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Lokales.
Gießen, 3. August 1903. ** Der Großherzog hat dem ordentlichen Professor in der juristischen Fakultät der Landesuniversität Dr. Karl Heimburger die Krone zum Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
An unserer Universität ist zu den bestehenden Korporationen noch eine neue hinzugetreten. Die nicht farbentragende Akademische Turn- Verbindung„ Cheruscia". Ihre Hauptgrundsäße sind: 1. Schwarzes Prinzip. 2. Bflege aller Leibesübungen, also Turnen im Jahn'schen Sinne. 3. Unbedingte Satisfattion und 4. Maturität als Vorbedingung zur Aufnahme. Es decken sich sonach diese Prinzipien mit denen des Akademischen Turn- Bundes, der an unserer Universität bisher nicht vertreten war.
*** Kaiser Parade. Am kommenden Sonntag abend geht unser Regiment per Bahn nach Mainz zur Teilnahme an der dort am Montag stattfindenden Kaiserparade.
* Eine seltene Jagdbeute hat der Schreinermeister J. Weigel auf seiner Jagd bei Oppenrod gemacht, er schoß einen feisten Rehbock mit 4 Stangen.
** Unsere Garnison geht am 18. August auf 3 Wochen nach dem Truppenübungsplatz bei Griesheim, um wie man hört, von dort aus ins Manövergelände zu rücken. ** Zu der Vorstellung des Eisenbahnkomitees GroßFelda und Umgegend betreffend die Erbauung einer Eisenbahn Ehringshausen- Groß- Felda- Ulrichstein- Rirfeld wird einem auswärtigen Blatte noch Folgendes geschrieben: Reiche Bodenschäße harren hier noch der Ausbeutung. Mächtige Basaltlavalager sog. Lungsteine sind bis jetzt noch nicht zwecks baulicher Verwertung in Angriff genommen. Rürzlich auf Anregung eines hervorragenden Hessischen Geologen vorgenommene Schürfungen behufs erschließung eines solchen Steinbruches ergaben nach fach
und
männischem Urteil ein günstiges Resultat. Ob bei gänz= lichem Mangel eines billigen Transportmittels die Ausbeutung derartiger Steinbrüche ratsam ist, erscheint fraglich. Früher angestellte Bohrungen ergaben das Vorhandensein von reichhaltigen Eisenerzen. Auch diese müssen ungehoben bleiben, da der kostspielige Abtransport mittels Achse die Rentabilität des Abbaues illusorisch macht. Weit ausgedehnte fistalische Waldungen der Großh. Oberförstereien Windhausen, Hainbach, Romrod und Ulrichstein würden durch eine Eisenbahnverbindung Ehringshausen- Groß- Felda- Ulrichstein aufgeschlossen, wird sich die Holzverwertur g für die Großh. Regierung bedeutend gewinnbringender gestalten als dies seither der Fall war. Zwei große Dampffägewerte in GroßFelda konnten sich bis jetzt kein Absatzgebiet nach außen verschaffen. Es wird dies durch die bei der schon erwähnten Achsenfracht nach der nächsten Eisenbahnstation entstehende Verteuerung des Holzmaterials von vornherein unmöglich gemacht. Aus lezterem Grunde erleidet auch die biesige Landwirtschaft jährlich eine sehr ansehnliche Einbuße an Zeit und Geld sowohl beim Versandt ihrer Produtte als auch beim Bezug der hier unentbehrlichen und in großen Massen eingeführten Futterartikel und künstlichen Düngemittel. Große Summen wurden und werden noch fortgesezt der hiesigen Gegend bei der Errichtung von Neubauten entzogen. Die Verteuerung der Baumaterialien durch die zwei- und dreistündige Achsenfracht ist eine ganz ungeheuer. Es ist einzig und allein dem gänzlichen Mangel an billigen Transportmitteln zuzuschreiben, daß sich in dem mit natürlichen Schäßen so gut ausgestatteten Feldatal teine Industrie entwickelt und das jetzt schon bestehende still steht bezw. zurückgeht. Auch mag hierauf die langsam aber stetig fortschreitende Entvölkerung der hiesigen Gegend zurückzuführen sein." Mit diesen und anderen gewichtigen Gründen belegen die Betenten ihre Eingabe.
* Landwirtschaftliche Ausstellung Gießen. Der geschäftsführende Ausschuß des Ausstellungsunternehmens teilt uns mit, daß für den Rücktransport der Ausstellungsgegenstände und Tiere auf den Strecken der Eisenbahndirektionsbezirke Kassel, Frankfurt, Main und Köln frachtfreie Beförderung bewilligt worden ist. Für die Hinbeförderung wird die volle, tarifmäßige Fracht berechnet. Auf dem Frachtbriefe, der doppelt auszufertigen ist, ist zu vermerken, daß die Tiere und Gegenstände ausgestellt waren und unverkauft geblieben sind.
** Der Ziegenzuchtverein Gießen beabs fichtigt am 8. August d. J, vormittags auf dem städtischen Viehplate eine Ziegenschau mit Prämiterung für seine Mitglieder abzuhalten, die als Vorschau für die größere Herbstausstellung gelten soll. Im Anschluß hieran findet an dem gleichen Tage nachmittags 3 Uhr auf dem Lenz'schen Felsenfeller in Gießen eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Herr Dekonomierat Leithiger aus Alsfeld ein Referat über die Bestrebungen auf dem Gebiete der Ziegenzucht und die einheitliche Or ganisation im Kreise Gießen durch Errichtung eines Kreisziegenzuchtvereins" erstatten wird.
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Bolts- und Jugendfest im Gießener Philosophenwald. Das gestern stattgefundene Voltsund Jugendfest verlief im Großen und Ganzen zur vollsten Befriedigung aller Teilnehmer. Schon gegen 1 Uhr versammelten sich die Kinder festlich geschmückt mit Fähnchen, Blumen und bunten Schleifen auf Oswalds Garten. Von dort aus bewegte sich dann um 2 Uhr ein herrlicher Festzug, voran die kleinen Mädchen, mit über 40 großen Fahnen unter Anführung der Festjungfrauen nach dem Philosophenwald. Dort fanden wie das von früheren Jugendfesten noch bekannt ist, die Kinderspiele, Konzert und Ansprachen statt. Leider wurde die Preisverteilung gegen 5 Uhr durch ein Regenschauer unangenehm gestört, das Wetter flärte sich aber bald wieder auf, so daß die Vergnügungen ihren Fortgang nehmen konnten. Gegen 8 Uhr wurden die Kinder in einem von der Musit angeführten Zug nach der Stadt zurückgeführt. Auf dem Festplatz
herrschte aber noch recht lange ein reges Leben und Treiben das sich bis spät in die Nacht hinauszog.
*** Die Vorstellung des Amerikaners Texas- Tex: Pferd gegen Rad hatte ein großes Publikum herbeigelockt. Interessant waren die einzelnen Nummern und höchst staunend mit anzusehen, wie Texas- Tex z. B. im schärfsten Galopp vom Pferd aus drei hintereinander am Boden liegende zusammengerollte Tücher aufhob. Ueber das Wett rennen zwischen Rad und Pferd kann man geteilter Meinung sein, dagegen hoch anerkennen muß man, mit welcher Gewandtheit und Schnelligkeit dieser Amerikaner die Pferde wechselte. Zum Schluß gab es noch ein fleines Wettrennen zwischen der Frau des Texas- Tex und einem Indianer, lezterer auf ungesatteltem Pferd; hiervon kann man ebenfalls nur behaupten, daß die Reitkunst uns in felten ausgeprägter Fertigkeit vor Augen geführt wurde. Der mitten in die Vorstellung hereingebrochene Regen vermochte feine Störung herbeizuführen, das Publikum blieb wo es stand.
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* Eine Gratis- Vorstellung hatte gestern ein Teil der Besucher des Jugendfestes. Am Rande des Waldes hatte nämlich eine Athletentruppe 2 Herren und 1 Dame eine pompöse Halle errichtet, und ein zahlreiches Publikum war vor der Empore, auf dem die Künstler Reklame standen, Ein stimmbegabter Ringkämpfer ha'te schon versammelt. wiederholt verkündet, daß die Vorstellung sofort beginnt". Da begann sie, denn plößlich hörte man einen dreiftimmigen Schrei und die ganze Truppe stürzte die Athleten natürlich mit vollendeter Grazie unter donnerähnlichem Krachen in die Tiefe. Ein Brett hatte sich den boshaften Streich geleistet, im ungeeignetesten Augenblicke zu brechen und die ganze fraftstrogende Schar in der Versenkung berschwinden zu lassen. Leider wurde auch die schwere, den Hintergrund bildende- Partie in Mitleidenschaft gez gen". Die zahlreich erschienenen Zuschauer dankten für die ge lungene Borstellung durch frenetischen Beifall. Aber leider waren die Künstler zu einer Wiederholung nicht zu bewegen.
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*** Gießener Volksbad. Im Juli wurden verabreicht, 12421 Bäder gegen 11376 im Juni 1903 und 10859 im Juli 1902, oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 428 Bäder gegen 410 im Juni 1903 und 374 im Juli 1902
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Der Besuch hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 5923 Männer, darunter 702 zu 10 Pfg. 2300 Frauen 506 ,, 10 Wannenbäder: 1. I. 266 Männer, 176 Frauen, 2. I. 768 555 Dampf und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen: 131 Männer, 23 Frauen.
Brausebäder 1940 Männer, 339 Frauen. Die Personenwage wurde von 240 Personen be= nutzt. Das Bad von 16 Personen besichtigt.
+ Schotten. Der Sommermarkt( Viehmarkt) wird am 10. und 11. August abgehalten. Der Auftrieb des Rindvichs erfolgt am 10., der Auftrieb der Schweine am 11. August. Alles zum Viehmarkt aufgetriebene Vieh wird beim Markteingang freisveterinärärztlich untersucht, und nur zugelassen, wenn es seuchenfrei befunden worden ist.
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** Ettingshausen, 2. August. Am 20. August ist die Amtszeit des hiesigen Beigeordneten abgelaufen und man ist eifrig damit beschäftigt, neue Kandidaten aufzustellen. Die Am nächsten Neuwahl findet in etwa 3 Wochen statt. Sonntag wird das diesjährige Preisscheibenschießen abgehalten.
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Dueckborn. Freuen können sich die Freiec unseres schmucken Dörfchens, denn sie werden, wie uns ein Freund unseres Blattes mitteilt, saubere Weiber bekommen. Nahmen doch einige Mädchen die zu ihrem Acer gingen um Thomasmehl zu streuen, eine ganze Toiletten- Einrichtung mit, um sich auf dem Felde nach getaner Arbeit gleich wieder ein ,, ansehnliches" Aeußeres zu geben, und im Dorfe wieder schmuck und begehrenswert zu erscheinen. Jedenfalls ist dies ein Zeichen eines nicht zu unterschätzenden Stolzes den unsere Vogelsberger Mädchen haben.
= Aus dem Vogelsberg. Mit Wasserleitungsbauten beginnen nun auch die kleineren Landorte und da ja unser Vogelsberg reich an gutem Trinkwasser ist, so sind die Anlagen meist mit nicht zu hohen Kosten verknüpft. Die Gemeinde Hartmannshain( an der im Bau begriffenen Bahnstrecke Gedern- Grebenhain) hat mit einem Kostenaufwand von 201000 Mt. ihre Leitung vollendet und liefert von ihrem Ueberfluß das Wasser zum Eisenbahnbau. Auch die Orte Ortenberg, Eckartsborn, Hirzen hain haben ihre gemeinsame Wasserleitung beendet. Michelbach baut noch daran und Stumpertenrod bei Ulrichstein beginnt demnächst mit einer Wasserleitung.
* Aus dem Vogelsberg. Die Himbeerenernte hat begonnen und gibt es dieses Jahr eine reiche Ernte. Durch die nasse Witterung reifen dieselben sehr langsam. Die Händler bezahlen für das Pfund 12-15 Pfg.
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Friedberg, 1. Auguft. Die Schweinepest ist in unserem Kreise im Abnehmen begriffen und in mehreren Orten schon erloschen.
** Aus Oberhessen. In diesen Tagen wurde zu Friedberg von Vertretern oberhessischer Bezugsgenossenschaften unter dem Vorsitze des Direktors des Verbandes der hess. landwirtschaftlichen Genossenschaften Geh. Regierungsrat Haas die Gründung einer landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft e. G. m b. H. mit dem Size in Friedberg beschlossen. Dieses genossenschaftliche Unternehmen soll den gemeinschaftlichen Einkauf landw. Bedarfsartikel und den gemeinschaft. lichen Verkauf landw. Erzeugnisse bermitteln. In den Vorstand wurde u. a. Dekonomierat K. Schlenke, Hardthof, und in dem Aufsichtsrat u. a. Landtagsabgeordneter KöhlerLangsdorf gewählt.
Aus dem Gerichtssaal.
Strafkammer.
Gießen, 31. Juli. Holzhändler Heinrich Meßger III. von Röthges wurde vom Laubacher Schöffengericht wegen Jagdvergehens zu 60 Mt. Geldstrafe verurteilt, weil er zur Jagd ausgerüstet auf fremdem Jagdgebiet betroffen wurde. Der von ihm verfolgten Berufung, durch welche er Freisprechung erzielen will, wird der Erfolg versagt und unter Belastung des Angeklagten mit sämtlichen Kosten, das erstenstanzliche Wegen tätlicher Beleidigung, begangen Urteil bestätigt. auf öffentlicher Straße durch einen unsittlichen Angriff auf die Ehefrau Heinrich Deckmann von Bleichenbach, wurde der Händler Heinrich Dönges dortselbst vom Schöffengericht Ortenberg in eine Gefängnisstrafe von einem Monat genommen. Die heute infolge Berufung des Angeklagten stattfindende Verhandlung unter Ausschluß der Deffentlichkeit stellt anscheinend nichts anderes als das Untergericht fest, denn die Berufung wird unter Aufrechterhaltung der Publikationsbefugniß zurückgewiesen.- Ebenfalls zurück. gewiesen wird die Berufung des Pumpenmachers Georg Emmerich von Münzenberg, welcher vom Bußbacher Schöffengericht wegen Werfens mit Steinen nach dem 14 jährigen Wilhelm Wolf dorteu, eine Haftrafe von 5 Tagen erhielt.- Müller Christian Kalbfleisch von Bellertshausen war angezeigt, entgegen der Vorschrift, das Räderwerk im Mühlgraben seiner Mühle unverdeckt gelassen zu haben. Das Schöffengericht Alsfeld sprach ihn von Strafe frei, da Notstand vorlag; auch verurteilte es die Staatstaffe schaft Berufung verfolgte. Das Berufungsgericht ändert das in die Kosten der Verteidigung, weshalb die StaatsanwaltErkentnis insofern ab, als daß es die Kosten der Verteidigung und die der Berufungsinstanz dem Angeklagten zur Baſt ſetzt. Dem Viehhändler Moriz Lilienfeld von Neuadt b. Ziegenhain ging unter der Anschuldigung ohne Wandergewerbeschein zu Gleinenhain Vieh verhandelt zu haben, ein Strafbescheid des Steuerfommissariats Homberg über vierzig Mart zu. Nachdem er vom Alsfelder Schöffengericht Freisprechung erzielt hatte, verfolgte die Staatsanwaltschaft Berufung. Der Angeklagte bestreitet sich einer strafbaren Handlung schuldig gemacht zu haben. Die Entscheidung soll am nächsten Freitag verkündigt werden. Den Schluß bildet eine durch Bergleich sich erledigende Privatklagesache.
Märkte.
*** Fruchtpreise am Grünberger Fruchtmarkt, vom 1. August Weizen 00,00, Korn 16,00, Gerste Hafer 14,00-15,00, Erbsen 18,00, Samen 22,00, Kartoffeln 10,00-00,00 Mart. Alles per Doppelzentner. * Marburg, 1. August. Auf dem letzten Wochenmarkt fosteten: Butter, Pfd. 100-110, Hühnereier, 2 St. 12, Käse, per St. 10, Käschen, pr. St. 4, Kochfäse, pr. Pfd. 40, Käsematten per St. 5, Kartoffeln, neue Pfd. 6 Pfg. 100 Pfund 4 00 Mt., Blumenfohl, 1 St. 30-50, Sellerie St. 10, Oberkohlrabi 8-10, Borre Salat pr. Kopf 5 Pfg., Möhren, pr. Pfd. 15, Gurfen St. 40, Sahnen, pr. St. 80-90, Hühner pr. Stc. 1.20-1.50, Gänse 6.00, Enten St. 3.00, Tauben, pr. St. 40, Reh pr, Pfd. 70 Pfg, Radiese, pr. Pack. 10, Merrettich, pr. Pack 10-00, 3wiebeln, Pfd. 12 Knoblauch, pr. Knolle 5, Weißtraut, pr. R. 25-40, Rotfraut pr. Kopf 40 Pfg., Wirshina, pr. K. 25-30 Pfg. Spargel, pr. Pfd. 50-70 Pfg., Kirschen, Pfd. 35-50, Spargel, Pfd. 50-70 Pfg.
Frankfurt. Heu und Strohmarkt vom 31. Juli. Heu per Zentner Mt. 2,80-3,60, Stroh per Zentner Mt. 1,80 bis 2,20.
Wer kennt nicht die Schußmarfe ,, Kaffee- Onkel"? Dieselbe schüßt die vortreffliche
Pfeiffer& Diller's Kaffee- Essenz
in Dosen. Ein Versuch wird Sie hochbefriedigen.
Blutreinigungs- Thee
von Apotheker Franz Wilhelm, t. und t. Hoflieferant in Neunkirchen, Nied.- Deft.
Daß ein unzweifelhaftes Bedürfnis nach einem guten und wirksamen Blutreinigungs- Thee besteht, beweisen die zahlreichen Versuche, ein solches Mittel herzustellen. Herrn Apotheker Franz Wilhelm ist es vermöge seiner Fachkennt nisse gelungen, einen Blutreinigungs- Thee aus den wirksamsten Bestandteilen zusammenzusehen; nicht weniger als 21 einzelne Droguen enthält sein Thee, der nach einem be= souderen Verfahren zubereitet ist.
Für die Wirksamkeit dieses Thees bei Gicht und Rheumatismus sprechen zahlreiche Danksagungen Geheilter. Wir verweisen nur auf die Danksagung der Gräfin Butsch: n= Streitfeld, Oberstlieutnants- Gattin.
Bestandteile: Junere Nußrinde 56, Walnußschale 56, Ulmenrinde 75, franz. Orangenblätter 50, Eryngiiblätter 35, Stabiosenblätter 56, Lemusblätter 75, Bimmstein 150, votes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Carugwurzel 3.50, Radic. Cariophyll. 350, Chinarinde 8-50 Eryngiiwurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Graswurzel 75, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 15, Sasaparillwurzel 35, Fenchel, röm. 3.50, weiß Senf 3-50, NachtschattenStengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen Verfahren geschnitten und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht ist. Nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware.
Couverts mit Firma
von Mk. 3.50 an, liefert die
Expedition.


