aufgefordert zu haben. Ste erriaren diese vejcquoigungen für falsch, doch hat man bereits Beweise für ihre Schuld. Von diesen südamerikanischen Staatsmännern kann man wirklich mit Heine sagen: Jeder dieser Rumpenhunde wird bom andern abgetan!"
Afrika.
* Von einem blutigen Konflikt zwischen Italienern und Somalis berichtet eine Meldung aus A den. Als der italienische Leutnant Grabau, der eine bewaffnete Dhau führte, Eingeborene, welche zu einem Italien befreundeten Stamme gehörten, in Durbo( Somaliland) an Land sezte, bemerkte er, daß das dortige Fort die italienische Flagge nicht gehißt hatte. Seine Aufforderung, dies zu tun, wurde von dem Kommandanten des Forts mit dem Bemerken abgelehnt, daß er dazu keine Beseble seines Sultans habe. Grabau gab ihm eine Frist von zwei Stunden und eröffnete dann das Feuer auf das Fort. Dies erwiderte das Feuer; durch; eine Bombe wurde Grabau hierbei getötet. Die Leiche ist von dem italienischen Kreuzer„ Galileo" nach Aden ge bracht worden. Da wird es also wieder eine italienische Strafexpedition gegen die Somalis geben.
Hof und Gesellschaft.
Das Allgemeinbefinden des Kaisers hat sich in der lezten Zeit derart günstig gestaltet, daß der M. narch, wie nunmehr feststeht, an den am 17. und 18. d. Mts. in der Göhrde stattfindenden Hofjagden bestimmt teilnehmen wird. Im Anschluß hieran wird sich der Kaiser, wie schon erwähnt, nach Hannover begeben zur Teilnahme an der Jahrhundertfeier der drei dort garnisonierenden Regimenter.
Das Gerücht von einer Reise des Kaisers nach dem Süden erhält neue Nahrung durch die Nachricht aus Kiel, daß die Hohenzollern", die gegenwärtig auf der Werft unter Schutzdach im Winterlager liegt, Befehl erhalten habe, demnächst seeflar zu machen. Das Schiff soll an einem bestimmten Tage, der noch nicht bestimmt ist, die Fahrt nach dem Mittelmeer antreten, um dort dem Kaiser bei seinem etwaigen Winteraufenthalt in südlicher Gegend zur Verfügung zu stehen. Der Kommandant der Hohenzollern", Flügeladjutant Kapitän zur See v. Usedom, wurde dieser Tage vom Kaiser empfangen, was mit der Reise in Verbindung gebracht wird. Wie weit diese Meldung begründet ist, muß abgewartet werden.
Der Kronprinz ist von der Lezlinger Hofjagd wieder nach Potsdam zurückgekehrt. Wie uns im Anschluß an unserem Bericht noch aus Leßlingen mitgeteilt wird, erlegte der Kronprinz in zwei Treiben 22 Schaufler und 10 Spießer, Prinz Heinrich von Preußen 25 Schaufler. Das Gesamtergebnis beider Treiben betrug 551 Damhirsche und Heute( Dienstag) Nacht begibt sich der Kronprinz zur Jagd nach seinem Thronlehen Dels in Schlesien, wo er bis zum Sonntag verweilen wird.
Tiere.
Deer und flotte.
Die Etatsstärke des deutschen Heeres beträgt nach dem Etat für 1904 24 374 Offiziere, 2202 Militärärzte, 679 Veterinäre, 1052 Zahlmeister, 1 Armeemusifinspizienten, 2 Werkstättenvorsteher, 808 Büchfenmacher, 93 Sattler, 203 Waffenmeister, 82 073 Unteroffiziere, 495 500 Gemeine, darunter 17 023 Spielleute, und 105 885 Dienstpferde. Unter den Offizieren sind 390 Generale, 640 RegimentsKommandeure, 205 Oberstleutnants, 1920 Majore, 5856 Hauptleute und Nittmeister, 4651 Oberleutnants und 10 704 Leutnants. Von den Militärärzten sind 97 Generalstabsärzte, Generalärzte und Generaloberärzte, 467 Oberstabsärzte, 569 Stabsärzte, 1089 Oberärzte und Assistenzärzte. Unter den Veterinären befinden sich 24 Korpsstabsveterinäre, 202 Stabsveterinäre, 277 Oberveterinäre, 176 Unterveterinäre. Von den Unteroffizieren sind 5768 Feldwebel und Wachtmeister, 4139 Vizefeldwebel und Vizewachtmeister, 3894 Fähnriche, 19 381 Sergeanten, 38 935 Unteroffiziere, 466 Stabshoboisten u. s. w., 5547 Hoboisten u. s. m., 627 Bataillonstambours, 1190 Zahlmeisteraspiranten, 2126 Sanitätsunteroffiziere. Unter der oben angegebenen Zahl der Gemeinen befinden sich auch 5877 Dekonomiehandwerker. Die Aenderungen gegen 1903, die in der Etatsstärke des Heeres vorgesehen werden, sind unbedeutend.
Aus den Parlamenten.
Dem Reichstage sind nun auch eine Reihe konser bativer Initiativanträge zugegangen. U. a. wird in diesen die Pensionsversicherung der Privatbeamten, die obligato rische Versicherung aller Handwerker gegen Krankheit, Invalidität und Unfallfürsorge für die bei Rettung und Bergung Don Personen oder Sachen verunglückenden Personen, ins besondere der freiwilligen Feuer- und Wasserwehren, verlangt.
* Ein dem Reich stage zugegangener nationalliberaler Antrag betrifft den Erwerb und Verlust der deutschen Reichs. und Staatsangehörigkeit. Er verlangt u. a. eine Abände rung des geltenden Gesetzes dahin, daß die Naturalisation von Ausländern erschwert werden soll.
* Neuerdings verlautet in gutunterrichteten Berliner poli. tischen Kreisen, die Mittellandkanalvorlage werde nicht geteilt, sondern als ein Ganzes im preußischen Land. tage eingebracht werden. Wie versichert wird, machte sich auch in bisher fanalgegnerischen Streisen eine Strömung da hingehend geltend, die Kanalvorlage zu bewilligen und sc diesen alten Zankapsel zwischen der Regierung und der Rech ten aus der Welt zu schaffen. Eine Bestätigung dieser Nach richt liegt nicht vor; angesehene Barlamentarier der Rechten erklärten unserem Berliner CB. Mitarbeiter, ihnen sei von einer solchen Schwenkung ihrer Parteifreunde nichts be Tannt.
Der zweiten bessischen Kammer ist ein Gejezentivurf zugegangen, durch welchen das Beerdigungswesen ben Kirchengemeinden genommen und den politischen( Be meinden übertragen werden soll, ohne daß dafür eine Ver gütung gewährt wird.
Nab und Fern.
* Zur Scheidungsaffäre Schönburg- Waldenburg nimmt jezi nadz seiner Gattin und seinem Schwager Don Jaime von Bourbon auch der Prinz selbst das Wort. Der Prinz bestatict, bag von einer Flucht der Prinzessin Alicia nicht die Rede sein könne. Tatsache sei jedoch, daß die Prinzessin An fang uni 1903 bor ibrer Abreise allein mit ibrem Stutscher
Emato Benedett von Schloß Stadelbot aus eine mehrtägige Fahrt, angeblich nach Wien, unternommen habe, was Anlaß zu allerhand übler Nachrede gegeben habe. Da auch anderweitige Beziehungen der Prinzessin bekannt geworden seien, habe sich der Prinz veranlaßt gesehen, den Ehescheidungsprozeß einzuleiten, worauf Gegenklage erfolgt sei.
Vertauschte Rollen. In Augsburg wurde der Schriftsetzer Heinlein festgenommen, der seit längerer Zeit in den verschiedensten deutschen Städten in Frauenkleidung Taschendiebstähle und Hochstapeleien verübte. Bei seiner Verhaftung trug er ein elegantes perlgraues Tuchkleid, modernes Damenjacket und Winterhut mit Straußenfedern. Bei der Pseudodame fand man Visitenkarten auf den Namen Dr. Paul Mayer, einen Stempel und Briefbogen des Grafen v. Limburg- Stirum, Wechselformulare 2c. Als Pendant dazu wird aus Stuhlweißenburg gemeldet, daß dort im Spitale eine gewisse Marista Simli verstorben ist, die fast ihr ganzes Leben lang in Männerkleidern umherging. Schon von der frühesten Kindheit an zeigte sie eine Abneigung gegen Frauen, trug Knabenkleider und verkehrte nur mit naben. Später studierte sie Theologie und wollte schließlich in ein Priesterseminar eintreten, wurde aber zurückgewiesen.
Von Mädchenhändlern verschleppt ist allem Anschein nach eine 24jährige Sellnerin Antonie Engelbrecht aus Berlin. Ein gewisser Roschinsky bewog sie zu einer Reise nach London. Schon zehn Tage später schrieb sie ihrer Schwester und ihrer früheren Wirtin, der Mann habe in London Streit mit ihr angefangen und sie mittellos sigen lassen. Einen Stetter aber habe sie in einem Mr. Brown gefunden, mit dem sie am 4. November nach Südamerika abfahren werde. Seit dem hat man nichts mehr von ihr gehört. Ermittelungen der Berliner Kriminalpolizei ergaben, daß Roschinsky ein vielsach vorbestrafter Mädchenhändler ist, mit dem der Mr. Brown in Kompanie arbeitet.
Der Streit um die Humbertpapiere dauert in Paris lustig weiter fort, trotzdem die parlamentarische Untersuchungskommission so gut wie nichts zutage gefördert hat. Das„ große" Material, das der Nationalist Berry beibringen wollte, erwies sich als einen Haufen von Zeitungs- Ausschnitten. In die Enge getrieben, konnte Berry nur einen Namen, und zwar den des Deputierten Flourens angeben, was Heiterfeit hervorrief, da Flourens gerade der nationalistischen Partei angehört. Für diesen Mißerfolg der Untersuchung ist man aber ein klein wenig durch die Auffindung der Notizbücher Frederics getröstet. Denn nach ihnen konnte man diesen in einem anderen Lichte, als dem bisherigen, darstellen. Man hatte Frederic bislang für den Pantoffelhelden par excellence gehalten, der neben der mächtigen Silhouette Thereses vollständig im Schatten des Weiberrocks verschwand. Aus seinen Notizbüchern geht jedoch hervor, daß er der würdige und ebenbürtige Gatte Thereses war, der denselben großartigen Geschäftsgeist" besaß, der mit der größten Kaltblütigkeit hundert verschiedene Dinge an einem Tage unternehmen konnte, der mit demselben Gleichmute 50 Centimes buchte, die er beim Coiffeur ausgab, als 50 000 Francs, die er lich, um sie nicht wieder zu bezahlen. Der Inhalt der Notizbücher ist wirklich amüsant. Im Jahre 1882 war Frederic Stabinettschef seines Vaters, des damaligen Justizministers. Auf derselben Seite notierte er Stabinettangelegenheiten und häusliche. Therese bezeichnete er mit dem Kosenamen„ Teton". Am 12. Fe bruar 1881 schreibt er:„ Teton geht zu Abladin. Erhalten 4952 Franken 75 Cts. Gezeichnet 20 000 Fr. Wechsel Romain. Teton braucht 2000 Fr., um Fleischer zu bezahlen Teton trinkt Hunyadi Janos!"
Der verabschiedete Fähnrich Hüffener ist aus Magdeburg nach der Festung Ehrenbreitstein übergeführt worden, um dort den Rest seiner Strafe zu verbüßen.
Das Ende der Löwenbändigerin. Ein furchtbarer Un glücksfall hat sich in Dessau ereignet. Dort gibt zur Zeit eine Menagerie Vorstellungen. Als die Löwenbändigerin Frau Fischer ihre Künste mit dem Löwen vornehmen wollte
derselbe sollte durch einen Reifen springen schlug der Löwe mit einem fürchterlichen Schlag der Tatze der Bändigerin auf den Kopf, so daß der Tod sofort eintrat. Der Schlag legte das Gehirn völlig frei. Die Vorstellung wurde sofort abgebrochen.
Fürstliches Ehedrama. Die Prager Aristokratie ist durch ein sensationelles Ereignis in Aufregung gesetzt worden. Fürstin Elisabeth Windischgrätz, die Gemahlin des Fürsten Otto Windischgrätz und Tochter der Gräfin Stefanie Lonyay, hat in ihrer Villa zu Wrschowitz bei Prag die dort zum Besuche weilende Geliebte des Fürsten, eine tschechische Schauspielerin, namens Ziegler, durch einen Revolverschuß ziemlich schwer verletzt. Die Fürstin Windischgräß, geborene Erzherzogin Elisabeth Marie von Oesterreich, ist kaum zwanzigjährig und erst seit einem Jahre mit dem 30jährigen Prinzen vermählt.
Der Bock als Gärtner. In Görlitz wurde der Zugführer Gustav Finke wegen Diebstahls von Eisenbahngütern verhaftet. Bei einer Haussuchung wurden zahlreiche gestohlene Gegenstände gefunden.
Die ersten Opfer des Eissports in diesem Jahre sind wohl vier Kinder aus Schwetig in der Mark, die auf dem dünnen Eise des Flüßchens Gilang einbrachen und in den Fluten ihren Tod fanden. Im ganzen waren es sechs Kinder, fünf Mädchen und ein Knabe, die die trügerische Decke durchbrachen. Doch wurde der Knabe und ein Mädchen von deren Mutter, die schnell herbeieilte, gerettet.
Schneestürme werden aus den verschiedensten Gegen den gemeldet. In ganz Belgien und in den Ardennen sind die meisten Wege verschneit, so daß sehr viele Ortschaften vom Verkehr abgeschnitten sind. Auf der Brennerbahn waren die Züge durch Lawinenstürze an der Weiterfahrt verhindert. Der Eisenbahnverkehr in Nordspanien ist durch die Schneeverwehungen unterbrochen.
* Die Zeremonie der Enthüllung des Mantels des Propheten wurde in Konstantinopel feierlich begangen. Der Sultan legte den Weg vom Yildiz- iost nach Stambul, wie in den letzten Jahren, zu Wasser zurück, und zwar auf der fürzlich in England neugebauten Jacht Seugudlu, die von 7 Jachten begleitet mar.
Venedig unter Waffer. Infolge eines beftigen Sturmes wurde ein großer Teil von Venedig unter Wasser gesetzt. Auf dem Markusplak erreichte das Wasser eine Höhe von über einen Meter. Der Verkehr wird nur durch Gondeln ermöglicht, alle Läden und Erdgeschosse der Stadi sind überschwemmt.
Der Frauenmord von Benito hat seine Sühne gefunden. Die beiden Schuldigen wurden zum Tode des Erdrosselns ver
urteilt. Wie unsere Leser sich entsinnen werden, Prozeß gegen die Mörder von Benito ganz Spanien i regung. Der vornehme Wüstling Don Carlos G Parades hatte sich mit einem früheren Rivalen, den Caſtejan, verbunden, ein Mädchen aus anständiger in ihrem Heim zu überfallen und zu vergewaltigen sie Widerstand fanden, erstachen sie das Mädchen und Mutter.
Vermischtes.
Statfer und Kaiserin als Paten.] Der Kaiser bekanntlich bei dem in einer Familie geborenen sie Sohne eine Patenstelle zu übernehmen, aus welchem stande sich im Volke die Meinung gebildet hat, daj die Kaiserin bei der Geburt der siebenten Tochter eine stelle übernähme. Wenigstens liefen in lezter Zeit fach dahinlautende Bitten ein. Doch wurden sie alle das Zivilkabinett grundsätzlich ablehnend beschieden, dings unter gleichzeitiger Beifügung eines Geldgeid für die junge Erdbürgerin.
Ein gemütliches Inserat findet sich im„ Bi Volksbl."„ Ein ovales schönes Weinfäßchen( 160 Lite halt) hat wegen Aufgabe des Trinkens umsonst abz Otto Broghammer, Triberg." Broghammer scheint bösen Kazenjammer gehabt zu haben.
[ Ein klassisches Beispiel von Professoren- Zerstren ist aus Amerika zu berichten. Leidtragender ist der dent der Cornelluniversität, Prof. Schurmann, der für Studenten folgende Tagesordnung ausgearbeitet 11 Stunden Studium, 2 für Mahlzeiten, 3 für förpen Uebungen, 1 zur Erholung und 8 für Schlaf. Die To ordnung wäre vorzüglich, wenn der Tag, wie Prof. ann anzunehmen scheint, 25 Stunden hätte.
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Das Grammophon als Kulturträger. Eine Methode, mit schwierigen Wilden fertig zu werden, die alle Kolonialmächte eine wahre Erlösung bedeuten hat der Oberst Gouraud, des Kaiserreichs Sahara Gene gouverneur", ausfindig gemacht. Er beabsichtigt näm Grammophone, Phonographen und Schreibmaschinen j der Marimgeschüße und Mausergewehre zur definitiven G oberung jenes großen Reiches zu benutzen. Was die Krie der Sahara tun werden, wenn sie die bekannten Bellstid aus dem Grammophon heraushören, hat Oberst Gouran noch nicht erklärt.
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Von der Schmiere. Schauspieler:..... Es geht richt anders, Herr Direktor, wir müssen hier einen Tutt muf der Bühne haben. Es wird besonders davon gesprochen mnd die Szene kann unmöglich wegbleiben!"- Ditettor Nee, en' Dhurm schaff' ich nich an!. Wenn Se durd mus dervon reden müssen, dann sagen Se äben die Wor : bischen undeitlich!"
Lokales.
Gießen 8. Tezember 1908 ** Der Großherzog hat an die Zweite Ra mer eine Botschaft gelangen lassen in der er den Tod de Brinzessin Elisabeth, seines innigft geliebten Kindes", a zeigt und von diesem leidvollen, sein väterliches S unsäglich schwer berührenden Trauerfall den Ständen ,, der sicheren Ueberzeugung" Renntnis gibt, daß diese seinem Schmerze aufrichtigen Anteil nehmen werden":"
* Parlamentarisches. Bei der gestrigen Beratu des Feld- und Forst- Strafgeseßes im Gesetzgebungsausschußer klärte der Justizminister auf eine Anregung des Abg. Kö die Feldrügsachen den Schöffengerichten zu e tragen, daß dies nicht gut angehe, da aller Voraussicht d in nächster Zeit eine Erweiterung der Tätigkeit der Schöf gerichte nach oben hin zur Entlastung der Straftamme beabsichtigt sei, da sich die Schöffengerichte erfreulicherte gut bewährt hätten.
** Provinzial- Ausschuß. Samstag, den Dezember, vormittags 9 Uhr, findet im Sizuna saale Regierungsgebäudes zu Gießen, Brandplag Nr. 9, in öffentliche Sigung des Provinzial- Ausschusses mit folgem Tagesordnung statt: 1. Den Leichenbeschauer in der meinde Azenhain. 2. Verteilung des Vermögens der Ho mark Forstkasse; hier: Urteilsverkündigung. 3 Klage Drtsarmenverbandes Frankfurt a. M. gegen den Ortsarm verband Friedberg wegen Verpflegung der Margarethe Mi aus Gelnhaar. 4. Die Unterhaltung der Durchlässe Ortsdurchfahrt Nieder- Gemünden. 5. Gesuch des Gemp Deubel zu Rüddingshain um Erlaubnis zum Betrieb ein Gastwirtschaft. 6. Gesuch des W. R. Schneider zu Obe Mörlen um Erlaubnis zur Errichtung eines Ringofens: der Gemarkung Nieder- Mörlen.
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+ Reichsbant Nebenstelle. Am 22. Dezem d. Is. wird in Faltenstein( Vogtland) eine von Reichsbankstelle in Plauen( Vogtl.) abhängige Reichsba Nebenstelle mit Kassenetnrichtung und beschränktem Girove fehr eröffnet werden. Dem Geschäftsbezirk derselben ist bisher zum Bezirk der Nebenstelle in Auerbach( Vogtl.) S hörige Ortschaft Ellefeld zugewiesen worden. Wechsel a Falfenstein sowie auf Ellefeld, welche nach dem 21. Dezembe fällig werden, sind an die neue Nebenstelle zu girieren. * Nebenbahn Grünberg- Lich. nehmen mit dem Großh. Ministerium des Innern giebt da Großh. Ministerium der Finanzen im Großh. Regierung blatt bekannt, daß dem Landtagsabgeordneten Jousi Butzbach, wie dem Komitee für die Erbauung einer fem bahn von Lich nach Grünberg auf die Dauer eines Jahre die Erlaubnis erteilt, Vermessungen und Vorarbeiten fü eine Nebenbahn von Lich nach Grünberg vorzunehmen. Der Sitz des Eisenbahnkomitees befindet sich in Grünber und es gehören ihm unter dem Vorsiz des Herrn 2. Mol Grünberg sämliche Bürgermeister der beteiligten Gemeinde an der projektierten Bahnlinie an.
□ Die Geleislegung der Bahnstrecke BußbachLich ist am Samstag beendet worden.
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