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wurde ihm der 2. ut gestattet unter der Bedingung, daß er sich ruhig vergane. Der türkische Gesandte versuchte, die Anfumft Sarafows zu vereiteln, es gelang ihm aber nicht. Sarafow will in Belgrad in einer großen Versamm­lung sprechen.

Kunft und Wissenschaft.

RD Die Singel im Herzen. In London erregt gegenwärtig ein aus Leipzig gebürtiger junger Mann namens Mar Meyer die staunende Aufmerksamkeit der medizinischen Kreise: Mener erfreut sich trot einer Kugel im Herzen der besten Gesundheit. Der berühmte Spezialist des Middle­spitals, Dr. Lister, fonstatierte mittels Röntgenstrahlen, daß die Kugel in der Herzipize, von Muskeln überwachsen, lagert und die Herzfunktionen in feiner Weise stört. Meyer erhielt die Kugel vor zwei Jahren ins Herz aus dem Ne­volver eines Freundes, welchem die Waffe unversehens los­ging. Meyer war hierauf zwar einige Wochen bettlägerig, gesundete jedoch ohne Extraktion des Projektils.

Heer und flotte.

Die kleinen Grenzgarnisonen. Wie verlautet, soll bei Gelegenheit der Besprechung der Unzuträglichkeiten in den kleinen Grenzgarnisonen im Reichstage angeregt werden, den Offizieren, welche längere Zeit in fleinen Grenzgarnisonen Dienst tun und Verzicht leisten müssen auf Vorzüge und Annehmlichkeiten, die ihnen in größeren Garnisonen zuteil werden, ein Aequivalent zu gewähren in Gestalt von Zu lagen, wie sie durch die Einrichtung der Ostmarken- Zulagen geschaffen sind. Es sei dann mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten, daß von nicht wenigen Offizieren die Versetzung nach Grenzgarnisonen nicht, wie es jetzt der Fall ist, als eine lästige Verpflichtung, sondern als ein Vorzug angesehen wird.- Im Anschluß hieran sei bemerkt, daß von den Offizieren des Forbacher Trainbataillons Nr. 16, das den Anlaß zu der Debatte über die kleinen Grenzgarnisonen ge­geben hat, zur Zeit nur drei Dienst tun: Rittmeister Haegele, Oberleutnant Habenicht und Leutnant v. Flemming. Die anderen Offiziere des Bataillons sind teils frank, teils auf Urlaub.

Der Schlufsakt des Dreyfus- Dramas? + Paris, 29. November.

..Die Wahrheit ist auf dem Marsch, und nichts mehr wird sie aufhalten." Man hot das Wort, mit dem der leidenschaftlichste und bekannteste Verteidiger der Unschuld des Verräters" Dreyfus, Emile Zola, sein berühmtes J'accuse" schloß, angesichts der zweiten Verurteilung des Ertapitäns als widerlegt angesehen. An eine Aufhellung des Dreyfushandels mit seinen tausend Geheimnissen glaubt nach jener zweiten Verurteilung des Mannes von der Ten­felsinsel fein Franzose mehr. Selbst die nicht, die die Wiederaufnahme des Verfahrens auch weiter stürmisch for­derten. Und nun behält der tote Dichter, wenn nicht alles trügt, doch Recht: Der Dreyfus prozeß wird aller Vor­aussicht nach noch eine dritte Auflage erleben! Der Kriegsminister André hat das geheime Dossier", auf Grund dessen Dreyfus verurteilt wurde, nachträglich geprüft, er ift überzeugt, daß die Hauptbeweisstücke gegen Dreyfus ge. fährdet sind, und er hat das Aktenbündel durch den Justiz­minister einer Revisionskommission übergeben, die sich über die Frage der Wiederaufnahme des Verfahrens schlüssig machen soll. Zu gleicher Zeit hat auch Dreyfus selbst ein neues Revisionsgesuch eingereicht. Niemand in Paris zweifelt daran, daß die Revisionskommission sich für eine Wiederaufnahme der Affäre" entscheiden wird...

Das wäre vielleicht die beste Lösung. Denn sie ver­meidet ein Wiederauflodern des alten Haders zwischen Dreh­fusards und Antidreyfusards, der den europäischen Frieden mehr als einmal schwer gefährdet hat.

Eine merkwürdige Begleiterscheinung der Wiederauf­nahme der Affäre" wird hier allgemein bemerft: Die Nach­richt davon wird in allen Kreisen der Bevölkerung mit einer gewissen Gleichgültigkeit aufgenommen, die in keinem Ver­hältnis zu der Leidenschaftlichkeit der Meinungen bei den früheren Dreyfusprozessen steht. Das bietet ja keine Gewähr dafür, daß die Gemüter sich nicht wieder erhiben, wenn der Prozeß zur Verhandlung kommen sollte. Indes wird es, wie gesagt, faum zu einer solchen Verhandlung kommien. Immerhin aber wird auch die reichsdeutsche Presse, die bei den früheren Prozessen durch ihre Parteinahme für Dreyfus den Fanatismus und Parorysmus der Franzosen nur noch steigerte, gut tun, die ganze Affäre" in jedem Falle mit fältester Sachlichkeit zu behandeln.

Es bedarf für den, der die letzten Verhandlungen der französischen Deputiertenkammer über den Fall Dreyfus sich bergegenwärtigt, feiner großen Mühe, um hinter die Be­weggründe zu kommen, die den Kriegsminister André zur Einleitung des Wiederaufnahmeverfahrens veranlaßt haben. Am 7. April ds. Js. trat in der Pariser Kammer der sozia­listische Deputierte Jaurès mit sensationellen Ent. hüllungen über den Dreyfushandel auf. Er erklärte auf Grund der Mitteilung einiger Mitglieder des Kriegsgerichts von Rennes, das Dreyfus zum zweiten Mal verurteilt hatte. die Verurteilung Dreyfus' sei in beiden Fällen auf Grund bon Briefen erfolgt, die angeblich von Kaiser Wilhelm her rührten. Jaurès wies damals nach, daß es sich bei diesen Briefen um grobe Fälschungen handelte. Die Kammer nahm damals auf Betreiben der Nationalisten einen Antrag an, der die Regierung aufforderte, die Dreyfusaffäre nicht mehr aus dem Bereich der Justizverwaltung auf ein anderes Ge biet übertragen zu lassen. Die Nationalisten glaubten da­mit eine Wiederaufrollung der Sache ein für allemal ab geschnitten zu haben, und derselben Meinung war man auch sonst.

Nur einer dachte anders: Herr André, der Kriegsminister. Er hielt es nach Jaurès' Enthüllungen für richtig, die Akten zu prüfen, und als ihm diese Prüfung die Richtigkeit der Angaben Jaurès' zu bestätigen schien, tat er, was dem Kammerbeschluß nicht widersprach: er gab die Sache an den Justizminister zur Verfolgung weiter.

Nab und Fern.

Einweihung des Kaiser Friedrich- Denkmals in München­Gladbach. Unter allgemeiner Teilnahme der Bürgerschaft wurden in Anwesenheit des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen das Kaiser Friedrich- Denkmal und die Kaiser Friedrich Halle enthüllt. Nach Vortrag des Chores Das deutsche Lied" durch die Gladbacher Liedertafel hielt Ober­bürgermeister Pick die Weiherede. Nach ehrerbietigem, herz­lichem Willkommensgruß an den Prinzen feierte er das An­denken des Kronprinzen Friedrich Wilhelm, der mit seinem Vater zusammen die deutsche Einheit geschmiedet, die Licht­gestalt Kaiser Friedrichs, der sich aller Herzen im Sturm erobert habe. Redner betonte, daß das Denkmal aus der Volksseele heraus entstanden sei; nicht wohlhabende, sondern fleine, wenig bemittelte Leute, die Krieger, die Kaiser Friedrich als Kronprinz zum Siege geführt habe, hätten den Anstoß zur Errichtung des Denkmals gegeben.

Im einzelnen wird über die Ermittelungen Andrés bekannt, daß er nicht nur die Zälschung der an­geblichen Briefe Kaiser Wilhelms feststellte, sondern daß er außerdem auf die Spuren von Machenichaften stick, deren man sich in den Jahren 1897 oder 1898 mm Striegs­ministerium bediente, um Schriftfcüide oder wichtige Tat­sachen den Kriegsgerichten wider Dreyfus zu verheimlichen. Schließlich hat er von den früheren Archivar Gribelin be­deutsame Enthüllungen erhalten. Gribelin, einer der Hauptbelastungszeugen gegen Dreyfus bei den beiden Kriegsgerichtsverhandlungen in Rennes, hat eingestanden, daß er zusammen mit dem durch Selbstmord geendeten Obersten Henry einen Brief des Generals Pellieur gefälscht habe, der ebenfalls für die Verurteilung Dreyfus' bestim

mend war.

Zur Affäre Schönburg- Waldenburg hat jetzt der Bruder der Prinzessin Alice, der Prinz von Bourbon, das Wort genommen. Der Prinz, der seine Schwester in Sori bei Genua aufgesucht hat, dementiert alle Gerüchte, die diese betreffen, in der entschiedensten Weise. Richtig sei nur, daß die Prinzessin, seit sie die Scheidung anstrebt, das Schloß Stadelhoff, wo sie mit ihrer Familie wohnte, verlassen habe und in Sori wohne. In ihrer Begleitung befinde sich eine Ehrendame, und auch ihr anderthalbjähriges Söhnchen weile bei ihr. Die Prinzessin erklärt, daß sie ihren Mann wider ihren Willen nur auf Betreiben ihrer Eltern geheiratet hat. Prinz Friedrich habe sie überdies schlecht behandelt, und das Schloß Stadelhoff habe sie mit Rücksicht auf die mißliche Finanzlage ihres Gatten abtreten müssen. Die Prinzessin erklärt weiter, daß sie nicht nur ihre Scheidung, sondern auch die ungültigkeitserklärung ihrer Ehe anstrebe. Sie be wohnt die Villa Moresco und versichert, daß sie mit Ein­willigung ihres Gatten, der mit der Scheidung einverstanden sei, nach Italien gereist wäre.

Die Revisionskommission, der dieses Material jetzt vor liegt, besteht aus einem Protestanten, einem Katholiken und einem Israeliten, ferner aus drei Direktoren des Justiz­ministeriums. Sie wird noch in dieser Woche ihre Ent­schlüsse fassen. Ihr wird nichts übrig bleiben, als die Sache zur Wiederaufnahme an den Kassationshof zu verweisen. Db diefer es zu einer nochmaligen Verhandlung kommen lassen wird, steht dahin. Aller Voraussicht nach wird er das Urteil des Striegsgerichts von Miennes Fassieren und die Unschuld Dreyfus' verfündigen, ohne ihn vor ein neues Rriegsgericht au berweisen.

* Die Rene des Grafen Hektor Kwilecki, seine Verwandten durch eine so schwere und nicht erweisbare Anschuldigung ins Untersuchungsgefängnis gebracht zu haben, hat eine für das Wroblewoer Majorat recht angenehme Folge gehabt. Graf Heftor hat nunmehr in bereitwilligſter Weise seine Zu­stimmung zur Aufnahme einer neuen Hypothekar- Anleihe auf Wroblewo gegeben, die auch wirklich in den letzten Tagen und unter persönlicher Garantie des Grafen Hektor Kwilecti abgeschlossen worden ist. So hat der Prozeß doch noch sein Gutes für die stark verschuldeten Wroblewoer Kwilectis mit sich gebracht.

Reihen Perlen. Das Diebeswerkzeug wurde in der gefunden.

Die Ermordung Parisianus dementiert. Wie in B rest mit Bestimmtheit verlautet, ist die Nachricht von Ermordung des rumänischen Rentenschwindlers Parijum falsch. Parisianu wurde bekanntlich nach erfolgter Be teilung zu 5 Jahren auf freiem Fuß belassen, jedoch b zwei Detektivs bewacht. Trotzdem gelang es ihm, zu Commen. Nun wurde in Bukarest erzählt, er sei im Bab des Distrikts Nimnic Vilcea herumgeirrt und habe die Selbstmord verübt. Nach den neuen Nachrichten befinde sich Barisianu dagegen wohlgeborgen irgendwo in fremle Landen, wo er sein Inkognito strengstens wahrt, um mich die rumänische Polizei in die unerwünschte Lage zu wer sezen, seiner habhaft zu werden.

Der internationale Hochstapler und Hoteldieb Mano­lesco, der nach seiner in der Nacht zum 10. Juli d. J. er­folgten Flucht aus der städtischen Frrenanstalt Herzberge in Innsbruck ergriffen und dem Landesgefängnis in Wien zugeführt worden war, wird demnächst von dort den deut­schen Behörden, beziv. nach Berlin ausgeliefert werden, da die Wiener Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen ihn definitiv einzustellen beschlossen hat. Manolesco wurde in der österreichischen Hauptstadt nur eines Paletotdiebstahls beschuldigt, den er im Jahre 1896 in einem dortigen Restau­rant an einem Advokaten ausgeführt hatte; er hätte dem­nach nur eine geringe Freiheitsstrafe zu erwarten gehabt.

Der Seidenweberstreik in Lyon führte bereits zu 3 sammenstößen mit der bewaffneten Macht. Nach einer Ber jammlung in der Arbeitsbörse veranstalteten mehrere tausen Arbeiter und Angestellte eine Straßenfundgebung gegen di Stellenvermittler. Dabei kam es zu Tätlichkeiten, so daß di Polizei einschreiten mußte. Im darauf folgenden Hard gemenge wurde ein Gendarmerie- Sergeant verwundet; th Kohlen- leinhändler wurde von einem Revolverschuß, d ein Polizeibeamter abgab, getroffen und starb alsbald.

Gattenmord und Selbstmord. Ein zerrüttetes Ehe­leben fand in Tempelhof seinen erschütternden, blutigen Ab­schluß. Der 38jährige Gastwirt Karl Dreybrodt tötete seine 34 Jahre alte Ehefrau Nosa geb. Potochowsky durch Beil hiebe und sich selbst durch Sturz aus dem Bodenfenster. Dreybrodt, der ursprünglich Schneider war, lebte von jeher mit seiner Frau in Unfrieden. Die Schuld an dem ewigen Zerwürfnis lag auf beiden Seiten. Vor zehn Jahren war das Familienleben schon einmal so getrübt, daß der Mann Frau und Kinder im Stich ließ und nach Amerika ging. Nun schrieb ihm seine Frau reuevolle Briefe und bat ihn flehentlich, zu ihr zurückzukehren, bis er endlich nachgab. Die Frau gab ihm in letzter Zeit häufig Grund zur Eifer­sucht.

A Zusammenstoß mit einem Walfisch. Der schotti Dampfer Fingal" hatte auf seiner Reise in den Weitem Isles einen so heftigen Zusammenstoß mit einem Walfi daß das Schiff in allen Fugen zitterte. Der Dampie schwankte, als wenn er auf einen Felfen aufgefahren wär und die Passagiere stürzten, von Schreck ergriffen, auf De Es gelang jedoch, sie bald davon zu überzeugen, daß do Schiff keinen Schaden erlitten habe. Dem Walfisch scheint der Zusammenstoß weniger gut bekommen zu sein, denn er verschwand sofort nachher unter der Oberfläche, und war nimmt an, daß der Stoß ihn getötet hat.

A Studentenunruhen in Athen. Vor dem königlichen Theater zu Athen kam es zu stürmischen Auftritten. Scharen von Studenten erhoben larmenden Widerspruch gegen die Aufführung der Orestia" des Aeschylus in neugriechischer Uebersetzung. Die neugriechische Uebersetzung gefällt vielen Gelehrten, sowie der ganzen Presse gar nicht, und ein Pro­fessor der klassischen Philologie berief nun eine Studenten. versammlung und machte ihr klar, daß die Uebersetzung ein Verbrechen gegen den Hellenismus sei. Da Vorstellun gen beim Ministerium ohne Erfolg blieben, ließen sich die jungen Heißsporne zu Ruheſtörungen hinreißen. Die Po­lizei schritt ein, nahm mehrere Verhaftungen vor und ver­trieb die Studenten, indem sie eine Feuerspriße gegen sie richtete. Die Ruhestörer sammelten sich aber alsbald wieder vor dem Hauptpoſtamt, und es tam zu ernſteren Zusammen. stößen, wobei auch Revolverschüsse fielen. Eine Person soll erschossen sein.

Bunte Chronik. In Zoppot wurden sieben Personen, darunter 4 Kinder, von einem tollen Hund gebissen.

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-- Der Kaiser hat den von ihm angebotenen Becher für eine transatlantische Jachtwettfahrt 1904 zurückgezogen, aber cinen anderen für 1905 in Aussicht gestellt. Der Grund für diese Aenderung ist seine Erkrankung.

Zu Erdmannsdorf im Riesengebirge brannte die grote Büstenfabrik von Böhm und Harosti fast vollständig niede 300 Arbeiter sind brotlos geworden.

- Eine Dampffährenverbindung nach Art der zwische Gjedsee und Warnemünde eingeführten soll jetzt auch zwischen Saßnit und Trelleborg in Schweden errichtet werden.

Der Rhein und mehrere seiner Nebenflüsse führen Hochwasser. Mosel und Nob. Hoben auf weiten Streden die Ufer überschwemmt.

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Lokales.

Gießen, 1. Dezember 1903.

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Salome" von Oscar Wilde. Im Stadttheate Gießen wird am Donnerstag, den 3. d. M., das hod interessante Gastspiel des Berliner Theater für alle Sunf stattfinden. Der Leiter dieses Theaters ist der in Literatu und Kunstkreisen sehr geschäßte Künstler Arthur Waldema Toron, der Direktor des früher Dr. Heine- Ensemble, bal ung von seinen Gastspielen bekannt ist. In einer vor Jahren erschienenen Broschüre hat Herr Waldemar- Tow Vorschläge zur Reform der bühnentechnischen Umgestaltung angeregt, die so schlagend waren, daß sich eine Anzahl hervorragende Männer aller Kunstzweige, unterstüßt vi einigen funstsinnigen Großfapitalisten, zur Durchführung dieser Vorschläge zusammenschlossen um das Theater fir alle Kunst" zu begründen, das in kürzester Zeit in Berm zur Eröffnung fommt.

Juwelendiebstahl in einem Grabe. In Neapel dran­gen Diebe in der Nacht in den neuen Friedhof ein, wo sich die Gräber und Grüste des neapolitanischen Patriziats be­finden, öffneten mit falschen Schlüsseln die Gruftkapelle des Fürsten Torrella, durchbohrten eine Wand und gelangten dadurch in die Gruft des Barons von Baia Pasquale aus dem Grafengeschlechte Samuti. Dort zertrümmerten sie den Glassarg, in dem die einbalsamierte Leiche der Ba­ronin von Baia lag und raubten der Leiche ein Paar Brillant­ohrringe, ein prächtiges Geschmeide aus Rubinen und Smaragden und eine überaus wertvolle Salskette mit fünf

Bersammlu treter der berg statt, Marburg M ca. 50 Be über die En Bersammlun Somitees S Johannes wiedergema

** Nachruf. Folgenden Nachruf widmet die Sib deutsche Tabakzeitung" dem verblichenen Fabritant C Klingspor: Am 26. d. M. verstarb in Gießen, nach furz aber schweren Krankenlager, infolae eines Lungenschlags der Seniorchef der Cigarrenfabrit C. Klingspor, Herr Tel Klingspor, im Alter von 64 Jahren. Zwei seiner Göhe haben den herben Verlust ihres väterlichen Teilhabers un Mitarbeiters zu beklagen. Der Verstorbene, ein Mann b hervorragenden Charaktereigenschaften und vielseitigen Ren nissen, befleidete lange Jahre unter anderem das Amt eim Handelsrichters. Er war mit einer der vornehmsten präsentanten der Egarrenfabritation, nicht allein in feinem engeren Baterlande Hessen, sondern in unserer gang heimischen Industri. Sein Geschäft verstand er du Intelligenz und Taifraft auf eine bedeutende, Achtung bietende, Höhe zu bringen. Bei seinen Mitbürgern hoch gesehen und von Jedermann, der mit ihm in Berührung kommen Gelegenheit hatte, wegen seines lauteren, biebe Wesens geschäßt und verehrt, betrauern seine zahlreic Angestellten und Arbeiter in ihm einen fürsorglichen, lichen Chef und Berater. Sein Name wird lange ehrendem Andenten fortleben!"

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** Der Fechtverband Gießen- Lahr h gestern Montag Abend im Kaiserhof" eine außerordentli Generalversammlung ab. Es wurde in der Hauptsache Borstandswahl nochmals vorgenommen und ist das Resul folgendes: J. Weisel 1. Vorsitzender, Uhrmacher Ramst 2. Bozsißender, Kaufmann Weiler Rechner, Friseur ch Schriftführer, Gastwirt Meuser, Wagner und Koch, some die Mitglieder Sief, Weinhard und Weigel Beisizer.

* Die Rückfahrkarten vierter Klaffe gal seither nur für den Lösungstag. Ab heute ist die Gültig um einen weiteren Tag verlängert, so daß die Retourfartn vierter Klasse jeẞt zwei Tage gültig sind.

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= Im Anschluß an die von uns gebrachte Lokalnat wegen der in Gießen verübten Ein brüche fönnen wir mit teilen, daß man den Tätern auf der Spur ist. Es tomme zwei Personen in Betracht.

* Die Lederpreise haben infolge des hohen Bres standes der rohen Felle und Häute in der letzten Zeit ein Höhe erreicht, wie seit Jahren nicht und die notwendig Folge ist, daß das gesamte Schuhzeug ebenfalls im Pri erheblich steigt.

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Krofdorf, 30. Nov. Zum erstenmal werden in Laufe dieses Winters auch in der hiesigen Bürgermeist

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