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[ Der älteste im Amt befindliche deutsche Lehrer] wird arm 1. November d. I. in den Ruhestand treten. Es ist der 85 Jahre alte Präzeptor Kerner in Lengwethen bei Ragnit. Bor einigen Jahren war es ihm vergönnt, sein sechzigjähriges Dienstjubiläum zu feiern. Schon vor einigen Jahren hat ihm die Regierung zu Gumbinnen einen Gehilfen für den Schul. dienst gestellt. Wohl aber vermag der greise Lehrer noch immer ganz allein den Organistendienst wahrzunehmen, da er sich ausgezeichneter Gesundheit und Rüstigkeit erfreut.
I ,, Erzherzog Attila". Die Ungarn lassen sich von ihren törichten Hirngespinsten, die sich mit angeblichen Kandi. daturen von Hohenzollernsöhnen auf die Arpadkrone. befassen, noch immer nicht abbringen. Jetzt wird im Budapejter Urania- Theater ein Stück„ Berliner Leben" aufgeführt. Es befaßt sich fast ausschließlich mit dem deutschen Kaiser und behandelt ihn außerordentlich freundlich. Auch Prinz Eitel Friedrich tritt darin auf und zwar unter dem Namen„ Erzherzog Attila"! Die Ungarn betrachten den Prinzen schon ganz als den ihrigen.
Das Neueste aus den Witzblättern. Doppelsinnig.„ Sehen Sie mal, der Zigarrenhändler Brenzlich fährt ja jetzt Automobil. Da muß er doch in seinem Geschäft einen ziemlich großen Umsatz haben!" Gewiß, ich hörte, der betrüge Tausende!"
Unerhört. Madame( in der Küche die Stiefel des Dienstmädchens betrachtend): Wahrhaftig, die unverschämte Persom hat kleinere Füße wie ich!"
Vom Kasernenhof. Unteroffizier:„' s is e wahres Glück, Hampel, daß Sie' s Pulver nicht erfunden haben. Wenn Sie's erfunden hätten, Sie hätten's gar nich mal gemerft!" ( Lust. Welt.)
Kathederblüte. Professor der Philosophie:„ Der Geiz ist die Wurzel und die Frau die Quadratwurzel alles Uebels." Anzüglich. Theaterdirektor:„ Nun, gnädige Frau, wollen Sie nicht auch wieder im Theater abonnieren?"-Dame: Ah, wissen Sie, Herr Direktor, ich schlafe nicht gern außer dern Hause." ( Dorfbarbier.)
Gelungene Ausrede. Förster:„ Aber, lieber Herr Neumann, wie fonnten Sie denn einen Treiber anschießen!?" Neumann:„ Ist das ein Wunder, wenn so'n Kerl wie wild herumrennt!?"
Scharfblick:„ Du, Mama, ich glaube, der Herr dort brüiben hat ernste Absichten auf mich!"„ Er schaut dich aber doch gar nicht an?!"„ Nein aber dich!"
Lokales.
Gießen, 20. Oftober 1903.
* Ernannt wurde am 14. Oktober d. J. Friedrich Hanfult zu Gießen zum Kreisamts- Schreibgehilfen bei dem Areisamt Gießen.
*
Jubiläum der Alice- Schule Gießen. Unsere gestrige Notiz tönnen wir heute dahin ergänzen, daß die Feier am Sonntag, den 25. Oktober, pünktlich urn 11 Uhr, in der Turnhalle der Stadtknabenschule an der Nordanlage stattfinden wird. J. Königl. Hoheit die Prinzessin Ludwig von Battenberg, die älteste Tochter der verewigten Großherzogin Alice, wird mit dem Schnellzug um 10 Uhr hier ankommen. Die Feier wird eingeleitet und geschlossen durch Gesang des akademischen Gesang vereins, die Hauptnummer des Programms bildet ein Vortrag über die Geschichte des Alice- Vereins. Die näheren Bestimmungen über die Teilnahme der Mitglieder des Alice- Vereins und der ehemaligen Schülerinnen an der Feier sind im heutigen Anzeigenteil enthalten. An die Feier schließt sich die Eröffnung einer allgemein zugänglichen Ausstellung weiblicher Handarbeiten in dem Lokal der Aliceschule auf Oswalds- Berg an.
** Der Oberhessische Verein für innere Mission begeht in diesem Jahre die Feier seines 25jährigen Bestehens. Von den Männern die im Jahre 1878 zur Gründung des Vereins einluden, lebt nur noch Herr Pfarrer Schlosser, der seit 25 Jahren als Schriftführer des Vereins die Geschäfte führt. Von den damals gewählten Vorstandsmitgliedern leben nur noch die Herren Professor D. Stamm und Fabrikant Eugen Kauffmann, die gleichfalls beide, der erste als Vorsitzender, der andere als Rechner des Vereins noch im Amte stehen, Stiftsdechant Klingelhöffer zu Lich und Professor Dr. Thaer in Gießen. Das Fest wird am 10. und 11. Nov. in gewohnter Weise begangen werden. Die Festpredigt hält am 10. Prof. D. Drews, in der Jahresversammlung am 11. wird Herr Pfarrer Lic. Weber- München- Gladbach einen Vortrag halten. In der Abendversammlung werden Prof. D. Stamm und Pfarrer Schlosser einen Rückblick auf 25 Jahre innere Mission werfen. Am Vormittag des 10. wird der Verband der oberhessischen Erziehungsvereine tagen.
(*) Der unter Leitung des Lehrers Herrn Becker stehende Gesangverein heitertfeit" in Gießen Brachte gestern seinem Mitgliede Herrn Rühl ein wohl gelungenes Ständchen. Mit der 25jährigen Mitgliedschaft zum Verein konnte der Jubilar auch die Feier seines 50. Geburtstages verbinden.
** Zu unserer Notiz betr. der Fahne des Sänger Chor des Turnvereins Gießen tragen wir nach, daß die Fahne nicht von der Firma I. Schulze hergestellt ist, sondern die Firma lieferte das Material dazu, hergestellt wurde idas Prachtstück von der Turnschwester Frl. Anna Germann. [:] Aus Oberhessen. Bei den sächsischen Landttagswahlen wurde u. a. auch Oswald Zimmermann gewählt. .8 mmermann hat den 3. oberhessischen Wahlkreis( AlsfeldLauterbach- Schotten) von 1890-1893 im Reichstag ver
treten.
** Der 2. Haupttreffer der Darmstädter Pferdelotterie fiel an zwei Arbeiter- Familien in Offenbach a. M., pelche das Los zusammen spielten. Der Gewinn wurde schon in bar ausbezahlt.
Nicht weniger als 10000 fahnenflüchtige Deutsche werden gegenwärtig von den Behörden gesucht. Bei zahlreichen Gerichten find Termine zur Aburteilung eingefeßt, die auch in Abwesenheit der Geladenen erfolgt.
+ Von der Gießener Kanalisation. Gar rüstig ist seit unserem lezten Bericht über den Stand der Sielbauarbeiten an denselben gearbeitet worden. Die Seitentanäle Schanzenstraße, Wolfengasse u. Seltersweg von Goethe straße bis Selterstor, Kaplansgasse, Kreuzplaß. Marktstraße, Sandgasse und Rittergasse sind fertig gestellt. Von dem durch die Straßen Kreuzplag, Mäusburg, Marktplatz, Kirchenplatz und Lindenplatz führenden höher liegenden Sammler ist der übrige Teil desselben, nämlich Marktplatz, Kirchenplatz und Lindenplatz schon ausgeführt und mit dem in der Walltorstraße führenden Hauptsammler verbunden. Durch diese Verbindung ist eine Spülgallerie geschaffen, welche den an vorerwähnten Straßenzug anschließenden tiefer liegenden Straßen das zum Spülen notwendige Lahnwasser abgiebt. Lezteres wird aus dem Schoorgraben in den Hauptsammler geführt und durch Stauung im Schacht Ecke Balltor- und Weßsteinstraße in die Spülgallerie geleitet. Infolge dieser Anordnung wird beim späteren Betriebe kein Wasserleitungs-, sondern nur Lahnwasser zum Spülen der Kanäle dieses Stadtviertels verwendet. Da solche Anordnungen nach Möglichkeit fast überall getroffen sind, werden sich die späteren Betriebskosten im Gegensatz bei Verwendung von Wasserleitungswasser wesentlich niedriger stellen. Der Schacht auf dem Marktplatz Ecke Schulftr. ist als Schneeschacht ausgebaut, das heißt, bei Schneefall wird der Schnee aus dieser Umgegend in diesen Schacht geworfen und so schnell aus den Straßen und zwar unterirdisch entfernt. Solche Schächte sollen in allen Stadtvierteln eingebaut werden. Der Kanal Schanzenstraße ist zu dem Zwecke der Spülung auch an den Schoorgraben angeschlossen worden. Lettere soll befanntlich später nur als Regensiel sowie als Spülleitung benußt werden. Das anhaltende Regenwetter legter Zeit war Ursache des hohen Grundwasserstandes, weshalb an der Kaplansgasse zur Bewältigung des starken Wasserandranges eine Dampfpumpe in Betrieb gesetzt werden mußte. Des Weiteren wurde vor einigen Wochen, nachdem die Spülvorrichtungsgegenstände b trebsfertig gestellt waren, das den Schoorgraben entlang führende Thonrohr im Hauptfanal Bahuhofstraße entfernt und somit wird das Schoorgrabenwasser einstweilen durch die Bahnhofstraße in den Dücker an der Wieseck bis zur Lahn geführt; jedoch nur so lange bis die Anschließung des an der Kreuzung Weftanlage- Bahnhofstraße liegenden Bauwerks erfolgt ist. Der Anschluß von dem genannten Bauwerk ist mit dem alten Stadtringgraben in der Westanlage verbunden und wird derselbe bis zur Bumpstation mitbenutzt. Gegenwärtig ist man mit den Arbeiten im inneren verkehrreichen Stadtviertel tätig, die sehr zu schaffen machten und zwar auf dem Kreuzplatz und der Mäusburg durch schlechte Bodenverhältnisse, und im Seltersweg durch die Wallmauern. Letterer wird bald von den unangenehmen Arbeiten befreit sein. In der Nordanlage wird an der Ausführung der Verlegung des Stadtringgrabens nach dem Straßenkörper( Nordanlage) gearbeitet und nehmen dort ihren gewohnten Fortgang. Die Arbeiten im Afterweg und Mäusburg dürften etwas rustiger vorwärts gehen. Die Fortsezung der Arbeiten hatte in der letzten Zeit etwas durch Arbeitermangel der Ernte wegen, sowie durch das anhaltende schlechte Better gelitten. Für die Abhilfe des ersteren ist, wie wir in Erfahrung gebracht, der Unternehmer schon angehalten worden, für die des zweiten der Himmel ein gnädiges Einsehen haben wird.
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Ettingshausen, 19. Oft. Die fürzlich stattgehabte Beigeordnetenwahl wurde verworfen, sodaß demnächst eine Neuwahl stattfinden muß.
Lauterbach( Hessen), 18. Oft. Vorgestern fand in Freiensteinau eine von Vertretern der Kreise Gelnhausen, Schlüchtern, Fulda und Lauterbach besuchte Versammlung unter dem Vorsize des Herrn Dr. Wallau- Lauterbach statt wegen Erbauung einer Bahn von Freienstein au bezw. Grebenhain mit Anschluß an die Frankfurt Bebraer Bahn. Der Landrat zu Schlüchtern, Herr Geheimrat Roth, führte aus, daß schon im Jahre 1895 ein Projekt Steinau, Ulmbach, Neustall- Freienfteinau" eingebracht worden sei und befürwortete dieses auf das wärmste. Die Vertreter von Fulda befürworteten dagegen ein Projekt Fulda- Giefel über den Vogelsberg mit Anschluß an Gelnhausen", jedoch erklärten die oberhessischen Vertreter, daß der fürzeste Weg nach der Frankfurt- Bebraer Bahn für die Entwicklung bezw. Erschließung dieses Teiles des Vogelsberges der beste sei. Infolgedessen dürfte das frühere Projekt die besten Aussichten haben. Von dem seinerzeit eingebrachten Projekt„ Freiensteinau- Salmünster" wurde abgesehen, weil mit großen Geländeschwierigkeiten zu kämpfen wäre, auch größere Damm- und Brückenbauten nötig sind. (*) Wezlar. Wie wir hören, haben die Projekte für den Bau der Seminargebäude pp. nunmehr die Prüfung durch die entscheidenden ministeriellen Instanzen passiert und es ist an die in betracht kommenden hiesigen Amtsstellen die Weisung ergangen, nunmehr unverzüglich mit der Inangriffnahme der Bauten vorzugehen. Es dürften demnach die ersten Ausschreibungen bereits in nächster Zeit zu erwarten sein. ( W. Anz.) + Aus dem Kreise Wetzlar. Für den kommenden Winter sind wieder drei Haushaltungskurse in unserem Kreise vorgesehen. Der Unterricht umfaßt Kochen, Waschen, Bügeln, Nähen, Flicken, Stricken und Stopfen. Er wird an sämtlichen Wochentagen erteilt und zwar unentgeltlich. Bereits in 9 größeren Gemeinden des Kreises wurden seither solche Kurse abgehalten und hat sich diese Einrichtung als höchst segensreich bewiesen. † Wächtersbach, 19. Oft. Die Arbeiter der Steingutfabrit Schlierbach legten heute die Arbeit nieder. In einer gestern abgehaltenen Versammlung, die von 305 Arbeitern beiderlei Geschlechts besucht war, hatten 303 für die Arbeitsniederlegung gestimmt.
Bad- Nauheim, 19. Okt. Der Wirtschaftsbetrieb des Teichhauses soll vom 1. Januar 1904 auf die Dauer von 6 Jahren neu verpachtet werden. Rautionsfähige Bewerber belieben Offerten mit der Aufschrift, Restaurations
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Verpachtung im Teichhaus bis zum 10. November an die Großh. Kurverwaltung Bad- Nauheim" einzureichen. Frankfurt a. M., 19. Oft. In Königsberg i. D. starb der Oberst v. Arnstedt, der Kommandeur der 1. Kavalleriebrigade. Der Verstorbene stand vom Jahre 1870 bis 1886 beim 13. Husarenregiment.
Kassel, Der 20jährige Stellmacher Schäfer aus Biegenberg, der sich in eine Buzmacherin verliebt hatte, erschoß sich in seiner Wohnung als er die Wahrnehmung machte, daß das Mädchen einen Nebenbuhler begünstigte. Aus dem Gerichts[ aal.
Kriegsgericht.
Gießen, 17. Oktober 1903. Am Samstag standen zwei Verhandlungen vor dem Kriegsgericht in Gießen. In der ersten Sache war der zur Ersatz- Reserve entlassene frühere 117er Hoos aus Darmstadt angeklagt. Derselbe war beschuldigt während er beim letzten Manöver in Lüzellinden in Quartier lag, dem Töchterchen seines Quartiergebers den Betrag von 3 Mr. 70 Pfg. abgenommen und unterschlagen zu haben. H. er= In der andern Vers hielt 3 Wochen strengen Arrest.- handlung handelte es sich um eine Anklage gegen die Unteroffiziere Gustav Rieb und Konrad Schneider von der 7. Komp. des 116. Inf.- Reg. wegen Beleidigung des Gerichtsassessor Engel- Michelbach, des Technikers Nargang- Gießen und zweier Damen. Schneider erklärte, er habe Niemanden beleidigt. Von einem Ausflug nach dem Jagdschlößchen Dutenhofen sei er und Rieb, weil der Bug den sie am Abend zur Rückkehr nach Gießen benutten sehr besetzt gewesen, vom Schaffner in ein Abteil für Nichtraucher gewiesen. Er habe eine Zigarre geraucht und habe ihm ein Passagier im befehlenden Tone zugerufen, die Bigarre ausgehen zu lassen. Rieb habe ihm gesagt, er solle dies nicht tun, es hätte ihm Niemand was zu sagen und da habe er weiter geraucht. Beleidigt oder bedroht habe er Niemand im Zuge, wohl habe er auf dem Bahnhof Gießen einem der Mitreisenden, der nach dem Schaffner gerufen, gesagt, er würde ihm mit dem Säbel eins ins Gesicht verfeßen. Der Angeklagte Rieb will von der ganzen Affäre nichts mehr wissen und betrunken gewesen sein. Die Beleidigten nehmen während der Verhandlung den gestellten Strafantrag zurück. Im anderen Falle hätte der Gerichtshof nicht umhin gekonnt, sehr harte Strafen auf Grund der Beweisaufnahmen zu erkennen. Dem Regiment ist es jetzt überlassen, die beiden Leute im Disziplinarwege zu bestrafen.
Marktberichte.
Gießes, 20 Oftbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt tosteten Butter per Bfd. 1.00-1.20 Mr., Hühnereler 2 Stüd 14-18 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen ver Liter 21 Pig., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar
. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.80, Hahnen, per Stitd Mr. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse p. Pfd. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Bfb. 66-76 Big. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 4.50-5.50 mt., Zwiebeln per 3t. Mt. 4.50-500, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch ver Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden.
Frankfurt a. M., 19. Oktober. Fruchtmarkt, E8 notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer Mr. 16.25–16.35, kurheſſiſcher Mt. 16.40-16.55, norddeuts b. Mr. 16.40 b 16.50, Ransas Mt. 17.50-17.90, Roggen, hiesiger Mt. 13.10 bis 13.25, russischer Mt. 14 25-14.50. Amerikaner Mt. 14.50 bis 14.75, Gerste, hiesige Mt. 15.25 bis 15 50, Pfälzer, Mr. 16.10 bis
garische Mt. 17.20-17.70.
16 25, fränkische Mt. 15 75, Riedgerste Mt. 15.75 bis 16 25, unHaier, hiesiger Mt. 13.25-13.75, furhessischer Mt. 13.25-13 75, Württemberger Mt.-- bis bayerischer Mk. 13.25-13.75, russischer Mk. 14.75-14.75, Mais Mixed Mt. 13.50-12.90 La Plata Mt. 11 80-12.20, weiser Mais Mt. 13.50-14.-, russischer Mt. 12.75-13.25. Alles pro 100 Kilo ab hier.
Frankfurter Viehmarkt. Zum Verkauf standen 477 Ochsen, 77 Bullen, 733 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 294 Kälber, 454 Schafe und Hämmel, 1637 Schweine. Aus Desterreich 139 Ochsen. Bezault wurde für 50 kilo Ochsen: a) vollfleischige, ausfunge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemäſtete Mt. 69 gemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mt. 74-75, b)
bis 69, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mt. 65-67,
Kühe
d) gering genährte jeden Altecs Mt.- Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes Mr. 66–68, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Mr. 62–64, c) gering genährte Mt. ( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mt 67-69, b) volls und Färsen,( Stiere und Rinder): a) vollfleischige. ausgemästete Färsen fleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes( bis zu 7 Jahren) Mt. 65-66, c) ältere ausgemäſtete Kühe und wenig gut entwickelte iüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. 54-56, d)
mäßig genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. 51-53, e) gering genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Mast( Vollm.- Maſt) und befte Saugfälber( Schlachtgewicht) 88-90 Pfg.( Lebendgewicht)
54-56 Bfg., b) mittlere Mast- und gute Saugfälber( Schlachtge= mich) 85-87 Pfg.,( Lebendgewicht) 51-53 Pfg., c) geringe Saugfälber 72-75 Pfg., d) ältere gering genährte Kälber( Fresser) Bfg., Schafe: a) Mastlämmer und füngere Masthämmel 68-70 Pfg., b) ältere Maſthämmel 58–60 Pfa., c) mäßig genährte Hämmel
und Schafe( Märzschafe) 50-52 Pfg. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1½ Jahren ( Schlachtgewicht) 58 Pfg.,( Lebendgewicht) 46 Pfg., b) fleischige ( Schlachtgewicht) 57 Pfg.,( Lebendgewicht) 45 Pfg. c) gering entwickelte, sowie Sauen und Eber( Schlachtgewicht) 49-54 Pfg., Lebendgewicht-, d) ausländ. Schweine unter Angabe der Her= funft Pfg. Das Geschäft in Hornvieh war gut und ist der Markt geräumt.
Frankfurter Obstmarkt. Der Wochenbericht besagt: Die Angebote liefen auch in dieser Woche äußerst der Zentralstelle für Obstverwertung vom 12. bis 17. Oftbr. spärlich ein, dagegen ist die Nachfrage, namentlich nach Mostäpfel, eine ganz immense und viele Wünsche werden unberücksichtigt bleiben. Die Durchschnittspreise betrugen für Tafeläpfel Mt. 16-25, Tafelbirnen Mt. 16-30, Koch. birnen Mt. 12-18, Rodhäpfel Mt. 10-12, alles per 50 Kilogramm.
Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Ibtn gin: Mbas Sotale, ben„ Gerichts." unb Deffentlichen Sprechfaal": Fr. Copiimant Drud unb Berlag ber Gießener Berlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen.


