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Lokales.
Gießen, 6. August 1903.
Der Großherzog hat am 1. Auguſt d. Is. den berittenen Gendarmen Johann Philipp Göbel aus Treis a. d. L zum Kreisdiener bei dem Kreisamt Bingen ernannt. *** Die Provinzial- Konferrenz der Geistlichkeit Oberhessen, die Mittwoch, den 5. 6. M., im Neuen Saalbau, Gießen, stattfand, war von annähernd 100 Geistlichen besucht, sowie von Professoren der Gießener theologischen Fakultät und des Brebigerjemmars und anderen Gästen. Nach Eröffnung der Ronferreng durch Gesang und Geket begrüßte der Vorsiz noe Herr Superintendent Petersen, die Anwesenden mit herzlichen Worten. Das Referat des Herrn Pfarrers Schulte- Beuern behandelte das Thema: Die religiofe Volfslunde und die Seelsorge mit besonderer Berücksichtigung der oberhessischen altbauerlichen Frömmigkeit an die interessante Darlegung schloß sich Besprechung an. Ein gemeinsames Mittag
| Erdbeeren 30-35 Mart, Johannisbeeren 11-13 Mart, Stachelbeeren 10-12 Mart, Heidelbeeren 9-10 Mart, Himbeeren 18-25 Mt. Aprifoien 28-35 Mk., Pfirsiche 45 Mark, Reineflauden 18-20 mt., große Pflaumen 15-18 Mt., Frühbirnen 12-18 Mt., Frühäpfel 12 bis 18 Mt.
** Die Arbeitsruhe am Samstag nach mittag, die in England bereits seit längerer Zeit einge führt ist, ist jetzt auch in Frankreich und in der Schweiz ins Auge gefaßt. Bisher war der Samstag nachmittag nur in wenigen französischen Fabriken( 294) freigegeben. In Deutschland setzt die Gewerbeordnung in§ 137 den Schluß der Fabrifarbeit für Arbeiterinnen am Samstag befanntlich auf spätestens 52 Uhr fest. Eine Umfrage des Reichskanzlers rechnet aber bereits mit der Möglichkeit eines früheren Arbeitsschlusses. Vor allem in Großgeschäften wäre ein solcher nur empfehlenswert. Chef wie Gehilfen hätten dadurch die Möglichkeit einer wirklich nußbringenden Sonntagsruhe und Erholung, wenn sie etwaige den Sonntag störende Privatbesorgungen am Samstag nachmittag noch ausführen fönnten. In einer Reihe deutscher Städte findet in verschiedenen Betrieben bereits ein früherer Geschäftsschluß am Samstag statt, so in Aachen, Berlin, Bielefeld, Chemnitz, Dresden, Einbeck, Gera, Halberstadt, Koblenz, Magdeburg, Eisenach, Frankfurt a. M., Freiburg und Heidelberg. Eine effen bereinigte noch eine größere Anzahl der Erschienenen allgemeine Einführung dieser Einrichtung wäre sehr zu be- verlangt und bezahlt wurden, wurde der Vorrat glatt und es war durch mancherlei Toaste belebt. grüßen.
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** In Sachen der Gießener Friedhofs= weihe ist, wie den„ N. Hess. Volksbl." mitgeteilt wird, von dem Synodalabgeordneten Pfarrer Wahl in Langen an den Präsidenten der Evangelischen Landessynode die nach folgende an Großherzogliches Oberkonsistorium gerichtete Interpellation eingereicht worden:„ Unterzeichneter richtet hierdurch an hohe Kirchenbehörde die ergebenste Anfrage: 1. Sind hoher Kirchenbehörde Ursache und Verlauf der Vorgänge befannt, die neuerdings in Gießen dazu führten, daß dem ersten evang. Pfarrer Dr. Naumann von Seiten bes Oberbürgermeisters Mecum die Vornahme einer Weihe des neuen Friedhofs unter Androhung von Gewalt unter sagt wurde? 2. Welche Maßregeln gedenkt hohe Archenbehörde zu ergreifen, um für die Zukunft einer etwaigen Wiederholung solch völlig rechtswidrigen Eingreifens in die Sphäre evangelisch- kirchlichen Lebens vorzubeugen?- Die Tagung der Landessynode findet im Monat September statt. ** Studierende des Forst fa ch 8, welche sich zu Anfang des nächsten Semesters der Vorprüfung oder der Fachprüfung zu unterzieh n beabsichtigen, haben bis spätestens zum 12. Oftober bei dem Vorsißenden der fameralistischen Prüfungsfommission ein Gesuch um Zulassung einzureichen. Demselben sind die in§ 5 bezw.§ 6 der Prüfungsordnung vom 13. Juni 1900 angegebenen Belege beizufügen. Die schriftliche Vorprüfung beginnt am 19. Oftober.
** Im botanischen Garten der Landesuniversität ebäude wird ein neues lleberwinterungsge errichte, das nunmehr im Rohbau vollendet ist Das schöne Gebäude mit seinen schmucken Formen und Türmchen bildet fchon jezt eine Zierde des Gartens.
Um irrigen Annahmen vorzubeugen wird konstatiert, daß das vom Reichstag beschlossene Verbot der Weiß Phosphor- Zündhölzer für die Fabrikation ab 1. Januar 1907, dagegen für Kaufleute und Konsumenten erst ab 1. Januar 1908 in Wirksamkeit tritt. Big 31. Dezember 1907 inkl. dürfen also die gewöhnlichen SchwefelBündhölzer im ganzen Deutschen Reich unbeanstandet verkauft werden, so daß die zahlreichen Freunde dieser Hölzer gattung noch volle 41/2 Jahre lang unbehindert ihr gewohntes, altbewährtes Feuerzeug faufen können.
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Wissenschaftliche Ballonfahrten. Es stiegen bemannte und unbemannte Ballons sowie Drachen auf in Trapper, Paris, Straßburg i. E., Petersburg, Rom, Madrid und Bluc Hill u. S. A. Der Finder eines jeden unbemannten Ballons erhält eine Belohnung, wenn er der i dem Ballon beigegebenen Instruktion gemäß den Ballon und die Instrumente sorgfältig birgt, und an die angegebene Adresse sofort telegraphisch Nachricht sendet. Auf eine vorsichtige Behandlung der Ballons und Instrumente wird besonders aufmerksam gemacht. Um Irrtümer zu vermeiden, wird darauf hingewiesen, daß für Hilfeleistungen beim Landen eines bewannten Ballons besondere Vergütungen gezahlt werden, deren Höhe jedesmal von dem Ballonführer fest gestellt wird.
** Eine interessante Berechnung, die auf Tatsachen beruht, fand dieser Tage an einem Biertisch statt. Einem Brauereivertreter wurde nämlich vorgerechnet, daß er in seiner 30jährigen Geschäftstätigke t so viel Bier getrunken habe, wie ein Eisenbahnzui' gerade aufnehmen könne. Das Erempel ist sehr einfach; zieht ma in Betracht, daß der Brauereivertreter gering genommen täglich nur 20 Glas Bier durchs vnittlich getrunken hat, so ergiebt dies pro (!) Die diesjährigen Herbst- Manöver der Großh. Jahr 365X0,3 × 20= 2190 I. oder pro 30 Jahre rund Heff. Division mit anschließendem
Es soll im Spätherbst in Benugung genommen werden.
** Viehmarktbericht. Der dieswöchentliche Viehmarkt hatte einen Vorrat von 1000-1100 Stück Milchund Fettvieh, 150 Fahrochsen und etwa 400 Kälber. Für Milchtiere war die alte Kundschaft gekommen, welche zu den Preisen des letzten Marktes flott faufte. Fettvich zog im Preise etwas an, wurde da der Vorrat nicht groß und die Ware in Qualität außergewöhnlich gut war, für Frankfurt und die Badeorte willig gekauft. Auch der Handel in Kälbern war dies Mal sehr gut, troßdem eine Preissteigerung gegen den letzten Markt zu verzeichnen war. Besonders bessere Ware war sehr gesucht. Der Ochsenhandel am zweiten Markttage war ganz ausgezeichnet, troßdem da sehr hohe Preise( bis zu 20 Mt. pro Paar mehr als sonst üblich) schnell geräumt. Die Nachfrage in schwerem und mittleren Fettvieh deckte lange nicht die Nachfrage, die besonders durch einige norddeutschen Reflektanten die an den Markt gekommen waren, hervorgerufen wurde. Für ältere Abmeltfühe war wieder kein Bedarf da.- Gehandelt wurden pro Stück Milchfühe 1. Sorte Mt. 400-500, 2. Sorte Mark 325-375, 3 Sorte Mt. 260-300. Abmeltfühe Mark 190-210. Für den Ctr. Schlachtvieh wurde gezahlt: Fette Rinder 1. Qualität Mt. 66-68, 2. Qualität Mark 62-64. Kälber gingen ab 1. Qualität( über 50 Pfund schwer) Mt. 66-70, 2. Qualität( zwischen 40-50 Pfd. sch ver) Mt. 58-63, 3. Qualität( leichtere Tiere) Mark 53-56, Fahrochsen kosteten das Paar 1. Sorte Mark 825-900, 2. Sorte Wit. 750-800, 3.1 Sorte Mt. 650 bis 725 Der Markt wurde in allen Viehgattungen geräumt. Nächster Markt am 18. und 19. August d. Is., am 2. Markttage auch Krämermarkt.
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Azenhain Bum Deigeordneten wurde Karl Erb I. gewählt und bestätigt.
XFrankfurt. Der Zoologische Garten feiert am 8. August seinen 45. Geburtstag mit einem Abendfest, für daß das Programm nun ganz festgestellt ist. Die Musik des 81. Infanterie- Regiments und die Gartenkapelle werden Doppel- Konzert geben, dabei wird die Kalkbrenner'sche Kapelle im Weihertempel und die Gartenkapelle auf der Terrasse spielen. Für den Tanzboden im sogen. Wäldchen wird eine besondere Kapelle aufspielen, und eine vierte wird am Bärenzwinger musizieren, wo eine fidele Bierschänke mit Würstelbraterei sich auftun wird. Vom Eingang des Gartens werden durch Lampions beleuchtete Gänge zu den eigentlichen Festpläßen führen und diese selbst werden durch Lampionsschmuck und anderen Beleuchtungsförpern geziert sein. Zu geeigneter Zeit wird es eine bengalische Beleuchauf dem Weiher aus beleuchtetem Nachen ein Bläserchor
im Kreise Weblades 660 hl. Da nun erfahrungsgemäß ein Waggon 33 hl. tung der Burg und der Baumgruppen geben, während deren
forps werortseßen. Der Kreis Weglar
Westerwald
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Wochen lang Einquartierung erhalten. Münchholzhausen, Lüzellinden und Rechtenbach ererzieren und-Mannover stattfind
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Bier aufnimmt, so ergiebt der Gesamtbierkonsum während
En ganz hübscher Güterzug!
die 117se und 168er in klar und Satwa drei der 30jährigen Tätigkeit hat Bravecto de 20 Decays
118 wird in der Kaserne zu Gießen
Brigade= Regim nt Nr. beehen, eing artiert
werden. Die Einquartierung beg nut u um den 22. August. Die 116er nehmen am 10 August an der Kaiserparade bei Mainz teil und begeben sich am 18 Augustu größeren Exerzier- und Schießübungen nad Griesher be Darmstadt. Von dort aus rücken sie mit dem Regiment No 115 durch die Gegend von Friedberg, Bad Nauheim Usigen, Braunfels ebenfalls nach dem Westerwald zu. Der Großherzog von Hessen wird den Manövern beiwohnen und Friedberg und Braunfels Wohnung nehmen. Auf
assung des
Kommandos de 18. Armeekorps wurde vorige Woche seitens des Kreisarztes für den Kreis Wezlar, Sanitätsrat Dr. Höchst, eine genaue Inspizierung sämtlicher Gemeindebrunnen des Kreises vorgenommen, um die Mannschaften vor dem Genuß schlechten Trinkwassers zu schüßen.
RB. Wechsel auf Wolfenbüttel, welche nach dem 1. September d. I. fällig werd n, werden von jetzt ab von der Reichsbant angekauft. Dieselben sind an die Reichsbankstelle in Braunschweig zu girieren.
** 8urückgezogene Schentung. Für Renovierung des alten Gießener Schlosses wurden s. 8. von einem Ungenannten 30 000 Mt. geschenkt mit der aubdrücklichen Bedingung, daß sein Name nie bekannt werde. Der Name ist nun aber doch an die Oeffentlichkeit gedrungen und der Geschenkgeber hat darum jetzt die Summe zurückgezogen. Jetzt zerbricht man sich nun den Kopf in der Stadt, wer den Namen genannt hat.
+ Die Konfessionsverhältnisse Deutschlands gestalten sich nach der Volkszählung bon 1900 folgendermaßen Evangelische 35 231 104, also 62,5 Prozent, Ratholische 20 321 431, also 36,1 Prozent. Besonders start find die Betenner der evangelischen Kirche vertreten in Ostpreußen 85,1 Prozent, Berlin 84,2 Brandenburg 93,5 Pommern 96,6, Sachsen 92,1, Hannover 86, SchleswigHolstein 97,2, Königreich Sachsen 945, Mecklenburg- Schwerin 98,3, Strelig 98, Sachsen Weimar 95,7, Sachsen- Meiningen 97,6, Sachsen- Altenburg 978 Sachsen- oburg- Gotha 98, Braunstweig 94,1 nbalt 95,5, Waldet 95,5, Schwarzburg Sondershausen 98, Schwarzburg- Rudolstadt 99,2, Reuß ältere Linie 97,8 Ru jünger Linie 97,7, Schaumburg- Lippe 97,2, Lippe 95 Lübed$ 6,8, Bremen 92,9, Lübed$ 6,8, Bremen 92,9, Hamburg 92,7 Prozent. Gebiete mit derartig hohen Anteilen der Katholiten an der Bevölkerung sind, abgesehen von Hohenzollern mit 94,9 Proz, nicht vorhanden, doch bilden sie wenigsten die Hälfte, zumteil zwei Drittel der Einwohnerschaft in Westpreußen 51,2, Bosen 678. Schlesien 55, Westfalen 50,7, Rheinland 69,8, Bayern 70,7, Baden 60,6, Elsaß Lothringen 76,2. Und bei diesen Konfessionsverhält nissen ist das Bentrum die ausschlaggebende Partei.
trägt wie immer 1 Mf.( Kinder 50 Pf.), für Abonnenten
** In einer auswärtigen Zeitung finden wir nach des Gartens die ihre Karten vorzeigen, aber nur 50 Pfg.
stehendes, auf Gießen bezogenes Gedicht:
Ein tonfessionsloser Friedhof. In Gießen tobt ein grimmiger Streit Ein leuchtend Merkmal un'srer 3- it, Wie es ein aufgeklärter Mann Nicht deutlicher sich wünschen kann. Der fürsorgliche Stadtv.rstand Gab jüngst dort ab mit weiser Hand Ein Feld an die Gesamtgemein', Worauf sie fönnt begraben sein; Versteht sich, nur so nach und nach, Wie einem fam sein letzter Tag, Sobald er dann gestorben ist, Sei er ein Jude oder Christ, Ein Katholit, ein Protestant, Und wie er sonst wohl war benannt, Sie alle sollen friedlich nun Auf städt'schem Grund beisammen ruh'n, Da stellt jedoch die Frag' sich ein: „ Wer soll den Gottesacker weih'n? Genügt wohl für das Ganze schon Die Weihe einer Konfession? Wenn nicht, wird man sich dann versteh'n Und Hand in Hand zusammen geh'n? Ist graduell ein Unterschied, Wer dann den Weiheaft vollzieht?" Und derlei heikle Dinge mehr, Die Zündstoff in sich bergen schwer. Wie lieblich friedsam lebten doch Die meisten uns'rer Väter noch, Die solche Fragen nie gekannt, Wie sie bei uns find längst entbrannt! Der Gieß'ner Stadtrat hat dann auch, Verlassend einst'gen frommen Brauch, Den Friedhof, wie er gab bekannt, ,, Streng tonfessionslos! jest genannt. Mir selbst erscheint dabei jedoch Das Wörtchen:" Fried'" zu christlich noch; Man schreibe an die Eingangstür': Willkommen, tote Menschen, hier!
Vom Obstmarkt. Der Wochenbericht der Zentralstelle für Obstverwertung Frankfurt a. M. vom 27. Juli bis 1. Aug. besagt: Das Geschäft war im Laufe dieser Woche eivas lebhafter, namentlich in Beerenfrüchten, in welchen es zu teilweise gang erheblichen Abschlüssen fam, auch in Sauerkirschen war das Geschäft recht gut während die Lage in den übrigen Obstsorten immer noch eine ruhigere war. Angebote und Nachfragen liefen in zufriedenstellender Weise ein. Die Durchschnittspreise waren Kirschen 14-22 Mt.,
( Kinder 25 Pfg.)
** Frankfurt a. M., 5. Aug. Der Unterpächter des Börsen- Restaurants Wennakers aus Düsseldorf ist unter Mitnahme von 20 000 Mt. plößlich aus Frankfurt verschwunden. Sein Bruder, der zuletzt mit ihm das Restaurant betrieb, wurde gestern verhaftet, als er Vorbereitungen zu seiner Abreise traf. Er hatte nur einige Hundert Mark bei sich.
Litterarisches.
Nr. 31 der Jugend" ist soeben als Fest- Nummer zum 60. Geburtstag Peter Roseggers in verstärktem Umfang von 22 Seiten erschienen mit Titelblatt von Arthur Langhammer. Die Nummer enthält unter anderem etne feinsinnige litterarische Studie über Rosegger.
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen
& tönnen eingestellt werden:
1
7 Pferdefnechte, 2 landwirtschaftliche Arbeiter, Bementmüller, 1 Kunstschlosser, 1 Bauschlosser, 1 Tapezierer, 4 Schreiner, Drechsler, 2 Spengler 2 Glaser, 1 Weißbinder, 2 Handlanger, 4 Hausburschen, 2 Kellner, 1 Restaur.Köchin, 18 Dienstmädchen gegen hohen Lohn hier und auswärts, 1 besseres ndermädchen 1 Laufmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Weißzeugnäherin Blatten nach ausw., 1 Wachfrau Büglerin oder Flickerin,
Lehringe: Bäderz
E& suchen Arbeit
12 Pferdefnechte, rbeit 2 tscher 3 Spengler oder Installateure, Schlosser, 2 Schmiede, 1 Maschinist oder Heizer, 3 Bgbinder, 1 Gerber, 7 Schreiner, 1 Bäcker, 1 Lackierer, Weißbinder, 2 Glaser, 1 Küchenchef, 6 Hausburschen, 2 Schreibgehülfen, 6 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 3 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 1 Stüße der Hausfrau, 1 Rinderfräulein, 4 Waschfrauen, 1 Büglerin oder Flickerin, 1 Weißzeugflickerin.
Lehrlinge: 1 Schreiner für auswärts.
Gießen, 6. August. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per 3fb. 1.00-1.20 Mt., Hühnereier 7-8 Pfg., Enteneier St. 6-7 Pfa., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar Mt. 0.80-0.90, Hühner per Stid Mt. 1.30-220, Hahnen, per Stüd Mt. C.65-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.00, Gänse p. Psd, 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 66-76 Pig. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln per 100 kilo 9.00-10.00 mf., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-9.00, Kirschen per Pfund 30-40 Pfg. Milch per Liter 18 Pfg.
Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Alb in Klein; für das Bokale, den„ Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen.


