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Lokales.
Gießen, 4. August 1903. ** Der Großherzog passierte im Extrazug gestern abend um 7 Uhr den Bahnhof Gießen und Grünberg usw. um sich zur Jagd nach Romrod zu begeben. Im Gefolge befand sich Oberstallmeister Freiherr von Riedesel. Die Rückkehr des Großherzogs von der Jagd wird zum Freitag
erwartet.
** Ernannt. Der Großherzog hat am 1. August den Privatdozenten Dr. Wilhelm van Calfer zu Freiburg in Baden zum ordentlichen Professor der juristischen Fakultät an der Landesuniversität zu Gießen mit Wirkung vom 1. Oftober d. J8. ernannt.
** Promoviert wurde an der Landesuniversität zum Dr. phil. Heinr. Wagner, Lehramtsassessor in Gießen. ** Die 21. Pfarrkonferenz der evgl. Geistlichen der Superintendentur Gießen findet nächsten Mittwoch den 5. August 101 Uhr vormittags in Steins Garten statt. Hauptgegenstand der Verhandlungen wird ein Vortrag von Pfarrer Schulte- Beuern bilden über:„ Die religiöse Boltsfunde und die Seelsorge mit besonderer Berücksichtigung der oberhessischen altbäuerlichen Frömmigkeit." ** Theater- und Saalba u. Gestern tagte im Sigungssaal der Stadtverordneten eine zahlreich besuchte Versammlung der beiden Ausschüsse. Nach längerer Debatte einigte man sich darüber, an dem schon von der Generalversammlung des Theatervereins am 7. Juli aufgestellten Programm festzuhalten, und an die Aufbringung der Baugelder erst dann zu gehen, wenn ein ausgearbeiteter Bauplan vorliegt. Der Erlangung eines solches werden die vom Saalbau- und Theaterverein zur Verfügung gestellten Mittel dienen. Die Aufstellung eines Bauprogramms und zugleich die Verbreitung eines Finanzplanes werde sodann einem Unterausschuß übertragen, bestehend aus den Herren Kommerzienrat Heichelheim, Oberbürgermeister Mecum, Stadtverordneten Haubach und Kirch, Bauinspektor Becker und den Vorsitzenden des Scalbau- und Theatervereins, Professoren Spengel und Fromme. Dieser Unterausschuß wird bereits heute um 8 Uhr im Kommissionszimmer der Bürgermeisterei zusammentreten und in einigen Wochen den beiden Ausschüssen einen Bau- und Finanzplan vorlegen. Nach Begutachtung durch die Ausschüsse wird das Gesammt fomité darüber zu beschließen haben und darauf wird sofort das Preisausschreiben zu erlassen sein. Erst nach Erlangung zur Ausführung geeigneter Baupläne wird zu Geldzeichnungen aufgefordert werden.
* Am 9. August wird der mexikanische Reitertünstler Texas- Tex nochmals auf der Radrennbahn Sportplatz a. d. Hardt eine Schaustellung geben, bei der er mit Gräf- Frankfurt, dem ersten Sieger des großen Preises von Gießen, um die Wette fahren wird. Man muß diesem Rennen mit der größten Spannung entgegensehen, da Gräf auch noch von seinem Motor geführt werden wird.
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Auf einer Sängerfahrt zog am Sonntag der Männergesangverein Wehrba bei Marburg durch Gießen. Die fahrenden Sänger" hatten der Burg Gleiberg einen Besuch gemacht und kamen vom Windhof" um mit dem Abendzug zurückzufahren. Die Ausflügler waren von den erhaltenen Eindrücken hoch befriedigt und versicherten: Gießen und seine Umgebung, besonders der Gleiberg, werde ihnen eine angenehme Erinnerung bleiben.'
Die Ludwig und Alicestiftung( Sterbekasse für hessische Volksschullehrer und Unterstüßungskasse für bedürftige Lehrerwitwen und-Waisen des Großherzogtums Sessen) zählte im Jahre 1902 2415 Mitglieder in 702 Agenturen. Verstorben sind 42 Lehrer; das durchschnittliche Alter der Verstorbenen war 62 Jahre. Beigetreten sind 41 Lehrer. Die Höhe der versicherten Sterbegelder betrug 1277 400 Mt., gegen das Vorjahr ein Plus von 11 100 Mart. An vertragsmäßigen Zuschüssen gingen ein: von der Versicherungsgesellschaft Providentia in Mainz 718 Mt., von der Berlinischen Lebensversicherungsgesellschaft 1521 Mt., von der Roth'schen Buchhandlung in Gießen 300 Mt. Mit Rücksicht auf die günstigen Ergebnisse der Beträge ist der Vorstand in der Lage aus diesen Einnahmen für die nächsten 3 Jahre einen höheren Zuschuß zu den Sterbegeldern zu leisten. Von Ehrenmitgliedern gingen ein 206 Mt., von Körperschaften 1434 Mt. ferner 600 Mt. vom Hessischen Landeslehrerverein; ferner aus literarischen Unternehmungen 332 Mt. Vermächtnisse und sonstige Zuwendungen 867 Mt.( darunter Kurschmanns Erben in Gießen), sodann freiwillige Beiträge von Lehrern und Lehrerinnen 1401 Mt. Das gesamte Vermögen der Stiftung beträgt 255 678 Mt. An Sterbegeldern wurden im legten Jahre 10900 Mt. ausgezahlt. An Unterstützungen wurden an 80 Familien von Lehrerhinterbliebenen, bezw. alleinstehender Witwen und Waisen 4300 Mt. bewilligt.
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** Verein Hundesport für Gießen und Umgegend". Die vorgestrige offizielle Eröffnung des neuen Schliefplazes am Mittelweg, nahe Philosophenwald und Liebigshöhe, gestaltete sich zu einer imposanten VereinsFestlichkeit. Rückhaltslos wurde von dem als Preisrichter anwesenden bewährten Kynologen, Herr Ernst Proesler aus Frankfurt a. M. ausgesprochen, daß dieser neue Schliefplatz eine Bierde und ein Vorbild sei, nicht blos für die benach barten Orte, sondern für die fynologische Welt Deutschlands überhaupt. Bum Prüfungsschliefen wurden nur solche Hunde zugelassen, die sich im Besiße von Vereinsmitglieder befanden. Bu den eingelaufenen zahlreichen Nennungen fanden die folgenden bemerkenswerten Prämiirungen statt: In der Neulingsklasse auf Fuchs erhielten 1. Preise: Dachshund For von der Mäusburg, Besizer Herr Georg Maltomesius. In offener Klasse auf Fuchs wurden prämiirt: die Dachshunde Mo'r i B, Besiger Herr Ferd. Schmidt und Waldmann von Weßstein des gleichen Besizers mit 1. Preisen und der Dachshund Männe aus der Neustadt, Besizer Herr Ed. Noll, 2. Preis, und endlich im offenen Dachsschliefen
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errangen: Waldmann von Wetstein 1., und Moritz 2. Preis bei durchgängig vorzüglicher Arbeit.
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** Nordeck. Am 30. Juli fand hier Bürgermeisterwahl statt und wurde der seitherige Bürgermeister Wisker auf die Dauer von 8 Jahren wiedergewählt. Herr Wisker bekleidet nun schon 40 Jahre diesen Posten; ein Beweis, daß er in allen Fragen das Rechte zu treffen weiß.
lassenden Schläfer warf und mit den schonenden Worten: Der schläft ja schön, den wollen wir ruhig schlafen lassen", * Das Vogelsberger Vieh bespricht der offizielle sich empfahl. Daß nun der Frau ein Stein vom Herzen Bericht von der großen landw. Ausstellung in Hannover gewälzt war, kann man sich vorstellen, wenn man bedenkt, in letter Nummer der„ Zeitschr. d. landw. Vereins für daß der so friedlich schlummernde ihr Gatte war, der eben Rheinpreußen" in folgender schmeichelhaften Weise:„ Die Die sein Mittagsschläfchen machte. Gruppe d ,,, Einfach rotes und rotbundes Vich des Höhenlandes" darf wohl als der Glanzpunkt der Ausstellung in der Abteilung Höhenvieh bezeichnet werden. Hier traten in Wettbewerb mit einander die Harzer und der Verband der Herdbuchgesellschaften für das Vogelsberger Rind, letterer vertreten durch den Zuchtverein Gießen und die Herdbuchgenossenschaft des Kreises Biedenkopf. Beim Betrachten der ganzen Gruppe war die Erkenntnis, daß die** Nordeck. Seit dem 1. August ist unser Ort an Harzer den Vogelsbergern feine harte Konkurrenz bereiten das Fernsprechnet mit angeschlossen; die öffentliche fonnten, keine allzuschwere. Die Harzer müssen noch gehörig Fernsprechstelle befindet sich auf der Bürgermeisterei. arbeiten, bis sie die richtige Harmonie in den Gestalten der** Nidda. Der in den letzten Wochen niedergeeinzelnen Tiere, sowie einen tadelfreien Rücken herausgegangene Regen hat einen äußerst wohltätigen Einfluß züchtet haben. Der Zuchtverein Gießen und die Herdbuch sowohl auf Futterkräuter, Kartoffeln und Gemüse wie genossenschaft des Kreiſes Biedenkopf waren sich vollkommen besonders auf das Obst geübt, das bereits wegen der ebenbürtige Mitbewerber, wenn auch letzteres bei der Preis. Trockenheit zu fallen begann. Gegenwärtig aber schaut verteilung etwas besser weggekommen ist. Wenn man beide der Landmann besorgt zum Himmel auf. Die Frucht in ihrer Gesamtheit beurteilt, so wäre zu bemerken, daß die ist überreif und wird, wenn einigermaßen möglich, vom Tiere des Gießener Zuchtvereins etwas schwerer und mossiger Halm weg gebunden. Aber der fortgesetzte Regen er= waren, während die Biedenkopfer Tiere in feineren Formen weist sich dieser Arbeit als sehr hinderlich; die geschnitten sich zeigten, ein Berhältnis, das jedenfalls durch die Boden- liegende Frucht droht auszuwachsen. Die neuen Frühbeschaffenheit der beiden Buchtgebiete seine Begründung er- fartoffeln sind zwar nicht allenthalben so dick wie es sonstige fuhr. Für Stiere erhielt Biedenkopf einen 1. Preis, während Jahre der Fall war, aber von ausgezeichneter Qualität. der Zuchtverein Gießen mit dem 2. und 3. Preise bedacht Die Fleischpreise sind fortgesetzt hoch. wurde. Bei den älteren Rindern erhielt Biedenkopf ebenfalls einen 1. Preis, während der Zuchtviehverein Gießen bei den jüngeren Rindern mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde. In Klasse 21 erhielt Kuh Nr. 48, ausgestellt von dem Zuchtverein Gießen, den la Preis und einen Siegerehrenpreis."
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Von der Staatsanwaltschaft Gießen werden steckbrieflich verfolgt: Dienstknecht Karl Maurer aus Schweinshausen wegen Diebstahls und Schmiedegeselle Friedrich Schrader aus Nufringen wegen Körperverlegung.
** Das Ende vom Liede. Im Jahre 1898 war von der zweiten Kompagnie der 116. zu Gießen ein Elsässer desertiert, der sich kürzlich freiwillig in Lörrach in Baden w.eder gestellt hat und der nun gebrochen an Körper und Geist im hiesigen Lazaret liegt. Der Mann hatte sich ehe er in Deutschland Soldat wurde, in Frankreich zur FremdenLegion anwerken lassen, und war 5 Jahre in Algier. Von dort 1898 nach der Heimat zurückgekehrt, wurde er als Heerespflichtiger bestraft, und dann als unsicherer Kantonist bet den 116er eingestellt, wo er nach 2monatlicher Dienstzeit desertierte. Er hatte damals seinem Vater im Elsaß geschrieben, er würde entlassen werden und diesen ersucht ihn an die Adresse der Herberge zur Heimat 1 Kiste mit Kleidern und etwas Geld zur Reise zu senden, was der Vater auch ausführte. Nur damit war es ihm möglich von hier zu entweichen, um jezt nun nach 5 Jahren vollständig gelähmt und zum Dienst untauglich hier wieder eingeliefert zu werden. Der Mann will sich in Belgien, Frankreich und in der Schweiz während der 5 Jahre herumgetrieben haben.
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× Freienseen. Mit der Eröffnung der neuen Bahn scheint sich hier auch die Industrie niederlassen zu wollen. Wie unser Gewährsmann mitteilt, beabsichtigt eine Gießener Firma eine Ziegelei zu errichten.
** Friedberg. Der Herbst Pferde- und Fohlenmarkt findet am 27. Oftober, die Prämiierung der Stuten und Fohlen am 28. Oktober statt.
Frankfurt a. M., 3. August Auf einem Felde in der Nähe des Gutleuthofes erschoß sich heute morgen der 24 Jahre alte Kommis Hermann Walz.
* Mainz, 3. August. In hiesigen militärischen Kreisen wird bestimmt, mit dem Hierherkommen des Kaisers zu einer Truppenschau Ende dieses Monats gerechnet und Ales für die Beschaffung vorbereitet. Wie gestern mitgeteilt, nimmt auch das Regiment Kaiser Wilhelm( Gießen) an der Parade teil.
Neueste Nachrichten.
Telegramm.
Rom, 4. Auguſt( Mittags). Soeben erhalten wir die Nachricht, daß die Papstwahl vollzogen ist. Kardinal Erzbischof Giuseppe Sarto, Patriarch von Venedig, ging aus der Konklave hervor und wird als Pius X. den Stuhl Petri einnehmen. Sarto ist 67 Jahre alt.
Die Wahl des Erzbischofs von Venedig dürfte für viele eine Ueberraschung sein, denn von den vielen Kanidaten die als zukünftiger Papst bezeichnet wurden, war Sarto erst an letter Stelle genannt.
Marktbericht.
Gießen, 4 August Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Bfb. 1.00-1.20 Mt., Hühnereter 7-8 Pfg., Enteneter St. 6-7 Pfa., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Bfg., Linsen per er 32 Pfg., Tauben per Paar mr. 0.80-0.90, Hühner per Stüd Mt. 1.30-2.20, Hahnen, per Stud Mt. C.65-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.00, Gänse p. Bfd,
** Gießener Viehmärkte für 1904. Die Gießener Viehmärkte für das kommende Jahr sind wie folgt anges st: 5. Januar, 19. Januar, 9. Februar, 23. Februar, 15. und 16. März( am 16. März auch Pferdemarkt) 29. und 30. März, 19. und 20. April, 10. und 11. Mai, 26. und 27. Mai, 7. und 8. Juni, 28. und 29. Juni, 19. und 20. Juli, 2. und 3. August, 16. und 17. August, 6. und 7. September( am 7. September auch Pferde- 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch marft), 28. und 29. September, 11. und 12. Oktober, 25. und 26. Oftober, 22. und 23. November, 13. und 14. Dezember. An den zweitägigen Märkten ist auf Oswalds Garten am zweiten Tage ein Krämermarkt vorgesehen, der auch abgehalten wird, wenn etwa die Viehmärkte wegen Seuchengefahr ausfallen.
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Köln am Rhein bei Depeschen nach Köln ist nicht nötig und wird für 3 Worte gerechnet. Die Bezeich nung Rhein oder am Rhein ist auch unnötig, da die Poſt es so haben will, daß man die Stadt Köln am Rhein einfach mit Cöln bezeichnet, schreibt man so, so weiß die Post schon daß das heilige Köln am Rhein damit gemeint ist.
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* Städte Ausstellung Dresden. Welches Interesse man in der städtischen Verwaltung für die in Dresden veranstaltete Städte- Ausstellung an den Tag legt, dürfte gewiß daraus hervorgehen, daß, nachdem der Oberbürgermeister mehrere Tage zum Besuche der Ausstellung in Dresden zugebracht, hat auch der Beigeordnete Curschmann, der Leiter unseres Tiefbauamtes, Baumeister Braubach sowie der Sekretär Allendorf nach einander nach Dresden gehen werden, um die Ausstellung zu besichtigen.
*** Ein heiteres Stückchen. Kommt da vor einigen Tagen der Kontrolleur einer Krankenkasse in einen Ort in der Nähe von Gießen, um den tranfgeschriebenen Mitgliedern seiner Kasse einen Besuch abzustatten; das heißt: trifft er einen nicht gerade and Bett gefesselten von Hause abwesend an, so kostet ihm sein Besuch eine Strafe, oder Entziehung des Krankengeldes. So kommt er nun zu einem Einwohner des betreffenden Ortes, dessen Sohn der fraglichen Kasse angehört, und schon längere Zeit arbeitsunfähig war, welcher aber zu derselben Zeit einen Besuch bei Verwandten machte. Unser Kontrolleur fragt nun die Hausfran, welche in der Küche Eierkuchen backt, nach dem Patienten.„ Der liegt zu Bett", war die Antwort der Frau, die nicht dachte, daß sich der Kontrolleur an Oct und Stelle von der Wahrheit ihrer Aussage überzeugen würde. Doch o Schreck; Frau pochenden Herzens, ihren Eierkuchen sicherem Verderben preisgebend, hinter ihm drein. In diesem kritischen Momente schoß ihr plöglich ein rettender Gedanke durch den Kopf. Aus einem der Schlafzimmer drang nämlich tiefes Schnarchen an ihr Ohr. Dieses öffnete sie nun dem Kontrolleur, der einen prüfenden Blick auf den sich nicht stören=
neffer und 30 Zoll Männe aus der Neustadt, Besizer Herr Ed. Noll, Terrier mit wuchtigen Säßen sprang dieser die Treppe hinauf, die
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per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Bfa. Schweinefletsch gesalzen per Pfund 0.80 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo
9.00-10.00 Mt., 3wiebeln per 3t. Wit. 8.00-900, stirichen, per Pfund 30-40 Pfg. Milch per Liter 18 Pfa.
Frankfurter Viehmarkt. Zum Verkauf standen 457 Ochsen, 62 Bullen, 712 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 248 Kälber, 142 Schafe und Hämmel, 1299 Schweine. Aus Desterreich 153 Ochsen. Bezahlt wurde für 50 kilo Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mcf. 70-73, b) unge fleischige, nicht ausgemäſtete und ältere ausgemäſtete Mt. 65
bis 67, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mt. 61-64, Bullen: a) vollfleischige d) gering genährte jeden Altecs Mt.
höchsten Schlachtwertes Mt. 61–62, b) mäßig genährte jüngere und
gut genährte ältere Mt. 57-59, c) gering genährte Mt.-, Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): a) vollfleischige, ausgemästete Färsen ( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mt 63-65, b) bollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes( bis zu 7 Jahren) Mt. 60-62, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte
jüngere Kühe und Färsan( Stiere und Rinder) Mt. 51-52, d) mäßig genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. 48-50, e) gering genährte Kühe und Färsen( Stiere und Kinder) Mt.
Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Mast( Vollm.- Mast) und beste Saugfälber( Schlachtgewicht) 81-83 Pfg.( Lebendgewicht) 49-50 Pfg., b) mittlere Mast- und gute Saugfälber( Schlachtge= wich) 73-75 Pfg,( Lebendgewicht) 43-46 Pfg., c) geringe Saugfälber 58-62 Pfg., d) ältere gering genährte Kälber( Fresser) Pfg., Schafe: a) Maſtlämmer und jüngere Masthämmel 70-72 Pfg., b) ältere Masthämmel 66-68 Pfa., c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Märzschafe) Pfg. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren ( Schlachtgewicht) 61 Pfg.,( Lebendgewicht) 48 Pfg., b) fleischige
Schlachtgewicht) 60 Pfg,( Lebendgewicht) 47 Pfg. c) gering entwickelte, sowie Sauen und Eber( Schlachtgewicht) 52-57 fg, Lebendgewicht, d) ausländ. Schweine unter Angabe der Herfunft Pfg. Der Markt war gut und ist geräumt.
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Frankfurt a. M., 4. August. Fruchtmarkt, Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer mt. 16.80-16.95, furhessischer Mt. 16.70-16.80, norddeutsch. Mt. 16.70-16.90, Kansas Mt. 17.50-17.75, Rogg en, hiesiger Mt. --, russischer Mt. 14 25-14.60. Amerikaner f. 14.50 bis bis 14.75, Gerste, hiesige Mk. bis-.- Pfälzer, Mt. fränkische Mt.-. bis Riedgerste Mt. Hafer, hiesiger Mt. 14.20-14.80, fur== bi8 pariſche Mk. 17.50—18.50. hessischer Mt. 14.30-14.80, Württemberger Mt. bayerischer Mk. 14.50-15.10, russischer Mr. 14.20--15.50, Mais Mired Mt. 12.60-12.80, La Plata Mt. 12.25-12.50, weißer Mais Mt. 12.50-13.20, russischer Mk. Alles pro 100 Kilo ab hier.
Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein; für das Lokale, den ,, Gerichts." und Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. With. Keller), Gießen.


