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war Mittag vorüber und aus allen Gassen und Straßen| der Stadt strömte Publikum dem Wallthor zu, wo die Auf­stellung des

erfolgte.

-

Festzuges

Voran Radfahrer, dem das Musikkorps, die Scheibenanzeiger, die Gail'sche Feuerwehr und dann die ge­meldeten Vereine in bunter Abwechslung; zum Schluß die städt. Feuerwehr folgten. Beteiligten sich an dem Festzug auch nicht viel Vereine viele, darunter sämtliche Krieger u. Militär­bereine waren nach auswärts engagiert so muß doch er­wähnt werden, daß die im Festzug marschirenden Vereine dafür recht zahlreich vertreten waren. Nach Eintreffen des Zuges auf dem Festplot erfolgte dessen Auflösung und es trat die Volksbelustigung

-

voll und ganz in ihre Rechte. Die Schüßen nahmen das Preisschießen auf, die einzelnen Vereine und das andere Bublifum labten sich an Sprise und Trank, bis zu später Nachtstunde noch ein

kleines Feuerwerk

zum Aufbruch mahnte. Ein großer Teil hat aber im Banne der Fest. sstimmung erst nach Mitternacht dem gemütlichen Pläßchen Ade gesagt, mit der Versicherung, heute Montag wieder zu kommen und weiter zu feiern.

Schiffsuntergang. Am letzten Freitag erlebten wir, so wird uns von befreundeter Seite geschrieben, an der Lahn einen Schiffsuntergang im Kleinen. Infolge des heftigen Regens wurde ein bei den Wehren" verankerter Sandfahn schwerer als er tragen konnte und versant ganz plötzlich in die Tiefe. Am andern Morgen wurde der Schatz" mit großer Mühe wieder gehoben zur Freude" unserer Lahnfischer, denen im Anblick dieses niedergegangenen Unge tüms die Fische verscheucht worden waren und in der betr. Nacht ein negatives Resultat erzielt haben sollen.

* Einen Bubenstreich versuchte ein bis jetzt noch U befannter, jedenfalls aus Rache, an der elektrischen Leitung auf dem Schüßenplatz am Samstag abend. Derselbe hatte zwei Leitungsdrähte mit einem Stück Draht so verbunden, daß es auf alle Fälle Kurzschluß hätte geben müssen. In lister Stunde wurde der Racheakt zum Glück noch entdeckt.

Berichtigung. In dem Eingesandt in letter Nummer sind einige Fehler stehen geblieben, die wir hiermit gern richtig stellen. So stand in einem Teil der Auflage statt Interessentenkreisen Fachkreisen. Ferner muß

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Schanzenstraße von heute ab bis auf weiteres für den Fuhrwerts- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 20. Juli 1903.

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es heißen und der Deffentlichkeit gegenüber unpassend sind" und im 5. Absah Zeile 1: Bemerkung en statt Bemerkung. Auch das nie" im selben Absatz, Zeile 4, ist nicht zu treffend, man lese dafür, 2c.".

*** Fruchtpreise am Grünberger Frucht­markt, vom 18. Juli. Weizen 16,50, Korn 15,00, Gerste Hafer 14,00-00,00, Erbsen 18,00, Samen 23,00, Kartoffeln 10,00-12,00 Mark. Alles per Doppelzentner.

-z Wieseck, 19. Juli. Das Kriegerfest des Bezirks Gießen, verbunden mit dem 30jährigen Stiftungsfeste und dem 25jährigen Fahnenjubiläum des Kriegervereins Wieseck, fand heute, vom schönsten Wetter begünstigt, hierselbst statt. Schon am Samstag abend zeigte sich in den Straßen wie auf dem Festplate ein reges Leben, was am heutigen Sonn­tage, dem Hauptfesttage, sich zu einer großartigen Feier ge­staltete. Um 2 Uhr nachmittags versammelten sich die hiesigen wie auch auswärtigen Vereine zu einem Festzuge, und marschierten dann durch die festlich geschmückten Dorf­mit Laub und Fähnchen geschmückter Wagen folgte, auf dem Straßen. Voran der Radfahrerverein Wieseck, dem ein großer, sich die Ehrenjungfrauen, sowie das lebende Bild eines Schlachtfeldes befand, letzteres der Glanzpunkt des Feftzuges. Sodann folgten folgende Vereine, fast sämtliche mit ihren Fahnen: Der Kriegerverein Garbenteich, Alten- Buseck, Hausen, Leihgestern, Daubringen. Londorf, Rödgen, Allen­dorf a. Ld., Steinbach, Lollar, Trohe, Kl.- Linden, Unnerod, Gr.- Buseck, Burkhardsfelden, Großen- Linden, Trais a. Ld., Wagenborn- Steinberg, sowie der Gießener Kriegerverein und Kriegerkameradschaft, Gardeverein Gießen, Marineverein Gießen, und sämtliche Vereine von Wieseck. Auf dem Feſt­plage angelangt, begrüßte der Bezirksvorsteher Herr Bruch­häuser die erschienenen Vereine und Festgäste. Sodann überreichte Herr Regierungsrat Dr. Wagner dem Wiesecker nächste Redner war Herr Pfarrer Hellwig, der in einer Kriegerverein eine vom Kaiser gestiftete Fahnenschleife. Der längeren Ansprache den Zweck und Nußen der Kriegervereine schilderte und mit einem Hoch auf Kaiser und Reich, in dem begeistert eingestimmt wurde, schloß. Hierauf überreichte der Wiesecker Gesangverein Concordia" dem Kriegerverein eine schöne Standarte als Andenten zum 30jährigen Stiftungs­fest. Mittlerweile hatte sich der große Festplatz von Gästen förmlich überfüllt. Getanzt wurde natürlich flott und mancher Krieger hat seine Freude über das Wiedersehen dieses oder jenen lieben Kameraden mit dem edlen Gerstensaft ge= 2 Kornbrot Jakob Appel, Krof­dorf

Brotpreise

vom 19. Juli bis 2. August. Der hiesigen Bäcker.

Kg.

Pfg.

1 Weißbrot

26

2

52

1 Schwarzbrot

24

2

48

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3

72

22

44

1 Kornbrot

12

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2

1,20 Mr.

11

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Stückkoks

Nußkoks Nr. 1

Nukkoks Nr. 2

1,15 Mr 1,15 Mt.

Für Kofsabnehmer, welche zwei und mehr Doppel. waggons bezichen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Centner.

berechnet.

Für Anfuhr an das Haus werden 5 Pfennig für den Zentner NB. Sofern das Verbringen der Kofs bis zu 6 Zentnern - auf die betr. Lagerplätze( Keller, Stall ic.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung.

Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Koke statt; dagegen bleibt bei folgenden biesigen Firmen der

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Linden

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Steinmüller

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Wwe.( Langaöns) 48 W. Fabel( Wieseck W. Weißel, Lang­Göns JakobAppel, Krofdorf, Heinrich Weber Heuchelheim 2. Steinmüller ( Gr. Lind.) Karl Post, Wieseck u. W. Lein Klein­Linden

1 Schwarzbrot bei Georg Dern

50

42

W. Lein, Klein­Linden, Wilh. Schinimel, Kinzenb. Mühle und Ferd. Weiß, Grüningen 44

Der Brodverkäufer. Dieselben Preise, wie bei den hiesigen Bäckern.

Gießen, den 17. Juli 1903. Großh. Polizeiamt Gießen, Hechler.

Kartoffeln

| feiert. Im Allgemeinen nahm das Fest in jeder Hinsicht den gewünschten Verlauf. Heute morgen fand eine Ge­dächtnisfeier am Kriegerdenkmal statt und nachmittags war die Fortsetzung vom gestrigen Tage. Bei Konzert und Ge­sangsvorträgen wird auch hoffentlich der heutige Abend befriedigenden Verlauf nehmen.

B Holzheim, 20. Juli. Konrad Reuter, Maurer dahier, stürzte zwischen Steinfurth und Bad- Nauheim vom Rad und erlitt einen komplizierten Armbruch.

d. Mts. wurde auf der Strecke der Kölbe- Laaspher- Bahn -r Marburg, 18. Juli. In der[ Nacht auf den 10. gramm schwerer Sandstein auf die Schienen gewälzt. Glück­zwischen den Stationen Kölbe und Sarnau ein 60 Kilo­licherweise wurde durch rechtzeitige Entdeckung der Tat ein größeres Unglück verhütet. Die Eisenbahnbehörde syt dem­300 Mf. aus. jenigen, der den Täter namhaft macht, eine Belohnung von

+ Kirchhain, 18. Juli. Ein Wißbold hatte dem Postillon einer hiesigen Privatpost geschrieben, es solle ihm anläßlich seiner mehrjährigen guten Dienstführung von der werden. Der erfreute Postillon begab sich nach Kassel, um Oberpostdirektion in Kass ein silbernes Posthorn verliehen bedeutet, daß er sich habe foppen lassen. Es wäre nun honett, das Posthorn in Empfang zu nehmen. Dort wurde ihm wenn der Wizbold dem Gefoppten wenigstens die Reisekosten nach Kassel ersetzte.

** Fulda. Hier vollzog sich dieser Tage die Kon­ſt tuierung der Bezirksgruppen 4 des Vereins deutscher Privat­Forstbeamten. Die Versammlung leitete Herr Forstmeister Eulefeld aus Lauterbach, welcher dem Vorstand des Vereins angehört. Beschlossen wurde u. a, daß die erste Mitglieder- Versammlung im September in Hulle stattfindet und daß der Verein deutscher Privat- Forstbeamten als solcher dem deutschen Forstverein beitritt.

Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein; für das Lokale, den Gerichts" und Ceffentlichen Sprechsaa": Fr. Oppermann Truck und Verlag der Gießener Verlagsdruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen.

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Die Preise unserer Gascots für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Oktroirückver­gütung von 4 Pfennig für den Zentner.

Gießen, den 31. Dezember 1902.

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