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einspiegel feien?" Höhnte er. Eine Gängerin

doch nicht weißmachen, daß Sie

aus

mich

Rub s hnen beliebt, aber lassen Sie

unterbrach sie ihn.

,, Sie wissen

ich

geschehen, das ist ja eben darum hassen uns die Kinder um fönnen uns nichts anhaben, weil ihr Gewissen nicht rein einen Erein bor budgersen, bas soll sicherlich daß er mich haßt, und was ich tun kann, ihm das schlimme, die Väter so glühender.

ift.

wollen.

Jepson

Chess ausschließlich dem Passierer überlassen bleiben. nach der Bauf fam und bis in den Nachmittag hinein mehr wie in früheren Jahren bei der Abwesenheit des Die Beamten wunderten sich, daß er jeden morgen in den Sinn,

die Zeitung der Bank dürfe nicht

den wir Ihnen

unsere Hilfe bei der Verhaftung des Man­

nes nicht versagen."

hatte, reiste unter dem Namen Rodell. fagierliste anzusehen. Der Passagier, den ich im Berdacht Ich dankte ihm und ging hinunter, um mir die Pas­

mit Sailfe

Nr. 141.

Wonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertels fährlich Mr. 1.50.

Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberhefftfche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Freitag, den 19. Juni 1903.

Gießener

12 Jabraong,

Insertion@ pret 8: Die einfpaltige Petitzelle für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kretse Wehlar und Marburg 10 fg. fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzelle 30 refp. 40 fg.

Boftzeitungsliste No. 3269.

Rebattion und Erbedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Ne, 368.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblaff)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen.

Die Hufgaben des neuen Reichstags. Aus parlamentarischen Kreisen wird uns geschrieben: Da das Wahlergebnis tatsächlich nur Verschiebungen, aber feine tatsächlichen Veränderungen in den parlamentari­schen Mehrheitsverhältnissen gebracht hat, da weiterhin eine Auflösung des Reichstages vorerst keinerlei Aussich­ten auf ein anderes Wahlergebnis bieten würde, als es augenblicklich vorliegt, so werden wohl die Herren Reichs­boten, wenn die Wellenschläge der Volkserregung nach der Wahl aufhören, im Herbste geruhsam und ehrbar an ihre Aufgaben gehen. In deren vorderster Reihe stehen die handelsverträge, für die zweifellos eine Mehrheit zustande lommt. Auch die Sozialdemokraten werden sich voraus­sichtlich auf eine theoretische Gegnerschaft und eine Ab­lehnung der erhöhten Lebensmittelzölle beschränken, denn der Abschluß neuer Handelsverträge bietet allein die Mög lichkeit, unsereit Geschäftsverkehr mit fremden Ländern für eine lange Frist hinaus auf eine feste Grundlage zu stellen. Die Sicherung des Handelsverkehrs ist aber ge­nau so wichtig oder vielleicht noch wichtiger als die Be­messung der Zollfäße. Jedenfalls wird man ernstlich nicht daran denken können, daß etwa eine ähnliche stürmische Beratung stattfinden könnte, wie bei der parlamentarischen Erledigung der Zolltarifreform. Da war, möchte man fast sagen, die Sachlage vor 10 Jahren bei der Beratung des tussischen Vertrags noch schlimmer, denn damals war eine mächtige Gegnerschaft gegen den 3,50 Mark- Zoll im Hause, und die Beratung ging doch glatt, wenn auch mit reichem Widerspruch gegen die Tendenz der Caprivi schen Politik von statten.

Außer den Handelsverträgen sind wieder einige Fort­schritte auf dem Gebiete der Sozialpolitik zu erwarten, auf dem Deutschland weiter die Führung behaupten wird. Ob der Plan einer Arbeitslosenversicherung wirklich be­sicht, läßt sich jezt nicht sagen es wird behauptet und wieder bestritten. Soviel ist jedenfalls sicher, daß dieses Projekt viele technische Gegner hat, die vor allem das eine Bedenken geltend machen, daß ein Fonds für Arbeitsloſe sich unter Umständen direkt unter der Hand verkrümeln fann, weil eine niedergehende Geschäftskonjunktur nicht bloß die Aufzehrung des Fonds bedingt, sondern weil in folchen Zeiten auch die Ergänzung des Fonds aus den Beiträgen eine sehr spärliche ist, es sei denn daß diese nicht fest bemessen werden, sondern je nach dem erfor derlichen Auswand beweglich bleiben. Auf alle Fälle wird hier nur eine vorberatende Vorlage zu erwarten sein. Dagegen ist die Umgestaltung der Seemannsordnung zwecks Anpassung an die neue Krankenkassengesetzgebung, das Problem der kaufmännischen Schiedsgerichte und die Novelle zum Versicherungsgesez, ferner auch eine Ver­besserung des Urheberrechtes und ein neues Pensionsge­sez zu erwarten.

Mit einer gewissen Spannung hat man in Geschäfts­freisen auch dem Wahlergebnis entgegen gesehen, weil man glaubte, daß hiervon unter Umständen die Reform der Börsengesetzgebung abhängig gemacht werden könne. da jedoch der Wahlausfall die reformgegnerische Mehr­heit nicht beseitigt hat, so ist auf diesem Gebiete keine große Initiative zu erwarten. Aber ohnehin ist auch die Zahl der Aufgaben groß genug, und sie sind vor allem für die Volkswohlfahrt so wichtig, wie kaum jemals zu­

00r.

Zur Lage in Serbien.

CB. Dem Serbenkönig Peter wird, selbst wenn er es nicht wollte, nichts übrig bleiben, als die Mörder des Königs­paares zu bestrafen. Der russische Regierungsbote" ber­öffentlicht eine amtliche Note, in der König Peter zwar an­arfannt, aber die Bestrafung der Mörder des Königs und der önigin ihm zur Pflicht gemacht wird. Es heißt in der Note u. a.:

Indem die kaiserliche Regierung die Wahl des neuen Monarchen, des Nachkommen einer rühmivollen Dynastie be­füßt und dem Oberhaupte des Rußland glaubensverwandten serbischen Volkes vollen Erfolg in seinem guten Beginnen wünscht, kann sie doch nicht umhin, die Zuversicht auszu­prechen, daß König Peter es vermögen werde, Gerechtigkeit und festen Willen an den Tag zu legen, indem er allem oran Maßnahmen zur Untersuchung der verabscheuungs­würdigen Missetat ergreift und die treubrüchigen Verbrecher, welche sich mit der Schmach des Königsmordes bedeckt haben, renger Strafe unterwirft.

Angesichts dieses Ufas des Zaren wird der König mit der Einleitung der Untersuchung nicht zögern dürfen. Daß es auch in seinem Interesse liegt, wenn die Königsmörder nicht straflos ausgehen, liegt auf der Hand. Ein warnendes Grempel tut gerade bei diesen unruhigen Völkerschaften dop­pelt not. Wahrscheinlich verden sich aber die meisten Schul­digen der Vergeltung dich die Flucht entziehen. Mit der jerbischen Armee oder wenigstens den Offizieren wird der König es ja durch eine Verfolgung der Königsmörder eine Beit lang verderben; sie ist schon jetzt nicht mehr sehr gut auf ihn zu sprechen: die Offiziere beklagen sich über die Un­dankbarkeit Peters, weil dieser erklärt hat, daß die Offiziere

die Armee auszubilden, nicht aber Könige zu morden hatten. Die Militärs sind auch der Ansicht, daß der Ton, den der neue König angenommen habe, viel zu autokratisch sei.

Diese Aufsäßigkeit wird sich aber bald legen, wenn der König eine feste Hand zeigt und die Zügel der Disziplin_im Heere, die jetzt am Boden schleifen, nicht locker läßt.

Die Deputation der Belgrader Skupschtina, die nach Gens unterwegs ist, um den König nach Belgrad zu geleiten, über­bringt ihm einen Abdruck der abgeänderten Verfassung von 1888 zur Einsicht. Nach seinem für Mittwoch erwarteten Eintreffen in Belgrad wird der König in feierlicher Sitzung der Nationalversammlung die Verfassung unterzeichnen und den Eid leisten. Die Aenderungen der Verfassung werden nur in der Ersetzung des Namens der Dynastie Obrenovicz durch denjenigen der Dynastie Karagyorgievicz in dem bezüg­lichen Gesezartikel, sowie in der Modernisierung einzelner Bestimmungen anderer Geseze bestehen.

Einer ausführlichen Schilderung der

Ern. sedung des Königspaares,

die unsere bisherige Darstellung bestätigt, entnehmen wir noch folgende Einzelheiten:

Als die Offiziere nach anderthalbstündiger Durchsuchung des Konaks in das Schlafzimmer des Königspaares ein­drangen, waren sie aufs höchste verblüfft. Das Königspaar war nicht da. Ratlos und schäumend vor Wut sahen sich die Offiziere schon um die Früchte ihrer Anstrengungen gebracht. Da hörte in dem ungeheuren Tumult ein Artilleriehaupt­mann plöglich eine weibliche Stimme. Es war die der Königin, die das draußen ſtehende Militär anrief, ihr und dem König um Gottesvillen Hilfe zit bringen. Die Stimme fam hinter einer Glastür her, die die Offiziere für ein Fenster gehalten hätten. Diese Glastür schied das Schlafzimmer Hon einem engen einfenstrigen Raume. In diesen drangen die Verschwörer jetzt ein, und nun endlich sahen sie das Königs­paar vor sich. Die Königin war verstummt, sie sah ein, daß ihre Hilferufe zum Fenster hinaus vergeblich waren. Das Königspaar stand am Fenster und hielt sich fest umschlungen. Der König deckte mit seinem törper seine Gattin. Er rief den Verschwörern zu: Verzeiht mir alles, was ich getan." Gleich darauf sanken er und die Königin, von Schüssen ge­troffen, zu Boden."

Eine andere Schilderung gibt einer der Verschworenen, Oberst Popowitsch. Nach seiner Darstellung blieben die Offi­ziere vor der Glastür stehen und riefen in das Gemach hinein:

Alerander Obrenovicz, danke ab, unterschreibe die Ur­funde, die wir in der Hand haben. Wir verpfänden unser Ehrenwort, daß dir und ihr nichts geschehen soll und daß ihr ruhig fortgehen könnt!" König Alexander antwortete: " Ich danke ab, aber die Urkunde unterschreibe ich nicht." Die Verschwörer riefen zurück: Alexander Obrenovicz, du hast fein Offiziersehrenwort mehr, du lägst, du hast uns mehr als hundertmal betrogen und dein Wort gebrochen. Wir for­dern dich zum letzten Mal auf: Unterschreibe!" Der König wiederholte Wort für Wort, was er zuvor gesagt hatte. Da rauf gaben die Verschwörer eine Salve auf die Tapetentür ab, die, gleich einem Siebe, von den Revolverkugeln durch­bohrt wurde, und erbrachen die Tür. Der König war be­reits leblos, er hatte acht Kugeln im Leibe. Königin Draga hockte hinter ihm, schwer verwundet. Eine zweite Salve tötete sie.

Der den ersten Schuß auf Alexander abgab, war ein Haupt­mann Dimitriewitsch. Er riet den Mitverschwörern ab, sich mit der Abdankung des Königs zu begnügen: Machen wir ein Ende," sagte er; morgen sind wir verloren, wenn wirs nicht tun, und Desterreich wird uns den König, wenn wir ihn nur zur Abdanfung zwingen, wieder aufhalsen." Daraus schoß er, und die anderen folgten seinem Beispiel.

Die ,, beldenmütige" ferbifche Armee!

Der neue serbische König Peter preist in seiner Ant­wort auf den ihm durch den neuen Kriegsminister General Atanazkowitsch übermittelten Glückwunsch des Heeres seine heldenmütige Armee. Er werde sie als ihr König und Oberbefehlshaber stets auf ihrem Wege voranführen, den sein unsterblicher Großvater mit Ruhm bedeckt habe. Wie eine bittere Satire auf dieſe Worte des Königs nimmt sich eine Schilderung aus, die der berühmte engliſche Kriegsberichterstatter Bowes von der Tätigkeit der serbischen Armee im Feldzuge gegen die Türken 1876 ent­wirft.

Während seiner fast vierzigjährigen Laufbahn als Kriegsberichterstatter- so erklärte Bowes einem Interwiewer habe er noch nirgends eine derartige Feigheit gesehen, wie bei der serbischen Armee.- ,, Was sagen Sie da?" rief der Besucher erstaunt ,,, Die Serben kämpften doch im Jahre 1876 Monate lang gegen die Türfen mit einer Zähigkeit..."" Nein! Ich wohnte mindestens 20 kämpfen bei; und jedesmal liefen die Serben davon wie Hasen."- Ja, aber wer schlug sich denn?" Es schlugen sich die aus russischen Offizieren und Soldaten zusammengesezten Cadres. Wenn alle

Eerben geflohen wuren, sammelten sich vie Russeil von neuem und ſezten den Kampf fort." ,, Das ist wirklich merkwürdig. Waren denn so viele Russen in den serbischen Reichen?"- ,, Mehr als Sie glauben!... Tausende! Wenn in einer Kompagnie sieben oder acht Russen waren, marschierten die Eerben; aber wenn die Russen getötet waren, verschwand die Kompagnie wie Nebel vor der Sonne.

Einmal wohnte ich einer höchst interessanten Episode bei. Ich marschierte eines Tages mit einer serbischen Truppenabteilung, die unter dem Befehl meines Freundes Kornilɔw ſtand. Kornilow ritt seinen Soldaten voran und ich befand mich neben ihm. Das serbische Bataillon war gut ausgerüstet; es rückt langsam gegen einen Hügel vor, auf dessen Gipfel man einen türkischen Vorposten zu finden hoffte. In der Tat glaubte ich plötzlich hinter dem Felsen einige Schatten von türkischen Soldaten zu erblicken. Ich teilte meine Befürchtungen sofort Kornilow mit. ,, Mein Lieber, erwiderte er mir ,,, fürchten Sie nichts, denn es wird kein Kampf stattfinden." ,, Wie das!" sagte ich, die Türken sind doch dicht, vor uns?" ,, Schon gut", erwiderte Kornilow; aber beim ersten Flintenschuß wird mein ganzes Bataillon_ver= schwinden. Bleiben Eiz nur, wenn Sie eine schöne Flucht sehen wollen, dürfen Sie diese Gelegenheit nicht vor­übergehen lassen." Die Leute verstanden nicht ein Wort von unserer Unterhaltung, da sie französisch geführt wurde. Nach und nach aber begannen sie immer langsamer zu marschieren und verlangten, daß man Halt machen sollte; Kornilow tat, als wenn er nichts hörte. Nun machten die Eerben traurige Gesichter und begannen fast flehentlich zu bitten: ,, Väterchen, du, der du vom großen Zaren geschickt bist, mußt gut sein, denn der große 3ar ist auch gut. Du mußt jedenfalls auch verheiratet sein, denn du bist ein schöner Mann; du wirst also auch schöne Kinder haben. Kennst da die Süßigkeiten des häuslichen Herdes? Das Leben ist so schön, während der Tod. Und wenn man tot ist, ist man es für immer! Sei barmherzig, Väterchen, laß uns nicht weiter gehen und das Leben nußlos aufs Spiel setzen!"

Kornilow lachte; die Serben aber wußten nicht, daß dieses Lachen Verachtung ausdrücken sollte, und baten immer rührender. Plößlich knallt ein Flintenschuß: es ist eine türkische Schildwache! Ich bleibe stehen und suchte mit meinem Fernglas den Horizont zu erforschen; als ich dann das Glas von den Augen nahm und mich nach dem Bataillon umdrehte, sah ich dieses mit wilden Schreckensrufen in toller Flucht den Hügel hinanter­laufen. Zwei Minuten später war auf dem Plaze nur noch Kornilow mit etwa fünfzehn Russen und einem einzigen Serben, einem alten Hauptmann, der vor Schande und Wut zu weinen begann..." Nach dieser Erzählung lassen sich die Greueltaten der Schreckens­nacht von Belgrad leichter erklären. Feigheit und Grausamkeit pflegen gewöhnlich Hand in Hand zu gehen.

Die Politik.

Das Ergebnis der Reichstagswahl liegt jetzt aus sämtlichen Wahlkreisen vor. In 184 Wahlkreisen ist eine Stichwahl erforderlich, in den übrigen sind gewählt 31 Konservative, 88 vom Centrum, 14 Polen, 6 Reichsparteiler, 54 Sozialdemokraten, 4 Wilde, 6 Elsässer, 5 Nationalliberale, 1 Däne, 1 Reformparteiler, 3 Bauernbündler. An den 185 Stichwahlen sind be­teiligt 37 Konservative, 122 Sozialdemokraten, 24 von der Freisinnigen Volkspartei, 65 Nationalliberale, 11 von der Freiſinnigen Vereinigung, 4 Elsässer, 8 Polen, 16 Reichsparteiler, 1 vom Bund der Landwirte, 5 Anti­semiten, 35 vom Centrum, 10 Wilde, 6 Bauernbündler, 8 von der Deutschen Volkspartei, 8 Welfen, 8 von der Reformpartei. Die Sozialdemokraten gewinnen bisher 14 Size und verlieren deren zwei, die Konser­vativen gewinnen 2 und verlieren 5, die Nationalliberalen gewinnen 2 und verlieren 6, das Centrum verliert 3 Eitze und gewinnt 1 Eiß, die Freisinnige Volkspartei verltert 7, die freisinnige Vereinigung verliert ebenfalls 7, die deutsche Volkspartei verliert 3 Eizze. Die Reformpartei büßt 3 Eiße ein, der Bund der Landwirte verliert 3 Size und gewinnt 1( Schwäbisch- Hall), die Welfen verlieren 2 Eiße, Bauernbund, Reichspartei, Antisemiten und Wilde fe einen Siß. Es fehlen noch 6 bayerische Wahl­bezirke, ferner 3 aus Mecklenburg( Hagenow, Malchin, Rostock- Doberan), ferner Sachsen- Altenburg, Lauterbach­Hessen und Zauch- Belzig. Diese Wahlkreise waren bis­her vertreten durch insgesammt 4 Konservative, 5 Centrum, 1 Bauernbund, 1 Antisemit, 1 Sozialdemokrat.

Podbielski bleibt!

)( Mit dem Ausfall der Reichstagswahlen dürfte eine Meldung im Zusammenhang stehen, die jetzt die Runde durch die Presse macht. Der Landwirtschaftsminister v. Podbielski, dem fürzlich der Ausspruch in den Mund ge­legt wurde: ,, Nach der Heuernte verduft' ick", hat sich eines andern besonnen und wird im Amte bleiben. Leute, die