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Lokales.

Gießen, 12. August 1903 ** Die Ausgabe neuer Zinsscheinbogen zu den 334% Großh. Hessischen Staatsschuldverschreibungen Serie I vom 24. Juni 1893 für weitere 10 Jahre erster Zins­schein am 1. April 1904 fällig findet bei der Großh. Staatsschuldenkasse sowie bei der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt und deren Filiale in Frankfurt a. M. gegen Einreichung der Erneuerungsscheine( Binsschein- An­weisungen), in Darmstadt und Frankfurt a. M. fostenfrei statt. Bei Einreichung der Zinsschein- Anweisungen ist ein nach Nummern geordnetes Verzeichnis in zweifacher An­fertigung mitzuliefern.

* Das Präsidium der Hassia" erläßt an die Kameraden einen Aufruf zur Mithilfe bei der Linderung der durch Ueberschwemmungen hervorgerufenen Not der schle­sischen Kameraden. Gaben sind an Herrn Hauptmann a. D. Wald Cer- Darmstadt, einzusenden.

** Jugendlicher Ausreißer. Gestern wurde auf der hiesigen Bahnstation ein neun Jahre alter Junge ausgesetzt, welcher feine Fahrkarte besaß, er hatte nämlich die Reise von Koblenz nach hier ohne eine solche unter­nommen. Er ist seinen Eltern ausgerissen, denen er wieder zugeführt werden wird.

** Unglücksfall. Auf dem Gießener Bahnhofe ( Rangierkopf) wurde gestern abend ein Bremser aus Betzdorf von einem ablaufenden Wagen erfaßt und ihm beide Beine abgefahren; derselbe wurde sofort der hiesigen Klinik über führt. Der Bedauernswerte ist Vater von 6 unmündigen

Kindern.

*

Unglücksfall. Dieser Tage beschäftigte sich der 13jährige Hugo Schmidt in Quirnbach mit dem Ab­nehmen von Pflaumen. Dabei siel er derartig vom Baume herunter, daß er mit dem rechten Auge in eine darunter steckende Bohnenstange geriet. Der herbeigerufene Arzt legte einen Notverband an und befahl die Ueberführung des Ver­legten nach der Gießener Klinit. Am Bahnhof Gießen traf indessen der Verunglückte als Leiche ein.

** Die Hauptkollekteure der Hessisch Thüringischen Landeslotterie hielten in Frant furt a. M. eine Versammlung ab, um gegen eine Entscheid­ung der Landeslotterie- Direttion Stellung zu nehmen. Die Direktion hat nämlich sämtlichen Hauptfollefteuren ein" ver trauliches" Schreiben zugeschickt, nach dem es für die Folge sämtlichen Kollekteuren verboten ist, Reklamen über die Lotterie in die Deffentlichkeit zu bringen, die nicht die Ge­nehmigung der Landeslotterie- Direktion erhalten haben. Die Kollekteure halten sich durch diese Anordnung ungemein ge= schädigt. Man vermutet, daß diese Bestimmung nicht aus freien Stücken von der Lotteriedirektion erlassen ist, sondern daß man einem Drucke von Berlin aus nachgegeben hat.

* Meteor. Am 16. November 1902, abends 5 Uhr 20 Minuten, zog ein Meteor mit ungeheurem Glanze über Deutschland hinweg und wurde auch in unserer Gegend vielfach gesehen und bewundert. Jezt ist die Bahn dieser Erscheinung nach Zusammenstellung der verschiedensten Beobachtung festgestellt. Der Meteor leuchtete in etwa 2000 km Höhe über der Gegend von Wittenberg auf und bewegte sich in 3 Sefunden abwärts bis über die Umgegend von Marburg a. d. Lahn. Dort erlosch die Lichtererscheinung unter Ablösung zahlreicher Funken. Da die Strecke von Wittenberg bis Marburg 328 km Seträgt, so hatte das Meteor eine Geschwindigkeit von etwa 100 km in der Sekunde, also bewegte es sich über dreimal so schnell als die Erde.

* Hegezeit der Feldhühner und Wachteln. Mit Rücksicht auf den Stand der Ernte ist das Ende der Segezeit der Feldhühner und Wachteln für die Provinz Oberhessen mit Ausnahme der Kreise Alsfeld, Lauter­bach und Schotten, auf den 23. August d. Is. festge­jeßt. Für die Reise Alsfeld, Lauterbach und Schotten be­hält es bei der allgemeinen Bestimmung, wonach die Hege­zeit der genannten Wildarten am 31. August endigt, sein Bewenden.

** Die Nach size stunde der Schulkinder gilt als Unterrichtsstunde. Ein Vater hatte das Nachsißen seines Kindes verweigert und war in Schulstrafe genommen wor­den. Er beantragte gerichtliche Entscheidung, weil er nur bestraft werden könne, wenn das Kind den planmäßigen Unterricht versäume; das Schöffengericht verdoppelte die Strafe mit Rücksicht auf die Umstände, und das Landgericht, bei dem die Berufung eingelegt wurde, hielt die Verdoppel­ung aufrecht, weil die Nachsizestunde, in der versäumte Schul­arbeiten nachgemacht werden, als Schulunterrichtsstunde zu gelten habe.

× Krofdorf, 12. August. Gestern nachmittag 1/24 Uhr entstand in der Scheune des Zimmermanns Drescher Feuer. Die Scheune sowie reiche Holz- und Heuvorräte fielen dem verheerenden Element zum Opfer; ein Nebengebäude( Stal­lung) dem Maurerpolier Schieferstein gehörig, wurde in Mitleidenschaft gezogen, konnte aber von der sofort erschie­nenen Feuerwehr vor dem Niederbrennen bewahrt werden. Die Entstehung des Feuers ist bis jetzt noch unbekannt. Nidda. Eine mißglückte Brandstiftung entdeckte ein Landwirt zeitig genug in seiner Scheune. Ein Sack mit Brennstoffen war schon beinahe verkohlt, glücklicherweise ohne die in unmittelbarer Nähe der Brennstelle gelagerten Stroh­und Husunde in Brand zu setzen. Beschuldigt, den Feuer­herd angelegt zu haben, wird ein Mann der als Knecht bei dem Landwirt tätig war.

§ Schotten. Wie das Schott. Kreisbl." mitteilt, ist die Sommerfrische Posthäuschen" von dem bisherigen Bächter für 25000 Mt. erworben worden; im Herbst ge­denkt der Pächter den Betrieb in eigene Rechnung zu über­

nehmen.

+ Groß- Eichen. Etwa 50-60 Delegierte und Vereins­angehörige des Ohm- Lumdath al- Sängerbundes" hielt am Sonntag hier einen Sängertag, auf dem beschlossen wurde, in Zukunft nur Sängerfeste zu feiern, die zugleich 25jährige

Stiftungsfeste der betreffenden Vereine sind, von anderen Festen soll abgesehen werden.

Hopfmannsfeld. Bei der hier stattgehabten Bet­geordnetenwahl wurde Peter Jöckel gewählt.

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Villingen. Der bei dem Obsthändler K. Heinbach bedienstete Fuhrknecht Lotz fiel auf der Rückfahrt von Eichel­sachsen nach Eichelsdorf so unglücklich vom Wagen, daß er einen doppelten Rippenbruch erlitt.

*

Büdingen, 8. August. Der Vorstand Mohr der Station Mittelgründau ist flüchtig gegangen. In der Kasse fehlen ca. 800 Mart. Er läßt eine Frau mit 4 fleinen Kindern zurück. Mohr versah die Stelle als Vorstand noch nicht sehr lange.

*

Vilbel, 11. Auguſt. Auf dem Grundstück von Friß Hinkel, dem Besizer des Hassia- Mineralbrunnens, wurde ein neuer fohlensäuerreicher Mineralwassersprudel erbohrt.

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Frankfurt a. M., 11. August. In einem Waffen­laden faufte sich heute morgen ein Unbekannter einen Revolver und ließ ihn gleich von der Verkäuferin laden. Kaum hatte er die Waffe in der Hand, so schoß er auch schon 2 Kugeln gegen sich ab, von denen eine in den Hals, die andere in die Brust ging. Der Mann wurde bewußtlos in das Hospital gebracht. Einer Tätowierung nach ist er ein Däne. * Höchst a. M., 11. August. Wir lesen im Höchster Kreisblatt" Zahnschmerzen. Gestern früh erschien bei einem Bahnwärter eine junge Dame mit der Bitte, die Strecke in der Richtung nach Frankfurt absuchen zu dürfen. Sie habe am Abend vorher, als sie während der Fahrt aus dem Fenster sah, ihre Zähne verloren. Der Bahnwärter konnte dem Wunsche der Dame zwar nicht willfahren, über­nehm aber in galanter Weise selbst die nötigen Recherchen, und hatte auch das Glück, die Perlengarnitur" zu finden. Die Verliererin möge sich also wieder melden."

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, 11. August.

Der 24jährige Installateur Heinrich Bechthold von Frankfurt a. M. ist wegen Diebstahl und Widerstand gegen die Staatsgewalt angeklagt. Er hat dem Bauunternehm r August Scheppelmann dahier ein Fahrrad entwendet und bei seiner Festnahme dem Gendarmen Widerstand geleistet. Der Angeklagte schüßt sinnlose Trunkenheit vor, doch wird ihm nachgewiesen, daß dies keineswegs der Fall war Nach seinen Vorstrafen zu urteilen, ist er auch in nüchternem Zustande zu einer solchen Tat fähig, denn er hat sowohl im In- als auch im Auslande wegen Fahrraddiebstähle hohe Gefängnis- und Kerkerstrafen erlitten. Troß der Beteuerung, daß er von der ganzen Sache nichts weiß, hält ihn das Gericht für schuldig und erkennt auf eine Buchthausstrafe von 2 Jahren und 1 Monat; auch werden ihm die bürger­lichen Ehrenrechte auf 5 Jahre abgesprochen. Bei dem ge= meingefährlichen Treiben hält man auch die Polizeiaufsicht für angezeigt. Der Landwirt Johann Georg Wörner von Ober- Rosbach hat sich wegen Sittlichkeitsverbrechen zu ver­antworten. Er hat sich mehrfach an seinem kaum 15 Jahre alten Dienstmädchen Veronita Huth aus Aura vergangen, worauf der Vater des Mädchens Strafantrag stellte, was zur Folge hatte, daß der Angeklagte in Haft genommen wurde. Die bei verschlossenen Türen stattfindende Verhand­lung führt zu dem Ergebnis, daß der Angeklagte schuldig ist, denn das Urteil lautet auf 5 Monate Gefängnis. Da die Verhaftung wegen Notzucht erfolgte, eine solche aber nicht nachgewiesen ist und die Voruntersuchung sich in die Länge 304, werden 3 Monate erlittener Untersuchungshaft auf die Strafe angerechnet. Bemerkt sei noch, daß das Gericht sich veranlaßt sah, das mißbrauchte Mädchen als eine sittlich reine, glaubwürdige Zeugin hinzustellen, im Gegensatz zu den Angaben des Angeklagten.

Litterarisches.

Griechisch- deutsches Schulwörterbuch, mit besonderer Berücksichtigung der Etymologie, verfaßt von Professor Dr. Hermann Menge, fönigl. Gymnasialdirektor a. D., ca. 650 Seiten gr. Lexikon- Format. Preis elegant gebanden 7 Mt. 50 Pf. Langenscheidtsche Verlagsbuch­handlung( Prof. G. Langenscheidt), Berlin SW. 11. Das vorliegende, soeben vollständig gewordene Werk ist dazu bestimmt, sowohl einem großen Teile der Lehrerwelt eine hoffentlich nicht unwillkommene Gabe zu bieten, als auch den Schülern unserer Gymnasien bei der Lektüre gute Dienste zu leisten. Sein Titel Schulwörterbuch soll sich demnach nicht auf den Sinn von Schülerwörterbuch" beschränken, sondern darauf hinweisen, daß es den Bedürfnissen unserer höheren Schulen überhaupt zu dienen beabsichtigt. Allen, die sich dem so wichtigen und interessanten Studium der griechischen Etymologie widmen wollen, wird hier ein praktisches, zum Nachschlagen besonders geeignetes Hilfsbuch geboten. Der ganze Stoff ist in einem Alphabete gegeben, so daß der Benutzer nicht nötig hat, bei dem Aufsuchen von Eigennamen, Verbal­formen 2c. an verschiedenen Stellen nachzuschlagen. Die Auswahl des Wortschatzes ist derartig erfolgt, daß das griechisch- deutſche Schulwörterbuch nicht nur alle Spezial­wörterbücher ersetzt, sondern auch eine Präparation zu allen griechischen Lesebüchern und Anthologieen bildet, allen griechischen Lesebüchern und Anthologieen bildet, soweit sie an Schulen in Gebrauch sind.

Geschäftliches.

Bereits am 22. d. Mts. findet die Ziehung der II. Straßburg Neudorfer Geldlotterie garantiert sicher statt. Der Los- Vorrat ist nur noch ein ganz kleiner, weshalb Alle diejenigen, welche sich noch ein oder mehrere Lose sichern wollen, gebeten werden, damit sich zu beeilen. Bei der I. Ziehung fonnten, wie allgemein bekannt, unge­fähr 6-8 Tage vor Ziehung keine Lose mehr beschafft werden. Solange Vorrat reicht, sind diese Lose noch beim General­Agenten J. Stürmer, Straßburg i. Els., und allen mit diesen Losen und Plakaten versehenen Los- Verkaufsstellen zu haben.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen

Es können eingestellt werden:

10 Pferdeknechte, 5 landwirtschaftliche Arbeiter, 2 landwirtsch. Mägde, 1 Zementmüller, 4 Erdarbeiter, 1 Kunst­schlosser, 1 Bauschlosser, 3 Maschinenschlosser, 1 Tapezierer, 6 Schreiner, 1 Drechsler, 2 Glaser, 2 Spengler, 5 Haus­burschen, 1 Restaur.- Köchin( ausw.,) 1 Kellner, 17 Dienst­mädchen gegen hohen Lohn für hier und auswärts, 1 besseres Kindermädchen, 3 Lauffrauen, 1 Kindermädchen, 1 Weiß­zeugnäherin, 1 Blätterin nach ausw.

Es suchen Arbeit:

9 Pferdefnechte, 1 landwirtsch Arbeiter, 2 Kutscher, 1 Schmied, 1 Installateur, 3 Spengler, 1 Maschinist oder Heizer, 1 Maschinenschlosser, 3 Buchbinder, 1 Packer oder Lagerarbeiter, 3 Schreiner, 1 Weißbinder, 1 Lackierer, 2 Glaser, 1 Küchenchef. 1 Kellner, 1 Schreibgehülfe, 1 Ma­schinenschreiber, 2 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 2 Lauf­mädchen, 1 Kindermädchen, 1 Stüße der Hausfrau, 1 Kinder­fräulein, 4 Waschfrauen, 2 Weißzeugflickerinnen, 1 Büglerin.

Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Lokale, den Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaa": Fr. Oppermann.

Im Landw. Zeitgeist" zu Straßburg( t. Els.) lesen wir folgende interessante Erzählung:

Die kluge Else.

Bauer Lippl hatte über reichen Kindersegen und schmale Einfünfte nicht zu klagen; darum war er ge­zwungen, die ersteren behufs Verbesserung der letzteren möglichst frühzeitig zu einer Erwerbstätigkeit heranzu­ziehen. Die Else eignete sich mit ihren feinen Glieder­chen wenig für die Landwirtschaft; darum wurde sie in die Stadt gebracht, wo sie im herrschaftlichen Hause von der Picke auf diente. Anfangs reichte der Ver­dienst nicht weit, und von einer Unterstützung der Eltern konnte keine Rede sein. Später, als Else sich zur" perfekten Köchin" aufgeschwungen hatte, vergrößerten sich zwar die Einnahmen, daneben aber nicht minder die Ausgaben, der Bauer mußte sich also damit trösten, einen Esser weniger am Tische zu haben. Im Laufe der Zeit lernte Else einen fast täglich zu ihr in die Regionen des Kochlöffels herniedersteigenden Mezger­gesellen genauer kennen und lieben. Aus der Liebelei aber ward Ernst, und damit war das Schicksal be­fiegelt. Mit raschen Schritten ging's zum Hafen der Che. Georg hatte vor, sich als Meister in der Stadt niederzulassen, und da die beiden Leutchen über einige Ersparnisse verfügten, so ließ sich die Sache mit Hangen und Würgen in Gang bringen. Die Einrichtung ward also beschafft, es galt nur noch das nötige Vich zu be­kommen. Auch dies machte sich, denn ein hülfsbereiter Händler gewährte Kredit und eines schönen Tages blinkte den Passanten der Straße ein sauberer Megger­laden entgegen. Ein Glück war es für die jungen Leute, daß sie von Anfang an auf gute, reelle Ware hielten; dies zog nach und nach einen Stamm von Kunden heran, wodurch die Existenz des Geschäftes ge= sichert wurde. Der Händler war zwar ein guter Mann doch hatte man es Gott sei Dank nicht nötig, diese Güte in Anspruch zu nehmen, wenn auch hin und wieder mal ein kleiner Rückstand blieb.- Zur Kirch­weihe fuhr Frau Else natürlich he'm zu den Eltern. Im Dorfe staunte man die städtisch gekleidete junge Frau ordentiich an, und der schöne Tert der Predigt ging heute für die Besucherinnen des Gottesdienstes größtenteils verloren. Doch Else tat garnicht stolz, sie verkehrte mit ihren Altersgenossinnen recht freundlich und vernahm bald, da das Gespräch alle möglichen Gegenstände berührte, daß der Händler, von welchem sie in der Stadt das Schlachtvieh bezogen, seinen Be­darf hauptsächlich aus dem Dorfe decke. Dies gab Else zu denken; sie überlegte, ob es nicht besser sei, wenn man den Händler überginge. Sie redete über diese An­gelegenheit mit ihrem Vater, welcher den Gedanken ganz vortrefflich fand. Ich würde selbst viel mehr Schweine halten", meinte er, wenn ich nicht eine heil­lose Angst vor den Mucken dieser Tiere hätte. Drüben in Bergstein wohnt ein Bauer, der hat einzig mit der Schweinemast ein Vermögen verdient; aber der ver­ſteht's nun einmal, unsereins muß da zurückſtehen. Schön wär's ja, wenn wir da Hand in Hand gehen könnten, der Händlergewinn fiele uns in den Schooß, wenn man nur die Sache verstände."- ,, Da soll bald Rat geschafft werden", tröstete Else, ich werde den Händler mal aushorchen, dann können wir bald wissen, woher die Erfolge kommen und danach handeln."- Else vergaß ihr Versprechen nicht und erfuhr von dem Händler, daß des Bergsteiners Vorteile in der Ver­wendung des Pulvers" Bauernfreude" aus der Chemischen Fabrik Th. Lauser in Regensburg lägen. Bauer Lippl ließ nun sofort von diesem Bulver eine Sendung von 9 Pfund kommen, die nur 5,40 Mt. fostete und verlegte sich auf die Schweinezucht. Und in der Tat, hat er es nicht zu bereuen gehabt, eben so wenig aber auch sein Schwiegersohn, der heute seinen ganzen Bedarf bei ihm fauft. Alle Welt lobt das schmackhafte Fleisch aus dem Laden des Georg, sodaß der Kundenkreis immer größer wird und das alles, weil die Schweine zum Futter Bauernfreude" erhalten! Jeder Landwirt, der Schweinezucht betreibt, wird aus dieser wahrheitsgetreuen Erzählung die sehr richtige Folgerung zu ziehen wissen, daß er mit Bauernfreude" viel cascher vorankommt und durch dieselbe reichen Ge­winn erzielt.

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Verdienst bei Ver Suche für Sonntag Nachmittags trieb mit wirklich ein Kind nicht unter vierzehn fonkurrenzlosen Jahren zum Wagen ausfahren. Spezialitäten Auskunft gratis. Bernhard Pötters, Unter­Barmen.

Frau Zahnarzt Schwalm. Bahnhofstraße 63, I.