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Gießen 7. Dezember 1903.
Der Großherzog empfingen am 5. Dezember u. a. beim fretsbauinspektor Hechler von Lauterbach, den Kanzleiintor Albohn von der Hauptstaatskasse, den Kreisrat
megen betrieben von Bensheim.
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Der Großherzog hat dem Pfandmeister für den Beitrokim gsbezirk Alsfeld Jakob Hummel aus Anlaß seiner Vehung in Ruhestand das Silberne Kreuz des Verdienstortons Philipps des Großmütigen verliehen.
□ Kreisausschuß. Nächsten Montag, den 14. galizijchen Desember, vormittage 10 Uhr, findet im Sigungssaal des
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schönsten Marken zu haben.-" Braun Bier ist| Berein, unter Vorsitz des Bürgermeisters, hat wieder an
gut geraten" und züchtige Mädchen und liebliche Frauen, mit Augen mit braunen und schelmischen blauen, die regen ohn' Ende die fleißigen Hände, zu stillen den großen, den mächtigen Durst. Daneben dann auch noch sehr wohl zu beachten und nicht zu verachten, die leckersten Brätlein, die feinsten Salätlein und nicht zu vergessen die schönsten Fineßen. Doch nun genug! Ueberzeuge sich Jedermann selbst, er wird immer noch Ueberraschungen finden und befriedigt von dannen ziehen!
* Stadttheater Gießen. Auch an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß die für heute annoncierte Renaissancevorstellung nicht stattfindet. Aus Rücksicht auf den Bazar findet die nächste Abonnementsvorstellung erst am
Mitgliederzahl zugenommen, ein Beweis, daß man mit dem 8wede und den Erfolgen des Vereins sehr zufrieden ist. Hausen, 6. Dez. Der hiesige Gesangverein Eintracht hat beschlossen, sein 20 jähriges Bestehen, in Gestalt eines Sängerfestes verbunden mit Fahnenweihe am 26. und 27. Juni nächsten Jahres zu begehen.
A Weylar, 5. Dez. Auf dem hiesigen Wochenmarkte kostete das Pfd. Butter 1,25 Mt., Eier 1 Stück 9 Pfg.
et einen am Regierungsgebäudes zu Gießen eine Sigung des Kreis- Freitag, den 11. d. M. statt. Dienstag, den 8. Dezember artikel der Schule, wie Kreide, Stahlfedern, Violinsaiten
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auguses statt. Die Tagesordnung ist u. a. folgende: Mars der Georg Weber Erben gegen einen Polizeibefehl doker Großh. Bürgermeisterei Gießen: betr. die NiederIlgung des Hauses Neuen Bäue 20 in Gießen. Drtsbürgernugen zu Mainzlar. Aenderung von
igen Landestatutan von eingeschriebenen Hilfskaffen auf Grund der
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Novelle zum Krankenversicherungsgeset
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Entschädigung dks Christoph Wagner IV. zu Gießen für gefallenes Vieh. Entschädigung des Hermann Junker zu Lich für ge
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des Armes is in Gießen ernannt.
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Der Großh. Landgerichtsrat Dr. Schäfer wurde 3m Borsigenden der Kammer für Handelssachen mit dem An die weite Rammer gelangte eine Rerungsvorlage betr. Einführung eines staatlichen Beerbigungswesen.
in ihrer Riefenhummer * Alice- Bazar zu Gieken. Drei Wochen aus Camden fill: nb vergangen seit wir, von Knecht Rupprechts gestrenger bei gutem Miene eingeschüchtert, innehielten in der Erzählung von he Töne wie e den, was wir ahnten von all' dem Schönen, welches der e dazu benuazar uns zu bringen versprach. Inzwischen ist der oucester, Mo inter eingezogen mit Schnee und Eis und so kurz es d, New Ham oruch ist, die Sehnsucht nach Blumen und Blütenduft, wie hatte ein bei der Frühling uns bringt, rect sich in den Herzen, die tet porauseilen in ihrem Wünschen und Hoffen Auch liese Wünsche, diese Sehnsucht wird der Bazar erfüllen. Bunderbar leicht und graziös, überschattet von wuchtiger Dus, hebt sich ein Blumentempel in seiner Mitte empor, Serz mnd Auge entzückend durch das, was er Schönes und Biebliches birgt. Die Kinder des Frühlings, Veilchen und Waiblumen, sie blühen und duften, Narzissen und die gelang es Tulipun, die sehen sich viel schöner an als Salamonis Seiden und Rosen giebt es, Rosen in Menge, Rosen in allen Farben und unter ihnen wieder Rosen, nichts als Mofen, aber solche mit leuchtenden, lachenden Augen, deren Besitzerinnen gerne uns spenden mit zierlichen Händen den Brant aus der duftenden Blüte des himmlischen Reiches, 1 dole freundlich fredenzen charmante den braunen Trant ider Levante. Im lauschigen, weinumranften Stübchen idaneben für würdige Becher sich findet der Becher gefüllet mit ebolem, mit föstlichem Wein! Der kräftige, mächtige hein wein, der prickelnde, füffige Mos- 1, der feurige Mälzer sie alle harren der Gäste. Und Bowle giebt , föstliche, duftende, fühlende Bowle, Madames, Messieurs! Dann tönt die Guitarre, die Zimbel erklingt und wild" - mein nicht hier ,, der Reigen sich schlingt" dafür giebt es andere Pläßchen, denn die tanzluftigen Jungfrauen nd Jünglinge sollen auch zu ihrem Recht kommen. Weiter ht unsere Wanderung und staunend stehen wir vor Coppens mächtig m Tore!- Rätselhafte Inschriften er3.iblen von alten Zeiten, leicht aufsteigende Wölkchen, mirzüger Duft verraten uns, daß hier Rauch- Dantopfer gbracht werden. Gelten sie auch nicht Isis und Osiris,
e zu machen Dir nicht laut gang. Di n lauter gemad, i espielt wird, eben hotograph aus das sich wi t fein Atelier& meine indern?"- dafür?"- Frau nachden abe nur erst Jitzblätte ( beim Sternf nuppen? Was mein Kontrrent
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doch wohl den diensteifrigen, schlanken, glutäugigen Tochtern des Landes. Ganz nahe daran hat die Sezession ihre Belte aufgeschlagen. Würdig und vornehm, in dezentem ahunen bietet sie Luxus- und Kunstgegenstände, auch hier ertretend ihr ernstes Streben, zu veredlen, zu verschönen die Häuslichkeit, das Leben. Damit sie nicht allzu reserwert ausschauen, hat man in ihrer Mitte einem ganz anderen Clemente ein Pläßchen eingeräumt. Hier sprudelt und fiumt und perlt es und ist's auch nicht gerade aus dem Meller der Wittwe mit dem lieblich glucksenden Namen Veuve Cliquot) so sind doch die feinsten,
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geht als 5. Volksvorstellung L'Arronges beliebtes Volksstück Hasemanns Töchter in Szene. 9. Dez., nachm. 3½ Uhr, ist eine Schülervorstellung anFür Mittwoch, den gesetzt, die Geschwister von Göthe und Wallensteins Lager bringt. Die Preise für diese Vorstellungen betragen 1 Mt. für Loge, 60 Pfg. für Sperrsiz und 40 Pfg. für alle anderen Saalpläge. Gallerte toftet 20 Bfg. Sämmtliche Bläge mit Ausnahme von Gallerie sind nummeriert. Das Ende dieser Vorstellung- die selbstverständlich auch für Erwachsene zugänglich ist gegen 54 Uhr. * Die Allgemeine Sterbefasse Gießen, welche vor nunmehr 14 Jahren gegründet wurde und jetzt in ihr 15. Geschäftsjahr tritt, hielt am letzten Samstag im ,, Gambrinus" ihre Generalversammlung ab. Aus ihrem legten Vereinsjahr ist folgendes zu erwähnen. Die Kasse besteht zur Zeit aus 1199 Mitgliedern und hatte im verflossenen Jahre einen Zuwachs von 105, dagegen einen Abgang von 12 Mitgliedern( 9 durch Tod, 3 wurden ausgeschlossen). Während ihres 14 jährigen Bestehens hat sie 135 Sterbefälle unter ihren Mitgliedern gehabt, und wurden hierfür an 15 Mitglieder à 75, an 15 à 100, an 24 à 120, an 23 à 150, an 10 à 170, an 14 à 185, an 13 à 200, an 12 à 210 und an 9 à 230 Mt. in Summe 20435 Mt.
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X Hohensolms, 4. Dezbr. In dem benachbarten Dörfchen Mudersbach hat es sich ein Unbefugter schon öfters erlaubt, dem dortigen Schulsaale nächtliche Besuche abzustatten. Dabei hat er stets seinen Weg durch ein offen= stehendes Fenster genommen und jedesmal allerlei Gebrauchsmitgenommen, um sie später in der Nähe der Schule wieder auszustreuen. Auch an der Schulgeige hat er einst seinen Mutwillen ausgelassen und die Saiten derselben zerstört. Als er bei einem erneuten Besuche auch allerlei Bücher des Lehrers mitgehen hieß, scheint man auf die Spur gekommen zu sein und wird ihm das mutwillige Treiben wohl bald gelegt werden.
+ Groß- Felda, 7. Dez. Der hiesige Kriegerverein hat in seiner am letzten Samstag stattgefundenen außerordentlichen Generalversammlung beschlossen eine Vereinsfahne anzuschaffen und die Weihe im nächsten Jahre mit dem 30. Stiftungsfest gemeinsam zu feiern. Damit an dieser Festlichkeit aber auch der ga ze Bezirk teilnehmen kann, hat auf gegenseitiges Verständnis sich der Bruderverein in Windhausen das Bezirkskriegerfest, welches er 1904 haben sollte, an GroßFelda abgetreten, wodurch es nun möglich ist, daß diese dret Feste hier zusammen gefeiert werden können. Indem wir dem Kriegerverein Windhausen an dieser Stelle Dank sagen, hegen wir das feste Vertrauen zu unseren Mitbewohnern, be sonders zu unseren Frauen und Jungfrauen für die Beschaff ung des Synbols der Treue, daß bis zum Tage des Festes ein Jedes mit teilnimmt an den Vorarbeiten und Gelingen des Festes.
() Marburg. 4. Dez. Ein gewalttätiger, räuberischer Ueberfall wurde gestern Abend vor den Toren der Stadt verübt. Vier junge Leute aus dem benachbarten Dorfe Kappel die in Kirchhain beschäftigt sind und jeden Abend von dort mit der Bahn hierher zurückkehren, überfielen unweit des Südbahnhofs einen von Rappel tommenden Töpferwaren- Händler aus Kirchhain. Sie warfen ihn zur Erde und mißhandelten ihn so lange, bis er ihnen 70 ẞfg. gab. Danach zogen sie weiter und ließen ihn liegen. Mühsam schleppte sich der Ueberfallene hierffer und nahm ärztliche Hilfe in Anspruch. Er soll einen großen Geldbetrag mit sich geführt haben, wovon die Buischen jedoch keine Kenntnis hatten. Heute Abend wurden sie bereits, als sie von Kirchhain tamen, am Nordbahnhof verhaftet. Falls die Sache als Straßenraub aufgefaßt wird, fann sie ihnen sehr teuer zu stehen kommen.
ausgezahlt. Außerdem besißt die Rasse einen Reserveford von 5348 Mr. und ist mithin im Stande, selbst in außergewöhnlichen Fäller, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Erfreulicher Weise ist die Sterbekasse auch wieder in der anwieder zu erhöhen und zwar von 230 auf 250 Mt. Das genehmen Lage vom 1. Januar 1904 ab, das Sterbegeld Eintrittsgeld beträgt für eine Person im Alter von 16-25 Jahr Mt. 1.-, von 25-30 Mt. 1.50, von 30-35 Mt. 2.50, bon 35-40 Mt. 4.-, 40-45 Mt. 7.-. Bet der Aufnahme ist außerdem noch ein Sterbefall beitrag 25 Pfennig zu bezahlen. Für jeden Sterbefall eines Mitgliedes ist der Kasse ein Beitrag von 25 Pfennig zu entrichten, welcher durch den Kassenboten gegen Quittung erhoben wird. Ein von Gießen wegziehendes Mitglied kann auch ferner bei der Kasse verbleiben, wenn der Wegzug desselben dem Vorstande mitgeteilt wird. Zur Auskunft in allen Fragen ist Herr Emil Noll, Dachdeckermeister, Herr Rauschenberg, 4 Dez. Heute Morgen wurde der Schuhmachermeister Seidewand, Teufelslustgärtchen 20, so hiesige Einwohner S. erhängt aufgefunden. Dies ist in wie Herr H. Bruchhäuser, Wolfstraße 8 gerne bereit. Die wenigen Wochen der zweite Selbstmord in unserem sonst so Vorstandswahl ließ alles beim Alten; H. Seidewand I. Vor- stillen Städtchen. fißender, Emil Noll II Vorsißender, H. Bruchhäuser Rechner, Karl Bonarius Schriftführer, G. Beckmann, K. Stadler und August Bock Beisitzer, L. Schnecko, Gustav Holtberg, Herm. Müller, Heinrich Fourier und Daniel Linker Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Einnahmen des Vereins vom 1. Dezember 1902 bis 30. November 1903 belaufen sich auf 3059 Mt. 93 Pfg., die Ausgaben auf 2719 Mt. 38 Bfg., erspart wurden demnach im verflossenen Vereinsjahr 340 Mt. 55 Pfg.
** Wir möchten die Landwirte auf die Wetterberichte aufmerksam machen. Welchen Nußen diese Berichte für die Landwirtschaft haben, erfahren diejenigen, welche sich vom Frühjahr bis Herbst in ihrer Arbeit danach einrichten. Im Norden und Often Deutschlands ist die Einrichtung der täglichen Wetterberichte schon lange als ein Segen von der Bevölkerung erkannt.
× Leihgestern, 7. Dez. Der hiesige Obstbauverein hatte gestern beim Wirt Bender Versammlung und beschloß vom nächsten Jahre ab mit der Anpflanzung junger Birnbäume zu beginnen. Die in früheren Jahren gesezten Aepfelbäume sind ist soweit heraus und auch in genügender Zahl durchgekommen, so daß man sich eben für diesen Wechsel jezt ent schloß. Es werden 12 verschiedene Virnenforten eingeführt. Hoffen wir, daß auch diese Neuerung gut einschlägt. Der
+ Hopfmannsfeld, 4. Dezbr. Bei der Beigeordstimmig( mit 26 Stimmen) als solcher gewählt. netenwahl wurde Herr Johannes Greb 3. fast ein
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen.
Gartenstraße 2.
Es können eingestellt werden:
1 landwirtsch. Knecht, 2 Mägde. 15 Erdarbeiter, 1 Schmied, 2 Küfer, 1 Möbelschreiner, 2 Megger, 2 Schneider, 1 Friseur, 3 Schuhmacher, 1 Sattler, 1 Diener nach auswärts, 2 Hausburschen, 1 Köchin, 11 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und ausw.
Lehrlinge:
1 Küfer, 1 Schreiner, 1 Friseur. Es suchen Arbeit:
3 Schlosser, 1 Spengler, 1 Rüfer, 1 Mez jer, 1 Mälzer, 1 Schuhmacher, 1 Kutscher, 1 Fahrbursche, 1 Kellner, 1 Portier oder Diener, 4 Hausburschen, 5 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 4 Lauffrauen, 1 Wasch oder Buzfrau.
Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil:
Albin Klein;
für das Lokale, ben„ Gerichts." und„ Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann
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Neuenweg 31.
Jüngerer Hausbursche
Wo, zu erfragen in der Exp.
In den Hause Neuenweg Nr. 2. für leichte Arbeit sofort gesucht. ist eine für Schlosserei oder ähnliche Gewerbe geeignete Werkstätte alsbald zu verm. Näh. Zimmer dieses Blattes. Nr. 15 der Bürgermeisterei.
Gießen, den 3. Debr. 1903.
Großh. Bürgermeisterei Gießen, Gedenket der Yöglein!
Mecum.


