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11.
eitung vom 3 F
Noch viel einfacher konnte Herr Köhler die Sache machen, wenn er schlankweg verlangt hätte: „ Die Besetzung der Lehrstühle an der Gießener Universität mit Professoren, die den hessischen Antisemiten passen, besorgte von jetzt ab der Vorstand des hessischen Bauernbundes.
Bießener An it dem Antrag be sdorf befaßte un eine zweite Bro den solle, da gewis omen Professo In derselbe gleich eine Erklä derfelbe die Angriff leptere man ihm z n wir noch, da
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NB. Derselbe vermittelt selbstverständlich nach wie vor auch tohlen und künstlichen Dünger. Auch steht daselbst ein schöner Ziegenbock zum Verkauf." Am 5. Januar schreibt dasselbe Blatt: Offenbach, 5. Januar. Gine komische Figur. Die Frankf. 3tg." bespricht in ihrer Nummer vom heutigen Vormittag den von uns bereits am Freitag und Samstag gewürdigten Antrag des antisemitischen Bauernbündlers KöhlerLangsdorf, den Professor Ruhland nach Gießen zu berufen. Sie schließt ihre Betrachtungen folgender
maßen:
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Auch in der Reichshauptstadt hat man über den Antrag| geurteilt. Das Berliner Tageblatt" bringt in seiner Morgenausgabe, ebenfalls vom 3. Januar folgende Säße:
„ Ueber einen drolligen Antrag des antisemitischen Reichstagsabgeordneten Köhler, der gleichfalls Mitglied der Zweiten hessischen Ständekammer ist, wird uns aus Worms durch ein Privattelegramm berichtet:
Der antisemitische Abgeordnete Röhler Langsdorf hat im hessischen Landtage eine Anfrage eingebracht, die unter Berufung auf einen Artikel der Klapper'schen Agrarzeitung vom 23. November über den Ackerbau in der Nationalökonomie die Schaffung einer zweiten nationalökonomischen Professur der Quesnay'schen Physiokraten schule für die Universität Gießen anregt und hierfür den Prof. Ruhland- Berlin vorschlägt.
Man braucht Herrn Köhler, der nach dem Reichstagshandbuch Bauer, Postagent, Kaufmann, Begründer und Direttor einer Spar- und Darlehnskasse, Bürgermeister, Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeamter in Langsdorf ist, nicht zu unterschäßen, wenn man die Behauptung aufstellt, daß ihm der Nutzen und die Notwendigkeit einer physiofratischen Professur an der Gießener Universität nicht aus eigenem Nachdenken aufgegangen ist. Denn Francois Quesnay war zwar nicht blos ein tüchtiger Arzt, sondern für seine Beit auch ein tüchtiger Nationalöfonom, aber er ist immerhin schon im Jahre 1774 gestorben. Und mehr als das, er ist schon vor seinem Tode als Volkswirt überholt gewesen. Nur die nationalökonomischen Rompendien überliefern noch den Extrakt seiner Gedanken der Nachwelt. Für Herrn Ruhland ist freilich ein Mann, der in aller Naivetät den Ackerbau für die einzige Quelle des Reichtums erklärte, die Manufakturisten und Händler als sterile Klasse bezeich nete und dauernd hohe Getreidepreise als den Gipfel einer bernünftigen Politit ertiärte, eine sehr wertvolle Autorität. Aber Herr Köhler soll sich doch nicht dazu hergeben, für den Ehrgeiz des Herrn Ruhland die Kastanien aus dem Feuer zu holen."
Der antisemitis Natürlich nimmt in Hessen außer den Bauern Röhler Langsbor des Vogelsberges den Abgeordneten Köhler fein ner den Antrag ge Mensch ernst. Für alle Gebildeten ist er längst 1 zweites Orbi eine to mische Figur Indessen wirft sein Annie zu schoff n unl trag ein grelles Licht auf die parlamentarischen Ruhland, Lehre Zustände des Großherzogtums Hessen. Die dortige inifanerlehranstalt i Zweite Nammer hat befanntlich eine agrarische n. Er begründet Majorität, mit der die Staatsregierung wohl oder wärtig in Gieße übel rechnen muß. Man wird deswegen auf Dzenten, der Drbing die demnächst beginnenden Kammerverhandlungen r und Brivatdozer sehr gespannt sein dürfen; denn Köhler und Gen. ternfeindlich feien un drohen in ihrem Initiativantrage, das Gehalt des müsse, da er die zu Professors Biermer nur dann zu genehmigen, wenn ind im Dienste de er durch die Berufung eines zweiten, agrarisch ge= rarischer Dozent, wi richteten Dozenten schachmatt gesetzt wird, werden. Bierme sonders neugierig darf man sein, inefer fei ein Jude g wieweit die hessische Regierung sich Biermers und Liefmanns annimmt. Liefmann taug in dieser sei selb zitierten Säßen den Gebildeten" der Universitätsstadt Die Franff. 3tg." stellt mit ihren ersten oben ich nimmt in Heffer Gießen ein sehr schlechtes Zeugnis aus. Die den Abgeordnete ,, komische Figur" ist 1896 und 1898 ganz regelrecht e Gebildeten ist e von den Gebildeten" Gießens als Vertreter in den Reichstag gewählt worden. Die Furcht vor den erberhandlungen sch Sozialdemokraten war weit größer, als die Scheu vor und Genossen diohei der Blamage, durch einen Antisemiten vertreten zu chalt des Professor werden, den laut ,, Franks. 3tg."„ nur die Bauern des wenn er durch di Bogelbergs ernst nehmen." Wohl bekomm's den gerichteten Dozenta demokratischen, freisinnigen und nationalliberalen,.Gc neugierig dar bildeten" in Gießen!- Im U brigen glauben wir ssische Staats nicht, daß Herr Köhler mit seinem Antrag bei den nicht and Liefmann antisemitischen Agraciern der Kammer Glück haben wird. Prof. Biermer, der jetzige Nationalökonom- wir schrieben kürzlich irrtümlich noch den Namen Laspeyres nieder, des Vorgängers Biermers wird u. E. von Herrn Köhler hat übrigens au gründlich verkannt; in den Nummern 279 und 286 des vor. untonsequent ge Jahrgangs hat sich das Offenb. Abendbl. ja mit dem Des Prof. Ruhland national- ökonomischen Theoretiker" Biermer, der der atische System des Ansicht Ausdruck gab, daß der zoll- nnd agrarpolitische Bießener Studenten Standpunkt Glaubenssache" ist, befaßt. Wenn die Kammeragrarier sich die Mühe machen wollen, jene hen der Volksmehr Abendblatt- Artikel, die unter dem Titel„ Auch eine agrarische Enquete" publiziert wurden, nachzulesen, weite Professur für werden sie einsehen, daß sie wirklich keine Ursache haben, iffen. Der jezige gegen Prof. Biermer Sturm zu laufen, um den jetzigen wohl niemals den Agrarheiligen Ruhland nach Gießen zu bekommen, denKöhler entsprochen, selben Herrn Professor, der noch vor wenigen Jahren seuche konstatierten der sozialdemokratischen Münchener Post seine Beiträge che Angehörige de anbot. en„ Volksmehrheit We die Centrumsagrarier den Pompadourtierärztlichen Maß Antrag Röbler auffassen, geht aus folgender Notiz des solle 14 Tage Mainzer Journals he vor:" Herr Köhler scheint nouerrren, dann wäre dings seine Spezialbeschäftigung, die in der Einbringung und Klauenfeud origineller Anträge und Anfragen besteht, mit inten sivem Eifer wieder aufgenommen zu haben."
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recht, und wenn alles hr, er hat über dri den ersten Tropfe
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etty in ihr eigenes und brachte beides mit einer hübschem Schürze vor und schiedenen Lampera Flur und Küche.
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Ite es eben in bie ftiche betam und Beile ermannte
Die Wormser Volkszeitung schlägt in ihrer Nummer vom 3. Januar vor, Herr Köhler möchte die Professur dann doch lieber selbst übernehmen.
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** Vorbereitungskursus für die Meisterprüfungen. Wie wir von der Schulleitung der Gewerbeschule hören, sind die Anmeldungen zur Teilnahme an diesem Kursus so zahlreich eingelaufen, daß derselbe Dienstag, den 13. Jan. seinen Anfang nimmt. Der Unterricht findet wöchentlich an 3 Tagen Dienstag, Tonnerstag und Freitag bon 9-12 Uhr und von 2-1/ 25 Uhr statt und erstreckt sich auf alle in der Meisterprüfung vorkommenden Fragen und schriftlichen Arbeiten, nämlich auf die Buchführung, Wechsellehre, Versicherungsgescße, Gewerbeordnung und Aufgaben über besondere Fachkenntnisse Die beteiligten Kreise wollen wir hiermit noch besonders darauf aufmerksam zu machen nicht unterlassen.
**( Privattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 3. Kl. 7. Großherzogl. Hessischen Landeslotterie wurden nachstehende Haupt- Gewinne gezogen: Prämie 50 000 mt auf Nr. 1212( Darmstadt): 30 000 Mt. auf Nr. 47 447( Offenbach); 5000 Mt. auf Nr. 79 589( Gotha); 3000 Mt. auf Nr. 33731( Mainz); 2000 Mt. uuf Nr. 47 345( Darmstadt); 1000 Mt. auf Nc. 4477( Anhalt);
1000 Mt. auf Nr. 14 543( Darmstadt), 51 011 Oldenburg;
400 Mt. auf die Nrn. 59 486, 76 300, 79 847, 81 009, 88 490, 92 610;
300 Mt. auf die Nrn. 1212, 15 999, 23 563, 61545, 6647, 72 685, 79 574, 89 683, 90 613, 97 517. ** Staditheater. Freitag den 9. Januar geht zum Benefiz des Herrn Regisseurs Heinrich Gerlach nun auch im hiesigen Stadttheater Kleist's„ Käthchen von Heilbronn" zum 1. Mal nach der Bearbeitung von Prof. Dr. Karl Siegen in Scene, nach dem diese Bearbeitung bereits auf 84 Bühnen, u. a. allein in 11 Universitätsstäd ten- mit Erfolg zur Aufführung gekommen ist. Nach dieser Bearbeitung, die auf
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Aleifts ursprünglichen Plan zurückgreift, erhielt Räthchen lediglich zum Lohn für ihre treue Liebe als echte Tochter des Waffenschmieds Theobald Frideborn die Hand ihres Ritters, während Kunigunde von Thurneck sich als tückischer Wasserkobold entpuppt. Herr Gerlach) hat unter dem vollen Beifall von Publikum und Kritik schon in Stargard in Siegens Bearbeitung den Walter Strahl gespielt und die Regie geführt. Dem be liebten Künstler wünschen wir an seinem Ehrenabend ein volles Haus.
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Vorgestern Abend gegen 8 Uhr stürzte der Sbuhwarenhändler Adolf Beverstein aus der Neustadt vor dem Schaufenster des Frensdorfchen Ladens, infolge eines Krampfanfalles und blieb etwa 5 Min. regungslos liegen. In der Bahnhofstraße wohnende Anverwandte brachten ihn in ihre Wohnung, wo erst nach längerer Zeit das Bewußtsein bei Beverstein zu rückkehrte. Der Vorfall hatte großen Menschenauflauf im Gefolge.
**[ Viehmarkt.] Der geftrige Viehmarkt hatte einen Auftrieb von ca. 750 Stück Milchvieh 200 Stud Fettvieh und Gangvich sowie 200 Kälber. Außerdem waren 37 Schweine am Markt. Der gestrige erste Markt in diesem Jahre war zu früh anberaumt, es liegt kein Bedürfnis dafür bor. Zweifellos wird der nächste am 20. Januar anstehende in Milchvich war nicht schlecht, doch war die Ware zu hohen Gießener Viehmarkt ein besseres Bild zeigen. Der Handel Preisen nicht unter zu bringen. Der Fettvieh- und Kälbermarkt war dagegen ausgezeichnet. Es waren sogar diesmal Megger aus Mainz gekommen, die auch größere Posten zu guten Breisen fauften. Ein Handel in Gangochs'n, von denen 30-35 Baar am Markt waren, tam überhaupt nicht zustande. Ebenso war es auch mit dem Handel in Schweinen. Es wurden bezahlt für Kübe, frischmelkend und tragend 1. Sorte 430-470 Mt., 2. Sorte 350-400 Mf., 3. Sorte 280-330 Mt. pro Stück. Für den Gentner Schlachtgewicht wurde bezahlt: Fette Rinder 64-66 Mark, teilweise sogar höher, Kälber 1. Sorte( über 50 Pfund schwer) 68-73 Mt., 2. Sorte( zwischen 40 bis 50 Pfd. schwer) 63-65 Mt., 3. Sorte( unter 40 Pfund wiegend) 54-58 Mart. Nächster Markt 20. Januar d. J.
** Einen frechen Einbruchs diebst a h I verübten der Frau Wwe. Nothenberger am Neuenweg. in der vergangenen Nacht Unbekannte in dem Hause Vom Hofe des" goldenen Löwen" aus eindringend, sprengten die Einbrecher ein eisernes Fenstergitter, stiegen durch den erhaltenen Weg ins Innere und im Werte von annähernd 1000 Mt., da nur mit guter stahlen ca 150 Mt. Baargeld sowie diverse Gegenstände Lokalkenntnis versehene Individuen erfolgreich arbeiten" fonnten, hofft man auf baldige Aufklärung des Falles.
Gestorbene.
Am 6. Januar Elisabethe Gräber, geb. Wagner, 61 Jahre alt, Witwe des Weichenstellers Johann Philipp Gräber dahier. Beerdigung; Mittwoch, den 8. d. Mts., nachm. 1½ Uhr vom Sterbehause, Liebigstraße 67 aus.
Ain 6. Januar Christian Wenzel, 61 Jahre alt, Locomotivführer i. P. dahier. Beerdigung: Mittwoch, den 8. d. Mts., nachm. 4 Uhr, vom Sterbebause, Bleichstraße 40 aus. Am 6. Januar Katharine Lampus, geb. Karber, 75 Jahre alt, Hospitalitin dahier. Beerdigung: Mittwoch, den 8. d. Mts., nachm. 12 Uhr, von der Friedhofskapelle aus.
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