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Gießen, den 16. Juli 1903.

* Der Großherzog hat am 11. Juli d. Js. dem von der Stadtverordneten- Versammlung zu Bad Nauheim zum ersten Beigeordneten der Stadt Bad Nauheim gewählten Ortsgerichtsvorsteher Heinrich Langsdorf zu Bad- Nauheim, sowie dem zum zweiten Beigeordneten der Stadt Bad Nau­heim gewählten Kaufmann Reinhard Knieriem zu Bad Nauheim die Bestätigung erteilt.

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** Oberbürgermeister Mecum Gießen be­findet sich gegenwärtig zur Besichtigung der Städte Aus­stellung in Dresden.

* eh. Kirchenrat Prof. Dr. Kattenbusch= Gießen will dem Ruf an die Universität Göttingen Folge leiften. * Zum Rektor der Gießener wurde für die Zeit vom 1. Oktober bis zum 30. September 1904 der ordent­liche Professor der Mineralogie, Dr. Reinhard Brauns

ernannt.

* Der Vorstand des Gießener 8 weigvereins des evangelischen Bundes teilt mit: Die wegen der Einweihung des neuen Friedhofes von seiten der Evanges lischen in hiesiger Stadt bestehenden Differenzen haben zur

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Folge gehabt, daß dem Vorstande des hiesigen Zweigvereins des Evangelischen Bundes nahe gelegt wurde durch Einbe­rufung einer Protestversammlung eine öffentliche Stellung nahme zu den Streitigkeiten zu veranlassen. Nachdem nach zuverlässigen Mitteilungen seitens der evangelischen Kirchen­gemeindevertretung der Beschwerdeweg beschritten werden foll, glaubt der Vorstand von weiterem absehen zu müssen, um nicht die Situation noch zu verschärfen. Er giebt in­dessen seiner Auffassung dahin Ausdruck, daß es bei Inge­brauchnahme des allgemeinen städtischen Friedhofs der evang. Kirchengemeinde unbenommen sein muß, selbst zu bestimmen, in welcher Weise ihre, fremde Interessen nicht berührende Eröffnungsfeier gestattet werden soll und daß es als ein Uebergriff städtischer Organe mit Entschiedenheit zurückge wiesen werden muß, wenn sich solche in, zu obigem Zwecke vorgenommene, gottesdienstliche Handlungen einmischen oder fie gar unter Drohung der Gewaltanwendung verbieten."

*

* Die Retruten Einstellung erfolgt nach einer soeben erlassenen Verfügung in diesem Jahre zwischen dem

13. und 17. Ottober.

** Gießener Theater- und Saalbau. Zu bteser schwebenden Frage schreibt der Theater- Verein: In der Generalversammlung des Theatervereins am 7. Juli wurde die Frage eines Theaterneubaues eingehend besprochen, und das Resultat der Besprechung in folgenden Beschlüssen zusammengefaßt:

** Selbstmord. Der Bahnwärter Menges fand| bergangene Nacht bei Revision seiner Strecke ungefähr 25 Meter vor dem Einfahrtssignal Großen Linden einen gut gekleideten etwa 25jährigen Mann tot auf dem Bahn­damm. Ein bei ihm gefundener Brief läßt darauf schließen, daß ein Selbstmord vorliegt. Die heute Morgen festges stellten Personalien ergaben, daß der Ueberfahrene der bei der Firma G. W. Schneider- Gießen, Tuch und Herren­Kleiderhandlung, beschäftigte Commis Robert Leining, aus Erfurt gebürtig, ist. Was den jungen Mann in den Tod getrieben fonnten wir nicht feststellen.

*** Auf dem Festplaz am Schüßenhause tommen die Vorbereitungen zur 25. Jubiläumsfeier merkbar in Fluß. Im Verein selbst entwickelt sich ein reger Eifer um alle Vorbereitungen zu einer, dem Fest würdigen Feier zu Ende zu führen. Die Stiftungen der Ehrengaben zum Jubiläumsschießen sind erfreulicher Weise reichlich eingegangen. Die Anmeldungen der Gießener Vereine zum Festtømmers und Festzug geben erfreulichen Beweis über die unge­schmälerte Sympathie, welche die Bürgerschaft dem Gießener Schüßenverein zollt.

*

Eine Verleumdung. Geheimer Oberbergrat Prof. Dr. Lepsius befindet sich, so berichtete die Frks. 3tg.", seit einiger Zeit in Disziplinaruntersuchung, die vom Ministerium des Innern geführt wird, wegen unliebsamer Vorkommnisse in seiner Dienstführung als Leiter der minera­logischen Abteilung des Landesmuseums. Unter Bezugnahme auf diese Notiz depeschierte indes Geheimrat Lepsius dem genannten Blatt aus Pontresina: Bitte folgende Erklärung aufzunehmen: Zu der heute zu meiner Kenntnis gekommenen Notiz aus Darmstadt vom 11. Juli erkläre ich, daß sich das gegen mich eingeleitete Disziplinarverfahren auf Ver­leumdungen bezieht, gegen welche ich bereits bet der Staats­anwaltschaft Strafantrag gestellt habe.

* Die Jagd nach den Damen Hosen! Ein Wirbelwind der gestern über eine Gießener Bleiche wegging brachte Leben in die Wäscherinnen. In wilder Jagd wurde nach den entführten Wäschestücken gefahndet, die der Wind in alle Richtungen gestreut. Eine Damen- Hose flog aufgeblasen hoch über die Lahn und den Bahndamm hinweg auf nimmer Wiedersehen; andere Wäschestücke flogen in die Lahn oder bekleideten die Blöße der Bänme. Hände­ringend standen die Wäscherinnen da und machten ihrem Herzen Luft so gut sie tonnten. Wer den Schaden hat wort, das traf auch gestern auf der Bleiche zu. braucht für Spott nicht zu sorgen, sagt schon das Sprich­

*

Die Bevölkerung des Großherzogtums betrug nach dem von der Großh. Zentralstelle für die Landes­statistit herausgegebenen Statistischen Handbuch für das Großherzogtum Hessen" am 1. Dezember 1900: 1 119 893 Personen; sie weist seit den letzten zehn Jahren eine Bu­bedeutet, wie auch in den anderen Staaten, ein Ansammeln der Bevölkerung in den größeren Städten, während das platte Land vielfach mit der Bevölkerungsziffer stehen bleibt.

1) Ein Neubau ist dringend notwendig; mit den Vor- nahme von rund 127000 Personen auf. Dieses Wachstum arbeiten ist sofort zn beginnen.

2) Es empfiehlt sich nicht, einen Bau derartig herzustellen, daß im gleichen Raume Theater gespielt und neben Konzerten auch alle möglichen anderen Vergnügungen

abgehalten werden. Vielmehr ist es erwünscht und praktischer, wenn ein besonderes Theater und außerdem ein großer Saal gebaut wird. Beide tönnen aber in enger Verbindung miteinander stehen und namentlich alle Nebenräume( Garderobe, Restauration 2c) gemein­sam haben.

3) Es ist sogleich ein Wettbewerb zur Erlangung geeigneter Pläne auszuschreiben. Der Saalbauverein soll ersucht werden, auch seinerseits die Mittel hierzu zur Ver­fügung zu stellen, da die des Theatervereins nicht aus­reichen.

4) Um über alle vorgenannten Punkte Einvernehmen zwischen Theater- und Saalbauverein zu erzielen, wird eine gemeinsame Versammlung der Mitglieder beider Vereine in Aussicht genommen, zu der auch der Konzert­verein eingeladen werden soll.

Diese gemeinsame Mitgliederversammlung der drei Ver­eine soll nun am Dienstag, den 21. Juli, um 812 Uhr, im Gesellschaftsverein stattfinden. In ihr soll also endgiltiger Beschluß gefaßt werden über den Eintritt in die Vorar­beiten, über den Bauplan und ein Preisausschreiben zur Er­langung genereller Pläne. Erst später, wenn geeignete Pläne vorliegen, wird es an der Zeit sein, die zur Aus­führung nötigen Geldmittel zu beschaffen Sollten schon jest, auch ohne daß ein bestimmter Plan vorliegt, Geld­mittel in sichere Aussicht geste t werden, so wird dies natür­lich die Erreichung des schließlichen Ziels nur fördern. Es ist zu hoffen, daß die Versammlung am nächsten Dienstag sehr zahlreich von den Mitgliedern der drei Vereine besucht wird. Niemand wird sich ja der Ansicht verschließen können, daß ein Neubau für Theater- und Konzertzwecke wünschens­wert ist. Die absolute Notwendigkeit aber zu bauen und zwar möglichst bald zu bauen, können wir nicht besser als mit der Mitteilung beweisen, daß eben jetzt seitens des Polizeiamts ein Befehl ergangen ist, Aenderungen sehr umfangreicher und kostspieliger Art im Leib'schen Saale vorzunehmen, und daß der Besizer des Saales nicht geneigt ist, diesem Befehl Folge zu geben, sondern lieber auf die Theateraufführungen verzichten will. Mangels eines anderen geeigneten Lokals würden dann aber Theatervorstellungen in Gießen überhaupt nicht stattfinden können, und das werden nicht nur die regelmäßigen Theaterbesucher, sondern alle, die am Aufblühen unserer Stadt und unserer Univer­sität ein Interesse haben, mit allen Mitteln zu vermeiden suchen müssen.

* Die freie Vereinigung der Ortstrantentassen im Großh. Hessen htelt am Sonntag in Anwesenheit von 116 Delegierten, die 54 Krankenkassen vertraten, in Friedberg ihre elfte ordentliche Hauptversammlung ab. Als Dit der nächsten Generalversammlung wurde Auerbach gewählt.

* Verhaftet wurde ein Laufbursche eines Möbelge­schäftes in Gießen, der sich einer Anzahl Diebstähle im Ge­schäfte seines Prinzipals schuldig gemacht. Bei Durchsuch­ung seiner Wohnung wurde ein großer Teil der gestohlenen Sahen gefunden.

Es hatten

Gießen Mainz

Einwohner im Jahre 1890 20 571 72 059

Darmstadt 56 399 Offenbach 35 085 Worms 29 119

1900 25 491

84 251

72 381

50 468 40 705

Eine solche Vermehrung der Bevölkerung mußte sich naturgemäß nach den verschiedensten Beziehungen bemerkbar machen. So sind u. a. auch die Ansprüche an die finanziellen Leistungen des Staates in ungewöhnlicher Weise gestieg. n. Beispielsweise sind die vom Staate zu den Kosten der Volts­schulen zu leistenden Zuschüsse in den lezten 10 Jahren von 1 Million auf 21 Millionen Mark angewachsen. Die Gymnasien und Realanstalten erfordern einen staatlichen Zu­Schuß von 900 000 Mart gegen 1/2 Million Mart vor 10 Jahren. Die Universität Gießen foſtete vor 10 Jahren dem Staat auch nur 1/2 Million Mart, jezt 800 000 Mart, u. dabei sind die recht bedeutenden Aufwendungen des Staats für Neubauten usw. ganz unberücksichtigt gelassen.

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** Wir lesen im Mainzer Journal":" Ein schwerer Verbrecher, der im Polizeiparagraph" ausgeschrieben war, wurde durch die Biebricher und Amöneburger Polizei in der Person eines Fabritarbeiters, der in einer chemischen Fabrit beschäftigt ist, in Amöneburg ver­haftet. Er war steckbrieflich verfolgt worden, weil er zu einem Bahnangestellten gesagt hatte, er habe ihm nichts zu befehlen. Der Verbrecher wurde dem Amtsgericht Mainz zugeführt, das thn sofort wieder entließ. Man sollte diese Sache taum für möglich halten!"

Eine unzutreffen de Meldung wird in einigen Blättern verbreitet, wonach in Nürnberg teine Wohnungen für weitere Turner vorhanden seien.

(*) Klein- Linden, 15. Juli. Gestern morgen fiel eine junge Frau beim Wasserschöpfen in den Weiher. Glücklicher Weise war eine Nachbarin und ein Fuhrmann in der Nähe, die die Frau im bewußtlosen Zustande aus dem Weiher zogen und auf einem Wagen in ihre Wohnung brachten.

Marburg, 15. Juli. Der Bahnbau einer normal­spurigen Kleinbahn durch den Ebsdorfer Grund ist begonnen. Die Bahnlinie geht vom Marburger Südbahnhof über Kappel, Bohnhausen, Bortshausen, Ebsdorf, Leidenhofen, Hesten, Möln und Dreihausen. Später erfolgt ein An­schluß an die Bahn Lollar Grünberg Nieder­Gemünden. Die neue Strecke ist Eigentum des Kreises Marburg.

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Marburg, 15. Juli. In der sheute abgehaltenen Sigung des Kreistags gab der Landrat Erklärungen ab über den Stand des Bahnbaues Marburg- Drei­hausen. Ein Mitglied des Kreistags, Bürgermeister Biz von Schönstadt, brachte ein ganz neues Eisenbahnprojekt in Anregung. Bekanntlich wird der Bau einer Bahn von Kirchhain über Rauschenberg und Gemünden nach Franten berg, die sogen. Bonstruth- Bahn betrieben. Biz befürwortete nun, daß diese Bahn in viel praktischerer

Weise von Marburg- Kölbe aus über Schönstadt und Rauschenberg nach Gemünden u. s. w. geführt würde. Zwischen Kirchhain und Rauschenberg läge fein einziges Dorf an der Route, wohl aber liegen Ortschaften und eine große Dampfziegelei an der Route zwischen Marburg und Rauschenberg. Das sei sehr zu berücksichtigen. Der Landrat sowohl als andere Mitglieder der Versammlung standen diesem Gedanken sympatisch gegenüber und es ist nicht zu zweifeln, daß er viel Staub aufwirbeln und eine Agitation zu seinen Gunsten, namentlich in der beteiligten Gegend hervorrufen wird. Die Ausstellung des Garten­bau- Vereins, verbunden mit dem 25jährigen Bestehen des Vereins, findet am 25., 26. und 27. September statt.

Das Oberhessische Volkslied. gebung Gießens in der Nähe von Dörfern, nicht allzu be­Wenn man in diesen schönen Sommertagen in der Um. lebte Feld- und Waldwege begeht, begegnet man oft den die mit Vorliebe diese stillen Pfade aufsuchen um hier ihre jungen, fangesfreudigen Landbewohnern beiderlei Geschlechts, Lieder erschallen zu lassen. Es sind meist schwermütige Weisen, die sich im Rhytmus sehr ähneln und wohl alle uralt sind. Einstens mögen sie vielleicht anders gelautet haben, aber sie erben sich dennoch von Generation zu Ge­neration fort, da sie fast durchweg das ewig neue Kapitel der Liebe behandeln, die bei dem jungen Volte mit der Sangesfreudigfeit zu erwachen scheint. Auch inhaltlich sind sich die Gesänge fast alle gleich; meist eine in erzählendem Ton behandelte Liebesgeschichte, die größtenteils durch den Tod eines oder beider Beteiligten ihren dramatischen Ab­schluß findet; die Volksseele liebt es nun einmal, sich an dem traurigen Ausgange einer Liebesgeschichte zu labin und in Mitleid zu schwelgen!

Die Gattung der traurigen mitunter auch schaurigen Weisen nimmt auch den weitaus größten Raum in dem Liederschaze der Oberhessen in Anspruch, nur ganz wenige Ausnahmen giebt es und diese werden weit seltener gesungen. Von letzteren ist noch das sogenannte Ehestandslied" das Beliebteste. Es wird Brautleuten, die kurz vor der Hochzeit stehen, dargebracht und verpflichtet diese zur Spendierung

von Getränken. Es lautet:

Mir gefällt das Eh'standsleben besser als das Klosterziel in das Kloster mag ich nicht, ich bin schon zur Eh verflicht. Vater tut euch doch erbarmen und verschafft mir einen Der mich drückt an seine Brust, ja zum heiraten hab ich Lust!

Mann,

Ach, was wird die Mutter sprechen, wenn ich sie ver­lassen muß, Sie mag sprechen was sie will, in will heiraten in der Still. Hierauf sagt der im lebhaftem Polfa- Tempo gehaltene

Vers:

Ach, groß wird die Freude sein

Wenn wir beide ganz allein.

Da bewegt sich Hand und Fuß

Wenn mein Liebchen tanzen muß!

Aber das sind, wie gesagt, Ausnahmen, denn eine der­artige festliche Gelegenheit fommt in einem kleinen Dorfe nicht alle Tage vor. Und gerade dieses- für die beiden nicht alle Tage vor. Beteiligten allerdings schöne Ereignis, giebt viellticht Beteiligten allerdings schöne manchem Carmen Mägdelein wieder Beranlassung mit Sehn­sucht des eigenen Glückes zu gedenken und den ganzen süßen Liebesgram in den gewohnten, tieftraurigen Weisen durch­zutoften.

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Sie entbehren ja nicht einer gewissen Poesie, diese Lieder, für die man wegen ihrer Eigentümlichkeit zwar wenig Verständnis findet, dafür aber von den ländlichen Sängern mit einer Andacht und Ausdauer gesungen werden, die be­weißt, wie sehr sich diese Weisen dem Volkscharakter ange­paßt haben.

( Schluk folgt.) Brieffaften.

Annonym, Gießen. Sprechen Sie doch einmal auf unferer Redaktion vor; gern werden wir eine edle Tat edel behandeln, wir müssen aber auch das Nähere wissen.

per

Marktbericht.

Gießen, 16 Juli. Auf dem heutigen Wochenmarit tosteten Butter Bfb. 0.80-1.00 m, Hühnereter 6-7 Pfg., Enteneter St. 6-7 Pfa., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar Dr. 1.00-1.20, Hühner per Stüd Mt. 1.20-2 20, Hahnen, per, Stüd Mr. C.70-1.60, Enten per Stüd 2.00-2.20, Gänse p. Pfd. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pig. Schweine­fleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfa., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln per 100 kilo 9.50-10.00 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 9.00-10.00, Kirschen per Pfund 30-54 Pfg. Milch ver Liter 18 Vfa.

Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Lokale, den Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei( vorm. Wilh. Keller), Gießen.

Curnerschaft Giessen.

Wir bitten unsere verehrl. Mitglieder an dem Fest­fommers des Schüßenvereins im Neuen Saalbau am Samstag den 18. Juli, abends 8 Uhr, sowie auch am Festzug am nächsten Sonntag, mittags 21 Uhr sich recht zahlreich beteiligen zu wollen.

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