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Lokales.

Gießen, ben 2. Juli 1903. ** Oftroi- Einkommen der Stadt Gießen. Nach dem Jahresbericht des Oktroi- Inspektors Mäser pro 1902/03 beträgt:

A. Das Dftroi- Einkommen der Stadt Gießen.

1. Von Schlachtvieh

2. Fleisch, Fleischwaren und

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B. Rüdvergütungen.

Summe

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942,71 720,52

Freiwillige ordnungsmäßig die Erteilung des Berechtigungs­scheines zu beantragen. Dem Gesuche ist eine Bescheinigung des Seminardirektors dahin beizufügen, daß der Bewerber zur nächsten Lehrerprüfung zugelassen und das Befähigungs­zeugnis im Falle des Bestehens der Prüfung nachfolgen wird." Außerdem hat der Unterrichtsminister verfügt, daß die Anträge auf Erteilung des Berechtigungsscheines spätestens unmittelbar nach bestandener Püfung einzureichen sind, und daß verspätet eingereichte Gesuche von jetzt ab immer ab­lehnend beschieden werden.

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Der Deutsche Verband Kaufmänn ischer Vereine hielt am 13. Junt in Nürnberg ſeine 13. Jahres- Hauptversammlung ab, auf der von den 106 Vereinen des Verbandes 57 durch 112 Delegierte bertreten waren. Das Kaiserliche Statistsche Amt hatte einen Vertreter entsandt, ebenso das Bayerische Staats­ministerium des Innern und die Königliche Regierung von Mittelfranken, ferner die städtischen Collegten, Handelskammern und sonstigen Handelskörperschaften der Städte Nürnberg und Fürth. Für den hiesigen Kaufmännischen Verein, welcher dem Verbande angehört nahm der Vorsitzendeu an den Versammlungen teil. Aus der reichen Tagesordnung heben wir hervor: Kauf­mannsgerichte, Berichterstatter: Herr Oswald Backasch­2555,87 Zwickau, auf dessen Antrag die Versammlung beschließt: Der Deutsche Verband Kaufmännischer Vereine spricht die feste Zuversicht aus, daß dem neu zusammentretenden Reichstage als eine der ersten Vorlagen ein Gesezent­wurf zugehen werde, die Errichtung aufmännischer Schiedsgerichte betreffend. Ermittelung der Arbeits­zeiten in den Kontoren des Großhandels. Berichterstatter: Herr Carl Fischer Offenbach. Es berichten ferner noch Herr Direktor Alwin Helms- Nürnberg über: Invaliditäts­und Altersfürsorge für kaufmännische Angestellte, Herr Friedrich Hertel- Nürnberg über Urlaubsverhältnisse der faufmännischen Angestellten, Herr Direktor Carl Trauner­Frankfurt a. M. über den Stellenvermittlungsbund und die Beschaffung statistischen Materials für das kaiserliche Statistische Amt, Herr O. Voigt- Berlin über den Bund der Kaufleute. Im Einverständnisse mit dem Delegierten des Kaiserlichen Statistischen Amts Herrn Regierungsrat Dr. Leo wurde ein geme sames Formular beschlossen betr. die Ergebnisse der kaufmännischen Stellenvermitt­

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Hessischer Landwirtschaftsrat. Am Frei­tag, 3. Juli, und am Samstag, 4. Juli, findet in Darm= stadt( Zentralstelle für die Gewerbe) eine Sigung des Hessischen Landwirtschaftsrats statt.

** An der Landesuniversität wurden im Mo­

nat Juni promoviert: Zum Dr. med. Kurt Lauben.

heimer, approb. Arzt aus Höchst a. M., Alfred Hellmann, approb. Arzt aus Siegen; zum Dr. phil. Richard Heuer­ling, cand. chem. aus Wimpfen; Hermann Thümmel, cand. rer. nat. aus Barmen. Erneuert wurde das Diplom des Medizinalrat Dr. Rouge in Hungen aus Anlaß seines 50­jährigen Doktorjubiläums.

** Der Besuch der reichsdeutschen Universitäten weist im laufenden Halbjahr folgende 3 ffern auf: Berlin 5781 Stud. 5213 Hörer 293 Hörerinn. zus. München 4696

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lungen zwecks Erreichung einer genauen Uebersicht über

die Verhältnisse des Arbeitsmarktes im Handelsgewerbe.

Der Vorstand wurde wieder gewählt. An Stelle des

verstorbenen Herrn Jul. Wizigmann tritt Herr Jos. Kinkel- Mannhein. Sodann wurde dem Vorstande die Befugnis erteilt, eine Vertreterin der weiblichen fauf­männischen Verbandsvereine in den Vorstand zu koop­tieren. Als Ort der nächstjährigen Hauptversammlung wurde Magdeburg bestimmt.

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* Arbeiter tarten. Der preußische Eisenbahn­minister hat nach der" Post" bestimmt, daß fortan auch an Sonntagen sämtliche Personenzüge mit Wagen 4. Klasse zur Benußung mit Arbeiterkarten jederzeit freigegeben werden fönnen, wenn ein allgemeines Verkehrsbedürfnis dazu vor­liegt oder dies aus Betriebsrücksichten für notwendig erachtet werden sollte.

[ Jubiläums- Schüßenfest.] Wie schon ge= meldet, begeht in den Tag n am 19. bis 21. Juli unser Schützenverein das Fest seines 25jährigen Bestehens. Aus diesem Anlaß sind in unserer Feststadt der Bedeutung des Vereins würdige, große festliche Beranstaltungen geplant und erfahren wir von dem Festausschuß darüber das Fol­gende: Dem Motto aller deutschen Schützen- Gilden getreu, Ueb' Aug' und Hand fürs Vaterland", werden an den 1884 3 Festtagen große Preis- und Jubiläumsschießen stattfinden, an deren sich zahlreiche auswärtige Schüßenvereine beteiligen. Am Vorabend des Festes, gewissermaßen als Einleitung zu demselben, wird am 18. Juli im Neuen Saalbau ein Bankett stattfinden, zu welchem sämtliche Vereine Gießen Einla­dungen erhalten und erhofft man von diesen eine rege Be­teiligung. Am ersten Festtage, dem 19. Juli wird in der Frühe ein Weckruf die Bürger unserer Vaterstadt begrüßen. Für 3 Uhr Nachmittags ist ein großer Festzug geplant, dem sich auf dem schattigen Schüßenplay ein großes Volksfest anschließt, wobei das junge Volt reichlich Gelegenheit finden wird, sich im Reigen zu schwingen. Am Montag, den 20. Juli ist auf dem Festplaz: vormittags Frühkonzert, Mittags um 1 Uhr im Schüßenhaus Festmahl und nach­mitags wieder im Schüßengarten Konzert und Tanz vorge­sehen. Vom Dienstag, den 21. Juli ist tagsüber bis abends 6 Uhr für das Schießen bestimmt, nach dessen Schluß die Preisverteilung stattfindet. Den Abend wird Konzert, Tanzbelustigung und ein Monstre- Schlachtfeuerwerk das Jubiläumsfest beschließen.

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Bum einjährig freiwilligen Militär­dienst der Volfsschullehrer, hat der Kriegsminister im Ein­vernehmen mit dem Unterrichtsminister nachstehende Verfüg= ung erlassen: Die Kandidaten des Volksschulamtes, welche die Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Militärdienst nach­zusuchen beabsichtigen, aber das wissenschaftliche Befähigungs­zeugnis nicht rechtzeitig erlangen, w.rden durch die Seminar­direttoren angewiesen, etwa drei Monate vor Ablegung der Lehrerprüfung bei der Prüfungskommission für Einjährig| tomb. Regiments" Jäger zu Pferde", Konzert geben.

** Ruhest örung. In lezter Zeit sind wiederholt die Anwohner der Grünberger- wie Moltkestraße in den frühen Morgenstunden durch wüstes Schreien und Singen in ihrer Ruhe gestört worden. Wir hoffen, daß diese Beilen Anlaß geben werden, den nächtlichen Schreiern ent­gültig das Handwerk zu legen.

Konzert. Wir verweisen auch an dieser Stelle auf das heute abend in Steins Garten stattfindende 4. Abonnements- Konzert. Am 7. Juli wird die Kapelle des

Friedrich Teipel Markt 16.

empfiehlt

** Unsere Landleute sind eben draußen vollauf bei der Arbeit. Das Kartoffelbacken und das Stecken der Kohl, Dickwurz und Kolrabipflanzen ist beendet. Herrlich sieht's in unseren Getreidefeldern aus; besonders schön stehen die Wintergetreide, Korn und Weizen da. Bleiben wir von bösen Wettern verschont, so wird diese Ernte eine vor­zügliche werden; das Sommergetreide ist ebenfalls in bester Entwickelung begriffen und berechtigt nicht minder zu schönen Hoffnungen. Weniger günstig sind unsere Obstaussichten. Auf Aepfel und Birnen wird nicht viel zu rechnen sein. Das Ungeziefer, besonders die Raupe des Ringelspinners, hat diesen Bäumen sehr geschadet und haben sich die ge­troffenen Schutzmaßregeln( Alebringe) als nicht ausreichend erwiesen.

*** Wieseck, 2. Jult. Am 19. und 20. Juli feiert der hiesige Kriegerverein sein 30. Stiftungsfest; verbunden wird damit das Bezirksfest des Kriegerbezirks Gießen.

):( Wagenborn- Steinberg, 2. Juli. Mit dem Bau eines verklassigen Schulneubaues wird demnächst begonnen werden. Der Pau soll im Spätherbst fertig sein und ist zu 23 000 Marf veranschlagt.

** Grünberg, 30. Juni. Gestern Abend wurde am Hain etn 14 Jahre alter Knabe beim Heuladen auf der Wiese von einer Kreuzotter derart geb ss³n, daß ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte.

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Aus der Wetterau, 1. Juli. Infolge des in den Izten Tagen anhaltenden schönen Wetters machen in unserer Gegend die Imfer gute Geschäfte. Einzelne Völker lieferten bis jetzt schon 35 bis 40 Pfd. Honig, welches Quantum bei gleich günstiger Witterung durch den Ertrag aus den L. Müller in Wohnbach erntete von 2 Völkern bereits 74 Lindenblüten auf 45-50 Pfund sich steigern wird. Herr Bfund Honig und erhielt außerdem von denselben Völkern 3 Schwärme. Dazu fand er noch am vergangenen Sonntag in der Nähe des Waldes einen sogenannten Durchgänger im Gewicht von 5,5 Pfd. Wenn der Mensch Elück hat!

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-r Marburg, 2. Juli. Ein gewaltiges Feuer, wie wir es in Marburg seit langen Jahrzehnten nicht ge­habt haben, fam gestern abend furz nach 11 Uhr zum Aus­bruch. Es brannte in dem Haas'schen Lumpen- und Papier­Engros- Geschäft am Pilgrimstein, eine Anzahl aneinander­hängenden älteren Gebäude, die sogleich der ganzen Reihe nach in Flammen ſtanden. Die großen Lumpen- und Papier­Vorräte, mt denen die Gebäude angefüllt waren, gaben dem Feuer solche reichliche Nahrung, daß die Flammen der ganzen Front entlang haushoch in die Luft stiegen, einen Riegen von Funken und Fuerballen über die Nachbarschaft ergießend. Auch ein Gebäude der Bopp'schen Brauerei ging mit in Flammen auf. Der gewaltigen Hige wegen fonnte die Feuerwehr garnicht daran denken, die brennenden Gebäude selbst zu löschen. Sie konnte sich nur darauf beschränken, zwei anstoßende Wohnhäuser und die gegenüberliegenden Häuser zu retten. Das Feuer brannte die ganze Nacht. Höchst, 1. Juli. Gegen die Wahl des Landrichters Itschert( Centrum) wird von sozialdemokratischer Seite Pro­test erhoben.

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Offenbach a. M., 1. Juli. Das Offenbacher Buchdruckereibesizer u. soz.- dem. Abg. Ulrich in den Beſiß Abendblatt" ist mit dem heutigen Tage aus den Händen des der sozialdemokratischen Partei übergegangen.

Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen Städtisches Schlachthaus. Ochsenfleisch 50, Heute und Morgen Morgen Schweinefleisch 50 Pfg.

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