Ausgabe 
13.5.1903 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

dauerte er lebhaft, daß bet den Vorbereitungen mehrere Arbeiter schwer verunglückt sind. Er ließ jedem von ihnen 300 Mark aus seiner Privatschatulle zahlen. Der Kaiser wird sich bald nach seiner Rückkehr aus den Reichslanden nach Schloß Prökelwig in Ostpreußen begeben, um, wie alljährlich, als Jagdgast des Fürsten zu Dohna- Schlobitten bis etwa gegen Ende dieses Monats dort zu verweilen. Die Rückreise nach Potsdam, auf welcher der Monarch sei­ner Gutsherrschaft kadinen, ferner dem Hochschlosse in Ma­rienburg und der Leibhusarenbrigade in Langfuhr je einen kurzen Besuch abzustatten gedenkt, wird voraussichtlich am 27. oder 28. d. M. erfolgen.

*** Dem Generalmajor von Mizlaff, dem Chef des Militärinstituts zu Hannover, wurde in der Reitbahn von dem Pferde eines Offiziers durch einen Hufschlag der linke Unterschenkel zerschmettert. Die Verlegung ist schwer, doch ist das Befinden des Verwundeten zufriedenstellend.

Höfifche Verftimmungen?

Immer aufs neue schwirren Gerüchte umher, zwi­schen dem Berliner und den Höfen mehrerer anderer Bundesstaaten sei nicht alles in Ordnung. Daß zwischen dem Kaiser und dem Grafregenten von Lippe- Detmold eine Verstimmung besteht, ist ja Tatsache; das Zerwürf­nis datiert von dem lippischen Thronfolgestreit her. Mit­telbar soll dieser Thronfolgestreit auch auf das Verhält­nis zwischen dem Meininger und dem Berliner Hofe störend eingewirkt haben. Es wird behauptet, in Ber­lin habe die vom Herzog von Meiningen herbeige­führte Anerkennung der Ebenbürtigkeit der Lippe- Bie­sterfelder Linie durch den meiningischen Landtag sehr berſtimmt. Tatsache ist, daß Herzog Georg, der früher sehr häufig in Berlin weilte, und namentlich mit Kaiser Friedrich in treuer Freundschaft verbunden war, seit Jahren das Kaiserschloß an der Spree nicht mehr be­treten hat. Nichtsdestoweniger wäre es, wie unser Ber­liner CB.- Mitarbeiter erfährt, grundfalsch, wollte man auf diese Verstimmung zwischen dem Kaiser und dem Fürsten Georg den Rücktritt des Sohnes des Fürsten und Schwagers des Kaisers, des Erbprinzen Bernhard, vom Kommandɔ des 6. Korps zurückführen. Dieser Rücktritt hat mit dem persönlichen Verhältnis der beiden Häuser nicht das mindeste zu tun. Es handelt sich einfach um einen Vorgang, der auf den Wunsch des erbprinzlichen Paares zurückzuführen ist, in der Nähe des hochbetagten Fürsten Georg zu weilen. All die Nachrichten, die von der Uebersendung eines ,, blauen Brie: fes" mit der Aufforderung zum sofortigen Rücktritt an den Erbprinzen fabeln, sind müßige Kombinationen. Die Leute, die das Gras wachsen hören, wissen zu melden, während einer Reise des Erbprinzenpaares sei dieser blaue Brief angekommen, von dem persönlichen Adjutanten des Erbprinzen als dienstliches Schreiben geöffnet und dann dem Erbprinzen nachgesandt worden; auf dem Bahn­hof in Oppeln habe dieser die erste Kunde von seiner Verabschiedung erhalten, die ihn wie ein Blizz aus hei­terem Himmel getroffen habe. Von alledem ist nichts wahr: der Erbprinz hat ohne irgendwelche äußere Einwir­fung lediglich aus den oben angeführten Gründen sei­nen Abschied selbst erbeten. Bei all diesen Gerüchten han­delt es sich um dieselbe Phantasietätigkeit, die schon bei dem Rücktritt eines anderen deutschen Thronfolgers von einem Generalfommando zu Tage trat: Man erinnert sich, daß ähnliche Gerüchte umgingen, als der Erbgroßherzog von Baden vom Kommando des 8. Armeekorps zurücktrat. Da­mals wurde auch von Verstimmungen zwischen Berlin und Karlsruhe gewispert. Daß diese Ausstreuungen unzutref= fend waren, geht schon daraus hervor, daß der Kaiser jetzt Karlsruhe besucht hat. Dieser Besuch ist das beste De­menti solcher leichtfertig in die Welt gesezten Gerüchte.

Nab und Fern.

V Der hundertste Geburtstag Justus von Liebigs wurde gestern in Darmstadt, der Vaterstadt des großen Chemikers, festlich begangen. Die Stadt war reich mit Fahnen und Guirlanden geschmückt. Vormittags fanden in den höheren Schulen Festakte statt. Um halb 11 Uhr be­gann im städtischen Saalbau eine große Feier, der auch der Großherzog beiwohnte. Ferner waren erschienen zahl­reiche Verwandte des Gefeierten, u. a. seine Tochter, Frau Geheimrat Thiersch- Leipzig und verschiedene Enkel Liebigs, Vertreter der Wissenschaft, industrieller Körperschaften, der Landwirtschaft, der Aerzte, sämtliche Minister, sowie zahlreiches Publikum. Die Feier wurde mit Gesängen des Musikvereins eingeleitet und geschlossen. Die Begrüß­ungsrede hielt Professor Staedel von der Technischen Hoch­schule, die eigentliche Festrede Professor Vollhard- Halle, ein Freund und Schüler Liebigs. Beigeordneter Dr. Glaes­sing feierte im Namen der Stadt Darmstadts großen Sohn; Professor Dr. Paul Wagner hob die außerordentlichen Verdienste Liebigs um die Landwirtschaft hervor. Nach­mittags fand ein Festmahl statt. Die Korporationen und Fachbereine der Technischen Hochschule veranstalteten eine Huldigung vor dem Denkmal Liebigs.

RK. Bei lebendigem Leibe allmählich ganz zu berſteinern ist das traurige Los, dem die Frau eines Poſtsekretärs R. verfallen ist. Ihre Krankheit erregt in der ganzen medizinischen Welt des In- und Auslandes großes Aufsehen. Es handelt sich bei dieser Krankheit um eine allmählich eintretende Versteinerung des Kör­pers, die langsam fortschreitend, sämtliche Gliedmaßen ergreift. Bisher war nur ein derartiger Krankheitsfall bekannt. Es handelte sich um einen Franzosen, bei welchem die Verſteinerung des Körpers in einer jahre­langen Krankheit die ganze linke Seite ergriff. Der Pa­tient nutzte das Leiden aus, um sich für Geld sehen zu lassen und bereiste zu diesem Zweck den ganzen Kon­tinent.

- Der Korpsbruder als dieb. Bei dem studentischen Korps ,, Saxonia" in Bonn kamen im vergangenen Jahre fortgesezt Diebstähle vor. Es wurde unter anderen aus dem Korpshause ein Geldbetrag von 500 Mark entwen­det, während ein zweites Mal die Korpskasse ihres In­halts beraubt wurde. Als nun dieser Tage wiederum einem Angehörigen des Korps aus seiner Wohnung ein Barbetrag von 100 Mark auf rätselhafte Weise ver­schwand. eraaben die eifrigst betriebenen Nachforschun­

gen, daß niemand anders, als ein von Köln a. Kh. zum Besuche herübergekommener inaktiver Korpsbruder Frhr. v. O. der Dieb sei. Vor ein Ehrengericht gestellt, räumte v. D., der vordem im Korpshause gewohnt hatte, nach anfänglichem Leugnen die dort verübten Diebstähle ein. Die Angelegenheit erregt begreiflicherweise in korps­studentischen Kreisen Bonns großes Aufsehen. Dem Ver­nehmen nach ist Freiherr v. D. durch schleunige Ab­reise weiteren Schritten zuvorgekɔmmen.

Zu

::: Der Raubmörder Jablonowski verhaftet. Kozy in Galizien gelang es der Gendarmerie, einen der beiden Raubmörder, die am 4. Januar dieses Jahres die Ackermannschen Eheleute zu Abbau Rosenberg in Westpreußen mit der Art erschlagen und dann eine grö­Bere Geldsumme geraubt hatten, dingfest zu machen. Der Verhaftete gab an, Strutek zu heißen, ist aber unzwei­felhaft mit dem verfolgten Mörder Jablonowski iden­tisch. Seine Auslieferung ist sofort beantragt worden.

() Der König der Diamanten. In den Kreisen der Am­sterdamer Diamant- Industriellen wird vielfach behaup­tet, daß der berühmten Firma Josef Asscher u. C. der Auftrag zu teil geworden sei, den Excelsior, den größten Edelstein, der im Jahre 1903 bereits in der Jagerfon­tein- Mine in Südafrika gefunden wurde, nunmehr zu be­arbeiten. Bisher wurde dieser Schaz in London be­wahrt. Er ist größer als ein Hühnerei und wiegt 970 Karat. Der berühmte Koh- I- Nor wog vor der Schleifung 500 Karat, ebenso soll auch der berühmte Imperial, der auf der Pariser Weltausstellung zu sehen war, weit an Gewicht zurückstehen. Die ganze Angelegenheit ist von einem Syndikat mehrerer Londoner Diamantfürſten in die Hand genommen.

(:) Yankeeunverfrorenheit. Ein Amerikaner paßte im Hydepark zu London den Moment ab, wo die Königin Alexandra dicht bei ihm im Wagen vorbeikommen muß­te, schwang sich schnell aufs Trittbrett und überreichte der Ueberraschten einen prachtvollen Rosenstrauß, der dankend acceptiert wurde. Soweit wäre alles schön und gut. Wie erstaunte aber die Königin, als sie unter den Blumen verborgen die Probenummer einer neuen Zei­tung entdeckte, die der ſemarte Yankee für seine Lond­ner Landsleute herausgibt. Der Rosenstrauß mit der Zeitung bildete einen Teil seiner Reklame für das neue Unternehmen. So unverfroren kann nur ein Yankee sein.

|:[ Der künstliche Pferdeschwanz.] Von der Reise des Kaisers nach Italien wird nachträglich noch eine hübsche Anekdote bekannt. In der Begleitung des Kaifers be­fand sich auch der Berliner Hofsattlermeister C. Bernhard, der schon wiederholt zur Beaufsichtigung des Zaumzeuges für die kaiserlichen Pferde den Monarchen auf Reisen, ins Manövergelände usw. begleitet hat. Diesmal hatte die Anwesenheit Bernhards noch einen besonderen Zweck. Es wurde von dem Kaiser nur ein prächtiger Schimmel als Reitpferd mit nach Rom genommen, den er dort in der Uniform des Regiments der Gardes du Corps geritten hat. Da es aber nicht ausgeschlossen erschien, daß der Kaiser auch einmal in Husarenuniform zu Pferde steigen würde und die Pferde der Husaren bekanntlich lange Schweife haben, während die der Gardes du Corps- Pferde geſtuzt sind, so hatte der Hoffattlermeiſter Bernhard den Auftrag, einen langen künstlichen Haar­schweis für den Schimmel des Kaisers mitzunehmen, um ihn dann, falls dies notwendig erſchien, in ſicherer und unauffälliger Weise an dem Tiere zu befestigen, eine Arbeit, die recht viel Geschick erfordern soll.

(?) Auf den Strand geraten ist, wie aus Mozambiqu gemeldet wird, der deutsche Postdampfer, Gouverneur" un weit der Pombabucht. Die Reisenden und die Post wurder durch den Dampfer Reichstag" nach Mozambique ge bracht, von wo sie auf dem Dampfer ,, Herzog" weiter. befördert werden sollen. Zwei Dampfer sind zur Flott machung des ,, Gouverneur" abgegangen. Während die ser Seeunfall ohne Verluste an Menschenleben ablief, tommt aus Kopenhagen die traurige Mitteilung, daß ein dänisches Hochseefischerboot mit 16 Mann Besaßung ver­schollen ist. Man meint bestimmt annehmen zu dürfen, daß das Boot auf seinen Fanggründen bei den Faröer­inſeln von einem englischen Fischdampfer im dichten Nebel überrannt wurde.

)-( Einen Lustmordversuch an einem Kinde verübte auf den Köllnischen Wiesen zwischen Berlin und Rixdorf ein unbekannter Mann, dem es leider gelang, zu entfliehen. Er wußte das Mädchen durch Vorspiegelun­gen von zwei Spielgefährten zu trennen und überfiel es dann. Als es sich wehrte, riß er ihm die Kleider vom Leibe und brachte ihm mit einem Taschenmesser einen lan­gen und tiefen Schnitt am Unterleib bei. Auf die Hilfe­rufe des Opfers eilten in der Nähe befindliche Männer hinzu, bei deren Herankommen der Wüstling die Flucht ergriff. Die Berliner Kriminalpolizei glaubt ihm auf der Spur zu sein.

Bunte Chronik. Von dem in Gnesen garnisonierenden Dragonerregiment sind siebzig Mann an Brechdurchfall erkrankt. Da das Garnisonlazarett überfüllt ist, müssen Baracken erbaut werden.

Die stark an Gesichtsrose leidende Ehefrau des Schuhmachers Bartels in Magdeburg hat offenbar in Verzweiflung über den nahe bevorstehenden Tod ihres Mannes in ihrer Wohnung ihr vierjähriges Töchterchen mit einem Strick erdrosselt, ihr 1jähriges Söhnchen in einem Eimer ertränkt und darauf sich selbst an der Türklinke erhängt.

-Bei der Feuersbrunst in Ottawa( Kanada) wurden nach weiteren Nachrichten 40 Häuserblocks zerstört, 250 Häuser sind völlig niedergebrannt. 2000 Menschen sind obdachlos, 20 Millionen Kubikfuß Bauholz sind von den Flammen vernichtet.

Aus dem Gerichtssaal.

§ Ein Unteroffizier als Giftmörder. Die erneute Ver­handlung gegen den Unteroffizier Karnowski vom 34. Infanterieregiment, welcher im Februar d. Js. wegen Giftmordes vom Kriegsgericht der 4. Division zum Tode verurteilt wurde, findet heute und morgen vor dem Oberkriegsgericht in Bromberg in der Berufungsinstanz statt. Der Angeklagte hatte bekanntlich das außerehelich geborene Kind seiner Geliebten durch Verabreichung einer giftigen Säure getötet.

Giessener Cagesneuigkeiten.

XBar der Wisser

welches geffern Schriftsteller Fr mies er burd gerade unfere 8 Gottesglauben. Ausnahme bas tenntnis gewefe danten ein, d habener fei, al burch eine n reineren und Menschheit be jeder Einzelne bermöge. W Weise, denn alte Dogmen fo wenig ftan

*** Sr. Königl. Hoheit der Großherzog wird, soweit uns bekannt, dem Regimentsfeft mit beiwohnen. *** Zur Reichstagswahlbewegung. In unserem Wahl. freis Gießen Grünberg- Nidda ist die Bewegung wieder ins Stocken geraten. Dem gewonnenen liberalen Kandidaten Syndifus Schoßmacher ist von seiner vorgefeßten Behörde die Genehmigung zur Uebernahme der Kandidatur nicht erteilt worden und einen neuen Herrn hat man bis zur Stunde noch nicht aufgestellt. Man spricht von einem Handwerksmeister aus Gießen, das aber jeder Unterlage entbehrt. Die Herren aus dem antisemitischen Lager sind ruhig in der festen Ueberzeugung, daß der bisherige Vertreter Bürgermeister Köhler wieder durchgeht. Nur die Sozial. demokraten arbeiten mit einem wahren Bienenfleiß; fein Drt wird von dieser Partei übersehen, überall ist der Agitator am Plaze. Auch heute heißt es darum: Abwarten, voraus­sagen läßt sich gar nichts.

Aus dem Wahlkreise Alsfeld Lauterbach­Schotten tommen einmal die Nachrichten der Herr Kreisrat Dr. Wallau, der freisinnig- nationalliberale Kandidat habe die Kandidatur abgelehnt und wieder, wie nun der Lauterbacher Anzeiger als bestimmt schreibt, auf Angehen seiner Parteifreunde, angenommen. Der Wahlkampf wird danach also auch hier ein interessanter werden.

M. in der Bahnhofstraße. Das Abonnement für unsere Beitung muß der Abrechnung halber mit unseren Boten für die jeweilige Bezugszeit im Voraus bezahlt werden.

*

** Ernannt wurde mit Zustimmung der Großh. Ministerien des Innern und der Finanzen der zweite Beamte und stellvertretende Direktor bei der Großh. Lotterie- Direktion Dr. Langrock zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes der land- und Forstwirt­ſchaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großherzogtum Hessen.

*

** In der leßten Zeit ist der Bund der Boden­reform" schon öfters hervorgetreten, um auch weitere Kreise mit seinen Bestrebungen bekannt zu machen, zumal es eine Bewegung von der größten Bedeutung für die leibliche, geistige, sittliche und auch geschäftliche Gesundheit, die Kraft und den Frieden unseres Voltes ist. Der Bund der deut­schen Bodenreformer tritt dafür ein, daß der Grund und Boden, diese Grundlage aller nationalen Existens, unter ein solches Recht gestellt wird, das seinen Gebrauch als Werk­und Wohnstätte befördert, das jeden Mißbrauch mit ihm ausschließt, und das die Wertsteigerung, die der Boden ohne die Arbeit des Einzelnen erhält, möglichst dem Volksganzen nußbar macht. Die Bodenreform ist feineswegs eine Par­teisache. Der Bund zählt und wirbt Freunde in allen politischen Parteien. Tafür, daß man es hier mit einer Sache zu tun hat, die über den Parteien steht, spricht, daß Staatssekretär Graf Posadowsky, der fonservative Abge­ordnete Dr. Dertel, der nationalliberale Abgeordnete Graf Driola, der freisinnige Abgeordnete Eugen Richter schon den Grundsäßen des Bundes ihre Zustimmung gezollt haben, und selbst der sozialdemokratische Vorwärts" mußte sie als ganz vernünftig" bezeichnen. Seit dem Jahre 1900 sind dem Bunde 141 Vereine aller Art mit 107 000 Mitgliedern beigetreten. Man vergleiche den Leitartikel in heutiger Nummer. ** Eine besondere Warenhaus steuer wird die hessische Regierung einer ausgearbeiteten Denkschrift zu­folge nicht einführen. Dagegen soll das Gewerbesteuer­gefeß eine gründliche Revision erfahren.

*

A Graf Kaniß, Kommandeur der 49. Brigade, ist hier in Gießen eingetroffen zur Frontmusterung unserer 116 er. Die Abreise erfolgt Freitag.

**

*

Prof. Dr. Albert, Direktor des Gießener Landwirtschaftlichen Instituts, hat einen Ruf nach Königsberg erhalten.

** Als Geschworene für die am 8. Juni beginnende Sigungsperiode des Schwurgerichts im II. Quartal wurden ausgeloft: Kaufmann Hr. Geißler in Lollar, Schuhmacher Karl Berg in Gießen, Prof. Dr. Biermer in Gießen, Mez­ger Gg. Chr. Zinser in Allendorf a. Lda., Fabrikant Hein­rich Emmelius in Gießen, Landwirt Fr. Schön in Nutters­hausen, Landwirt Wilhelm Reß in Gettenau, Landwirt Hermann Otto Junter in Grebenau, Fabrikant Wilhelm Vogeley II. in Alsfeld, Landwirt H. Geisel V. in Leusel, Kaufmann Julius Kaufmann in Schotten, Landwirt Lorenz Niclas II. in Ober- Ofleiden, Landwirt Heinrich Erb III. in Lehnheim, Landwirt H. Scharch in Stumpertenrod, Land­wirt Konrad Martin in Maulbach, Landwirt Adam Möller in Pfordt, Weinhändler August Saame in Gießen, Kauf­mann Th. Geilfuß in Gießen, Landwirt Karl Zulauf in Epenrod, Beigeordneter Ludwig Enders in Reiskirchen, Landwirt Ludwig Seybold I. in Nieder- Eschbach, Land­wirt H. Günther V. in Köddingen, Landwirt Tobias Harth II. in Kloppenheim, Kaufmann Ferd. August Wehn in Gießen, Rentner Hermann Bausch I. in Nieder- Wölstadt, Bürgermeister Leonh. Lang II. in Odenhausen, Dekonom Joh. Frizel in Schwalheim, Landwirt Joh Raab in Düdels­heim, Müller Theodor Stein in Grünberg und Landwirt Heinrich Muth V. in Gettenau.

** Der Neubau der katholischen Kirche ist bereits bis zu den Tür- und Fensterwölbungen gediehen. Die Rohbauarbeiten sollen bis Herbst vollendet sein. Mit Beginn des Frühjahrs 1904 werden die Gewölbe hergestellt und alsdann sofort der innere Ausbau in Angriff genommen; im Herbst 1904 soll alsdann die Einweihung des Gottes­hauses stattfinden. Vorläufig wird nur das Chor, das Kreuzschiff, die Kapelle, die Safristet ausgebaut, woran sich noch ein Teil des Längs- und der Seitenschiffe schließt. Der größte Teil des Längsschiffs und die beiden Türme sollen erft in etwa 10 Jahren erbaut werden.

*** Die Wählerlisten von Gießen zur Reichstagswahl sind fertiggestellt und werden vom Samstag ab zur Einsicht offen gelegt. Die Zahl der Wähler beträgt über 5000 und hat sich gegen die letzte Wahl um ca. 700 Wähler ver= mehrt.

bigen Gottes heit halte no wie viel für

wie die Unfter quenzen der 2 ber Drihodore fenntnis fcheu

Materialismus

materialistisch

erftehung, wi fei. Der V

weis zu erbr gebnis der Teftament re eines Seins ein Triumpf

felbft verkün

Tiefen haben

Glauben get

ganze Welt no

man doch noc fich auf Bewe

fein 25 jährig Schrift Au banken niede habe alle Anhalt des wechfel nenn Fleisches, un bon der Wie

bon dem G Körper baut auch bis zu für feine& austommen fich durch da fach und viel einfach in de Aurüdführen Beift als d

erfchöpfe fid

fordere die

felbft Bedir

war feit J

Weil es bis

immer es u

den Tonner

aber erst a

empfinde di

Hier wies e

Der R

Wenn der er durch sei müsse der

all unendli aber tomm

wenn das So bleibe Verdi

Die erforderlich Mittwo öffentlich

Ang

bis zum

Buic

Gie

Zann

ftets auf

Lo

Tapezie fucht bei fo

gütung Gieße