Vermischtes.
(!)[ Aus dem Leben der Könige.] An Zürstenbegegnun gen reiht sich in der Regel ein ganzer Kranz von Anekboten aus dem Privatleben der Herrscher, die mitunter recht charakteristisch sind. So werden jezt ein paar hübsche Stückchen von dem greisen Dänenkönig, dem Gastfreunde Kaiser Wilhelms, bekannt. Auf einer Reise durch Zütland wurde der König in der Stadt Horsens abends erwartet. Alle Bürger der guten Stadt beschlossen, ihre Häuser zu schmücken und den König mit einer prächtigen Illumination zu überraschen. Nach langem Harren fuhr ber Königszug in die Halle ein, und gleich bei der Einfahrt in der Stadt wurde der König in der Tat burch eine prachtvolle Dekoration überrascht, denn in Harem Licht strahlten ihm die Worte entgegen: ,, WillTommen, Eure Majestät!" ,, Was ist das für ein Haus?" fragte der König. ,, Das ist das Zellengefängnis, Eure Majestät," antwortete der ihn begleitende Amtmann verlegen. Der König lächelte und sagte: ,, Das ist doch fast zuviel der zuvorkommenheit!"
Von König Viktor Emanuel, der sich jetzt zum Empfange des englischen Herrschers rüstet, ist schon mancherlei bekannt gewor ben, was den König als einen liebenswürdigen Menschen fennzeichnet. Zwei neue Geschichtchen, die den König im selben Lichte erscheinen lassen, erzählt eine englische Zeitschrift. Der König von Italien ist ein leidenschaftlicher Fischer, aber leider hat er dabei wenig Erfolg. Eines Tages tehrte er mit drei mageren Fischlein zu Fuß nach dem Schlosse zurück. Unterwegs begegnete er einem Bauer, der über seine Schulter ein mit prächtigen Forellen gefülltes Nez geworfen hatte. Der Bauer sprach den König an und bittet ihn um Feuer. Der König reicht ihm die Zigarre und der gute Mann steckt mit ihr die Pfeife an. Gleichsam als Dant bemerkte er schließlich: Sie scheinen sich nicht besonders auf den Fischfang zu verstehen. Wenn man Ihren mageren Fang ansieht, möchte man Sie fast für den König halten." Vittor Emanuel errötete etwas und meinte: ,, Warum denn?" ,, D," erwiderte der Bauer, ,, der glaubt auch ein vortrefflicher Fischer zu sein, aber er ist in dieser Hinsicht ein rechter Schwachmatikus, der mehr zum König als zum Fischer taugt." Der König ging lachend seines Weges. Auch der Automobilsport bildet eine der Lieblingszerstreuungen des jungen Herrschers. Im vergangenen Sommer fuhr er in einem Automobil in der Nähe Neapels. Bei einem Umkehren stieß er zufällig mit einem anderen Automobil zusammen. Beide Wagen hielten. Der König vernahm einen englischen Fluch, hernach folgende italienische Worte: Meiner Treu, darf man denn einen solch miserablen Lenker wie Sie auf der Straße fahren lassen? Henken soll man Eie lassen!" An den Toren meines Palastes, ohne Zweifel!" meinte der König gutmütig. ,, Gleichgiltig, wenn es nur geschieht! Sie sind geradezu eine öffentliche Gefahr!" Und damit fuhr der Grobian davon. Einige Tage später wurde dem Könige ein Herr M. vorgestellt. Und siehe da, wieder standen sich die beiden Automobilisten gegenüber. Der König begnügte sich, mit einem Lächeln zu bemerken: ,, Lassen sich alle Amerikaner so vom Zorn hinreißen wie Sie, Herr M.?"
** Ein französischer Passagierdampfer in die Lnfi geflogen. Aus Paris wird gemeldet, daß der Dampfer ,, Bambara" der französischen Westafrikagesellschaft bei der Balmeninsel in die Luft geflogen ist. An Bord befanden sich 35 Mann Besazung und sechs Passagiere. Es sind anscheinend Sprengstoffe, die schlecht verpackt waren, zur Explosion gekommen. Damit wird die Meldung des Kapitäns eines Marseiller Schiffes bestätigt, der eine gewaltige Feuersäule gen Himmel steigen sah und eine starte Detonation hörte. Die Nachricht von dieser merkwürdigen Erscheinung gab zu allerhand Vermutungen Anlaß-man dachte u. a. an einen Ausbruch unterseeischer Vulkane. Jezt hat der Vorgang eine furchtbare Aufklärung gefunden.
Die Studentenunruhen in Spanien dauern fort. In allen Universitätsstädten veranstalten die Studenten Rundgebungen und kommt es zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei. In Madrid wurde ein Polizist burch einen Steinwurf getötet, acht Polizisten und viele Etudenten verwundet. Die Schaufenster der Hauptstraßen sind geschlossen. Beim Begräbnis der Opfer von Salamanca, zu dem zahlreiche Kränze von allen Seiten eintrafen, gab es neue schwere Unruhen. Der Präfekt von Salamanca ist abgerufen worden.
Bunte Chronik. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat der deutschen Regierung amtlich mitgeteilt, daß sie vom 1. Juli ab den Paketpostvertrag dahin abändern vorhat, daß das Höchstgewicht 4 Pfund oder 4 Pfund 6 Unzen beträgt.
-Aus Prag wird gemeldet: Der Dampfer Kronprinzessin Louise" der sächsisch- böhmischen Dampfschifffahrtsgesellschaft wurde im Hinblick auf die bekannte Affaire im sächsischen Königshause umgetauft und hat den Namen ,, Aussig" erhalten.
-In Weimar wurde der Raubmörder Artur Behnert, welcher die Trödlerin Harz in Jena und die Trödlerin Lory in Leipzig ermordet hat, im Hofe des Landgerichtsgefängnisses mit dem Fallbeil hingerichtet.
-In Köln wurde ein 52jähriger Witwer im Bette liegend verhungert aufgefunden. Der Verstorbene war arbeitslos und konnte die zu seinem Lebensunterhalt_nötigen Mittel nicht beschaffen, weshalb er sich in seine Wohnung einschloß, wo er tatsächlich, laut ärztlichem Gutachten, den Hungertod erlitt.
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- Der Partser Professor Rour erklärte einem Bericht erstatter, daß er den ihm zuerkannten 100 000 FrancsPreis dem Institut Pasteur zu Forschungszwecken zuwenden werde.
In Warschau wurde die 68jährige Rentiere Maric Hirschberg von ihrem eigenen Dienstmädchen ermordet. Der Geldschrank, in dem sich Wertpapiere und Pretiosen im Werte von über 100 000 Rubein befanden, war seines Inhalts beraubt.
-In einem Logicrhause in London fing ein Engländer plößlich eine Revolverschießerei an. Vier junge Deutsche wurden verwundet. Die Verletzten sind im Hospital.
Giessener Cagesneuigkeiten.
** Der Großherzog hat dem Geh. Oberrechnungsrat Dr. Siebert aus Anlaß seines 50jährigen Dienstjubiläums das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
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Die Frau entschuldigte sich dem Gericht gegenüber damit daß man ihr unmöglich zumuten fönne, ihren Mann„ Engel zu nennen, wenn er von der„ Andern" nach Hause käme Vor ca. 1 Jahr trennte sich Tschampel von seiner Frau, der er einen Teil der Möbel ließ, und lebte fortan mit der
Balthafer R am Dorfe we gehört. Reil Aus Anlaß b Fungsgrenze 3
anders geftalte
Durch Entschließung Großh. Ministeriums des unterdeß langsam dahin. Es handelte sich zulegt Haupt Regulierung w
Innern wurde dem Dienfitnecht Georg Dechert zn Lißberg, in Liensten des Landwirts August Mann daselbst, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„ Für treue Arbeit" verliehen.
** Das Reichsgesehblatt Nr. 14, ausgegeben am 2. April enthält u. a.: Gesez, betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben. Vom 30. März 1903.
** Die Gendarmen sind wahlberech tigt. Nach einer neuen Verfügung fönnen Gendarmen das Wahlrecht bei den Landtags- und Reichstagswahlen ausüben, auch fönnen sie als Wahlmänner aufgestellt werden. Der Kriegsminister hat nach einer Vereinbarung mit dem Minister des Innern den Gensdarmen das Wahlrecht ausgewirft. Früher waren sie vom Wahltisch ausgeschlossen. Die neue Verfügung wurde den Gendarmen fürzlich befannt gegeben.
** Nachdem die Arbeiten an der neuen katholischen Kirche seit Eintreten des Winterfrostes geruht hatten, sind dieselben seit 14 Tagen aufgenommen worden. Das Fun dament ist zum Teil bis an den Sockel vollendet. Als Bauzeit für die Kirche sind 2½ Jahre vorgesehen. Das Gotteshaus wird nicht gleich vollendet, sondern man gedenkt erft in etwa 10 Jahren die beiden Türme zu bauen, wenn die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. Zunächst wird die Kirche einen Raum für etwa 600 Personen bieten. Im Mai soll die seierliche Grundsteinlegung stattfinden.
w Gelände- Verkauf. Der Kaufmann Christoph Bieker veräußerte seine an der Pleckstraße, Ecke der zukünftig verlängerten Johannisstraße gelegenen Bauplätze und zwar den Eckbauplag für 19000 Mart an den Dachdeckermeister Heinrich Carlé und das daneben liegende Baugelände für 24000 Mart an Bauunternehmer H Winn.
** Der Wirtschaftsbetrieb in Stein& Garten ist, wie aus dem Inseratenteil der heutigen Nummer zu ersehen ist, nunmehr von den neuen Besizern, den Herren Trescher nnd Schrödel, nach erfolgter Renovirung der Räume eröffnet. Wir sagten schon früher, daß beiden Herren ein guter Ruf als Wirt resp. als Koch zur Seite steht; Gießens Publikum kann darum das Vertrauen haben, daß es unter der neuen Bewirtung im Bum neun Saalbau"( so heißt izt das Etablissement) nur Gutes bei aufmerksamer Bedienung be
tommt.
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** Zum Andres", das alte weitbekannte Restau. rant ist bekanntlich seit 1. März im Besitz des Herrn Comes aus Boppard. Für die bevorstehenden Feiertage sei es zum gemütlichen Aufenthalt bestens empfohlen. Im Uebrigen verweisen wir auf das Inserat in heutiger Nummer.
*** Besizwechsel. Das Hotel zum Rappen in der Wallthorstraße, welches seit wenigen Tagen geschlossen war, ging durch Kauf für 67 000 Mart in den Besitz von Julius Ruckstuhl und A. Fröhlich über. Das Hotel Seipp an der Liebigstraße wurde für 74000 Mark an den seither in Creuzthal wohnhaft gewesenen Hotelier Karl Buschmann verkauft
Hunde- Sport. Der Jagdhund- Club Gießen hat für den 24. Mai d. Js. folgende Schliefen für Dachshunde ausgeschrieben: 1. Jugendschliefen, 2. Neulingsschliefen, 3. Offene Schliefen, sämtliche auf Fuchs und 4 offene Schliefen auf Dachs. Meldungen 18. Mai d. Is. Meldungen sind zu richten an Fr. Schreiner Seltersweg 65. Der Schliefplatz befindet sich auf der„ Schönen Aussicht."
▲ Ein frecher Bettler sprach gestern in dem Manufatturgeschäft von Kay, Ede Markt- und Schulstraße, um ein Almosen an. Die Frau legte ihm ein 2 Pfennigstück hin. Was tat der Vagabund, er legte noch 3 Pfennig hinzu und empfahl sich mit nicht gerade höflichen Worten. Ob dieser fceche Mensch zur Anzeige fam, fonnten wir nicht ermitteln.
Aus Hessen und Nachbargebieten.
Ein Selbstmordversuch mit schrecklichem Ausgang wird aus Mainz berichtet: dort versuchte sich am Montag Abend der 20 Jahre alte Husar Ludwig Gessert von der 3. Eskadron des 13. Husarenregiments in der Kaserne mit dem Karabiner, der mit einer Plazpatrone geladen war, zu erschießen. Das Geschoß zerschmetterte ihm den Unterkiefer und verlegte den Kehlkopf, tödtete jedoch nicht sofort. Man glaubt iudeß taum, daß der junge Mann mit dem Leben davon kommen wird. Gessert stammt aus gutfituirter Familie in Oppenheim. Das Motiv der Tat ist noch unbefannt.
Kindesrauh. Am Bahnhof Kaffel wurde die 10 jährige Blanka Obstfelder von da von einer elegant gekleideten älteren Dame entführt. Die Fremde, offenbar eine Kupplerin schlimmster Sorte, lockte das hübsche Kind an sich, machte es durch Liebfosungen zutraulich und fuhr dann mit ihm in einem Zuge in der Richtung nach Wiesbaden ab.
*** Zum Selbstmord des Tschampel. Man braucht fein privilegierter Tugendbold und Sittenrichter zu sein, um doch darüber zu stounen, wie oft Anstand und gute Eitte in den Staub getreten werden. Veranlassung zu diesen Beilen giebt der Fall Tschampel. Dieser, ein Mann in den glänzendst n Verhältnissen, knüpfte nach 10 jähriger Ehe ein Liebesverhältnis mit einer Jüdin, der Henriette Wagner aus Gemünden an. Dem Verhältnis entsprang ein Kind. Vor etwa 1 Jahren stellte Tschampels das Ansinnen an seine Frau, sich von ihm scheiden zu lassen. Als diese sich weigerte, hatte Tschampel, der in fortgeseztem Ehebruch lebte, die Stirn, sie auf Chescheidnng zu verflagen, mit der Be gründung, daß sie ihm die eheliche Gemeinschaft durch Schimpfereien und Beleidigungen unmöglich gemacht habe.
fächlich noch um die Alimentierung der Frau nach der Scheidung. Un sich von der Alimentierung zu drücken, hatte sich Tschampel schließlich zu Manipulationen hinreißen laffen, die ihn unter Umständen mit dem Strafrichter in Konfl ft bringen konnten. Die Erkenntnis dieser ihm drohenden Gefahr mag ihn in den Tod getrieben haben. Gestern Vormittag wurde er mit den von ihm hingemordeten Kindern in einem Grabe beerdigt. Bei der Beerdigung auf dem Frankfurter Friedhofe waren die Eltern TsHampels aus Hirschberg in Schlesien und ein Bruder, der Gymnasialoberlehrer in Liegnig ist, zugegen. Am Arme des Letteren erschien die Henriette Wagner. A die rechtmäßige Frau am Grabe erschien, schrie jene mit gellender Stimme 3 mal: Das ist die Mörderin meines Mannes"! Das richtige Verständniß für die Situation zeigten nur Herr Fries, der Prinzipal Tschampels, und dessen Beamten, die der Frau kondolirend die Hand reichten, wä rend die Familie Tschampel und Andere ihren Händedrud bei der Braut" des verstorbener Ehemannes anbrachten. Uebrigens segnete ein evangelischer Geistliche die Leiche ein.
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Sihung der Stadtverordneten.
W. Gießen, 9. April 1903. Oberbürgermeister Mecum eröffnete um 4 Uhr die Versammlung und teilt mit, daß er in Folge der Debatte in der legten Sizung wegen der Benutzung von
Schullinder als Lehrmittel
in der Universitäts- Augenklinik verschiedene Schreiben er erhalten habe, von deren Inhalt er der Versammlung Kennt niß giebt. Der Lehrer Spiz, dessen Name in der Do batte genannt wurde, erklärt, daß er von seinem Vorge setzten Auftrag gehabt habe, wenn er den Schülerinnen in der Stadtmädchenschule zur Kenntniß brächte, daß sie in die Augentlinit, gegen eine kleine Vergütung, zu Augenunter suchungen sich begeben fönnten. Nach Mitteilungen des Rektors Hahn und des Oberlehrers Schaaf, welche der Oberbürgermeister zum Bericht über diese Angelegenheit aufge fordert hat, besteht schon seit Jahren der Brauch, daß auf Veranlassung des Professor Voßius die Mittelklassen der Mädchenschule davon Kenntniß erhalten, daß sich die Schülerinnen zum Augenspiegeln in die Klinik begeben fönnen. Ein 8wang für die Kinder dort hinzugehen set nie ausge übt worden. Professor Vossius hat der Bürgermeisterei mitgeteilt, daß er die Site, Schulkinder zum Augenspiegeln heranzuziehen, so wie er sie bisher geübt, schon bei Antritt seiner Professur vorgefunden. Er habe dieselbe von seinem Vorgänger übernommen, und bemerkt, daß man an der Uni versität Königsberg ebenso verfahren sei, als er dort gelehr habe. Richtig sei allerdings nicht ferner, daß den Kinder eine kleine Geldgabe von 5-10 Bfg., auch wohl ein M von einem Studenten ein kleiner Geldbetrag gegeben worden sei. Prof ssor Vossius ist aber der Ansicht, daß die Kinder mit Vorwissen der Eltern, wenigstens in den meisten Fällen in die Augenklinik kommen, denn es sei sehr häufig der Fall, daß die älteren Mädchen ihre jungen noch nicht schul pflichtigen Geschwister mitbringen, um deren Augen unter suchen zu lassen. Der Oberbürgerm ister bemerkt dazu, daß er Professor Vossius nicht im weifel gelassen hat, daß die bisher geübte Sitte, Schulkinder durch die Lehrer für die Uebungen der Studierenden heranzuziehen, nicht für richtig halte, worauf V. sich auch bereit erklärt hat, sid für die Folge an den Schulvorstand zu wenden, wenn im wissenschaftlichen Interesse Augenuntersuchungen an Kinder vornehmen wolle. Der Leiter der Augenklinik hat darauf aufmerksam gemacht, daß es im eigenen Interesse der Kinder liege, wenn ein Spezialist für Augenleiden sich mit di sa befasse. Bei den bisherigen Untersuchungen in der Augen flinit wurde manche tommende Augenkrankheit bei den Kin dern entdeckt und durch vorzeitige Behandlung deren Aus bruch verhütet. Oberbürgermeister Mecum erklärt, daß man wohl mit der Erledigung der Angelegenheit sich einver standen erklären fönne, daß also in Zukunft derartiges nid mehr vorkomme.- Für ein eingereichtes Baugesuch de Maurermeisters Pfaff( für Ede Credner- und Hillebrand straße sucht dieser Dispens von der Bauordnung noch wege eines anzubringenden Erfers mit 75 cm Ausladung. Di Baudeputation hat sich für die B fürwortung des Gesuch ausgesprochen. Die Stadtverordneten Jug hard und Kirsch sind aber dagegen. Pfaff möge erst die Facade ent sprechend der Lage wirkungsvoller gestalten, und ein dah gehendes neues Projekt vorlegen. Das Gesuch wird abge lehnt. Dagegen wird ein Dispensgesuch des Bauunter nehmers Winn zur Anbringung eines Erfers an eines Neubau Riegelpfad und Omsstraße vor der Versammlung befürwortet. A. Rahnefeld will auf seiner Hofrait in der Schanzenstraße seinen Teil des Hofes derart Bebauen das das vorgeschriebene Maß des Hofraumes nicht meh verhanden ist. Die Versammlung lehnt den erbetenen Di pens zu befürworten ab. Stadtv. Krumm bemerkt, bick leicht fönne man den Gesuchsteller veranlassen, sein Haul an der Ecke Schanzen- und Bahnhofstraße arelutektonis besser zu gestalten. Die Dispensgesuche der Gebrüda Butt für die Steinstraße, wo diese ein kleines Wohnhaus, ähnlich dem für Hochreuter im vergangenen Jahre errichteten erbauen wollen, sowie der Bauunternehmer Scheppel mann für den Großen Steinweg werden von den Stadt verordneten befürwortet. Ebenso erhielt der Gärtner Rod Becker welcher bei seinem Garten am Schiffenbergweg en Wohngebäude errichten will, den wegen des Bauens außer Ein Dispen halb des Ortsbauplanes nötigen Dispens. gesuch des Karl Müller für die Anlage eines Erleri in sein m Neubau an der Plofstraße wird befürwortet
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