ben ftrchlichen Traditionen, die das vorauslegungslose Blauben alles von der Kiraye Gelehrten verlangten. Die lonfessionellen Schulen verschlechtern die herrschenden zustände nur noch, denn sie erziehen zur Unduldsamkeit. Das einzige Richtige set die paritätische Schule, die auf der Achtung vor Andersgläubigen beruhe.
Die Erörterung geht über zu dem Kapitel Evangelischer Oberkirchenrat", der ohne Erörterung genehmigt vird. Bei dem Kapitel Evangelische Konsistorien" versichert auf eine Anfrage des Abg. Sattler der Kultusminister, daß er nicht daran denke, die Selbständigkeit der hannoverschen Landeskirche anzutaften. Auf Anregung des Abg. Lotichius( natl.) erklärt der Kultusminister, daß die Erhöhung der Funktionszulage der Superintendenten infolge der gegenwärtigen Finanzlage erheblichen Echwierigkeiten begegne; es handle sich um 400 000. Der fonservative bg. Scha II bebauert, daß den jungen Theologen das Studium erschwert werde durch den Konflift, der hervorgerufen wird durch die Einführung in eine mehr oder minder negative oder wenigstens liberale Theologie gegenüber den Anforderungen, die die Kirche an jene mit Recht stellen muß, die als Diener des geistlichen Amts fungieren sollen. Redner wünscht, daß die Staatsregierung die Ronsequenzen aus seinen Ausführungen zieht und sich fragt, ob die evangelischen jungen Theologen auch die genügende Anzahl positiver Brofessoren ber Theologie auf den Lehrstühlen finden. Ministerialdirektor Dr. Althoff äußert sich über die Besetzung der theologischen Fakultäten, die jetzt weniger liberal beseßt seien, als in ben 80er Jahren. Und so hat es benn auch eine feine evangelische Kulturfampf- Debatte" gegeben. Das Kapitel wird genehmigt. Damit dürfte bie ,, firchenpolitische Session" erledigt sein.
Nab und fern.
tt zum Besuch Kaiser Wilhelms in Neapel foll dort ein großes historisches Turnier veranstaltet werden. Es soll eine getreue Wiederholung des Turniers sein, das am 6. Januar 1532 in dieser Stadt gegeben wurde, als Karl V. von der Eroberung von Tunis zurück. tehrte; der vornehmste Adel jener Zeit nahm daran teil. Das Organisationskomitee hat die Absicht, in diesem Feste die Nachkommen der großen Herren, die im 16. Jahrhundert dabei waren, auftreten zu lassen. 440valiere, die unter den Offizieren der Armee und den Mitgliedern der Aristokratie gewählt sind, sollen daran teilnehmen.
Hessischer Landtag.
Darmstadt, 10. März.
Erster Präsident Haas eröffnet die Sigung um 10 Uhr 20 Minuten. Auf der Tagesordnung steht die Fortseßung der Spezialberatung des Staatsvoranschlags für 1903/04 bei der 10. Hauptabteilung, Ministerium der Finanzen. Ohne Dibatte werden genehmigt Kapitel 98, Ministerium, 99, Hausverwaltung, 100, Hauptstaatskasse, 101, Forstverwaltung im allgemeinen Kapitel 102, Rataster, wird auf Antrag des Abg. Molthan abgesetzt, bis über die neue Drganisation der Kreisgeometer entschieden ist. Weiter werden bewilligt Rapitel 103, Bauwesen, 104, Brücken und Ueberfahrten, 105, Meteorologische Beobachtungen, 106, Internationale Gradmessung, 107, Betriebskrankenkasse, 109, Münzwesen, 110, Staatsrenten, 111, Sterbquartale 112, allgemeiner Fonds für Vertretungs- und Aushilfekosten, 113, Borto, Telegraphen- und Telegrammgebühren.
** Die Einrichtung von Schuhmannsschulen steh in fürzester Zeit in Berlin und Hannover bevor. Di Schulen werden nach dem Muster der bereits bestehender Gendarmerieschulen eingerichtet sein. Junge Unteroffiziere werden zur Ausbildung hierher geschickt. Es soller bann in der preußischen Monarchie nur Schüler derartige Schulen angestellt werden.
Beiter werden genehmigt die XI. Hauptabteilung, Ausleihungen und Staatsschuld, die XII. Hauptabteilung, Benfionen, die XIII. Hauptabteilung, Verhältnis zum Reich. Hier bei bringt Abg. Schönberger die Art der KontingentierungsBerteilung bei Brennereien zur Sprache. Dem vom Ausschuß beschlossenen Ersuchen an die Großh. Regierung, im Bundesrat für größte Sparsamkeit einzutreten, wird einstimmig zugestimmt. Auch die XIV. Hauptabteilung, Indisponible und reservierte Fonds, wird genehmigt.
( en grauenhafter Mord an einer Lehrerin wurbe von einem siebzehnjährigen Zögling der Erziehungsanstalt Leschniẞ in Oberschlesien verübt. Der jugendliche Verbrecher namens Scholz tötete die bereits zehn Jahre an der Anstalt amtierende Lehrerin Marie Bartsch, inbem er ihr mit einem Messer den hals durchschnitt. Der Verbrecher setzte darauf das Zimmer, welches die Lehrerin bewohnte, in Brand, und beteiligte sich dann mit ostentativem Eifer an den Löscharbeiten. Seine blutbefleckten Sachen wurden jedoch zum Berräter und er gestand auch sein Verbrechen ein.
HESSEN", auf der Kehrseite, in einem Kranze aus Lorbeer und Eichenlaub, die Inschrift:„ DEM VERDIENSTE.
Der Lehrer Turnverein für das Großherzogtum Hessen hält am 21. März in Mainz seine zweite ordentliche Hauptversammlung ab.
MAGGI'S E
gann, obgleich davon vorher nichts bekannt geworden war, ** Viehmarktbericht. Der gestrige Viehmarkt bewurde. Aufgetrieben waren etwas mehr als 1100 Stüd um 7 Uhr, was von den Interessenten dankbar empfunden Rindvieh. Der Kälbermarkt bestand aus 200 Stück. Getommen war überaus zahlreich die bewährte alte Kundschaft unserer Märkte vom Rhein und Main, welche auch überaus sehr bald flott im Gange war und sich auch schnell ab. starte Kaufluft zeigten, so daß der Handel in allen Gattungen Schwarzbunte Ware war schon stark beim Vormarkt gegangen, wickelte. Die Preise für Milchware blieb in alter Höhe. so daß darin nur einige weniger gute Tiere auf den Markt gelangten. Der Handel in fetten Rindern, welche außer für start begehrt waren, brachte ein stärkeres Anziehen der unsern lokalen Bedarf, auch für Frankfurt und Wiesbaden Preise gegen die des lesten Warftes fertig. Ebenso verhielt nügte nicht der Nachfrage. Anfänglich schien es zwar, als es sich mit dem Kälberhandel. Der nur fleine Auftrieb gewenn der Kälbermarkt flau werden würde. Als aber die Gießener Megger eingriffen und Nehmer für bessere und beste Ware wurden, da bequemten sich auch die auswärtigen bei den legten Märkten anzulegen. Abmeltfühe waren diesKäufer zuzugreifen und die geforderten höheren Preise als mal nicht am Markt. Einige Paare schwere und schöne
Gangochsen, die aufgefahren waren, fanden willig Nehmer Gehandelt wurden Rühe, frischmeltend und tragend 1. Sorte und gingen zu hohen Preisen für oberhessische Güter ab. 400-450 mt., einzelne ganz schwere Tiere bis 500 Mt., 2. Sorte 325-375 Mt., 3. Sorte 260-300 Mt. pro Kälber 1. Sorte 62-66 Mt., 2. Sorte 56-59 Mt., 3. Stück, fette Rinder 64-66 Mt. per Ctr. Schlachtgewicht, Sorte 52-54 Mt. pro Ctr. Schlachtgewicht. wurde gänzlich geräumt.
Es folgt die Beratung des Vermögensbudgets. Genehmigt wird Kapitel 118, Reste aus früheren Jahren. Bei Kapitel 119, Kammeral- und Forstdomänen, wird gemäß dem Ausschußantrag abgelehnt die Herstellung eines Verbindungsganges im Großh. Residenzschloß, bewilligt die Herrichtung eines Badezimmers mit Kloset, ferner für die Errichtung einer Oberförsterwohnung in Grebenau( 14 000 Mt. als erste Rate statt der beantragten 34 000 Mt.), 11 200 Mt. für eine Forstwartwohnung bei der Emmelinenhütte, 7000 Mt. für eine solche bei Gorrheim, 22 500 Mt. für die fatholische Stiftsfirche zu Wimpfen. Bei Kapitel 120 wird eine Forderung für eine Forstwartwohnung bei Offenbach abgelehnt, Kapitel 120 a, Braunkohlenbergwerk Ludwigshoffnung, wird genehmigt, ebenso 121, Saline und Badeanstalt Bad Nauheim In Kapitel 122, Staatseisenbahnen, wird bewilligt 1000 000 Mt. für Erbauung einer Hauptwerkstätte zu Darmstadt. Ueber die Anforderung für den Umbau des Hauptbahnhofes in Darmstadt wird die Beschlußfassung einstweilen abgesetzt. Bewilligt werden ferner 400 000 Mt. für den Umbau des Bahnhofes Waldhof, 67 200 Mt. für Geländeerwerbskosten zur Erweiterung des Bahnhofs Hungen 600 000 Mt. für Vermehrung der Betriebsmittel, 500 000 Mt. für Herstellung und Verbesserung von Weichen- und Signalstellwerfen uso, 50 000 Mt. für Herstellung neuer eiferner Ueberbauten für die Straßenbrücke bei Bingen, 1 000 000 Mt. für die Erweiterung des Bahnhofs Mainz, 365 000 Mt. für die Herstellung einer Verbindungsbahn zwischen der Strecke Lampertheim- Mannheim und dem neuen Rangierbahnhof Mannheim. Rapitel 123 wird nach dem Ausschußantrag genehmigt. Der Ankauf des Staatsminis sterialgebäudes in Darmstadt, des Schlosses in Babenhausen und des neuen Schlosses in Gießen wird abgelehnt. Kapitel 124, Zentralbauwesen, wird nach den Ausschußanträgen erledigt, die Forderung von 9300 Mt für eine Kreisamtsdiener- und Gendarmen- Wohnung in Dieburg wird an den Ausschuß zurückverwiesen. U. a. werden die Anforder: ungen für die Universitätsbauten debattelos be: willigt. Bei der Forderung, betr. Erweiterung des Hauptgebäudes der Technischen Hochschule, spricht Abg. Wolf für Ablehnung, Ministerialrat Weber und Staatsminister Rothe sprechen für Bewilligung. Die Forderung wird darauf mit Majorität abgelehnt.
)=( Eine furchtbare Eisenbahntatastrophe wird aus Amerika gemeldet. In der Nähe von Olean( Staat Newyork) trennte sich eine Anzahl Wagen eines hauptsächlich aus Petroleumwagen bestehenden Eisenbahnzuges von dem vorderen Teil des Zuges und lief auf diesen auf. Bei dem Zusammenstoß geriet der Zug in Brand. Eine dichte Menschenmenge umſtand die Unfallstelle, als mehrere Explosionen erfolgten. Die Flanimen ergriffen die umstehenden, von denen eine große Anzahl verbrannte. Die Zahl der Umgekommenen ist noch unbekannt, da die Leichen vieler Getöteter vollständig verbrannt sind. Es wird berichtet, daß 22 Personen tot aus den Trümmern hervorgezogen seien. Auch die itaHienische Bahnverwaltung hat einen schweren Unfall zu beklagen. Auf der Strecke Rom- Neapel entgleiste ein Güterzug. Mehrere Wagen wurden zertrümmert. Von dem Zugpersonal wurden drei Mann getötet, zwei verlegt.
+ Eine Ueberschwemmung des Mississippi- Tales steht in Aussicht. Das ganze Tal von Kairo( Kentuch) bis hinunter zum Golf von Merito ist bedroht. Ausgedehnte Strecken der niedrig gelegenen User sind bereits überschwemmt. In Memphis strömen Scharen von Flüchtlin gen zusammen, die dort Obdach und Hilfe suchen. Die Behörden erließen an die Bevölkerung im ganzen MississippiGebiet Warnungen, der drohenden G.fahr gegenüber Vo sichtsmaßregeln zu treffen. Bei Louisville ertranfen zwi Neger in dem hochgehenden Strom.
Bunte Chronik. Die unterirdischen Bewegungen ir Böhmen dauern noch immer an. In Asch wurden an einen Rachmittag nicht weniger als fünf Erdstöße verspürt. Aud in Graslih waren mehrere leichte Erdstöße zu verzeichnen Aus Neapel meldet man, daß der Vesuv wieder in Tätig feit ist und Asche und glühende Massen auswirft.
- Der Dresdener Ministerrat hat beschlossen, das Ureil im Ehescheidungsprozeß des Kronprinzen nicht zu veröffentlichen, da die Prinzessin Luise offiziell Bro. test dagegen eingelegt hat. Der Dresdener Hofzahnarzt O'Brian ist mit Frau und Sohn auf dem Postdampfer Pretoria" nach Newyork abgereist.
- Die Hauptverwaltung der preußischen Staatsschul ben macht darauf aufmerksam, daß fortgesetzt an ver schiedenen Orten falsche Zinsscheine von Staatsschuld. verschreibungen zum Vorschein kommen. Wegen gericht. licher Verfolgung der Verfertiger dieser Scheine ist das Erforderliche veranlaßt worden. Es wird indes daraus aufmerksam gemacht, daß für falsche Zinsscheine in feinem Falle Erjazz gewährt wird.
Ein fahnenflüchtiger Gefreiter aus Baußen, der per Bahn nach seiner Garnison zurücktransportiert werden sollte, sprang furz vor Baußen aus dem in voller Fahrt befindlichen Zuge. Der schwerverlette Flüchtling wurde barauf nach dem Bauzener Garnisonlazarett gebracht.
Nach einem einer Bremer Firma aus Matzatlan zugegangenen Telegramm tamen dort in den beiden letz ten Wochen je sechs Todesfälle an Pest vor.
Hierauf vertagt sich das Haus auf Mittwoch 9 Uhr.
Lokales.
Der Markt
Aus Hessen und nachbargebieten.
Lollar. Herr Bürgermeister Nies beharrt auf seinem Entschluß; das Amt nimmt er auf keinen Fall an; dagegen führt er die Geschäfte des Ortsgerichtsvorstehers nach wie vor weiter. Mit der provisorischen Verwal beauftragt. tung der Bürgermeisterei ist Herr Kaufmann Zimmermann
= Ehringshausen. In der Nähe des hiesigen Bürgermeisterei Gebäudes hat man, so schreibt der W. Anz.", b: i geringer Tiefe Eisenstein gefunden. Glück auf! einer in vergangener Woche vorgenommenen Schürfung in
** In den Ruhestand wurde versetzt mit Wirkung vom 1. April an der Bauinspektor des Hochbauamts Friedberg, Baurat Friedrich Groß, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste. Er erhielt zugleich die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipp des Großmütigen.
= Wetzlar. Herr Fabrikant Ernst Leis hierselbst hat der von ihm begründeten und bereits reich dotirten Invaliden-, Witwen- und Waisenkasse seiner Firma eine weitere Zuwendung von 10 000 Mt. gemacht.
"
innigen
-r. Marburg, 10. März. Unter ungeheurem Andrang fand heute Nachmittag vor hiesiger Straffammer die Verhandlung über den Studentenkrawall in der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember v. J. statt. In der betreffenden Nacht war ein Student wegen Verübung ruheftörenden Lärms auf die im Rathaus befindliche Polizeiwache gebracht worden, was zur Folge hatte, daß sich vor dem Rathaus eine größere Menge Studenten ansammelte, die den Versuch machten, die Eingangsthüre mit Pflaster- und Backsteinen zu vermauern. Die Schußleute holten nacheinander mehrere dieser Studenten hinauf in die Wachtstube, wobei noch eine Anzahl weiterer Studenten mit eindrang. Die Beamten wurden mit Ausdrücken wie„ Lausjungen" belegt und einem von ihnen wollte ein Student in die Fresse" schlagen. Dieser Schuhmann erhielt auch wirklich einen Schlag ins Gesicht. Einer der eingedrungenen Studenten hatte die Wachtstube als Pssoir beSchußleute in der Rathausthüre, als diese von den Studenten nugt. Nachgewiesen wurde freilich, daß auch einer der verbarikadirt wurde, zu Letzteren gesagt hatte:„ Studenten wollt ihr sein? Lausbuben seid ihr!" Die Studenten behaupteten, sie seien von den Polizeibeamten in brutaler Weise behandelt worden. Einem von ihnen sei beim Transport die Kette angelegt worden. Dies wurde damit begründet, daß sie anders den Studenten nicht hätten transportieren tönnen. Das Urteil lautete gegen 5 Angeklagte wegen ruhestörenden Lärms auf je 5 Mart, gegen die andern wegen Beleidigung, groben Unfug nnd Widerstand auf je 90, 45, 30 und 30 Mt. Geldstrafe. Aus den Gründen ist bemerkenswert, daß der Gerichtshof der Ansicht ist, daß der Schußmann mit seiner Aeußerung, die Studenten seien„ Lausbuben", wissentlich nicht die unwahrheit gesagt habe.
Zur Reichstagswahlbewegung.] Für den Wahlkreis Für den Wahlkreis Mainz- Oppenheim stellten die Sozialdemokraten den Abg. Dr. David- Mainz auf. Das Centrum will an Stelle des zurückgetretenen bisherigen Abg. Dr. Schmitt- Mainz den Herrn Racé- Mainz, welcher früher schon einmal in dentselben Wahlkreise kandidierte, aufstellen. Altenkirchen ( Westerwald). Der Bund der Landwirte und die Vertrauensmänner der deutsch- sozialen Reformpartei hielten am Sonntag Bersammlung ab, um eine Einigung in der Kandidatenfrage herbeizuführen. Herr Pfarrer Heckenroth meinte daß eine Einigung sich erzielen ließe, wenn die Antisemiten ihre Kandidatur zurückziehen würden, was aber von den Antisemiten u. A. von den Reichstagskandidaten Dr. Giese und Redakteur Reuther entschieden zurückgewiesen wurde. Hierauf stellte der Bund der Landwirte den Pfarrer Heckenroth- Altenkirchen als konservativen Reichstagskandidaten für den Wahlkreis Weßlar- Altenkirchen auf; sein Gegner ist Dr. Giese. Weylar. Landwirt Friedr. Wilh. Keiner in Werdorf hat die Reichstagskandidatur der deutsch- konservativen Partei wegen seiner Berufsthätigkeit und seiner sonstigen Pflichten abgelehnt.
** Eine neue Parteigruppe hat sich, wie erzählt wird, in der Zweiten Kammer gebildet. Die wirtschaftliche Vereinigung, von der früher schon viel die Rede war, soll zu stande gekommen sein. Ungefähr 20 Mitglieder des Landtags sollen ihr angehören, und zwar fämtliche Bauernbündler, 7 in den ländlichen Kreisen gewählte Nationalliberale und 5 bisher Parteilose. Die Vereinigung soll die Vertretung der Interessen der Bauernschaft und des Mittelstandes bezwecken und sich im wesentlichen dem Programm des Bundes der Landwirte anschließen.
** Die Verdienstmedaille wird nach neuer Verfügung entweder in Gold, oder in Silber verliehen, und wird solche im ersteren Falle um den Hals, im festeren Falle auf der linken Brust, an einem fünfmal ponceaurot und viermal weißgestreiften Bande getragen. Die Medaille trägt auf der Vorderseite das Brustbild unseres Großherzogs mit der Umschrift ERNST LUDWIG, GROSSHERZOG VON
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de Nummern,
1240 10 [ 400] 82 3000 74( 400) 239 6 782 98 805 914 82 90 605 38 8 120 5 4096[ 09:00] 710]
Nassau zählt jezt 122 Lokalvereine und gewerbliche FortAus Nassau, 10. März. Der Gewerbeverein für bildungsschulen. Die Mitgliederzahl ist auf 10 000 gestiegen. In der letzten Zeit wurden 7 Lokalvereine neugegründet und zwar in Eddersheim, Erbenheim, Eschbach, Höchftenbach, Generalversammlung des Gewerbevereins findet 8 Tage nach Vockenhausen, Wehrheim und Weltrod. Die diesjährige Pfingsten in Cronberg statt. Der Hauptvortrag wird die Bedeutung der Kleinmotoren für das Handwerk behandeln
Marktbericht.
5051[ 20
08 724 79 903 SS 830 69 95 91 90 400 8002 12 43 61 824 40 608 68 74 707 82 10006 914 83 71 748 817 3000 355 200
Grünberg. Auf dem letzten hiesigen Fruchtmarkte wurden verkauft: Weizen 15.20-15.80 Dif, Rorn 13.00 bis 00.00 Mt., Gerste 13.50-00.00 Mt., Hafer 00.00 bis 00 00 Mt., Erbsen 18.50-00.00 t., Linsen 00.00 mt, Samen 00.00 Mt., Kartoffeln 0.00-0.00 mt.
64[ 400] 76 96
70 318 68 581 6 21( 3000] 27 8
402[ 400] 32 14
14016 32 64 72
753 400) 90 8 15071 12 918 37 16022 60 81 709 72 13
2000] 85 328 18011 12 24 33 50[ 1000] 962 S 56 91 422 69 72 20025 139 806 19 23 55 949 710 58 861 2201 60 681 38 62 778 400 286 344 74 24010 37 295 30
8 23 70( 3000) 25037 10 74 620 702 66 8 507 632 84 709 656 708 44 45 4
74 77 318 91[ 1 29005 25 31 71 ( 400) 619 725 69 33 944 31015( 4 87 1400 82 636 143 55 62 82 98
30028 52
15 42 43 53 85
1000 48 86 94 49 95 802 31 41
35018 35
57 552 601( 400 66 98 547 60814
37065 79 103 98 645 720 62
807 731 82 55 170 89 211 19 3
989 78 82 813( 400] 39 64
40060 68
10[ 1000) 12 66
333 49 57 425 49
400 38 76 84 10
B3 533 90[ 3000] 85( 400) 85( 400) B27 46 75 43117 400 52( 8000) 65 601
5000 56 67 455
63 218( 2000) 41


