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bom Schwurgericht nach 12stiindiger Berhandlung freige­sprochen worden. Planer, der verheiratet und Vater von vier Kindern ist, hatte im vergangenen Jahre in einem Prozes gegen den Handelsmann Bönhardt wegen Erpressung unter seinem Eide bestritten, mit dessen Ehefrau in intimein Ver­kehr gestanden zu haben. V. wurde daraufhin zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, brachte aber in der Folgezeit soviel Belastungsmaterial gegen den Arzt bei, daß gegen diesen ein Verfahren wegen Meineids eingeleitet wurde.

§ Dienstmädchenstreif. Eine seltene Ursache führte zwei Dienstmädchen in der Halleschen Gegend auf die Anklagebank. Beide waren bei einem Gutsbesizer in Großgrimina be­dienstet und hatten sich, als sie eines Tages in der bisherige. Weise früh vor 5 Uhr geweckt wurden, nicht zum Verlassen des Bettes bequemen wollen. Der Dienstherr hatte sie mindestens zehnmal zum Dienst gerufen, sie antworteten wohl, standen aber nicht auf. Auch der sonst so wirksame falte Wasserstrahl, der die Mädchen durch das Fenſter er­reichte, blieb wirkungslos und vermochte die Mädchen nicht zum Verlassen ihres warmen Lagers zu bewegen. Erst das Einschreiten der hohen Obrigkeit, die in der Person des Gemeindevorstehers auf dem Schauplaße erschien, konnte diesen Streik der beiden Mädchen beenden und diese zur Arbeit antreiben, und das war früh nach 9 Uhr. Auf Grund des Gesetzes vom 24. April 1854 verurteilte das Schöffen­gericht beide und zwar die vermutliche Anstisterin des Un­gehorsams mit 15 Mk. Geldstrafe oder drei Tagen Haft, die andere mit 7,50 Mt. Geldstrafe oder zwei Tagen Haft.

§ Eine geständige Meineidige freigesprochen. In Berlin ereignete sich der in der Rechtspflege wohl einzig dastehende Fall, daß eine des wissentlichen Meineids geständige Ange­flagte vom Schwurgericht freigesprochen wurde. Es war die 23jährige Amme Hardt, die in dem Ehescheidungsprozes ihres früheren Brotherrn, des Zigarrenhändlers Ochotki, unter ihrem Eide bestritten hatte, mit jenem intimen Verkehr gehabt zu haben. Jetzt legte die Angeklagte unter Tränen ein Geständnis ab. Ochotki habe sie zunächst verführt und sich dann als der gefährlichste und gemeinste Zuhälter ent puppt. Mit Stockhieben habe er sie traftiert, um sie zu einem schlechten Lebenswandel anzuhalten. Ihr Peiniger habe sic böllig in seiner Gewalt gehabt und sie zu seinem willenlosen Werkzeug gemacht. Als sie zum Termine in der Eheschei dungsfache gegangen sei, habe Ochozki ihr die schwersten Mizz­bandlungen angedroht, wenn sie die Wahrheit sage. Unter diesem Eindrucke stehend, habe sie sich zum Meineid verleiten laffen. Die Geschworenen verneinten daraufhin die Schuld­frage.

Der Rhodes der Sahara.

Der Kaiser der Sahara" entwickelt sich immer mehr aus der komischen Operettenfigur, als die er anfangs ausgegeben wurde, zu einer durchaus ernst zu nehmenden Persönlichkeit. Wenigstens, wenn man den Nachrichten trauen darf, die aus feinem Hauptquartier", aus Las Palmas kommen. Allen Ernstes wird behauptet, daß Jaques Lebaudy mit dem Plan, in der Nähe vom Kap Juby eine Stadt zu gründen und das umliegende Land zu kolonisieren, einen guten Griff getan hat. Das Land soll alle erdenkliche Vorteile bieten und man sieht schon jetzt prophetischen Geistes in Lebaudy einen zweiten Cecil Rhodes. Ueber das von ihm zu seinen Kolonisations. zwecken ausersehene Land und seine Pläne werden jetzt fol­gende Einzelheiten berichtet:

Die Gegend ist ganz flach und uninteressant, aber im Often des ausgewählten Stadtbezirkes liegen reiche Dasen. Die Häuser der Stadt brauchen nur zusammengesezt zu werden; sie sind transportierbar. Der Stadtplan selbst ist aus dem Papier fertig und enthält sogar die Straßennamen. Lebaudys Plan war zuerst der, von Timbuktu nördlich nach dem Mittelmeer zu eine Eisenbahn zu bauen und dadurch eine reiche Gegend für den Verkehr zu öffnen. Da die fran zösische Regierung nichts von diesem Plane wissen wollte, will Rebaudy sich dadurch rächen, daß er den Handel von Tim buktu nach Troja ablenkt. Die Flotte des neuen ,, Reiches" besteht augenblicklich aus dem Segelschooner Frasquita" und einem kleinen, höchst verwahrlosten Dampfer ,, Dahlia". Der lettere erhält jezt aber seine Mannschaft, die ihn in Ord­mung bringen soll. Außerdem steht Mr. Lebaudy mit eng­lischen und belgischen Firmen wegen des Baues zweier Dampfer von 500 Tons in Verbindung, die zwischen Las Palmas und Troja einen wöchentlichen Post- und Cargodienst unterhalten sollen. In Las Palmas befindet sich auch ein Vertreter des Kaiserreichs der Sahara". Es ist dies ein früherer Bergwerfsingenieur. Vorläufig besteht seine ganze Arbeit darin, daß er auf gedruckten Formularen, die die Ueberschrift ,, Kaiserreich der Sahara" tragen, meteorologische Beobachtungen verzeichnet, die dem Kaiser" unterbreitet wer­den. Er behauptet übrigens, daß das neue Reich viel Gold besize. Außerdem sei es, wenn man den Sandgürtel der Küste durchquert habe, reich an Vieh und Produkten jeder Art. Mit den Eingeborenen wolle man möglichst freund­schaftlich verkehren und ihnen klar machen, daß man nur mit ihnen Handel treiben wolle.

Das hört sich wirklich vielversprechend an. Und da dem jungen fünftigen Saharafaiser das Haupterfordernis zu großen Unternehmungen: Geld in Millionenfülle zu Gebote steht, so ist gar nicht abzusehen, weshalb sein Traum, am Rap Juby ein blühendes Reich zu schaffen, nicht in Erfüllung gehen sollte. Cecil Rhodes hatte in Südafrika wohl mit noch größeren Schwierigkeiten zu kämpfen, als Lebaudy in seiner Einflußsphäre. Ob allerdings Lebandy das Talent und die schöpferische Kraft des Engländers besitzen wird, muß erst die Zukunft zeigen.

Nah und Fern.

Das angebliche Ehedrama im fürstlichen Hause Windisch­grätz erfährt ein energisches offizielles Dementi. Wie weiter gemeldet wird, kehrte Fürst Windischgräß schleunigst von der Jagd nach Prag zurück, um eine eremplarische Widerlegung der Gerüchte zu veranlassen. Die Schauspielerin Ziegler, eine bekannte Schönheit und Soubrette an einem kleinen Vor­stadttheater, ist gegenwärtig Patientin einer dermatologischen Klinik. Ihre früheren Beziehungen zu einer hochgestellten Bersönlichkeit haben die jetzt zirkulierenden Gerüchte verur­sacht, die man auf den Neid der Kolleginnen zurückführt.

Diamantene Hochzeit. Das seltene Fest der diamantenen Hochzeit feierten die Eheleute Wippermann in Birfenbach bei Ründerot. Der Kaiser verlieh dem Jubelpaar, das sich durch förperliche und geistige Frische und Rüstigkeit auszeichnet. die Ehejubiläumsmedaille. Die Bewohner des Orts be teiligten sich fast bollzählig an der Feier.

Einen Todesritt auf der Kuppelung eines elektrischen Wagens führte in Mez ein Soldat aus. Die Elektrische seuste in gewohnter Weise die steile Gartenstraße herunter als der Soldat die Straße überschreiten wollte. Er wurde von dem Wagen erfaßt und kam beim Falle noch glücklicher­weise auf das Kuppelungseisen zu liegen, so daß er durch den Druck und die Wucht etwa 40 Meter weit mit fort­gerissen wurde. Der Vedauernswerte hielt sich mit den Händen, so gut er konnte, an den vorspringenden Teilen des Wagens fest und zog die Beine hoch; so kam er mit dem Boden nicht in Berührung und trug keinerlei Ver­letzungen davon. Für die Zuschauer war der Vorfall außer­ordentlich aufregend, denn man glaubte jeden Augenblick, der Unglückliche würde das Gleichgewicht verlieren und unter die Räder kommen.

O Die Verzweiflungstat einer Mutter setzte in früher Morgenstunde die zahlreichen Passanten der Wiener Sophien­brücke in große Aufregung. Eine schlicht gekleidete Frau mit zwei kleinen Kindern hatte eine zeitlang am Uferrande ge standen und in die Fluten gestarrt. Mit einemmal lief die Frau mit den Kindern über die Uferböschung und hielt an Wasserrand inne. Dann ergriff sie das ältere Mädchen und schleuderte es in die Flut. Mit einem gellenden Aufschrei ver jant das arme Kind in den Wellen. In aller Haſt hob die Mutter hierauf ihr zweites Kind in die Höhe und warf and dieses mit aller Wucht ins Wasser. Weinend und schreient fiel das Mädchen in die Flut, unter der es rasch verschwand. Die Frau stürzte sich nun selbst in den Donaukanal. Unter den Zeugen des schrecklichen Vorfalles befanden sich auch Schiffsleute, die der Frau und ihren Kindern mit größtei File nachruderten. Es gelang den Männern, die Mutter und die beiden Mädchen lebend aus den Wellen zu bringen. Det Grund zu der Verzweiflungstat waren zerrüttete Familien verhältnisse.

* Ballonfahrt eines österreichischen Erzherzogs. Der als eifriger Maecen der Luftschiffahrt bekannte österreichische Erzherzog Leopold Salvator hat von Wien aus mit seinem neuen Ballon Meteor II." einen erfolgreichen Aufstieg unter­nommen, bei dem eine Geschwindigkeit von 60 Kilometer in der Stunde erreicht wurde. Die Landung erfolgte glatt bei Kuttenberg. Die Leitung des Ballons lag in Händen des durch seine Ballonfahrten über das Mittelmeer berühmt ge­wordenen französischen Luftschiffers Grafen de la Vaux, der vom Erzherzog nach Wien eingeladen worden ist.

Bunte Chrouik. Der Kassierer der Gemeindesparkasse in Niederplaniz ist nach Unterschlagung von 30 000 Mark flüch tig geworden.

- In Berlin wurde ein junger Mann das Opfer eines eigenartigen Unfalls. Auf Veranlassung eines Schußmanns machte ein junger Kaufmann den Versuch, den Revolver eines Selbstmörders zu entladen. Dabei ging ein Schuß los und traf einen der Zuschauer zu Tode.

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Lokales.

Gießen 9. Tezember 1903.

* Ehre dem Ehre gebührt. Der Vorstand der Bäcker- Innung Gießen überreichte heute morgen ihrem lang­jährigen Obermeister, Herrn Fr. Hennings, in dessen Wohnung ein Diplom, welches ihn zum Ehren- Obermeister ernennt. Ebenso wurde Herrn W. Löber ein Diplom über­reicht, daß ihn zum Ehren- Mitglied der Bäcker- Innung ernennt. Beide Männer haben sich um die Innung ver­dient gemacht, sodaß man hier ruhig sagen fann: Dem Verdienst die Krone".

** Ein Waggon Union- Briketts ist am Montag Nachmittag vom Vorstand des Fechtverbandes Gießen- Lahr an arme Gießener Familien zur Ver­teilung gekommen. Eine förmliche Wagenburg war an der Kohlenausladestelle der M.- W.- Bahn zu sehen, kleine Hand­wagen, alte Kinderwagen und sonst verschiedene Transport­mittel dienten zur Beförderung des an die Betreffenden verteilten Dfenfutters; es erhielt jede Familie mindestens 5 Zentner.

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Zur Gründung eines Revisionsverbandes hatten sich am Montag in Friedberg 40 Vertreter Hess. Bauvereine versammelt, und zwar aus den Orten Gießen, Friedberg, Buzbach, Alsfeld, Lich, Nidda, Ost­heim, Darmstadt, Offenbach, Bensheim, Groß Steinheim, Mainz, Worms und Rüsselsheim. Kirchenrat D. Meyer­Friedberg führte in der Versammlung den Vorsiz. Seiner Aufforderung, dem Verbande beizutreten, entsprachen sofort die sämtlichen anwesenden Vertreter namens ihrer Bau­vereine, mit Ausnahme derjeniger von Butzbach, Alsfeld, Nidda, Bensheim und Rüsselsheim, die erst noch mit den Vorständen ihrer Vereine Rücksprache nehmen wollen. Rendant Döring von Gießen sprach dann in längeren Aus­führungen über die Entwickelung der Baugenossenschaft des evangelischen Arbeitervereins in Gießen, wobei er besonders auf die Schwierigkeit der Beschaffung der Mittel hinwies. In den Vorstand des Revisionsverbandes wurden gewählt die perren Landeswohnungsinspektor Greßschel- Darmstadt, Rendant Döring- Gießen und Direktor Hochgesandt- Worms. Der Vorstand soll die Statuten ausarbeiten. Es wurde darauf aufmerksam gemacht, in die Statuten die Bestimmung aufzunehmen, daß die Wohnungen auch an Aftermieter ab­gegeben werden können und dem Besizer des Hauses das Recht eingeräumt wird, das Haus zu verkaufen.

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Bu der schon erwähnten Beschuldigung der Mainzer Volkszeitung", die den Briefen des verstorbenen Generals von Kretschmann entstammt, die hessischen Truppen hätten 1870 in Sens geplündert schreibt der Hessische Kamerad" in seiner neuesten Nummer: Wir fönnen nun feststellen, daß die dort niedergelegten Behauptungen reine Verleumdung sind. Auf dem Vormarsche an die Lori im November marschierte die hessische Divison über Fontainebleu, gar nicht über Sens. Dieser Ort wurde vom 12. auf den 13. November besezt gehalten von einem Seitendetachement, bestehend aus zwei Eskadrons Ulanen­

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nicht dort. Die at ibere Episode könnte sich also auch mit den beiden genannten Herren abgespielt haben. Herren sind noch am Leben, und der damalige Kompagn heutige Oberstleutn art a. D. Balser fühlt sich und Leutnant durch jen e Verleumdung schwer gekränkt. La fa ist: Das Detachement rückte am 12. November, mitta Uhr in Sens ein, die eine Eskadron wurde weiter get die Mannschaften wurden, was nicht auf der Wache im Briefterseminar untergebracht, die Offiziere im Hotell

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l'Ecu. Die Verpflegung wurde von der Stadt geliefert. Detachement verließ seinen exponierten Posten am 13, R vember, vormittags 1012 Uhr, wo es von einer preuz Kompagnie, vermutlich vom Jäger- Bataillon Nr. 9 abg wurde. In der Zeit von 1 Uhr mittags am 12. bis 10 Uhr morgens am 13. tam in Sens nichts vor, was Deffentlichkeit zu scheuen hätte. Die Bevölkerung war frent lich, die Stadt lieferte alles, und das schwache Detachem in einer Industriestadt von 12000 Einwohnern hätte gr alle Ursache gehabt, feinen Unwillen in der Bevölle n wachzurufen. Außerdem wollen wir hier bemerken, daß Oberstleutnant Balser in der Lage ist, Briefe an seine Gre aufzuweisen, die in Sens geschrieben sind, und jedenfalls die Sachlage dort aus eigener Anschauung schildern un anders lauten als die des Herrn von Kretschmann. Une hessische Truppen waren im Nobember nicht in S Diese Angaben fönnen von sämtlichen noch lebenden da gen Angehörigen der Kompagnie, gerade wie von de damaligem Chef, Leutnant und Feldwebel, eidlich beträ werden."

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* Biehmarktbericht. Der geftrige Bieb hatte einen Vorrat von 850-900 Stück Milch- und Fe vieh, sowie etwa 200-250 Kälber. Entsprechend der Th denz des Vormarktes, bei dem die oftfrisischen Milchife ( Schwarz bunte Ware) zu guten Preisen sehr schnell verkauft waren, ist auch der Milchviehhandel gestern sehr gut gewefen Es fehlte nicht an Käufern vom Main und Rhein, weld ihren Bedarf, der wegen des gesteigerten Milchbedarfsa den Feiertagen vorhanden war, deckten. Der Auftrieb Milchfühen ging allerdings zu den gedrückten Preisen de legten Novembermarktes fort. Wie auf den Fleischmärkten in Köln a. Rh., Frankfurt a. M., Mannheim 2c. der F viehhandel flau war, so machte er sich auch gestern au unserem Markt. Zwar war die Kundschaft aus Frankfurt, Wiesbaden 2c. gekommen, ebenso griffen unsere heimische Megger in das Geschäft ein, aber der Handel tam nur lan sam und bei weichenden Preisen in Gang. Wenn auch g Ware immer noch einigermaßen bezahlt wurde, so gingent Breise für fette Rinder und Kälber erheblich herunter dabei wurde der Vorrat nicht einmal ganz geräumt. zahlt wurden pro Stück Milchfühe I. Qual. 450-500 II. Qual. 360-410 Mr., III. Qual. 260-330 Mt. Welt Schlachtfühe 160-200 Mt. Behandelt wurden fette Stin I. Qual. 65-67, II. Qual. 60-63 Mt. Rälber I. G 63-68, II. Sorte 57-59 und III. Sorte 51-54 9 pro Ctr. Schlachtgewicht. Der Markt ging erst spät zu Ende

§§ Klein- Linden, 8. Dez. Das Pferd des Kaufmann Meier von Großen- Linden scheute heute im hiesigen Do vor einem Automobil und ging durch. Die Frau des wurde vom Wagen geschleudert, erlitt jedoch nur geringe Schaden.

][ Abendstern, 8. Dez. Von Seiten vieler Interessat der Gemeinden, welche die Bahnlinie Lollar- Beglar rühren wurde die mangelhafte Bahnverbindung mit Stadt Wetzlar wiederholt lebhaft erörtert. Es wurden be der Eisenbahndirektion mehrmals Gesuche unterbreitet, mo für die Winterzeit um Einlegung eines weiteren Berfon zuges nach Weglar gebeten wurde. Pekanntlich verker auf hiesiger Strecke meistens sog. gemischte Züge, die F alle zu gleicher Zeit von ihren Endstationen Bollar r Weglar abgehen, um auf Station Kinzenbach zu freun Während nun die beiden Frübzüge dieser Art der Perfom verkehr nach beiden Richtungen zulassen. ist bei dem fol g den Zugpaar nur Verbindung nach Lollar möglich. Sc mukten alle die vielen Arbeiter und Schüler, welche g täglich zur Stadt Weßlar fahren, auch während der Bir monate regelmäßig den Frühzug benußen der schon 54 Uhr morgens in Weylar eintrifft. Wie wir nun unserer großen Freude erfahren, hat eine erneute Ein den gewünschten Erfolg erzielt, indem vom 15. Dezem ab auch der zweite Bug, welcher gegen 7 Uhr von L tommend die hiesige Station berührt, gleichfalls für Perfo verkehr bestimmt ist.

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Lollar, 8. Dez. Das Buderussche Eisenwerk, Weser- Hütte" hat dieser Tage durch die Fertigstellung neuen Formhauses wiederum eine Vergrößerung erfah Die Zahl der Beschäftigten, einschließlich der Beamten, in den letzten Jahren von etwa 700 auf 950 gewachser Allendorf( Lahn), 7. Dez. Der vor einiger von der Bahn überfahrene Flurschüß und Forstwart H Volt ist seinen schweren Verlegungen erlegen. Der le storbene war lange Jahre Forstwart und Feldschüße hat ein Alter von 80 Jahren erreicht.

(:) Londorf, 6. Dez. In einer gestrigen Versamm des Gewerbevereins wurde nach einem Vortrag des Lande wohnungsinspektor Greßschel aus Darmstadt über die b Gesetzgebung in Bezug auf die Wohnungsfrage, ein Romit von fünf Herren gebildet, welches die Gründung einer g meinnützigen Baugenossenschaft vorbereiten soll.

)( Ulrichstein, 7. Dez. Unser Städtchen plant den Ba einer Wasserleitung; die Arbeiten wurden diesen Tage rund 35 000 Mt. vergeben. Die Quellen liegen in de Nähe von Rebgeshain und Engelrod. Auch die benad barte Gemeinde Seibert enrod beabsichtigt die Arla Die Gemeinden Engelrod, Hörg und Hopfmannsfeld wollen nächstes Frühjah eine gemeinsame Wasserleitung erbauen.

Regiments Nr. 12 unter Major Freiherr v. Egloffstein und nanasserleitung.

der 2. Kompagnie des 1. hessischen( Garde-) Jäger- Bataillons ( jest 10. Rompagnie des Infanterie- Regiments Nr. 115) unter Hauptmann Balser. Bei der Kompagnie, die damals nur 170 Mann start war, befand sich noch ein Offizier, Leutnant Mickel. Also ein hessischer Stabsoffizier war gar

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§ Friedberg, 6. Dez. Die Lieferungen der Rüben zur hiet Zuckerfabrik Wetterau" wurden gestern beendet. Die Fo wird zum 1. Januar ihre diesjährige Campagne beschlie Die Buderüben hatten dieses Jahr einen hohen Budergeld

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