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Für die Geschäftswelt!

Seit dem 1. Juni vorigen Jahres- dem Tage meiner Uebernahme der Gießener Verlagsdruckerei( vorm. Wilh. Keller'sche Druckerei; gegr. 1783)- bin ich redlich bemüht gewesen, das unter sehr schwierigen Verhältnissen übernommene Geschäft und den Verlag der

,, Giessener Neuesten Nachrichten"

vorwärts zu bringen und lebensfähig zu gestalten. Mit Hilfe der vielseitigen Unterstützung treuer Mitarbeiter, Abonnenten und Inserenten ist mir das nun glücklich gelungen, und ich will dabei nicht verfehlen, all denen, die so fl ißig mitgearbeitet haben, meinen Dant abzustatten; möge man mir ferner mit Wohlwollen zur Seite stehen. Heute möchte ich der verehrl. Geschäftswelt ergebenst mitteilen, daß nachdem ich im Oktober vorigen Jahres den

,, Boten aus dem Obm- und Feldathal"

gegründet habe und derselbe sich in mehr als 30 Octen des Vogelsberges( in den Kreisen Alsfeld und Schotten) gut eingebürgert hat- ich seit einiger Zeit auch speziell für den Grünberger Bezirk eine besondere Tageszeitung unter dem Namen

herausgebe.

,, Grünberger Zeitung"

Dieses mein jüngstes Unternehmen erfreut sich ebenfalls reicher Sympathie. Allen Behören und Inserenten biele ich nun die günstigste Gelegenheit, daß Bekanntmachungen, Ausschreibungen, Aufforderungen, Verkäufe, Kaufgesuche, Empfehlungen 2c., mir überschrieben, weiteste Verbreitung finden. Weil ich, ohne daß der Inserent besonderen Preiszuschlag zu leißen hat, die Inserate, welche mindestens drei Mal zur Einrückung fommen, in alle drei Tageszeitungen aufnehme. Wer also auf gute Insertion achtet, wolle seine Aufträge darum mir zuweisen. Für so manches Spezialgeschäft dürfte es dann noch wert sein zu wissen, daß seit Januar dieses Jahres in meinem Geschäft die

hergestellt und von mir expediert wird.

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,, Curnzeitung für den Gau Hessen"

offizielles Organ für den gesamten Turngau Hessen

Die verehrt. Geschäftswelt besonders mag da: aus ersehen, daß sie in einem Geschäft ihre Wünsche betr. Insertion nach

vielen Seiten hin erfüllt sehen fann, trotzdem die Preise nicht höher sind als vorher.

Hochachtungsvoll

Albin Klein

Inh. der vorm. Wilh. Keller'schen Druckerei.

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Bekanntmachung.

Betr.: Die Bertilgung der Raupennekter. Die Garten- und Feldbefizer der Gemarkung Gießen werben hiermit aufgefordert, bis zum 15. Mai ds. Js. ihre Bäume, Sträucher und Hecken von den Raupen­nestern zu reinigen. Diejenigen, welche dieser Aufforder­ung nicht Folge leisten, berfallen in die in§ 368 des Reichsstrafgesetzbuchs bestimmte Geld- oder Haftstrafe. Außerdem wird die Vertilgung der vorhandenen Raupennester auf Kosten des Säumigen angeordnet werden.

Gießen, am 14. April 1903.

Der Oberbürgermeister

J. V. Georgi, Beigeordneter.

Verdingung.

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werden schnell und gut repartrt u. nexbe= zogen.

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Gießen, Seltersweg 9.

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Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserer Amtsstube zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich,

find bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Cießen, den 15. April 1903.

Städtisches Tiefbauamt.

Braubach.

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Jubiläums- Stipendien- Stiftung.

zu Ehren der 25jährigen Regierung des höchstseligen Großherzogs Ludwig III.

Aus obiger Stiftung, welche bezweckt, daß aus den Kapitalzinsen drei junge Leute, und zwar aus jeder der drei Provinzen einer, eine gleichmäßige Subvention zu den Kosten ihrer Ausbildung auf einer höheren Bildungs anstalt erhalten sollen, sind für das Jahr 1903 drei Stipendien zu vergeben,

Das Stipendium fann auf drei Jahre ausgedehnt werden; es können jedoch nur Angehörige solcher Ge meinden berücksichtigt werden, welche Beiträge zu dieser Stiftung geleistet haben.

Hiernach berechtigte und befähigte junge Männer, welche zum Zwecke ihrer Ausbildung eine höhere Bild­ungsanstalt besuchen oder besuchen wollen, und sich um Kleine 3- Zimmerwohnung das Stipendium zu bewerben beabsichtigen, sind einge laden, ihre Gesuche durch ihre betreffende Bürgermeister an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrer Probing

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bis längstens zum 1. Mai ds. Js. gelangen zu lassen. Den Gesuchen sind an Zeugnißen beizulegen:

1) ein behördlich beglaubigtes Vermögenszeugnis, 2) eine behördliche Bescheinigung, daß und wo Ge suchsteller studiert.

3) ein Führungs-( Leumunds-) Zeugnis.

Außerdem ist der Nachweis zu erbringen, daß de Gesuchsteller in Hessen geboren, bezw. hessischer Staas angehöriger ist.

Darmstadt, Gießen, Mainz, 1. April 1903. Das Kuratorium.

Mecum,

Dr. Gassner.

Morneweg, Oberbürgermeister. Oberbürgermeister. Oberbürgermeist Grünberg

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Emil Willems.

Grünberg

Sie reichte ihm die Hand, die er an seine Lippen

fieber mitio führte.

beraber Wort halten, Heine Apfelblüte. Soll ich nicht

Frieda lächelte glüdlich vor sich hin. Es würde ihm

gar nichts schaden, wenn er sie einige Zeit nicht sähe. Mit fedem Tage würde seine Sehnsucht größer werden, und ihre Bis i

nem Herzen lag

Nr. 89.

Freitag den

17. April.

1903.