Schäßungen sind 30 Personen umgekommen. In Arnoldsdorf ist die Kirche eingestürzt, der Kirchhof verwüstet und die Leichen fortgeschwemmt. 50 Pioniere sind von Neiße zur Hilfeleistung dorthin abgegangen. In Wildbrunn sind sämtliche Häuser umgerissen, in Langenbrück 32 Häuser zerstört, 30 drohen einzustürzen. In Wiese sind 19 Häuser zerstört, in Ziegenhals 7. Das Forsthaus im Bielauer Park ist fortgeschwemmt, die Bewohner wurden furz vorher gerettet. Die Stadt Löwen steht bis auf den Ring unter Wasser. Infolge Eindringens des Wassers in eine in Betrieb befindliche Ziegelei entstand eine Explosion und ein Feuer, welches die Ziegelei zerstörte. Im Bezirk der Wasserbau- Inspektion Brieg fanden große Deichbrüche statt. Von allen Seiten kommen Nachrichten von unterwaschenen und zerstörten Bahndämmen. Die Eisenbahnverbindungen zwischen vielen Orten sind auf Wochen hinaus unterbrochen.
Zwar verläuft sich, wie aus Freiwaldau gemeldet wird, das Wasser dort allmählich. Aber abgesehen von dem furchtbaren Verlust an Menschenleben: Viele Millionen beträgt der angerichtete Materialschäden, und auf lange Zeit hinaus ist ein großer Teil der Bevölkerung der Not ausgesetzt. Auch in die innere Stadt Breslau hat das vernichtende Element seinen Einzug gehalten. An der Sandbrücke in der Nähe des Ritterplates rissen die schmuẞig- gelben Fluten des Stromes die Ufermauer eines Grundstücks zusammen. Die Feuerwehr ist mit dem Einsenken von Sandsäcken und anderen Schubarbeiten beschäftigt.
Aus Troppau in Desterreichisch- Schlesien verlautet, daß die Lage im Ueberschwemnungsgebiet wesentlich gebessert worden ist. Die Verheerungen in den einzelnen Bezirken find jedoch ungeheuer. Zahlreiche Brücken wurden zerstört und ganze Straßenzüge weggerissen. Durch das Hoch wasser ist die Würbentaler Glasfabrik gefährdet. Im Jägerndorfer Bezirk sind alle Verbindungen unterbrochen. Die Ernte ist vernichtet und eine Menge Vich umgefommen; auch Verluste an Menschenleben sind zu beklagen. Ueberall leistet Militär Hülfe. In Krakau hat die Weichselüberschwem mung bisher einen Schaden in Höhe von ungefähr 15 Mil. lionen Kronen verursacht. Die Saaten sind vernichtet. Wie es heißt, sind auch Menschen ertrunken. Auf der Strecke Krafau- Bakopane erfolgte ein Erdrutsch, furze Zeit nach dem ein Zug mit Sommergästen die Unsallitelle passiert hatte. Der Grenzverkehr stockt.
Aus dem Gerichtssaal.
bei Kulm vollzogen. Tem Förster waren, ohne daß er etwas davon ahnte(!), seine sämtlichen drei Hunde toll geworden. Als der Förster den einen losmachte, wurde er von diesem sofort gebissen. Der Hund wurde getötet, ebenso die beiden inderen, die mit ihm zusammen untergebracht waren, dock wurde hierbei noch der jetzt in Berlin befindliche Tagelöhnei jebissen. Der Förster ist bereits nach Hause entlassen wor den, nachdem man ibn 21mal geimpft hatte.
Lokales.
teen, ben 14. Juli 1903.
* Der Großherzog hat dem Lehrer Wilh. Jäger zu Lich die Krone zum Silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
* Dem E Dienfitnecht an b mühle. Der Aned in bie Lahn gegar des Todes gewefen ihm nachgefprunge Dant für feine Namen nicht in * Brand. Brand an der uns noch mitgeteil brochenen Waldbra Gerid tevollzieher wollen auffteig n zu überzeugen, wo Plaz mit hohem in vollen Flamme
* Ernannt wurde der Regierungsbanführer Franz Bedaus Homberg a. d. D. zum Regierungsbaumeister. ** Die Sigung der gesamten evangelischen Kirchengemeinde, welche gestern abend im Konfir. mandensaale der Johannesgemeinde tagte, und in welcher als Hauptberatungspunkt das Verfahren des Ober. bürgermeisters Mecum gegenüber der Fried. hofsweihe auf der Tagesordnung stand, hat, wie nicht anders zu erwarten, einen sehr interessanten Verlauf genommen. 3, Stunden haben die Vorstandsmitglieder zusammen gesessen und aus dem Vortrag des Herrn Dr. Naumann den ganzen Verlauf der Friedhofsangelegenheiten, welche seit 1 Jahren schon im Gange sind, vernommen. Einstimmig wurde danach beschlossen durch das Kreisamt oder durch das Oberkonsistorium an das Ministerium eine Beschwerde über die stattgefundene Störung der Friedhofs. weihe zu richten. In welcher Fassung und welcher Weg von beiden gewählt werden soll, darüber werden die Kirchenborstände in einer demnächst stattfindenden Sigung beschließen. Soweit uns noch von eingeweihter Seite mitgeteilt wird, hatte der Provinzialrabbiner Dr. Sander gegen die bes absichtigte Weihe seitens der Evangelischen feinen Einspruch erhoben.
**„ Die über uns", d. h. die Mieter im oberen Stock werk, bilden nur zu oft den Gegenstand beweglicher Klager jeitens der Mietsparteien in den unteren Etagen. Es ist dabei durchaus nicht ausgeschlossen, daß die Partei im ersten Stock, die über den Spektakel zetert, den die über ihr" im zweiten machen, ihrerseits wieder von den Mietern des Erdgeschosses als„ die über uns" mit den härtesten Verwünschungen belegt werden. Ein wenig Entgegenkommen iller Parteien ist hier das richtige, solange bei den gegenjeitigen Belästigungen durch Rumoren, Klavierspiel u. s. m nicht böse Absicht vorliegt. Wenn das aber, wie es leide nicht nur vorkommen soll, sondern tatsächlich oft vorkommt der Fall ist, dann hilft nur ein gemeinsames energisches Vorgehen der in ihrem Behagen und Frieden gestörter Witbewohner gegen einen solchen„ Mieterschrecken". Eir Prachteremplar dieser Gattung wurde in Berlin dieser Tage dem Gericht vorgeführt. Es war ein Schneidermeister Stümer, der dem ganzen Haus, in dem er wohnte, zum Plagegeist geworden war, denn kaum eine Nacht verging, chne daß er in seiner Wohnung den blödsinnigsten Lärm sollführte. Als alle Selbsthilfsversuche ohne Erfolg blie. ben, holten die Hausbewohner in ihrer Verzweiflung die Bolizei. Diese glaubte mit einem gewöhnlichen Hausmittel, nämlich mit einem Strafbefehle, den unruhigen Poltergeiſt bändigen zu können. Doch weit gefehlt! Hohnlachend erhob derselbe dagegen Einspruch, indem er kalt lächelnd behauptete, in seiner Wohnung könne er machen, was er wolle. Infolge dessen lag dem Schöffengericht die wichtige Frage zur Beurteilung vor, ob tatsächlich ein jeder in seiner Wohnung machen könne, was er wolle. Während nun der Vorsigende ebenfalls dieser Ansicht zuneigte, und es für das einzige Mittel, sich Ruhe zu verschaffen, hielt, den Ruheſtörer zu ermittieren, erkannte der Gerichtshof gegen Stümer auf eine Geldstrafe von 15 Mark event. 5 Tage Haft. Es müsse auch in der„ Bewegungsfreiheit" in der eigenen Wohnung eine Grenze geben, die nicht überschritten werden dürfe. Lediglich Lärm zu machen, um andere Leute zu chifanieren, jei strafbar. Probatum est!
§ Im Pommernbank- Prozeß wurde nach mehr als zwe Monaten dauernden Verhandlungen die Beweisaufnahm geschlossen. Die letzte Sigung brachte noch eine Sensation die Vernehmung des Geschäftsführers des„ Kleinen Jour nals", Dr. Leo Leipziger. Zur Erörterung stand die An gelegenheit eines Wechselakzeptes über 25 000 Mark, wel ches im Besitz des Angeklagten Schultz gewesen und vor diesem im Jahre 1899 an die Immobilien- Verkehrsbank an Zahlungsstatt gegeben worden ist. Die Anklage behauptet daß das Akzept wertlos sei. Dr. Leipziger bestreitet das Die Vermögenslage des Kleinen Journal" sei eine der artige, daß jeder Verlust der Immobilien- Verkehrsbank aus geschlossen sei. Die Hergabe des Geldes war auf einen Brief des Generalkonsuls Goldberger hin erfolgt, der dem Angeklagten Schultz und Romeid geraten hatte, das Gell herzugeben, da die Beurteilungen des„ Kleinen Journals" für sie von Bedeutung nach der guten oder schlechten Seite werden könnten. Der Zeuge betont schließlich noch unter seinem Eide, daß ihm selbstverständlich der hier im Gerichts. saale zur Verlesung gekommene Brief des verstorbenen Ge neralkonsuls Goldberger absolut unbefannt gewesen sei. Ei habe von der Existenz eines solchen Briefes keine Ahnung gehabt und würde sich andernfalls gegen den Inhalt des Briefes aufs allerschärfste verwahrt haben. Erst durch diese Verhandlung habe er Kennnis von dem Briefe erhalten.
§ Neue Revision im Prozeß Hüffener. Admiral v. Köster hat als Gerichtsherr über die Marine- Bildungsanstalten gegen das vom Oberkriegsgericht zu Kiel gegen den Fähn rich zur See v. Hüssener gefällte letzte Urteil Berufung eingelegt. Bekanntlich wurde Hüssener zuletzt zu 2 Jahren 1 Woche Festungshaft verurteilt.
Kleine Gerichtschronik. Wegen des Versuches, die Ma rineverwaltung durch Lieferung schlechten Materials zu be trügen, wurden in Kiel die Kaufleute Abraham und Jakol Philippsborn unter Zubilligung mildernder Umstände zu je 1500 Mark Geldstrafe eventuell für je 10 Marf einen Tag Gefängnis verurteilt.
Der frühere Direktor der Trebergesellschaft Schmidt hat Revision gegen das Urteil des Kasseler Schwurgericht eingelegt.
Nab und fern.
[ Der magische Wirbelteich] wird der Voraussicht nach eine Anziehungskraft ersten Ranges auf der Weltausstellung von St. Louis bilden. Der ihn besuchende Tourist genieß bas Vergnügen einer Wasserfahrt im ruhigen und stürmischen Wetter, stürzt über einen Wasserfall, wird vom Wirbel er. griffen und schlägt scheinbar mit dem Boote um, landet jedoch nach einer abenteuerlichen Fahrt durch einen elektrischen Tunnel in ruhigem Wasser. Die Anlage des magischen Wirbeleiches besteht aus einem gigantischen, ringförmigen Wasserall von 50 Fuß Durchmesser und 40 Fuß Tiefe.
Der 30. Abgeordnetentag des Deutschen Kriegerbundes wurde in Hirschberg durch den Vorsitzenden, General der Infanterie v. Spitz, durch eine Rede eröffnet, worin er besonders die Notwendigkeit der Bekämpfung der Sozialdemokratie darlegte, und die er mit einem Hoch auf den Kaiser, die ihm verbündeten Fürsten und freien Städte schloß. An den Kaiser wurde folgendes Telegramm abgesandt:„ Guerer Kaiserlichen Majestät legen die zum 30. Abgeordnetentage des Deutschen Kriegerbundes versammelten Abgeordneten von 1400 000 ehemaligen Soldaten ehrfurchtsvollen Gruß an den Stufen des Thrones nieder. Mit erneuten Ausdrücken unverbrüch licher Treue und steten Gehorsams erklären die Führer der Kriegerverbände des Bundes ihren festen Willen, den monarchischen Sinn und die Liebe zum Vaterlande unter ihren Kameraden zu pflegen, damit sie als zweite Armee im Bürgerrocke Guerer Majestät auf den Wegen folge, auf denen Allerhöchstdieselbe das deutsche Volk zur Größe und zum Nuhme führen." Als Ort des nächsten Abgeordnetentages wurde Niel gewählt.
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** Von unseren Sielbauten. die im vorigen Jahre der Firma Jäger& Numph in Hanau übertragenen Arbeitsausführungen im großen Ganzen vollendet sind, hat man mit der Ausführung der diesmal ebenfalls derselben Firma übertragenen Arbeiten begonnen. Als erste Straße wurde die Marktstraße in Angriff genommen. Die Arbeiten sollen so betrieben werden, daß in der jeßigen stillen Geschäftszeit sowie in den bald eintretenden Ferien, die Hauptgeschäftsstraßen, wie Marktstraße bis Wetsteingasse, Schulstraße, Neuen Bäue, Seltersweg und die dazwischen liegenden kleinen Straßen fertig gestellt werden. Daher werden bet Ausführung der Hauptkanalzüge, die an letteren anschließende Nebenstrecken, soweit es der Verkehr zuläßt, mit hergestellt. Demgemäß hat man jeẞt außer der Marktstraße, die Sandgasse und Rittergasse mit aufgebrochen. Um die Arbeiten recht schnell fertig zu stellen, ist die Arbeitszeit um einige Stunden pro Tag verlängert worden. Es wird von früh morgens 5 Uhr bis abends 8 oder 9 Uhr der Betrieb im Gange ge halten. In Folge größerer Arbeitseinstellungen ist den Arbeitern fortwährend große Gelegenheit zur Beschäftigung geboten. Gleichzeitig möchten wir die Anwohner der Straßen zwischen Bahnhofstraße und Neuen Bäue- Schulstraße wiederholt auf das zeitige Anschaffen der Kohlenvorräte für den Winter aufmerksam machen, da bei den größtenteils engen Straßen durch den Aufbruch derselben, ein Einbringen von Kohlen usw., wenn nicht ganz unmöglich, so doch mit größten Unannehmlichkeiten und Mehrausgaben verbunden ist.
* Beim deutschen Bundesschießen in Hannover wird nach den vorläufigen Feststellungen wahrscheinlich ein starkes De fizit zu Tage treten. Die Ehrengabe des deutschen Kaisers errang bei der Preisverteilung Kaufmann K. Weltmann. Bremen. Auch in anderen deutschen Städten fanden jezi vielfach Schüßenfeste statt, auf denen manch alter Brauch wie der ans Tageslicht gezogen wurde. In Königslutter fand das Fest durch das Abtrinken des Königsbieres seinen be sonderen Schluß. Das Königsbier wurde in alten Zeiter bon besonderen Schüßenmeistern gebraut und setzte sich vor. zugsweise aus Num, Rotwein, Korinthen, Zitronen, Zucker und dem sogenannten„ Duckstein" zusammen. Der Duck. stein war ein Bier, das gerade in Königslutter in tadel loser Güte hergestellt wurde und gar manchem trunkfesten Becher dergestalt zu Hirne stieg, daß er sich der Tradition zufolge an jedem Steine ducken mußte. Seit mehreren Jah ren ist in Königslutter die Bereitung des Duchsteins voll. ständig aufgegeben. Nur beim Königsbier lebt alljährlich der alte Brauch wieder auf. In versiegelten und mehreri Liter fassenden Holzkrügen wird das Königsbier dem neuer Schüßenfönige fredenzt. Der erste Humpen wird dem Wohl ergehen des Landesvaters und des jeweiligen Schützenfönigs geweiht. Ist der Humpen von dem Sprecher angetrunken dann macht er unter der Schüßengesellschaft die Runde so lange, bis sich mancher brave Schütze vor jedem Steine „ duckt".
)( Die verirrte Kugel. Während des Vogelschießens bein Schüßenfest in Camen prallte eine Kugel an der unter dem Vogel befindlichen Eisenplatte ab, flog unters Publi fum und drang einem Festteilnehmer, dem Buchdrucker Gockel, ins Gehirn. Der Verunglückte war sofort eine Leiche. (:) Unwetter- Katastrophe im Rheinland. In der Gegend von Düsseldorf, Neuß und Honnef ging ein schweres Ge witter nieder, das großen Schaden anrichtete und mehrere Menschenopfer forderte. Gewaltige Hagelschauer zerstörten viele Fenster und Dachziegel. In Honnef wurde ein Mann burch große Schlossen lebensgefährlich verlegt, ein Kahr fippte um, wobei 2 Personen ertranfen. In Neuß schlug der Blitz in eine Mädchenschule; in Heerdt wurde ein Mann vom Blitz erschlagen.
Tollwut- Impfungen wurden im Berliner Institut an dem Föriter Enael und einem Tagelöhner aus Tannhagen
O Gregor Samarow 7. In Charlottenburg verschied in folge eines Schlaganfalles der bekannte Romanschriftstelle Gregor Samarom, oder, wie er im bürgerlichen Leben hieß Regierungsrat a. D. Oskar Meding. Samarow wurde 187 durch sein großes Werk„ Um Szepter und Kronen" bekannt dem er dann eine Reihe spannender historischer Romane zum größten Teil aus der Zeit um 1866, folgen ließ. G: wurde ihm leicht, politische Führer und Fürsten zu zeichnen da er lange Jahre vertrauter Berater des letzten König von Hannover war.
Die Schwedenfahrt der Deutschen schiffsbautechnischen Gesellschaft nimmt weiter einen großartigen Verlauf. Nac einer großen Segelregatta in Sandhamm, an der die Deutschen auf Einladung des kgl. schwedischen Seglerverein teilnahmen, wurde die Reise nach Varholm fortgesetzt, wo die Stockholmer deutsche Kolonie ein Festmahl gab. Bei dem selben, wurden Trinksprüche auf den König von Schweden und den deutschen Kaiser ausgebracht. Um 11 Uhr abends erfolgte die Rückkehr nach Stockholm.
× Die Untat des Trunkenbolds. Der als Gewohnheits trinker bekannte Sandschiffer Wendt in Ochsenwärder bei Hamburg ertränkte im Mühlengraben seine Frau in Gegen wart seiner sechszehnjährigen Tochter, die vergebens Hilfe herbeizurufen versuchte. Wendt flüchtete nach geschehenei Tat, wurde aber bald darauf von Bauern festgenommen.
Bunte Chronik. In Altona erschoß sich auf offener Straße ein ehemaliger Görlitzer Offizier, der nach Amerike gehen wollte, aber schon vorher sein ganzes Reisegeld auf gezehrt hatte.
In Gegenwart des Regenten und der Vertreter de Staatsbehörden fand in Koburg die Einweihung des neuen mit dreiviertel Millionen Mark Kosten erbauten Land frankenhauses statt.
* Landwirtschaftliche Ausstellung Gießen. Eine Sigung des Finanz- Ausschusses und eine Sigung des Wirtschafts- und Vergnügungs- Ausschusses findet am 16. d. Mts. statt.
In Jäan( Andalusien) herrscht große Empörung, weil in einem Findelhause unruhige Säuglinge durch Opium getötet worden sind.
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ftraße und des Ma Tag durch den werden, haben wol Ruheftörungen zu von angeheiterten 8 in ihrer Ruhe gefti gegen 4 Uhr Auge
Hessische e Lutherstiftung. Diejenigen Studierenden der Theologie, welche sich um eines der am 1. Oktober I. J. frei werdenden Stipendien der Hessischen Lutherstiftung bewerben wollen, sind aufgefordert, ihre Ge suche bis zum 25. Juli 1. J. bei dem Schriftführer des Vorstandes, Herr Pfarrer Schlosser in Gießen, einzureichen. Die Hessische Lutherstiftung ist bestimmt, solche Studierende der Theologie, welche sich verbindlich machen, der hessischen Landestirche zu dienen und sich durch erwiesene Tüchtigkeit würdig gezeigt haben, durch Stipendien bei ihrem Studium, vorzugsweise bei solchem auf der Landesuniversität zu Gießen, zu unterstützen. Die Stipendien betragen 350 bezw. 700 Mt. und werden in der Regel auf zwei Ja re verliehen.
In Newyork verstarben infolge der großen Hize in der letzten Woche nicht weniger als 200 Personen am Hit schlag. Unter den Hunden ist eine Tollwutepidemie aus Jebrochen.
*** Wagnermeister Faber, der 2. Hauptmann der Städtischen Feuerwehr, feiert heute seine silberne Hochzeit. Seine Kameraden werden ihm zu diesem seinem Jubeltage ein Ständchen bringen.
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növers, ausgeführt
tamen ca. 10 jung angerückt, um den
vertreiben. Zuerst Die Herren tnieten wehrfeuer der Infe lautem Hurrah wie es etappenweise bis aber um so fräftige eingenommen wurde blafen und fomman einer Weile lautlose so daß man damit aus dem Schlafe g hilflos zusehen, oh Einhalt tun zu för
Die Gesellschaft Selters- Sprudel Augusta Victoria G. m. 6. H. zu Selters a. Lahn hielt Ende Juni d. Js. in Gießen ihre Gen ralversammlung unter Anwesenheit fast sämtlicher Gesellschaften ab. Es wurde beschlossen, bei reichlicher Abschreibung eine Dividende von 6% an die Anteilinhaber zu verteilen. Bereits 150,000 Rilo Kohlensäure und über 400,000 Gefäße Mineralwasser gelangten seit dem 1. April zum Versand und über 20 Waggons find beständig Bestellungen vorhanden. Der Bes trieb muß vergrößert werden, um den sich stets mehrenden Bestellungen genügen zu können. Der Selters- Sprudel Augusta Victoria ist vertraglicher Lieferant von ca. 150 Gastwirtsvereinen, deren Mitglieder auch Geschäftsanteile besitzen.
† Der tathol. Gesellen- Verein Gießen unternahm am Sonntag einen Ausflug nach dem Kloster Arnsburg, der einen schönen Verlauf nahm und allgemein befriedigte.
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Besigwed Selterswafferfabrit Beidig für 38,500 verkauft.
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zündete der Blitz, gan und mehrere Sochweifel bra Mehrfach schlug der ist von dem start ein Blitz schlug i Bachtgutes Saliner dem entstehenden B Feuer auf seinen
Waldfest. Am Ludwigsbrunnen feierte am Sonn tag der Verein der 50er( 1852-1902) ein Waldfest, das Jung und Alt bis zu später Stunde beisammenhielt. Auch bie Jugend lam dabei auf ihre Rechnung. Eine Musittapelle trug zu einem fröhlichen Verlauf wesentlich bei. Verhaftung. Gestern Mittag wurde der bisher für unsere Zeitung tätig gewesene Acquisiteur Koch, nach dem definitiv festgestellt worden ist, daß er eine Anzahl Abonnements- und Inseratengelder unterschlagen hat, ver haftet. Koch hat eingestanden und wird seine Aburs teilung ohne Weiteres erfolgen.
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brannten. Das Vi Bilden Rode
in eine Telegrapher mit feinem Gefährt beschädigt wurde. Bimmeßroda Scheunen find bere flug der Blik in
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E. W. Hode in Be fländig niedergebran Hünfeld schlug der ohne jedoch zu zünde
Teil des Gefühls ging ein fchweres durchweg pafelnu
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