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Stephan erwiesen hat, ist bekanntlich ein überzeugter Ber­fechter der Müzlichkeit und Rentabilität einer Berbilligung des Briefportos. Auf seine Anregung wird dem ameri fanischen Kongreß eine Vorlage megen Herabsehung des Briefportos zwischen Amerika und Europa zugehen. Und zwar soll das Porto von 5 Cents per halbe Unze aus 2 Pents ermäßigt werden. Mit Deutschland, England Frankreich sind, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter von zuverlässiger Seite hört, bereits Vorverhandlungen ge­pflogen worden. Die deutschen amtlichen Stellen stehen der Sache zwar nicht durchaus abgeneigt, aber doch mit nicht unerheblichen Bedenten gegenüber, die namentlich ben nach Ansicht der zuständigen deutschen Behörden zu erwartenden Einnahmeausfall betreffen. Bekanntlich hat vor einiger Zeit auch die Regierung von Neu- Seeland den Antrag gestellt, allgemein das Penny- Porto einzuführen. Der Weltpostverein hat sich jedoch ablehnend verhalten und Neu- Seeland hat das Penny- Porto nur im Inlande und im Verkehre mit Nachbarstaaten zur Einführung gebracht. Nach dem ersten Jahresausweis sind allerdings die hier­bei erreichten Erfolge über Erwarten zufriedenstellend aus­gefallen. Wie denn auch die Nationalökonomen und Sta­fistiker übereinstimmend die Beobachtung gemacht haben wollen, daß jebe Berbilligung des Verkehrs die Einnahmen aus dem Verkehr erhöht. Immerhin wird diese Be­achtung nur da gemacht werden können, wo mit der Ver­Billigung eine gewisse Grenze nicht überschritten wird. Bahne soll übrigens geäußert haben, er hoffe noch zu erleben, daß das Weltporto allgemein einen Benny, etwa sinen Pfennig nach deutschem Gelde, betragen wird. Der Amsterdamer Streik

ist zu einem Teile beendet. Die Transportgesellschaften haben alle Forderungen der Arbeiter bewilligt. Darauf­hin nahmen die Eisenbahnangestellten die Arbeit wie­der auf. Dagegen dauert der Streif der Arbeiter der Brivattransportgesellschaften fort. Außerdem hat die Kommunalverwaltung von Amsterdam die Arbeit in den Wasserwerken auf dem Quai eingestellt. Die Arbeiter dieser Werke haben sich den Ausständigen angeschlossen, um sie zu unterstützen. Die Bäcker, die Arbeiter der Gasanstalt und die des Reinigungsdienstes wollen eben­falls streiten. Jedenfalls hat aber bie Hemmung des Berkehrs auf allen Strecken der holländischen Bahn auf­gehört.

Kurze volitische Nachrichten.

* Die Umänderung der Feldgeschüße C 96 in solche mit Rohrrücklauf wird sich nicht, wie kürzlich be­richtet wurde, auf 30 Millionen Mart, sondern im Höchst­falle auf ein Drittel dieser Summe belaufen.

* An Bord des Lloyddampfers ,, Bayern" sind Mon­tag Morgen 6 Offiziere, 4 Feldwebel und 150 Mann von der ostasiatischen Besaßungsbrigade in Bremerhaven an­gelangt und von dort mit der Bahn nach dem Schieß­plaz Munster gegangen.

* Auf der in Dortmund abgehaltenen achten Jahresversammlung des Gewerkvereins christlicher Berg­arbeiter Deutschlands erklärte der Vorsitzende die Weber­einstimmung der christlichen Bergarbeiter mit der Rede des Kaisers in Breslau. An den Kaiser wurde ein Hul­digungstelegramm abgesandt.

* Der französische Sozialistenführer Jaurès hat an gefündigt, er werde in der Kammer neue Enthül lungen machen, welche die Wahrheit über verschie dene in den Dreyfushandel verwickelte Persönlich­keiten an den Tag legen werde.

mäßig lauteten. Als sie den Blan faßten, Stese Ge­schichte auswendig zu lernen, waren ihrer noch sieben auf dem Schiff. Zwei von diesen zeigten sich aber zu bumm, die erfundene Geschichte ohne Fehler zu wieder­holen, und die übrigen fünf Leute kamen daher zu der Ueberzeugung, daß man sie unschädlich machen müsse. Sie wurden sofort erschossen und über Bord geworfen. Es erscheint ganz unbegreiflich, weshalb man den Ne­ger verschont haben sollte. Er selbst erklärt, dies sei geschehen, damit er für die anderen toche. Später sagte er aus, man habe auch ihn töten wollen. In Wahr jeit scheint er dem Tode dadurch entgangen zu sein, daß er sich so stellte, als habe er keine Ahnung von den Borkommnissen an Bord.

* Der russische Botschafter in Konstantinopel St­nowjew hat die Aufmerksamkeit des Sultans auf die christenfeindliche Haltung des Gouverneuers von Jpel ( Macedonien) gelenkt. Der Sultan hat daraufhin den Gouverneur abgesetzt.

* Zum Streit zwischen Bolivia und Brasilien wegen des Acregebiets wird aus Rio de Janeiro ge­meldet, der brasilianische General Itaperuna sei mit Artillerie nach dem in der Nähe des Acregebietes ge­legenen Matto Grosso abgegangen.

* Das Augenleiden, an dem die schwedische Kron­prinzessin leidet, hat sich so verschlimmert, daß die Aerzte völlige Erblindung fürchten.

Nab und fern.

Vermischtes.

):([ Ein unerwarteter Bank] wurde einem westfäli­schen Gutsbesiger zuteil. Er hatte vor furzem ein be­trächtliches Sapital zur Errichtung eines Krankenhauses in Olpe gespendet. Die dortigen Stadtväter beabsichtigten zunächst, dem Wohltäter der Gegend einen Fackelzug bar­zubringen; doch aus ,, innere: Gründen" tamen sie wieder babon ab und beschlossen, den Gutsbesiger, der durch diesen Schenfungsaft seine guten Vermögensverhältnisse so deut­lich gezeigt hatte, unt eine Stufe in der Einkommen­steuer zu erhöhen!

[ Ein weißer Rabe.] Bisher galt es als feststehender und in unzähligen Wigen diskutierter Grundsaß, daß Da­men vor Gericht häufig ihr Alter niedriger anzugeben pflegen, als es wirklich ist. Kein Mensch nahm an, daß eine Zeugin mehr Jahre ins Protokoll dittiert hätte, als sie tatsächlich zählt. Da geschah das Unerwartete vor Wiener Richtern. Die Blousennäherin Anna Peter, ein braves, anständiges Mädchen von unschuldigem Aeußern, gab vor einiger Zeit als Zeugin vor dem Bezirksgerichi Leopoldstadt ihr Alter mit 20 Jahren an, wo sie doch erst 16 Jahre zählte. Diese Ungeheuerlichkeit ging Frau Themis über die Binde, und die arme Kleine wurde von den Wiener Strafrichtern als Verbrecherin qualifiziert und wegen Betrugs zu vierzehn Tagen Kerters verurteilt. A[ Das Meer gibt seinen Naub zurüd.] Wie aus Mai land berichtet wird, hat der Ingenieur Piño, dessen neues Unterseeboot so großes Aufsehen erregt hat, neulich in Portofino bei Genua Experimente unternommen, die sehr gute Resultate ergaben. Die Genueser Gesellschaft für Unterseedurchforschung hat das Pins- Schiff für 200 000 Lire angekauft und wird im April ihre Recherchen mit dem Schiff im griechischen Archipel anfangen, wo be­kanntlich im Altertum viele Kunstschäze verloren gingen. Die Gesellschaft hat schon einen Vertrag mi: der griechisch n Regierung geschlossen und angeblich auch einen Kontrakt mit der englischen Regierung zur Hebung des Schiffes ,, Black Prince", das während des Krimkrieges mit 45 Millionen Francs Gold untergegangen ist.

In letter Stunde. Ein Vorfall, wie er sich sonst nur in Romanen zuträgt, ereignete sich in Berlin. Der Kaufmann S. verlor auf der Straße in der Nähe des Spreeusers seine Brieftasche mit etwa 500 Mark. A e seine Nachforschungen an Ort und Stelle waren er eblich, d. nn von der Brieftasche war leine Spur zu entdecken. S welcher sich mit einem Geschäftsfreund verabredet hatte, fehrte erst nachmittags nach Hause zurück, wo er zu seinci nicht geringen Ueberraschung seine Brieftasche und ihren Finder vorfand. Es war der stellungslose Kanzlist M. welcher die Brieftasche gefunden und sie, da er in ihr di Adresse des Verlierers las, getreulich abgeliefert hatte. M., dem der überraschte Kaufmann vor Freude 50 Mal schenkte, erzählte, er habe sich nahe bei der Stelle, wo e die Tasche gefunden habe, ins Wasser stürzen wollen, da er sich in größter Not befand und seit zwei Tagen saji nichts gegessen hatte.

- Der untergeschobene Graf: nerbe. Die in Berlin me­gen Kindesunterschiebung verhaftete Gräfin Kwilecka hat gegen eine sehr hohe Kaution ihre Hastentlassung bean­tragt. Dem Antrage ist jedoch wegen Fluchtverdachts und Besorgnis der Verdunkelung des Tatbestandes nicht statt­gegeben worden. Die Verhaftete bestreitet nach wie: jede Schuld und behauptet vor dem Untersuchungsrichter, den Beweis, daß der Knabe ihr leibliches Kind sei, führen zu können. In dem zu erwartenden Prozesse werden auch medizinische Autoritäten zu Worte gelangen, da die Gräsin als gewichtiges Entlastungsmoment die angeblich sehr deut­liche Aehnlichkeit zwischen ihr und dem Kinde anführt. )-( Eine moderne Seeräubergeschichte. Bekanntlich sind in Liverpool vier Seeleute der englischen Barke Veronika" unter Anklage des Mordes der Offiziere und der Mehrheit der Mannschaft des Schiffes auf die Aus­fagen des Schiffskochs, eines Negers, hin gestellt wor­den. Zwei von ihnen sind noch ganz junge Burschen bon 18 und 19 Jahren. Es wird jest erklärt, daß die Mörder, nachdem sie sich des Kapitäns, zweier Offiziere und zwei Mann der Besatzung entledigt hatten, eine Geschichte ausdachten, deren Einzelheiten sie sich alle einprägen wollten, damit die Aussagen vor Gericht gleich

Die Hessische Landes- Hypothekenbank

in Darmstadt

macht es sich als gemeinnüßiges Institut zur Aufgabe, tilg­bare und unfündbare Hypothek- Darlehen zu mäßigen Be­bingungen zu vollziehen, wird sie auf eine längere Reihe von Jahren verteilt in der Form eines Jahreszuschlages zum Zins. Den Binsfuß hat die Bank für die nächste Beit auf 334 Prozent festgesetzt.

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Wenn man hierzu für die Tilgung einen jährlichen Beitrag von Prozent rechnet, so stellt sich die Gesamt­leistung des Schuldners für 8ins und Tilgung immer erst auf 4 Prozent, also kaum höher als der sonst übliche Binsfuß jest ist. Die Jahresleistung des Anleihers bleibt für die ganze Vertragsdauer gleich. Da aber der Zins immer nur aus dem Kapitalsreft des Vorjahres berechnet, also mit jedem Jahr kleiner wird, so erhöht sich von Jahr zu Jahr die Tilgung ohne stärkere Inanspruchnahme des Schuldners. Auf diese Weise wird in 58 Jahren die völlige Abtragung der Schuld erreicht. Eine Steigerung des Zinsfußes von 3 Prozent ist für die ganze Dauer des Schuldverhältnisses ausgeschlossen, ebenso wie eine Rän­digung durch die Bank. Wenn aber in späteren Jahren günstigere Verhältnisse dem Anleiher die Rückzahlung auf einmal oder in größeren Teilbeträgen als vereinbart ge­statten, so steht dem nichts im Wege. Auch die Erhöhung des Tilgungsbeitrages zur rascheren Rückzahlung des Rapi­tals wird zugelassen.

[ Ein Festtag der englischen Seldaten.] Der letzte Dienstag im Monat Januar ist jedes Jahr ein Festtag für den englischen Soldaten. An ihm wird er für schuldenfrei erklärt. Punkt zwölf Uhr tritt ein Offizier mit Tambour und Trompeter vors Kasernentor und sammelt durch Bla sen und Trommeln die Menge um sich herum. Er verliest alsdann einen Tagesbefehl, worin proffamiert wird ,,, daß die Offiziere nicht für die Schulden ihrer Untergebenen hasten, daß von heute ab deren Schulden verjährt sind, und daß keiner einem Soldaten mehr Kredit als dessen Tagesfold gewähren soll." Diese aus dem Mittelalter mit herübergenommene Zeremonie fand auch dies Jahr wieder vor allen Kasernen in England statt.

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** Für den Rammer der S ridt erftattet über Bofition B b6 her Befolbungsordn mpfiehlt Annahme ang der genannte hnlichen Stellung ungsfrist vorfieht. V Berkauft mann an Herrn on 87 000 Mart Gestern N ten der Lahnbrüde des Delitateßwater burchs Eis gebroch herauszukommen. ten fich und macht Luft, daß der Befiz retten half. Wir brach Rohrbach Lol Landesverbandes fi nicht fo. Als Del Schreinermeister wieder ernannt wo ** Bon hessis Schweizer Alfred wegen Bedrohung v and Fernheide weg

Die Bank bringt die Mittel zur Gewährung von Dar­lehen durch 3a prozentige Pfandbriefe auf, durch deren Ausgabe Kosten für die Anfertigung, den Reichsstempel und die Begebung erwachsen; im Uebrigen verursachen dieselben bei den jezigen Geldmarktverhältnissen einen Ausfall gegen­über dem Nennwert, weil sie nicht zu 100, sondern Bruch­teile darunter anzubringen sind. Diese Aufwendungen sind der Bant in der Form einer einmaligen Entschädigung zurüc zuvergüten, die selbstverständlich nur einmal in Frage fommt. Sie beträgt 3. 8t. 22 pet. des aufzunehmenden Kapitals und wird bei Auszahlung desselben einbehalten. Wird dieser Abzug auf die Vertragsdauer ausgeschlagen, so ergibt sich mit Binseszins immer erst eine Darlehensverzinsung von 3,85 pCt; es stellt sich also der Anleiher bei einem 3% pro­zentigen Darlehen mit 2 pet. Abzug immer noch besser, als selbst bei einem 4 prozentig n Darlehen ohne Abzug.

Beleihbar sind zur ersten Stelle Grundstücke in Stadt und Land, sofern sie einen regelmäßigen Ertrag bringen. Die Bank hat das Recht, städtische Obj fte bis zu 60 pt., land­wirtschaftliche bis zu 662/ s des von ihr zu ermittelnden Wertes zu beleihen, doch soll eine Beleihung bis zur Hälfte die Regel bilden.

** Die Zeitung als Lehrmittel. Eine pädagogische Neuheit wird aus Amerika berichtet, die im ersten Augen­blicke befremdend klingt, bei näherer Betrachtung aber als wertvolle Anregung erwähnt zu werden verdient. Es handelt sich um die Einführung der Tageszeitung als Lehrmittel in die Schule. Ein bekannter anterikani­scher Pädagoge, Professor W. H. Lynch, Lehrer an einem Knabengymnasium in Newyork, hat als erster diesen interessanten Versuch gewagt und berichtete jüngst in einer Versammlung von Schulmännern über seine Erfah­rungen mit demselben. Sie waren durchaus günstiger Natur. Vor allem behauptete er, vermittelt die Lektüre von Tagesblättern den Schülern moderne und aktuelle Kenntnisse. Lehrbücher lehren nur eine Theorie der Welt und ihre Ursachen, die Zeitungen dagegen berichten von dem wirklichen Drama des Lebens in seinen mannig­fachen Gestalten. Aus diesem Grunde hat Herr Lynch die Lektüre der Zeitung mit Erfolg in seiner classe ein­geführt. Wenn man sich vorhält, daß ernsthaste Zeitungen in unseren Tagen sich immer mehr zum Spiegel der le bendigen Entwickelung auf allen Gebieten der Kultur herausbilden, und daß ein gut Stück der geistigen Ar­beit, die zur Litteratur wird, durch sie hindurchgeht, wenn nicht direkt von ihr geleistet wird, wird an die Anregung des amerikanischen Pädagogen keineswegs so­fort von der Hand weisen können. Voraussetzungen für eine solche Neueinführung eines Lehrmitt.13 in den Schulen wären allerdings ein entsprechendes Alter der Zöglinge, die man auf solche Art in die kulturelie Ta gesgeschichte einführt, und eine sichere Auswahl jener Mitteilungen, die zuverlässig sind und bildend wirken können, durch berufene Hand. Eine solche sorgsam gewählte und wohl abgemessene Lektüre von Zeitungen könnte zu einem sehr achtbaren Lehrmittel ausges aftet werden. Jedenfalls besäße sie den nicht zu unterschien den Wert, den werdenden Menschen in Fühlung mit dem wirklichen und aktuellen Leben zu bringen und dabei doch die unmittelbare Berührung zu vermeiden, die auf die allzu empfängliche Jugend häufig schädigend ein­wirkt. Da überdies jeder Kulturmensch in der Jetzt zeit früher oder später mit der Zeitung in Berührung kommt und mit dem Zeitungswesen von irgend einer Seite her zu tun hat, wäre es gar nicht übel, den öfteren Zöglingen, die bald ins praktische Leben eintreten sollen, eine vernünftige Art der Zeitungslektüre beizubringen.

Wie uns mitgeteilt wird, hat die Bant ihre Thätigkeit bereits begonnen und auch die Gewährung von Gemeinde Darlehen in ihren Geschäftsbereich aufgenommen. Die Bank­verwaltung will sich angelegen sein laffen, Darlehensanträge ohne Berzug zur Erledigung zu bringen. Einzureichen sind ortsgerichtliche Toration mit Fragenbeantwortung, Erwerbs­urkunden und Baupläne, soweit überhaupt vorhanden, An­gaben über Miets- und Pachterträgnisse sowie Auszug aus dem Grundbuch. Aufschlüsse sind brieflich und mündlich bei der Bank, Karlsstraße 97, zu erhalten.

|::|[ Die Ausdehnung des Geldverkehrs.] Ein Ches über 221 Millionen Tollars, von Morgan auf das Niw yorker Bankhaus Kuhn, Loeb und Komp. gezogen und bei der First National Bank zahlbar, ist in diesen Tagen durch das Newyorker Clearinghouse gegangen. nt- fang der siebziger Jahre, während der Friedensverhand lungen in Versailles, soll ein Check über 2 Millionen Taler bereits die Bewunderung Bleichröders erregt ha ben. Welche Aenderung hat sich seitdem in den Di mensionen des Geldverkehrs vollzogen!

Parlamentarisches aus Hessen.

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Zum Entwurf des Gesetzes die Landstände betreffend ist noch nachzutragen, daß dem früheren Artikel 14: Mit­glieder der Ministerien sowie der Oberrechnungsfammer tönnen nicht zu Abgeordneten für die Zweite Kammer gewählt werden", den Wünschen des Landtages entsprechend noch fol gende wichtige Bestimmung hinzugefügt ist: Amtsrichter und Gerichtsschreiber bei den Amtsgerichten, Kreisräte, Kreteamt­männer, Kreisärzte, Kreisassistenzärzte, Kreisschulinspektoren,

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Kreisveterinärärzte, Kreisgeometer, Polizeikommissare, Bau Vergebun

inspektoren und Bauassessoren, Steuerkommissare, Bezirks­tassierer und Kontrollbeamte der Lokaltassestellen, Obersteuer­inspektoren und Oberförster, sowie die diesen Beamten unter­gebenen Beamten, die ihren Gehalt aus der Staatskasse em pfangen, fönnen für Wahlkreise, welche ganz oder zum( nach der Bevölkerungszahl zu berechnenden) größten Teile zu ihren Dienstbezirken gehören, nicht zu Abgeordneten gewählt werden. Dasselbe gilt von denjenigen Beamten, auf welche in der Folge die Amte verrichtungen der vorstehend bezeichneten Be amten übertragen werden sollten." In der dem neuen

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bemerkt, daß in den Kammerverhandlungen über den Aus­schluß der Lokalbeamten die verschiedensten Ansichten und Vorschläge laut wurden, daß man sich schließlich dahin einigte, die alte Bestimmung des Gefeßes vom 8. November 1872 wieder aufzunehmen: Da in der Zweiten Kammer sich keine Neigung zeigte, dem von der Großh. Regierung vorgeschlagenen gänzlichen Fallenlassen des Ausschlusses der Lofalbeamten von der Wählbarkeit zuzustimmen, hat sich in dem neuen Entwurf wieder herzustellen und in einer den heutigen Verhältnissen entsprechenden Neufassung wieder aufzunehmen." Das Bemerkenswerteste in diesem Abschnitt dürfte der Umstand sein, daß der neue Entwurf von den von der Kammermehrheit in erster Lesung beschlossenen Artikeln 9a- 9f, in welchen die Bestimmungen über die Einführung der Wahlpflicht niedergelegt sind, keinerlei Notiz nimmt, auch nicht in der Begründung sind. Die ganze Wahlpflichtsfrage dürfte damit wohl so gut wie endgiltig beseitigt zu betrachten sein. Noch ist besonders hervorzuheben, daß die Regierung im Artikel 19 dem Wunsch der Kammer gefolgt ist und zu gestimmt hat, daß die Abgrenzung der Wahlkreise im Wege des Gesetzes( nicht der Verordnung) erfolgen soll.

Bis zum Erlaß eines neuen Gefeßes, durch welches die Abgrenzung der Wahlkreise erfolgt, bleibt der bisherige Zustand maßgebend. Jedoch sind fernerhin die in der früheren Gemarkung Bessungen wohnenden Stimmberechtigten nicht in zwölften Wahlkreis der Provinz Starfenburg, sondern bei der Wahl des Abgeordneten der Stadt Friedberg und die in den früheren Gemartungen Hochheim, Neuhausen und Bfiffligheim wohnenden Stimmberechtigten nicht mehr im Wahl der Abgeordneten der Stadt Worms wahlberechtigt.

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