Ausgabe 
17.10.1903 Zweites Blatt
 
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Nr. 244.

Zweites Blatt.

bonnementsprets: in Gießen, abgeholt monatlich 50- Pfg., n's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Poft bejogen viertel fährlich Mr. 1.50.

Gratisbellagen: Oberheifische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Berttagen nachmitags.

Samstag, den 17. Oftober 1903.

Gießener

12. Jahrgang.

Insertionsprei 8: Die einspaltige Betitzeile für Gießen wie gang Oberbeffen, die Kreise Weylar und Marburg 10 Pfg. forift 15 Bfg. Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Pfg.

Boftzeitungsliste No. 3269.

Rebattion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Mr, 362.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Esthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen.

Hus der Reichshauptstadt.

- Wandelbilder von Spectator. Schlecht weht der Wind, der keinen Vorteil bringt."( Shakespeare.)

Sicherlich, der Wind weht schlecht, der jetzt im Tier­garten mit den gelben, grauen und braunen Blättern spielt; denn er hat uns den Herbst gebracht. Er reißt an den Aesten der Buchen, Kastanien und Eichen und ruht nicht eher, bis das arme Blatt, das ja über die Jugendfrische hinaus ist, ab­fällt und hilflos mit den dicken Spazen um die Wette durch Gasthau! die feuchte Luft flattert. Und selbst jenen Blättern, die sich Zum* in eine Regenpfüße, wo sie fest kleben, oder auf einen Fuß­weg geflüchtet haben, wo sie von denselben Menschen, die Sten sich noch vor wenigen Monaten an ihrem blühenden Aus­sehen erfreut hatten, in den Sand getreten werden, selbst jenen Aermsten stört der Herbstwind die Grabesruhe, bis sie die holden Tiergarten- Nymphen, die einst auch ihre Jugend bewacht, mit Besen und Schaufeln in ein Massen­grab befördern. Hier und da sehen die Spaziergänger schon ein graues Astgerippe, das sich ganz entblättert vom helleren Grau des bewölkten Himmels abhebt, und wessen Nase vom obligaten Herbstschnupfen noch nicht ganz außer Betrieb ge­sett ist, der wittert bereits Schneewehen in der Luft.

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Die lustigen Kleinen aber blicken ungeduldig auf die graue Fläche des Neuen Sees, ob sich noch immer nicht die Spur der fünftigen Eisdecke zeigt, auf der sie dann mit Fräulein" Schlittschuh laufen dürfen. Sie kennen nicht die Ueber­gangszeiten in der Eile, mit der sie vom Sommer in den Winter, vom Winter in den Sommer vorwärts stürmen; erst der Erwachsenen und Alten erschließt sich die düstere Poesie des Herbstes, ihnen, die das Abschiednehmen schon zu oft batten üben müssen und darum gern dem Zeitenrade in die Speichen fallen möchten, wenn ſie könnten. Leider läßt aber der alte Chronos nicht mit sich scherzen, und dem berüchtigten, alles benagenden Zahn der Zeit ist kein sterblicher Zahnarzt gervachsen.

Der Herbst ist da. Aus feuchten Augen, aus schnupfen­geröteten Nasen leuchtet es: Der Herbst ist da. Die sorgende Hausfrau durchsieht kopfschüttelnd die Taschentüchervorräte,

Oktober sabem beliebten Rezept: Staltes Blut und warm

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angezogen" zählt sie die Socken ihrer Lieben. Der Jüng ling grüßt seinen Schneider freundlicher denn je, und durch das Gemüt des Hausvaters geht ein Ahnen von hohen Rohlen- und Gasrechnungen. Andere wieder gehen bei Beten", wie man hier die Leihhäuser nennt, um dort ein rührendes Wiedersehen mit dem Winter- Ueberzieher zu and Fechtlehre feiern, der in dieser Sommerfrische an gutem Aussehen nicht newonnen hat.

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Mit dem Herbst wird das Großstadtleben lebhafter und intensiver. Wie die einzelnen Menschen bei der Kälte schneller gehen, so scheint sich der Großstadtverkehr durch ein schärferes Tempo in der falten Jahreszeit erwärmen zu wollen. Der Winter, der die Jahreszeit der gesteigerten Arbeit und des gesteigerten Vergnügens ist, erhöht den Glanz und vertieft die Schatten. Wie das Wasser des Müggelsees, der in seinem bekannten Größenwahn hinter feinem Ozean zurückbleiben will und sich jüngst sogar zu einer Wasserhose aufschwang, treibt der Herbstwind auch die Wogen des Berliner Verkehrs, und mancherlei wird von der Brandung an das Ufer ge­schleudert; viel Glanzvolles und viel Elend wird da ans Tageslicht befördert und versetzt die Menschen in Staunen und Schrecken.

Man hört einerseits von den erfolgreichen elektrischen Schnellbahnversuchen, von einer Schnelligkeit, die eine chr­bare Dampflokomotive nicht in ihren fühnsten Träumen riskieren würde; eifrig wird der Plan zu einem Riesenmusik­palast ventiliert, um dem empfindlichen winterlichen Musik­mangel bei uns abzuhelfen; denn man muß zugeben, daß ungefähr zwanzig Konzerte in der Woche den bescheidensten Ansprüchen der Konzert- Unternehmer nicht genügen. Bläße und des Tiergartens; nach dem Wagner- Denkmal ist

ohne jegliche Nahi Mehr und mehr Tenkmäler verdrängen das Grün der hängen oder Um inzwischen die nackte Figur eines gewissen Herkules der

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und stilgerechte sie ihm nachsagen, er sei der natürliche Sohn eines sehr hohen

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wärmenden Hülle beraubt worden; dabei fennt kein Mensch die Verdienste dieses Mannes um die Stadt Berlin; böse Zungen aber sprechen von einer, diskreten Geburt", indem Herrn, eines gewissen Zeus. Ich miẞgönne dem sonst ganz sympathischen Herkules diese Ehrung sicherlich nicht; aber es berührt all diesen Herrlichkeiten gegenüber( gelinde ge= sagt) peinlich, wenn man gleichzeitig von grauenerregenden Ruständen hört, die in einem hiesigen Krankenhaus herrschen. Kurz vor der Enthüllung der Denkmäler für Kaiser und Kaiserin Friedrich erfährt man, daß in dem städtischen Kinderkrankenhaus, das den Namen dieses edlen Herrscher­

bei L. Kalkhol Paares trägt, täglich viele schwerfranke Kinder zurückgewiesen

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werden müssen, weil das Haus überfüllt ist. Kinder mit an­steckenden Krankheiten müssen mit anderen tieinen Patienten

huldete Schwäge in demselben Pavillon, oft sogar in demselben Raum unter­Bollut. fämil. Genebracht werden. Noch trauriger aber ist die Zurüdweisung nth. behand. fiche der mit ansteckenden und anderen schweren Krankheiten be

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basteten Rinder der Armen; denn man muß bedenken, daß viele Patienten, die in ihrem eigenen elenden Heim unreit bar verloren sein würden, durch die Pflege und die bvaiz­

nischen Einrichtungen im Krankenhause allein dem Zeber erhalten bleiben; der Verbreitung der ansteckenden Krank­heiten aber wird durch die Nichtaufnahme von Batienten in den Krankenhäusern in verhängnisvoller Weise Vorschub geleistet.

Wie sind solche Verhältnisse in einer esenstadt, die sich so gern ihre glänzenden sanitären Einrichtungen rühmen läßt, zu erklären? Man höre: Die Stadt Berlin ut fein Geld! Den Aufwand von achthundertfünfzigtauſend Dark, den eine Erweiterung des erwähnten Instituts nach einem Voranschlage beanspruchen würde, fann sich die Reichshaupt­stadt nicht leisten! Selbst wenn die 228 Millionen- Anleihe genehmigi ist, hat das Krankenhaus noch nichts für sich zu hoffen, da, wie es im Magistratsbescheide heißt, ein Posten hierfür nicht eingestellt ist". Naive Gemüter toerden nun fragen: Warum nicht? Warum hat man zu diesem nicht ganz unwichtigen Zwecke die Anleihe nicht einfach in einen 229 Millionen- Pump umgewandelt, als es noch Zeit dazu war? Ich muß gestehen, daß ich keine Antwort auf diese Frage weiß. Das eine aber weiß ich, daß diese Unterlassungs­sünde besonders im Winter fürchterliche Folgen haben kann, in der Jahreszeit, die Hunger, Krankheit und Wohnungs­not, diese Beiniger der Armen und Aermsten, immer ver­Schärft.

Vermischtes.

[ Schwarze Theologen.] Zwei schwarze Studenten sind soeben an der Berliner Universität als Theologen immatri­fuliert worden. Der eine, Richard R. Wright, der Sohn des Präsidenten des Staatskollegs zu Cuthbert in Geor­gia, ist bereits Baccalaureus der Theologie, der andere, Thomas B. Lillard aus Maryville( Tennessee), hat zuletzt das Hartford Theological Seminary besucht.

A[ Die goldene Hochzeit im Armenhausel feierte in Pankow das Ehepaar Grau. Der Goldbräutigam ist 78, seine getreue Lebensgefährtin 79 Jahre alt. Die Mitinsassen des Armenhauses hatten zusammengesteuert, um das Jubel­paar mit goldenen Zweigen zu schmücken. Die Gemeinde Pankow schickte den beiden alten Leutchen den Hochzeits­staat, einen Gänsebraten mit Zubehör zum Festschmaus und außerdem ein Bargeschenk von 50 Mart. Mutter Grau war tief gerührt über diese Beweise privater und behördlicher Teilnahme. Sie dachte nur, wie sie sagte, wenn ihre Tochter und Enkel aus Berlin kämen, einen Napfkuchen aufzu­schneiden und nun das festliche Mahl! Noch erstaunter und gerührter aber war die gute Alte, als vor der Tür des Armenhauses eine wirkliche Brautfutsche mit zwei stattlichen Schimmeln hielt, die sie und ihren armen und an diesem Tag doch so reichen und glücklichen Mann zur Kirche fuhren, recht wie eine Prinzessin. Märchentraum im Armenhaus!

*[ Wettdichten im Laufschritt.] Nach dem Wettgehen der Angestellten der Warenhäuser und der Modebazare will man in Paris ein nicht minder sensationelles Wettgehen veranstalten: den Wettmarsch der Chansonniers", der Liederdichter vom Montmartre. Die Chansonniers" wollen, obwohl sie ja gewöhnlich auf dem bekannten Flügel­roß die Welt durcheilen, den Parisern zeigen, daß sie auch den Fuß oder wenn man will die Vorderfüße heben und Kilometer ebenso leicht verschlingen" können, wie die zahllosen Bocks", die sie sich täglich zu Gemüt führen. Um ihrem Wettgehen einen größeren Reiz zu verleihen, wollen sie zugleich auch mettdichten. Die sich an dem Wett­bewerb beteiligenden Herren und Damen müssen auf dem Wege von Montmartre nach Saint- Cloud( und zurück) ein Lied dichten, dessen Sujet" ihnen beim Ausmarsch ge­geben werden wird. Als Preise sind außer Kunstgegen­ständen und Geldmünzen auch Lebensmittel festgesetzt, wahrscheinlich, damit sich die Chansonniers" einmal satt essen können.

*[ Das erste Plaidoyer des ersten holländischen weib­lichen Rechtsanwalts] hat im Haag allgemeine Sensation hervorgerufen, trotzdem es sich um eine höchst einfache Rechts­sache handelte. Ein geistig etwas zurückgebliebener Bursche von 18 Jahren soll seinem Prinzipal Banknoten gestohlen haben. Er hatte sich zunächst als schuldig bekannt ,,, denn," sage er, der Prinzipal und seine Frau haben mir gedroht, und ins Gefängnis komme ich doch, da hilft alles nichts!" Vom Gericht in Middelburg kam die Angelegenheit vor die höhere Instanz nach dem Haag und sehr viele Damen und Herren, aber merkwürdig wenige Anwälte hatten sich ein­gefunden, um Fräulein Dr. van Dorp den Beklagten ver­teidigen zu hören. Die Dame sah recht hübsch aus im Talar mit ihrem frischen, jugendlichen Gesichtchen und dem braunen bellen Haar. Sie benahm sich ungezwungen und bescheiden, selbst als der Staatsanwalt Dr. Reitsma eine arge Unschick­lichkeit beging. Statt nämlich bei der Sache zu bleiben, be­gann er seine Rede mit einer scharfen Polemik gegen die Neuerung, daß sich die Frauen jetzt auch dem Anwaltsberuf 31: wenden. Als ob dafür ein Bedürfnis vorläge, da es doch schon genug männliche Anwälte gebe. Mejouffrouw de Advokaat" aber, wie der Vorsitzende Fräulein Dr. van Dorp anredete, hielt eine tadellose, klare, juristische Rede, die sich mit nichts anderem beschäftigte, als mit dem Fall, den sie zu verteidigen hatte. Sie gina mit feinem Wert auf die

Unhöflichkeiten ihres Widersachers ein, und sie hat ihm hier­mit die beste Antwort gegeben. Ob ihre Rede Eindruck auf den Gerichtshof gemacht hat, muß allerdings abgewartet werden, da das Urteil erst in acht Tagen gefällt wird.

[ Das Verbrecherheer Newyorks ist nach einer statisti­schen Aufstellung, die soeben veröffentlicht wurde, für das Budget der Stadt eine ungeheure Belastung. Die Unter­haltung der fast 35 000 Verbrecher legt auf den Kopf der Einwohner durchschnittlich etwa 10 Dollars Unterhaltungs­kosten, während für Erziehung, Reinigung der Straßen, Feuerwehr, Bibliothek, Parkanlagen und Sanitätsvorrich­tungen zusammen viel weniger ausgegeben wird. Die Poli­zei allein kostet der Stadt mehr als 11 Millionen Dollars jährlich, und es sind hierzu 7000 Personen angestellt. All­jährlich erfolgen fast 100 000 Arretierungen, und fast 10 000 Verbrecher werden in Gefängnissen unterhalten. Außerdem werden jährlich 5 Millionen Dollars an Geld und Geldeswert gestohlen und 2 Millionen an Eigentum und durch Brandstiftung zerstört. Außer dem Polizei­personal gibt es noch 2000 Nachtwächter und Hunderte von Privatdetektivs. 1 Million Dollars wird für Verbrechen bekämpfende Gesellschaften ausgegeben, 4 Millionen für Geldschränke, 3 Millionen für Advokatenkosten, 1 Million für Schlösser und mehrere Millionen außerdem für andere Schutzmittel.

** Der Taler kommt wieder wenn auch nur vorüber­gehend. Dem Mangel an Silbergeld nämlich, der zu leb haften Klagen Anlaß gibt, wird durch eine teilweise Wieder­ausgabe der in der Einziehung begriffenen Talerstücke Rech­nung getragen werden. Nach dem Münzgesetz soll der Höchst­betrag an Reichssilbermünzen 15 Mark auf den Kopf der Bevölkerung betragen. Deshalb werden die Talerstücke zur Imprägung in Reichssilbermünzen eingezogen. Nun aber it die Einziehung der Taler doch schneller erfolgt, als der Ersatz in Reichssilbermünzen vor sich gehen konnte, so daß sich eben die Notwendigkeit ergibt, die Talerstücke vorläufig wieder in Umlauf zu setzen. Durch diese Wiederausgabe der Talerstücke wird dem augenblicklichen Mangel an aus­reichender Silbermünze zwar abgeholfen, allein auch die Durchführung der Münzreform dadurch verzögert; denn erſt nach der vollendeten Einziehung der Taler, die trotz ihres Minderwerts an Silber immer noch den Charakter vollgiltiger Währungsmünze besitzen, wird die reine Goldwährung durch­geführt sein.

A[ Trene Liebe.] Im Budapester Zellengefängnis fand unter eigenartigen Umständen eine Trauung statt. Die junge Tochter eines hochangesehenen Kaufmanns hatte sich in den berüchtigten Wechselfälscher und Schwindler Philipp Feldbauer kurz vor dessen letzter Verhaftung verliebt. Das verliebte Mädchen siechte nach Feldbauers Verurteilung zu einem Jahr Zuchthaus zusehends hin und die Aerzte gaben dem betrübten Vater den Rat, als einziges Heilmittel seine Zustimmung zu einer ehelichen Verbindung seiner Tochter mit dem Gauner zu geben. Um das Leben seiner geliebten Etelfa zu retten, willigte der Kaufmann ein. Auch im Justizministerium hatte man wegen der ärztlichen Gutachten Mitleid und erteilte die Bewilligung zur Trauung. In Be gleitung eines Gefängnisbeamten und eines Detektivs ver­ließ Feldbauer seine Strafzelle und begab sich aufs Standes­amt, wo seine Trauung mit Fräulein Etelka B. erfolgte. Nach der amtlichen Zeremonie ging das junge Paar ins Gefäng­nis zurück, vor dessen Türe der Abschied der Neuvermählten erfolgte. Am Nachmittag desselben Tages wurde der jun­gen Frau ein halbstündiger Besuch bei ihrem Gatten ge­stattet, dann schlossen sich für Feldbauer die Türen des Gefängnisses auf die Dauer eines Jahres.

[ Schwer zu schlagender Rekord.] Herr Maximin Crappier, der dieser Tage in Cair, im französischen Departe­ment Somme, im 90. Lebensjahre gestorben ist, hielt einen Rekord, den nur wenige Leute ihm hätten streitig machen können. Herr Crappier, der das älteste der zehn Kinder. seiner Eltern war und dessen im Jahr 1880 im 94. Lebens­jahre gestorbene Mutter 144 Kinder, Enkel und Urenfel gehabt hatte, ist während seines Lebens 263mal Onkel ge­worden. Er hatte genau berechnet 160 Neffen und Nichten und 103 Großneffen und Großnichten.

[ Einen Roman aus dem Kontobuchel eines Newyorker Geschäftsmannes teilt ein dortiges Blatt mit. 14 kleine Aufzeichnungen sind es, die eine ganze dramatisch bewegte Geschichte erzählen:

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