großherzogin von Sachsen, Mutter des Bräutigams, die berzogin von Württemberg, Prinz Adolf zu SchaumburgSippe nebst Gemahlin, Prinz Ernst von Sachsen- Altenburg, Brinz und Prinzessin Wilhelm von Sachsen- Weimar, der Erbprinz und die Erbprinzessin Reuß j. 2.
Nab und Fern.
V Der Kaiser gegen die Manöver- Festessen. Dankend abgelehnt hat der Kaiser eine Einladung zu einem Festdiner, das ihm zu Ehren der Landesausschuß der Provinz Hessen- Nassau gelegentlich der diesjährigen Kaisermanöver in Kassel zu veranstalten beabsichtigt. Der Monarch hat seine Ablehnung damit motivieren lassen, daß er grundsäßlich keine von Kommunalſtänden aus Anlaß der Manöver dargebotenen Festessen mehr annehme. Doch war dem abschlägigen Bescheide die Mitteilung zugefügt, daß der Monarch die Mitglieder des Kommunallandtages bei der kaiserlichen Tafel am 29. Auguſt cr. im Königlichen Schlosse bei tassel eo ipso sehen werde.
(!!) Die Berliner Korsofahrten werden auf Wunsch des Kaisers, der sich mit der Kaiserin bisher täglich an dieser neuesten sportlichen Veranstaltung beteiligte, auf die Zeit von drei bis fünf Uhr verlegt werden. Weiter wird auf Wunsch des Kaisers dafür gesorgt werden, daß die Reitwege vom Publikum nur auf der rechten Seite besetzt werden. Die Berliner haben sich nämlich garnicht großstädtisch" gezeigt und haben das Kaiserpaar in dichten Haufen umbrängt, was für Reiter und Pferde gerade nicht zu den Annehmlichkeiten gehören soll. Nach Ber sportlichen Seite hin hat sich die junge Veranstaltung entschieden gebessert. Es tauchen immer mehr wirklich elegante Equipagen auf. Das allgemeine Interesse wandte sich den Schimmelviererzügen des Herzogs Adolf Friedrich ton Mecklenburg und des Kammerherrn Grafen v. Alvensleben- Neugattersleben zu. Der Graf wurde auch vom Kaiser ins Gespräch gezogen.
(...) Zum Fall Hüssener. Der Fähnrich z. S. Hüssener wurde durch einen Oberleutnant des Torpedoschulschiffs ,, Blücher" von Essen nach Kiel transportiert. Um Demonstrationen zu verhindern, hatte man die Abfahrt geheim gehalten und Hüssener in einer Droschke nach Altenessen gebracht. Troßdem hatten sich zahlreiche Personen auf dem Bahnhofe eingefunden, die Schmährufe gegen Hüssener ausstießen. In Kiel wurde dem Gefangenen eine gewöhnliche Arrestzell im Stationsgefängnis zugewiesen. Die Hauptverhandlung findet in Kiel vor dem Kriegsgericht der 1. Marineinspektion statt.
(:::) Zum Konizer Knochenfund erläßt jeßt der Landrat des Kreises Konig eine amtliche Bekanntmachung, in der festgestellt wird, daß durch die gefundenen Knochen bas Stelett des ermordeten Winter sich aufs genaueste vervollständigen läßt. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, baß die Leichenteile spätestens einige Tage nach der Mordtat in die Abortgrube geworfen worden sind und dort in Verwesung übergingen. Eine bis auf den Grund reichende Beerung der Abortgrube hat jetzt durch die Anwendung der von der Stadtverwaltung in Konig neu_angeschafften Pumpe stattgefunden. Ob die gefundenen Stiefel anfänglich hieß es Gamaschen Eigentum von Ernst Winter sind, bedarf noch der näheren Feststellung. Zu diesem Behuf sind sie dem Vater des Ermordeten zugesandt worden.
) Zur Spionageaffaire Wessel. Gegen den internationalen Industrieritter und Spion Wessel- Hellmuth ist nunmehr auch von einem französischen Untersuchungsrichter Herrn Crotabas in Nizza ein Haftbefehl erlassen worden und zwar wegen Verleitung Minderjähriger zur Unzucht. Herr Wessel scheint ein hübsches Sündenregister zu haben. ( 2) Der Wolf im Schafspelz. In einem Walde des Kantons Basel Land wurde ein frommer Einsiedler verhaftet, der in Wirklichkeit ein aus Mülhausen entlaufener Sträfling ist. Er hatte sich's in einer verlassenen Eremitenflause wohnlich gemacht und begann den Leuten der Umgebung Bergpredigten" zu halten, die großen Zuspruch fanden, obwohl die Dorfpfarrer eindringlich vor ihm warnten. Das Waldidyll religiöser Romantik fand aber ein jähes Ende. Als vor ein paar Tagen der neue Bergprediger wieder vor einer andächtig lauschenden 300töpfigen Menge seine Weisheit strömen ließ, erschien die Polizei und führte den Mann in eine noch stillare Klause.
) Ein Selbstmord mit Hindernissen. Ein pensionierter Postmeister in Neuilly, so wird aus Paris gemeldet, beschloß, offenbar in einem Anfalle von Irrsinn, Selbstmord zu begehen. Er befestigte einen Strick am Lampenhaken und stieg auf zwei aufeinander gestellte Stühle. Da wurde er plößlich durch zwei Einbrecher gestört; vasch zog er einen geladenen Revolver aus der Tasche und zielte damit auf die verblüfften Diebe. Schwer im Rücken verwundet stürzte einer von ihnen nieder, während der andere entwischte. Der Selbstmordkandidat begann nun mit dem sich am Boden windenden Einbrecher zu verhandeln, ob er ihn vollends töten oder seinen Selbstmord fortsetzen solle. Er entschloß sich zu letzterem, legte sich die Schlinge um den Hals und stieß die Stühle um. Der verwundete Einbrecher schrie um Hilfe, worauf ein Polizist den Kopf zum Fenster hineinsteckte, aber bei dem graufigen Anblick Reißaus nahm und sich erst Hilfe herbeiholte. Der Postmeister wurde abgeschnitten, war aber längst tot. Der Einbrecher konnte noch die obigen Einzelheiten mitteilen; dann verfiel er in Raserei. Er liegt hoffnungslos im Krankenhaus.
(-) ,, Shamrock III." havariert. Der bekannte Millionär Sir Thomas Lipton ist auf seiner neuen Segelyacht Shamrock III." schwer zu Schaden gekommen. Bei der Probefahrt zerbrach ein Windstoß den Mast, der im Nieberfallen einen Matrosen erschlug, Sir Thomas Lipton und mehrere andere Leute der Besatzung schwer verletzte. Shamrock III." sollte ein wahres Wunder der modernen Yachtbaukunst sein und ist zur Bestreitung des AmerikaBokals erbaut worden.
(:) Eine Insel mit Forts zu verkaufen! Dieser Tage wird die Insel Cezon an der Bucht von Aberwrack im Departement Finisterre in der Mairie von Lannilis öffentlich versteigert werden. Dieses an einem breiten und tiefen Meerarme belegen: Eiland war zum strategischen Punkte ausersehen worden, und man hatte auf ihm im Jahre 1859 ein Fort und eine Kaserne errichtet, die jetzt zu zerfallen droben. Tezon sollte lezzthin für den Ozean
trust von Pierpont Morgan erworben werden, der an der gegenüberliegenden Küste von Aberwrad einen großen handelshafen anzulegen gedachte. Die betreffenden Verhandlungen zerschlugen sich indessen. Die Insel mit ihren Gebäuden wird für 4000 Francs zum Verkaufe aeſtellt.
(!) Großer Erfolg der neuen Reichsanleihe. Auf die zur öffentlichen Zeichnung aufgelegten 290 Millionen Mart breiprozentige Reichsanleihe sind nach allgemeiner Feststellung rund 13 755 400 000 Mart gezeichnet worden. Dies Resultat übertrifft allle Erwartungen, denn die Anleihe wurde etwa 4712 mal gezeichnet. Bei den Emissionen im Vorjahre wurde die 3prozentige Reichsanleihe, wie belannt, 61 mal, die preußische 3prozentige Staatsanleihe 4312 mal gezeichnet.
(-) Auf dem Bremer Antialkoholfongreß kam die wichtige Frage der Entmündigung wegen Trunksucht zur Sprache. Professor Dr. Kramer Göttingen hielt diese Frage für bedeutend wichtiger als den Streit, ob die volle Enthaltsamkeit oder Mäßigkeit besser sei. Er hält die Trunksucht für heilbar, wenn beizeiten eingegriffen wird. Der Heilversuch kann nicht frühzeitig genug eingeleitet werden. Die Heilung ist nur möglich bei einem genügend langen Aufenthalt in einer Trinkerheilanstalt, der meist nur durch die Entmündigung wegen Trunksucht erzwungen werden kann. Deshalb fann auch die Entmündigung nicht frühzeitig genug eingeleitet werden. Dem widersprach der Professor Dr. jur. Endemann, der der Meinung ist, man solle sich nur auf eine zwangsweise Durchführung der Heilbehandlung beschränken, und die Mehrheit der Redner stimmt dem bei.
( 222) Die bösen Deutschen! Ein wunderliches Märchen ersann sich ein französischer Soldat aus Verdun, der seinen Urlaub um 48 Stunden überschritten hatte. Er will anläßlich eines Besuches seiner Braut in dem deutschen Grenzorte Amanvillers von deutschen Gendarmen festgenommen worden sein. Im Gefängnis habe er das Anerbieten eines deutschen Kommissars erhalten, das Vertrauen seiner Vorgesezten zu täuschen und die korrespondenz für die Pariser Zentralstellen, welche er in Verdun regelmäßig nach dem Bahnhof trägt, dem deutschen Kommissariate zu übermitteln. Nach 48stündiger Haft sei er dann entlassen worden. Der Ordonnanzsoldat befindet sich gegenwärtig in Briey, wo eine Untersuchung eingeleitet wurde. Es ist nicht ausgeschlossen, daß tros seiner offenbaren Lügen der biedere Soldat zum patriotischen Märtyrer gestempelt wird.
(??) Schwere Unwetter werden aus Desterreich und Italien gemeldet. Wien ist in Schnee förmlich vergraben und der Sturm hat die junge Blütenpracht der Obstbäume völlig vernichtet. Die Frühjahrsrennen mußten abgesagt werden. Aus den Hafenpläßen an der italienischen Westküste kommen Meldungen über heftige Stürme auf See. In der Nähe von Civitavechia wurde ein italienisches Segelschiff an die Felsen geschleudert und zerschellt, doch konnte die Mannschaft gerettet werden. Man befürchtet, daß sich noch mehrere Schiffsunfälle ereignet haben. Auch an der französischen Mittelmeertüste dauern die heftigen Stürme an. Bei Marseille sind über 40 Fahrzeuge gesunken und in der Stadt selbst hat der Orkan schweren Schaden angerichtet.
) Eiue furchtbare Eisenbahnkatastrophe wird aus Rußland gemeldet. Nicht weit von Moskau entgleiste ein Schnellzug. Der Gepäckwagen wurde vollständig zertrümmert, und zwei Personen, die sich ohne Billets eingeschlichen hatten, fanden auf der Stelle den Tod. In den anderen Wagen des Zuges wurde ein Rechtsanwalt, zwei Ingenieure und elf weiter: Passagiere schwer, zahlreiche andere leichter verletzt.
Bunte Chronit. Zwei der jugendlichen Meuterer aus dem Martinistist bei Nottuln, die, wie erinnerlich, entkommen waren, wurden in Münster hungernd und frierend aufgegriffen.
- In Schwerin i. M. stießen Maurer beim Abbruch eines Hauses im Keller auf einen Earg, der ein menschliches Gerippe enthielt. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.
- Die spanischen Schatzschwindler lassen wieder von sich hören. Ein Hamburger Kaufmann erhielt aus Madrid eine Aufforderung zur Beteiligung an der Hebung eines Schapes.
-In Duns bei London ermordete ein Kutscher während der Nacht seine Frau und drei Töchter, indem er ihnen mit einem Rasiermesser die Kehle durchschnitt. Sodann beging er Selbstmord.
- Beim Versuche, auf den gegenwärtig kahlen Felsen des Rheinfalles bei Schaffhausen bis zum herabstürzenden Wasser zu gelangen, glitt ein fünfzehnjähriges Mädchen aus und versank in eine sogenannte Gletschermühle. Sofort angestellte Rettungsversuche hatten keinen Erfolg.
Kunft und CailTenfchaft.
F. C. Babel ohne Bibel. Professor Delitzsch hielt in der Berliner Singakademie im Beisein des Kaiserpaares seinen dritten Vortrag über Babel, diesesmal gänzlich ohne Stellungnahme zur Bibel. Er schilderte in anschaulicher Weise, wie das einst blühende Land, das Land der Kanäle, jetzt dem trostlosesten Verfall preisgegeben ist. Nur eines blüht noch: die Räuberwirtschaft. Alle Araber sind dreifach bewaffnet: mit Martinigewehr, Handſchar und Keule; da ist es kein Wunder, daß ein englischer Archäologe eine Nummer der Times mitnahm, um im Falle einer Ausplünderung sich wenigstens anständig einhüllen zu können. Dann ging er zu den deutschen Forschungsergebnissen über, die durch prächtige Licht. bilder illustriert wurden. Es sei ein Irrtum Herodɔts, wenn er Babylon als eine Stadt von 90 Klm. Umfang bezeichnet habe. Babylon könnte sich an Größe etwo mit München oder Dresden messen. Von den im Süden des Landes begonnenen Ausgrabungen auf dem älte sten Boden der Geschichte des Zweistromlandes erwar tet Delißsch die vollkommene Aufhellung des Ursprungs der Keilschrift. An einer Reihe von Proben suchte ei nachzuweisen, daß auch diese Schrift von Haus Bilder. schrift ist. Der Kaiser und die Kaiserin, die von Admiral Hollmann begleitet waren, folgten mit regstem Interesse den Ausführungen des Redners, der nach Echluß des Vortrags in die kaiserliche Loge befohlen und durch einen anerkennenden Händedruck des Kaisers ausge zeichnet wurde.
Giessener Cagesneuigkeiten.
*** Der Großherzog empfing am 18. April zun Vortrag den Staatsminister Rothe, den Justizminister Dr. Kabinettsrat Römheld.
bors Gerhard Be Brake Nr. 29. aufe Afterweg
dahier im Baufe 84 Ehr
Dittmar, den Finanzminister nauth, den Geheimerion
von Preußen fuhren am Freitag mit Automobil von Darmstadt nach Alsfeld zur Auerhahn- Balz und kehrten Samstag per Eisenbahn 10.04 Uhr vormittag nach Darm stadt wieder zurück. Prinz Heinrich ist darauf am Abend
** Der Großherzog und Prinz Heinri and treuen Pflicht
prion in Gie hatten fich heu und Anhänger ber Gintreffen mit der
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8 Uhr 4 Min nach Kiel zurückgereist, während Prinz Bieler hob i
Heinrich nebst den Prinzen Stegesmund und Heinrich noch bis Mitte nächster Woche in Darmstadt zu verweilen ge nant v. Egidy.
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denken. In Begleitung des Prinzen befand sich Rapitänleut. ie guten Eigenf
** Verliehen hat der Großherzog u. A. das Kom turfreuz 1. Klasse des Verdienstordens Phlipps des Großmütigen dem Generalmajor z. D. v. Viehbahn, seither Kommandeur der 50. Infanterie- Brigade( 1. Groß. Heff); das Ritterkreuz 1. Klasse mit der Krone desselben Ordens Infanterie- Regiment Nr. 65 lößner, seither im Infan terie- Regiment Kaiser Wilhelm( 2. Großh.) Nr. 116.
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gönnt fein möge, Familie vorzufteh Der Brauerei Fri Gefeierte in bew geben, vereinigte
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dem Major und Botaillonstommandeur im 5. Rheinischen Berlauf des Fefte
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seine, zwischen alten Ahnfrau
suchen der Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Gieße eretten- Ensem Geh. Justizrat Karl Langermann mit Wirkung vom 4. Mai 1903. Als Nachfolger hat der Großherzog den art, Gefänge, Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen Amtsgerichtsrat belangt. Die Heinrich Gebhardt unter Ernennung zum Oberamtsrichterimit und di bestimmt. Amtsrichter Dieß bei dem Amtsgericht Beerfelden is finden in wurde an das Amtsgericht Gießen versetzt. Ebenfalls in den Ruhestand versetzt wurde auf Nachsuchen der vortragende Rat bei dem Ministerium der Finanzen, Abteilung für Steuerwesen, Geh. Oberfinanzrat Weigel und ihm aus diesem Anlaß das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Phi lipps des Großmütigen verliehen. An dessen Stelle ist der bisher als Stationstontrolleur im Reichsdienste komm ssaris verwendete Oberzollinspektor und Regierungsaffessor Dr Georg Hellwig in Harburg a. E. Oberfinanzrat geworden und zugleich in hessische Dienste zurückgetreten.
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Am vergangenen Samstag tagten hier in Gießen im Hotel Schüz die Vorstände der drei Meister prü fungs Commissionen aus Startenburg, Rheinhessen und Oberhessen, und hatten sich auf Einladung dazu eingefunden Herr Beigeordneter Commer zienrat eyligenstaedt, sowie der Vorsitzende Herr Falt und der Sekretär Herr Engelbach von der Hand. werkskammer Darmstadt. Nachdem der Vorsitzende der Prü fungskommission für Oberhessen, Herr Baumeister Traber die Sigung eröffnet hatte, wurden die Erfahrungen der erst malig im Jahre 1902 durchgeführten Prüfungen ausge tauscht und dabei eingehend die einzelnen Erscheinungen be handelt, um thunlichst die Ausführungen der Prüfungen in allen drei Provinzen gleichmäßig zu gestalten, obschon die Verhältnisse oftmals Abweichungen nach der oder jener Seite bedingen. Die Herren Vertreter der Hannwerkskammer er fannten die hauptsächlich ehrenamtlich behandelte Tätigkeit der Kommissionen an und wünschten, daß die Erkenntniß der bezüglichen Haudwerkskreise recht bald im Sinne der Gewerbeordnung eine allgemeine werden möchte. Ins besondere wurde darauf hingewiesen, daß es empfehlenswert sei, wenn die Ortsgewerbevereine für die nächste Zukunft sich der Mühe unterziehen wollten, die Vorbereitungs furse zur Prüfung einzuleiten und entsprechend durchzuführen. Die Teilnehmer verblieben hierauf noch einige Stunden in fröhlicher Stimmung beisammen und berührten dabei nod die und jene Frage zur Verständigung.
*** Die 50er" Gießens hatten am letzten Samstag hre übliche Monatsversammlung. Da dieselbe nur schwach besucht war, wurde die nächste Versammlung auf Samstag, den 2. Mai festges zt, und zwar in der Restauration des Herrn Euler hier.
Oberlehrer Backes Darmstadt konnte vor einigen Tagen in 20jähriges Jubiläum feiern, seitdem a dem Hessischen Landeslehrerb. rein als Obmann vorsteh Eine Deputation, bestehend aus den Herren Scherer- Worm ( als stellvertretender Obmann des Landeslehrervereins), Ray lick- Darmstadt( als Vorsitzender der Ludwig- und Alice Stiftung und Dern- Neu- Isenburg( als Direktor des Feuer bersicherungs- Verbandes hessischer Lehrer und Vorstandsmi glied des Lehrerheims Vogelsberg) beglückwünschten ihn und überreichten ihm zugleich ein mit funstvoller Umrahmurg und entsprechender Widmung versehenes Exemplar seines vm bewährter Künstlerhand( Herrn W. Rohr in München) he gestellten Bildnisses. Bugleich wurde ihm mitgeteilt, de aus dem Verkauf der Backes- Bilder circa 4000 Mt. Uebe schuß erzielt worden sind, die den Grundstock für ei " Backes- Stiftung bilden sollen. Herr Backes dante in bewegten Worten.
** Fleischerverbandstag] Der Bezirksver ein Beide Hessen und Nassau" im deutschen Fleischerver bande hält seinen diesjährigen Bezirtstag am 26. April Eschwege ab.
** Auf der Tagesordnung für die nächste Stabt verordneten Sigung, welche Donnerstag den 2 April, nachmittags 3 Uhr stattfindet, stehen folgene Punkte: 1. Beratung des Voranschlags für 1903/04. Prüfung der Rechnung der Stadt Gießen für 1901/01. 3. Baugesuch der Studentenverbindung" Chattia" für da Weglarerweg. 4. Anlage einer Straße am rechten Wiefed ufer zwischen Frankfurter und Bahnhofstraße. tilgung der Blutlaus; hier Wahl der Kommission. 6. G such des Schauspielers Christian von Stahl um Au nahme in den hessischen Untertanenverband. 7. Das Dros fenfuhrwesen in der Stadt Gießen( Tarif zum Siechenhaus) 8. Gesuch des Heinrich Doermer zu Forstgarten um G laubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Forstgarten. 9. Des
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