Ausgabe 
19.12.1903 Erstes Blatt
 
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lösen und eine selbständige amerikanisch- katholische Stirche mit Ireland an der Spitze bilden. Daß das verhütet wurde, rechnet sich Herr Spadoni als Verdienst an. Er will sich an den Jesuitengeneral gewandt haben, um von diesem die Mittel zur Begründung eines Wochenblattes zu erhalten, das die Trennung der Amerikaner von der römischen Stirche bekämpfte und allwöchentlich in vielen Tausenden von Erem­plaren nach Amerika versandt wurde. Pater Martin habe ihm diese finanzielle Unterstützung zugesagt, sie nachher aber nicht gezahlt. Infolge dessen, so erklärte Spadoni, müsse er den Jesuitengeneral verklagen. Das hat er denn auch ge­tan, das Streitobjekt sind alles in allein etwa 50 000 Lire. Am Freitag stand in dieser Sache Termin vor dem römischen Zivilgericht an. Pater Martin erklärte, alles, was Spadoni behauptet, sei erlogen; nur einmal habe er Spadoni empfan­gen und damals ihm erklärt, daß der Vatikan von Spadonis Preßplänen nichts wissen wolle. Nach dieser Aussage des Jesuitengenerals ist der Prozeß denn auch vertagt worden; Spadoni erklärte, er wolle Zeugen für die Richtigkeit seiner Behauptung stellen. Wie er das machen will, ist, da auch nach seiner Angabe seine Unterredungen mit Pater Martin unter vier Augen stattfanden, unklar. Jedenfalls handelt es sich um einen unsauberen Erpressungsversuch.

Russland.

O Sergej Julitsch Witte wittert Morgenluft in Ruß­land. Der ehrgeizige, energische Staatsmann glaubt den Augenblick gekommen, wo er dem Manne, der ihn aus sei­ner allmächtigen Finanzministerstellung verdrängt, Herrn b. Plehwe, seinerseits ein Vein stellen kann. Herr Witte meiß, daß der Einfluß der Zarin- Mutter und der Zarin auf Nikolaus II. in letzter Zeit wieder zugenommen hat. Er weiß, daß beide Fürstinnen entschiedene Gegnerinnen der Blehweschen Politik der Unterdrückung Finlands sind, und er benutzt diese Strömung am Hofe, um sich den beiden Fürstinnen in empfehlende Erinnerung zu bringen. In einem dänischen Blatt bekanntlich weilt die Zarin- Mutter zur Zeit am Kopenhagener Hofe erklärt Herr Witte, er sei von Anbeginn an ein Gegner der Plehweschen Politik gegen Finland gewesen und habe sie auf's schärfste wider­raten. Witte verteidigt die Finen gegen alle die Vorwürfe vider ihre Loyalität, die Plehwe zur Begründung seiner Unterjochungspolitik angeführt hatte. Zum Schluß warnt er auf's neue eindringlich, die Plchwesche Politik in Fin­land sortzusetzen. Zweifelsohne will Herr Witte mit diesem Borstoß gegen Plehwe nicht nur dessen Rücktritt herbei­führen, sondern auch selbst wieder zu seiner alten Macht­Stellung zurück gelangen. Ob ihm das gelingen wird, wer­den die nächsten Wochen lehren. Unwahrscheinlich ist's nicht. Balkan- Staaten.

Neue Verdächtigungen werden on türkischer Seite gegen Bulgarien erhoben. Die Türken wellen im Kreise Kostur in Mazedonien einen Komitatschi festgenommen haben, der Pläne von Mazedonien und verschiedene andere Papiere, die ihm von den Führern anvertraut waren und die er in Sicherheit bringen sollte, bei sich trug. Die Pläne sollen im bulgarischen Generalstab ausgearbeitet sein, die Papiere ebenfalls für angesehene Politiker Bul­jariens sehr kompromittierend sein. Ganz ohne tatsächlichen Hintergrund scheint die Sache nicht zu sein.- Uebrigens macht sich neuerdings auch in Serbien ein stärkeres Interesse für die Mazedonier bemerklich, das sich in offener Begün tigung der mazedonischen Bestrebungen ausdrückt.

Treiben 9 kapitale Hirsche und 27 grobe Sauen. Nach der Jagd begab sich der Kaiser zu den Regimentsjubiläen nach Hannover.

** Die Verlobung des Großherzogs von Mecklenburg- Schwerin mit der Prinzessin Meyan­dra von Kumberland wird heute offiziell bekannt gegeben werden. Der Großherzog ist bereits in Gmunden einge­trossen.

Nab und fern.

Zur hundertjährigen Jubelseier der Schlesischen Gesell­schaft für vaterländische Kultur in Breslau überbrachte der preußische Stultusminister Dr. Studt die Glückwünsche des Kaisers und teilte mit, dieser habe der Gesellschaft zum Bau eines eigenen Hauses 30 000 Mark aus dem allerhöchsten Dispositionsfonds bewilligt.

Der Serbenkönig will wenigstens den Versuch machen, den Forderungen der Großmächte wegen einer Sühne des Königsmordes einigermaßen nachzukommen. Dazu, die Königsmörder dem Gericht auszuliefern, glaubt er sich nicht entschließen zu dürfen; er fürchtet in diesem Fall das Schicksal seines Borgängers zu teilen. Dagegen will er die Königsmörder, soweit es ihm möglich ist, vom Hofe ent­fernen. Weder Verschwörer, noch Gegenverschwörer, son­dern farblose, unpolitische Mitglieder des Offizierkorps werden fortan zum Hofdienste herangezogen werden. Da durch glaubt König Peter es den Diplomaten zu ermög lichen, bei Hoffestlichkeiten zu erscheinen. Ob die Mächte mit dieser halben Maßregel einverstanden sein werden, ist sehr die Frage.

Althannoversche Ebrentage.

Hannover, 19. Dezember.

Ueber die Zustände in der Prager St. Wenzel- Vor­schußkasse werden von österreichischen Zeitungen nachträglich Dinge berichtet, die jeder Beschreibung spotten. In der Pfandleihanstalt wurden Juwelen vorgefunden, aus wel­chen die echten Steine herausgebrochen und durch falsche ersetzt waren. In der Wohnung des Vorstehers Drozd, der bekanntlich schon gleich bei den ersten Nachrichten von seinen Beruntreuungen vom päpstlichen Stuhl seiner Würde als Monsignore entkleidet worden ist, wurde im Schreibtische in einem Zigarrenfistchen unter alten Spitzen und Zigarren­abschnitten eine große Anzahl von 100 Kronen- und 50 Kronen- Banknoten vorgefunden. Der behördlichen Kom­mission kamen zwei Bücher zu Gesicht, in welchen Hundert­fronennoten eingelegt waren, die offenbar als Lesezeichen benützt wurden.

Eisenbahnunfall. Der Schnellzug von Warschau nach Merandrowo, der Schlafwagen Warschau- Berlin mit sich führt, ist nachts bei Wloclawek mit einem Güterzuge zusam­mengestoßen. Mehrere Personen sollen ums Leben ge­kommen sein.

In unseren Straßen herrscht seit heute mittag schon das regste festliche Treiben. Von Nah und Fern sind alte und innge Hannoveraner eingetroffen, um die Jubelfeier unserer drei Regimenter mitzubegehen: Das Füsilierregiment Prinz Albrecht, das Königs Ulanenregiment und das Feldartillerie­regiment von Scharnhorst feiern als Träger der Ueber­lieferungen der früheren königlich Hannoverschen Truppen­teile ihr 100jähriges Stiftungsfest. Die früheren Offiziere und Angehörigen der alten hannoverschen Regimenter, mit denen die neuen Formationen zusammenhängen, sind zu dem Ehrentage geladen worden, und wie der Augenschein lehrt, gerne der Ladung gefolgt. Da sind die alten Krieger vom hannoverschen Garde- Regiment, die hannoverschen Garde- du- Corps und die ehemaligen Angehörigen der han­noverschen Artilleriebrigade. Sie besiegelu die Waffen­brüderschaft mit den alten Offizieren und Angehörigen der drei Regimenter, sowie den aktiven. Ueberall Begrüßungs­feiern und Empfänge.

In den Flammen umgekommen. In einer Kunst­mühle zu Bruckmühl brach ein Feuer aus, das so schnell und verheerend um sich griff, daß ein Buchhalter und ein Müller­bursche sich nicht mehr flüchten konnten und elend in den Flammen umfamen. Ein ähnlicher Fall wird aus dem französischen Dorfe Blonay bei Lorient gemeldet. Im La ben eines dortigen Kaufmanns explodierte ein Petroleum­faß. Das dadurch verursachte Feuer griff so schnell um sich, daß der Kaufmann, dessen Frau und zwei Kinder ver­brannten.

soll nach einer Vorlage, die das Ministerium des der Zweiten Kammer zugehen ließ, dahin geändert daß das Aushängen und Ausstellen von Waren d Kauf- und Handelsleute und sonstigen Gewerbet an Sonn- und Festtagen nur während der für dem. gottesdienst bestimmten Zeit untersagt ist.

Aktuelle Kinder. Der kleine Fritz hat zum ersten Male eine gehörige Tracht Prügel hinten hinauf bekommen. Schmerzlich berührt ruft er nach der Prozedur aus: Also du bist auch Sadist, Papa?"

Lokales.

Gießen, 19. Dezember 1903.

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Hütekinder im Vogelsberg. Auf bill frage der Abgg. Hauck und Gen. in der zweiten der Stände an die Regierung, hat die lettere dah wortet, daß in einzelnen Preisen alle Kinder zu verwendet werden, die eigenen und die fremden. Dienstleistungen bestehen darin, daß sie in der guten J zeit das Vieh hüten, während des ganzen Jahres und bei dem Füttern des Viehs, dem Misten der sind bei den Feldarbeiten, daß sie die Hausfrau bi Hansarbeiten unterstützen und die kleinen Kinder bea tigen. Während der Sommerzeit sind die Kinder ang strengt und neigen in der Schule zu Schlaf. laubungen seitens der Schule treten auch im Somm ein. Der harte Boden, Mangel an Arbeitsicäften us furze Sommer zwingen die Landwirtschaft zur Heran aller Kräfte. Das Verdingen der Kinder erachten wir ind meinen weniger bedenklich, als das Hütewesen üb dessen Nachteile in Hinsicht auf die Morale unverl sind. Wir würden es mit Freuden begrüßen, wenn bas Verdingen vollständig verschwinden fönnte; auriti ist es für viele vermietete Kinder ein wahrer Segen, sie den Verhältnissen des Elternhauses entrissen Derartige Dinge muß man von Fall zu Fall beurt es kommt ganz darauf an, woher die Kinder stammen, wohin sie fommen. Es ist richtig, daß sie der Familie fremdet werden; doch gibt es auch Fälle, wo solche die Kinder eine Wohltat ift. Ein generelles Verbot Verdingens würde nicht segensreich wirken; Auswüchler ( allzugroßer Ausnüßung, übermäßiger Anstrengun mährung einer

Der Großherzog empfing am 18. Dez. eine Deputation der Ersten Kammer der Stände, bestehend aus dem 1. Präsidenten Grafen zu Schlitz genannt von Görß, Grafen zu Erbach- Fürstenau, Grafen zu Solms- Laubach, Prinzen zu Stolberg- Roßla, Wirkt. Geheimrat Dr. Gold. mann, Wirkl. Geheimrat Dr. 2 Knorr und Geheimen Kommerzienrat Lauteren, welche aus Anlaß des Ablebens Ihrer Großherzoglichen Hoheit der Prinzessin Elisabeth eine Beileidsadresse überreichte. Der Großherzog empfing vorher den Grafen zu Erbach- Erbach, später den Prinzen Franz Josef von Battenberg und den Erbprinzen zu Ysen burg und Büdingen.

Die Stadt hat ein reiches Prunkgewand angelegt, um all die Braven würdig zu bewillkommen. Noch aber fehlt der oberste Kriegsherr, dessen Anwesenheit dem Jeste die Weihe geben soll. Der Kaiser wird erst gegen 11 Uhr abends von den Jagden in der Göhrde erwartet. Morgen ist dann der große Tag, an dem er über seine alten und jungen Krieger auf dem Waterloovlatze die Parade ab nehmen wird, an der insgesamt 370 Offiziere und 5114 Mann außer den feiernden Regimentern teilnehmen werden. Aus dem Marstalle des Kaisers trafen 14 Reitpferde, acht Wagenpferde und vier Equipagen ein, desgleichen aus dem Marstalle des Prinzen Albrecht zwei Reitpferde, sechs Wagen­pferde und drei Equipagen. Mit der Parade wetteifern an Anziehungskraft für das Publikum die großen Reiterfeste, die teilweise schon stattgefunden haben, teilweise aber erst bevorstehen. Mit ihnen wechseln Bälle und Festessen in bunter Reihe ab.

Hof und Gesellschaft.

Der Kaiser nahm an der gestrigen Hofingd in der Göhrde vormittags und nachmittags teil. Er schoß in einem

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** Das Großh. Regierungsblatt enthält eine Ver­ordnung, den Vollzug des Gesetzes, betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben, vom 30. März 1903 betreffend. ** Die Anlagen- Musik findet am Sonntag Mittag 11,30 Uhr in Gießen in den Südanlagen mit nachstehendem Brogramm statt. 1. Ouvert. Hans Sachs von Lorging. 2. Touristen Quadrille von Krauße. 3. Paraphrase über das Lied: Ein Vöglein sang im Lindenbaum" von Eberle. 4. Erinnerung an Tannhäuser. Fantasie von Hamm.

nur ungenügenden Ruhezeit) soll Strenge entgegengetreten werden. Für die Arbit M Lehrers bildet das Verdingen der Kinder eine bebent Erschwerung; infolge der angeftrengten förperlichen Ar neigen die meisten im Unterricht zu Schlaf, Zeit zu lichen Arbeiten für die Schule steht ihnen taum zur Be fügung, und der ständige Wechsel der Schule- mar wechseln noch öfter als einmal im Jahr den Wohnort­ist für ihre geistige Ausbildung nur von Nachteil." Com die Verwendung von schulpflichtigen Kindern zum Viebi Nachteile bedingt, liegt der Brund hierfür in der im Boge berg üblichen Art der Viehhaltung überhaupt und nament in der rückständigen Wirtschaftsform der Einzelhut, die o in der Ausübung durch Erwachsene der Beseitigung be Den hierauf gerichteten Bemühungen einzelner Landni und der Behörden nachzuhelfen, sind entsprechend erwie Vorschriften in dem Entwurf eines Feldstrafgesetzes beftim nicht minder lassen die im Rahmen des Generalful planes für den oberen Vogelsberg beabsichtigten Maßug zur Ueberführung der Hutweideflächen in besseren Kulta zustand eine Einschränkung der zur Weide dienenden Flü und damit auch der Mißstände der Einzelhut erwarten § Klein Linden, 18. Dez. Unser Turnverein fei am 2. Weihnachtsabend ein Winterfest bei Besche und Theatervorführung.

* Stadttheater Gießen. Als 9. Dienstagsabonnements­vorstellung geht am 22. Dezember Paul von Schön­thans liebenswürdiges Lustspiel die berühmte Frau" zum letztenmal in Szene. Die bisherigen Erfolge der inter­nationalen Nachtasyl- Tournee sind allen Zeitungs­berichten zufolge derartig großartig, daß dem Gießener Auf­treten des Ensembles mit größter Spannung entgegengesehen werden darf. Im neuen Jahre wird die Truppe eine große Tourne durch Holland, England und Rußland antreten, von wo glänzende Anerbietungen vorliegen. Die Vorstellung findet in Gießen am 23. Dezember und zwar außer Abonnement statt.

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** Vortrag. Auf Veranlassung des Ortsgewerbe­Verein- Grünberg wird Herr Oberbergrat Prof. Dr. Chelius am Sonntag Nachmittag im Hirsch" einen Vortrag über das zeitgemäße Thema:" Der Boden und die Lage Grünbergs und die hessischen Kur- und Badeorte", halten. Der Zutritt ist jedem gestattet.

Der hessische Landeslehrerverein umfaßt gegenwärtig 2833 Mitglieder, 2610 Lehrer, 85 Lehre rinnen und 138 Personen anderer Berufszweige. Der katholische Lehrerverein im Großherzogtum Hessen zählt 1000 Mitglieder, und war 500 Lehrer, 177 Lehrerinnen, 223 Geistliche und 100 aus anderen Berufsklassen. Beiden Vereinen gehören gleichzeitig etwa 65 katholische Lehrer an.

+ Krofdorf. 18. Dez. Die Gemeindejagden bond berg, Wißmar und Garbenheim sollen anfangs J öffentlich verpachtet werden und liegen die nähern dingungen auf der hiesigen Bürgermeisterei zur S offen.

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= Aus dem Kreise Wetzlar, 18. Dez. Nadh Jahresversammlung des Viehversicherungsvereins des Stück Rindvieh und 9488 Schweine versichert und Wetzlar waren im laufenden Berichtsjahre 419 Pferde für Schadenfälle bezahlt für Pferdeversicherung 3186 65 für Rindviehversicherung 9399,86 Mt. und für Sch versicherung 6511,22 Mt. Aus diesem kurzen Beri date zur Genüge zu ersehen, daß der Kreisviehversicherung in seinen bedeutenden Leistungen eine vorzügliche Woh einrichtung für die Viehbesißer unseres Kreises ist. Ruppertenrod. Das Grund- und Berggrundbu Gemeinde gilt vom 10. Juni 1904 als angelegt. [:] Quedborn. Die hiesige Sparkasse ist im Dez an jedem Tag geöffnet.

Die Bahnsteig sperre soll nun auch an der Oberhessischen Bahnlinie eingeführt werden; auf der Station Rödges wird bereits das Bahn- Perro mit einer Umzäumung versehen. Seit November werden in Gießen und mehreren anderen Stationen die mit der Bahnsteigsperre schon versehen sind Bahnbeamte von den oberhessischen Stationen im Knipsen" ausgebildet.

** Offenhalten der Schaufenster. Der Artikel 227 Abs. 1 des hessischen Polizeistrafgesetzes, der das Offen­halten der Schaufenster an Sonn- und Feiertagen verbot,

Reiskirchen, 19. Dez. Herr Lehrer Richar ist vom 1. Januar 1904 an der evangelischen Schk Dillendorf, Kreis Simmern, einstweilig angestellt wo

Saasen, 19. Dez. Gestern verunglückte im B roder Walde beim Holzfällen einer der Holzfäller. gefällter Baum fiel derart auf ihn, daß er erheblich legungen davontrug und an seinem Aufkommen gez wird.

Butzbach, 18. Dez. Der gestrige Weihnachts hatte sich feines besonderen Zuspruchs zu erfreuen fofteten Ferfel 20 bis 30 Mt. und Sprenger 45 bis 10 das Paar.

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Biedenkopf, 18. Dez. Großes Interesse unsere Biedenköpfer Landsleute in Amerika der Errid des Kreiskriegerdenkmals in hiesiger Stadt entgegengeb So gingen in diesen Tagen aus Baltimore bei dem Ko zu Händen unseres Bürgermeisters 1000 Mark ein. feierliche Grundsteinlegung erfolgte bereits am So 1. Nov. d. Js. in Gegenwart vieler Krieger und geb Soldaten uns res Kreises, der städtischen Behörden vieler Freunde aus Nah und Fern.

( Amöneburg, 17. Dez. Heute hielt Herr Land Schent zu Schweinsberg in der hiesigen Feldmark größere Treibjagd ab. Es wurden 123 Hasen Strecke gebracht.

Aus dem Gerichtssaal.

@traffammer.

Gießen 19. Dezember 1908 Der Gefangenwärter Adam Debus von Lau hat sich wegen fahrlässiger Gefangenenbefreiung zu

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