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bach- Launsbach Wandersturse über Milchverbeschäftigte Arbeiter Fortunato Artoni von St. Prosper ge­bertung eingerichtet werden. Zweck dieser Kurse ist be lon ntlich unserer ländlichen Bevölkerung, namentlich den hausfrauen und erwachsenen Mädchen eine wirtschaftlichere unb gewinnbringendere Art der Butter- und Räsebereitung eigen. Der erfte zweitägige Kursus ist für die Gemeinden fingenbach und Azbach vorgesehen, und wird am 19. und 21. Dezember im Gemeindehaus zu Agbach abgehalten

werben.

A Weglar, 28. Nov. Auf dem hiesigen Wochenmarkt loftete das Pfd. Butter 1,25 Mt., Eier 2 Stück 19 und 1 Stück 10 Bfg.

Wezlar, 1. Dezbr. Morgen findet hierselbst Kram­und Viehmarkt statt.

§ Reinhardshain, 30. Nov. Gestern Abend gegen 10 Uhr brach in der Scheuer des Landwirt Jakob bis auf jezt noch unaufgeklärte Weise Feuer aus. Durch den herrschenden starken Wind, teilte sich das Feuer rasch auf bie angrenzenden Ställe mit, welche ebenfalls ein Raub der Flammen wurden. Den rasch herbeigeeilten Feuerwehren bon Göbelnrod, Lumda und Beltershain ist es zu ver­banten, daß fein größerer Schaden entstanden ist. Das Bohnhaus des Jakob und die angrenzenden Nachbargehöfte blieben dank der eifrigen Arbeit der Löschmannschaft ver­chomt. Das Vieh wurde alles bis auf die Hühner gerettet. Jakob war versichert.

A Gambach, 30. Nov. Der Landwirt J. Bröder dahier tücute in seiner Scheune vom Gebält und trug lebensgefähr­liche Verlegungen davon. Im vergangenenen Jahre hat der Schroiegersohn des Verletzten auf dieselbe Weise seinen Tod gefunden.

> Kirtorf, 30. Nov. Am Donnerstag fand hier eine Versammlung des weiteren Eisenbahnfomitees und der Ver­treter der beteiligten Gemeinden der Linie Alsf ld- Schweins berg statt, die bekanntlich eine Fortsetzung der Linie Marburg- Wittelsberg- Schweinsberg bilden soll. Es waren ca. 50 Vertreter erschienen. Die Versammlung beschloß über die Entscheidung für das eine oder andere Projekt eine Bersammlung in Airtorf einzuberufen und dann den beiden Komitees Kirchhain und Marburg Mitteilung zu machen.

Hopfgarten, 1. Dez. Der seitherige Beigeordnete, Johannes Weißel 6. wurde einstimmig mit 47 Stimmen wiedergewählt.

XGrebenhain, 30. Nov. In der hiesigen Schule ist eine Brieftaube gezeichnet 0475/ K. 31*"- zugeflogen. Der geehrte fachkundige Leser ist gebeten mit uhelfen, das verierte Tierchen seinem rechtmäßigen Herrn wieder zuzu­führen.

+ Begiesdorf, 30. Nov. Hier ereignete sich der feltene Fall, daß einer Mutter Drillinge und zwar drei And blein beschert wurden. Gewiß, ein unverkennbarer Segen des Himmels, wenn die Kinder heranwachsen und gedeihen witr den!

Kirchhain, 1. Dez. Mit dem heutigen Tage geht der Bahnhof Kirchhain( Ohmtalbahn) für den öffentlichen Verkehr ein. Sämtliche Züge der Ohmtalbahn laufen von beute ab im Staatsbahnhof Kirchhain ein und aus

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen 28. November 1903. Wilhelmine Raithel von Lich fehrte in einer hiesigen Birtschaft ein und nahm beim Weggehen einen der Schwester des Wirts gehörigen Sonnenschirm mit. Sie will derart betrunken gewesen sein, daß sie von dem Vorfall nichts mehr weiß. Das Gericht schenkt den Angaben der mehrfach vor­bestraften Angeklagten feinen Glauben und verurteilt sie zu 5 Monaten Gefängnis. Der zu Nieder- Dfleiden

Christ bescheerung der Kleinkinder- Bewahranstalt.

Am 4. Adv nts- Sonntag, den 20. Dezember d. Is., soll die Christ bescheerung für die Kinder unserer Anstalt stattfinden Wir haben für 250 Kinder die Be cheerung herzurichten und den Weihnachtstisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder

Eine Lifte zur Erhebung von Beiträgen wird nicht

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riet mit Polizeidiener Müller in Streit und verletzte den­selben mit einem Messer. Die Angetrunkenheit des Ange. flagten und das eigenartige Verhalten des Polizeidieners tommen strafmildernd in Betracht, weshalb der Angeklagte mit 4 Monaten Gefängnis davonkommt.- Der Maler­meister Fritz Martin von Friedrichsfeld wurde von einer Gießener Firma auf Bahlung eines Wechsels verklagt, was ihm Veranlassung gab, einen Brief an die Firma zu schreiben, worin diese einen Erpressungsversuch erblickte. Es wird auf 10 Tage Gefängnis erkannt. Der vielfach vor bestrafte Taglöhner Gustav Wirth von Ortenberg stahl dem Landwirt Jakob Eißner eine Sense. Er bekommt eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten. Zum Schluß wird die Sache gegen den Sprachlehrer Gerhard Schornberg von Bad Nauheim wegen Urkundenfälschung behufs weiterer Be­weißerhebungen vertagt.

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Eingesandt.

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Für die unter dieser Rubrik gebrachten Artikel übernehmen wir dem Publikum gegenüber keine Verantwortung.

Lüzellinden, 30. November. In unsrer verkehrs­reichen Beit sucht man durch neue Verkehrswege Schaffung von Kleinbahnen und dergl. den Verkehr soviel als möglich zu erleichtern. Städte und Dörfer scheuen weder Mühe noch Geld, wenn es gilt, eine Bahn durch ihre Gren­zen zu bekommen. Nun sind aber die ältesten aller Ver­fehrswege, die Straßen und Chauffeen oft in einem Bustande, daß von einer Verkehrserleichterung hier nichts zu sehen ist. Mancherorts bedient man sich nämlich bei der Instandhaltung der Straßen( um die Dampfwalze zu sparen) eines Flick­Systems übelster Art. Als Muster tann hier wohl die von Klein nach Lützellinden führende Straße gelten, soweit sie in Kleinlindener Gemarkung liegt.( Auch auf der Kreisstraße bei Lügellinden scheint man leider dieses System nachahmen zu wollen.) Schon bei dem Aufstieg aus Kleinlinden fragt man sich, ob hier jemals eine Dampfwalze ihr Werk getan hat. Bunt genestert, liegen bald hier, bald dort Steine. Es ist gar nicht möglich, daß dieselben an einer so ab­Schüssigen Stelle ruhig liegen bleiben. Sie werden von den mit kot umwickelten Wagenrädern aufgehoben und liegen dann zerstreut umher. Auch auf ebner Straße bringt dieses Ausflicken feinen Vorteil. Die Räder der Fuhrwerke stoßen gegen die Steine an und so entstehen statt der erftrigen einen, zwei neue Vertiefungen. Das alles aber will noch nichts heißen gegenüber dem, was Menschen und Tiere darunter leiden. Mißhandelt sonst jemand die Tiere, dann ist der Tierschutzverein da. Hier wäre seine Aufmerksamkeit am Platz, wo das arme Zugvieh an den scharf gefanteten Steinen sich die Füße wund stößt. Auch der Postbote, der benannte Strecke zweimal des Tages befährt, hat durch diese Flickerei sehr zu leiden. Besonders gedacht sei auch der armen Kranken, die nach Gießen zur Alinit gebracht, diese Strecke passieren müssen. Möchten diese Zeilen dazu dienen, hier Abhilfe zu schaffen. Möchte auch der Straßenbau gegenüber den andern modernen Verkehrswegen nicht vernach: läßigt werden.

Marktberichte.

Gieken, 1. Dezbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter per Bfb. 1.10-1.20 mt., Hühnereler 2 Stüd 16-20 Bfg., Enteneter St. 8 Bfg., Käse per St. 6-8 Bfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Baar War. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.80, Hahnen, per Stüd Mr. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse p. Bfd. 50-60 Pfg., Ochsenfleisch per fb. 68-78 fg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Bfg. Schweine­fleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 5.50 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 4.50-5.00, epfel per

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Centner 16-20 Mt. Milch per Liter 18 Vfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehre dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Um­herziehen feilgeboten werden.

Frankfurter Viehmarkt. Zum Verkauf standen 426 Ochsen, 33 Bullen, 705 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 259 Kälber, 364 Schafe und Hämmel, 1407 Schweine. Aus Oesterreich 000 gemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mr. 72-74, b) Ochsen. Bezahlt wurde für 50 Kilo Ochsen: a) vollfleischige, aus­junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Mr. 68 bis 70, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mr. 63-66, d) gering genährte jeden Altecs Mr. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes Mr. 65-67, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Mr. 62-64, c) gering genährte Mr.-, ühe und Färsen,( Stiere und Rinder): a) vollfleischige. ausgemästete Färsen ( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes mr 64--66, b) volle fleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes( bis zu 7 Jahren) mr. 60-62, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig aut entwidelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mr. 50-52, d) mäßig genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mr. 47-49, e) gering genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mr. Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Mast-( Vollm.- Mast) und beste Saugfälber( Schlachtgewicht) 82-84 Bfg.( Lebendgewicht) 48-49 Pfg., b) mittlere Mast- und gute Saugkälber( Schlachtge= wicht) 71-73 Bfg.,( Lebendgewicht) 40-43 Pfg., c) geringe Saug­fälber 55-57 Pfg., d) ältere gering genährte Kälber( Fresser) Bfg., Schafe: a) Mastlämmer und füngere Mastbämmel 66-68 Pfg., b) ältere Masthämmel 52-56 Pfa., c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Märzschafe) 48-50 Pfg. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren ( Schlachtgewicht) 55 Pfg.,( Lebendgewicht) 43 Pfg., b) fleischige ( Schlachtgewicht) 54 Pfg.,( Lebendgewicht) 42 Pfg. c) gering ent widelte, sowie Sauen und Eber( Schlachtgewicht) 45-47 Pfg., Lebendgewicht, d) ausländ. Schweine unter Angabe der Her­funft Pfg. Das Geschäft in Hornvieh war gut und ist der Maift geräumt. Frankfurt a. M., 30. November. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer mr. 16.15-16.25, furhessischer Mt. 16.15-16.25, norddeutsch. Mr. 16.40 b. 16.50, Ransas Mr. 17.75-18.25, Roggen, hiesiger Mt. 13.25 bis 13.40, russischer Mr. 14.25-14.50. Amerikaner Mt. 14.50 bis

14.75, Gerſte, hiesige Mt. 15.25 bis 15.75, Pfälzer, Mr. 16.00 bis

16 25, fränkische Mt. 15.80, Riedgerste Mt. 16.00 bis 16 25, un­garische Mt. 17.50-18.25. Hafer, hiesiger Mt. 12.50-13.75, fur­bis hessischer Mt. 12.50-13 75, Württemberger Mt. bayerischer Mt. 12.75-14.00, russischer Mr. 13.25-15.10, Mais Mixed Mr. 11.90-12.10, La Plata Mr. 11.30-11 75, weißer Mais Mr. 12 25-12.50, russischer Mr. 13.75-13.00. Alles pro 100 Kilo ab hier.

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1 Rüfer, 1 Friseur.

Es suchen Arbeit:

2 Schlosser, 1 Schmied, 1 Spengler, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Küfer, 1 Wagner, 2 Megger, 1 Bäcker, 1 Wasche oder Buzzfrau, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 3 Hausburschen, 1 Kutscher, 1 Kellner, 3 Dienst­mädchen, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 3 Bureaugehülfen.

Berantwortlich: für ben politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Lokale, den Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaat": Fr. Oppermann

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