sich am Balkan nicht sonderlich viel Neues. Neben den obligaten Scharmüteln zwischen türkischen Truppen und Mazedonierbanden ist das einzig Bemerkens­werte die Tatsache, daß die Türkei die Ausschreitungen ihrer Truppen in dem Aufstandsgebiet neuerdings, den Vorstellungen Rußlands und Desterreichs folgend, streng bestraft. Obenein hat sich die Pforte bereit erklärt, falls Bulgarien 5000 der eingezogenen Reservisten entlasse, auch ihrerseits die doppelte Zahl nach Hause zu schicken.

Alles in allem: Die Lage auf dem Balkan berechtigt neuerdings zu größeren Hoffnungen auf die Erhaltung des Friedens. Indessen tauchen bereits neue Schwierigkeiten auf. In einzelnen der beteiligten Staaten hat sich die innere Lage nicht unbedenklich gestaltet. Aus Bulgarien kommen Meldungen von dauernden Zusammenstößen zwischen der Bevölkerung und der Armee. Es hat auch bereits eine erste Beratung des Militärrats stattgefunden, in der beschlossen wurde, das Heer in keinem Falle mehr in den Dienst der Polizei gegen die Opposition zu ver­wenden. Dabei soll es zu einem Konflikt zwischen dem Kriegs­minister und seinen Kollegen gekommen sein, der zu einer Krisis führte. Es scheint gar nicht ausgeschlossen, daß sich die Dinge noch wesentlich schärfer zuspißen werden. Dabei darf nicht vergessen werden, daß sich alle diese Krisen mehr oder weniger gegen den Fürsten selbst richten. Aehn­lich steht's im Lande der Tschernagorzen. In der mazedonischen Hauptstadt Cettinje wurden aus Belgrad stammende Bilder konfisziert, die den Fürsten Nikita darstellen, wie er dem Sultan den Fuß füßt und dafür von ihm Geld empfängt; im Hintergrunde sieht man Maze­donien und Altserbien in Flammen stehen. Die schon seit Jahren herrschende Unzufriedenheit mit Nikitas Regiment wird neuerdings noch verstärkt durch den Umstand, daß die Ernte dieses Jahr schlecht war und daß der Fürst das Ge­treide, das nach altem Brauch alljährlich geschenkweise an ihn aus Rußland kam und unter der Bevölkerung verteilt wurde, diesmal nicht verteilen konnte, weil er schon im borigen Jahre für zehn Jahre im voraus statt Getreide sich hatte Geld geben lassen, angeblich, um das Getreide selbst zu faufen.

Die Politik.

Die Konferenz der deutschen Finanzminister, die jetzt in Berlin tagt, wurde vom Reichskanzler eröffnet. Dann sprach sich der Reichsschaßsekretär Frhr. v. Stengel sehr eingehend über die jetzige Sachlage, ihre großen Nachteile und seine Pläne aus. Ter bayerische Finanzminister gab im wesent­lichen seine Zustimmung zu erkennen, wie es denn über­haupt als so gut wie sicher gilt, daß eine vollständige Eini­gung in fürzester Zeit erzielt sein wird. Wie von offenbar inspirierter Seite verlautet, gilt eine Besteuerung von Bier und Tabak oder gar die Einführung direkter Steuern für völlig ausgeschlossen. Gerüchte solcher Art, wie sie in den letten Tagen durch die Blätter gingen, beruhen also auf Erfindung. Dabei ist es allerdings wahrscheinlich, daß irgend eine andere Lurussteuer bei der Re­derartig das Volk form mit berausspringen wird: nur

begreifen vermochte und die fie talt und fremd berührten.

Gebanten von feinen Lippen Blangen, deren Tiefe fie nicht zu

Magmus

inn ihr helles leinerseits freute fich an Erses heiterem

Frau Kedwar billigte es,

Frauen Aufnahme zugesagt.

fröhliches Lachen tat ihm wohl wie die

Kranken beistehen, ist ein gutes Wert vor allen anderen. Man muß stets ein gutes Werk tun," sagte sie, und daß Magnus den fremden

so folgte er doch dem Rat der erfahr mit der städtischen Welt scheute, dazu wenig Neigung batte Haus zu geleiten. Obwohl Magnus, der jede Berührung seinen Gäſten bis zur Stadt entgegen gehe, um sie in sein

Trall der auch

Sie erhob abivehrend die Hand, und er schwieg.

lider und sah ihn mit feltsam hellem, furchtlosem Blick an. fämpfte in ihr, rang fich durch, und endlich hob sie die Augen. Etwas