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Typus in unveränderter Form. Die Aehnlichkeit erstreckte sich auch auf allerlei Einzelheiten: in der Bildung der Hände und vor allem in dem eigenartigen Schnitt der Ohrmuscheln. Die Untersuchung wurde, wie eingangs bereits angedeutet, nicht nur nach allgemeinen Gesichtspunkten, sondern an der Hand von peinlich genauen anthropometrischen Feststellungen vorgenommen.

..Aus einer kleinen Garnison".

Von unserem-Mitarbeiter wird uns geschrieben: V01 den Schranken des Meyer Kriegsgerichts wird der Proze gegen den Leutnant a. D. Oswald Bilse verhandelt, welchei beschuldigt ist, unter dem Titel Aus einer kleinen Garni son" einen Roman herausgegeben zu haben, dessen Figuren und Zeichnungen beleidigend sind für den größten Teil des Offizierkorps des Trainbataillons Nr. 16 in Forbach. Bilse leugnet im Prozesse nicht die Tendenz, Kritik haben üben zu wollen an den Zuständen dieser kleinen reichsländischen Garnisonen, die sich von denen anderer deutscher Garni sonen wesentlich unterschieden. Aber er bestreitet, die Ab ficht gehabt zu haben, seine Vorgesezten, seine Kameraden oder deren Familien zu beleidigen. Er beruft sich dabei auf das freie Recht jedes Schriftstellers, seine Figuren que der Phantasie zu schöpfen und weist darauf hin, wie natür­lich es wäre, daß bei solch freier Darstellung Einem Be­Kenntnisse in die Feder flössen, die ihren Ursprung in der nächsten Umgebung haben.

Hat Leutnant Bilse ein Recht, sich in seinem Schaffen mit dem eines freien Schriftstellers zu vergleichen? Diese Frage verdient nähere Beachtung. Als Georg Hirschfeld seine Mütter" schrieb, wußte man, daß er seine Familie darin geschildert hatte. Sudermann in der Ehre", in Sodoms Ende" schilderte bekannte Typen. Selbst Friedrich v. Schiller, dem doch niemand den Vorwurf des Pamphle tisten zu machen wagen wird, konnte sich die Lust nicht ver­beißen, ab und zu einmal konkrete Dinge in absolute Phan­tasien zu verspinnen und Namen seiner Zeit zu glossieren. Tat Leutnant a. D. Bilse nur dasselbe, was die anderen taten? Nein. Die Haussuchung hat erwiesen, daß sämt liche Figuren seines Romans sie sind durch die Bank widerwärtig ursprünglich im Manuskript Ramen trugen, die denen jener Offiziere des Forbacher Trainbataillons nahezu genau entsprachen. Ihm war also offenbar nicht ein Typ tief ins Gedächtnis eingeschrieben, sondern er trug planmäßig die Absicht, diese Gesamtheit von ihrer schlechtesten Seite zu zeichnen und verschmähte kein Mittel, um die Niedertracht seiner Figuren in das hellste Licht zu setzen. Sämtliche angegriffenen Offiziere bestätigen, daß sie sich selbst an unverkennbaren Details wiedererkannt hätten und daß jedermann in Forbach sie wiedererkennen mußte. Bilse sagt, alles das habe ihm ferngelegen. In solchem Leugnen liegt ein Stück Feigheit, das in selt­samem Widerspruch steht zu dem prätentiösen Auftreten des jungen Offiziers, der seine durch Leichtsinnigkeit erwor­Benen Vorstrafen mit Wizen entschuldigt und seine Vor­gesezten und Kameraden als minderwertige Gestalten be­handelt, auf die er als Kritiker sarkastisch herabsieht. In dieser Art schriftstellerischer Tätigkeit liegt ewas Bersebendes und sie sollte niemandem fremder sein, als einem Offizier unserer Armee, deren Disziplin der ganzen Welt als Bei­Spiel voranleuchtet. Erst vor wenigen Jahren erschien eben­falls in den Reichslanden der Roman eines jungen Portepee­trägers, der den Titel Verhängnis" trug und in ähn­licher Weise über die Stränge schlug. Man hat nicht ge­hört, daß damals eine Anklage erfolgt sei. Seit der Ka­binettsordre des Kaisers über die Veröffentlichung schrift. stellerischer Arbeiten durch Militärpersonen scheint man ernsthafter daran gehen zu wollen, solchen eigenartigen schriftstellerischen Erzeugnissen die Eristenz zu beschneiden. So sehr man auch für die Meinungsfreiheit in Wort und Schrift schwärmen mag, wer die Dinge deutlich sieht, wird zugeben müssen, daß es unseren Offizieren schlecht ansteht, über ihre Kameraden öffentlich Schmutz auszubreiten. Man tann diesen Prozeß daher nur begrüßen und hoffen, daß er für die jungen Leute eine Lehre sein wird, die allzu leicht persönlichen Haß vor das Forum der Allgemeinheit tragen und Dinge heraufbeschwören, über deren Folgen Sie sich nicht im entferntesten klar sind.

Ueber den Verlauf der Verhandlungen wird uns weiter folgendes berichtet: Im Mittelpunkt der bisherigen Ergebnisse steht die Person und die Aussage des Majors Fuchs. Gleich wie er vor die Schranken trat, passierte ihm etwas, das seinem Doppelgänger im Roman, dem Obersten v. Cronau, als Charakteristikum anhaftet: Mit einer heftigen Bewegung schleuderte er eine Träne von sich, die sich in seinem Augenwinkel gebildet hatte. Wie Cronau, so hat auch Fuchs eine Duellaffäre durchgemacht, die durch die Vermittelung einer Offiziersfrau beigelegt wurde. Der Apotheker Dreesen, bekannt als vorzüglicher Pistolenschüße, hatte ihm einen Kartellträger geschickt, weil Fuchs den Offizieren den Verkehr im Dreesenschen Hause untersagt hatte mit der Begründung, Frau Dreesen habe sich über die Offiziere beleidigend geäußert. Major Fuchs hatte nach den Erklärungen, die er dem Beauftragten gab, diese Maßregel auf eine Mitteilung der Frau Rittmeister Ey hin getroffen. Diese schwächte nun auf Vorhalten ihre Worte ab, der Major entschuldigte sich und hob das Besuchs­berbot auf, so daß die Ehrenaffäre friedlich beigelegt wurde. Major Fuchs verbreitet sich eingehend über

die Verhältnisse im Offizierkorps.

Einen Einfluß der Frau Rittmeister Ey( im Roman Frau Starte) auf seine dienstlichen Anordnungen bestreitet er ent­schieden. Das Ehepaar Ey lebt ziemlich gut. Die Reit­Stunden der Frau Ey habe ich untersagt und nicht geduldet, wie der Roman besagt. Von dem Vorleben der Frau Ey, die früher vor der Che eine Pension hielt, ist mir Nachteiliges nicht bekannt geworden. Auch über die ehelichen Szenen in der Familie des Oberleutnants Koch( im Roman Leimann) ist dem Zeugen nichts bekannt. Die Frau ist inzwischen infolge einer Krankheit gestorben. Koch hat inzwischen den Abschied eingereicht. Er ist förperlich gut beschrieben, aber am heulenden Elend" leidet er nicht. Mit Bezug auf Beutnant Witte( im Roman Borgert) fagt der Zeuge, dieser habe viele Schulden. Frau Koch war schön, und Witte fanzte gerne mit ihr und machte ihr den Hof, aber nur in allen Ehren, wie befannt wurde. Beide Familien wohnten in einem Hause. Das Ehepaar Edler wurde geschieden, weil bekannt wurde, daß u. a. Leutnant Block( im Roman Kol. berg) mit Frau Edler von 5 bis abends 11 Uhr im Walde war. Die Führungszeugnisse über Bilse behauptet Beuae

nach Pflicht und Gewissen abgegeben zu haben. Es Taufen immer noch Rechnungen für Bilse ein. Er kaufte so viel alte Schränke und Kommoden auf den Dörfern. Bilse sei mehrmals gepfändet worden. Der Angeklagte sagt, die Pfän. dung komme nur von seiner Verhaftung. Zeuge Major Fuchs sagt ferner aus: Rittmeister Bandel wollte in Gesell­schaft immer der erste sein und verfeindete sich mit vielen Kameraden. Bilse verkehrte eng mit ihm. Der Zeuge ver­mutete, daß Bandel an der Abfassung des Buches beteiligt war. Der Anklagebertreter: Rittmeister Bandel hat Zeuge Major Fuchs als vermutlichen Verfasser des Buches bezeichnet. Fuchs: Keine Idee, ich werde mich doch nicht selbst beleidigen. Anzeige gegen Bilse hat Witte im Verein mit Koch veranlaßt. Von dem Buch sind 150 Erem­plare in Forbach verbreitet.

Die Kommandostimme.

Der Rittmeister Ey( im Roman Rittmeister Stark) be streitet, daß sein Verhalten im Dienst oder in der Familie dem Angeklagten Grund zu seiner gehässigen Schilderung gegeben habe. Vhdl f.: Sie werden als ein seine Frau roh behandelnder, ungebildeter, dienstlich unfähiger und dem Trunke ergebener Offizier geschildert. Als Ehemann wird es Ihnen etwas schwer sein, die Frage zu beantworten, wie Sie zu Ihrer Frau stehen. Sie sollen mit den Pan­toffeln nach ihr geworfen und ihr einmal zugerufen haben: Halt's Maul! 3euge: Davon ist mir nichts bekannt. - Vhdl f.: Sind Sie dem Trunke ergeben? Ihre Stimme soll es, wie der Roman sagt, verraten, daß Sie einem guten Trunk nicht abgeneigt seien. Zeuge: Ich will nicht sagen, daß ich nicht gern einmal ein Glas Bier trinke, aber cinen Rückschluß hieraus auf meine heisere und tiefe Stimme 311 ziehen, ist unstatthaft. Ich werde nämlich sehr leicht heiser, wenn ich scharf kommandieren muß. Im großen und ganzen schließt sich der Zeuge den Darstellungen des Majors Fuchs an.

Entlastungszeugen.

Außer dem Rittmeister Bandel( im Roman König), in dessen Hause der Angeklagte viel verkehrte, tritt auch noch Mittmeister Haegele mit seinen Bekundungen für Bilse ein. Wandel erzählte von der Duellaffäre Fuchs, daß Frau Ritt. meister Ey unter Tränen erklärt habe, sie müßte die Sache wieder in Ordnung bringen. Sie könne nicht zugeben, daß ein verheirateter Mann totgeschossen würde. Der Apo­theter Dreese ist als ein sehr guter Schütze befannt. Frau Mittmeister Ey ritt täglich Dienstpferde mit Wissen des Kom mandeurs. Ein im Stall hängender Damensattel gab einem Obersten aus Straßburg Anlaß zu Bemerkungen. Zeuge ist vom Dienst suspendiert gewesen wegen eines gegen ihn schwebenden gerichtlichen Verfahrens in Bezug auf die Ver waltung des Kasinos. Er bestätigt auch die Wahrheit des im Roman erwähnten Pumpversuches von Kasinogeldern durch Leutnant Witte und andere. Verschiedene, unerhörte Szenen im Roman stimmen überein mit Forbacher Stadt: gesprächen. Rittmeister Haegele( im Roman Hagemann) sagt aus, Frau Ey habe die Pferde in einer Art benutzt, die Zeuge für nicht zulässig halte. Wenn es heißt, Herr Rittmeister Ey sei einem guten Trunke nicht abhold, so trifft dieses vollständig zu. Daß Fischer und Koch ver­schuldet sind, war bekannt. Frau En holte ihren Mann aus dem Kasino ab. Leutnant Habenichts hatte viel Verkehr mit Mädchen. Der Angeklagte hat sich im Verkehr mit mir stets liebenswürdig und korrekt benommen. Seinen Roman schrieb er wohl, um eine Kritik an den bestehenden Verhält nissen zu üben und die erwähnten Personen lächerlich zu machen.

Der Verhandlungsführer verliest ein kriegsgerichtliches Urteil gegen Bandel, das eine Parallele im Roman findet. Er wurde von der Anklage des Betrugs bei der Kasino­berwaltung freigesprochen unter Anerkennung seiner guten Dienste für das Kasino. Leutnant Witte hatte die Anklage beranlaßt, die Zeugen vermuten, weil er ihm die Anleihe nicht bewilligte. Der Verteidiger konstatiert, daß der An­geklagte Bilse nach seiner Uebernahme ins Bataillon auf ein Jahr in den Ehrenrat gewählt wurde. Darauf wurde für die Vernehmung der Zeugen Witte und Koch die Deffent­lichkeit wegen Gefährdung der Sittlichkeit und der mili­tärischen Interessen ausgeschlossen.

Nab und fern.

Ein Brand auf der Elberfeld- Barmer Schwebebahn ries unter den Passagieren eine gewaltige Panit hervor. Neben dem Wagenführer schlugen plößlich mehrere fußhohe Flam­men in die Höhe. Die bestürzten Insassen des Wagens drängten zur Tür und drückten diese auf. Ein Mädchen sprang hinaus und fiel in das unter der Bahn ausgespannte Nez, wurde aber sofort ergriffen und auf den Bahnsteig gezogen. Der Wagen, der voll Qualm war, schob sich wäh­rend des Vorfalles langsam vor bis zum Bahnhof, so daß die Fahrgäste gleich aussteigen konnten. Der Unfall, so aufregend er war, hat doch das Gute gehabt, zu zeigen, daß auch in Fällen ernstlicher Gefahr auf der Schwebe­bahn die getroffenen Vorrichtungen das Leben der Passa­giere zu schirmen imstande sind.

Vom Tanz in den Tod. In Eichstedt bei Stendal artete ein frohes Tanzfest in eine wüste Rauferei aus, bei der schließlich das Messer das entscheidende Wort sprach. Ein Bauernknecht namens Konezki wurde erstochen, zwei andere schwer verletzt. Der Haupttäter, der den Tod Konekkis auf dem Gewissen hatte, ließ sich durch einen Güterzug tot­fahren.

Wegen Entführung einer Minderjährigen verhaftet wurde in dem Hamburger Vororte Rothenbergsort ein 17jähriger junger Mann aus Berlin. Dieser hatte ein 15jähriges Mädchen in Berlin kennen gelernt, mit dem er ein Liebesverhältnis anknüpfte. Bald darauf wußte er die Betörte zu bewegen, mit ihm gemeinsam die Flucht zu ergreifen. Die Hamburger Kriminalpolizei benachrichtigte die Eltern des Mädchens, daß sie ihr Kind abholen könnten. Der hoffnungsvolle Bursche und seine Geliebte hatten das zu ihrer Flucht nötige Reisegeld ihren Angehörigen ent­wendet.

Eine Aufsehen erregende Verhaftung ist in Dresden erfolgt. Der dortige bekannte Frauenarzt Dr. Planer wurde unter dringendem Verdacht des Meineids in das Untersuchungsgefängnis abgeführt. Planer hatte vor anderthalb Jahren in einem Strafprozeß gegen den Agenten Behnert als Zeuge eidlich in Abrede gestellt, mit der Ehe­frau Behnert, die er als Arzt in Behandlung hatte, ge­schlechtlich verkehrt zu haben. Inzwischen hat sich das Be­laftungsmaterial gegen Planer so verdichtet, daß er ver­haftet wurde.

Lokales.

Gießen, 12. November 1908. Bei der heutige

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** Privattelegramm. Ziehung der Hessisch- Thüringischen Landeslotterie wurde folgende Gewinne gezogen: 1 Prämie von 7500 Mark auf Nr. 37 541, welche zuletzt mit 300 Mt. zogen wurde, 1 Gewinn von 10 000 Mt. auf Nr. 13 424 Dem Pfarrer an der Matthäusgemeinde Geor Schlosser wurde von der theologischen Fakultät de Landesuniversität der Grad des theologischen Dottors thre halber verliehen.

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* Die Lehrertonferenz für den Kreis Gießen fand gestern Mittwoch im Neuen Saalbau unter dem Bo

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Kreisschulinspektor Kleinschmidt verlas die Statistit befie am Ron Boltsschulwesens im Schuljahr 1902/03. Die Schülerz des Kreises beträgt 11614, davon entfallen auf Gie 2130, auf die Landorte 9484 Schüler; nach dem Geschl sind 5744 Knaben und 5 870 Mädchen; nach dem Belen nis gehören 11 253 der evangelischen, 191 der katholisch

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Gegen das Vorjahr nahm die Schülerzahl um 205 zu. De helle Otto M Kreis zählt 196 Schulstellen, davon 44 in Gießen und 15 Großh. Amtsar auf dem Land. 16 Klassen haben noch über 80, 7 über 90 Jofeph Selzer und 1 über 100 Schüler, im Jahre 1901/02 gab es nod Großh. Amtsa Klassen mit über 100 Schülern. In Gießen hat die Schül Aug zahl wiederum bedeutend zugenommen, während sie auf der treibende a Band zurückging. Die 105 Fortbildungsschultlasse babfichtigt be zählen 1833 Schüler, mehr 121. Die Erziehungsan Mainz einen stalt in Arnsburg hat 2 Klassen mit 23 Schüler Bedfellebre fo Die Zahl der Lehrkräfte stieg um 5 auf 196, davon fint und der sozi 193 Lehrer, 3 Lehrerinnen. In 46 Gemeinden wird no Unterrichtsbau Schulgeld erhoben. Hiernach referierte Lehrer Biben Besuchern lein- Reiskirchen über: Was fann die Volksschule tun, un * Der der bedrohlichen Abnahme der Landbevölkerung Einhalt hende Annä Kreisam mann Kranzbühler sprach zum Schlaftern Abend über das Denkmalschutzgesetz; zahleiche Lehrer wurden berei zu Vertrauensmännern ernannt.

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** Stadttheater Gießen. In der morgige Don Carlos- Aufführung wird Herr Linzen die Rolle de Königs, Herr Sandorff den Bosa, Herr Achterberg be Carlos spielen, außerdem sind in größeren Rollen b schäftigt die Herren Telefy und Haag. Die Eboli liegt i den Händen des Frl. Hohl und die Königin wird von F Minna Löser aus Kassel gegeben werden, die als eventuelle den für die no Ersatz für Frl. Hagen in Frage tommt.

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Fremdenvorstellung im Stadttheater Gieße Das lebhafte Interesse das sich seit Einführung der neue Direktion Steingoetter dem Gießener Stadttheater zuwende giebt sich auch darin kund, daß von auswärts zahlreic Anfragen betreffs Einrichtung von Fremdenvorstellungs., angelern am Sonntag Nachmittag eintreffen, die jeweils um Uhr beginnen und etwas nach 6 Uhr ihr Ende erreiche werden. Für nächsten Sonntag, den 15 November ift de erste dieser Fremdenvorstellungen angefeßt, die Gerhaer Bahn au Hauptmanns berühmtes Märchendrama Die versunken Glocke" bringt. Die Aufführung dieses berühmt Wertes im Gießener Stadttheater zeichnet sich durch übe raschend schöne Bühnenbilder hervorgerufen durch ne Dekorationen und zahlreiche Lichteffette sowie durch eine von berufener Kritit hochanerkannte Darstellung aus. Die Preise der Pläße sind: Gallerie 30 Pfg., 2. Bart Estrade 60 Pfg., 1. Partet 1 Mt., Sperrsiz 1,50 Loge 2 Mt. Briefliche Bestellungen sind an das Theate bureau, Gießen, Wallthorstraße 48, zu richten. X Der durch verschiedene Umstände hinausgeschobee Bazar zum Besten der Alice Schule findet m bestimmt am 18., 19. und 20. November statt. Die Vo bereitungen sind bereits in vollem Gange und man darf warten, daß bei dem lebhaften Interesse und dem groß Eifer der Mitwirkenden ein nach allen Richtungen hin friedigendes Ergebnis erzielt werde. Das mäßige Eintritt geld sowie die vollständig normalen Verkaufspreise ermöglic es Jedermann, die Veranstaltung zu besuchen und auch mit d bescheidensten Mitteln zum Gelingen des ganzen beizutrag Die Contentia"- Gießen hält nächst Samstag im Neuen Saalbau ihr Wintervergnügen d Das Programm bietet viel Humorvolles und wechselung. Die" Contentianer" mögen sich daru recht zahlreich einstellen.

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** Der 3ither flub Gießen hält kommend Samstag im Cafe Leib seinen diesjährigen Balla Vorher sind Aufführungen und dergleichen im Program verzeichnet. Ein gutbesetztes Haus ist dem Klub wünschen.

** Das 25. Jahresfest des Oberhessisc Vereins für innere Mission, das am 10. und 1 November in Geßen stattfand, nahm einen außerordentl schönen Verlauf. Nachdem am Dienstag Vormittag Vorstand des oberhessisch n Erziehungsvereins getagt hat fand nachmittags in dem an der Kirchstraße gelegen Konfi mandenhaus die Szung des Vorstandes un Synodalvertreter statt.

Der Hauptgeger stand der Vo sammlungen war: Die Behandlung der inneren Ms im Religions- und Konfirmandenunterricht. Das Refer das Pfarrer Dieckmann- Ror hem erstattete, gab zu gehender und fördernder Besprechung Anlaß. Nach d Festgottesdienst, der in der Stadtkirche stattfand, und dem Professor Dr. Drews preoigte, versammelten sich z reiche Freunde der Sache in Steins Garten zu einem schön verlaufenden Familien- Abend. Der Kirchengesa verein, der auch schon im Festgottesdienst mitgewirkt, t einige Lieder vor, Pfarrer D. Schlosser und Professor Stamm hielten interessante und fesselnde Ansprachen ü das Thema: 25 Jahre innere Mission in Oberhessen. Der andere Morgen sah eine sehr zahlreiche Versammlu im Konfirmandensaal der Johanneskirche, wo vom Detan Wagner- Grünberg gehaltenen Morgenandacht Pfarrer Lic. Weber- M.- Gladbach die ernste Frage behandelle Wie können Autorität und Pietät in unserem Boltslebe

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Unentbehrlich für jede Familie!