Ausgabe 
6.5.1903 Erstes Blatt
 
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wigkeiten.

Ausstellern noch in einem großen, hierfür besonders einge­

sehr stark unter dem am gleichen Tage in der badischen

ungsblatt, Bei richteten Saale vorgeführt werden. Die Spiritus- Motore, Handelsmetropole Mannheim, wohin auch die Käufer vom über. hält u. X. Ueber welche auf den früheren Ausstellungen in dem gleichen Rhein, von der Sieg und teilweise vom Main gezogen waren. Bestreitung der wurden, fönnen bei dem großen Umfange, welchen die Aus­

nern für das Etats Raume, wie die Leucht- und Koch- Apparate vorgeführt Nur die Frankfurter Auffäufer waren am Markt, der ihnen errichten die Gruppen freier Studenten, dem Beispiel der

6. Minifterium

olf Lauteschläge

stellung dieser Apparate in diesem Jahre erreichen dürfte, in der gemeinschaftlichen Ausstellung nicht untergebracht werden. Die einzelnen Motorfabriken werden ihre Erzeug­niffe daher in eigenen Zelten zur Schau bieten. Als neue

fast fonkurrenzlos preisgegeben war. Der Handel sezte recht schlecht ein und erst als die Verkäufer überaus billige An­gebote machten, ließ sich die Ware abseßen und kamen bis Schluß des Marktes noch größere Umsäge zu Stande. Milchkühe selbst in besserer Ware gingen im Preise bis zu

nur noch Geh. Regierungsrat Haas aus Darmstadt gegen­H. Darmstadt, 5. Mai. Mit Beginn dieses Semesters Wildenschaften anderer Hochschulen folgend, an der Tech­nischen Hochschule zu Darmstadt ein studentisches Arbeitsamt. Es verfolgt das Arbeitsamt den Zweck aller Arbeit oder Stellung suchenden Studierenden, zur Erlangung der er­nünschten Tätigkeit behülflich zu sein. Bet seiner Organi­amtes der Charlottenburger- Wildenschaft zu Grunde gelegt.

ngen eines Kreisam Ausstellungsobjekte wurden Spiritus- Automobile für schwere 20 Mart das Stück gegen den letzten Markt zurück. Dieser sation wurden die Erfahrungen des studentischen Arbeits­

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Lasten und zu landwirtschaftlichen Transportzweden, wie 3. B. Milchwagen, in größerer Anzahl angemeldet, da der für die Ausstellung in Hannnover von dem Kaiser ge­

Preissturz übte auch Einfluß auf den Fettvieh- und Kälber­handel, so daß auch hier ein Weichen der Preise zu fon­statieren ist, obschon Rinder sowohl wie Kälber start nach

en Abgeordneten stiftete Ehrenpreis für ein, zu landwirtschaftlichen Frankfurt gekauft wurden und obgleich in dieser Viehgattung den. Man hofft, Bweden geeignetes Spiritus- Automobil bestimmt ist.

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Gießen selbst seinen Bedarf am Markt deckte. Es wurden ** Aussichten für die Obsternte 1903. Nachdem nun gehandelt Kühe frischmelkend und tragend 1 Sorte 425­die Herrschaft der 49 Ritter nebst der zum Abschied mitgebrachten Abmeltfühe 180-220 Mt., Schlachtfühe 160-180 Mt. 475 Mt., 2. Sorte 350-400 Mt., 3. Sorte 260-300 Mt., Wintersaison beendet, läßt sich über die entstandenen Frost­schäden in Bezug auf die diesjährige Obsternte ein Urteil pro Stüd. Der Zentner Schlachtgewicht wurde abgeseßt: faffen. Am meisten haben Frühlirschen und Frühbirnen, Fette Rinder 62-64 Mt.. Kälber 1. Dualität( über 50 ebenso Aprikosen und Pfirsiche gelitten, auch andere Obst- fd. schwere Tiere) 66-70 Mt., 2. Qualität( zwischen 40-50 Pfd. wiegend) 60-64 Mt., 3 Qualität leichtere sorten, soweit solche vereinzelt an bevorzugten wärmeren Lagen Ware 54-58 M. In Milchfühen blieb der Markt über­ben übrigen in ihrer Entwicklung voraus waren. Von fach­männischer Seite wird uns darüber aus dem Taunus be= ständig. richtet: Steinobft wie Kirschen, Pflaumen, Mirabellen stehen in Blüte und versprechen bei weiterem guten Verlauf immer noch eine reichliche Ernte. Von Kernobst stehen Birnen am besten, die frühesten haben wohl teilweise schwer durch Frost gelitten. Acpfel versprechen, nach dem Blütenansatz zu ur­teilen, eine Mittelernte abzugeben. Aprikosen und Pfirsiche haben durch Frost und ungünstige Witterungsverhältnisse während der Blütezeit viel gelitten. Die Erdbeeren blieben gegen das Vorjahr durch sehr ungünstige Witterung im Spät herbst in ihrer Entwicklung zurück; die darauffolgende, plöglich eintretende Rälte ohne schüßende Schneedede war ebenfalls nicht ohne nachteiligen Einfluß auf die Weiterentwicklung im Frühjahr. Die Pflanz'n sind sowit nicht in der Lage, eine größere Anzahl Blütenstengel erzeugen zu fönnen, von denen doch das Erträgnis abhängig ist. Der lezte Frost hat an wärmeren, nach Süden gelegenen Lagen einigen Schaden an ben ersten Blüten gebracht, doch läßt sich bei andauernd weiterer günstiger Witterung auf eine annähernde Mittelernte rechnen. as übrige Beerenobst hatte sich sehr schön zur Blüte entfaltet, hat jedoch je nach Lage größtenteils viel nter ungünstigen Witterung gelitten.

A Gestern Abend fand im Restaurant Bavaria die Generalversammlung des Vereins der deutschen Volks­bartei statt. Den Vorsitz hatte in Verhinderung der Vor­standsmitglieder Herr Kommerzienrat Georgi übernommen. Er berichtete über die hinsichtlich der bevorstehenden Reichstagswahl von dem Vorstand entwickelte Tätig­feit bezüglich der Aufstellung eines Kandidaten und gob dem Bedauern Ausdruck, daß die vielfachen Bemühungen, hierfür Herrn Justizrat Dr. Gutfleisch zu gewinnen, erfolglos geblieben. Es müsse dies umsomehr beklagt werden, als dieser Herr vom allgemeinen Vertrauen getragen sei, ihm auch die nationalliberale Partei das Mandat wiederholt angetragen habe und eine Kandidatur Gutfleisch die beste Aussicht eröffnet haben würde, unsern Wahlkreis demnächst wieder in würdiger Weise vertreten zu sehen. Die gebotene Umschau nach einer anderen geeigneten Persönlichkeit haben dazu geführt, Herrn Schloß macher, Syndikus der Handelskammer Offenbach, in Aussicht zu nehmen, der durch Behandlung wirtschaftlicher Fragen vielfach hervorgetreten sei und si in weiteren Kreisen als entschiedener Vorfechter der Handelsvertragspolitif eines großen Ansehens erfreue. Von beiden Vereinsvorständen um die Annahme der Kandi­batur gebeten, habe Schloßmacher sich bereit erklärt, falls er als gemeinsamer Kandidat erscheine und die Handelskammer Offenbach sowie die Chemische Berufsgenossenschaft, deren Ge schäftsführer er sei, ihm ihre Zustimmung zu ertennen geben. Herr Georgi richtete an die General­Versammlung das Ersuchen, den geschilderten Schritten des Borstandes bezüglich der gemeinsamen Aufstellung des Herrn Schloßmacher ihre Genehmigung zu erteilen, was einstimmig geschah. Der Vorsitzende hob ausdrücklich hervor, daß die definitive Busage des Herrn Schloßmacher nur im Einver­ständniß mit den erwähnten Körperschaften gegeben werden fönne, im Anschuß hieran die Proklamation erfolgen werde.

Der Mikado wurde gestern im Stadttheater als Benefiz für Herrn Oberregisseur Brud gegeben. Leider blieb

der gewünschte Besuch aus, und es hätte dem Benefizianten ein besser besetztes Haus bescheert werden fönnen. Das Stück selbst spielt sich in Japan ab, wobei auch besonderen Wert auf die glänzende Ausstattung_an Deforationen, Kostümen und Requisiten gelegt wurde. Die Hauptrolle hatte natürlich Herr Bruck, der den Oberscha f richter und ehemaligen Schneidermeister Koko, welcher sich in eine Japanerin verliebte, und sich später von dem Sohn des Mikado( Herr Sommer), der sich als fahrender Mu­fifant verkleidet hatte, überlisten ließ, in Händen. Auch den Mikado spielte Herrr Nolte in jeder Hinsicht vortreff lich. Außer der vielumworbenen Javanerin Yum Yum( Fri. Stöger), erntete ferner der Fahnenträger des Mikado( Herr Ganzert), der durch seine verdrehten Antworten die Heiterkeit des Publikums hervorzurufen wußte, reichen Bei­fall. Im Allgemeinen wurde das Stück eraft gespielt, die Regie sowie die Musit war eine gute. Heute Abend geht die Strauß'she Operette wiener Blut" als volkstümliche Vorstellung in Szene.

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In der Nacht auf Montag wurde am Markt die Frau eines hiesigen Schreinermeisters von drei jungen Leuten in unsittlicher Weise beläft gt. Der Ehemann befand sich zufällig eine kleine Strecke zurück. Bei seinem Herankommen enispann sich eine Schlägerei, wobei die Flegel noch den Mann arg zugerichtet haben. Anzeige ist erfolgt.

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Gießen, 6. Mai.[ Viehmarktbericht.] Der gestrige Viehmarkt hatte einen Auftrieb von 11-1200 Stüc Großvieh und etwa 250 Stück Kälber. Der Markt litt

die Erdarbeiten zur Butzbach- Licher- Bahn bei dem benach * Muschenheim.( Eingesandt.) Vor einigen Tagen haben barten Trais- Münzenberg begonnen und auch die beiden Pfeiler zur Ueberbrückung der Wetter vor Kolhausen sollen bereits soweit fertig sein. Bei solchen Fortschritten, den langen Sommertagen die bevorstehen zur Weiterarbeit und der em= figen Bauleitung ist zu hoffen, daß, wie allseits gewünscht, die Bahn bis zum 1. Oftober vollendet sein wird. Für uns Landwirte ist die Fertigstellung zu benanntem Tag auch von großem Wert, denn Tausende von Mark werden erspart, oder verdient, wenn wir unsere Erdprodukte nicht mehr nach den entfernten Bahnhöfen Buzbach und Lich bringen müssen, sondern bei naheliegenden Bahnhöfen Bahn Buzzbach- Lich zu verladen vermögen. In dieser Erkenntnis haben auch die Besizer von Grundstücken, die in die Bahntrace entfallen, in sämtlichen Landgemeinden und auch in der Stadt Buzzbach sellschaft sofort zur Verfügung zu stellen und nicht erst die freiwillig sich bereit erklärt, ihr Eigentum der Bahnbauge­langwierigen Kaufverhandlungen abzuwarten, wodurch dann die Bahn bis zum Herbst nicht mehr fertiggestellt werden fönnte. Nur die betreffenden Einwohner der Stadt Lich, mit Ausschluß des Fürsten zu Lich, der eine rühmliche Aus­nahme macht, sollen sich weigern das Entgegenkommen für uns Landwirte zu zeigen und sollen die Grundstücken erst zur Verfügung stellen wollen, wenn der Preis für dieselben vereinbart ist. Man sagt, sie glaubten dadurch einen höheren Preis erzielen zu können. Nun wir, die wir viel in Lich verkehren und bei den dortigen Geschäftsleuten seither unsere Einfäufe machten, werden uns diese freundliche Stellung. nahme der Licher merken und zukünftig zu denjenigen halten, die in dieser wichtigen Eisenbahnfrage zu uns gehalten haben. Wir haben ohnedies noch nicht vergessen, daß der Gemeinde­rat von Lich von vornherein nicht für die Bahn war. Fährt man in Lich so fort gegen uns zu arbeiten, dann wird das eintreten, was man befürchtet, daß nämlich diese Bahn feinen Nußen für Lich bringe.

fanterieregiments wird, die Genehmigung des Kaisers voraus­Hanau, 5. Mai. Die Kapelle unseres( 166.) In­gesetzt, im nächsten Jahre auf der Weltausstellung in St. Louis konzertieren. Der Regimentskommandeur hat seine Bustimmung bereits gegeben.

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Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer sitzung.

Gießen, 1. Mai 1903.

In der Nacht vom 6. auf den 7. März wurden aus dem Magazin der Fellhändler Gebrüder Aron zu Friedberg mittels Einbruch eine Anzahl Schaffelle im Werte von 65 Mart gestohlen. Der Tat verdächtig wurden Gustav Adolf L. von Beckenheim, Viktor D. von Offenbach und Karl P. sämtlich in Bad Nauheim beschäftigt, alsbald in Haft ge­nommen. Nachdem die wegen Vergehen gegen das Eigen­tum vorbestraften Angeklagten in der Untersuchung teilweise geständig waren und anscheinend die Wahrheit angaben ver­sucht heute jeder die Hauptschuld von sich auf die anderen noch vor dem Buchthaus retten kann, bleiben sie bei ihren wird, daß nur die Angabe der einen Wahrheit sie diesmal zu wälzen. Trotzdem ihnen vom Vorsigenden flar gemacht Angaben. Das Gericht erkennt gegen L. auf eine Buchthaus­strafe von 1 Jahr und 3 Monaten, gegen D. auf eine solche von 1 Jahr und 7 Monaten und erkennt ihnen die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre ab. P. welcher als der Verführte betrachtet wird, fommt mit einem Jahr Ge­fängnis davon.- Dem Abraham S. von Schlitz welcher in Fran- Rombach das Fleis u eines Stieres ohne vorherige Besichtigung durch einen Fleischbeschauer, verkaufte, ging vom Amtsgericht Schlitz ein Strafbefeh in Höhe von 20 M. zu Der eingelegte Widerspruch wurde vom dortigen Schöffen gericht zurückgewiesen, woranf er Berufung verfolgte, welcher heute in der Weise stattgegeben wird, daß die Strafe auf 12 M. herabgesetzt wird. Die Sache gegen Ludwig G von Frankfurt a. M. welcher sich in der hiesigen Stadt der Kuppelei schuldig gemacht haben soll, muß wegen Ausbleibens des Hauptbelastungszeugen vertagt werden. 8um Schlusse tommt eine Privatflagesache zur Verhandlung welche durch Verwerfung der vom Angeklagten eingelegten Berufung er­ledigt wird.

Johann Georg R. von Lindheim hat sich heute wieder wegen Der wegen Mietgeldschwindeleien vielfach vorbestrafte gleichen Vergehens zu verantworten. Er vermietete sich als Knecht zu dem Landwirt F. in Ilberstadt wobei er sich daz Mietgeld mit 3 Mt. aushändigen ließ. Da er seinen Dienst nicht antrat wurde Anzeige wegen Betruges erhoben, was Otto F. von Grünberg wurden wegen Körperverlegung vom ibm hute 5 Monate Gefängniß einträgt.- Ernst N. und dortigen Schöffengericht in Strafe genommen, wobei gegen

Mainz, 3. Mai. Heute Vormittag fand die feier liche Einweihung des Krematoriums statt in Gegenwart des Vertreters der Regierung, Ministerialrat von Hauser Darmstadt, Provinzialdirektor von Gagern­Mainz, der städtischen Behörden und der Vertreter zahlreicher auswärtiger Feuerbestattungsvereine, sowie der Vertreter der Presse. Die Feier wurde mit Harmoniumspiel und mit Gesang des Rupp'schen Männerchors Moguntia" eröffnet. Herr Justizrat Wolf hielt als Vorsitzender des Mainzer Feuerbestattungsvereins einen sehr interessanten, freisinnigen und zielbewußten Vortrag, dem einige Reden anderer Herren folgten. Nach der offiziellen Feier fand nochmals eine Be sichtigung aller Innenräume statt, worauf der Zutritt auch dem Publikum freigegeben wurde. Bestern wurden die Aschenrette von auswärts fremierten Mainzern im Beisein der Angehörigen beigesetzt. Morgen finden zwei Verbrenn­ungen statt. Das Krematorium, welches aus einem Ober­geschoß und zwei Untergeschossen besteht, ist ein prächtiges monumentales Gebäude. Die Inneneinrichtung ist sehr/ Baugelände ist von der Stadt kostenlos zur Verfügung ge­geschmackvoll und macht einen vornehmen Eindruck. Das stellt worden, sodaß es dem Verein möglich war, einen sehr günstigen Tarif für Verbrennung Einheimischer und Aus. wärtiger aufstellen zu können.

X Mainz, 5. Mai. Am Samstag Nachmittag wurde im Fabritweg das 2 1/2 jährige Bübchen des Fabritarbeiters Franz von einer Hochzeitsdroschte überfahren. Die Insassen bekümmerten sich um das überfahrene und schwerverletzte Kind nicht im Mindesten. Gestern ist dasselbe seinen Ver­legungen erlegen.

machermeister und sein 36 jähriger Sohn wurden wegen Sitt­ Obermörlen, 5. Mai. Ein 60 Jahre alter Schuh­lichkeitsvergehen verhaftet und nach Gießen in Untersuchungs­haft gebracht. Sie haben sich fortgesezt an minderjährigen Mädchen, die da tamen, um Schuhe zu bringen oder zu holen, vergangen.

ist von der ihm seitens vieler Freunde und Parteigenoffen × Erbach i. O., 5. Mai. Fabrikant Scior dahier in Erbach und Umgegend angetragene Reichstagstandidatur für den Wahlkreis Erbach- Bensheim definitiv zurückgetreten. Als alleiniger nationalliberaler und überhaupt bürgerlicher Kandidat steht demjenigen der Sozialdemokraten nunmehr

R. welcher noch eine Strafe zu verbüßen hatte, auf eine Gesamtstraße erkannt wurde. Da die Voraussetzungen zur Bildung einer solchen nicht vorlagen, verfolgte die Staats­anwaltschaft Berufung, ebenso die Angeklagten und zwar wegen Strafhöhe. Das Gericht verwirft die von dem An­g flagten eingelegte Berufung indem es derjenigen der Staats­anwaltschaft stattgiebt und gegen R. auf Einzelstrafe erkennt.

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Eugen K. aus Heidelberg, Studierender der Gewerbe­akademie zu Friedberg, ist angeklagt dem Studenten L. doriselbst den Betrag von etwa 1500 Mart abgeschwindelt zu haben. Da Zeuge L. ein leichtfertiger Mensch ist welcher im Laufe eines Jahres sein gesamtes Vermögen im Betrage von 18 000 Mt. durchgebracht hat, wird von der Verteidi­gung der Antrag gestellt, nähere Erkundigungen über seine Glaubwürdigkeit einzuziehen. Dem Antrag giebt das Ge­richt statt und vertagt die Sache. Den Schluß bildete

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Geschäftliches.

Unserer heutigen Nummer liegt ein Prospett der Firma Adolf Beermann in Gotha bei.

Der Herausgeber eines Blattes in Amerita wendet sich mit den Worten an das Publikum: Wenn Sie irgend etwas wissen, was zu wissen interessant ist, und was wir eigentlich wiffen sollten, und von dem Sie wissen, daß wir es nicht wissen bitte, lassen Sie es uns wissen!"- Das gilt auch für unsere geneigten Leser.

Marktbericht.

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Mai. Heu per Zentner Mt. 3.00-3.60, Stroh per Zentner Frankfurter Hen- und Strohmarkt vom 5. Mt. 2.00-2.20.

Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruderei( gegr. 1873); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, ießen.

Schlachthaus Gießen. gesalzenes Ochsenfleisch 40 Pfg. Rindfleisch 50 Bfg. Schweinefleisch 50 Pig. Heute u. Morgen.

Couverts mit Firma

von Mk. 3.50 an, liefert die

Expedition.