Ausgabe 
11.3.1903 Zweites Blatt
 
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Sechs Jahre Zuchthaus.

( Von unserem ständigen CB.- Mitarbeiter.)

Das Schwurgericht in München hat die Stiftsoberin Elisabeth von Heusler zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt, veil sie ein ihr mißliebig gewordenes Dienstmädchen surch Giftmord aus dem Leben räumen wollte. Sie nischte heimtückischer Weise dem Kaffee Salzsäure bei and hat dadurch das arme, bedauernswerte Geschöpf uf Lebenszeit geschädigt. Denn nach dem Zeugnis ärzt­icher Sachverständiger wird sich das Dienstmädchen Wag­ier niemals mehr erholen. Die boshafte Feindin aber jat ihre bürgerliche Ehre verloren um einer Laune wil­en; sie wurde zu einer Verbrecherin, weil es für ihren joshaften Charakter keine Grenze der Schlechtigkeit gab.

Nur diese eine Tatsache des versuchten Mordes müßte eden davon überzeugen, daß die altgewordenen und uf den Unterhalt in der Anstalt angewiesenen Stifts­samen vielleicht eine peinvollere Existenz führten, als ie der Verurteilten nach der erlangten Rechtskraft des Arteils bevorsteht. Aber zum Ueberfluß hat die Gerichts­serhandlung Zustände und Dinge enthüllt, die wirklich Die Seele mit Entseßen erfüllen müssen. Die in die Anstalt aufgenommenen Damen mußten die entehrendsten Meußerungen über ihren sittlichen Lebenswandel und ihre Beziehung zu ihrer Umgebung über sich ergehen lassen. Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme fand sich unter den Stiftsdamen ja auch wohl die eine oder andere mit einer pikanten Vergangenheit, die auch in ihrem Benehmen und ihren Aeußerungen die Spuren des be­wegten Lebens nicht verleugnete. Es ist so ziemlich das höchste an Frivolität, wenn eine unverheiratete Dame sich über den Verlust ihrer Frauenehre freut, weil dieser ein Zeugnis für ihre begehrenswerte Persönlichkeit sei. Aber derartige Personen hat ja Fräulein von Heusler nicht etwa sittlich überwachen und zu einem anderen Leben führen wollen. Die Bosheit ihres Gemüts ließ sie überall Schlechtigkeiten wittern und sie stellte alles, was in ihrer Umgebung war, auf eine Stufe und pei­nigte auch die Stiftsdamen sowohl wie die Angestellten mit den Launen ihres extravaganten Charakters. Der Franzbranntwein, mit dem sich die Damen den Kopf waschen wollten, wurde gesalzen, angeblich damit er nicht getrunken wurde, Hungerfuren selbst an Kranten gehörten nicht zu den Seltenheiten. Und das alles spielte sich vor der vollen Deffentlichkeit ab; das Per­sonal wußte von den Quälereien der Damen, die Da­men von den Verfolgungen gegen das Personal. Die Aerzte wandten sich beschwerdeführend an das Mini­sterium und dieses wieder fertigte die Beschwerden ohne Untersuchung der Sachlage ab. Erst das furchtbare Ver­brechen war notwendig, um die Zustände in dieser ir­bischen Hölle aufzudecken und die weiblichen Nachkom­men verarmter Adelsgeschlechter davon zu befreien, daß sich zu den seelischen Qualen größter sozialer Hilflosig­reit auch noch die physischen Leiden infolge der Ausge­burten eines verbrecherischen Hirns gesellten.

Hier enthüllt sich eine Gleichgiltigkeit gegen soziale Verhältnisse, die beunruhigend ist. Von Zeit zu Zeit werden aus Irren-, Kranken- und Erziehungshäusern Dinge bekannt, gegen die sich das menschliche Gefühl auflehnt. Die öffentlich bekannt gewordenen Zustände in einzelnen Anstalten haben gezeigt, daß keine Gegend von Mängeln frei ist. Den Vorstehern solcher Anstalten ist eine geradezu souveräne Macht an die Hand gege­ben, wenn nicht zugleich die Möglichkeit eines geordne ten Beschwerdewegs für die Insassen der Anstalten ge­schaffen wird. In den Gefängnissen herrschen oft an­genehmere Zustände als in den Anstalten mit sozialen Fürsorgezwecken, weil die Gefängnisverwaltung in der übergeordneten Justizbehörde eine ständige Kontrolle zur Seite hat. Aber in den anderen Anstalten wird alles in blindem Vertrauen den Leitern überlassen urd die Kontrolle nur mangelhaft ausgeübt. Es ist unbedingt notwendig, daß hier eine Besserung eintritt. Es sollte eine Zentralinstanz geschaffen werden, die ständig das Land bereist und unverhofft bald da, bald dort die Verhältnisse besichtigt und jeden Zug von Härte un­nachsichtig mit Entlassung bestraft. Die Aermsten der Armen noch zu wahren Duldern zu machen, das zeugt von einer Gemütsroheit und Grausamkeit, der gegen. über auch kein Erbarmen geübt werden darf.

Wenn die verbrecherische Stiftsoberin deninächst ihre Zuchthausstrafe antritt, dann wird gewiß die Oeffent lichkeit das Gefühl befriedigten Rechtsgefühles haben. Möge man aber auch aus dem entseßlichen Falle die entsprechenden Lehren ziehen.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Das Massensenunwesen. Böse Dinge werden in einem Prozeß zur Sprache kommen, der wahrscheinlich schon in der nächsten Zeit in Berlin verhandelt wird. Anzeigen in öffentlichen Blättern veranlaßten die Kri­minalpolizei, bei vielen Masseusen Haussuchungen abzu­halten. Dabei wurden Entdeckungen gemacht, die aus eine furchtbare Korruption der Sitten in gewissen Krei sen der Berliner Lebewelt schließen lassen. Um mit diesem Unwesen aufzuräumen, stellte die Staatsanwalt. schaft neun Masseusen, darunter eine Gräfin(!) unter Anklage. Hervorragende Rechtsanwälte werden die Ver. teidigung führen.

§ Die Berufungsverhandlung gegen den Matroser Kohler, der bekanntlich wegen Mordes, Diebstahls und Fahnenflucht zum Tode und zu sechs Jahren vier Mona­ten Zuchthaus unter dauernder Werkennung der bürger­lichen Ehrenrechte und Entfernung aus der Marine vom Priegsgericht zu Wilhelmshaven verurteilt worden war, hat ebendort vor dem Oberkriegsgericht der Nordsee Station begonnen. Die Verteidigung beantragte, gestützt auf die Gutachten von Militärärzten, Kohler zur Unter. tüßung seines Geisteszustandes an eine Jerenanstalt zu überweisen. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt.

Kleine Gerichts- Chronit. In Berlin begann ein Morbprozeß gegen den 24 Jahre alten Fabrikarbeiter Baul Lippke. Der Angeklagte ist beschuldigt, seine Frau, die von ihm getrennt lebte, durch einen Revolverschuß getötet haben.

Im Prozeß Exner zu Leipzig wurden den Geschwo renen die Schuldfragen vorgelegt. Sie lauten auf Be trug in wiederholten Fällen, Verschleierung und falsche Führung der Handelsberichte.

Vermischtes.

)[ Gortschatow und der ,, Reichshund Tyras.] Eine Bismarcanekdote, deren eigentlicher Helb der Lieblings­bund des Fürsten, die gewaltige Dogge Tyras ist, ver­öffentlicht B. v. Stremuchon in der Rußtaja Starina". Bald nach dem Schluß des Berliner Kongresses so er­zählte ihm der Reichskanzler fuhr der russische Ge­sandte Fürst Gortschatow bet uns vor, um sich zu ver­abschieden. Er war sehr müde. Während unserer Unter­haltung lag Thras ruhig in der Ecke, und Gortschatow hatte ihn anscheinend garnicht bemerkt. Als die Unter­haltung zu Ende ging, wollte Gortschakow aufstehen, fɔnn­te sich aber nicht erheben, so daß ich ihn mit beiden Händen umfaßte, um ihm zu helfen. In diesem Augenblicke sprang Thras, der wohl denken möchte, daß zwischen uns ein Kampf stattfinde, aus seinem Winkel auf uns zu. ,, Thras!" schrie ich drohend. Fürst Gortschakow, der nichts jah und nichts begriff, der auch nicht wußte, daß mein Hund Tyras hieß, fiel vor Schrecken über meinen Schrei rückwärts in den Sessel und hatte einen Ohnmachtsanfall. Meine Frau eilte nach einem Glase Wasser. Als er wieder zu sich tam, fragte er: Was haben Sie mir zugeschrien und was war das für ein seltsames Wort?" Wir lachten nicht wenig als sich alles aufgeklärt hatte.

[ Eine uralte Lampe.] Der Egyptologe Brugsch Bascha brachte bei seiner Rückkehr nach Deutschland auch eine aus den Ruinen eines Sonnentempels Oberegyptens stammende kleine Lampe mu deren Alter von ihm auf mindestens 2000 Jahre geschätzt wurde und welche, wie als sicher anzunehmen ist, priesterlichen Handlungen ge­dient hat. Diese Lampe hat der Altertumsforscher Brugsch einer Berliner Freimaurerloge zum Geschenk gemacht.

][ Graf Tolstoi im Hemd.] Vor ungefähr zwei Jahren tellte der russische Maler Rjepin ein( seither sehr bekannt ge­vordenes) Bildnis des Grafen Tolstoi aus, das großes Aufsehen erregte, weil Tolstoi barfuß dargestellt ist. Als der berühmte Schriftsteller von dem Bilde hörte, soll er an Riepin geschrieben haben: Schönsten Dank, Ilja Jefimowitsch, daß Sie mir wenigstens die Hosen gelassen haben!" Was wird nun so fragt die ,, Peterburgskaja Gaseta" Tolstoi zu einem Bilde sagen, auf den er nicht nur barfuß figuriert, sondern sogar ohne das notwendigste männliche Kleidungsstück dargestellt ist? Um es kurz zu sagen: es hat sich ein Maler gefunden, der auf seinem Bilde dem Grafen Tolstoi das ausge­zogen hatte, was ihm Rjepin noch gelassen hatte- die Hosen! Die Petersburger werden dieses Bild auf der soeben eröffneten Ausstellung der Petersburger Künstler zu sehen bekommen. Der Maler des Bildes N. J. Bunin hat den Einsiedler von Jaßnaja Poljana dargestellt, wie er in bloßem, kurzem Hemde am Fluß­ufer steht; damit er sich nicht langweile, gab ihm der Künstler einen Begleiter, den auch im Hemde dargestell ten Maler Rjepin! In einer dritten Gestalt ist sofort der Schriftsteller Maxim Gorki zu erkennen, der aber die Hosen noch nicht ausgezogen hat. Herr Bunin leug­net allerdings, daß er Portraits gemalt habe; die Aehn­lichkeit, falls eine solche überhaupt vorhanden, tönne nur eine zufällige sein, sagt er; aber wer Augen hat zu sehen, weiß sofort, daß die in so eigenartiger Situa­

tion dargestellten Bersonen nur Tolstoi, Riepin und

Borti sein können.

)[ Eine Maschinenveteranin.] Eine 136 Jahre alte

Maschine besigen die Birminghamer Metallwalzwerke Ch. Clifford and Son. Sie ist im Jahre 1767 gebaut und arbeitet nach den Erklärungen der Firma mit weit größe­rer Betriebssparsamkeit als viele ihrer neueren Kolle­ginnen. Es handelt sich um eine Balanziermaschine. Die Kolbenstange war bis noch vor einem Jahre aus Eichen­holz gefertigt und wurde erst neuerdings durch Eisen er­setzt. Mit Ausnahme der Einsegung eines neuen Zylinders im Jahre 1802 arbeitet die Maschine heute ebenso vor­züglich, wie bei ihrer Erbauung, seit welcher Zeit dle Welt vier Generationen hat erstehen sehen. Nach der jezi­gen Beschaffenheit der Veteranin dürfte ihr noch eine lange Lebensdauer bevorstehen.

:::[ Sofaßtrologie.] Merkwürdige Bräuche scheinen heute noch am Hofe von Siam zu herrschen. So mußte der Kronprinz genau 11 Minuten vor acht in Banglok landen, da dies die von den Hosastrologen als günstig bezeichnete Zeit war. Alle Bewegungen des Herrschers werden aus gleiche Weise von den Astrologen zeitlich bestimmt. Ein gebildeter Siamese bestritt einem Interviewer ge über, daß man diesen astrologischen Weisungen noch irgend welche Bedeutung beimesse. Es sei nur noch ein Bei­behalten alter Bräuche, was ihre Beachtung veranlassa.

[ der rachfüchtige Elefant.] Von der Rachsucht und dem erstaunlichen Erinnerungsvermögen eines Elefanten veiß ein englisches Blatt folgendes zu berichten: Ein aus den Stall des Königs von Siam in Bangkok verkaufter Elefant wurde einem Wärter übergeben, der früher im Dienste des Königs gestanden hatte. Als das Tier des Mannes ansichtig wurde, umschlang es ihn mit dem Rüssel, schleuderte ihn zu Boden und zerstampste ihn mit den Füßen zu Brei. Wie es sich herausstellte, hatte der Unglückliche vor 15 Jahren durch einen Steinwurf bas rechte Auge des Elefanten zerstört, der nun seine Kache nahm.

)([ Die Heimsuchungen einer Präsidentin.] Fran Roosevelt wurde lezthin frank infolge der ununterbro­henen Strapazen, die das gesellige Leben in Washing­ton ihr seit November auferlegt hat. Folgende Liste zeigt, welche Last des Vergnügens" seit jener Zeit auf ihr zeruht hat: Hausgäste empfangen 200; Mittagsgesell chaften gegeben 36; Durchschnittszahl der Gäste bei jeber Mittagsgesellschaft 20; Frühstücksgäste 50; Gäste zum zweiten Frühstück 275; Staatsdiners 3; Durch­chnittszahl der Gäste bei den Staatsdiners 90; besuchte Rabinettsbiners 8; musikalische Unterhaltungen gegeben 6; Durchschnittszahl der Gäste dabei 300; Gesamtzahl der Gäste bei den musikalischen Unterhaltungen 1800; Staatsempfänge 5; von ihr begrüßte Gäste beim Neu­jahrsempfang 8000; Gäfte bei vier anderen Staats­empfängen 7200; Nachmittagsempfänge, die Mrs. Roose belt gegeben hat, 5; Durchschnittszahl der Gäste bei jedem Nachmittagsempfang 1200; Gesamtzahl der Gäste bei den Rachmittagsempfängen 6000; Gäste, die ins Blaue Zimmer" eingeladen und nach den Staatsempfängen bewirtet wurden, 1500! Das genügt!

Wechsel. ,, Wie steht es denn mit dem hier vo einem Jahre gegründeten Verein der Alkoholgegner?" O, glänzend, er beißt übrigens jest Verein der Alkohol

Aus Heffen und Nachbargebieten.

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Nationales Schwimmen und Springen. Am lezten Sonntag fand im Städt. Schwimmbade zu Frankfurt a. M. ein großes nationales Wettschwimmen und Springen statt, was einen äußerst interessanten und spannenden Ber lauf nahm. Es starteten 15 Vereine, die aus Nah und Fern herbeigekommen waren. Inter anderen war der Schwimmclub Otter" Berlin mit 7 Herren vertreten, die jedoch infolge der langen Fahrt sie famen erst Sonntag früh 6 Uhr hier an nicht richtig ins Zeug gehen fonnten. Das Programm hatte zwar eine stattliche Länge, wirkte jedoch nicht übermüdend, da für stete Abwechselung gesorgt war. Mit viel Beifall aufgenommen wurde auch das humoristische Kleiderschwimmen, das in Hut, Rod, langer Hose, Schuhen und Handschuhen aufgeführt wurde. Nach der ersten Bahnlängen mußte Rock und Hose ausgezogen und nach der dritten Bahnlänge auch wieder angezogen werden, welch lepteres infolge der unvermeidlichen Nässe schwierig von ftatten ging. Die Preise konnten in folgender Weise verteilt werden:

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Eröffnungs- Stafettenschwimmen: 1. Frant furter Schwimm- Klub bei 2 Bahnlängen( à 24 Mtc.) 1 Min. 44 Set. Kopfweitsprung aus dem Stand Bassinsrand: Schwimmer- Bund Schwalen" Stuttgart 16,25 Mtr. Schnellschwimmen:( jede Schwimmart gestattet): 1. Frankfurter Schwimm- Klub 2 Bahnlängen 34% Set. Er ft schwimmen 4 Bahnlängen: Schwimm Klub Poseidon" Karlsruhe 1 Min. 26 Set. Haupt. schwimmen 8 Bahnlängen: Schwimm- Klub Neptun" Frankfurt allein durch die Bahn 2 Min. 55 Sek.( beste vorjährige Beit 3 Min. 5 Set.) Schwimmen für Verbandsmitglieder an deren Wohnort sich fein Winterschwimmbad befindet, 4 Bahnlängen: Höchfter Schwimmclub 1 Min. 25% Set. Hauptspringen, 4 Pflicht und 4 Rürsprünge( festere mit Schwierigkeite graden): Schwimmer- Bund Schwaben" Stuttgart. 8ög. lingsschwimmen für Böglinge unter 15 Jahren, 4 Bahne längen: 1. Frankfurter Schwimm- Klub 1 Min. 27 Set. Vereins Stafettenschwimmen: 1. Frankfurter Schwimm- Klub 2 Min. 20% Set. Mehrfampf: a) Streckentauchen, b) Springen, c) Schwimmen aus den 3 Abteilungen: 1. Schwimmer- Bund Schwaben" Stuttgart. Ermunterungsschwimmen, 6 Bahnlängen: Offen­bacher Schwimm- Klub 2 Min. 9 Set. Junioren schwimmen, 4 Bahnlängen, offen für Herrenschwimmer, die bis zum Tage des Wettschwimmens noch feinen 1. Preis errungen): 1. Frankfurter Schwimm- Klub. Kleider. schwimmen, 4 Bahnlängen: 1. Frankfurter Schwimm­Klub 2 Min. 25 Set. Wasserballspiel: 1. Frank furter Schwimm- Klub, Berliner Schwimm- Klub Otter". Sieger blieb der 1. Frankfurter Schwimm- Klub 5: 3 Goals.

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** Das deutsche Bundesschießen in Hannover. schreibt uns aus Hannover: Alle drei Jahre wird das große deutsche Bundesschießen abgehalten und auf das 13., das 1899 in Dresden stattfand, folgt in diesem Jahre das 14. deutsche Bundesschießen in Hannover. Hannover ist die Schüßenstadt par excellence und das Schütenfest, welches die Stadt Hannover regelmäßig jedes Jahr veranstaltet, nimmt die erste Stelle unter den wenigen im großen Stile angelegten Festen ein, die in Deutschland jezt noch veran staltet werden. Hannover hat große Anstrengungen gemacht, um die Tausende von Gästen, die in diesem Sommer hier zufammenströmen werden, festlich und gaftfreundlich aufzus nehmen. Besondere Ausschüsse, denen die angesehensten Bürger der Stadt und die Spißen der Behörden angehören, haben dafür gesorgt, daß jeder Gast Unterkunft findet und eine außerordentlich rührige technische Kommission hat die bereits vorhandenen und alljährlich benutten Schießstände in einer Weise ausgebaut, welche das fommende Bundesschießen vorbildlich für die nächsten machen wird Protektor des Bundesschießen ist der Kronprinz des Deutschen Reiches. Neben ihm werden voraussichtlich eine ganze Reihe deutscher Bundesfürsten der Einladung Hannovers Folge leisten.. Sehr lebhaft wird die Beteiligung im Auslande lebender, deutscher Schüßen sich gestalten und die Zahl der aus Nord- und Südamerika einlaufenden Anmeldungen übersteigt in diefem Jahre die des legten Bundesschießens.

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Mitteilungen aus St. Lonis. Ohne Schorn­steine werden die Kesselhäuser der Weltausstellung zu St. Louis sein. Die Rauchgase werden durch Gebläsemaschinen abgezogen werden, wie dies mit Erfolg schon in anderen großen amerikanischen Städten geschehen ist. Für die Aus­stellung ergibt sich dadurch der Vorteil, daß die Gebäude, Besucher und Ausstellungsgegenstände durch den Rauch aus den Kesselhäusern nicht leiden. Außerdem bieten die hohen Fabrikschornsteine, die man den Asselhäusern sonst beigab, ein feineswegs angenehmes, architektonisches Bild. Hauptkesselhaus, das unmittelbar neben dem Maschinenge­bäude liegt, wird vier Hauptgruppen umfassen, von denen jeve besondere Kesselart enthält. Es dürfte weitere Kreise interessier.n, daß deutsche Kessel schon jetzt in diesen Riffel­häusern in Gebrauch genommen werden, um vorläufig Dampf für die Beleuchtungsanlagen zu geben. Es wird ein Stein­müllerkessel, ein Schulzkessel deutschen Ursprungs von der Germaniawerft in Kiel aufgestellt; außerdem haben die Düfteldorf Ratt nger Röhrenfefselwerte einen Deurr- Marine­tessel für die Anlage geliefert, der am 22. November mit dem Dampfer Moltte abgegangen und in St. Louis am 12. Dezember angekommen ist. Derselbe erzeugt 800 Bferbe­stärken und wird in allernächster Zeit bereits in Betrieb genommen.

FÜR UNSERE

JUGEND

die fleißigen Mäbchenbände syne

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tenaufwand Mama zur lleberraschung darbieten fön­nen. a legt der unteren Handschuhhälfte den aus startonpapier nach einem Zwider hergeſtellten Schnitt auf und schneidet, indem man ringsum

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