Einzelbild herunterladen

geführt, ehet

onnte. England gro

Ilo", nad ie die Stelle& brigen gelten mburello ber gehört ein inem fo fel fann mit&

durch das Benn bier& der Reiz m

boll für Spiel gern pegs leicht, es , überhaupt&

ques Lebaudy,

a in spe, hat

ganz wie ein unter den in fein Ka

5 Dienstperia entfekt über tofratischen G

en, Malteser, einen schlimm end, dort um

fende Abenteu en, die allen m geftritten und

gen gestürzt n die Heerscha em Staate die senden zum en, um den rache der Sal en. Die Beju Schalt die Bos Lieferanten d

, ihre Waren Ten Seiten zu von Adergerä Sadzeug und al jefretäre, die al find. Ein un ripännigen Wag eigen. Es wi

eisen die Pari nächster Zeit c he Hauptstadt Ehren: Vien bekannten Vien des Gaffenhauer oll ist eine fold Bie aus Rom g von ihrem Aut g erholt; derfel ffamer, als m rläufig die Aus ngjähriger Prari auer Oberlande haus der erite n Preußen 186

zu Celle unt Staatsbeleid Beseitigung de if Minuten vo vor der Stadt cr laut dreimal te er ein große nft, und hann ung! Die Fra h bitte dem fr

ehrmale gerufe djer Straße.

men jebigen Som

den Preußiide

teckbrief, den d en Ralffabrita Der Rubrit

elben madht de

Ausnahme feira ung eines Paj

eddon, der wohl inister von New

g umbeabsichtigt wie er fpotten

hender Berehre

at sich nun de feine Rede mi nlich meil mas gemacht hatte Tchen Weltreid Welt zu reba

Is durchaus ge

tehenden Säbe

olds" der Rede ein Mann, der

nbat", während

Da das Wort

Seddon fluger

rs de combat

e. Der ander

den, daß Nen

folgt." Soffent

icht hinter Mr

dern bleibt nod

Freude feiner

liche Fall, daf geworfen wird indevertretung

ill. Sie hat

brend an den

altenkirchener ründung wird

häufig B

agen darüber

17

faut werden hören, daß eine Sekundärbahn zu schnell ährt? Da scheinen ja wirklich die idyllischen Tage der Sefun­ärbahn gezählt zu sein.

[ Der letzte Schmerz der Geiſtinger.] Die Gattin des Dr. Josef Hoffmann, des langjährigen Arztes der Ope­cettendiva Marie Geiſtinger, hat Wiener Blättern die letzten Briefe der Verstorbenen zur Verfügung gestellt. In einem Briefe vom 29. Juli heißt es: Heute heißt's nun im Zimmer bleiben. Ich ärgerte mich dieser Tage wieder über die Zei­mgen. Es ist ja rührend, wie lieb man noch an mich denkt doch warum werde ich um jeden Preis älter gemacht? Es kommt ja, wenn man doch einmal so alt ist, wie ich, auf die drei Jahre nicht an aber warum soll ich durchaus schon 70 sein? Ich bin 1836 geboren, wurde also jetzt 67 ilt. Ein Lerikon hat einmal mein Alter Geburtsjahr 1833" angegeben und es dabei trop eines Protestes meiner­seits gelassen. Und nun machen es die anderen Zeitungen alle nach." Die Geiſtinger war dafür bekannt, daß sie absolut nicht alt werden wollte. Als einmal ein indiskreter Redner bei einer Feierlichkeit ihr Geburtsjahr nannte, fiel jic, ihn mit einem lauten Schrei übertönend, in künstliche Ohnmacht.

** Gebt acht auf die Krähen! Die ostpreußische Vogel­warte Rossitten wird im Herbst mit einer Reihe von prak­tischen Versuchen beginnen, die voraussichtlich bemerkens­werte Aufschlüsse über einige noch dunkle Vogelzug fragen, wie Richtung und Schnelligkeit des Zuges, geben können. In jeder Zugzeit, Herbst und Frühjahr, werden auf der Kurischen Nehrung hunderte, unter Umständen, tausende von Krähen zu Speisezwecken mit Neßen gefangen. Von diesen Vögeln soll nun eine große Anzahl durch einen um einen Fuß gelegten und mit Nummer und Jahreszahl ver­sehenen Metallring gezeichnet und dann sofort wieder in Freiheit gesezt werden. Die Erbeutung solcher gezeichneten Tiere wird stets interessante Schlüsse zulassen. Der Ver­such soll mehrere Jahre hindurch und, wenn möglich, im größten Maßstabe fortgesetzt werden. Wenn wir dann erst hunderte, ja falls die Mittel der Station es erlauben- tausende von gezeichneten Krähen in Deutschland und den angrenzenden Ländern haben, dann kann der Versuch ganz neue Gesichtspunkte über die Verbreitung einer Vogelart eröffnen und auch über die viel besprochene Frage nach dem Alter der Vögel Aufschluß geben. Ohne Unterstützung der weitesten Streise ist der Versuch hinfällig. Darum ergeht an alle Jäger, Forstbeamte, Landwirte, Vogelliebhaber, Gärtner, überhaupt an jedermann die Bitte, beim Erbeuten von Krähen auf die Füße der Tiere zu achten, den etwa mit einem Ringe versehenen Fuß im Fersengelenk abzu­trennen und in einem geschlossenen Briefumschlage an die Vogelwarte Rossitten, Kurische Nehrung, Ostpreußen, zu schicken. Auf einem beiliegenden Bettel ist genau Tag und, wenn möglich, auch Stunde der Erbeutung zu vermerken. Alle Auslagen werden zurückerstattet, auf Wunsch wird auch die Krähe bezahlt. Besonders gilt die Bitte den Landwirten, die auf ihren Gütern durch Gift zuweilen große Mengen von Krähen erbeuten. Sie mögen sich der verhältnismäßig geringen Mühe unterziehen, die umherliegenden Kadaver untersuchen zu lassen. Ueber die Ergebnisse wird seinerzeit berichtet werden. Die gezeichneten Vögel werden nament­lich Nebelkräben und auch Saatkrähen sein.

Humor des Auslandes. Professor Wilson in Edinburg schrieb einst an die Türe seiner Klinik: Professor Wilson teilt hierdurch den Studenten mit, daß er heute zur Königin gerufen wurde." Als er am Morgen zurückkehrte, fand er, daß ein Student hinzugefügt hatte: ,, God save the queen."

Ererbtes Finanztalent. Daß die Amerikaner so firm sind in der Kunst, rasch große Vermögen zu erwerben!" Kein Wunder. Denken Sie, wie viele Kassierer im Laufe der Jahrhunderte nach Amerika durchgebrannt sind!"

Lokales.

( Jugend.)

Gießen, 8. Oftober 1903.

Der Großherzog hat am 15. Auguſt dem Kirchendiener Heinrich Schmidt I in Winnerod das Alge­meine Ehrenzeichen mit der Inschrift Für 50jährige treue

Dienste" verliehen.

*

Zur Feier der Vermählung des Prinzen Andreas von Griechenland mit der Prinzessin Alice von Battenberg fand am Donnerstag Abend im Kaiser­saal des Residenzschlosses Hofta fel statt. An der überaus reich und geschmackvoll mit Blumen und Pflanzen gezierten Tafel waren 98 Gedecke aufgelegt. An derselben nahmen sämtliche in Darmstadt wellende Fürstlichkeiten teil. Die Musik stellte die Kapelle des 1. Großh. Inf.-( Leibgarde-) Regts. Nr. 115.

-

Stadttheater Gießen. Nochmals sei auf die morgige Aufführung des so orginell ausgestatteten Blumen­thal- Kadelburg'schen Lustspiels Der blinde Passagier" hin­gewiesen, das auf vielseitiges Verlangen als zweite Freitags­Abonnementsvorstellung wiederholt wird. Am Dienstag, den 13. Oktober, geht als erste Vorstellung Lessings Minna von Barnhelm" in Szene. Da von vielen Seiten nach der günstigen Aufnahme der Leistungen der Direktion noch nachträglich feste Wochen- Abonnements ge­wünscht wurden, so sei darauf hingewiesen, daß solche vor­läufig noch ausgegeben wurden und für bereits versäumte Vorstellungen Gutscheine erteilt werden, die für eine be­liebige andere Abonnementsvorstellung ohne Aufschlag ver­wertet werden können. Besonders im Freitags- Abonnement sind noch gute Plätze frei.

*** Verein Hundesport Gießen. Die von diesem Verein für nächsten Sonntag, den 11. Oftober, aus­geschriebenen öffentlichen Preisschliffen werden sich einer regen Beteiligung hiesiger und auswärtige Kynologen zu erfreu'n haben. Der neue Sportplag am Mittelwege in Gießen in nächster Nähe von Philosophenwald und Liebigs­höhe belegen, ist in tadelloser Ordnung und mit allen modernen Einrichtungen versehen, sodaß der Besuch dieser Veranstaltung am Sonntag auch weiteren Kreisen bestens empfohlen werden kann, zumal da auch für die Restaurier­ung der Anwesenden alle Vorkehrungen getroffen sind. Als Breisrichter werden die Herren Orth und Proeßler ans Frankfurt a. M. fungieren, und bei den zahlreich einge­gangenen Meldungen dürften die Prüfungen sich bis zu den Abendstunden ausdehnen, obwohl der Beginn schon für den Vormittag auf 81 Uhr pünktlich angesezt ist."

** Soirée Fly und Slabe. Die geheimnisvollen Demonstrationen, die das bekannte Künstlerpaar Fly und Slade heute Donnerstag im Neuen Saalbau" zu Gießen zur Aufführung bringt, haben in allen Großstädten des In- und Auslandes, in allen gebildeten Kreisen viel Interesse erregt. Es sei noch bemerkt, daß es sich bei dieser Soiree also nicht nur um einen Vortrag, sondern um eine wirklich sensationelle Vorstellung, mit einem zwei Stunden füllenden Programm, handelt.

*

+ Meuselwitz, 3 Dft. Eine teuere Tapete hat ein hiesiger Weichenwärter, der sein Wärterhäuschen mit alten Lotterielosen tapezirte. Der Mann hat seit Jahren mit vielen Kollegen gespielt und hat als Oberspieler" die Lose von 3 Jahren gesammelt. Die Tapete hat mehr als 1000 Mt. gekostet.

Hungen, 8. Oftbr. Auf der Provinzial- Fohlen­weide im Tiergarten sollen infolge eines Beschlusses der Verwaltungskommission nach Beendigung der dies­jährigen Sommerweideperiode vom 1. Oktober an bis zum Beginn der nächstjährigen Weideperiode Fohlen in Winterweide und Pflege genommen werden. Der Provinzialverein stellt zu diesem Zweck die Stallungen und, soweit dieselben in Anspruch genommen werden können, die Weideschläge und den Wärter zur Pflege der Fohlen zur Verfügung.

Zu den Warendiebstählen in der Firma K. Nowac- Gießen, worüber wir gestern eine kurze Mitteilung brachten, wird der Darmst. 8tg." folgendes aus Gießen geschrieben: Die Staatsanwaltschaft ist hier großen Dieb­stählen, die seit Jahren in zwei hiesigen Geschäften verübt wurden, auf die Spur gekommen. Es handelt sich um fort­gesezte Seiden- und Leine waren- Diebstähle, welche von Ver­fäuferinnen begangen sein sollen. Gestern wurden zwei= Schotten. Am Sonntag fand im Lehrerheim Vogels­Schwestern vernommen, die älteste wurde in Haft behalten. berg eine außerordentliche Generalversammlung des gleich­Ein drittes verdächtiges Mädchen hat sich vor vier Wochen namigen Vereins statt, die trotz der ungünstigen Witterung nach außerhalb an einen Tierarzt verheiratet. Ihre Ver- im Vergleich mit früheren derartigen Versammlungen recht haftung ist ebenfalls verfügt. Eine Schneiderin, welche einen gut besucht war. Da es dem stellvertretenden Vorsitzenden Teil des gestohlenen Gutes gekauft hat, ist wegen Hehlerei wegen Arbeitsüberhäufung unmöglich ist, alle Arbeiten zu verhaftet worden. Weitere Personen sind gleichfalls der erledigen, wurde in dem Schriftführer, Herr Ludwig- Ober­Hehleret verdächtig. Die Chefs der bestohlenen Geschäfte| lais, eine Hilfe gegeben, sodaß in Zukunft alle das Lehrer­hatten eine Anzeige unterlassen und sich durch die Zusicherung heim betreffenden Buschriften u. s. w. bis auf weiteres direkt einer Entschädigung von mehreren Tausend Mark von den an letzteren Herrn gerichtet werden fönnen. Die nächste Diebinnen schadlos zu halten versucht. Dennoch erhielt die Generalversammlung soll in Verbindung mit der nächst­Staatsanwaltschaft einen Wink und ließ sofort die beiden jährigen Delegiertenversammlung des hessischen Landeslehrer­Chefs unter Eid vernehmen. Die Folge waren die vor- Vereins in Bad- Nauheim stattfinden, während in Zukunft genommenen Verhaftungen, mit denen allerdings der Kreis wieder alle Versammlungen im Herbste in dem Lehrerheim der Mitschuldigen noch nicht erschöpft sein dürfte. abgehalten werden sollen.

1000 Mt. Belohnung. Die seit 18. Auguſt 1901 verschwundene, damals sechsjährige Else Kassel aus Hannover ist noch nicht aufgefunden, und der Herr Regierungs­präsident zu Hannover hat eine Belohnung von 1000 Mt. demjenigen zugesichert, welcher Tatsachen bekundet, die zur Ermittelung des Verbleibs des Kindes führen. Signalement ( z. Zt. des Verschwindens): Schlanke Statur, ein Meter groß, hellblondes, lockiges Haar, blonde Augenbrauen, graue Augen, volles, rundes Gesicht, rote Wangen, gesunde Zähne, deutliche Sprache; besonderes Kennzeichen: in der linken Hand eine Warze.

+ Bierbrauerei und Bierbesteuerung im Großherzogtum Hessen im Rechnungsjahr 1902. Im Jahre 1902 waren im Großherzogtum Hessen 125 Bierbrauereten im Betrieb, gegen 129 im Vorjahr, im ganzen wurden in diesen Brauereien 1567 134( 1901 1 574 087) Hektoliter Bier gebraut. Gegen das vorhergehende Jahr ergibt sich hiernach eine Minderproduktion von 6953 Heftoliter. Sämt­liche Brauereien haben nur untergähriges Bier hergestellt; die im Vorjahr noch bestandene einzige Brauerei, welche obergähriges Bier bereitete, ist seitdem eingegangen. An Steuerpflichtigen Braustoffen wurden im Jahre 1902 30697641 Kilogramm geschrotenes Gerstenmalz und 21 652 Kilogramm sonstiges Getreide, an Malzsurrogaten 121 520 Kilogramm Reis und 160 Kilogramm Zucker aller Art verwendet. Gegen das Vorjahr kamen 767 731 kilogramm Gerstenmalz und Sonstiges Getreide und 3899 Kilogramm Malzsurrogate weniger zum Verbrauch. In Hinsicht der Ein- und Ausfuhr von Bier haben sich gegen das Vorjahr feine wesentlichen Veränderungen ergeben. An Brausteuer sind im Großherzog tum im Jahre 1902, nach Abzug von 5151 M. Steuerver­gütung für ausgeführtes Bier, 1228 521 M. eingegangen, 30 109 m. weniger als im Vorjahre. Die drei höchsten Steuerbeträge wurden mit 200 980 Mt., 84 488 Mt. und 88 070 Mt. entrichtet.

+ Alles findet Käufer! In Bingen wurde der Nachlaß" des hingerichteten Raubmörders Detrois ver­steigert. Der Radfahreranzug, indem er seine Tante er­mordete, brachte 25 Mt. ein. Das Motorrad, das Detrois in Koblenz mit dem geraubten Gelde gekauft hatte, wurde um 395 Mt. an einen Mainzer Wirt verkauft. Auf diesem Rade fuhr Detrois von Koblenz nach Frankfurt a. M. Auch einige Damenkleider, die von Frankfurter Kellnerinnen stammten, fanden Liebhaber. Im ganzen wurden 895 Mt. gelöst.

Modernste Backstein- Architektur. Was für eigenartige Architekturdetails die Moderne zutage fördert, darauf macht die Deutsche Töpfer- u. Ziegler- 8tg. aufmerksam. Vor kurzem ist die neue St. Benno- Kirche in Linden bei Hannover vollendet worden; der Erbauer derselben, Prof. Chr. Hehl in Charlottenburg, giebt eine Beschreibung derselben im Zentralblatt der Bauverwaltung, worin derselbe ausführt, daß im Innern der Kirche die Steine für Kapitelle, Kragsteine usw. nach Zeichnung aus vollen Biegeln mit dem Maurerhammer gehauen worden sind. ,, Was sind doch die alten grichischen Architekten für Stümper gewesen, daß sie die Marmorsäulen und Wände ihrer Tempel­bauten abschliffen und prolirten. Wie viel schöner müßten diese Tempelbauten nach dem Sinne unserer modernen Roh­bauarchitektur wirken, wenn die Schulen einschließl., die Kap telle und Gesimse mit dem Bossierhammer gehauen wor­den wären und sie müßten noch schöner wirken, je rauher und ungleichmäßiger alle Lager- und Stoßfugen der Mar­morblöcke bearbeitet wurden, es muß allerdings berücksichtigt werden, daß von allen griechischen Tempeln auch nicht eine Säule mehr stehen würde, wenn deren Baumeister auf die technische Vollendung und die Auswahl ihrer Baumaterialien nicht so große Sorgfalt verwendet hätten."

§ Leihgestern, 7. Oft. Ein Landwirt, welcher in das Feld fahren wollte mit seinem Gespann Ochsen, tam in eine unglückliche Lage mit denselben. Die Ochsen wurden von der Blähung befallen. Durch sofortige Hilfe von Neuhof aus wurden die Ochsen vor dem Verenden gerettet. Ein Oberschweizer von Neuhof nahm an beiden Tieren den Panzerstich vor; die beiden wertvollen Fahrochsen sind heute wieder hergestellt.

]-[ Stockhausen, 8. Okt. In der hiesigen Grube erlitt dieser Tage ein Arbeiter einen bedauerlichen Unglücksfall. Durch herabfallendes Gestein usw. erlitt er derartige Ver­legungen, daß er in die Klinit nach Gießen überführt werden mußte.

Heldenbergen. Von einer Anzahl im Gasthaus zur Gehspiße" bei Groß- Karben versammelten Turnver­einen wurde am 4. Oktober der Turngau Niddatal" ge­gründet. Dem neuen Gau traten sofort 7 Vereine bei, während eine größere Anzahl Vereine ihren Eintritt in Aussicht gestellt hat. Das im Jahre 1904 abzuhaltende Gauturnfeft wurde dem Turnverein Klein- Karben übertragen.

Griedel, 6. Dft. Gestern mittag verunglückte in der hiesigen Sandkaute Herr Johs. Kimmes von hier; er erlitt schwere Verlegungen an Armen und Beinen. Der Bedauernswerte wurde in die Klinik nach Gießen verbracht.

"

Bad Nauheim, 7. Oft. Gestern wurde hier in der Villa Saxonia" in der Frankfurterstraße ein Einbruch versucht. Der Täter drang durch ein offenes Fenster in die Parterreräumlichkeiten ein und überfiel zwei schlafende Damen, wobei er die eine derselben nicht unerheblich verlegte. Als auf die Hülferufe der Damen die übrigen Hausbewohner er­schienen, war der Eindringling bereits entkommen.

> Friedberg, 8. Oft. Wie aus Blaubeuren gemeldet wird, hat der Defan D. Wurster einen Ruf als Professor an das hiesige Predigerseminar erhalten.

() Frautfurt, 8. Dft. In der vergangenen Nacht stürzte sich der 55jährige Sensal Joh. Heinr. Maas aus seiner im dritten Stock belegenen Wohnung auf die Straße. Er erlitt einen Schädelbruch und war sofort tot. Das Motiv der Tat soll Schwermut sein.

Frankfurt, 8 Dft. Auf dem Hauptpostamt wurde gestern ein als unbestellbar zurückgekommenes Patet geöffnet, um den gleichfalls unauffindbaren Absender zu ermitteln. Als der Beamte die Schnur durchschnitten und das Backpapier abgenommen hatte, tam aus dem Karton ein unangenehmer Geruch hervor, und als man die Pappschachtel öffnete, fand man darin die bereits völlig in Verwesung übergegangene Leiche eines neugeborenen Kindes. Die sofort benachrichtigte Kriminalpolizei beschlagnahmte die Leiche; sie wurde heute vormittag seziert. Die Mutter des Kindes ist noch nicht ermittelt.

(*) Frankfurt. Eine der zweckmäßigsten und am Meisten benugten Einrichtungen der sog. Ausführungs­stelle" ist diejenige des Eilbriefes. Will Jemand eine eilige Mitteilung an einen Anderen gelangen lassen, so diftiert er der Ausführungsstelle diese Mitteilungen durchs Telephon und von dort werden sie in ver­schlossenem Kouvert per Radfahrboten an ihre Adresse gesandt. Gegen diese Nachrichtenübermittelung erhebt der Postfiskus Einspruch und hat einen Beamten be­auftragt, die Boten der Ausführungsstelle auf derartige Gilbriefe" zu kontrollieren.

"

Mainz, 7. Oft. Kürzlich ging ein 12 jähriger Schul­junge durch, nachdem er seinen Eltern 70 mt. gestohlen hatte. Auf die Schulbank hatte er damals geschrieben: " Es ist erreicht"! Jezt ist er zurückgekehrt, nachdem er das Geld auf einer Rheinreise" durchgebracht hat.

"

Brieffaften.

L. B., Ettingshausen. Soeben sendet uns Krisch­doff Schomber aus Weimar beste Grüße. Eine kleine notwendige Geschäftsreise hat ihn nach dem schönen Thüringen geführt. Mit neuen Anschauungen und Erlebnissen wird er dann nach der Rückkehr seine Briefe" veröffentlichen und Ihrem Wunſche volle Rechnung tragen können.

Marktberichte.

Gießes, 8. Oftbr. Auf dem heutigen Wochenmartt lofteten Butter per Bfb. 0.90-1.00 Mt., Hühnereter 2 Stüd 14-16 Bfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar Mr. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.80, Hahnen, per Stüd Mr. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.80-2.40, Gänse Þ. Bfb. 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfb. 66-76 Pig. Schweine­fleisch gesalzen per Bfund 0.80 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-74 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 6.00-7.00 mt., Zwiebeln per 3t. m. 4.50-5.00, Kirschen per Pfund 00-00 fg. Milch ver Liter 18 Vfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehre dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Um­herziehen feilgeboten werden.

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin lein: Mr bas Sotale, ben Gerichts- und Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermant Brad und Berlag ber Gießener Berlagsbruderet( vorm. Wilh. Keller), Gießen.